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•rietiet tlgti# außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gietzeaer Kamiliev« Mütter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl 'scheu Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 9t Lang«. Redaktion, Erveduto» und Druckerei:
Gchnlvratze 7«
Adresse für Depesche«: ttuzeiger Gieße«.
.Kernsprechanschluß Nr. bl.
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Dienstag 25. April 1905
GietzenerAnzeiger
** General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Ver«g»prei»r monatlich 7b Pi., oledM« jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mt.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme t>on Anzelc« ir dre Tc ASp'irnnrer •’5 öd'^ntttiqS
Zc 'envreiS:
arrswärtS djfj. Verantwortlich int den poltt und Queiit» Teil. P. Wittko: für »Stadt und ßcmb* und »Gerich tssaal^: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck-
5>te heutige Kummer umfaßt 8 Seiten.
Bekanntmachung.
Betr.: Tollwut bei einem Hunde in Bersrod.
Da nunmehr auch bei bim Hunde eines Einwohners von Bersrod Verdacht auf Tollwut vorliegt, ordnen wir hiermit auf Grund des § 20 der ReichSiustruktion zum Viehseuchengesetz für die weiterhin gefährdeten Orte unseres Kreises, das ist für die Gemeinden Bersrod, Beuern, Lindeustruth, Rein- hardshain uud Reiskirchen einschließlich der dazu gehörigen Gemarkungen, au, daß alle Hunde festgelegt oder mit einem sicheren Maulkorb versehen an der Leine geführt werden. Toll- wutverdächtige Tiere find von dem Befitzer oder demjenigen, unter besten Aufsicht sie steheu, sofort zu toten oder bis zu polizeilichem Einschreiten in einem sicheren Behältniste einzusperren. Auch dürfen die Hunde ohne polizeiliche Er^mbnis nicht in eine andere Gemarkung verbracht werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafe bis 150 Mark oder mit Hast bestraft.
Die Benutzung der Hunde zum Ziehen ist unter der Be- oingung gestattet, daß dieselben fest angeschirrt, mit einem sicheren Maulkorb versehen und außer der Zeit des Gebrauches ieftgelegt werden.
Die Verwendung von Hirtenhundeu zur Begleitung der Herde, von Fleischerhunden zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd kann unter der Bedingung gestattet werden, daß die Hunde außer der Zeit des Gebrauches (außerhalb des Jagdreviers) festgelcgt oder mit einem sicheren Maulkorbe versehen an der Leine geführt werden.
Hunde, welche diesen Anordnungen zuwider frei umher- aufend betroffen werden, können auf polizeiliche Anordnung getötet werden.
Unsere unter« 23. März 1905 getroffenen Anordnungen — Gießener Anzeiger Nr. 70 vom 23. März 1905 — bleiben in Kraft.
Gießen, den 22. April 1905.
Großherzogliches Kreisamt G
I. B.: Hechler.
Gießen, den 22. April 1905.
Betr.: Wie oben.
Das Moßherzogliche Kreisamt Gießen an die GroßherzogUcherr Bürgermeistereien Bersrod, Beuern, Lindenstruth, Reinhardshain u. Reiskirchen.
Indem wir auf unsere heute im Kreisblatt veröffentlichte Bekanntmachung in obigem Betreff Hinweisen, beauftragen wir Sie, den Inhalt derselben sofort auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen und deren Befolg zu überwachen.
Z. V.: Hechler.
Gießen, den 22. April 1905.
Betr.: wie oben.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Ortspolizeibehörden und die Gendarmerieen des Kreises.
Wir sehen uns veranlaßt, Sie auf unsere Bekanntmachung ^om 13. d. Mts. in obigem Betreff — abgedruckt im Kreisblatt Nr. 49 vom 14. April 1905 — hinzuweisen.
Wir em)arten genauen Befolg derselben.
I. V.: Hechler.
Gießen, 25. April 1905.
Betr.: Herstellung und Verwendung von Lustgas zu Leucht- und Brennzwecken.
Das Groschenogtiche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Seit einigen Jahren wird zur Beleuchtung einzelner Häuser, sowie zum Kochen und Löthen vielfach das fog; Luftoder Aerogengas, ein Gemenge von Luft und den Dämpfen leichtflüchtiger Kohlenwafferstoffe, in Anwendung gebracht. Da die Herstellung dieses Gases wegen der leichten Entzündbarkeit dieser Kohlenwafferstoffe Anlaß zu Feuers- und Explosionsgefahr bieten kann, so ist der Erlaß von Stcher- heitsvorschriften angeregt worden.
Wir beauftragen Sie, uns umgehend ein Verzeichnis der- /enigen Hofraiten Ihrer Gemeinden einzusenden, in denen Lust- oder Aerogengas hergestellt wird.
$ V.: Dr Wagner.
Bekanntmachung.
Betr.: Den Schutz der Singvögel
Wir bringen in Erinnerung, daß nach § 1 des! Reichs- qesetzes vom 22. März 1888 (R.-G.-B. S- 111) Zer- stören und Ausheben von Nestern oder Brutstätten der smg- vöqel, das Zerstören und Ausnehmen von ®rn, das Ausnehmen und Töten von Jungen verboten ist. In gleicher Weise ist das Feilkueten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier und Jungen unter»
Zuwiderhandelnde werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch denjenigen, der es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und zu seiner
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Hausgenossenschaft gehören, von solchen Zuwiderhandlungen abzuhalten.
Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, auf die Befolgung der vorstehenden Bestimmungen ein scharfes Augenmerk zu haben und jede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung der gerichtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen.
Gießen, den 20. April 1905.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg.
Die KaisersamMe in Sizilien.
Messina, 23. '’Hlprif.
Heute vormittag fand an Bord der „Hohenzollern" Gottesdienst statt, an welchem sämtliche Fürstlichkeiten teilnahmen. Der Kaiser hielt die Liturgie ab, Militär- Ob erpsarrer Goens dielt die Osterpredigt. Später begaben sich bte Kaiserin und der Herzog von Sachsen-Coburg und Gothe an Land und machten dem hier erkrankten militärischen Begleiter des Herzogs, Hauptmann v. Eckards, im Krankenhause einen Besuch. Krr * Frühstücks täfel bei Ihren Majestäten auf der „Hohenzollern" waren mehrere Einladungen ergangen. Die Majestäten saßen einander gegenüber. Rechts vom Kaiser saßen zunächst Fürstin Ma- rullo di Castellaei, Prinz Eitel Friedrich, Admiral Hollmann, Präfekt Serao, links Frau von Rekowski, Prinz Adalbert, General von Plessen, rechts von der Kaiserin der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Gräfin Keller, Generalleutnant von Pallavicini, links Prinz Oskar, Gräfin Rantzau und Fürst Marullo di Castellaei. Der Kaiser, die Prinzen und die Herren des Gefolges hatten auf dem Oberdeck in der Takelage O stergeschenke und zahlreiche Apfelsinen versteckt; die letzteren wurden vor Tisch von den Mannschaften der „Hohenzollern", die ersteren später von den Gästen gesucht.
Messina, 24. April.
Nach der gestrigen Abendtafel begann ein Korso von Booten um die „Hohenzollern". Unter anderem näherte sich eine Jacht, ein geschmückter Dampfer, auf dem Damen und Herren eine Serenade darbrachten. Auf einem anderen Dampfer spielte eine italienische Musikkapelle. Das Kaiserpaar, die Prinzen und das Gefolge waren auf Deck. Der Kaiser befahl der Kapelle der „Hohenzollern", die italienische Hymne zu spielen. Der Kaiser ließ hierauf die Marcia Reale (Königsmarsch) mehrfach wiederholen. Die Scheinwerfer der „Hohenzollern" und des „Friedrich Karl" beleuchteten die Dampfer und Boote, die Stadt und die Berge. Ter Käfter wintte, auf dem Achterdeck stehend, mit seiner Mütze und einem Tuch; auch die Kaiserin und die Prinzen winkten mit Tüchern. Die Begeisterung der Insassen der Boote gab sich in Evvivarufen auf das Kaiserpaar, die kaiserliche Familie und Deutschland kund, die sich immer Wiederholten. Die deutsche Hymne ertönte, Böllerschüsse dröhnten und Feuerwerk wurde abgebrannt; endlich leuchteten die lange Reihe der Balaste am Kai, die höher liegenden Stadtteile und die auf oen Vorbergen liegenden Kastelle und Ruinen in Grün- und Rotfeuer aus.
Der Kaiser sandte dem Oberbürgermeister ein Dank- telcgramm für den Empfang und spendete 1000 Lire für für wohltättge Zwecke.
Palermo, 24. April. Die „Hohenzollern" verließ morgens 8V2 Uhr in Begleitung des „Friedrich Karl" und des „Sleipner" Messina bei schönem, wenn auch kühlem Wetter. Die Schiffe passierten zu mittag die liparischen Inseln und trafen nach prächttger Fahrt um 5Vs Uhr nachmittags im Hafen von Palermo ein. Während der Fahrt hörte der Kaiser einen Vorttag des Chefs des Militärkabinetts Grafen Hülsen-Häseler und erledigte Regierungs- geschäfte.
Volitische Tagesschau.
Ein Weckruf.
„Ein offenes Wort" nennt der bekannte Weltreisende Eugen Wolf eine soeben im Verlag der Jos. Köstlichen Buchhandlung in München erschienene kleine „Deutsch-Südwestafrika"- Schrist. Gerade in den letzten Wochen hat sich wieder nur allzu deutlich gezeigt, wie machtlos und wenig imponierend unser Auftreten in dieser Kolonie ist. Neber die Kolonie besteht große Unkenntnis. Eugen Wolf, der die Kolonie gut bewertet, aber eine ungeschickte Verwaltung für die üblen Zustande verantwortlich macht, betrachtet es als seine Pflicht, den „Mut seiner Meinung zu haben und ohne jede persönliche Rücksicht die Wahrheit zu sagen". Seine Kritik ist herb, aber sie macht den Eindruck, daß sie die Kritik ernes in diesen Dingen erfahrenen Mannes ist. Sie erstreckt sich auf alle Instanzen, die für die Entwicklung unserer Kolonien in Betracht kommen, front Gouverneur angefangen über die Misionare bis zu dem Kolonialrat und dem Reichstag. Ihr zur Seite gehen positive Vorschläge, deren bedeutsamster, vor mehr als einem Jahrzehnt schon gemacht, seinerzeit nickt die Gunst der leitenden Kreise gefunden hat. Es handelte sick um einen Burentrekk nach Deutsck-Südwestafrika, den Eugen Wolf im Auftrag der Buren bei der deutschen Kolonial Verwaltung und Regierung vertrat. Vielleicht wirkt dies „Offene Wott" Eugen Wolfs als ein Weckruf. __________________
Der Krieg.
Die feindlichen Flotten.
Saigon, 22. April. lHavas.) Auf Befehl des Gouverneurs besichtigte dessen Käbinettsckef in Begleitung eines Offiziers der Marinestatimi vier russische Dampfer, welche einen bedeutenden für sie aufgespeicherten Vorrat an Kohlen einnehmen wollten. Die französischen Behörden gestatteten ihnen aber nur genau soviel Kohlen zu laden, als sie für ihre Fahrt notwendig hatten.
Saigon, 23. April, Dornt. 8 Uhr. fHavas.) Die Eingeborenen sind über das Steigen der Lebensmittelpreife sehr erfreut Die Preise für Schweine und Hammel, für die man gewöhnlich 9 Piaster zahlte, sind auf 30 Piaster gestiegen. — Wie es heißt, soll Admiral Roschdjestwensky anDysenterie leiden
Saigon, 24. April. (W. B.) Der Berichterstatter der Agence Havas, der die Kam ran h bucht besucht hat, telecjra« phiert: 52 russische Schiffe, einschließlich der Transportschiffe, sind in der Kamranhbucht gewesen; Samstag mittag ist das ganze russische Geschwader in nördlicher Richtung fortgefahren, in Sicht der Ducht den Kreuzer „Swetlana" und das Hospitalsckiff „Orel" sowie 14 Transportschiffe lassend. Ein Torpedobootsjäger überwacht die Küste. Der ftanzösische Kreuzer „Descartes" ist um 2 Uhr nachmittags am Samstag nach der Nha-Trang-Bucht, ungefähr 25 Seemeilen nördlich von der Kamranhbucht gegangen. Ein Fischer meldet, er habe in der Nähe der Nha-Trang-Bucht 20 Kriegsschiffe gesehen, aber er hätte ihre Nationalität nicht ausfindig machen können. Der Fischer sowohl wie auch Europäer sagen übereinstimmend aus, sie hätten gestern Abend lebhaftes Geschützfeuer in der Höhe der Kamranhbucht gehört- möglicherweise handelte eS sich um ein Uebungsschießen, wie es Admiral Ros ch die st wepsky oft während der Ueberfahtt abgehalten hat. Personen, die angeblich den Admiral gesehen haben, erklären, er habe eiaen sehr beschäftigten Eindruck gemacht, obwohl er fehr unter Leib- schmerzen zu leiden hätte. Man glaubt, daß er alle Mittel versuchen wird, um sich 'mit dem Geschwader des Admirals Nebogatow zu vereinigen, ehe er seine Fahrt zu einem! entscheidenden Schlage fottseht. Alle diejenigen, die Gelegen^ beit gehabt haben, mit russischen Schiffen in Berührung Mr kommen. bestätigen, daß den Offizieren und Mannschaften volles! Vertrauen durch ihren Admiral eingeflößt sei, aber der Eindruck, den die Kri e gss ch if f e gemacht hätten, fei kein überaugünstiger gewesen.
London, 24. April. (W. B.) „Daily Mail" meldet aus, Manila front 22. April: Das Geschwader des Admirals K'a-'. mimura wird morgen hier erwartet. Der japanische Konsul, der ein Telegramm betreffend die Ankunft des Geschwaders' erhielt, sagt, die Schiffe würden nicht in den Hafen einlaufert- sondern außerhalb kreuzen.
London, 24. April. „Central News" bettchtet aus PeterS» bürg: Mit großer Bestimmtheit verlautet, daß ein Seegefe.chi in den chinesischen Gewässern stattgesimden habe. Eine amtliche Mitteilung hierüber fehlt.
Das Gesuch KuropatkmS, als Kommandeur der 1. Armee das Gehalt des Oberstkommaw dierenden im Betrage von 140 000 Rubel weiter beziehen zu dürfen, ist abschlägig beschieden worden.
Neue russische Kriegsschiffe.
Petersburg, 24. April. Auf Befehl des Zaren ist eine Liste von Kriegsschiffen Ku.fammengestellt worden, welche sofott in Bau genommen werden sollen. Sie umfaßt mehrere Kreuzer, 14 Kanonenboote, 31 Torpedoboote und zehn Küstenverteidiger. Aus der Mandschurei wird berichtet, daß General Linewittch 20 Telegraphisten standrechtlich erschießen ließ, weil sie überfühtt- worden waren, den Stotwmf’rn Nacb-rickfren aeaebm zu haben.
Ziutzland in Sturm und Irang.
Petersburg, 23. April. Der „Kostromski Listow meldet: Der Adelsmarschall des Gouvernements Kostromck wurde vom Kaiser, dem er sich vorstellte, beauftragt, dem von ihm vertretenen Adel folgende Worte des Kaisers zu übermitteln: Bezüglich der Einberufung von Volksvertretern ist mein Wille unbeugsam; der Minister des Innern macht alle Ansttengungen zur Durchführung.
Petersburg, 24. April. (Petersb. Telegr.-Ag.) Um in der von der Bauernbewegung ergriffenen ländlichen Bevölkerung die Ueberzeugung zu festigen, daß das Pri^ vateigentum ununtastbar ist und jeder Anschlag auf fremdes Eigentum auf das strengste geahndet wird> stellt ein kaiserlicher Erlaß vom 23. April dem Minister des Innern anheim, in den Kreisen, in denen Unruhen vorgekommen sind, unter dem Vorsitze der Kreis- ad elsmarfchälle aus den Vorsitzenden der Kreislandschafts- ämter, den Landeshuuptleuten, Kreiskommissaren und^ Steuerinspektoren zeitweilige Kommissionen zu ernennen, zu. denen auch ein oder zwei Semstwoabgeordnete heranzuziehew sind. Me Aufgabe dieser Kommissionen soll darin bestehen,, die an den Unruhen Beteiligten ausfindig zu machen, bie Höhe des durch die Unruhen entstandenen materiellen Verlustes festzusetzen und von allen Gliedern der an den Un^ ruhen beteiligten Gemeinden Schadenersatz beizutreiben, wobei deren gesamter beweglicher und unbeweglicher BeM versteigert werden kann. Der Minister des Innern erhieÜ; zugleich den Aufttag, dem Ministerkomitee einen Plan vorzulegen, nach welchem die Regeln der Beitreibung des Schadenersatzes, sowie der Erteilung von Staatsdar- lehen an geschädigte Gutsbesitzer, denen es an eigenen) Mitteln zum Wiederaufbau ihrer zerstörten Baulich ketten! und zur Beschaffung einer neuen Wirtschaftseinrichtung fehlte gehandhabt werden sollen.
Petersburg, 24. April. Die Polizei verhaftetd eine Anzahl Journalisten, die mehrere geheime Versammlungen abhielten. Wie es heißt, befindet sich unter den Verhafteten auch, eine hochgestellte Universi^ tätspersönlichkeit.
Kuopio (Finland), 24. April. (W. B.) Eine Abord^ nung derBürgerfordertedenGouverneurBerg wegen von ihm zugrlafsener Gesetzesverletzungen auf, seine Entlassung einzureiche n. Der Gouverneur gab eine ausweichende Antwort. Vor seiner Wohnung versammelte sich eine große Volksmenge, die ihren llnwiUen gegen deuj. Gouverneur ausdrückte.
Moskau, 24. April. Hier befinden sich 20 000 Bäckergehilfen im Au § stan d. Dadurch ist die arme Bevölkerung in eine schwierige Lage gekommen. Der Preis des Sck)warzbrotes ist von 2VZ auf 7 Kopeken für das Pfund gesttegen. Die Bückergehilfen sind durch die ihnen gemachten Zugeständnisse nicht befriedigt. Bei längerem AndanerN des Ausstandes soll die Brot Versorgung von den Nachbar-, städten und von Petersburg aus bewerkstelligt werden.
Aus Stadt uud §aud.
Gießen, 25. April 1905.
*• Hessisch-Thüringische StaatLlotterie. Am heutigen letzten Ziehungstage der 6. Klaffe fielen Prämien


