^täretah.
Sils:
«°n E $«* 2 s*$< Wtnetj
?«. Ä,4|«ii 1 'EU»; S^ng, •” «"'m",, >fc«t ymA a« Ä freue »iK« 'n SieX?.4 aber, r 9uf6ebitiin xtn ^tu6 |Ä^ Ein- ' ^ksamer Agj, M Ssste İ "°rd°° abge. ®!' sSä'VU ^elonttnen, gut a0.
ll\?“ ju iiehmL
2 - ?*?n Mindei- Tflaren, ttttbiiirr r 'brnty 'N SS int er taften pntranfe des Gros- »m Inneren ÄusK maß im Herbste M bmen kann. Nachdem ist im vorigen Ich ereins und zwar «K n Erfolge öeranftafe Mannerchor Hurnait i ein Konzert ir e bei Winterkaste.-.
t Hotel „Kaiser
S er b an b 51 a:Ht envereine W uch eine ZlnM .tntionen am gefirigm nqen tuntbcn um 11 'r/sfranffutt a. M r Iferent toat inem tetw i- st Mdnie w» x ^atytexi btt§ -y x und der hallst' MungsgeWste ® bic Warenhäuser, k ne genommen -nüber seien bi; -■• Nittel zu sinnL^ bemacht erbrm- man durch W ,e dauernde «M erfahr vorliege, M -/übermächtigen^' -,.s»[8qen>erbe i*?1 Ä und <ag ■
ttaib .grtefeteitt, ^L, Hl» di° fflfWP d einen 8“‘“Ä
" .Tnbat^eben anI « *GD M der 2V
5iwdb-!°ndA >«ee«W 'n die
V Debatte, rn° 5 VM
■lorfibo^ j krN-- ’ ^noration^.^bsab- ybet die < ^er r eine
>vy Sichel
/■:- J, lell«"1'?
Ltk-
I|ffl 1 ,, L°^'
■■
Kie Heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten.
mit großem StoiienaufioanOe einen ^^eattwaii auf (türdjiiett I X^ani)ßeLiu)t£>Diieuor O/uibiieLn, ljien es für genügenb, bak war bekanntlich Pros. Wülfer in München. D. Red. d. |einzelne der Mitglieder akademisch gebildete Leute seien,'
w V*VQV uiu V V- 4, vvui.4-v^rivvvv U-l-U-V 114 l l ) ui/ ytVUUVlV -vVUXV jVUvJl, um daraus ihre Befähigung zu folgern. Eigentümlich mußs es berühren, wenn derselbe Vorsitzende dem Angeklagten wiederholt vorhielt, daß dieser — Dortmunder Bürger! —J nicht Stadtverordneter sei und daher die Aufgaben der Theaterkommission nicht zu kritisieren habe. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des Angeklagten wegen Beleidigung der Theaterkommission zu 600 Mk. Geldstrafe Für den künstlerischen Wert dieser Art Theaterintendautü^ i|t damit natürlich nichts bewiesen."
Kaiser Wilhelm L
geb. 22. März 1797.
Der 22. März wird dem deutschen Volke ein Tag stolzer emd großer Erinnerungen, aber auch herzlichen Gedenkens bleiben. Welche überwältigenden schicksalsschweren Wandlungen seit jenem 22. März im Jahre 1797 bis aus unsere Tage: damals dicht vor dem Zusammenbruch und dann nach ruhmreichem, aber kurzem Aufschwung Jahrzehnte inneren Elends, äußerer Ohnmacht, bis es endlich nach langen, verbitternden und aufreibenden Kämpfen gelang, die in unserem
Volke schlummernde Kraft zu zusammenzufassen und hinweg Siege von ungeahnter Größe ung zu führen.
WaS Kaiser Wilhelm I.
ung der Rollen; ja die Mitglieder haben sogar die Besugnis, während der Vorstellungen den Bühnenraum zu betreten, um zu inspizieren und zu rügen. Die Kommission besteht außer dem Oberbürgermeister Schmieding, der sich aber in die eben erwähnten Funktionen nicht einzumischen pflegt, aus zwei besoldeten und zwei unbesoldeten Stadträten, zehn Stadtverordneten und einem mit dem Titel eines Kommerzienrates begabten Bürger, einem reichen Holzhändler. Von den beiden besoldeten Stadträten ist der eine, der stellvertretende Vorsitzende und die Seele der Kommission, Jurist, der andere Architekt; von den übrigen zwölf Mitgliedern ist eines Bergrat und Grubendirektor, je zwei sind Brauereibesitzer, Brauereidirektoren und Rechtsanwälte, je eines Architekt, Arzt, Fabrikdirektor, ultramontaner Zeitungsverleger und Phonograph. Bei der Wahl des Photographen i)t offenbar der Gedanke maßgebend gewesen, daß er in jüngeren Jahren elbst Schauspieler gewesen ist und kürzlich ein (nicht zug- rästiges) Stück geschrieben hat. Die sämtlichen klebrigen ind Mitglieder der nationalliberalen oder der Zentrums- )artei, die sich hier auf Grund eines Reichstagswahlkom- iromisses und des Drerklassensystems in die Herrschaft der Stadt teilen. Kein einziger von ihnen ist den literarischen Fragen n äh er g etre ten, die für die Leitung eines Theaters ins Gewicht fallen, ganz abgesehen von allen übrigen Anforderungen, die man in dieser Beziehung stellen kann. Wenn die Kommission auf die Be- etzung von Stellen Einfluß haben kann, weshalb denn auch nicht (wie es in der Gerichtsverhandlung wenigstens in einem Falle festgesteltt wurde) die Frau^des zweiten Vorsitzenden? Freilich- der Vorsitzende der Strafkammer,
stählen, mit mächtiger Hand über alle Hindernisse zu einem, und weltgeschichtlicher Bede^
Oiedene Kaiser uns hinterlassen hat! Tas hoffe ich zu imiprpe m । Erteil Dön allen, die wir an den Geschäften j"?!! -Vaterlandes mitzuwirken haben, in Krieg und in Frieden, ben^u Weibe ^"gebung, in Arbeitsamkeit, in Pflichttreue treu ~ r un§ e§' das, was der alte Kaiser als kostbares Erve hinterlaßen hat, zu schirmen und zu schützen. Möchte jenes Vorbild ndem Deutschen leuchtend vor der Seele stehen.
^Wiedereröffnung des Lönigl. Schauspielhauses in Berlin
fandam 21 • März mit einer Aufführung des Kleistschen D,nz von 5^o m bürg" statt. Es war nach der „Frkf.
Lta e3ne Ausführung von seltener Stimmungslosigkeit und mipft durchwegs unzureichenden Kräften. K^ein einziger ve?ochte eine Persönlichkeit zu schaffen und hinter den .A r echt mittelmäßigen männlichen Darstellern blieben !.weiblichen noch weit zurück. Das Beste an der Vor- - tng war die Ausstattung. Tie neuen Dekorationen ge- rten einen schönen Anblick. Tie Kostüme waren prächtig historisch getreu. Tie Vorstellung schloß mit einer rnzollern-Apotheose. Auf der Bühne sah man das Denk- p des großen Kurfürsten und dahinter eine Treppe mit hervorragenden Hohcnzollern. Zu oberst stand Friedrich ü Große, der erbeutete Fahnen in Empfang nahm. Im ^tergrunde erschien die alte brandenburgische Flotte. Ge- 1 jschaftlrch bot die Eröffnungsvorstellung nicht viel mehr das löbliche Brld des ThöLtre paro. Die ersten fünf skettrerhen waren ausschließlich für die Damen reser- . t. Für dre großen Balltoiletten erwies sich die salon- ^ge Ausstattung des tz>auses als ein sehr vorteilhafter «men. In den Mtttelreihen saßen Offiziere und die yiben Mllltarattachees, hinter diesen Staatsbeamte und stcen im Zivil, darunter die beiden Bürgermeister, die I ^seumsleiter, Professoren und Berliner Theaterdirektoren \ Äiert. Im ersten Rang gruppierten sich zur Rechten der fserloge die diplomatischen Vertreter, zur Linken die mister mit ihren Frauen. Ter Reichskanzler faß in ' sar enuniform mit mehreren Herren in einer Pro- üumsloge. ttm acht Uhr erschien das Kaiferpaar den Prinzen und der Prinzessin Viktoria Luise und
tbe vom Generalintendanten begrüßt, der daraufhin durch umaliges Aufklopfen mit dem Stab das Zeichen zum z j.inn der Vorstellung gab. Während der Pause war das
>!yer dem Hose reserviert und für das PubLikum s chlo s s e n.
*
Bom Dortmunder Stadttheater.
„Wunderbare Verhältnisse in der Leit- HA eines Theaters — )o lesen wir wörtlich in der DenL Volksztg." — bildeten bte Grundlage eines Beleidig- igoSprozesses, der vor der Strafkammer zu Tort mund egem den Redakteur des „Tortm. Generalanz." verhandelt lüde. Tie Bewohner oer. Stadt Dortmund hatten sich bis ihi.il mit den mehr oder weniger leidlichen Darbietungen Sgiilügen müssen, die ihnen auf rein privatem Boden tzemde Unternehmer in einem geradezu. illusions- Woudenden Saale gewährten. Daraut führte die Stadt
Diangel jeder prunkenden Uehhebung, deren die wahre Größe entraten kann, das eifere Pflichtgefühl, die treue Gesinnung, die verständige Wüngung von Personen und Verhältnissen. Durch diese eckU Herrjchertugenden gilt der erste Kaiser des neuen deutsche Reiches als das Vorbild des neuzeitlichen Fürsten, des £rfien, den mit dem Volke, an dessen Spitze er gestellt ist,ein Band gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens verb-ben muß. Und obgleich Wilhelm 1. eine hohe Auffassung von seinem fürstlichen Beruf halte, obgleich er auf der ^aksrung seiner monarchischen Rechte unnachsichtlich beste-» — immer überwog bei ihm das Bewußtsein der schwer Pflichten, die sein Herrscheramt ihm auserlegte, und bi demütige Erkenntnis der Grenzen menschlichen Könnens.
Das Ro Wilhelms I., wie es unter uns fortlebt, hat wenige Staden nach dem Tode des Kaisers der Dlann, der ihm währ-d seiner ganzen Herrscherlaufbahn in bösen und in guten Qflcn am nächsten gestanden hat, in seiner markigen We> ,»ut scharfen Zügen gezeichnet in der Ansprache, mit der e tiefbewegt und mit vor innerer Erregung zitternder Stlmn bcm deutschen Reichstage Kunde von dem Hin- 'cheiden V Kaisers gab:
Die ldenmälige Tapferkeit, das nationale hochgespannte Ehr-- Äefühl ur «ilen Singen die treue, arbeitsame Pflichterfüllung im Dien r. Vaterlandes und die Liebe zum Vaterlande, dre in unserem ahmgeschledenen Herrn verkörpert war, mögen sie ein un- zerstörbEb Erbteil unserer Nation sein, welches der aus unserer
Dlilifche Tagesschau.
Minister Freiherr v. Hammerstein.
ir verstorbene preußische Dtmilier des Innern scheint aich der Mann der Rechten gewesen zu fein. Der von der ^reuzztg." veröffentlichte Nachruf ist kurz und kühl. Tie konservative Partei, schreibt die „Kceuzztg.^ mit gemessenem Lobe, habe bei Frhrn. v. Hammerstein m den letzten Jahren
auch in prinzipiell wichtigeren Fragen Verständnis und Entgegenkommen gefunden. In den „letzten" Jahren, das besagt wohl, daß in den ersten Jahren die Harmonie zu wünschen ließ. So war es auch in der Tat. Eine Ueberraschung bereitete schon die Berufung des Frhrn. v. Hammerstein den Konservativen; sie hatten auf Manteuffel oder einen anderen ausgeprägten Konservativen gehofft. Tas Organ des Bundes der Landwirte, die „Tageszlg.", entwirft von dem Verstorbenen folgende Charakteristik: „Frhr. v. Hammerstein war
Gieß. Anz.) Sie schloß im Vorjahre mit dem Direktor des Essener Stadtthearers unter Zustimmung der Stadt Essen einen Vertrag, durch den sie jenem das Stadttheater verpachtete dergestalt, daß die mäste der beiden Theater dieselben sein und abwechselnd in Dortmund und Essen austreten sollten. Schvn der Plan dieses Pendeltheaters begegnete damals in der Bürgerschaft vieler Opposition, die sich steigerte und in manchen Spöttereien ihren Ausdruck sand, als man der 16köpsigen The ater ko m Mission eine Proszeniumsloge zu ständiger unentgeltlicher Benutzung vorbebielt. Diese Kommission wurde nicht nur mit der Aufgabe oetraut, die Vertragsersüllung durch den Theaterpächrer zu überwachen. Es wurde ihr durch den Vertrag mit dem Pächter auch gestattet, die Aufführung eines Stückes ohne Angabe von Gründen zu untersagen. Sie hat E in f l u ß aus die E n g a g e m e n t s und die Verteil-
— Tie Bewegung der Einführung ftäbtl* scher Regie und Anstellung von Intendanten gewinn^ sichtlich an Boden. In Tüsseldors und Köln haben wieder^ holte dahinzielende Anttäge wenigstens zu wesentlichen! Aenderungen des Pachtvertrags geführt. Tie Direktion der) Vereinigten Stadttheater in Köln ist vom 1. Januar abj Max Marterfteig übertragen worden. Er übernimmt bo^1 Theater vom 1. August ab auf sechs Jahre und zahlt und die Hälfte des 20 000 Mk. übersteigenden Reingewinnes. Als Gagenetat wurden 80000 Mk. fepgesetzt. In Eolmars und Meran (wo gleichfalls Prof. Tütfer das Haus bautej T. Red.) beschlossen die Bi Hörden die Beibehaltung des dorr bereits bestehenden Systems. In Lübeck hat der Haus^ und Grundeigentümer-Verein den Antrag eingebracht, bei) Staat möge das neu zu erbauende Theater in eigener Regie; führen. Auch in Barmen hat der Theaterdeputation undi der Stadtverordnetenverjammlung ein diesbezüglicher Antrag Vorgelegen, und in Mainz ist die Einführung nach drei Jahren jo gut wie beschlossene Sache. Direktor Steinert ist, da die Stadt seinem Antrag aus Erteilung der Erlaubnis zur Führung einer auswärtigen Direktion neben der des Stadttyeaters nicht stattgab, zurückgetteten, um in die Direktion des Berliner Trianon-Theaters einzutreten. Tie Stadtverordnetensitzung stimmte zwar dem Prinzip der städtischen Regie zu, glaubte jedoch die Zeit der Einführung? bis zum 15. September zu kurz und beschloß, das Theater; auf weitere drei Jahre auszuschreiben und inzwischen alle Vorbereitungen für den Systemwechsel zu treffen. (Sonder- abdruck aus „Tramaturgische Blätter^', 1. Jahrgang^, Nummer 1/2. Monatsschrisr für das gesamte Theaterwefem Begründet von Karl-Ludwig Schröder. — Verlag Wien VIII1, Wayringergürtel 107.)
— In Hame l n sand die Enthüllung einer Geben täfel für den^Entdecker des Morphiums statt, den Apotheker Sertürner, am „Hochzeitshaus", in dem ich früher die Sertürner gehörende Ratsapothekc befand. Tie Tafel wurde von dem Deutschen Apothckervcrein ae- 'ttstet.
weder reaktionär noch im eigentlichen Sinne junkerlich noch überhaupt Anhänger einer politischen Partei, am allerwenigsten aber war er Agrarier." Rtit dem Zentrum verdarb es der Viinister wiederholt durch allzu temperamentvolle Erwiderungen. Speziell die Polenpolitik gab Anlaß zu manchem scharfen Zusanimenstoß. Trotzdem dürfte einige Verwunderung die Art und Weise erregen, wie Vizepräsident Dr. Porsch (Ztr.) im preußischen Abgeordnetenhaus die Trauerbotschaft verkündete. Das war fast mehr eine geschästsmäßige Dtit- teilung, als ein Nachruf, wennschon die üblichen Wotte von der „lebhaftesten Anteilnahme" nicht fehlten.
Die Trauerfeier für den Minister Frhr. v. Hammerstein findet am 23. Dlärz im Saale des Ministeriums des Innern Itatt. Daran schließt sich die Ueberführung nach dem Lehrter Banhof. Die Beisetzung findet am 24. März in Steinhorst bei Hannover statt.
*
Rüstungen in aller Welt.
Es ist erstaunlich, zu waujen fmangittlen Aufwendungen tm Interesse der Landesverleidigung sich gegenwärtig auch kleinere Staaten aufschwingen. Im Etat Schwebens sind nicht weniger als 63 Millionen für Heer und Flotte angesetzt. Ferner sind 30 Millionen in Aussicht genommen für Neubewafsnung der Infanterie und Artillerie, owie für Befestigungen. Tie Kosten oer geplanten Schifss- neubauten belaufen sich auf 7 Millionen. Nicht weniger als 100 Millionen Mark fordert Holland in dem
der Nation in diefn Entscheidungskampfe gewesen ist, auf welches volla^ttelte Nlaß persönlichen Verdienstes an den gewaltigen'folgen er unbestrittenen Anspruch hat, das hat die--.'eschichte in ihre Jahrbücher eingetragen. Und doch, nitf der siegreiche, nicht der mächtige Kaiser hat sich die Lieb des deutschen Volkes erobert. Was ihm die Herzen öffne,, das war der Zauber echter, schlichter Menschlichkeit, der,eine Gestalt verklärte, der
eX 6155* Jahrgang Mittwoch 22. März 1905
außer Sonntag». d Ve,«g»peeß»r
Dem Gießener Anzeiger jä W W monallich7LP^ viertel»
werden im Wechsel mit jCk xdk A M A A A jährlich Mk. 2.20; durch
dem Kesfischen eandwirl ■ WMU M Abhole- u. Zweigstellen
die ©Ivener Zamtlien- ■ KD HU W D V ■ H Md MW MM /m monatlich 65 Pf.; durch
Mhti viermal in der M W W M H H HLr W V ■ ■ H Jk Ä| JF $ ß W MW D die Post Mk. 2.-viertel-
Woche beigelegt. WF M M W W M W 0 BT W WWW WWW WF M tahrl. ausfchl. Bestellg.
Rotationsdruck u. Der- W W Ww' W iS W U W M. B 1 W Annahme von Anzelc
ÄSLÄ Seneral-Anzeiger ** **
ZM und Anzeigeblatt für den Kreis Gichen KWZ
—■uiiijiBui—_______ __ zeigenteil: Hans Beck.
soeben dem Parlament üorgciegten Anleih.egesetzentwurf.j Tie Gelder sind für die ostindischen Kolonien besttmmt, unds es ist offenes Geheimnis, daß sie zum weitaus größten, Teil für die militärische Sicherung der wichtigsten Plätze^ der Sunda-Jnseln Verwendung finden sollen. Holland mad^t also geradezu ungeheure Ansttengungen, um seinen toett# sollen Kolonialbesitz zu schützen. Schließlich will sich auchss Serbien auss neue in Schulden stürzen, um seine 2ti>i tilLerie mit modernen Kanonen auszurüsten. Deuts chsii land ist nicht nur durch seine beiden Geschützfabriken an1 diesem Wettbewerb beteiligt, sondern es scheint des 93oi>; Zugs gewürdigt zu werden, der serbischen Regierung dem Kredit zu eröffnen, dessen sie zur Anschaffung der neuen! Kanonen bedarf. ____________________
Farlttmerttarisches.
Berlin, 21. März^ Tie Budgetkommission eti* ledigte heute den Militäretat ohne wesentliche Debatte.^ Hierauf ging sie über zur Beratung des Etats für baä oft- asiatische Expeditionskorps. Abg. Liebermann von Sonnenberg bittet um Auskunft über die politische Lage und fragt an, ob es nicht möglich fei, Ehina zur Erfüllung ferner Pflicht anzuhalten. Abg. Storz (südd. Vp.) wünscht Aufklärung, ob es notwendig fei, das ExpeditionskorpÄ noch weiter beiz>ubehalten. Staatssekretär v. Richthosen macht verrrauliche Mitteilungen. Ein Regierungskommissar teilte mit, daß über die Auslegung des Pekinger Friedens-i Protokolls Meinungsverschiedenheiten obwalteten, welche ,ich aus die Art der Bezahlung bezögen. Ehina habe iw Silber bezahlt, während es in Gold bezahlen sollte. Jn^ dessen habe Ehina die Tisserenzen ausgeglichen. Eine Verständigung fei indes zu erwarten. Aus eine weitere An-^ frage erwidert der Staatssekretär, die Zurückziehung der Truppen werde erfolgen, sobald sich hierM die Möglichkeit biete. Taraus wird der Etat sowie eine? große Reihe anderer Positionen genehmigt.______________
deutsches Äerch.
Berlin, 21. März. Der Kaiser besichtigte gestern abenh den Umbau des Königlichen Schauspielhauses eingehend und wohnte der Generalprobe der Eröffnungsvorstellung bei.' Heute besichtigte der Kaiser die Ausstellung des Bildhauers! Eanonica, hatte eine Konferenz mit dem Reichskanzler unh hörte un Königl. Schlosse die Vorträge des Chefs des iNilitärkabinetts und des Chefs des Admirall'tabs der Marines Heute abend wohnten die Majestäten der Eröffnungsvorstellung! im umgebauten Königlichen Schauspielhaufe bei. (Vergleichs Feuilleton.)
— Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Renver- und desien Bruder, der Landeshauptmann der Rheinprovinz> Nenoers, in Düffeldorf, erhielten vom Kaiser den erbliches Adel. Prof. Dr. R. Renvers gehört seit längerem zu den Leuchten der Berliner medizinischen Gelehrtenwelt. In besonders ehrender Weise kam dies zum Ausdruck, als


