käuflich ist, ein
nuSftcfiungen der Bauernvereine
Münster und Urberach
wurden mit Preisen ausgezeichnet, ebenso eine große Anzahl
Vorgestern abend kam im
Redner einge-
Das Niddcrtal eines der be
ben Provinzen zu. Der Vizeaufrührerischer
Einzelausstellungen.
[] Fronhansen, 22. Nov.
aangen, so daß das Paar für 50 Mark Preis, der allerdings hoch ist.
Aus dem Niddertal, 22. Nov. wird bis zum Anfang deS Jahres 1906
nahen Wenkbach der in den 60er Jahren stehende langjährige Bürgermeister, der Landwirt Conrad Schneider, dadurch umS Leben, daß er den über den angeschwollenen Bach führenden Steg verfehlte rind ins Wasser stürzte. AlS man nach seinem Verbleib forschte, fand man ihn als Leiche.
f] Marburg, 22. Nov. Bei dem Dorfe Argenstein südlich der Stadt wurde gestern die Leiche des seit sechs Wochen vermißten hiesigen Einwohners Karl Raue au8 der Lahn gezogen. Von dem Verbleib des seit derselben Zeit verschwundenen Eisenbahners Nottmann hat man noch keine Ahnung.
"Kleine M i t t e i f n n •' - n r. n <- c’> e i r n u n b de» Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. beschloß die Bäcker- Innung, den Brotpreis um einen Pfennig pro Pfund zu erhöben.
Darmstadt, 22. Nov. Dem Beispiel anderer Städr folgend habt sich hier eine große Anzahl von Kaufleuten uni' Gewerbetreibenden vereinigt, um einen Rabatt.Spar. Verein zu gründen. Hauptsächlich gilt e§, die Existen, unserer Geschäftsinhaber zu erhalten, die durch die Ausbreitung der Konsum vereine und Warenhäuser usw. Lage von Jahr zu Jahr verschlechtert sehen. In Deutschian, bestehen zur Zeit über 200 solcher Rapattsparvereine, welch ohne Ausnahme die Erwartungen, welche man an sie knüpft, weit übertreffen. Es ist hier geplant, einen Einheitsrabatt, sah von 4 Proz. an die Konsumenten zu gewähren und foC die Tätigkeit des Vereins am 1. Dezember d. I. beginnet. Die Darmstädter Volksbank hat sich bereit erklärt, die Ge. schäftSstelle zu übernehmen.
Darmi'tadt, 22. Nov. Eiue Schneidervcrsamm« hing fand hier dieser Tage statt. In seinem Referat schil. derte „Genosse" A. Mirus auS Frankfurt die Lohnverhält- uisse in der Darmstädter Schneiderei und warf die Frag: auf: wie können dieselben anderen Städten gleich gestellt werden. Danach sind die Stücklöhne in Darm stad: bedeutend niedriger als in Gießen und Offenbar Während z. B. in genannten beiden Städten für einen Froä 19 Mk. bezahlt werden, erhält ein Darmstädter Schneide: nur 16 Mk. Für einen Winterpaletot zahlen die Gießenc: Schneidermeister 18 Mk., die Offenbacher 16, die Darm, slädter aber bloß 13 Mk. Für einen Sakko betragen dir Löhne 13, 11,50 und 10 Mk. und so sind sämtliche Stück, löhne iu Darmstadt bedeutend niedriger als in sämtlichen Städten der Umgegend. Referent plädierte natürlich für eine starke Organisation und ferner für die Festlegung eines Tarifvertrags mit den Meistern.
sä. Urberach, 22. Nov. Der hessische Bauern, verein hielt heute hier seine Generalversammlung ab. Ten Vorsitz führte Regner auS Bretzenheim. Rechtsanwalt Sieger aus Darmstadt hielt einen Vortrag über die Bürg, schäften nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Pfarrer Blum aus Ober-Abtsleinach schilderte den Bauernstand und seine Feinde. Er schilderte die Schwierigkeiten, die sich dem Bauer bei seinem mühevollen Berus entgegenstellen und bebauerte, daß, wie er wörtlich sich ausdrückte, die Gemeinde, steuerreform in Heffen .durch die Tyrannei und Grausamkeit eines einzig en Mannes zu Fall ge- bracht" worden sei. (In der Tonart hat sich hier bei Herr Pfarrer leider vergriffen.) Gewiße Gesetze seien für ben Bauernstand sehr ungünstig, so das Gesetz betr. den Unter* stützungSwohnsitz, das Freizügigkeitsgeseh usw. Sie alle be- lasteten am schwersten den ansäßigen Bauernstand. Die Folg? der Freizügigkeit sei die Landflucht und der Dienstboten, mangel auf dem Lande. TaS Dienen bei einem Bauen werde nachgerade als Schande betrachtet. Redner roenbtt sich gegen die Sozialisten, die den Bauern als bot* niert bezeichneten. Mit Recht verlange der Baiier Schutz seiner Arbeit von Staat und Gesetzgebung. 99 Prozent aller Bauern könnten kaum ihre Schulden zahlen, wenn das Jabr um sei, so gering sei heute daS Erträgnis der Landwirtschaft. An dem teuren Brot seien die Getreidehändler schuld und auch die hohen Fleischpreise habe der Zwischenhandel auf dem Gewißen. Redner geißelt schließlich die Vergnügungssucht der Landbewoher, ferner ihren häufig übertriebenen Kleider!uxuS und schließlich die Prozeßsucht der Bauern. In allen diesen Dingen müße ein Wandel eintreten. Die Versanimlung nahm ben Vortrag mit großem Beifall auf. — Mit der Generalversammlung mar eine Ausstellung landwirtschaftlicher Erzeug niffe verbunden, die sehr reich beschickt war. Die RoQdto-
solange es in der Richtung auf die Verwirklichung der Freiheiten des Manifestes vorgeht. Jede Abweichung von dieser Richtung wird entschiedenen Widerstand an treffen. Ms einziges Mittel, die Autorität der Regierung und die Untersdülmng der Vertreter des Landes zu sichern, betrachtet der Kongreß den unverzüglichen Erlaß einer Anordnung, welche das allgemeine Wahlrecht für die Duma ankündigt, sowie die Ueber- tragung konstitu tion eller Funktionen auf die erste Duma, um, mit Genehmigung des Kaisers eine Verfassung für das russische Reich 'auszuarbeiten, und schließlich die Organisation der Territorialreform und andere Maßnahmen, aber sofort müssen Maßnahmen l"'schlossen werden, um die Freiheiten des Manifestes zu verwirklichen.
Der Entwurf der Resolution wurde mit einstimmigem Beifall begrüßt. Zur Beratung waren 40 schrieben.
vermischte».
* lieber bic Sittlichkeit auf dem Land? äußerte sich in einer Schwurgerichtsverhandlung der Vorsitzende des Gerichtshofes in Greifswald. Ein beiter, der bereits wegen Sittlichkeitsverbrechens mit für' Jahren Zuchthaus bestraft ist, hatte sich wegen des gleich« Verbrechens zu verantworten. Er wurde schuldig ßcfunbff und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei der llrtfl#* begrüudung erklärte der BorsGende, Geh. Justizrat Billde, daß für den Gerichtshof strafmildernd in Betracht gekommen fei, daß die sexuelle Moral auf dem Lande weit niedriger stehe als in der Stadt. Die Geschworenen, die meist Landwirte waren, gerieten über dich Begründung in Erregung, und in deren Namen wandte sich der Obmann, Herr v. Behr-Fritzow, au ben Vorsitzenden, ob er tatsächlich der Meinung fei’, daß es mit der sexuellen Moral auf dem Lande so schlecht bestellt sei: die C^'schwo- eenen hätten sich durch diele persönliche Ansicht des Vorsitzenden in ihren Familienangehörigen verletzt gefühlt. Der V o r f i tz e n d e gab darauf die nochmalige Erklärung ab, daß nach seiner Erfahrung die ©i ttlirfl* feit und Schamhaftigkeit auf dem Laude bedeutend tiefer stehe als in der Stadt. 3n der ländlichen Umgebung hat diese Erklärung natürlich viel böses Blut gemacht.
* kleine Tageschronik Nachrichten ans den spani« s ch c n Provinzen, in. denen Hungersnot herrscht, lauten schlimm. Tie von den Behörden vergebenen Arbeiten genügen nicht, um die Tausende von Arbeitslosen zu bcfdiäftiqen. Tie Unterstützungen privater Personen, wie auch der Behörden sino ungenügend.
Aniverfftats-Hlachrichten.
— Der Kieler Oberlandesgerichtspr äs'denk o f e s s o r D r. Fel. Vierhaus, der in gleicher Amlseigen- i'.i't und unter Beilegung des Charakters als Wirkt. Geh. Ct’cr» L.utzizrat an Stelle Beselers an das Obcrlandesgerichl tu Breslau
Ausstiche Deuigkeiten
Das Bureau des Kongresses d e r S e m st w o s und Stadtvertretungen unterbreitete dem Kongreß folgende Resolution:
In Erwägung, daß das Manifest vom 30. Oktober alle feit dem ersten Tage aufgestcllten Forderungen bewilligt, erklärt ocr Kongreß in der Erkenntnis, daß die durch das Manifest bewilligten Freiheiten für die Beruhigung des Landes unentbehrlich sind, seine völlige Solidarität mit dieser konstitutionellen Grundlage. Die Verwirklichung dieses Programms liegt der Beramwortlichkeit des Ministeriums ob. Der Kongreß drückt die Ueberzcugung aus, daß das Ministerium auf die Unterstützung der Scmstwvs und Städte rechnen kann,
Die agrarische B " w e g u u g in Tambow und Worueck nimmt an Umfang gouvernenr befahl deshalb, eine Anzahl Bauern zu verhaften und eine größere Anzahl zu erschießen. Die Truppen führten diesen Befehl auch aus, wobei über hundert Bauern getötet und zahlreiche verwundet nnirbeu. Die Bauern zerstören ihre Wohnungen und fordern die Grundbesitzer auf, ihnen ihr Land abzutreten. Die Eigentümer flüchten in die Stadt.
mel ’rblt und das Gotteshaus wäre niedergcbran.it. Zum Gl> de das Teuer auf seinen Herd beschrä ft und > •
ult tonn. nachdem mit ben Flammen der Sehren.
1 gewichen, zu Ende geführt werden. (M. Jonrn.)
in Paris ist auf drei Tage berechnet. Loubet und die Minister empfingen den König am Bahn Hofe. Von dort begab sich der König nach dem Ministerium des Aeußeren und wvhnte heute einem Tiner im Elvsee bei. Am Samstag begibt sich der König nach Er- ,’ot zur Besichtigung der dortigen Geschützfabrik.
Tro ppau, 22. Nov. Der Landtag nahm am 21. Nov. in feiner Schlußsitzung nach längerer Debatte die L a n d tags- Wahlreform durch "Anfügung der allgemeinen Wählerklasse gegen die Stimmen b?r flavischen Abgeordneten, die die Vermehrung der Landgemeindemandate sowie jener der allgemeinen WäNer- klasse und die Wahl nach nationalen Kurien verlangten, an. zer Landtag beschloß ferner gegen die Stimmen der flavischen Mag., die gegen die G e r m a n i si e r u n g sbe str e b u n a e n der Majorität Widerspruch erhoben, gegen diejenigen flavischen Gemeinden, die die Annahme deutscher Erlasse verweigerten, im Landes- auSschusse vorzngehen.
Innsbruck, 22. Nov. Infolge der Obstruktion: brr -deutschen Städtevertreter gegen den " 0 rarisch- klerikal gehaltenen (ftitwurs zur Reform der Landlagswahlordnung wurde der Tiroler Landtag gestern plötzlich von der Regierung bis zum Frühjahr vertagt.
Brünn, 22. Nov. Der Landtag nahm in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf über die Regelung des Gebrauches beider Landessprachen bei den autonomen Behörden an. Der Entwurf bezweckt, die gäu'liche Gleichwertig-, leit und die Gleichb"rechtigung der Sprachen beider Nationalitäten Mährens herbeizuführen.
Belgrad, 22. Nov. Nach einer Meldung aus Ueskub kommen dorthin aus allen Teilen Macedonicus Nachrichten von einer a n t i ch r i st 1 i ch c n Bewegung unter den Mohame- banem, hauptsächlich unter den Albanesen. Türkische^ Geistliche b'Iten überall flammende Reden gegen das Ehriüentum. In Uesküb werden die Geschäfte täglich nur auf ein paar Stunden geöffnet. In Pristina, Nitrowieza und Ipek sind die Läden geschlossen: die Straßen sind voll von bewaffneten Mbanesen. In Monastir soll die Lage besonders hoffnungslos sein, so daß die europäischen Konsuln ihre Familien nach Saloniki senden. Es ist kein Zweifel, daß diese ckxristenfeindliche Bewegung von den Behörden selbst inszeniert wurde und mit der beginnenden Flottendemonstration in Verbindung steht.
Bukarest, 22. Nov. Anläßlich der Feier seines im nächsten 3'lyre stattfindendeu vi r'igjährigcn Regiernngs'ubiläums wird König Carol unter der Bezeichnung: „Für die Bauern — König Carol" einen großen Wohltätigkeitsfonds stiften, für den er als ersten Erüudungsbeitrag 500 000 Francs einzahleu wird. AuS den Mitteln der neuen Stiftung werden Dorfspitäler, Volksbäder in den Dorfgemeinden usw. errichtet werden. Im P rlamente wird eine Gesetzesvorlage eingebracht werden, durch welche die neue Stiftung als juristische Person anerkannt wird.
Ko nstantinope 1,22. Nov. Die Antwort der Pforte in Sachen der macedonifchen Finanzkontrolle ist heute abend der östreichisch-ungarischen Botschaft überreicht worden. Sie ist in allen Punkten ablehnend unter Hinweis auf die ottomanische öffentli«*-e Meinung, mit Ausnahme des Punktes betr. die Zivilagenten. Die Pforte willigt in eine Verlängerung der Mandate derselben auf längstens zwei Jahre ein.
Athen, 22. Nov. Die an der Flotten-Demonstration teilnehmenden franz. Kriegsschiffe sind auf der Rhede von Ph.aleron eingetroffen. Die übrigen fremden Kriegsschiffe werden in 48 Stunden erwartet.
Newyork, 22. Nov. Staatssekretär Root entwickelt großen Eifer, um den Mschluü eines Provisoriums für den Handelsverkehr mit Deutschland herbeizuführen, indem er jedem in Washington ankommenden Kongreßmitgliede die Angelegenheit persönlich 'ans Herz legt. — Etliche britische Deserteure sind bereits dem Einwandereramte eingeliefert. Der Humor davon ist, daß dec brit. Geschwaderchef nachträglich für jeden Deserteur die gesetzliche Kopfsteuer für Einwanderer, zwei Dollar, entrichten muß, obwohl noch nicht feststeht, daß er die Deserteure wieder in seine Gewalt bekommt.
. Budapest, 22. Nov. Der neue Obergespan Geza Kubinyi in Kvmom hat unter Assistenz der Gendarmerie die Ost.wgespon- wohnung mit Gewalt in Besfl' genommen. Der Viceaespan hat dagegen protestiert, doch mußte er der Gewalt weichen. Der Obergespan hat für den 29. d. M. eine Kvmitatssitzung einberufen.
teilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen des Miniffe- riums der Finanzen enthoben und ihm aus diesem Anlaß den Charakter alS Geheimer Oberbaurat erteilt. In den Ruhestand versetzt wurde der Eisenbahnassistent in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft August Zöckler zu Gießen mit Wirkung vom 1. Februar. Ernannt wurden der Technische Lehrer an dem Gymnasium und der Oberrealschule zu WormS Max Hecker zum Technischen Lehrer an der Oberrealschule zu Worms unter Belastung in der Kategorie der Volksschullehrer; der Lehrer cm dem Gymnasium und der Oberrealschule zu Worms Albert Faulstroh zum Lehrer an der Oberrealschule zu WormS unter Belastung in der Kategorie der Volksschullehrer. Ernannt wurde der Gerichtsschreibergehilfe Heinrich Merkel in Mainz zum AktuariatSassistenten bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Rheinhesten.
*• Ordensangelegenheit. S. M. der König von Preußen hat dem Eisenbahnstations-Verwalter Semmler zu Zell-Romrod die Erlaubnis zur Anlegung des dem Verdienstorden Philipps des Großmütigen affigierten Silbernen Kreuzes zu erteilt.
” Besitzwechsel. Wainermeifter Spieß kaufte das Liebmann R e i ß' sch e G ru n d stü ck Westaulage, 25 u. 27, für 66,500 Mark — Tie früher Bingel'sckw Besitzung M i t t e l st- uühle bei Altenbuseck ging durch ft'attf von sämtlichen Gebäuden, Landwirtschaft und Molkerei in den Besitz des seitherigen Pächters Fr. Esch st ruht über.
" lieber anonyme Briefe und 'ne Schreiber leien wir im Jnstratenteil einer Bad-Nauh. Ztg. folgendes derbe aber zutreffende Urteil:
„Ten anonymen Briestchreibern zur gefälligen Kenntnis, daß sie doch ihre Mühe sparen sollen, denn das ändert an der Cache doch nichts. Nur möchten wir bitten, nicht mit „Lumpenpack", „Emporkömmlingen" usw. um sich zu werfen, denn „Lumpenpack" nennen muß man solche Kreaturen, welche ehrenwerte Leute durch anonyme Briefe verdächtigen und dadurch Zank und Zwietracht in mehrere Familien bringen. Geradezu eine Gemeinheit ist es, wenn wie in unserem Fall, das Wohl und Wehe von Familien und jungen Leuten aiü das Spiel gesetzt wird. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, den Denunzianten das Handwerk ein für allemal zu legen."
** Eine neue Jauchepumpe hatte die Firma Carl Buß von Wetzlar auf dem gestrigen Vichmcirkte in einem gefüllten Reservoire ausgestellt, die Pumpe fanb durch ihre große Leistung und ihren leichten Gang allseitigen Beifall. Ihr Haupt- vorzug besteht darin, daß Zylinder und Kolben nie durch Rost zerstört werden können, weil sie stets in gleichmäßiger Temperatur unten in der Grube von der Luft abgeschlossen sind. Auch sind Verstovsungen in der Grube nie zu befürchten, da alle Flüssigkeit mit Druck durch den Kolben strömt: und das zweite Ventil oben frei und sofort zugänglich im Auslauftopfe sitzt. Zur Entleerung wird dieses Ventil einfach hochgehoben.
A Lang-GönS, 22. Nov. Nachdem die Landwirte der südlichen Wetterau eine Erhöhung der Milchpreise erzielt haben, regt es sich jetzt auch in hiesiger Gegend unter den Landwirten. Sie fordern von der Molkerei, die seither pro Liter 10,5 Pfennig bezahlte, für die Zukunft 12 Pfennig. Dadurch werden auch die Butter- und Käsepreise in die Höhe gehen.
§ Grün berg, 22 Nov. Das vor Weihnachten bestimmt erwartete Sinken der ungewöhnlich hohen Schweinepreise ist nicht eingetreten, aber es macht sich seit dem Stattfinden des 2. GallusmarkteS in voriger Woche ein Rückgang in den Fe rkelpreisen bemerkbar. Schon auf dem hiesigen Markte blieb vieles unverkauft, weil es die Nachfrage übertraf und weil die Verkäufer mit ihren Preisen nicht zurückgehen wollten. Die Ferkelpreise sind jetzt um 10 Mark das Paar zurückge-
deutendsten Basaltwerke Oberhessens aufzuweisen haben. Dem Gräfl. Ortenberqer Schlosse gegenüber, an den sogen Gaulsbergen, ist eine Drahtseilbahn bereits angelegt, welche die Bruchsteine von der Bruchstelle bis zu den beiden Klopfern verbringt. Als Bedienung sind für die Klopfmaschinen bis 150 Mann nötig. Eine gleiche Anzahl Steinrichter soll mit dem Richten deS bis jetzt unübertroffenen Basaltmaterials beschäftigt werden. Die solide Anlage des Werkes, sowie das Material und die mustergiltige Leitung desselben versprechen jetzt schon den Erfolg-. (Büd. Allg. Anz.)
Hungen, 22. Nov. Bei der am Montag abgehaltenen Feier der goldenen Hochzeit des Medizinalrates Dr. Rouge und seiner Ehefrau ließ es die hiesige Einwohnerschaft an Beweisen der Verehrung und Liebe nicht fehlen. Vormittags brachten der Gemeinderat, der Kirchenvorstand, der Kriegervereinsoorstand und die Vermaltiing deS Krankenhauses ihre Glückwünsche dar und dabei hielt Dekan Hainer ein eindrucksvolle Rede. Am Abend brachte der Gesangverein „Eintracht" dem Jubelpaare ein Ständchen, wobei der Präsident deS Vereins, Phil. Seibert 2., eine Ansprache hielt. Eine besondere Ehrung wurde dem Paare noch dadiirch zuteil, daß ihm Se. Kgl. Hoheit der Großherzog sein Bild mit eigenhändiger Widmung überreichen ließ. (Lcmdp.)
b. Schotten, 22. Novbr. Ein eigenartige« Beamtenverhaltnis, wie eS vielleicht in ganz Heffen nicht mehr vorkommt, besteht hier. Nämlich der Fleisch - bescha uer Georg Spamer ist gleichzeitig auch Verwalter der Freibank.
§ Nuppertenrod, 22. Nov. Der alte Seim, der älteste Mann unserer Gemeinde, der kürzlich verstarb, war nicht nur ein beliebter Bürger, sondern auch noch der einzige Handwerker aus alter Zeit, der trotz aller Preisvertcuerungen für die ftüheren billigen Preise arbeitete. Seine Billigkeit bei der Anfertigung und Reparierung landwirtschaftlicher und hanswirtschaftlicher Gegenstände ging nicht selten soweit, daß man ihm mehr zahlte, als er forderte.
Haßloch, 22. Nov. Am Sonntag wäre beinahe unser Gotteshaus ein Raub der Flammen geworden. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde durch ein Kerzenlicht ein künstlicher Blumenstrauß entzündet und in einem Augenblick "and der feuergefährliche Kirchenschmuck in Flammen; unter lautem Knistern schoflen die Flammen in die Höhe und drohten den mit zahlreichen künstlichen Blumen geschmückten Altar zu verzehren. Da das Kirchlein sehr niedrig ist, so hätte nicht
In Warschau erschoß ein Ibjähriger Bursche einen Polizeiagenten unb entfloh bann.
Wie aus Tokio telegraphiert wird, berichtete ein in Mogi an gekommen er deutscher Dampfer, daß bei seiner Abfahrt von Wladiwostok am 17. d. M- die Unruhen fort dauerten. Die Soldaten waren von dem geraubten Branntwein betrunken. Sämtliche 300 Angestellte der deutschen Firma Künste und Alberts waren entlaufen. Die Bürger flohen ins Innere. Die aus dem Hafen ausgelaufenen Kreuzer „Rosfiy" und , i 'romofcoi" fehlen noch und sind nicht in Sachalin angekommen. Auch in der mandschurischen Armee Herrs chlichr Unruhe. — ,^!loyds Agentur" meldet aus Wladiwostok unter dem 21. November: Es wird berichtet, daß ein Dampfer 30 Meilen von Kap Menschikowa verloren sei. Man glaubt, daß es der Dampfer „Serc.oaha" sc" Das Schickfal der an Bord Befindlichen ist nulekannt. Expedition wurde über das Eis gesandt.
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Gießen, 23. November 1905.
** Personalien ? K H. l r Großherzog haben den Geh. Baurat Ernst Altvater ans sein Nachsuchen von den Funktionen eines kommissarischen Mitgliedes bei der Ab-
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Bri'iicl. 22. n b?m iTättclblod Grubenarbeit! I •nbeiitmt wird b bis "(niil abaeschli auf Lohn''rböy''nge
Taris, 22.
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MfM
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