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27.1.1905 Erstes Blatt
 
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Gießen, 27. Jan. 1905.

Ter Geburtstag des deutschen Kaisers wird heute in allen deutschen Gauen begangen, vom Fels zum Meer. Wir denken heute der traurigen Zeit, da ein Dichter dem Volke zurufen konnte:

Was habt ihr denn nocb Großes, Allgemeines, Welch' Band, das cuct) als Volk znsanimenschließt, Seit ihr das Kaiserszepter brechen ließt?

Wir denken der düsteren Tage, da Deutschland ein geo­graphischer Begriff war und seine Stimme im Konzert der Mächte verhallte; da die deutsche Einheit nur in den Herzen derIdeologen" undDemagogen" wohnte, die in die Kerker und Kasematten geschickt wurden; da ein russischer Zar die deutschen Monarchen wie seine georgischen oder mingrelischen Fürsten, als seine Unterknäse, betrachten und die Annahme der Kaiserkrone durch einen Hohenzoller o ls Kriegsgrund bezeichnen konnte. Wir blicken zurück in die Vergangenheit, nach Warschau und Olmütz, wo vor 55 Kahren, nach eigenem Geständnis eines deutschen Diplo- rmten,wir in Gala geohrfeigt wurden", wo sich Preußen von Rußland und Oesterreich demütig den Fuß aus den Wacken setzen ließ; wir sehen in Paris einen preußischen Minister in den Vorzimmern des Kongresses aus seine Zu­lassung warten; wir sehen, wie ein romantischer König aus dem Throne des Grafen Friedrich sich nur den Beruf zu­schreibt, dem Habsburger das goldene Waschbecken zu halten und ohne Ueberhebung, aber mit Befriedigung empfinden wir, daß diese Zeit hinter uns liegt, weit hinter uns. Tas deutsche Volk mißbilligt vielmehr die übertriebene Eourtoisie seines heutigen obersten Staatsmannes nach allen Seiten hin, weil es sich seinen ebenbürtigen Platz unter den Mächten durch seine Taten errungen, erkämpft hat.

An diesen Taten hat das deutsche Heer, das Volk in Waffen, hervorgegangen aus allen Schichten des Vater­landes, ohne Unterschied des Standes, des Stammes, des Bekenntnisses, den größten Anteil. Dessen ist sich Kaiser Wilhelm II. bewußt, und er ist stolz auf sein Heer, das die stärkste Landmacht der Erde repräsentiert. Er hat aber auch, als der erste seines Volkes, erkannt, daß der Ausbau der deutschen Flotte der imposanten Entwicklung der in­dustriellen Interessen des deutschen Volkes, die heute wie ein Netz den Erdball umspannen, folgen müsse. Nie auch itur einen Augenblick hat er gezeigt, daß er seine Macht 511 Wasser und zu Lande anders an zu wenden je gesonnen xft, als zur Sicherung der fleißigen Arbeit, die in allen Erwerbszweigen das wirtschaftlich vollsaftige deutsche Volk leistet, zur Sicherung der Fürsorge, die er selber, seinem wie allen anderen Völkern der Erde voran, den deutschen Arbeitern mit seinen 1890er Erlassen, trotz diesem und jenem, anzugedeihen ernsthafter bedacht ist, als seine zum 'Zeil immer noch zu tief in Bureaukratismus steckende Be­amtenschaft.

"Tie Verfassung des Reiches gibt eigentlich, dem Kaiser <dtr beschränkten Einfluß. Wenn dieser größer ist, als er riad) dem Grundgesetze sein müßte, so ist dieser Machtüber­schuß lediglich auf Rechnung derpersönlichen Gleichung"

Kaisers zu setzen; er ist ein Zugeständnis des Bundesrats on eine überragende und glänzende Persönlichkeit und würde eiltet matteren und kleineren nicht eingeräumt werden. Tie Person des Herrschers, dessen Wille gM in allen Regier­ungsfragen den Ausschlag. Tie Endgeschicke eines großen Kolkes hängen gewiß von keinem einzelnen ab, er sei noch fo hoch gestellt und noch so gewaltig. Wer das Verschwin- ben eines klar denkenden, weit blickenden^ stark wollenden Staatsoberhauptes würde, wie die Verhältnisse in Deutsch­land liegen, von Erschütterungen und Wirren gefolgt fein, deren tiefe Wirkung auf Jahrzehnte hinaus sicher ist, wenn lre sich auch genauer Vorausberechnung entzieht.

Tatsächlich ist Kaiser Wilhelm der eigentliche, vielleicht äer alleinige Träger der deutschen Weltpolitik. Was die Alldeutschen für solche halten, ist zurzeit Träumerei. Von einem Programm, das die Angliederung von Deutsch- Oesterreich, oder wohl gar von 'Oesterreich-Ungarn, den Schweiz, Hollands, des vlämischen Belgiens, Luxemburgs, vlämischer Teile Frankreichs und der russischen Nordsee­provinzen, ein Bündnis, vielleicht eine staatsrechtliche Ver­bindung mit den skandinavischen Ländern, die völkische Sammlung der Deutschen Nordamerikas, Besiedelung afrika- n i sch er Gebiete, Eroberungen und Besitzergreifungen in Mittel- umd Südamerika, Kampf auf Leben und Tod mit England, später vielleicht auch mit den romanischen Staaten, mit Rußland und den kleinen slawischen Ländern vorsieht, ist auch nicht ein einziger Punkt ausführbar, wenn das deutsche Volk nicht sofort in Lebensgefahr geraten soll. Schaltet man aber die alldeutschen ZnlunftsPhantasien aus, bne keine Politik, sondern Machtrausch und von allen Wirk­lichkeiten absehenber, uferloser Ehrgeiz sind, so findet man int durch süMttlichen deutschen Volks bewußt sein kaum einen s-edanken, joer sich mit einer cntlegeneren Zukunft des deut- jchen Volkes, beschäftigt.

Die NergarSeiti'röiw'gnng.

Wir erhielten gestern in später Wend stunde folgendes Telegramm:

Berlin 26. Jan. Die Staatsregierung beabsichtigt, dem Landtage demnächst einen das Berggesetz abändernden Gesetzentwurf vorzulegen. Die Abänderungen betreffen voraus­sichtlich : 1. Gesetzliche Regelung der Arbeitszeit ein­schließlich der Seilfahrt. 2. Regelung des lieber- und Neben­schichtwesens. 3. Obligatorische Einführung von Arbeiterausschüssen. 4. Verbot desNullens. 5. Ab­grenzung di er Höhe der Strafen für einen bestimmten Zeitraum.

Am Donnerstag nachmittag war das preuß. Staats­ministerium zu einer Sitzung zusammen getreten. Das Er­gebnis scheint die Einbringung dieses Gesetzentwurfes zu sein. Daß der preuß. Landtag ein solches Gesetz annehmen würde, ist kaum zu bezweifeln und es besteht die Aussicht, daß sich la'ngesichts dieses Entgegenkommens der Regier­ung die Arbeiterführer zur Aushebung deis Ge-. neralstreiks bereit erklären.

An maßgebender Stelle wird mitgeteilt, daß Handels- Minister Möller nicht daran denke, von seinem Amte zurückzutreten. Zwischen ihm' und dem Grafen Bülow habe in der Frage des Vergarbeiterftreiks keinen Augen­blick eine Meinung§versä)iedenhelt bestanden. Der HanoelS- Minister wird in dieser Angelegenheit mit Hilfe feiner Kom­missare selbständig vor gehen. Letztere sind beauftragt, sich

auf das wirksamste über alle Beschwerden zu unterrichten; und Material für die gesetzgeberischen Maßnahmen zu sammeln.

Tie gestrige Konferenz der Siebener kommissioN in Essen prüfte eingehend das Beschwerdematerial und wählte Sachse und Effertz zu den Ueberbringern an daA Bergamt.

Tie HüttePhönst" hat wegen Kohlenmangels zwei Hochöfen und zwei Koksbatterien außer Betrieb gesetzt.

Ter Bergbauliche Verein ist noch immer ent­schlossen, nur der Gewalt zu weichen und auf seinem prin­zipiellen Standpunkt zu verharren. Die heute erschienen^ Broschüre eines Vorstandsmitgliedes, des Bergmeisters Engel, zum Ausstande der Bergarbeiter im RuhrrevieN (Verlag von Jul. Springer in Berlin) läßt darüber auch keinen Zweifel. Sie kämpft unter anderem gegen das Streben, unsere Industrie zumVersuchsfeld für sozial­politische Experimente" zu machen, verlangt ein Gesetz zum! Schutz der Arbeitswilligen und sagt, daß die Gewerkvereine das Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern noch mehr vergiften und unsere Industrie konkurrenzunfähig machen würden. Eine aktenmäßige Darstellung über Die Vorgänge, welche nach Herrn Engels und des Bergbaulichen' Vereins Urteil zu dem Streik geführt haben, leitet die Schrift ein Herr E. sucht dann an der Hand verschiedener Bei­spiele die Unbegründetheit und Leichtfertigkeit der Klagen über allgemeine Mißstände auf den Gruben des Ruhrreviers» nachzuweisen. Die Erörterung der Frage der Arbeiterdele­gierten, der Berufsvereine und des Schuhes der Arbeits­willigen gibt dem Verfasser Veranlassung, seine Auffassung der Gefahren der Sozialdemokratie für unser Staatswesen darzulegen.

Ter Bergb au v erein hat in seiner gestrigen Sitz* ung folgenden Beschluß gefaßt: Ter Bergbauverein, der Zustimmung der beteiligten Verwaltungen sicher, erklärt wiederholt, daß er den dringenden Wunsch habe, darüber Aufklärung ^geschaffen zu sehen, ob Mißstände in der Bergwerksindustrie tatsächlich bestehen, die zu einer Ar­beiterbewegung, wie der jetzigen, Anlaß geben konnten. Er wiederholt, er fei bereit, auf den von den Kommissaren der? Kgl. Staatsregierung am 14. Januar gestellten Antrag auf schleunigste Einsetzung einer Untersuchungskom­mission einzugehen, die im Einvernehmen mit dem Landp­lage, also auf dem Wage einer parlamentarischen Enquete, die Prüfung aller behaupteten Mißstände vornimmt, unk macht sich wiederholt stark dafür, daß die etwa nachgewiese-^ nen Mißstände sofort beseitigt werden.

In den einzelnen Bergrevieren waren am Donnerstag insgesamt unter und über Tage an gefahren: In Hamm) 309 von 1266 Arbeitern, in Dortmund 1. 2975 von 14 030* Dortmund 2. 5595 von 18 711, Dortmund 3. 4001 von 16 818, Recklinghausen-Ost 3087 pon 14 992, Recklinghausen-West 1621 von 13 996, Witten 3128 von 11015, Hattingen 1707 von 8748, Süd-Bochum 2098 von 10062, Nord-Bochum 3399, von 15 276, Herne 2845 von 16 388, Gelsenkirchen 2563 von; 15 221, Wattenscheid 3713 von 16 005, Ost-Essen 2394 von 13 467, West-Essen 2749 von 16 512, Süd-Essen 2922 von 13 831, Werden 434 von 2011, in Oberhausen 4711 von 26 61Ä Arbeitern. TerStaatsanzeiger" meldet: Im Ruhrrevier! fuhren am 25. Januar zur Frühschicht 50432, zur Mittags^ schicht 206, insgesamt also 50 637 Mann an, das heißt 946 Mann mehr am Tage vorher.

Tie BochumerArb.-Ztg." quittiert über 92 533.91 Mk., die beim Verbandsbureau für die streikenden Bergleute! einaegangen sind. Nach einer aus Loudon ein getroffenen; Nachricht haben die englischen Bergarbeiter den Be­schluß gefaßt, die Streikenden im Ruhrrevier durch einen wöchentlichen Beitrag von 40000 M k. zu unter­stützen. Außerdem sollen in den einzelnen Sektionen Samm­lungen veranstaltet werden. Ter deutsche Metallarbeiter- Verband, der seinen Sitz in Stuttgart hat, sandte 60000, Mark.

Tie Vertreter verschiedener Bürger kreise Bremens fordern unter Hinweis auf die Gefahr des Wirts chaf t-- lichen Absolutismus der Grubenbesitzer und! auf die Notwendigkeit der Anerkennung der Gleichberech­tigung des Arbeiters im Arbeils-VerhÄtnis zu Samm­lungen für die Bergarbeiter im Ruhrgebiet auf.

In Mons sino alle Grubenbesitzer durch Zirkular* note von den Forderungen der Arbeiter in Kenntnis gesetzt, worden. Falls bis Sonntag keine befriedigende Antwort erfolgt, wird der Generalstreik proklamiert werden. In Eharleroi hat sich der Ausstand auf einige weitere Gruben ausgedehnt. Ungefähr 1500 Arbeiter sind neu üt den Streik getreten. In Eatelereau entsandten die Arbeiter eine Delegation, welche die Direktoren aufforder­ten, den Lohn der Arbeiter um 25 Prozent zu erhöhen, was jedoch abgeschlagen wurde.

Kaiser Wilhelm scheint der deutsche Geist zu sein, der das Erdenschicksal seines Volkes auf lange Zeit hinaus vor her zu sehen' und vorherzubestinnnen sucht. Er denkt an später nötig werdende Märkte, Wohngebiete, Schutzherr­schasten. Er sucht sich eine scharf umrissene Vorstellung von den, zur Erwerbung dieser Erfordernisse zweckmäßigen oder unerläßlichen Vorkehrungen zu bilden und ohne Säu­men danach zu handeln. Nicht nur die Entwicklung der Kriegsflotte, auch die Förderung von Schifsahrts-, Handels­und Siedelunasunternehmunaen außerhalb, zum Teil weit jenseits der Reichs grenzen, sind Glieder eines organischen Gesamtplanes, der fertig vor seinem inneren Auge steht und an dessen Verwirklichung er methodisch arbeitet. Die Vollstrecker seines Willens sind schwerlich in seine letzten Absichten ein geweiht, und sie übersehen das Werk nicht,, an dem sie zu schaffen berufen sind. Das Volk in seiner Mehrheit aber geht nur zögernd, widerstrebend oder gar nicht mit, denn es gibt sich keine Rechenschaft davon, weiche Wege der kaiserliche Wille es führt. Kaiser Wilhelm wird noch Jahre, vielleicht jahrzehntelang in seiner Weltpolitik so gut wie auf sich allein gestellt sein, bis seine Gedanken in genügendem Maße sinnfällige Form angenommen haben, um auch dem Volke anschaulich zu werden. Es ist schon deshalb für Deutschland von hoher Wichtigkeit, daß dem Kaiser Gesundheit und volle Schaffenskraft erhalwn bleiben, bis auch andere Augen die Ziele sichten, nach denen er beharrlich und verschwiegener, als es seiner Art zu ent­sprechen scheint, steuert. Verschwiegen, denn so reichlich und schwungvoll der große Redner ich er Nächstliegendes zu sprechen pflegt, über seine Hinterarundvorstellungen hat er bisher öffentlich nie ein Wort gesagt.

Weite Kreise des deutschen Volkes sind gegen die kaum verschleierten absolutistischen, scheinbar klerikalen und feu­dalen Neigungen des Kaisers, gegen die Klassenselbstsucht der ost elbischen Aristokraten, die sich besonderer Kaiserhuld und besonderer Kaisertreue rühmen, aufgebracht und fordern einen größ wen Ci"f des demokrat schm Gedenk ns auf d deutsche Leben. Tie alten liberalen Parteien haben nicht mehr die Kraft, diese Forderung gehörig zu vertreten. Sie sind vonb.ert großen, schlichten Grundsätzen der Volks­souveränität ab gewichen, teils weil sie ihnen im heutigen Deutschland aussichtslos scheinen, teils weil die schwunglose Nüchternheit eines abgelebten Geschlechts sie als unfruchtbare Schwärmerei oder wohl gar als hohle Vhrasp bespöttelt, und geben sich in kleinlicher Kritik un­wesentlicher Berwaltungseinzelheiten aus. Das kann erst anders werden, wenn das deutsche Volk in seiner Mehrheit zu begreifen beginnt, daß sein Kaiser die Begünstigung, die das Ostelbiertum durch seine Regierung immer noch erfährt, nicht mitmacht, daß er der entschiedenste Schützer und För­derer des wirtschaftlichen Aufstieges seines Volkes ist, daß er nach Kräften dem deutschen Verkehr seine Fürsorge wid­met, daß er einst Krupp und Stumm und heute Ballin, aber niemals die Größen des Oftelbiertums zu sich zieht, daß er die Klerikalen nur braucht zur Förderung feiner zielbewußten Krie g sm acht s pl äne, daß er weit mehr ein Freund des Bürgers und des Bauern als des Mels ist. Noch fehlt heute das rechite Verständnis für einander auf beiden Seiten.

Wir wollen hoffen, daß die Zeit nicht mehr fern ist, da Kaiser und Volk einander ganz verstehen werden. Noch ist es nicht an der Zeit, eine vollkommen abgeschlossene Schätzung des deutschen Kaisers aufzustellen. Der Monarch hat jetzt aber die Sonnenseite der Vierzig überschritten und er wird sicherlich bgD Gelegenheit seinem Volke und aller Welt geben, zu zeigen, was er w Wahrheit ist. Tann werden Volk und Kaiser einander näherrücken. Ter blinde Hödur deutscher Partei sucht verdarb manchen guten Plan. Aber wir dürfen an brer beglückenden Hoffnung sesthalten, daß der gute Genins des deutschen Volkes dem kaiserlichen Willen das kaiserliche Vollbringen bescheren wird.

Möge dem edlen Feuergeist, der fein Volk am liebsten auf Sehnsuchtsfittichen über Berg rmd Tal hinweg in glück­liche Gefilde tragen möchte, alles gelingen, was er zum Besten des Vaterlandes an strebt. Und möge bald des Kaisers zweiter Sohn, Prinz Eitel Friedrich, von feiner Krankheit wieder genesen.

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Tokio, 26. Jan. (Reuter.) Aus der Höhe von Hok­kaido wurde gestern abend das österreichische Dampf­schiffBurma" mit einer Ladung Kohlen von Cardiff nach Wladiwostock unterwegs von den Japanern beschlag­nahm t.

Petersburg, 26. Jan. Die Petersburger Telepraphew Agentur meldet aus Tschansjamatun von heute. Auf der ganzen Front herrscht Ruhe, nur auf dem rechten Flügel hörte man aus weiter Ferne dumpfe Salven.

Petersburg, 26. Jan. In diplomatischen Kreisen geht das Gerücht, General Griepenberg, Kommandant der 2. Armee in der Mandschurei habe eine empfindliche Niederlage erlitten.

Petersburg, 26. Jan. Ein amtlicher Bericht Kuro- patkins an den Zaren gibt die Verluste des Generals

Gießen, den 24. Januar 1905.

Betr.: Herbstübungen 1904.

Das KraßberMliche Kreisamt Gr eßen

an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.

Falls Ihre Gemeinde noch Ansprüche für Leistungen zu erheben hat, welche während der letzten Herbstübungen für die Militärverwaltung stattfanden, wollen Sie bis längstens Ende dieses Monats berichten.

Ist ein Bericht bis zum 1. Februar ds. Js. nicht ein# gegangen, so wird angenommen, daß Ansprüche nicht mehr zu erheben sind.

Tr. Breidert.

Erstes Blatt.

Freitag 27. Januar 180^

155. Jahrgang

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2 evantwortl'ca fine den poltt. und cU e< r. Teil P. Wittko, für »Stadt und Land" und Gerichts; aatt: August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Metzener Anreiz

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 28

Erscheint tSgltch außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Weckte! mit dem Kesfischen Landwirt sie Giehener Familien' blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'ichen Univerf.'Buck-u.Stem» bruderei. R. Lange. Redaktion, Grvedittim und Druckerer:

Echnlstratze 7.

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