Issue 
04/01/1905 Erstes Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Tonisches Reich

Da- ungarische Abgeordnetenhaus

Artzn

Detr

4

schwiegenheit gesetzte Vertrauen rechtfertigen und

So

er nuiftte

5" bitter

die ihm zuerkannte Strafe in vollem Umfang verbüßen, ob­wohl eS an Verwendung für wiederholte Gnadengesuche nicht gefehlt haben mag er wies die zum Teil hohen Anerbie­tungen zum Verkauf seiner Mappe stets standhaft zurück. Die Anerbietungen kamen nicht etwa nur von beteiligter Seite, VON dem Wunsch geleitet, Briefe privater Natur vor jeglicher Möglichkeit deS Mißbrauch? zu schützen, sondern es wurden «uch Versuche unternommen, zur Kompromittierung politischer Gegner in den Besitz von Briefen zu gelangen. Heute abend »ww wird von mehreren Berliner Blättern die Herausgabe e«er Sammlung von Briesen an Freiherrn v. Hammerstein, sowie von persönlichen Aufzeichnungen von Verstorbenen an­gekündigt. Frhr. v. Hammersrem habe die Veröffentlichung deZ historisch-wertvollen Briesmaterials letztwillig angeordnet.

V4U-

inj!, ivr <

d

Zur Wiederherstellung der russischen Flotte.

Tie Frage betreffend die Wiederherstellung der russischen Flotte mit vaterländischen Mitteln gewinnt einen praktischen

Gedenket der darbenden Vögel!

über die Leistungsfähigkeit der Fabriken einzuziehen, und setzt dabei voraus, daß der Bau der Flotte in fünf bis zehn Jahren vollzogen wird. Zur Wetterführung der An- ?elegenheit wurde em Komitee aus den Vertretern aller in Frage ommenden Industriezweige von ganz Rußland gewählt.

::.:t am 3. Jan. seine letzte Sitzung ab. Vizepräsident Feilitzsch verliest eine Zuschrift des Ministerpräsidenten, in welcher die Abgeordneten zur Verlesung der Thronrede, mit welcher der Reichstag geschlossen wird, für den 4. d. M. in die Burg berufen werden. Franz Kossuth erklärt, der Ministerpräsident handelte unrecht, indem xr dem König den Rat zur Auslösung des Reichstages erteilte, da die Auslösung in weiten Kreisen starke Bedenken wegen ührer konstitutionellen Zulässigkeit erregte. Graf Tisza führt aus: Er müsse in der jetzt herrschenden Erregung dem Vorredner danken, daß er eine Verantwortlichkeit gegen die Regierung geltend macht, ohne !die Krone in die Debatte zu ziehen. Redner ersucht die Abgeordneten, sich nicht hinreißen zu lassen, um mit dem Grundsatz der ministeriellen Verantwortlichkeit in Gegen- i satz zu geraten, sowie in Widerspruch mit der Nation, welche !von Ehrfurcht gegen den König erfüllt ist. Es gebe keine antidynastische Partei in Ungarn. (Zwischenrufe auf der Linken: Sie werden eine solche durch Ihre Wirksamkeit ins Leben rufen.) Er erklärt weiter, daß die Auflösung des Reichstags vcrfassungsgemäß unanfechtbar und da? geeig­nete Mittel zur Lösung der Krise gewesen sei. Graf Appo- jnyr erklärt, daß infolge des Attentats vom 19. November die Regierung und das Präsidium das Recht verwirkt hätten, Indemnität zu verlangen. Redner protestiert gegen die Auflösung des Reichstages als eine verfassungswidrige. Inmitten großer Erregung wird die letzte Sitzung des

nuuy jcl-vl Sitzung mitg"teilt. Tie Sitzungsprotokollc unterliegen vor ihrer Verössentlichung der Bestätigung des Kaisers, xtc Ar­beiten sollen möaliäi.st beschleunigt werden. . .

Bukarest,'3. Ian. Tas Kabinett Sturdza fint feine Demission eingereicbt. Tie Angriffe, die in den letzten Wochen ein Teil der liberalen Abgeordneten gegen die Regierung richtet^ ließen bereits voraussehen, daß cs Sturdza nicht mehr möglich sein wird, die VudgkNs, das Zollgesetz und den Handelsver­trag mit Deutschland durchzudrücken. Tas neue Mi­nisterium ist folgendermaßen zusammengesetzt: Kantacuzino: Präsident und Inneres' General Manu: Krieg; Take Ionesen: Finanzen; Gkncrai L^hovory: Reicheres; Ion ^ovary: To- mänen und Handel' Ale^-ander Badareu: Justiz: Michai Vladescu: Kultus und Ion Gradisteanu: Oeffentliche Arbeiten.

keinerlei Enthüllungen die Hand bieten, schlecht es Herrn v. Hammerstein ging

formte )ie nr Ter B tzrnd: rooltehdt m fuckn htw CcbM'als d ergän)ibft 6 lieg, irr J beirate ein \ Verwa beS 1892 aikr.er leben sckz

tn

»»C

18*

iüngtrt cl

Nesserinnä - (itfiW teressan kür' qeqant Tu 9 Herr png n gestört c&n der Sein st schasteuchen, vlatten Je:

Soütische Tagesschau.

Hammersteins Mappe.

Als s. Zt. der einflußreiche Chefredakteur derKreuzztg.", Frhr. v. Hammerstein, wegen Wechselfälschung verhaftet wurde, war die Besorgnis nicht nur in parlamentarischen, sondern selbst in leitenden Kreisen eine nicht geringe, daß Frhr. v. Hammerstein sich für die Preisgabe von allerlei politischen Geheimnissen, deren Mitwisser er geworden, revanchieren werde. Dem Chefredakteur derKreuzztg." hatte so mancher Partei­führer und so mancher Staatsmann in vertraulichen Unter­redungen das Herz ausgeschüttet oder, was noch Verhängnis-; voller sich gestalten konnte, vertrauliche Briese geschrieben.' Frhr. v. Hammerstein verwahrte die Zuschriften, sorgfältig gesammelt und in Abteilungen gebracht, in einer Mappe vereinigt. Irren wir nicht, so war damals der sozialdemo­kratischeVorwärts" in der Lage, die Aufschriften der einzelnen Facher mitzuteilen. Nach diesen Aufschriften mußte aller­dings auf einen recht sensationellen Inhalt der Mappe ge­schlossen werden. Indessen blieb eine Veröffentlichung der Briefe aus. Frhr. v. Hammerstein selbst erklärte in -er Prozeßverhandlung, er werde dar in seine Ver-

SS?

tauen, i. ,

11^ v°m 5. * ?llraermf, wnirfif ak, ^ernninA01" ^(hörb*i11 lequnq bj. flcnofirniti ung ror.^*

®icf

äuriickkominen.^ e r tt f e. Abteilung für Sch u lange- tcgenheitcn unseres V iuisteri-ums hat am 16. 19

und am 2. Aug. 1898 Varfüaumgen erlassen, bie auf eine beschleunigtere Bese tz u u g der erledigten Lehr er st eil len abzielen. Die ältere dieser V^rfiigungen bringt die gesetzlich geforderte, möglichst bc-lhige nieder- besetzung oskener Stellen in Erinnerung, die jüngere ordnev das Ausfchreiben d^r Ausiordorungen zur Bewerbung nm diese Stellen, das bisher in der in zwangloser Folge er­scheinenden Beilage des Gropch. Regierungsblattes gelchay, in der täglich erscheinenden ,,Darmstädter Zeitung an,^ Tie Bekanntgabe der Eitischließungen der obersten Schul­behörde über die ausgeschriebeneu Stellen, die in der­selben Zeitung nun auch von Fall zu Fall z-n erwarten ist, wird die letzte Verordnung ungesucht ergänreu. _mc be­schleunigte Besetzung der in Frage stehenden Stellen er* fordern "tz»as Wohl der Schule, der Gemeinden und der Lehrer, und die Verfügungen selbst sind deshalb sehr zweck­mäßig und zeitgemäß. Um den Geschäftsgang noch mehr zu beschleunigen und etwas Schreibwerk §u vermeiden, sollte sich aber die Regierung mit den beiden Verbesserungen! in dieser Frage nicht genügen lassen. Sie sollte vor.allen Tingen eine'Verkürzung der Bewerb u n g 3 J r t fij von sechs Wochen um mindestens die Hälfte in wohlwollende Erwägung ziehen, und besonders die Lehrer, die ibre erste, feste Anstellung erwarten, würden die Verminderung dieser Wartezeit dankbar empfinden. Die Festsetzung der .etzigeu Bewerbungsfrist stammt aus dem Jahre 1836. Sie sieht bereits im Greisenalter und war einer Zeit angemesnm,i m der die Postkutsche den Verkehr zwischen dem nördlichsten- ^ertchen Oberhessens imd Darmstadt vermittelte. Tic preußischen Lehrer kommen in der Reg»l mir einer Frist von 14 Tagen aus, und auch den hessischen Pfarrern sollen vier Wochen genügen.

Ilbeshausen, 2. Ian. Sicherem Vernehmen nach erhält unsere Gemeinde jetzt auch Telephonanschluß. Cs ist dies umsomehr nötig, da dringende Mitteilungen durch die Boten von Herbstein aus und dorthin zum Weiterbefördern immer längere Zeit in Anspruch nehmen. Hochwaldhausen wird seinen eigenen Fernspre ch-Ansch lu ß erhalten. Die Einweihung des Kurhauses von Hochwaldhausen, welches demnächst stattfinden wird, soll mit einer großen Festlichkeit verbunden werden, wozu namentlich der hiesige Ortsvorstand eingeladen werden soll.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Ter preußische Minister des Innern hat dem Landwirtschaftlichen Verein zu Frankfurt a. M. die Erlaubnis erteilt, bei Gelegenheit der im Frühjahr und Herbst 1905 dort abzuhaltenden beiden Pferde markte je eine öffentliche Verlosung von Pferden, Wagen und anderen Gegenständen zu veranstalten und die Lose in der ganzen Monarchie zu vertreiben.

Aus Stad! und Hand.

Gießen, 4. Januar 190o.

10 ßfl

laden worden. , , , , ....

Die Kanalkommission trat beute zur Feststellung dc; Dcrichts über dir einzelnen Seite beS W-isscrstmtzcustcsctzcs zusammen und änberie ihn mehrfach redaktionell teilweise auch unbedeutend inhaltlich. ... , ,

e\n das Herrenhaus berufen wurde Rtttcrqutsbe- , Quistorp auf Crenzow im Kreise

Man wird annehmen dürfen, daß bei dieser Veroffenttichune, alle? das auSaeschaltet ist, was, ahne ze,chesch,chtt,ch van -Nelana fein, blähe Sensation erregen könnte. Auch ist ^ vermuten, daß Frhr. von Hammerstein selbst bereits e.ne Sichtung de§ Materials vorgenommen hat. Immerhin wer­den authentische Nachrichten, wie über die letzten Lebenstage de? König? Ludwig von Bayern und über Minister v. Putt- kamer, mit Interesse zu ermatten sein.

Berlin 3 Fan. Der Kaiser veranstaltet für Ge­lehrte wie im Sammer eine Fahrt nach Norden, so jetzt eine Mittelmeerfahrt an Bord des Dampfers Meteor, der am Donnerstag, den 5. Januar von Genua auS ,n See nett Kur Teilnahme an dieser Fährt ist eure Reihe van Leitern preußischer höherer Lehranstalten emge-

Geschwader hat mehrere Schiffe nach Noffi, Majunga und Tcunatave abgeordnet, um Proviant anzukaufen. - an glaubt, daß die beiden Geschwader sich in Diego-Su arez vereinigen werden.

Dor dem Fall.

Wie General Stasi-l an den Kaiser pain 28. Der-iNder meldet brackncn die Javan-r -"N 27 Dezemb'r eine Mine unter der Befestiguna 5 jur Eppst-sioN. Gegen 20 tollkühne klertetten ans den D>ill und wurden nnt Daianettcn m>d exmatot niederaemmbt. Der Feind beschient uns, so lautet die Mitteilung wörtlich. Tag und Nacht ulrerall Mit elsuN'-en Ec bVinen und richtet da? Feuer beionderS gegen Saip,toter und ««rette, da er weil;, das; «Ne unsere verwundeten Selden ° wie es ihnen möglich ist, wieder m die Rechen der Verteidiger zurückkehren. Zn drn H°,vitalern sind etwa 1 4 0 0 0ff r .1n f e und Verwundete, imb cS kommen täglich gegen 300 Mann

Boden. Aus Veranlassung von Privatleuten wurde eine Konferenz zuscmrmenberufen von Vertretern rusiischer Privater und staat­licher Schiffswerften und Maschinenfabriken zu der Beratung der biolt Frage, ob es möglich sei, die russische Flotte mit vaterländischen s F e i Mitteln wiederherzustellen. Tie Konferenz beschloß, Erkundigungen

** Theater-Verein. Die 5. Vorstellung wird am nächsten Mittwoch, d e n 11. I a n u a r sta ttmden. Z Aufführung gelangt Grillparzers ffafitfc) g

Medea^ mit der Heroine des Mannheimer Hof ) Frl. Riza Bajor in der Titelrolle. ..

x Vom Dünsberg, 3,Jan. Ueberall hört man ,etz in den Waldungen die Äxt des $0 U a ll^r C1 ' Gilt es doch alljährlich in den ausgedehnten Waldungen a DüuSberg ungeheuere Solzmosseu zu fällen, wobei viele . - beiter lohnende Beschästignng finden. Der Königliche Fori Strupbach, Gebiete des Fürsten Hohensolms-Lich W>vie viele Gemeiudewaldungen grenzen hier eng auciuander. unier letzteren sind diejenigen der Gemeinde Frankenbael^ wo größten. So hat man hier z. Zt. schon nahezu WO ö'? i* meter Eichenstämme geschlagen und nun ist man aim schäftigt, den am 13. September vor. Js. durch den Wwvel- wind zerstörten WalddistriktRißgrund" (m unmittelbarer Nähe vom DomänenjorstHelsholz") aufzuräumen.

** Aus der guten alten Zeit. Eine rechnung aus dem Jahre 1854, bie uns em Lewr vorlegt.»s au einem Vergleich über die Prelle ernst und heute,heraus\ * er

Schubmack'-rineister K. .H in Gießen stellt einem icin»r Kunden folgende Rechnung auf: Ein paar ^cku.he repariert: 3 !iTfUKb ein paar Winterschuhe gefleckt: 10 Kr., em paar Hausschuhe eingefaßt: 6 Kr., ein Winterschuh reparier : 2 Kr., em paar Hausschuhedurchaus ge'vhlt und emgesaßt": 48 Kr, ein W Schube geflecktmit Bendeln" 12 .^r. Das Fußwert war damals etwas billiger. Es wird aber niemand eimallen,, von umeten Meistern zu verlangen, daß sie heute wieder auf diese Preist

da^ nnt *,11lTa welnl * *.

rstö voll!

btt j;

Ans" vitl1'* ni<y, ' ;f kinlN^'

fiffn

ja q«tnfrl M ollkn > sürchdaß ^erdint'n. , ,spr. mit nn'. unb mit tr> flat A solltt, da v« demaitr, d nabmi noch ' mir i H'kt ©otten, btr mich ti1» ttr mifPa fl<t' Gesichts fc'

Der Winter.

Lübeck, 2. Ian. Der Schiffahrtsbctricb auf dem Elbe-Travekanal wird wegen Eis Hindernis von morgen ab für hölzerne Schiffe gesverrt.

Koblenz, 3. Ian. Rhein und Mosel führen starkes Treibeis. Die Schiffbrücke ist abgefahren und die Schiff­fahrt eingestellt.

Aus dem Schwarzwald, 2. Jcm. Der Wiyter hat mit dem neuen Jahre seine Herrschaft ckngetret^n. Nach einigen stürmischen Tagen, die in den Forsten mehrfach Schaden anrichteten, wurden heute von den Höhen des Feld­berges u. s. w. 10 Grad Kälte gemeldet.

Paris, 3. Jan. Aus allen'Teilen der Provinzen taufen Meldungen ein über ganz ungewöhnliche Kälte. In Paris sind gestern drei Personen erfroren. In verschiedenen Gebieten des Südens ist die Temperatur auf 25 Grad Kälte herabgesunken. In Algerien bcrrscht seit zwei Tagen Schneefall, ein Ereignis, welches seit 30 Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. In der Stadt Algier verzeichnet das Thermometer 3 Grad Kälte. Auch in Blida und Tunesien herrscht Schneefall; das ganze Atlasgebirge ist mit Schnee bedeckt.

Bern, 3. Jan. In der ganzen Schweiz herrscht bei heute nachlaffendem Nordwind eine außerordentliche Nälte. An einzelnen Jurastationen beträgt dieselbe dreißig und mehr Grad, in DavoS 26, in Bern und Zürich 18 in Lausanne 15, in Genf 10, in Basel 17, in Lugano 9 und in Montreux 8 Grad. Der Arefluß zeigt die äußerst seltene Erscheinung des Eisganges, so daß die Elektrizitäts­werke in Wynau den Betrieb einstellen mußten. $( de Fonds erfror ein Mann auf der Diele des ungeheizten

Dir werden, so fccridjtet Stössel tagS daraus, am 29. Tez.. snZ noch einige Tage galten. Die Munition is säst verschossen. Ick werdi: Maßnahmen tresstw.um in d.n L r a ß e n Blutvergießen zu vermeiden. Tic Garnison Videt an Skorbut: iOOOO Mann sind erkranktz ^re Generäle Fock und Nikitin leisteten mir beld-mbosten Beistand.

Der Untergang rrsfischer Kriegsschiffe.

Aus Tschisu, 3. Ian., wird gemeldet: Tie PanzerRet-

zettctcv scstcrm B r a n d'uvd stvdc" michmitt.ms no» I SBerner von Quistorp ans Trenzow tni Srctlc

m Flammen. Tie Ruffcn sprengten den PanzerSewa stopol c^reif§roolt) durch allerhöchsten Erlag vorn 14. Dezember auf in die Lust. . Präsentation des alten befestigten 6)rundbesitzes un ^.and-

wohl cs bevcn zwanzig gibt, nicht aus. Erstlich Scan- tzichötts bishcr dem Abgeordnetenbanfe als Vertreter des sprnchen fic sehr titel Raum, sodatz eS schwer ist, mit MahlbestrkS 2 Stralsund an. Es erlischt nunmehr diesem ihnen die Ausweichestzellen zu passieren, und zweitens bcrd$?nnbnt infolge der Berufung in das Herrenhaus.

mögen fic nur 250, im Maximum 300 Personen cgzie dieTägliche Rundschau" erfährt, ist am

nehmen. Das will diese kleine Zahl angesichts von 17OO0 ^nuar^mit einer einzigen Ausnahme sämtlichen Re- SctDunbctcn besagen! Man ist daher genötigt, Zuflucht b ocitunqDie Post" gekündigt worden.

® st--»-««»<"...

eil von diesen Waggons für den Transport Verwundeter anderen Berliner Zeitung geplant zu fein. . eingerichtet, die meisten Verwundeten werden in den gc- München, 6. Ian. Nach derllug^burger llbend- wöhnlichen Güterwaggons mit der Auffchrift40 Menschen, I^itung" findet am 16. Januar in Berlin aus Emla.ung der 8 Pferde" transportiert. An einem Tage dienen diese Dag- ^^.^lßischcn Staatsbahnverwaltung eine Besprechung über

gvnL zur Beförderung der Intendanturfrachten, Holz imb bjc <n c 0 n en tari fref omit statt. Das bayerische

vielleicht auch Vserden, und schon am nächsten Tage werden I Fe6v5minifterium fenbct mehrere Vertreter dazu ab. Die

siL W P'alzbahncn werden durch thron Direktor von Lavalc ver-

Ein derartigerSanitätSzug" ist imstande, etwa 1000 Ver- treten meiden.

tnundetc zu evakuieren. Die Speisung der Verwuu- beten geht auf besonderen, vorher ausgewählten S-ta-

tionen vor sich. Solck^er Verpsiegungspimktc gibt es es Wien, 2. Ion. DasFr<-md7nblott" bemerkt zu der Mei klingt wie ein Scher- auf der Strecke Mukden-Eharbin düng, daß bic Vertragsunterhändler nam crltn av- nur zwei: auf den Stationen Huntschulin und Fanfiatnn. aereift sind Nack den letzttn^spositzwncn

Die Entfernung zwischen diesen beiden Punkten betragt Erw^ü berechnt ,u stm

fteilich nur 40O Werst doch zwm Zuruckl-g«n drestr d's HendelsLrL-gr kitcn5 d-r

Strecke brauchen die Sawtatszügc v i e r b i s fünf Tage. Regimmg auch bi sh w unterblieben.

Die Regelmätzrgknt des Verkehrs ist feit langer Zeit in- Petersburg, 2. Jan. Anläßlich drs Resormntions- folge verschiedener Urfad^cn gestört: aus deu Ausweiche- sste s fanden bisher zwei Sitzungen d"s M in i st e r ko m i t e c s stellen, wo nicht einmal ein Stück S ch w arg & r lo 11 ftatt In der ersteren wurde das Manifest im allgemeinen be- äu haben ist, stehen die SanitätsMge acht bis zwölf Stunden, I raicu die zweite Sitzung war der Besprechung deS ersten^Vunne.' und die Verwundeten müssen hungern. Ich habe betresffnd die genaue Befolgung her Gesetze gewidmet, xie persönlich die eine bis zwei Schwestern, welche die SBertoun« ratunfi^cgcnil-nnbc des ffomite« tt>nW ben obernen Srtwben ieten begleiten, Tränen über ihre Hilflosigkeit vergictzen nach ,cbcr S.wma mttn-teilt. Tie Schungsprotokollc unterliegen sehen, und selbst habe id) die abgehärmten und elenden hnr 1 'T(,r «Gestalten der Verwundeten gesehen, habe ihre Erzählungen angehört. Auf Grund des von ihnen vergossenen Blutes schreibe ich: öffentliche Hilfe im weitesten Umfange ist nötig, es ist notwendig, daß die Parade-Evakuation in den luxuriösen Zügen aufhört. Es ist kein Wort zu verlieren bie Sanitätszüge find schön, aber nur, um mit ihnen Dor den Ausländern zu renommieren, denn nach jeder ernsten Schlacht tritt deren Umulänolichkeit grell, zutage.

Reichstags geschlossen.

Dio Opposition ist entgegen dem bisherigen Brauch eft entschlossen, zur Anhörung der Thronrede in der .Hof­burg zu erscheinen. SCtan besorgt, daß cs bei der Thronrede zu unliebsamen Störungen kommen werde. Gras Dpponyi mit feinen Anhängern und die klerikale Ugronpartei vollzogen am 3. d M. ihre Vereinigung mit der Kossuthpartet.

Marokko.

Ang-rsichts der bedenklichen Lage und häufigen Verbrechen gegen Ausländer, die bisher ungesühnt blieben, richteten, wie aus Tanger gemeldet wird, die Engländer eine Bittschrift nn ihre Regierung, worin sie Schuh für Eigentum und Leben erbitten. Deutsche und Schweizer tun ein Gleiches. Erstere bitten den Reichskanzler um Entsendung eines Kriegsschiffes. Eine Ven'm-limrnerrmg der Lage wird be- fürdjtet, wenn Frankreich nach einer ungenügenden Antwort des Sultans aus die Protestnote, deren Eintreffen jeden Augenblick erwartet wird, Gewaltmittel anwenden sollte, was nach allge­meiner Ansicht hier s'"r 'm^-'rmeidlich gilt.

In Tanger ist ein Kurier von Fez mit Depeschen für den sranzösisck-en GZandten elligetrofferi. Tie Tepeschen bestätigen, daß der Sultan Frankreich in allen streitigen Punkten nach- geben wolle und die französische Mission ersuche, schleunig t nach Fez aufzubrechen.