Podium einzurickten vermöge. Stadtv. Haubach führt den Darmstädter Sauldau an, der sich nicht rentiere. Er habe sich den Etat dieses SaalbaueS angesehen und müsse sich sagen, er verursache so viel Ausgaben, daß an eine Rentabilität gar nicht zu denken sei, da das hohe 'Defizit doch nicht etwa von den Vereinen, die den Saal benutzen, gedeckt werden könne. Ter Stadtsäckel würde dadurch nur erheblich belastet. Ein ähnliches Beispiel biete Kassel. Das Bedürfnis eines neuen, großen Saales für Vereinsveranstaltungen re. sei nicht vorhanden, und wenn es sich einstellen würde, so würde es durch Privatunterrreymen gedeckt werden können. Ehor- und Orchesterkonzerbe könne man un- besorgr auch im Theater veranstalten.
Pros. Tr. Strack ergriff danach das Wort, um für das .Oesarntprojckt einzutretcri. Er sei durchaus kein Gegner des Theaterdaues, aber aus denselben Gründen, die man für einen solchen geltend mache, sei auch ein Saalbau erforderlich Denn daß Musik eine außerordentlich populäre Kunst sei, lverde niemand bestreiten. Dem Bedürfnis danach werde zurzeit zu wenig Rechnung getragen. Ein Saalbau sei aber durchaus nicht nur für rnu, italische Zwecke zu planen, sondern auch für eine Menige anderer Zwecke. Er schlage vor, daß die Versammlung heute abend bc- schtietzcn möge, den Wunsch zu äußern, daß, salls dadurch die Steuerkraft unserer Stadt nicht allzu start gespannt werde, ein Theater- und Saalbau errichtet werden möge. Wenn das Projekt nicht in drei Jahren in Angriff genvrn- men werden könne, dann schade es nichts, toemi mau noch sechs Jahre warte.
Pros. Tr. Fromme legte dar, ein Kunstinstitut werde immer Zuschüsse erfordern, es frage sich nur, wie hoch sie sich stellten. Für unsere hiesigen Verhältnisse könnten wir uns an Göttingen ein Muster nehmen. Dort bestehe seit 14 Jahren ein Stadttheater, das zu einer Zeit errichtet worden sei, da Göttingen kleiner cuv Gießen war. Die freiwilligen Spenden aus der Bürgerschaft hätten dort nur 65 750 Mk. betragen! Dazu sei aber ein Zuschuß der Staais- regierung von 130 000 Mk. gekommen; den Rest von 176 250 Mk. habe die Stadt Göttingen durch eine Anleihe aufgebracht. DaS Theater in Göttingen kostete 372 000 Mt.; dag es rentiere, beweise der Umstand, daß derselbe Theaterdirektor Berstl, der das Institut im Jahre 1890 übernommen hat, noch heute aus seinem Posten ist und nicht daran denkt, ihn zu kündigen. Die Un.e.halrung des Theater gebäudes in Göttingen erfordere, wie ihm .rof. Fromme) vom dortigen Magistrat mirgeteilt worm. , einschließlich Gas- und Wasserlerrung, jährlich rund 150b Jet, die Unterhaltung des Inventars 1300 Mk., die Unterhaltung der Dekorationen mit Neuanschaffungen und Bühnencinnchtting 1100 Mk., die Besoldung des Theatermeisters 700 Mk., Feuerversicherung und Steuern 4i>00 Mk., sonstige Ausgaben insgesamt 1100 Mk. und Zinsen und Abträge für die Anleihe 8j00 Mk. Das fei also eine Ge s am tausg abe von 18700 M k., der eine Gesamteinnahme von 13000 M k. gegenüberstehe. Der Direktor Berstl zahlt als Pacht eine prozentuale Abgabe (10 Prozent) vom Bruttoerträge des Billet- vertaufs, bestreitet außerdem Heizung und Beleuchtung, den Theatermeister zur Hälfte, den Lheaterkassierer ganz und stellt das Bühnenpersonal auf seine Kosten. Ferner bezieht die Stadt die Emnahme an Garderobegeld, wofür sie das Personal an Billeteuren, Garderobefrauen re. auf ihre Kosten hält. Tas Theaterrestaurant wird in Göttingen für 1200 Mk. verpachtet. Der Zuschuß der Stadt beträgt also jährlich 5'<00 Alk. Tas Theater in Göttingen hat sich für die Stadt geradezu als eine Goldgrube erwiesen. Es wird in Göttingen fünfmal wöchentlich gespielt. Tie 6000 Mark Zuschuß werden durch die indirekten Einnahmen, die der Stadt durch das krheater zufließen, reichlich aus- gebracht.
Jrn Anschluß daran legte Prof. Fromme die voraussichtliche Rechnung des Gießener Theaters dar. Tie Kosten werden ccn 420 000 Mk. betragen und wir werden zu den freiwilligen Spenden nicht mehr als 60 000 Mk. zuzuschießen haben. Tie Ausgaben berechnen sich also, wenn man die Göttinger Erfahrungen zu Rate zieht, hier auf zusammen 13 200 Mk., während die Einnahmen mit 9 5 00 Mk. ganz sicher zu niedrig gegriffen sind. Tie Stadt würde also künftig ea. 3700 ML. zuschießen müssen, während sie für das jetzige ungenügende Lokal jährlich 3000 Mk. ausgibt.
Prof. Tr. Krüger erwidert, daß die durch Prof. Fromme dargelegte günstige Lage voll und ganz auch, für das Gesamtprojekt in Anschlag zu bringen sei.
Bauinspektor Becker widerspricht dem Stadtv. Hau- bach in dessen Ausführungen über den Darmstädter Äral- bau. Es sei überraschend, daß man heute den Standpunkt, den man in der Kommission früher einnahm, einfach herum- kehre. Schülers Garben sei seines Wissens früher nur für den Saalbau zur Verfügung gestellt worden.
Stadtv. Haubach erklärt, man habe das Gesamtprojekt bis jetzt ja noch nicht fallen lassen. Seine Privatmeinung sei allerdings, daß die Stadtverordneten es ablehnen würden. Von Anfang an habe man geglaubt, das gesamte Projekt werde sich mit 500 000 Mk. durchführen lassen. Er habe sich aber überzeugt, daß man damit nicht aus kommen werde und sei daher zum Gegner des Gesamtprojekts geworden. Es seien heute wohl nur noch 10 bis 15 Herren hier in Gießen, die an die Möglichkeit des Gesamtprojektes glaubten.
Prof. Tr. Sommer erklärte als letzter Redner, er wolle bic, Versöhnungsschalmei blasen. Seine Ausführungen gipfelten in der Erklärung, daß, wenn aus finanziellen Gründen etwas von dem Projekte falten müsse, das Theater sicher nicht fallen kömre. Man solle aber auch den berechtigten Wünschen der Musikfreunde Rechnung tragen, und deshalb empfehle er folgende Resolution:
1. Falls der vorlregende Gesamtprarr eines Theater- und Saaloaues aus jinanzielterr ooer anderen Gründen nicht 'ausführbar ist, empfiehlt sich der Bau eines für Konzertzweae möglichst geeigneten Theaters.
2. Bei diesem Bau soll unter Vermeidung von kostspieligem Luxus, unter einfacher und gefälliger Gestattung des Aeußeren, der Hauptwerk auf eine zweckmässige Anlage der Räume und der inneren Einrichtung gelegt werden.
3. Im Interesse der Gesamtheit des Publikums soll angestrebt werden, daß man vorn dlten Plätzen, auch von denen für die weniger Bemittelten, mögtichst gut sehen Uib hören kann. Stellplätze und schlechte Ruck- plätze sind am besten ganz zu vermeiden. Zu diesem Zweck soll nutaji Möglichkeit eine ampyckheatratische Anordnung der Sitzvläye gewählt Werdau
4. Bei der Anlage des Bühnenraums empfiehlt es sich, nicht nur auf die Auiführuugen \tkb\i, sondern auch auf bne Bedürfnisse der Siyauspsicker uno sonnigen Auf- sithrenden besonders durch rincage von iL-u.lwerooen und SeUentüren Rücksicht zu nehmen.
et™ Cxüihlkf our bip nundien Ledürsnine soll
in dem Theater ein passender Raum zur bequemen und wirksamen -Ausstellung von Chören geschahen werden, durch dessen besondere Konstruktion die Klangwirkung begünstigt wird. Falls es technisch untunlich ift, diesen gesondert der Bühne gegenüber zu legen, so soll bei der Anlage der Bühne durch besondere Einrichtungen das Interesse musikalischer Ausführungen gewahrt werden. Für Uebungszwecke und musikalische Vorbereitimgen soll mindestens ein Saal in dem Theaterbau vorgesehen werden. Es erscheint wünschenswert, den Raum für das Orchester nach schon vorhandenen Mustern tiefer zu legen (zu versenken).
6. Em Theaterbau erscheint für feierliche Versammlungen z. B. bei Kongressen durchaus brauchbar. Ob außer dieser Art der Verwendung ferner zu Vergnügungen und sonstigen Versammlungen bei der schon vorhandenen Zahl von Sälen noch ein besonderer Saalbau nötig ist, stellt die Bürgervevsammlung der Beurteilung der Stadtverwaltung anheim.
7. Eine baldige Verwendung der gezeichneten Beiträge zum Zweck eines TheaterbaueS unter Berüasichtigung der unter 1—5 genannten Punkte ist wünschenswert.
Stadtv. Kirch erklärt gegenüber der Bemerkung des Bauinspektors Becker, daß Schülers Garten und auch der Fonds für den Saalbau seinerzeit nicht ausschließlich für den Saalbau zur Verfügung gestellt worden sei. Er ict, da er der Angelegenheit seit langen Jagven nahe ge- standen habe, besser orientiert als Bauinspettor Becker. Bezüglich der Sonimerscheu Resolution erklärt Herr Kirch, oq-13 er sie vollständig unterschreiben könne.
Herr Martin Dörr hält den Anwesenden vor, daß die Stadt Gießen zurzeit nur 6500 Steuerzahler zähle. 328 Steuerzahler haben Einkommen über 6000 Mk., 3b00 haben Einkommen bis zu 1500 Mk. Im übrigen könne auch er die Sommerjche Resolution Vorschlägen.
Herr I a s k o w s k y wies darauf hin, daß es üitcrcffant sei, neben dem sehr günstigen Beispiel Göttingens auch andere Beispiele sich anzuschen, die sich vielleicht ui weniger günstigem Lichte zeigen würden. Er fragte Prof. Dr. Fromme, ob er über solches Material verfüge, worauf dieser antwortet, er führe heute abend leider liichts derartiges mit sich .Herr Fromuce schloß sich den Ausführungen von Zprof. Dr. Sommer gleichfalls vock und ganz an.
^Rachdem Rechtsanwalt Tr. Spohr ui längeren Ausführungen gegen die von Prof. Tr. Sommer vorgeschlagene Resolution gesprochen hatte, weil doch nur cut Theater gebaut würde, das den Forderungen der Musikfreunde nicht genügen werde, wurde die Sommerjchss Resolution mit allen gegen 3 Stimmen angenommen.
Die Versammlung wurde voni Vorsitzenden gegen halb 1 Uhr geschlossen. Sie hatte unter der im Saal herrschenden Kälte sehr zu leioen gehabt. Der Bürgerverein aber hat mit dieser Versammlung bewiesen, daß er viel zur Aufklärung in wichtigen städtischen Angelegen- heiten beitragen kann.
Kilche uno rchule.
* Statistik derevangeli sch-kirchlichen Liebe 8- tätigkeit im Großherzogtuni Hessen im Jahre 19 0 3. An milden Gaben aas den Genieinden an Vereme und ^lnstalten evangelisch-christlicher Liebestätigkeit finb insgesamt 315 582 Mk. eingcgangen. Davon entfallen auf: Aeußere sJJiifjion, einschl. Judenmisfion (ausschl. Epiphaniaskollekte 42 155 Mk., innere Mission (ausschl. Augustkollekte) 44 164 Mk., Giistav-Adolf-Verein (ausschl. Reformationsfest- kollekte) 38 374 Mk., evangelischer Bund und evangelische Bewegiing in Oesterreich 17 634 Mk., Elisabethenstlft, be- ziehungsw. Diakonissenstätionen 82 839 Alk., Anstalten des Dekanats (Krankenpflege, Erziehungsverein) 5 020 Mk., besondere mildtätige ^lnstalten und Vereine der Pfarreien 55 787 Mk., sonstige christliche Vereine und Unternehniilngen 23 729 Mk., für besondere Notstände 5 880 Mk. — An allgemein erhobenen Kirchenkollekten (ausschließlich Neufahrs- kollekte) gingen 31 839 Mk. cm, die sich folgendermaßen zu- fanimenfetzen: Epiphaniaskollekte (äußere Mission) 6 202 Alk., Palmarimiskollekte (bedürftige Diaspora-Gemeinden des Inlandes) 4 273 Mk., Ausländische Diaspora 3 759 Mk., Pfingsten (Liltherftiftung) 3 874 Mk., Augustkollekte (innere Atlsflon) 3 905 Mk., Neformationsfestkollekte (Gustav Adolf- Verein) 4 989 Dlk., für eine bedürftige hessische Gemeinde (Vlernheun) 4 023 Mk., Kaiser Wilhelm-Stiftung (Sedanfestkollekte) 814 Mk. — Opfer und Gaben für die Ortsarmen ergaben 87 230 Mk., nämlich: Zteiijahrskollekte 2 888 Ntk., Büchscngelder 21 702 Alk., sonstige kirchliche Kollekten (illdventskollekte, Abendmablspfennige :c.) 1 885 Mk., freiwillige Gaben 30 658 Alk., Kirchenopfcr, soweit sie für die Armen bestimmt sind, 30 097 Mk. — Sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke erreichten den Betrag von 223 556 Mk., die sich folgendermaßen verteilen: Kirchenopfer, soweit sie nicht für die Armen bestimmt sind, 31 634 Mk., Gaben und Stiftungen für die Kirchen und die Pfarreien 95 296 Alk., kirchliche Vereine zur Hebung des öffentlichen Gottesdienstes 50 667 Alk., kirchliche Vereine zur Förderung des Gemeindelebens 40 835 Alk., außergewöhnliche Posten 5 115 -Mk. — Die Gesamtsumme aller Liebesgaben beträgt 658 207 Mk. _________
tz-ljenbai-n-Zlitung.
— Die preußisch»hess ische Eisenbahngemeinschaft vereinnahmte im Januar aus tem Personenverkehr 27 434 000 Mk. <mehr 1 141000 Mk.), aus dem Güterverkehr 76 962 000 Mk. (mchr u26 000 Mk.). De EümalMe aus jämtiicyen Einnahmequetlen stellt sich im Januar auf 113145 000 sJJit (mehr 2 980 000 Mk.). Seit dem Beginn des Rechnungsjahres 1904/05 wurden aus dem Personenverkehr 381 501 000 Ml. (mehr 18 705 000 Mk.) und aus dem Güterverkehr 8<6 910 Pik. (mehr 43 472 000 Mk.) vereiunahmt. Die Gesauckeiuuahme betragt in dieser Zeit 1338115 000 Mk. (mehr 68 103 000 Mk.).
WorNis, 23. Febr. Der hiesige Verein der mittleren Eisenbahnbeamten hat zur Verbei ieruug der Lage derSta- tionsdiätare, Stationsassittenteu, Slatioiis- oorsteher, Güterexpedienten und Station dem» nehmer der preußisch-hessischen Eisen bahn-Gemein schäft eine Petition an das preußüu-e Abgeordnetenhaus gerichtet, worin mit Le-zugnahme auf den neuen Etat aus- geführl wird, dag dieser den B>.amten nur Schädiguugen bringe. V-eiter hnßt es: An eine Gleichstellung der Eisenvahnassiuenleu im Gehack mit den Betrsibssitreiären, wie sie die Deusichrift des in Fürs v<-rsisi)t, ift Nicht gemacht worden, und noa; viel totmger sind viS hmte o--efe Beamten, wie das iiye sei)Nli. siter und berechtigter Wunsch ist, den m Detraast kommenden Beamten der rneichspost, die im Turcl/se^nitt um 300 Mk. jährlich besser stehen, gieiwg<toertet worden. Roch größer ist der Unterschied in den Gc- Haitsoerhi»ltnijsen der Stationsvor,teher, Güterexpedienten und >^tationse.mu.hmer gcgenüoer treu g.edbwerckgin Bemmen anderer ResfortS, besonders bti der Reichsposl und bei der Königticheu Steuer. beznh.u dn,pictsweise die Postsckretäre im Höchst
gehalt 3600 Mk. und die Steuersikretäre sogar 3800 Mk., während die entspreck)enden Stellen im Bahnhofs- und Abfertigungsbienst nur mit 3000 Mk. im Höchstgehalt bewertet sind. Durch die in diesen eingesetzten Stellen der O b e r a s s i st c n t e n möchte es allerdings sä>einen, als wenn die Regierung den Wünscl>en der Stationsasi'istenten aus Gleichstellung mit den Oberpostassistenten Rechnung getragen hätte: dem ift aber durchaus nicht so, denn durch den neuen Etat ist die Stellung der Stationsvorsteher 2. Klasse, Gütcre^pedienten und Staiionseinnehmcr aus die Stellung der Postassissinten heruntergedrückt worden, und diese Maßnahme hat in den davon betroffenen Kreisen großes Befremden und Bestürzmig hervorgerufen. Gingen doch die Wünsche der Stationsassistenten mit ihrem jetzigen Höchstgehalt von 2700 Mk. dahin, mit den Oberpostasiistenten (3000 Mk.) gleichgestellt zu werden, wohingegen nun unter Nichtberücksichtigung dessen die höheren, selbständigen Stellen der Stationsvorsteher 2. Klasse, Güterexpedienten und Stationseinnehmer unter dem Titel und Rang Oberpostassistenten zusammengepreßt werden, wodurch sie mit den Poltoberassiftenten, nicht aber mit den Postsekretären gleich- gestettt crscheimm Soll nun nicht eine dauernde Unzufriedenheit ui die beteiligten Kreise einziehen, so muß dringend etwas geschehen, wodurey ein billiger und gerechter Ausgleich gesa-afsen wirb, und sollte hierzu die Eisenbahnverwattuug für sich selbst nicht die geeigneten S-a-ritte tun können, so würde hoffentlich die Voiisvenretmig nicht zögern, den Answß dazu zu geben. Tie hierzu n3t:gcn Mittel nicht so beträchtlich, als daß das nicht zu hosfen wäre.
Lant'wlrljchajt.
( *) Wetzlar, 2o. Febr. Endlich ift es den vereinten Be» mühlingen inijcrer L'anbivirte gelungen, daß die längü geivüafchlen „Simmentaler Zuchtbullen" auch im Kreise Wetzlar zur Eiiijuhruug gelangen dürien. So wurden m diejen Tugen m zwei Gemeulden die ersten Tiere eingestellt. Tie Vrehi assenirage für den Kreis Wetzlar hat betanntlrcb ain 25.Januar er. bei derBeraiung des laiidivlilichaillieheliEluts das preußische Abgeordnetenhaus bejchäs- tlgl. — Auch in anOerer Weise sucht man die Viehzucht zu heben, unö zivar durch Anlage von I u n g v i e h iv e i d e n un Kreise Wetzlar. So wird Gutsbesitzer Bene zu Hoi-Attenberg denrliächst eine solche Weide einilchten. Zu diesem Zivecke läßt er 60 Rchrgen Wiesengelände am linken Lahnuier emirledlgeu. Das wäre als- daiili bereits die ztveite derartige Viehivelde 'im Kreise Wetzlar. Tie erste wurde im Vorjahre von der Gemeinde Garben heim zivlschen der Lahn Mid dem Bahnkörper Giesten-Wetzlar angelegt.
Arveilerbewigung.
Mons, 22. Febr. Die Wiederaufnahme derArbeit im Bormage machte heule nur geringe Foilschrme. Die Be- legschauen der Grube Giachat, wo der Ausstand nahezu auigehört hätte, weigerten sich heute enizuiahren, nach dem gestern Nachmiuag etiva tausciid Ausständige die Arbeit in der Grube zum SliUstaild zu billigen verpichten, ivas nur durch von Mons herbeigeruiene i»)enbarinerievcr|iürtungen gel)inbeii wurde. In drei Cuen luurben heute 9iachi Anschläge gegen ArbeüsivlUige verübt. In Tour wurde das Haus eines 'Bergmannes ft ar t beschädigt liiid der Berg11iniiii s e l b st s ch >v e r v e r iv u n d e t.
Gingesanöl.
(Für ben Inhalt der un.vi .>aibrif stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum' gegenüber keinerlei Verantwortung.)
a i n z l a r, 23. Febr.
Trotz der vielen Klagen, welche schon das ganze Jahr hindurch locgen der schlechten Straßenreimgung laut getvoiden sind, besonders in den Hauptstraßen, wo der Dreck so arg ist, daß bei nasser Witterung fainu jemand passieren kann, ist bisher noch nichts geschehen, um dem Uebclitanö abzuhelien. Es müßte verlangt merDcu. dast hier, ivie in den Nachbargemeinden, Samstags und bei nasser Will erring glich noch Nkillivochs gereinigt wird. X.
Kirchliche Zlachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Am Sonntag Sexagesllna, den 2 6. Februar.
Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: MUttärgottesdienst.
Pfarrer Euler.
Nachmittags 2Vs Uhr: Kinderkirche für die Akatthäus- gemetnöe.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeiilde.
Dienstag, den 28. Februar, abends 6 Uhr: Vereinigung bet konfirmierten weiblichen Jugend der Ak a r c u s g e m e i n d e.
Doiinerstag, t)cn 2. Marz, abends 8 Uhr, int Matthäus* saal: Bibelsttmde. (Psalm 145).
Pfarrer D. Schlosser.
In der Johauneskirche.
Vormittags 9*/2 Uhr: Piairassistent Schulz.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. . Pfarrassistent S ch u l z.
Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Montag, den 27. Februar, abetids 8 Uhr, Bibel st und im Konfirmalidensaal der Johauneskirche.
Pfarrassistent Schulz.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 2 5. Februar 1905.
Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zut hl. Beicht.
Solintag, den 2 6. Februar 190 5.
S e x a g e i i m a.
Vormittags von 6 */, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Tie erste heil. Akesse, vor und m derselbe^ Austeilung der heil. Koilimunioil.
„ um 8 Uhr: Tie zrveile heilige Akesje.
„ um 9 % Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Ubr: Ehrislenlehre; daratlf Lltldacht.
Auszug aus itn Kirchkitbüchmi irr staU OietzkN.
Evangelische Getneinde.
Getraute. , M ,
Lukasgern eindc. 11. Fcvr.: Wilhelm Klein, Postbote zu Gießen, und Anna Juliane Hein, leb. Tochter des Schuhmachers Karl Hein zu Unterclsbach —
Getaufte.
Lukasgemeinde. 12. ^evr.: dem Bäckermeister Heinr. Prieß, eine Tochter, Emma Auguste Mathilde, geb. den 12. Jan.: dem Bureaugehitfen Friedrich Luh ein Sohn, Albert Heinrich Werner Wilhelm, geboren den 22. Dezember 1904. — Johanne s g e m e i n d c. 12. Febr.: dem Kaufmann Karl Seeger eine Tochter, Kapottne Mathilde, geb. den 28. Dez. 1904; dem Fabrik- QToeiter Georg Eiseutraudt eine Tochter, Anna Philippiue, geb. 14. Dez. 1904; dem Laglöhner Heinrich Lenz ein Sohn, Hans Heinrich slaspar Wilhelm, geboren den 24. Januar. — M i l i t ä r- g e m einde. 12. Febr.: dem Vizefeidwebel Wilhelm Meisel eine Tochter, Emma Elisabeth Frieda, geb, 14. Jan.
Beerdigte.
Lukasgemeinde. u. btvr.: Ernst Haubach, Landwirt» 47 Jahre mt, starb den 10. Febr. 17. Febr.: Friedrich Schomber, Schueidewieifter, 46 Jahre att, starb den 15. Febr.
armkatarrh.
für Kinder, Kranke.Genesende.. Verhütet] u.beseitigt:Diarrhoe, BrechdurchFall, Di


