Ausgabe 
26.9.1905 Erstes Blatt
 
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Zigaretten wurden 3 368 212 7 10

brauchen konnte.

Portugiesen

III

rnss.Staatsanl. 1905

. 97.75

land.

Elektriz. Lahmeyer Elektriz. Schuckcrt

4% Öesterr. Goldrente. . 41/6 % Oesterr. Silberrente

ver- odcr

An eine Die

Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . .

4%

4%

4%

3%

225.2fr 270.501

135.30

141.10

175.00

151.9» 242.601 186.50

257.00

138.20

. 194.50

. 167.80'

. 211.60'

Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Oberschles. Eisen-Industrie

Türkenlose......

4% Griech. Monopol-Anl. .

4% äussere Argentinier .

101.50

101.40

97.10

105.70

69.00

68.60

96.70

95.40

Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .

Canada E. B.....

Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . .

Dortmunder Union C. .

Dresdner Bank . . .

Tendenz: schwach.

Reichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . . Oberhessen

3°/0 Mexikaner . 4%°/o Chinesen .

Aktien

Bochum Guss . .

Buderus E. W. .

wurde Cyankali vorgefunden. InNimes (Frankreich! verlangten bei Stiergefechten die Zuschauer, nachdem bereits sechs Stiere von beit Toreros gelötet waren, auch noch die Vorführung des Reservetieres. Als die Toreros diesem Wunsche nicht nachkamen, zertrümmerte die Zuschauermengc das gesamte Mobiliar der Arena.

Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Gust . Harpener Bergbau

Tendeu.

. 173.90

. 152.00

. 243.10

. 103.50

. 167.70

Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt.

Mülheim a. d. Ruhr, 25. September 1905.

Auf dem Kohlenkux en markte entwickelte sich ein leb­haftes Gesckmst in Sieben olaueten, über welche Zechen Verkaufs gerückte an die Harpener Bergbau-Gesellschaft im Umlauf waren. Im übrigen war das Geschäft geringfügig bei wenig veränderten Kürsen. Ilmgesetzt wurd'n ferner Alte Haase, Augusta Viktoria, Dahlhauser Tiefbau, Johann Deimelsberg, König Ludwig und Pvertingssiepen. Der Ka l i ku x en m a r k t lag zu Anfang der Börse Ziemlich schwach, konnte sich jedoch im weiterem Verlauf erheblich befestigen. Gehandelt wurden Beienrode, Alexanders- ball, Carlsfund, Kaiseroda und Westfalen, die Kurse zeigen gegen Samstag durchweg Erhöhungen auf. Von mittleren und leichten Werten wurden Hansa Silberberg, Hattorf, Sachsen-Weimar und Rotenfelde umgesetzt. Auf dem Erzkuxenmarkt konnten sich mit Ausnahme von Bauteirberg und Fernie die Kürse nicht ganz behaupten. Gehandelt wurden ferner Callerstollen, tfüfeL baumeruia. Viktovd-, Uv und W.'ldstolln

139.60

54.50

90.60

6850

. 212.10

. 243.10

. 151.90

. 258.20

. 227.50 Ziemlich fest.

Io 3-6 3^7o 3-6 3^7o W/o

Tendenz: befestigt.

berliner Börse, 26. Sept., Anfangskurse.

Kniverlltäts-Machrichten.

Der Kliniker Professor Tr. F. Müller wurde an die Wiener Universität berufen und übernimmt Nothnagels Lehr­kanzel.

Meran, 25, Sept. Heute begannen hier die Beratungen des 77. deutschen Naturforscher- und Aerztetages.

Doktoren der Volkswirtschaft in der Schweiz. Durch eine neu erlassene Promotionsordnung der rechts- und 'taatswissenschaftlichen Fakultät . der Universität Zürich werden an Stelle deS bisherigen Dactor jnris vublici et rerum cameralium zwei neue Grade geschaffen, nämlich der 6h:nb eines Doktors des öffentlichen Rechtes (Dr. iuris publieff und der eines Doktors der Volkswirtschaft (Tr. oekonomiae wiblicff. Dieser letztere GVrnb ist für die Schweiz neu; von den deutschen Universitäten haben ihn nur die bayrischen. Von den akademischen Studien, die für den genügenden Studienausweis verlangt werden, müssen min­destens zwei Semester auf hie Universität Zürich entfallen. Eine Ausnahme bezüglich des Studienausweises wird gegenüber den Angehörigen des Deutschen Reiches gemacht, die beanspruchen, daß ihnen die Führung des Daktortitels in Preußen gestattet werde. Von diesen Kandidaten wird auf Grund eines besonderen Ueber- einkommens ein mindestens seck's Semester umfassendes Universi­tätsstudium, ein Reifezeugnis eines deutschen humanistischen Gym­nasiums oder gleichwertiges Schweizer Zeugnis verlangt. An dessen Stelle kann auch ein Reifezeugnis einer deutschen neun­stufigen höheren Lelwanstalt oder gleichwertiges Schweizer Zeug­nis treten. Ohne Zweifel ist durch diese Neuerung die Universität Zürich um einen Anzieh-'nasmmkt reicher geworden.

212.37

243.50

152.20

257.62

226,87

Witte empfing den Besuch des Fürsten Bülow im HotrV Bristol dreiviertel Stunden im Salon. Am Albend toteren der Minister und seine Familie zu Geheimrat v. M e n d e l s-' ohn geladen. Die Ankunft Wittes auf Bahnhof Groß-, ominteu erfolgt heute mittag. Die Fahrt nach bent Iagd^ chloß geschieht im kaiserlichen Automvbil. Vovi. aussichtlich wird der Minister die Nacht im Jagdschloß verbringen. Der Besuch des hiesigen japanischen Ge>* ckndten in Baden-Baden galt einer Besprechung über eine1«. Handelsvertrag zwi'ffch en Deutschland undi Japan.

Kiel, 26. Sept. Aus An g st vor einer bevorstehenden' Operation griff der Torpedo Heizer Brunshagenf im Schiffslazarett des PanzerkreuzersPrinz Adalbert", den ihn behandelnden Oberstabsarzt Dr. Siebert an. Das Kriegsgericht verurteilte Brunshagcn zu drei Fahren! Gefängnis.

Os f e n b u r g, 25. Sevt. Hier fand heute die Lande s'-* Versammlung der Z e -,i t r u m s p a r t e i von B a * den unter dem Vorsitz des Reichstagsabg. Fehrenbach statt. Der Vorsitzende des Zentralkomitees, Geists. Rat Wacker, besprach die politische Lage in Baden Er führte aus, die­selbe Stellung wie zu den Nationalliberalen nehme dasl Zentrum auch dem gesamten Block gegenüber ein. Die So­zialdemokraten könnten die Unterstützung des Zentrums nicht haben. Landgerichtspräsident Zehnder wandte sich gegen den Vorwurf des Volksverrats, den man gegen das Zentrum wegen seiner Stellung zu der Verfassungsreformj erhebe.

München, 26. Sevt. Fn Frauenneuharting fand itt der letzten Nacht ein regelrechtes H ab erfe ld t r eib ert statt, an dem sich 60 vermummte Personen beteiligten. Dass Treiben galt dem dortigen Ortsgeistlichen.

Petersburg, 26. Sept. Minister Witte soll Dele­gierter Rußlands auf dem nächsten Haager Friedens«^

. 225.50

. 270.70

. 21.10

. 134.60

. 140.10

141 530 479 mehr als

im Vorjahre gedreht.

100.90

89.55

100.95

8950

99.95

. 114.60 . 187.; . 20.40 . 144.30 . 126.50

Schnupftabak wurden 21 131861 Pfund fabriziert, Zunahme von 847 281 Pfund gegen das Vorjahr. Fabrikation von Rauch- und Kautabak stieg von 328 650 710 Pfund im Jahre 1904 auf 334 489110 im abgelaufenen Jahre. Den Tabakkonsnm nach Gewicht berechnet, dürften in den Vereinigten Staaten im Jahre 1905 so gegen 300 000 Tonnen gleich 300 Millionen Kilogramm vertilgt worden sein. Der Wert des Exports von Tabak im Jahre 1905 betrug etwa 37123 514 Dollars, der des Imports etwa 22 145 846 Dollar?. Die Tabak-Industrie in den Ver-

Familien-Uachrichten.

Gestorben. Herr Fabrikant Simon Laubenheimer, Darmstadt. Herr Geora Reit;, Schotten. Frau Caroline Wolsschmidt, geb. Hupier, Schotten.

Geboren. Herrn Enril Dinkelmann und Frau Frieda geb. Ge° rotbwobl. Worms, ein Solm.

148.00.

137.00

275.70

kongresse werden.

Petersburg, 26. September. Die Reichsdumct-i wählen wurden auf den 4. Dezember angeordnet., Zirka 5000 Einwohner von Sachalin, meistsf Frauen und Kinder, welche von den Japanern aus< gewiesen worden sind, trafen halb verhungert und voll-' tändig erschöpft in Morans? am Amur ein. Ist Hof-j kreisen wird auf das bestimmteste versichert, daß das' Zarenpaar in diesem Jahre keine Auslandsreise unternehmen wird.

M os ka u, 25. Sept. Der Kon greß der SemsttvoK beriet zunächst über d"n Beriaff des Bureaus betreffend die Teilnahme der Semstwomitalieder und der Stadtvertre^ ungen an der Duma. Zwei Redner bestanden auf deut Boykotte der Duma, da die Teilnahme unmoralisch' ei. Tie Mehrzahl der Redner bestand darauf, daß die Duma an dem Kampfe gegen d i e Bureau kratiSj teilnehmen solle, utn im Namen des Volkes Freiheit und Gleichheit zu verlangen. Die Vertreter Volens! hielten Reden, in denen sie bewiesen, daß sie die Intern essen ihrer Distrikte nicht tvahrnehmen könnten, da sie setzt der Rechte beraubt seien, und da die intelligenten Russen von der Duma ferngehalten würden. Nach langer Debatttz wurde folgende Resolution angenommen:

Der Kongreß der Semstwodelegierten und der Stabt*' Vertretungen findet, daß btt Duma nach" dem Gesetze vom! 19. August keine Nationch.Versammlung im wahren Sinne, sein würde. IN der Erwägung ferner, daß die Wahlver*' sammlungen, welche einen bedeutenden Teil der sozialen Elemente im Umfange des ganzen Reiches vereinigen werden, diese Zusammenfassung werden fördern und, der Unterstützung der auf Erlangung der politischen Freiheit gerichteten sozialen Bewegung werden dienen können, sv ist aus diesen Gründen für notwendig befunden worden, daß die russischen Bürger, welche das politische Programm, das in den Konferenzen der Semstwos und der Gemeinde- Vertreter aufgestellt worden ist, angenommen haben, in möglichst großer Zahl als geschlossene Gruppe in bie* Duma ein treten zum Zwecke der Erlangung von Garan­tien für die bürgerliche Freiheit und Gleichheit, wie sie- in den früheren Beschlüssen des Kongresses angegeben worden sind, und zum Zwecke der Gründung einer natio­nalen Vertretung nach den Grundsätzen, wie sie in deutz Kongresse der Semstwos verkündigt worden sind.

Der Kongreß beriet weiter über den Entwurf deA Wahlprogramms und die Wahlkampagne.

Riga, 26. S^pt. Hier wurde neuerdings ein Gefängnis^. Wärter und in Dünaburg der Gehilfe des Polizei meisterst ermordet. Aus den Wenden-Kreisen liegen alarmie­rende Nachrichten vor. Es finden dort Mordbrenne­reien und Demolierungen von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden statt.

mehr als im Jahre vorher fabriziert. Die Zahl Derjenigen, die Zigarren rauchen, wird mit 24 000000 angenommen, so daß Jeder 320 einheimische Zigarren im Jahre

4%° n Japan. Staatsanleihe

4°6 Conv. Türken von 1903 91.20

einigten Staaten hat in den letzten Jahren andauernd einen riesigen Aufschwung genommen. Im Vorjahre betrug der Wert der Tabaksproduktion 300 000 000 Dollars gleich 1360 Millionen Mark.

* Einfache Scheidung. Bei den Negern am oberen Kongo ruft der Vater, der seine Tochter verheiratet, seine Freunde zusammen, nimmt einen Stecken und bricht ihn in so viele Teile, als Zeugen gegenwärtig sind. Jeder von diesen erhält eins davon, das er sorgfältig aufbewahrt. Wollen sieh in der Folge die Eheleute, wie es bei den Wilden auch Vorkommen soll, wieder trennen, so ruft der Vater sämtliche Zeugen zusammen; jeder bringt dann sein Stück Holz mit, und diese Stücke werden sämtlich auf einen Haufen geworfen und verbrannt. Die Scheidung ist dam'.t vollzogen.

* Mien Mutz* is't ok nich! Jochen Peesel, ein alter Kötner aus dem Kreise Gifhorn, kam kürzlich, als er seine Verwandten in Celle besuchte, auch in die Stadtkirche. Sein ganz besonderes Interesse nahm da augenscheinlich der Umgang des Klingelbeutels in Anspruch, «Der ihm bis dato gänzlich unbekannt war. Die schöne Einrichtung besteht in seinem Dorfe nicht, weil sie sich nicht rentiert. Er beobachtete nun immer wieder, wie der Küster das seltsame Stoff- gehängsel den Leuten unter die Nas« hielt, und wie die ein­zelnen Genteindemitglieder mit Kopfschütteln dankend ab­lehnten. Endlich kam der Mann auch zu ihm, der schon eine Weile unruhig auf der Bank hin- und herrutscht, nun ebenfalls den Kopf schüttelt und dem Geldsammler verlegen zuraunt:Mien Mütz' is't ok nich!"

Eine vielsagende Warnung vor Kur­pfuscherei auf einem Kirchhof findet sich zu Hameln. Eine Inschrift auf dem Leichensteine zweier Kindergräber vom Jahre 1792 hat nach demSächs. Korrespondenzbl/' folgenden Wortlaut:

Wir sind durch eines Vfuschers Hand Zu früh hierher geschicket, Zur Warnung für das ganze Land Und den, der dies erblicket.

Sein Leben traue jedermann Nur sich'rer Aerzte Händen an; Geht er dann auch die Todesbahn, Hat er doch seine Pflicht getan.

Kleine Tages chronik. Infolge des anhaltcm en Regens der letzten Wochen ist in E a l ab r i e n die I n (u en za epidemisch ausgebrochen, der zahlreiche Personen M.Opfer gefallen sind. Jufolae eines Ausrufes sind bereits drei Missionen Lire Unterslützunasgelder gezeichnet worden. In M«pe oc nnqlückte der 17 jährige Arbeiter Duhme aw dem St» Eisenwerke. Ein glühender Draht schlang M) u leinen Hal § , wodurch er so schwer verletzt wurde, daß er auf dem Transport nach dem Krankenhause starb. QnJib c r ° rstickten im Unterkunftsraum der Polizeiwache mer Auswan derer, zwei Frauen und zwei Kinder,infolgeLeuchtgasveE;^-- stn Fe l leg ar a in der ital. Provinz Reggio Emilia stnzte eine im Bau begriffene Kirche ein. 25 Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. 2 blieben sofort tot, 11 wurden schwer yprfphf _ cvn her Avenu de l' Opera in Pans lochten zwischen Sn>ei6Stta6m(alernen ,w-i »ick- Kaufleute aus !Hw be 3"«" nnb Parras ein P i sto l e n d u e l l aus. Nach zweimaligem tzngelwechsel griffen Schutzmannschaften ein und :oerhaRieten bie Luellanten. Ans dem Bahnhose «i Görlitzwurde der 28 fahrige M i 11 e l > ch u l l e h re r H o o se aus Weiswasier und ieine 18 jährige B raut Jenny Gremer verhaltet. Hoose hwte das neugeborene K in d seiner Braut un Wi,draschen Gasthofe m We^ nasser lebe u b in eine Senkgrube geworfen. Tas Mino

Das Paar wollte »ach Zürich flüchten. Bei den Verhafteten

Vermi^LeA.

Jenaer Stubentenscherze. Ein Studcntenulk wurde am Sonnabend von einigen Musensöhnen in Jena in Szene gesetzt. Durch die Straßen fuhr in den Mittags­stunden, wo der meiste Verkehr ist, dieHimmelsziege", ein mit einem dürren, altersschwachen Gaul bespanntes Nurnpel- wägelchen, auf dem die Studenten, selbstkutschierend, den Marktplatz befuhren. Der Gaul trug eine rote Mütze und eine rote Decke; die im Wagen sitzenden Studenten, selber mit roten Ballonmützen geschmückt, hielten Volksreden, und auf weißem Schilde stand mit roter Schrift:Expreß in den Zukunftssta at", auf der anderen Seite:Proletarier aller Länder haltet Ruhe!" Mit derHimmelsziege" expreß in den Zukunftsstaat eine gefährliche Fahrt! Denn der Wagen ist wie der Gaul schon altersschwach und kann leicht umkippen.

Tabakkonsum in den Vereinigten Staaten. Wie aus der Tabaks-Statistik des letzten Etatsjahres der Vereinigten Staaten hervorgeht, ist dort richtiggequalmt" worden. In dem genannten Zeitraum wurden nicht weniger als 7 689 337 207 einheimische Zigarren oder 185 020 437

Arbcitsschluß vom Schmutze zureinrgen pflegten, wurde nachts zum Au stochen der Milch bemitzt. Als em Geselle m her Vmuntcrsuchung über diese Zustände vor her Behörde aus- fnntc, erhielt er von Nolte mit den Worten: -Solche Leute kann sch nicht brauchen!" seine Entlassung. Tas Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel­gesetz zu 200 Mark Geldstrafe und ordnete gleichzeitig hie Publikation des Urteils an.

Heidelberg, 23. Sept. EineBauernfängerei" eigener Art beschäftigte die Strafkammer. Angeklagt waren Händler Büchner in Neuläßheim und Maurermeister Engel in Mannheim. Ihr Trik bestand darin, daß sie gemeinschaftlich bei Bauern Pferde und Schweine kauften, eine Anzahlung leisteten und die Verkäufer dann um den Nest prellten. Der vermögenslose, schon mehrfach mit Zuchthaus vor­bestrafte Büchner trat hierbei als Käufer auf, während Engel die ®elbmittel vorstreckte. Tie Knnfobjekte brachte Engel sodann durch Kauf oder Pfändung an sich, so daß der Verkäufer sich mir an den mittellosen Büchner halten konnte. Gegen Büchner, der z. 3t. eine 3 jähr. Zuchthausstrafe wegen Dieb­stahls verbüßt, wurde wegen Betrugs, Betruasversuches und Ur­kundenfälschung auf eine Zusatzstrafe von 2 Jahren, gegen tnigel tvegen Betrugs imd Betrugsversuchs auf eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten und gegen Heide auf fiinf Jahre Ehrverlust erkannt.

vilsevslkllü.

5ifrtagenden Kongreß^ die verschiedenen Burens

verband zu «umden

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(Yriginat-Arai-Imel'dnngen.

Berlin, 25. Sept. Reichskanzler Fürst B ü l o to em­pfing heute abend den französischen Bvtschafter Bihourd zu einer längeren Unterredung.

Berlin, 26. Sept. An die Besprechung, dre der Reichskanzler in seinem Palais mit dem Minister von Mitte hatte, nahm auch der deutsche Botschafter in London, Graf Wols-M eitern ich, teil. Minister pon

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TeSefe^ssche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel' und Industrie, Giessen.

Frankfurter IRörse. 26. Sept., 1.15 Uhr.

Eschweiler Bergwerk . -------

Gelsenkirchen Bergwerk . 248.50' - ~' 169.2fr

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einer Kranken, eingeleitete Unter.! "Ehen -oldeten, btt Gewehr und Abel, soivi. 'y XW die Attentäter al !chem nach sind cs Lol * 1° nahe an den Posta' Man vermutet, daß ic unterhalten haben und ih h zu lvehren, lud der Posta fünf Patronen; doch not ; er übenvältigt. Das @t- |inb bis jetzt noch nicht gr. !s noch nicht, die Täter zu oldatcn soll zu ernsten de>

iM. Tgbl.)

! zwölfjährige, für die hich- eit des hiesigen Bürger- bieiem Jahre a(v iit? hat trgermeifterS oJcrätV icifttifteCe ift mX W\W... t\ XMK f^höhung dn' worden, welche aber«

mit 11 gegen 5 Stimmen ab. sm wirkt dieses Resultat br< i Neubesetzung must dem neu Summe von 6000 Mk. jchc Pension bewilligt werba nfjeit ist man gespannt.

Tie Nationalliberalen W Kandidat für die Landtag-. .Aiederolm (7. rheinhesM :iqer Lecketcr ist bekannt ^Zentrum).

Landwirtschaft.

Petersburg, 24. Sept. DerHandels- und Ind.-Ztq." zufolge ist die Ernte von Oelsa men im europäischen Ruß- lgnd' mittelmäßig. Winter ravs gut, besonders in den südlichen und südwestlichen Gouvernements, F l a ch s s a m e n befriedigend, sedoch ist die Ernte ungleich: in den Gouvernements Woronesch, Kursk und an der unteren Wolga, sowie teilwerse in den südlichen Gouvernements ist sie schlecht, im übrigen befriedigend. Sonne n° b lumens am cn unter Mittelmaß, in den Zentralgouverncments schlecht, in den südlichen kaum befriedigend. Hanfsamen im all­gemeinen mittelmäßig, im Zcntralrayon unter Mittelmaß, im Süden und Norden mit.

Sport.

Fußballspiel in Gießen. Am Sonntag spielte die 1. Mannschaft des Gieße n ev Tu ß b a l l kl u b s 1900 mit der 1. Mannschaft des Fran kfnrtcr Fußballklub ,.Viktoria". Das Spiel endete mit dem Resultat 5:5 Goals. Gießen, d«as in der ersten Hälfte des Spieles mit mir 10 Mann spielte, war m der letzten Hälfte, wo der 11. Mann eingestellt wurde, dem Frank- fiirter Klub überlegen.

Märkte.

Gießen, 26. Sept. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.101.25 Mk., Hühnereier 1 St. 78 Vfq. 2 Stck. 0000 Vfg., Gänseeicr 15OO Pfg., Enteneier 67 Pfg., Käse vr. Stck. 68 Ps.,' Käsematte 2 Stck. 56 Pfg. Erbfen vr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,001,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stuck 1,802,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 7000 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfd. 7282 Pfg., Ruh- und Rindfleisch pr. Pfund 7072 Pfg., Schweine- Neisch pr. Pfund 7686 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pmnd 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfimd 5076 Pfg. Welsche per Pfund. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,005,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., 9(epfd per Pfund 10 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 50-60 Pfg., Zwetschen ver Zentner 67 Mk., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.10 0.15 Mk., Marktzeil 8-2 Uhr.

Hungen, 25. Sept. Zum Prämiierungs-Markt waren ca. 1000 Stück Ferkel aufgetrieben. Bei guten Preisen ging der Handel lebhaft, sodaß nur ein Heiner Teil unverkauft blieb. Ter Austrieb an Rindvieh war nicht bei anders stark, doch war sthr gutes Zuchtmaterial vorhanden. Von mehreren Olememden nnrrden Bullen mnorben, und auch sonst wurden viele Kmife abgeschlossen. lL. P.^

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Boranssichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, deii 27. September 1905: Vorwiegend heiter und trocken, am -rage mäßig warm, nachts kühl; Morgennebel.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Krieflmsten der Redaktion.

iAnonpme Anfragen bleiben unberückfichtigtl.

I. L. T ent s ch e r'K a is er ", nichtKaiser von Deutsch-

Kandek nnb Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 25. September 1905.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privnt-Diskont 31/i Prozent.

Anfangs- it. Sch lnßkiirse.