Ausgabe 
26.8.1905 Erstes Blatt
 
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Samstag 26. August 1905

155. Jahrgang

Erstes Matt.

Die Heutige Mummer umfaßt 14 Seiten.

Die IricdensunLeröandlungen

I treffend die Insel Sachalin und die Kriegsentschädigung, ein Ultimatum.

London, 25. Aug. Nach einer Meldung derMor> ning Post'" aus Portsmouth soll Japan 120 Millio­nen Pfund Stert, als Friedenspreis fordern und Rußland bereit sein, 50 Millionen zu zahlen. Die Times" berichtet aus PortSmouth, wie sie aus guter japa­nischer Quelle vernehme, sei Japans letzter Vorschlag, be-

Oesterreich-Ungarn.

Wien, 26. Aug. Die Nachrichten über eine angeblich geplante neue Sprachenverordnung für Schlesien, welche unter den Deutschen Schlesiens große Erregung hervorgerufen habe, sind, wie amtlich erklärt wird, darauf zurückzuführen, daß eine Beschwerde tsch e ch i s ch e r Advokaten über den Sprachengebrauch bei den schlesischen Gerichten diesen vom Justizministerium zur Aeußerung übergeben worden ist. Dieser Vorgang entspreche den amtlichen Ge­pflogenheiten bei der Behandlung aller ähnlichen Eingaben.

Budapest, 26. Aug.Magyar Remzet" veröffentlicht einen Artikel, in dem es heißt: Da die Koalition völlig unnachgiebig auf der Forderung der ungarischen Kom­mando spräche verharrt, die die Krone nicht zu billigen vermag, wäre es fruchtlos, in neue Verhandlungen mit der Koalition emzutreten; es muß vielmehr eine direkte Ver­ständigung zwischen der Krone und der Nation mit Aus­schaltung der Koalition gesucht werden, indem die Aufmerk­samkeit der Nation auf die Lösung wichtiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme gelenkt wird, die nur darum ver­zögert wurde, weil sich die Koalition in die verhältnismäßig unbedeutende Detailfrage der Kommandosprache verrannte.

Zum Rücktritt LeutweiuS.

DieHamburger Nachrichten" erhalten aus Berlin an= | cheinend inspirierte Mitteilungen über den Rücktritt Leut- meins. Dieser sei aus rein militärischen Gründen erfolgt, ißeutroein hätte, obgleich keine nennenswerte Beeinträchtigung seiner Felddienstfähigkeit Vorlage, keine anderweitige Ver­wendung im Heere gefunden, weil er bei seinem Eintreffen in Berlin aus seinem Wunsch, unter günstigeren Verhältnissen in den alten Wirkungskreis wieder zurückzukehren, zu wenig ein Hehl gemacht und sich nachdrücklichzur Verfügung" ge­stellt habe, waS nach Lage der Verhältnisse und nach der ihm gewordenen Behandlung für unsoldatisch angesehen wurde. Daß Generalmajor Leutwein sehr geneigt war, auf seinen alten Posten zurückzukehren, hatte er gleich bei seiner Landung auch zu Ihrem Hamburger Korrespondenten ge­äußert. Wenn Generalleutnant v. Trotha eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber gelegentlichen Eingriffen des Reichs­kanzlers an den Tag gelegt habe, so wird dies von der gleichen Informationsquelle damit erklärt, daß Trotha mit der Neberzengung Trier verlassen habe, er unterstehe nur dem Kaiser und dem Chef deS Generalstabs. Die Opposition, welche sich in Berlin gegen das System Trotha geltend mache, habe keine Spitze gegen seine Person.

Wie dieTäaliche Rundschau" mitteilt, wird sich Maior von Schleinitz, der nach dein Gouverneur älteste Osstper der Schntztrnope für Ostafrika, nach Massanah begeben, um dort 800 Sudanesen für die Schutztruvoe a n z uw e r b e n. Mit dem nächsten Ostafrika-Tamvfer, der am 3. September ab- qehen wird, werden sich sämtliche zur Zeit in Deutschland auf Urlaub befindliche Offiziere, Älerzle und Unteroffiziere der Schntztrnope nach Ostafrika zurückbegeben.

Deutsches Reich.

Cronberg, 25. Aug. Der Kaiser ist heute nach» mittag 31/* Uhr nach Wilhelms höhe abgereist. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland sowie Prinz unb Prinzessin Friedrich Karl von Hessen geleiteten ihn zum Bahnhof.

Zur Fleifchverteuerung.

Wiesbaden, 25. Aug. In der heutigen Stadt­verordnetenversammlung kam ein Antrag zur Be­ratung:Den Magistrat zu ersuchen, bei der Staatsregierung dahin vorstellig zu werden, daß durch Oeffnung der Grenzen für die Fleischeinfuhr der vorhandenen Fleisch- not gesteuert werde." Der Antrag wurde angenommen.

Hanau, 24. Ang. Im Stadtverordneten- Kollegium erklärte Oberbürgermeister Dr. Gebeschus an­läßlich der Flcischnot, es sei wegen Beschaffung billiger Fische mit einer Fischgroßhandlung in Geestemünde Unter­handlungen eingeleitet, um hier einen dauernden Fischmarkt einzurichten.

Ulm, 24. Aug. Die bürgerlichen Kollegien konstatierten auch hier Fleischteuerung. Beschlüßen wurde, die württemb. Regierung aufzufordern, für eine Oeffnung der Grenze und Ermäßigung des Zollsatzes auf Vieh einzutreten.

Würzburg, 25. Ang. Der Magistrat beschloß, in einer Petition an die Staatsregierung um Oeffnung der Grenzen für Schlachtvieh und Schweine beim Bundesrat vorstellig zu werden.

Gietzeim Anzeiger

General-Anzeiger y **

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sietzen

Dom Kolonialamt.

Man schreibt uns aus Berlin: .

Geht Kvlonialdirettor St übel oder bleibt er im Amt? Vor­läufig wird nach unseren Erkundigungen Herr Stübel nicht de­missionieren Gesundheitsrücksichten kämen auch 'nicht in Betracht, denn dem Kvlonialdirektor ist augenscheinlich die Erholung, obschon ie keine vollständige war, gut bekommen. Die ,,^_ages-Ztg. kann es sich nicht versagen, heute abend einen Angriff auf den nationalliberalen Abg. Dr. Paasche zu richten, der inber Presse als Nachfolger Stübels genannt worden ist. Man wurde nur eine zweite, aber nicht verbesserte Auflage der in keiner freundlichen Erinnerung stehenden , Aera Bnchka" Iprbeifuhmi. Unnötige Aufregung! Soviel uns bekannt, hat der Abg. Paasche gar keine Neigung, ein so undankbares und nach allen Setten hin abhängiges Amt zu ubeniebmeu.

9U, 200

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Grpebttio* und Druckerei:

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Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko; für Stadl und Land" und Gerichtssaal": August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Yicht für Iußgänger.

Nus Berlin erhalten wir folgende Klagen unseres Mit­arbeiters, der sich nur in außergewöhnlichen Fallen mit der Berichterstattung über unpolitische Dinge befaßt. Es muß also schon ziemlich schlimm sein!

Es sind^MecM' Zeiten für Fußgänger. Die Fahrenden, sind 6te Stärkeren und üben ihr Herrenrecht aus. Wer die Richtigkeit dieser Auffassung prüfen will, braucht sich, wenn er nach Berlin kommt, nur einmal auf ein Weilchen auf dem Potstemer Platz aufzuhalten. Oder vielmehr, er muß sich dort aufhalten, so kostbar seine Zeit sein mag, so dringend das Geschäft, das ihn zur Eile treibt. Da kann der gezwungene Beobachter inne werden, daß die Straße im Grunde nur für die Fahrer da ist, und daß der Fußgänger der Geduldete ist, der nnt vollem Einsatz seiner Person sich durch die Reihen, rasch aufeinander fol­gender elektrischer Straßenwagen hindurchwindet alle mit einer knochenbrechendenSchutzvorrichtung" ausgerüstet- durchs Drosch- ken, aus feder Himmelsrichtung kommend und die unwahrschein­lichsten Wendungen ausftihrend. vorbei an klirrenden und dröhnenden Lastftihrwerken, fast gestreift von dahinsausenden Zwei- und Drei-Rädern, betäubt von dem Geknatter eines, sinnreich konstruierten Motorrades und zu hastiger Aufmerksamkeit erweckt durch das kategorisch freie Bahn verlangende Automobil.

Das Automobil ist der wildeste Feind des Fnß- düngers. Ehe er recht inne geworden, von woher der aus die Nerven fallende Ton des Hornes kommt, rast es wie eine steuerlose Lokomotive, groß, übermächtig daher und ist verschwun­den, ehe man zur Besinnung gelangt. Die von t^n Technikern prophezeite Aussicht, daß in absehbarer Zett das Pferd eine fremde Erscheinung in den Straßen bilden, und nur Mit mechani­scher Kraft bewegte Gefährte vorhanden sein würden, ist ge­eignet, melancholisch zu stimmen.

Jeder Tag bringt eine bunte Reihe von schweren Aütomobilunfällen. Woran dabei die schuld liegt,, das kann nur selten aufgeklärt werden. Die Wagen^smd Meister­werke der Konstruktion, die Fahrer verstehen ihre Apache glanzend nur das Publikum ist, abgesehen von den nicht seltenen Gelegenheiten, wo die Automobilisten sich selbst exekutieren, so unerhört einfaltig und strafbar nachlässig, sich überfahren zu lassen. Das von den Dichtern gepriesene Wandern auf der Land­straße,der Sonne entgegen", ist vollends kerneLusr mehr. Jeden Augenblick muß der Dahinschreitende gewärtigen, vor einem hundert Kilometer-Kraftwagen eine verzweifelte Flucht m den Chausseegraben zu versuchen wenn nicht etwa auch dahin durch ein heimtückisches Verhängnis das Ungetüm nachfolgt Gott­lob, daß es noch etliche ganz schmale, steile Bergpfade gibt, cuf die das Automobil nicht hinauf kann - doch wer weiß, ob Nicht die nimmer rastende Technik auch diese Schwiernftett überwindet lieber die Gefahren deS Kraftwagens ist blusig genug m Miseren Parlamenten gesprochen worden. Die Derttettr der Regierung haben nicht versäumt, sogenannteCrllär- ungen abzugeben. An strengen landespolizeilichen Derordnungen ist denn auch kein Mangel. Nur: DieNürnberger hängen keinen, sie hätten ihn zuvor. Ten Automobilisten festtustellen der m dem Schnelligkeits-Koller, für den die Wissenschaft auch bereits einen Namen gefunden hat, so unb soviel Verletzte auf ber greife gelassen hat, das gehört zu den Dingen, die. selten puffern Die Schnelligkeit spottet aller Poli.zeiverorb- n u n g e n. Von der zwangsweisen Eriifthrung eEs Schnells keitsmessers, der Übertretungen nachträglich zu konstatieren er nwglicht, hört man nichts mehr. .

Die offiziösenBeTl. Pol. Nachr/( Endigen ein Reichs­gesetz an, dasdie ungeheuer wichtige und .brennende Frage der Haftpflicht des Kraftwagenbesitzers befriedigend löM vS frage sick, ob die Haftpflicht verschärft werden foll. ^ne naive Frage? Natürlich muß sie verschärft werden, in starMer^wirk ungsvollster Weise, und wenn zugegeben wird- daß der Gegen stand der Erwägungungeheuer wichtig und brennend ist, dann muß man sich wundern, daß so ^0^ viel Zett vergeht von der Erkenntnis bis zur Blenderung unhaltbarer Zustande.

Volitische Tagesschau.

Deutsch-englisches.

Merlei Andeutungen über den Norderneyer Besuch U deut­schen Botschafters in London beim Neichskcmzler enthalt ^e Abendausgabe desBerl. Tagebl." vom 25 d. M.. ^nam soll Fürst Bülow dieberechnete Unhoflichkeitt der Auskunft des Privatsekretärs König Eduards, die behauptete Zusammen­kunft der Herrscher sei eineEnte", sehr ernst auffassin währ^id der Kaiser den Vorgang melw von der bumoristi chen oe te ge­nommen haben soll. Wir glauben demgegenüber, so ffreibt unler Berliner Mitarbeiter, feststellen zu können, daß dieserVorgang nirgends tragisch genommen worden ist. Deswegen hat Gras Metternich sicher nicht nach Norderney zu reifen brauchen.

Portsmouth, 24. Aug. Die russischen Delegierten übermittelten heute eine lanac Mitteilung des Präsidenten Roosevelt nach Peterhof, die Unterstaatssekretär P e i r c e ihnen heute morgen überreichte. Es ist darin zweifellos eine Skizzierung der letzten Vorschläge des Präsidenten Roosevelt enthalten, der, wie geglaubt wird, die letzte Auf- orderung zu einer Verständigung bildet, die von beiden Parteien zugestanden ist. Die Frage des Preises, den Ruß" land bezahlen soll, um die nördliche Hälfte von Sachalin zu behalten, soll darnach durch den Schiedsspruch eines dazu bestellten Ausschusses entschieden werden.

Portsmouth, 25. Aug. (Reuter.) Obgleich die Audienz des amerikanischen Botschafters in Petersbu^, Lengerke- Me her, beim K a i s e r v o n R u ß l a n d nicht den gewünschten Erfolg gehabt, hat sie doch die Tür zu weiteren Verhandlungen offen gelassen. Präsident Roose­velt hat, kurz nachdem er den Bericht über die Audienz erhalten, nochmals durch Witte einen Appell an den Kaiser gerichtet. Der Hauptgrund dafür, daß der Kaiser sich weigerte, ein Kompromiß anzunehmen, scheint der zu. ein, daß Japan eine bestimmte Summe als Kaufgeld iir den nördlichen Teil Sachalins verlangt hat. Hätte Japan den Betrag für die spätere Abmachung offen ge­lassen, so würde der Vorschlag zweifellos annehmbarer gewesen sein. Es kann aus guter Quelle berichtet werden, daß die Meinungsverschiedenheit inbezug auf die von Roos^ velt und auf das von Japan vorgeschlagene Kompromiß gerade auf diesen Punkt zurückzuführen ist. Wie ver­lautet, bemüht sich Roosevelt jetzt, die Zuftimmung des russischen Kaisers zu dem Vorschläge Japans mit der Ab­änderung zu erreichen, daß der Betrag später durch ein Schiedsgericht ober auf andere Weise festgesetzt werden soll. Man glaubt, daß Japan das vorgeschlagene Zugeständnis machen wird. Dieser Glaube stützt sich auf die: Mitteilung einer höchst kompetenten japanischen Persönlich­keit, die erklärte, Japans am Mittwoch gemachter Vorschlag stelle noch nicht das unreduzierbare Minimum bar; Japan nehme keine drohende Haltung an, denn das sei nicht der Weg, den Frieden zu erlangen.

' Portsmouth, 25. Aug. (Reuter.) Hier wird ter« sichert, daß, wenn die Bevollmächtigten in der Zwischen­zeit entscheidende Instruktionen ihrer Regierungen nicht erhalten haben, die morgige Konferenz bis Montag oder Dienstag vertagt wird.

Tokio, 25. Aua. (Reuter.) Ministerpräsident Graf Katsura und der Vizeminister des Aeußern C h i n b a be­gaben sich nach Empfang einer Kabeldepesche von Baron Komura zu dem Präsidenten des Geheimen Rates Mar- guis Ito, mit dem sie eine längere Unterredung hatten. Man glaubt, daß wichtige Entscheidungen bevor­stehen. Katsura erhalt täglich Rimberte von Briefen und Depeschen, in denen der dringende Wunsch ausgesprochen wird, die Friedensbedingungen auf der ursprüngslichj vorgeschlagenen Grundlage aufrecht zu erhalten.

Heber einen neuen deutsch-französischen Zwischenfall wird derF.Z." berichtet:Nach einer ernsthaften belgischen Quelle soll die preußische Regierung dem Congrös pour l'extension de la lan gue fran<jaise den beabsichtigten Ausflug nach Malmedy verboten haben. Dieser Kongreß, der im September in Lüttichzur Kultur und Verbreitung der französischen Sprache" abgehalten wird, wollte den Pariser Gästen die kleine preußische Stadt an der Grenze zeigen, wo noch wallonisch-französisch gesprochen wird. Die preußische Regierung, die jetzt für die Germanisation von Malmedy und der Umgegend sorgt und dort das Französische und später Wallonische beseitigen will, hat sich die französische Schwärmerei aus Lüttich nicht gefallen lassen und den Aus­flug untersagt." ____________

^Deütsch-Ostasrika.

London, 25. Aug. In einem Interview äußerte sich Dr. Karl Peters, der soeben von einer vielmonatlichen Reise durch die südaftikanischen Staaten nach London zu­rückgekehrt ist, über die schwebenden afrikanischen Fragen dahin, daß nach seiner Ansicht die Vorgänge in Ost- afrika in Deutschland zu ernst genommen wur­den. Es handle sich sicherlich um nichts als um die all­jährlich zur Trockenzeit wieder kehr en den Un­ruhen der betreffenden Stämme. Hinsichtlich der Er­nennung des Herrn v. Lindequist zum Gouverneur von Südwestafrika sprach sich Dr. Peters dahin aus, d^N es scheine, daß man in Berlin mit der Ernennung des Herrn v Lindeauist dem englischen Beispiel folgen wolle, nämlich die Militärverwaltung der Zivilverwaltung unterzuordnen. Dabei liege die Gefahr nahe, daß man zu schnell von einem Extrem ins andere verfalle. Es werde gewiß Herrn von Lindequist nicht schwer fallen, aus dem Weg ftiedücher Ver­handlungen den Frieden in der Kolonie zu rctabheren. Solange aber Hendrik Witboi nicht unterworfen sei durch Waffengewalt, würde der Friede nur durch cm Opfer der Autorität erkauft werden können.

Bekanntmachung.

Setr.: Milzbrand zu Dors-Gill.

Der Milzbrand unter dem Viehbestand deS Wilhelm Kuhl zu Dorf-Gill ist erloschen und die verhängte Sperre aufgehoben worden.

Gießen, den 26. August 1905.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Hechler.

Bekanntmachung.

Detr.: Milzbrand zu Gießen.

Unter dem Viehbestand der Gebrüder Zutt zu Gießen ist Milzbrand auSgebrochen.

Sperre ist verhängt.

Gießen, den 25. August 1906.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Hechler.