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Olsten gespalten ist, von denen die eine die Adresse, die andere Ine Mitteilung des Absenders an den Empfänger enthalten lall, wäbrend die Rückseite irgend eine Ansicht trägt. Nun ist c§ von Wert zu wissen, daß einige ausländische Postver- mltungen und vom 1. Februar d. Js. ab auch die deutsche Aeichspostverwaltung Postkarten nach diesem Muster für ihren inneren Verkebr zugelassen haben. Im Weltpostver- fc h r aber sind derartige Postkarten bis jetzt allgemein noch nicht zulässig. Die Reichspostverwaltung hat jedoch, einem uns vorliegenden amtlichen Schreiben an einen Leser des ,G'eß. Anz." zufolge, nachgegeben, daß vom 1. Februar ab solche vom Auslande in das Reichspostgebiet eingehende ■horten, welche, wie die erwähnten, nicht genügend, d. h. als « Postkarten statt als Brief, flankiert sind, ohne Erhebung einer z Znschlagsgebübr an die Empfänger ausgehändigt werden. .^Ausgeschlossen von der Beförderung werden derartige
Postkarten überhaupt nicht.
♦♦ Aus dem Bureau des Stadttheaters. Angesichts der am nächsten Montag, 30. Januar, hier statt- ; nndenden Premiere von „Anna von Hessen" dürften ' einige Stellen aus einer Recension der Aufführung am L'Kasseler Hoftheater („Kasseler Tageblatt) vom 14. November
1904 von Interesse sein. Es heißt da u. a.:
,,Mit dem zur Feier des 400jährigen Geburtstages Philipps bes Grosz mutig en zur Aufführung gebrachten tragischen Spiel „Anna von Hessen" von Theodor Birt hat das Repertoire unserer Schauspiele eine wertvolle Bereicherung erfahren. Nichts hatte passender für diesen Iubeltag des hessischen Volkes gewählt werden können. Doch sei gleich hmevo-rgeho^en, daß das Drama keineswegs als Fesffviel geschrieben ist. daß es weit über die Bedeutung eines solchen hinausgeht. Es ist eine regelrechte Tragödie, die gewiß bcuemb in dem Repertoire unserer Bühne bleiben wird und tote „Ter Prinz von Homburg" nicht bloß in Berlin gespielt wird, loird „Anna von Hessen" gewiß auch außerhalb Kassels, außerhalb Hessens genügend Interesse erwecken und mit dem besten Erfolg aufgesührt werden.--Tie Frage, ob die Akte spannend
firib, ist auf das entschiedenste zu bejahen. — Meisterhaft be- >nudelt der Dichter die Sprache. Sie ist knapp und lebendig, frisch imb natürlich und trägt ganz das Kolorit des 16. Jahrhunderts. Alles das verleiht dem Drama einen hohen künstlerischen Wert. Bei dem Tiefstand der modernen Dramatik, bei der immer mehr zunehmenden Krankhaftigkeit des Geschmacks muß eine ge- iynde Eigenart und Gestalt'-ngskrast offenbarende Erscheinung wie die Birts mit Freuden begrüßt werden."
sd. Darmstadt, 26. Jan. Die morgen auf dem Marienplatze stattfindende große Parade wird der Größte rzog selbst abnehmen. Der Großherzog hat seine Steife nach Berlin wegen der Erkrankung des Prinzen Eitel /siriedrich aufgegeben. Nachmittags 2 Uhr findet im Weißen Saale des Residenzschlosses zu Ehren des Kaisers s^alatafel statt, zu welcher ca. 40 Personen, darunter die Vertreter der Diplomatie, sowie die Spitzen der Staats-, Zivil- und Militärbehörden, zusammen ca. 40 Personen, gelinden sind. — Wie aus bestimmter Quelle verlautet, wird d>ie Stadt Mainz dem Großherzog ein von Professor ».Kaulbach gemaltes Bildnis seiner zukünftigen Gemahlin als Hochzeisgeschenk überreichen.
w. Worms, 26. Jan. In den Lederwerken von Dörr u. Reinhart wurde heute auf Veranlassung der l Firma eine Sammlung für die streikenden Bergarbeiter im Ruhrgebiet vorgenommen. Der sich ergebende Betrag von 2 000 M k. wurde an den Oberbürger- • meister von Bochum abgesandt. Auf Wunsch der Firma wird die Verteilung der Summe ohne Rücksicht auf das politische
ober religiöse Bekenntnis der Bedürftigen vorgenommen werden.
Vermischtes.
* Berlin, 27. Febr. Bei der Rückkehr des Königin- Elisabeth-Regimentes in die Kaserne fuhr gestern abend mit voller Wucht ein Arbeitsfuhrwerk in die vorder Musik herziehende dichte Menschenmenge; 5 Personen wurden schwer verletzt.
• Tabor i. Böhmen, 26. Ian. Von dem heute nachmittag 1.30 Uhr von Prag abgegangenen Schnellzug sind zwischen Sudomeric und Ehotowin infolge Schienenbruchs die letzten 4 Personenwagen entgleist. 1 Reisender wurde schwer und 10 leicht verletzt. Unter den leicht Verletzten befindet sich ein Kaufmann Richter aus Dresden.
Newyork, 26. Jan. Wenigstens 8 Personen sind in der Stadt infolge des letzten Schneesturms itmgekommen. Diese brachen entweder erstarrt vor Kälte oder vollständig erschöpft infolge der Anstrengungen, mit denen sie versuchten, durch das Schneetreiben in den Straßen einen Weg zu bahnen, zusammen. Die Leichenbegängnisse wurden in ganz Newyork aufgeschoben. Eine Anzahl von Schiffsbrüchen werden von der Küste den Neuenglandstaaten gemeldet, bei denen Menschen nicht umkamen.________________
~ Kerichtslääl.
Dessau, 26. Jem. In dem Aufruhrprozeß hat der Kriegsherr die Gnadengesuche der vom Magdeburger Oberkriegsgericht zu je iy2 Jahren verurteilten Soldaten Günther und Vogt abgelehnt.
Göttingen, 26. Jan. Mit einer Skandalaffäre in Clausthal, die ein P i st 0 l e n d u e l l im Gefolge hatte, beschäftigte sich die hiesige Strafkammer. Der Bergakademiker Otto Pütter und der Diplom-Ingenieur Friedrich Wittelsbach aus Berlin hatten sich, der eine wegen Zweikampfs, der andere wegen Kartelltragens, zu verantworten. In Clausthal, wo beide studierten, entstand ein Gerücht, nach welchem zwischen einem oder mehreren Studenten und einer von einem Dozenten der Bergakademie in die Gesellschaft eingeführten Dame intime Beziehungen beständen. Infolge der hierdurch entstandenen Komplikationen brach der Geh. Bergrat Köhler den gesellschaftlichen Verkehr mit Pütter durch eine schriftliche Mitteilung ab, in der er ihm eröffnete, er (Pütter) brauche auf eine Erwiderung seines Grußes nicht mehr zu rechnen. Der Sohn des Geheimrats erklärte sich mit seinem Vater solidarisch, indem er sich dessen^ Er- llärung anschloß. Pütter hat daraufhin den Bergassessor Köhler auf Pistolen gefordert und zwar fungierte Wittelsbach als Kartellträger Es wurde ein Pistolenduell auf 10 Schritte Distanz bei dreimaligem Kugelwechsel festgesetzt, jedoch milderte der Ehrenrat die Bedingungen auf 15 Schritte bei einmaligem Kugelwechsel. Das Duell verlief unblutig. Entgegen dem Anträge des Staatsanwalts, der auf 3 Monate Festung lautete, erkannte das Gericht gegen Pütter auf 4 Monate Festungshaft, Wittelsbach erhielt 3 Tage Festung. Bergassefsor Köhler ist als Reserveoffizier vom Kriegsgericht bereits ru 3 Monatpn Festungshaft verurteilt worden.
llcuclte Mewunnen.
R. B. Darmstadt, 27. Jan. (Eigener Draht- bericht.) Die Feier des kaiserlichen Geburtstages fand heute in üblicher Weise statt. Die Stadt ist festlich geschmückt. Dem Zapfenstreich sämtlicher Militärkapellen gestern abend folgte heute früh Weckruf, um 10 llhn Festgottesdienst und um 12 Uhr Parade der ganzen Garnison auf dem Marienplatz. Der Großherzog nahm selbst die Parade ab. Er erschien, umgeben von einer glänzenden Suite, darunter Prinz Ludwig von Battenberg, und wurde vom Divisionskommandeur Grafen Kanitz empfangen, der auch die Parade kommandierte. Die Festansprache hielt der
Tivisionskonnnandeur Frhr. v. Gall, worauf KanonendoNnch und Ehrensalut und die Nationalhymne ertönten. Heute nachmittag ist Festessen beim Großherzog und im ,Less.' Saale". Abends sind die üblichen Mmmschgfts- und Vereins« feste.
Dow Bergarbeiterftreik.
Dortmund, 27. Jan. Auf einer Zeche bei BaroH kam es zwischen der Verwaltung und den Steigern zu einentij Konfl rlt, weil die Steiger sich, weigerten, anzufahrenj und Kohlen zu hauen., Es scheint also, als ob sich der, Streik auch auf die Steiger ausdehnt. Besonders ist das Sie.gerland sehr starck vom Streik betroffen.. Dort liegen fast alle Eisenwerke still, in einzelner« Werken können die Betriebe nur in beschranktem Maße auf* recht erhalten werden. Vollständig still liegen auA dflü westfälischen Stahlwerke in Ehrendorf bei Bochum.
Die Vorgänge in Rrrfiland.
Petersburg, 27. Jan. Der gar soll dem Groß« fürsten Wladimir seinen Dank für dieUnterwersnng des Ausstandes in Petersburg ausgedrückt haben. Ferner verlautet, der Zar habe eine Arbeiter-Deputation zu sich befohlen, weit ihm von einer hochstehenden Persönlichkeit mitgeteilt worden war, daß die Bewegung sich nichts gegen die Person des Zaren, sondern gegen die Verwaltung^ richtet.
Petersburg, 27. Jan. Auf dem JekaterinoZlaw* Platze fand eine Kundgebung der Ausständigen statt. Die, Menge durchzog die Straßen und griff die Polizei an, wo-i bei ein P 0 lizist durch einen Revolverschuß getötet wurde^ Es mußten Truppen requiriert werden, um die Kundgeber zu zerstreuen.
Petersburg, 27. Jan. Wie aus Riga gemeldet wird, hatte ein Zusammenstoß zwischen Arbeitern beri Konsnetsow-Fabrik und der Polizei ein schreckliches Re-! sultat. Die Arbeiter wollten über die eiserne Brücke marschieren, aber der Weg war durch Polizeitruppen abgesperrt. Die Streikenden versuchten Stand zu halten, worauf die Truppen feuerten. Mehrere Salven wurden auf die dicht gedrängte Menge abgegeben. Viele wurden getötet und verwundet. Die Arbeiter flohen in wilder
Panik.
Telephonischer Kursbericht.
F finktart a. H
3Va% Reiobsanleihe . . 102 15 !p/i do. » , . 90.00 8V,% Konsole . . . . 102.00 30/n do......90.00
3V2% Hessen .... 100.00 3Ve% Oberhessen . . . 99.70 4% Oesterr. Goldrente . . 101.70 4ll6% Oesterr. Silberrente 100.60 4% Un^ar. Goldrente, . . 100.00
40/0 Italien. Rente . . . 105.00
4tli% Portugieser » . . 65.00
30/ Portugiesen. .... 64.60 1% C. Türken . » . . —.—
Türkenlose ...... 129.80 40/q Griech. Monopol .-AnL 51.20 4l/»% äueserg Argentiner —.—
27. Januar.
3% Mexikaner .... 33 30
Chinesen , . . 92.35} Electric. 8cbackert . . . 141 00| Nordd. Lloyd . . . . 109.50i
Kreditaktien . . . . . 211 80 Diskonto-Kommandit. . . 193.00 Darmstädter Bank . . . 143.00 Dresdener Bank .... 159.10j Berliner Handelsges. . . 164 75, Oesterr. Staatsbahn . . « 138.00' Lombarden ..... 17.40 Gotthardbahn . . . . . 192.50 Lanrahütte...... 257.80
Bochum ....... 240.70 Harpener......214.50
Staatsschatzscheine . . . —■
Tendenz: fest.
Die Ziehung III. Klaffe der 5. Hessisch - Thüringischen Staatslotterie findet am 2. und 3. Februar d. 3- statt. Die Interessenten werden aus die rechtzeitige Loserueueruu^ aufmerksam gemacht. bs”/^
0460
Lang-Göns, den 26. Januar 1905.
Die Beerdigung findet Samstag den 28. Januar, nachmittags 3’/4 Uhr, statt.
Im Damen der trauernden Kinterölieveuen: Philipp Frey.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine innigst geliebte Gattin, unsere liebe Mutter, Tochter, Schwester uud Schwägerin
WM
Frau Katharina Frey geb. Weber
heute früh 1/23 Uhr im 31. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist.
Mo W 'M
M- M KrMhch-VttsteMW.
Samstag den 4. Februar l. I., vormittags 10 Uhr, gelangt im hiesigen alten Schulsaal das im Gemeindewald Wissenbach, Distrikten Weidefeld, Eibertshain, Rainchen, Hardt und Grebeborn geschlagene Nutzholz, bestehend aus:
15 Eichenstämme mit 7,98 fm 172 Kiefern „ „ 48,46 „ 453 Fichten „ „ 190,28 „
46 Eichen-Stangen 1. Kl.
50 , , 2. Kl.
35
435
245
240
17 Nm. Schichtnutzholz (Scheit)
141 „ „ (Knüppel)
Eichen-Stangen 3. Kl.
Fichten- „ 1. Kl.
w n 2. Kl.
V , 3. Kl.
} 2,20 Mir. lang
zur öffentlichen Versteigerung.
Auszüge können aus vorherige Bestellung Förster Tillmann zu Forsthaus Wissenbach im Empfang genommen werden.
Wissenbach tDill), 26. Januar 1905.
Der Bürgermeister: Weimar.
durch Herrn Termine in
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AV.W, im ■
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Gebrauchter, tadellos funktiouierender
Darracq
12 HP. 2 Cylinder, preiswert zu verkaufen. 496
Wilhelm Hamel, Bleichstr. 7.
Holz - Versteigerung
im Licher Stadtwald.
Donnerstag den 2. Fevruar, vormittags 10 Nhv< beginnend, sollen im Licher Stadtwald in den Distrikten Rehtränksberg, Langebuchen, Dickestell, Eisenkaute und Unterer-
speierlingskops versteigert werden:
232,7 Rm. Buchen-, 102,2 Eichen-, 12 Fichten-Scheiter
126,9 „ „
7^»
2490 Stück »
Anfang und
120,5 ,
263
5675 Zusammenkunft
23 r Knüppel
118 „ Stöcke
1920 , Wellen
Rehtränksberg, an der)
B”/t
Straße Lich—Hattenrod. Lich, den 25. Januar 1905.
Großh. Bürgermeisterei Lich.
Heller.___________ _
Holz-Berftergerung.
Dienstag den 31. Januar 1905 werden versteigert aus Distrikt Range 5, Odenberg 1b, 2 und 3 und Hörnes 8: Schetter Rmtr.: Buche 263 I. Klasse, 22 II. Klasse, Eiche 1, Birnbaum 1; Knüppel Rmtr.: Buche 191 I. Klasse, 1 II. Klasse, Eiche 4, Erle 2^ Fichte 8; Reiser Rmtr.: Buche 368, Eiche 4; Stöcke Rmtr.: Buchen 75 I. Klasse, 6 II. Klasse, Fichte 12.
Das meiste Holz fitzt nicht weit von der Straße Appenborn—^ Weitershain. .
Zusammenkunft vormittags 11% lU)t aus der KrersstraßH Appenborn—Weitershain am Eingang in Distrikt Höntes.
Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer-Odenhausen. \
Londorf, den 25. Januar 1905. B”/1'
Freiherrliche Oberlörsterei Rabenau.
__________________ Nicola us._________
Holzversteigernng
im Gemeindewald Altenkirchen, Montag den 30 ct*
Eichenstamm I. Klasse 3,09 Fstm.
Eichenstämme II. Klasse 9,49 r
u IIL und IV. Klasse 153,29 , Eichenstangen 0,69 w
Buchenstämmc ITT. Klasse 10,64 ,
Birken- und Erlen-Stämme 0,55 w
Zusammenkunft um 10Vs Uhr beim Vorsteher, Beginn der Versteigerung im Walde um 11 Uhr.
Hohensolms, den 21. Jan. 1905.
Der Bürgermeister. \
H n tt e l.
Freibank.
Rittdfleifch flO Pfg. B”/‘
Feinen Himbeersaft ä Flasche Mark 1.25, emvfichtt Adolf Löcher, Herborn.
Zn haben bei Fritz Schreiner, Gießen, Lindenvlaiz 4. 391
PeterSdnrgor
GMuijschllljk haltbarstes, ba-ee »ikügstrS Fabrikat, empfiehlt btrhgfi 133 Friedrich Magnus.
Wcidengajje KL


