hatten, wurde Kaffee auf dem Festplatz getrunken, und die Kinder erhielten zum Schluffe der Feier Brezeln.
Bad-Nauheim, 24. Juli. Folgende Unterhaltungen werden in dieser Woche stattsinden: Dienstag den 25. Juli, nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Konzert der russischen National-Vokal-Kapelle Nadina Slaviansky in altrussischen Kostümen des 16. und 17. Jahrhunderts unter Mitwirkung des großrussischen Balalaika-Orchesters. Wohltätigkeitsveranstaltung für den Baufonds der russischen Kirche in Bad Nauheim. Mittwoch nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Bei gutem Wetter abends halb 10 Uhr Feuerwerk vor der Terrasse nebst Parkbeleuchtung. Abends im Saale Tanz. Feuerwerk während der Pause. Donnerstag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung: Gastspiel vom Mme. Charlotte Wiehe- Paris. Dazu: „Durchs Ohr." Freitag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Saale Richard Wagner-Abend von Dr. Raoul Walter, kgl. bayer. Kammersänger vom Münchener Hof- und Prinz- regenten-Theater und Dr. Alexander Dillmann, Wagner- Interpret aus München (Klavier). Samstag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Theater-Vorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Boccaccio." Sonntag den 30. Juli Konzert der Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 166 aus Hanau.
-j- Friedberg, 24. Juli. Die seit Jahren geplante und viel erörterte Errichtung eines Volksbades für unsere Stadt geht jetzt ihrer Verwirklichung entgegen. Die Stadtverwaltung hat im Innern der Stadt mehrere Gärten nnd das Anwesen de§ Schloffermeisters Heckner zu diesem Zwecke angekauft. Früher hatte unsere Einwohnerschaft an der Ufa zwei Badeanstalten. Diese mußten jedoch vor etwa 12 Jahren wegen der Verseuchung der Usa geschlossen werden.
Aus der südöstlichen 2B etter au, 23. Juli. Die Arbeiten an der neuen Bahnstrecke Stockheim-Hel- denbergen-Vilbel sind jetzt so weit gediehen, daß die Betriebseröffnung der Teilstrecke Stockheim-Heldenbergen bereits am 1. Oktober erfolgen soll. Das Legen der Gleise und die Herstellung des Oberbaues ist fast beendet, an den Bahnhöfen und den Stationsgebäuden ist dagegen noch viel zu tun, diese sind im inneren Ausbau begriffen. Die Bahnstrecke wird die zahlreichen großen, Landwirtschaft treibenden Orte des Niddertals dem Verkehr erschließen. Sie führt von Stockheim über Glauberg, Heegheim, Enzheim, Lindheim, Altenstadt, Oberau, Höchst, Eichen, Heldenbergen, Büdes« heim. Ober- und Nieder-Dorfelden und Gronau, um bei Vilbel in die Main-Weserbahn zu münden. Die Teilstrecke Vilbel-Heldenbergen wird erst im nächsten Jahre fertiggestellt, da hier bedeutende Terrainschwierigkeiten infolge der vielen Windungen der Nidder zu überwinden sind. Bei Büdesheim arbeitet man noch an der Ferttgstellung eines Tunnels. Mehrere Brücken und hohe Dämme werden über bezw. an der Nidder errichtet.
w. Nidda, 24. Juli. Gestern feierte der Niddaer Zweigverein der Gustav Adolf-Stiftung sein Jahresfest in Ober-Widdersheim. Da die Kirche zu beschränkten Raum bietet, so wurde das Fest im Walde abgebalten und verlief bei günstigem Wetter aufs schönste. Die Festpredigt hielt Oberlehrer Kissinger aus Darmstadt, den Rechenschaftsbericht erstattete Pfarrer Werner aus Nidda. Danach sind die Beiträge um 24 Mk. gewachsen, auch die Jahreskollekten haben einen Mehrertrag ergeben. Die Festkollekte mit 36.21 Mk. wurde der Gustav Adolfs-Gemeinde Rockenberg zugewendet. Der Krankenverein Nidda hat einen Krankenwagen angekauft, um bei vorkommenden Fällen Kranke leicht und gefahrlos zu transportieren.
(!) Lauterbach, 24. Juli. Gestern und heute feierte der hiesige Kriegerverein sein 30 jähriges Bestehen verbunden mit dem Bezirksfest des Hassiabezirks Lauterbach- Schlitz, der gleichzeitig sein 20 jähriges Stiftungsfest beging. Aus Anlaß dieses Doppelfestes waren die Brudervereine aus der Umgegend und dem Schlitzerland äußerst zahlreich erschienen; man zählte nahezu 30 Vereine in dem stattlichen Festzug, der sich um 2 Uhr durch die schöngeschmückte Stadt nach dem Schützenplatz bewegte. Infolge des günstigen Wetters war das Fest stark besucht. Abends fanden turnerische Uebungen des Turnvereins statt, dann wurde ein Feuerwerk abgebrannt.
-w- Echzell, 24. Juli. Das 10jährige Kind des Landwirts Roos starb an der Genickstarre.
Büdingen, 24. Juli. Bei der am Samstag stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Knof mit 341 Stimmen wiedergewählt, der Gegenkandidat, Beigeordneter Fendt, erhielt 230 Stimmen. Die Beteiligung war ungewöhnlich stark; es machten 85 Prozent der Wähler von ihrem Recht Gebrauch. Alles atmet auf, daß die Wahl vorüber ist, insbesondere da in den letzten Tagen eine aller Beschreibung spottende Agitation getrieben wurde. Besonders von der einen Seite wurde in geradezu maßloser, gehässiger Weise vorgegangen.
Die Gaszentrale in Laubach.
(Schluß der Entgegnung aus Laubach.)
Die Gesellschast übernimmt das Ansangsrisiko, ohne das es einmal bei keinem geschäftlichen Unternehmen abgeht; fie übernimmt die Organisation des Betriebs und Verwaltung. Wir kaufen die Sache, wenn uns der Buchausweis paßt, dafür soll und muß sie auch verdienen, darüber sind wir uns vollständig klar, ohne Neid zu empfinden.
Die Gesellschaft liefert uns über die ganze Dauer des Kon- ^effionsvertrages das Leuchtgas zu höchstens 20 Pfg., das tecbnische Gas zu höchstens 15 Pfg pro Kubikmeter., also zu einem Preis, der die schon genannten wirtschaftlichen Vorteile von ca. 40 pCt. gegenüber dem Petroleum rc. den Konsumenten bietet, gleichviel wie der Einkaufspreis der Kohlen sich stellt. Die Gesellschaft geht dabei, wie wir uns belehren ließen, nicht einmal ein besonderes Risiko ein, denn mit steigenden Kohlenvreisen steigen auch die Preise der Nebenprodukte als Koks, Teer, Amoniakwasser usw. und diese müssen annähernd nach dem heutigen Fabrikationsstande den Kohleneinkauf decken. Ebenfalls ein Faktor, der gerade bei einen, Elektrizitätswerk mit Damvf- re. Motorbetrieb zu Ungunsten eingesetzt werden muß, weil die Nebenprodukte dort eben nur Schlacke und Asche sind.
Englische Kohlen kommen hier nicht in Betracht, sondern nur putsche Kohlen. Der berechnet bezw. geschätzt aber noch nicht erwiesenen Erschöpfung einiger sporadischer Kohlenbecken, stehen neue Erbohrungen und Ausschließungen in größerem Umfange allein in Europa entgegen ohne andere Erdtelle in Betracht zu ziehen.
Ueber diese an die Wand gemalte Gefahr haben wir uns und unsere Nachkommen noch nicht zu befassen.
Hören aber die Kohlenlieferungen durch wirkliche, Erschöpfung aller in Betracht kommenden Kohlenlager auf, dann hört nicht blos die Steinkohlengasbereitunq, sondern auch der Dampfmaschinen- betrieb und damit diese Art der Erzeugung von Elektrizität auf, wie so noch vieles heute für uns Unentbehrliches; denn mit der Ausnützung der Wasserkräfte der Schweiz und Nutzbarmachung auch für unser Gebiet, wollen wir uns noch nicht befassen. Nach dem heutigen Stand der Elektrotechnik ist nach Professor Hans Bunte, unserem bedeutendsten Beleuchtungstechniker der Gegenwart, dieses vorerst wirtschaftlich ausgeschlossen.
Wir wollen aber mit der Einführung einer modernen, zentralen Beleuchtung auch nicht warten, bis alle schwebenden technischen Probleme gelöst sind, sondern wollen frisch zugreifen und nehmen, was wir für uns auf dem Lande nach langem Besinnen und Wägen als für uns Bestes erkannt haben. Wir werden es nicht zu bereuen haben; besten sei man sicher und fest überzeugt. Lassen wir uns nicht bange machen und nicht von Außenstehenden beeinflusten und uns imsere Vereinigung nicht wieder zerreißen durch allgemeine Kritiken und Vorschläge. Halten wir weiter treu und fest zusammen in eigenem Denken und Wägen, um uns die Zentrale — Gasbeleuchtung zu sichern. Haben sich die Weltbäder wie Wiesbaden, Baden-Baden, Karlsbad u. a. m. mit ihrem Gasbehälter vulgo riesigen umgestülpten Kochtöpfen abgefunden, ohne den Schönheitssinn zu verlieren, so wird auch Laubach damit fertig werden, ohne Einbuße an landschaftlicher Dekoration oder auch an Fremden-Zufluß zu erleiden. Auch unser Geruchsorgan wird durch die Anlage eines modernen Gaswerkes nicht altericrt werden.
Daß Gasleitungsdefekte, eben west gesichert und geschützt im Boden gebettet, bei dem heute zur Verfügung stehenden Rohmaterial sozusagen ganz ausgeschlossen sind, sei nur nebenbei bemerkt. Anders verhält es sich bei oberirdischen elektrischen Leilrmgen. Diese wirken allerdings als Blitzableiter, das sollen sie aber gerade nicht; denn es gereicht nicht zum Vorteil der Anlage und Angeschlossenen. Die Beseitigung dieser Gefahr für elektrische Anlagen im Gebirge mit heftig auitretenden Gewittern ist heute noch das Schmerzenskind so vieler Anlagen in der Schweiz, Voralberg unb Tirol, bildet die stete Sorge der Verwaltungen, erfordert jährlich bedeutende Reparatur- und Unterhaltungskosten und ist die Quelle von oft lage- langen Störungen im Betrieb der Fernleitungen.
Lasten wir uns also nicht irre machen. Halten wir fest an unseren Beschlüssen, das für uns wirtschaftlich Vorteilhaft e st c auf dem Gebiete der zentralen Beleuchtung unserer Gemeinden auf dem Lande zu erreichen.
Unsere Erhebungen haben ergeben, daß die Elektrizitätswerke bei dem heutigen hohen Preise meist noch weit unter den Selbstkosten liefern, der Preis für den Konsumenten somit nicht herunter- gesetzt werden kann, ohne noch größere Verluste zu erleiden. Dieses liegt übrigens in der Natur der Erzeugung und Verwertung der Elektrizität. Wirtschaftliche Vorteile für den Konsumenten können nur durch die Steinkohlengasbeleuchtung geboten werden. Mögen die Gemeinden vorerst ihre Finger von der Verwaltung der Anlage lassen, unb übernehmen sie solche bann, wenn sie nach Organisation, Buchgewinn 2C. bie Zeit bafür gekommen erachten. Gönnen wir aber auch neiblos bet Gesellschaft zunächst den Gewinn.
* Mordtate n. In Kreuznach erschlug in ckner Wirtschaft ein Rollfuhrmann einen Arbeiter mit einem Bierglas, weil er sich geweigert hatte, ihm ein Glas Bier zu bezahlen. Der Täter, der verhaftet wurde, erhängte sich nachts in seiner Zelle. — Auf der Chaussee von Domsanhöhe nach Groß-Peterwitz (Schlesien) wurde der Bierkutscher Joses Kostka aus Schardzin ermordet und um 58 M a r k b e r a u b t. Er hinterläßt eine Frau und sechs Kinder. Vom Täter fehlt jede Spur. — Der Sohn des hochangesehenen Kaufmanns Berger in Mt-Biala (Mähren) ermorde te seine Geliebte, um die Folgen des Liebes-Verhältnisses zu beseitigen. Er wurde verhaftet.
* Hörfehler im Telephon haben wieder einmal viel Unheil angerichtet. In Stetten im badischen Wiesental wurde ein junger Mann verhaftet und stundenweit per Bahn und zu Fuß transportiert durch den Gendarmen, weil dessen Frau den Auftrag int Fernsprecher falsch verstanden hatte, den jungen Soundso aufs Amtsgericht nach Säckingen zu „schicken". Sie verstand, der Gendarm solle ihn „bringen" und das weitere war dann die kränkende Behandlung, für die sich das Gericht sofort entschuldigte unb es dem jungen Mann überdies noch schriftlich gab, daß nichts gegen ihn vorliege. — In Landshut aber, in Niederbayern, nahm die klerikale „Landsh. Ztg." schaudernd die folgende telephonische Meldung auf:
„Passau, 17. Juli. Heute nacht wurde kurz vor 12 Uhr während einer Rauferei in der Altstadt der Stadtpfarrprediger Winzel erstochen. Die gleichzeitig mitstreitenden Priester Joseph und Georg König, sowie der Sackttäger Eisendorfer erlitten ebenfalls schwere Stichverletzungen. Den tödlichen Stich gegen Winzel soll Eisendorfer geführt haben." Erstochen wurde jedoch nicht ein Stadtpfarrpreoiger, sondern ein Sackträger, und gerauft haben dabei keine Priester, sondern Brüder. Der Hereinfall des Blättleins erregt große Heiterkeit, so traurig auch der wirkliche Vorfall ist.
* Ein realistisches Duell auf der Bühne. Von einem bedauerlichen Unglücksfalle wurde dieser Tage der Sänger Marcoux vom Londoner Covent-^-arden-Theater während einer Aufführung des „Ton Juan" betroffen. Im ersten Akte, bei dem Duell zwischen dem Komtur und Don Inan, wurde er von seinem Gegner, dessen Florett aus unbekannten Gründen nicht mit einem Kchopfe auf der Spitze versehen war, an der Brust nicht unerheblich verletzt. Der Sänger erlitt einen starken Blutverlust, sang aber seine Partie tapfer ztt Ende, ohne daß das Publikum etwas bemerkte. Als der Vorhang fiel, sank er ohnmächtig zu Boden. Der Arzt erklärte nach der Untersuchung, daß, wenn die Wunde drei Millimeter tiefer gewesen wäre, der Künstler in ernster Gefahr geschwebt hätte.
* 5$Ion der Zigarrenarbeiterin zur Millionär s g a t t i n. Eine sensationelle Hochzeit fand soeben in Nore- ton, Connecticut, statt. Der junge Millionär T. G. Phelps Stokes, der sich durch seine große Wohltätigkeit einen Namen gemacht hat, verheiratete sich mit Miß Rose Pastor, deren außergewöhnlicher Entwicklungsgang viel von sich reden machte. Sie ist, laut „B. L.-A.", im Londoner Ghetto von russischen Eltern geboren und war dann in Cleveland Zigarrenarbeiterin. In ihren Mußestunden bildete sie sich wissenschaftlich fort, und ihre schriftstellerische Begabung verschaffte ihr den Ruhm einer Dichterin. Zuletzt studierte sie an einer amerikanischen Universität. Sämtliche Mitglieder der Familie Stokes wohnten der Hochzeit bei Ein Extrazug brachte 500 Gäste dazu aus Newyork, darunter viele einfache Freundinnen der Brant ans dem Newyorker Ghetto Auf seiner Hochzeitsreise gedentt das junge Paar das Londoner Castend zu besuchen.
™ ..*, SMTageschronik. In Cannstatt wurde eine 63 jänrige Frau von einem Automobil überfahr en und auf der Stelle getötet. Der Besitzer des Automobils ist ein Stuttgarter Kaufmann. — In Hainichen i. S. brannte das Trockenlager einer Fellgerberei ab, wobei ein Arbeiter verbrannte. Er hinterläßt Frau und vier Kinder. — Ein vom Dezirksturnfest in Gößnitz (S.-A.) nach Gera heimkehrender Turner wurde mit zerschmettertem Schädel aufgefunben. Er war im Uebermut auf einen Eisenbahnwagen geklettert, wo ihm bei einer Untertimnehmg das Unglück widerfuhr. — In L e i p z i g wurde der Eisenbahnschaffner Stephan von vier Männern übenallen und derart mißhandelt, daß er an den erhaltenen Verletzungen starb. Die Täter sind noch nicht ermittelt. — In Zwickau nahm die Polizei einen Mann fest, der an einem zehnjährigen Mädchen ein Sittlichkeitsverbrechen verübte Der Verbrecher soll mit dem Mörder der Reinen Simon aus Reichenbach tdcntpch fein. Er heißt Müller und stammt aus Großenhain. — In Brüssel ereigneten sich anläßlich der Un- abbängigmt5mcr mehrere Unglücksfälle. Eine große Feuerwehrleiter, auf der sich ein Feuerwehrmann befand, stürzte um Mehrere Personen wurden verletzt, während der Feuerwehrmann
Wenn man bie
Gestriger
.1. Dezember
1. Juli
Frankfurt a. M.,
24. Juli Offizielle Schlosskurse.
Tendenz: fest.
4 % Oeeterr. Goldrente . 10160 4‘ Gestern. Silberrento . 101.20
. 97.55 . 106.30 . 67.30 . 67.00
. 135.50 54.00
Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portugieser I 1 ortugiesen. UI TJnif. Türken
Deft Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau
Laurahütte .
Bochumer . .
Dortmunder .
Harpener . . Gelsenkirchener Konsolidation . Luxemburger .
4%
40/
4% 3°
1%
. 69 20 . 96.75 . 137 00 . 125.70 . 207.10
190 00 . 144.90 . 158 70 . 170 00 . 143 90 . 18 05 . 186.00 . 262.80
252.50 . 220 80 . 100.45
. 101.20
. 90.25 . 101.40 . 90.35
. 100.70
. 99.50
Kurs 262.80 252% 102.25 220.80 235.75 439.75 263.-
1905
257.—
244.—
88.55
207.—
227.25
422.75
201 —
Märkte.
1904
258.— 233.25
87.25 213.20 231.25 435.—
100.50
378%
3'/,°/ 3°/n
Vh%
Reichsanleihe do.
Konsols . do. . .
Hessen Oberhessen
8°/0 Mexikaner 41/</)/r, Chinesen Elecfrie. Sohnckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandil Darmstädter Rank Dresdener Bank .
Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden , . Gotthardbahn , . Laurahütte . , Bochum . . .
I'arpener .
Staatschatzscheine
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 24. Juli 1905._____________
an den erlittenen Verletzungen gestorben ist. Infolge deF heftigen Sturmes wurde ein Fessel-Ballon zerrissen. —J$n Göttingen ist die in den städtischen Anlagen aufgestellte Schillere büste, die am 100 jährigen Todestage des Dichters enthüllt worden ist, von unbekannten Dieben gestohlen worden.
HLniversitäts-Hlachrichlen.
Tübingen, 24. Juli. Der Vorstand der psychiatrischen Klinik, Professor Dr. W 0 llenberg, hat einen Ruf nach Halle angenommen.
— Der Ausschuß der Studentenschaft an der Universität Kiel beschloß in Uebereinstirnmung mit den Beschlüssen der Verbandstage der deutschen Hochschulen zu Weimar und zu Eisenach gegen die Stimmen der beiden hiesigen katholischen. Korporationen Rhcno-Gnestfalia und Baltia sich aufzulösen. Die Vertreter der anwesenden liberalen Korporationen traten sofort unter Ausschluß der beiden katholischen Korporationen in einem neuen Ausschuß zusammen.
Gießen, 25. Juli. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.15—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Vfg. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf.,' Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80—0,90Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 55—65 Pfg., Ochsensieifch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kub- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50—8,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg., Kirschen pr. Pfd. 00—00 Pfg. Fwelschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 7—1 Ubr.
ßisenbahn-Aeitung.
Stuttgart, 24. Juli. Der Beirat der Verkehrsanstalten! beschäftigte sich heute mit einer von der Regierung vorgelegten Denkschrift zur Eifenbahntarifreform, in welcher die Vorschläge Preußens, insbesondere die Einführung der vierten Klasse befürwortet werden. Auf Anttag des Freiherrn von Woellwarth wurden die Vorschläge der Denkschrift mit allen gegen eine Stimme gutgeheißen.
— Der regelmäßige Betrieb auf der Strecke Eigerwand—Eis» meer, der I u n g f r a u b a h n wird heute, am 25. Juli, ausgenommen.
Kandel urh KerKelr. Aolßsrmrrschaft.
Berliner Börse vom 24. Juli 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Türken lose .... 4% 0riech Monopol.-Anl.
4l/,°/0 äussere Argentiner
feit 1. Juli 5l/s Proz.
87, „
14 .
13V, ,
37, ,
17
62
u. Schlußkurf e.
207.10
239.38
145,12
255 —
221.25
Weizen 100 Kg. 18,50 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg. Roggen 100 „ 15,30—00.00 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg.
ist, ist einem ruhigen Publikum die Angelegenheit äußerst befremdlich. Tie Kombinationsgabe ist noch so in Tätigkeit wie bisher. Wir lassen nachstehend eine kleine ziffernmäßige Darstellung der Steigerung in den Kursen der favorisierten Papiere folgen:
1. Dezember 1. Juli Gestriger Steigerung
Im Sommer darf ein Kind mclht entwöhnt wenden denn Brechdurchfall und andere Verdaunngskrankhe:ten raffen im Sommer Hnnderttausende von mit der Flasche genährten Säuglingen Ä1"? M"tter ?icht tilgend Milch hat, dann nehme sei das bewahrte Lactagol Broschüre über „Natürliche Säug- hngsernährung gratis von Vasugenfabrik Pearson & Co., Ham- bürg 106. hv’i/e
Privat-Diskont 2'/g Prozent.
Anfangs- . . 207.—
. . 239.30
. . 145.25
. . 253.25
. 220.30
Tendenz: fest.
— Eine interessante Statistik. große, ja mitunter abnorme Steigerung der Kurse in den hauptsächlichsten Montanwerten seit 1. Juli betrachtet, kommt einem unwillkürlich die vorjährige Haussebewegung in Kohlenaktien während des Hiberniakampfes ins Gedächtnis. Auch heute noch hat die Bewegung in den Montanwerten nicht nachgelassen, und wenn sie auch im allgemeinen nicht so stürmisch war wie seither, s" haben doch in erster Linie Harpener — infolge des günstigen Quartalsausweifes — und Teutfch-Luremburger wieder angezogen. Bei letzteren Papieren ist dies doch einigermaßen befremdlich, weil man nämlich auch heute noch nicht weiß, was hinter den Kulissen vorgeht, sondern eben gerade ins Blaue hinein das Papier in bie Höbe treibt. Bis zum vergangenen Samstag ließ sich doch immer noch die Hoffnung, bald näheres über die Steigerung zu erfahren, als einigermaßen vernünftiger Grund für die riefige Hausse angeben ; heute aber, nachdem immer noch nicht bekannl ist und auch keine besondere Aussicht, bald unterrichtet zu werden, vorhanden
Temperatur der Lahn und der Luft
am 25. Juli 1905.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 unb 1 Uhr.
Wasser 16'/,°, Luft 18° R.
M ü l le r'sche Babe- unb Schwimmanstalt.
Kursbericht,
Höchste Schlachtviehpreise in F r a n f f u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 75—80 Mk.
7, Kg. Schlachtgew. 81-85 Pf.
7, . , 71-72 „
7, Kg. 70-80 Pfg.
7, , 70—74 ,
7, . 70-80 ,
Getreibepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen


