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~ ?}.n8/ 25. J'u.ni. Hier tagte das Landeskomitee des
Hessischen Zentrums und wurde dabei die Anstellung eines besonderen Parteisekretärs für He ssen beschlossen. -<Die Kommission für gärtner ische Ausschmückung der Borgärten, Balkone usw W. am Freitag ihre Schlußsitzung für die erste diesjährige Saison ab. Das aus' drei Herren bestehende Preisrichterkollegium wird im Laufe der nächsten Woche die Straßen befahren, in denen sich Bewerber gemeldet haben, um die Besichtigung vorzunehmen. Die Teilnahme am Wettbewerb ist dieses Jahr stärker als im Vorjahre. Auch sind der Kommission in diesem Jahre reichere Mittel zur Verfügung gestellt worden, insbesondere auch schöne Pflanzen, um die Zahl der Preise vermehren zu können.
ä. Mainz, 26. Juni. Die Gutenberg-Gesellschaft hielt gestern im großen Saale des Stadthauses ihre vierte ordentliche Mitgliederversammlung ab, die zahlreich besucht war. Herr Heinrich Wallau hielt einen hochinteressanten Vortrag über die Erfindung der Typographie. Justizrat Dr. Oppenheim erstattete den Jahresbericht. Die Gesellschaft zählt 677 Mitglieder, darunter 29 Stifter, die einen einmaligen Beitrag von 300 Mk. bezahlt haben, und 648 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 10 Mk. Nach dem Rechnungsabschluß beträgt das Vermögen der Gesellschaft 14 975 Mk., der Voranschlag für 1905/06 sieht in Einnahme und Ausgabe 6000 Mk. vor.
Frankfurt, 25. Juni. Das 52. Feldbergfest ^ahm einen schönen, wohlgelungenen Verlauf. Vormittags halb 8 Uhr stellten sich rund 750 Wetturner den Kampfrichtern. Von den 712 Wetturnern, die bis zum Schluß aushielten, erreichten 419 die vorgeschriebene Punktzahl 24. Unter den ersten Siegern, die den Eichenkranz davontrugen, ist u. a. Karl Schwarz-Gießen. Auf Anregung des Ausschusses versammelten sich um 1 Uhr 250 Sänger der Gesangsriegen der Vereine unter der Leitung des Oberreallehrers Stahl-Offenbach zum Vortrag von Massen- und Einzelchören. Auch die Turnspiele wurden eifrig gepflegt.
le. Hanau, 25. Juni. Im Alter von 79 Jahren ist vorgestern der Chronist der Stadt Hanau, Uhrmacher Jean Jobst, eine bekannte Persönlichkeit, gestorben. Er war im Jahre 1826 in Fulda geboren und besuchte dort einige Zeit das Gymnasium. Franz v. Dingelstedt, der damals an der Fuldaer Lehranstalt wirkte, wußte in ihm die Liebe zur Geschichte der engeren Heimat, zu Literatur und Kunst, zu erwecken. Im Jahre 1841 siedelte er mit seinen Eltern nach Hanau über, wo er das Uhrmacherhandwerk lernte. Seine Mußestunden füllte er dabei eifrig mit Kunst- und archäologischen Studien aus. Mit der Zeit erwarb er eine nicht unbedeutende Gemäldesammlung. Er war auch ein Kenner der Keramik und besaß interessante Stücke aus den Porzellanfabriken von Hanau, Fulda, Höchst a. M. usw.
Landwirtschaft.
i. 777. Der „Reichsanz." berichtet: Der Saaten st and war um dre Mitte des Juni: Winterweizen 2,3, Sommerweizen 2,5, Winter-
2<e7°Bfi?en?A Sommerroggen 2,5, Sommergerste 2,5, r 2,6, Kartoffeln 2,o, Klee 2,9, Luzerne 2,4, Bewässerungs- rotfJen 2,2, andere Wiesen 2,6. (2 bedeutet gut, 3 mittel.) Die n = en®en Ziffern des vorigen Jahres waren: 2,4, 2 6 2 0 2,5, 2 5, 2,6, 2,7, 2,6, 2,7, 2,2, 2,4 und 2,4. In den Bemerkungen' zum Saatenstandsbericht heißt es: Im Reichsdurchschnitt liegen die Noten aller Fruchte, ausgenommen Klee, auf oder über dem zwölf- fahrigen Junimittel. Die Wintersaaten haben sich meist befriedigend entwickelt und versvrechen eine ziemlich gute Ernte. Bei allen Sommersaaten ist gegenüber dem Vormonat ein Rückgang emqe- treten, der aber im allgemeinen nicht erheblich ist; alle Früchte zeigen noch mittelguten Stand. Bei Kartoffeln hofft man, daß der Eintritt der wärmeren und feuchteren Witterung den Stand bald beßern werde. Tie Erträge an Kleeheu sind meist wenig befrie- digend. Der erste Schnitt von Luzerne fiel fast durchgehend be- r^lgend aus. Der Graswuchs der Wiesen ist ziemlich stark beeinträchtigt, sodaß die bereits begonnene Heuernte im großen und garizen nur mittlere Erträge liefern wird.
Ium. (Telegr. Orig.-Bericht des
V* Notierungen der heutigen Vie hm arkt-
vrerse.^ Zum Verkaufe standen: 529 Ochsen, 305 aus Oesr- reidb, 41 Bullen, 4 aus Oestreich, 713 Kühe, Fersen, Stiere und 1276^0 aus Oestreich, 246 Kälber, 196 Schafe und Hämmel, 1276 Cchweme, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahl 9Hl<n)e i'««00Ps"nd Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 74—78M., Mk., 3. Qual. 61-65Mk.; Bullen l.Qual. 65 bis cq Qual- 62—64 Wx.. Kühe l.Qual. 68—70 Mk., 2. Qual $2 64 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk, 4. Qual. 42—44 Mk 5 ‘ r nn[* 06—OOMk. Kälber: 1. Qual. 87—90Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf.' 2* Oual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 47—50 Pfq., 3 Qual' 00-00 Pfg Schlachtgewicht 64-80 Pfg., Schafe: 1. Qual.'72-74,' 2 Oiral. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfq.; Schweine 1 Qual £0-00 Ug- Lebendgew. 55 05 Pfg., 2. Qual. 68 Pfg.' Lebendgewicht L^OOPfg,, 3. Qual. 63—65 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Schaft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein lleberftand. J
bert Schwierigkeiten. Die Einrichtungen auf diesen Bahn- h-ofen seren veraltet, namentlich die Güterschuppen w klein D°r Minister wies darauf hin, daß die 'ZitLfe^ wegen des Umbaues der Darmstädter Hauptbahnhöfe auch eine Zusammenlegung des Güterverkehrs vorsehen daft aber neben Weiterverfolgung die,er Entwürfe und ohne diesen Eintrag zu tun, erst ganz vor kurzem die Eisenbahndirektion Mamz beauftragt worden sei, eine erhebliche, zu 30 000 Mark vermischlagte Vergrößerung des Stückgutschuppens auf dem Bahnhofe der Hessischen Ludwigsbahn noch in diesem ^ahre auszpführen. Im übrigeii wurde eine sdrüs- “«0 der wegen der Abwicklung des Verkehrs^ auf den Darmstadter Guterbahnhöfen erhobenen Beschwerden zuqesagt — Don den Herren nach dem Stande des Darmstädter B ahn- gefragt bedauerte der Minister, daß in diese Angelegenheit durch die von der Stadt erhobene Be- gutachtung, welcher sich die Stadt ohne weiteres ange- Ichlossen habe, sehr erhebliche Schwierigkeiten gekommen, seren. Die vermiedenen neuen von der Eisenbahnverwal- *“."9 Untersuchungen seien nun zu einem ge
wissen Abschluß gelangt, auf Grund dessen er, der Minister sich zunächst mit dem hessischen Ministerium in Verbindung setzen werde. a
SeT,™.mef|1 0 Mk. 26.75—27.75, 2. Qualität Mk 2475 «S 25*25' 31 Qualität Mk. 22.50—23.00, Roggenmebl 0 b??'Mk^?i^'2^ L 20-25—20.75, Weizenkleie Mk. 10.75
^00, Roggenklere Mk. 11.50-12.00, Maiskeime Mk. 1150 ^ 00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per ivu ztg. ab hier.
Spirlpllw der Vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Von Samstag den 17. Juni bis inkl. Freitag den 14. Juli er. bleibt das Opernhaus geschloffen.
Schauspielhaus.
Dienstag den 27. Juni *): „Wilhelm Tell." Mittwoch den 28. Juni: „Othello." Donnerstag den 29. Juni, abends halb 8 Uhr: „Kyritz-Pyritz." Freitag den 30. Juni: „Im bunten Rock." Samstag den l.Juli: Zum ersten Male: „Der Privatdozent." Montag den 3. Juni: „Telephon-Geheimnisse." Dienstag den 4. Juli: „Alt-Frankfurt/
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr,
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 27. Juni 1905: Heiter, sehr warm.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Hriginal-Iraßtmekdungen.
R. B. Darmstadt, 26. Jüni. (Eigener Drahtbericht.) König Friedrich August von Sachsen kam heute mittag mittels Sonderzuges aus Metz hier an und wurde vom Großherzog, dem Prinzen Friedrich von Sachsen-Weimar, dessen 5. Bad. JNf.-Regt. zurzeit hier seine Hebungen abhält, dem Kommandeur der 5. Jüf.-Brigade in Mainz, General Frhr. v. Ledebour sowie den Herren vom Ehrendienst empfangen. Ein großer Empfang war vom König verbeten worden. Als der G^oßherzog mit dem König den Wagen bestieg, brach das zahlreich anwesende Publikum in stürmische Hochrufe aus, wofür der König erfreut dankte. Die hohen Herrschaften begaben sich ins Residenzschloß, wo um 1 Uhr zu Ehren des Königs Galatafel stattfindet. Die öffentlichen Gebäude tragen Flaggenschmuck. — Tie Feier des 50jährigen DienstjubUf- l ä u m s für Oberlehrer Backes vollzog sich heute vormittag in feierlicher Weise zunächst in der Aula der Knabenschule 2, deren Leiter der Jubilar ist. Dann folgte um V2I Uhr im großen Saale des städt. Saalbaues unter der Beteiligung von Vertretern der Regierung und der gesamten Lehrerschaft eine öffentliche Feier, wobei Festrede und Begrüßungen sich abspielten. Um 2 Uhr findet ein Festmahl statt.
Kiel, 25. Jüni. An der heutigen Segelfahrt auf dem „Meteor" nahmen mit dem Kaiser teil: Prinz Eitel Friedrich, der Fürst von Monaco, die Admirale v. Köster und Fischel, Admiral John Baird, Mr. Riggs, Mr. Robinson. Am Abend fand an Bord der „Hohenzollern" ein Diner statt, zu welchem geladen waren: der Großherzog von Sachsen, der Fürst von Monaco, Maurice Fitzgerald, Oberstleutnant Watzeon Kennedy, Admiral John Baird, Huldschins- ky, Konsul Wätgen, Kommerzienrat Guilleaume, Felix Simon, die Damen von den Jagdbesitzern, Baron Blizen- Fincke, Baron Reetz-Dhott, Gutsbesitzer Hasenclever, Kommerzienrat Howaldt, Staatsanwaltschaftsrat Mendelssohn, Landeshauptmann Dr. Hammerschmidt, Mr. Edmund Goes-
vermischte».
* Wien, 24. Juni. Vor dem Obersthofmarschallamte fand heute die Verhandlung über das Gutachten der Pariser Aerzte, betreffend den Geisteszustand der Prinzessin Luise v. K 0 b u r g statt. Regierungsrat Bachrach erklärte, daß Prinz Philipp v. Koburg auf das Verfahren keinen Einfluß nehme. Der Vertreter der Prinzessin, Dr. Stimmer, wiederholte den Antrag auf Aufhebung der Kuratel. Dr. Feistmantel ersuchte unter allen Umständen um Enthebung von seinem Amte als Kurator. Der Beschluß des Oberrsthofmarschallamtes wird den Parteien schriftlich bekanntgegeben werden. Man glaubt, daß er im Sinne der Auf- Hebung der Kuratel ausfallen werde.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 26. Juni. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizon Mk. 18.50—00.00, Kurhessischer Mk. 18.50—18.75, La Wata Mk. 18.25—19.25, Kansas Mk. 18.50—19.25, Roggen (hiesiger)
4.
Srbmitar * Eis-ndecher. Kv»
? r i s, 26 Juni In politischen Steifen beschäftigt man pch mit der nachssiahrigen Präsidentenwahl.' Unter den Kandidaten dürfte sich Rouvier befinden '
§ & u r 9' 25. Juni. Gegenüber der Annahme, das ,ergangene Verbot der Oberpreßbehörde, die Rede des Kaisers an die -Lcmstwo- und die Städtevertreter zu interpretieren, sei em Anzeichen von dem Ueberhandnehmen einer Strömung in tat leiteten Steifen, un" rl-J11 clzf Losung der mnerpolitischen Schwierigkeiten wäre l°TTt r ft blC "dct. Tel -Ag^" ermächtigt, mitzuteilen,
daß diese Auftastung ganz verfehlt ist. Diese Verfügung wurde einzig durch die falsche Kommentierung der Kaiserrede hervargerufew Der Kaiser hält an der Notwendig, fett der Einführung einer konsultativen Vevei o^tung, welche den von den Semstwovertreteru ausgesprochenen ^LÜHtfmrCn Landes entspricht, fest. Verschiedene Zeitungen haben aber an die Katierrede weitgehende Schlußfolgerungen über eine völlige Umgestaltung der Staatsverfass- ung geknüpft. Deshalb wurde die Oberpreßbehörde beauftragt um falschen Deutungen der Kaiserrede in der russischen Dreße vorzubeugen, auf die wahre Sachlage aufmerksam #u machen und vor Uebertreibungen zu warnen.
Petersburg, 25. Juni., Linewitsch telegraphiert an den Kaiser unter dem 23. xsunt: Nach dem Vormarsche der Japaner gegen unsere rechte Flanke rückte der Gegner auch gegen unsere Front östlich von der Eisenbahn vor. Seit dem Morgen des 19. ds. bemerkten die Kosaken, daß der Gegner mit über»
~Jn Urkräften vorrückte- sie zogen sich daher langsam zuruck. Als unsere Reiterei Verstärkung erhalten hatte, ging sie zum Vormarsch über. DüJapanerzogensich schnell 5 V u “' ™9Ut9en' von unserer Reiterei verfolgt, nach Süden und am Morgen des 20. besetzte unsere Reiterei einen Teil der fniher von ihr gehaltenen Punkte. In der Richtung der Mandarincnstraße erfolgte ein se hr en er gi s ch er Vor- st 0 ß d e r a p a n e r mit einigen Bataillonen Infanterie. Am 19 ds. um 9 Uhr borgens rückten die Japaner nach Gujuischi vor und eröffneten Gefchützfeuer gegen unsere Wachtposten, welche, von mehreren feindlichen Bataillonen bedrängt, sich mittags auf Stellungen nördlich von Gujuischi zurückzogen. Die Vortruppen der Abteilung gingen noch weiter auf die Höhen nördlich von der Ortschaft Schichusa zurück. Die vor den ü b e r l e g e n e n f e i n d- lichen Streitkräften auf der Mandarinensiraße zurück- weichenden Vortpuppen machten zuerst Halt nördlich von ^iaogouschi, dann gingen sie bis L.iaoemjao zurück. Der Gegner vlieb etwa 5 Kilometer südlich von dieser Ortschaft. Am Abend erreichte der Kampf sein Ende. Später stellte es sich heraus, daß längs' der Mandarinenstraße zwei japanische Jnfanterie- und zwei Kavallerieregimenter mit Maschinengewehren, Geb4rgs'- und Feldartillerie vorrückten. Westlich rückten drei Bataillone und eine Schwadron mit drei Geschützen vor. Es war beschlossen worden, daß auf russischer Seite am 20. ds. zum Vor^ m a r s ch übergegangen werden sollte, u. a. zu dem Zwecke, den Gegner zurückzudrängen und den riissischen Vortruppen die Möglichkeit zu geben, die frühere Stellung wieder einzunehmen. Zu diesem Zwecke begannen die zum Vormarsche bestimmten- truppen, am 20. ds. nach Liaoemjao zu marschieren. Die Avantgarden wurden vorgeschoben. Die Japaner gingen vor den Vor^ truppen zurück. Am,Abend des 20. be se tz t en d i e r u s s i s chen Avantgarden die Ortschaft Menhuagri und einen Paß westlich von ihr. Am Morgen des 21. ging der ru ff. Vormarsch weiter. Die Japaner gingen, von den Russen^ verfolgt, allmählich auf Stellungen bei Tsaopingar zurück uttft eröffneten ein lebhaftes Feuer. Nach und nach fantm1 vier japa-^ nische Batterien in Tätigkeit. Die Japaner zeigten den hartnäckigsten, Widerstand. Als nun dort russische Truppen! erschienen, gingen den Japanern eiligst Verstärkungen zu. Da der Zweck unseres Vormarsches vollkommen er*, reicht war, wurden unsere Truppen bei Dunkelheit zurückgesührk, wobei die von uns bis zum Vormarsche der Japaner eingenom-, menen Punkte in unseren Händen blieben. — Auf dem kmnani-! schen Kriegsschauplatz erschienen am Abend des 20. ds. gegenüber, den russischen Truppen nördlich von Schajuschem ein japanisch^ Bataillon und 200 von Kautschen vorrückende Reiter.
Warschau, 26. Jüni. In der Nacht fanden tyier tteNL Kraw alle statt. Von den Gendarmen sind ztvei verwundet, ein Pferd getötet. — Wie aus L 0 dz telegraphiert' wird, wurde eine Bürgerdeputation bei dem GenerEeut-! nant Schustow vorstellig über den furchtbaren Mißbraucht den das Militär mit den Waffen übe. Der Kutscher eines! Großindustriellen, der mit 1500 Rubeln zur Bank geschickt wurde, ist von den Kosaken erschossen und des Geldes beraubt worden. Der Gouverneur versprach einet trenge Untersuchmrg. Gestern nachmittag wurde in der Vorstadt Baluty eine jüdische Familie, die in einer Droschke zum Bahnhof fuhr, von einer Kosackenpatrouille überfallen und alle fünf Insassen des Wagens ersch 0 ssen. In der Vorstadt Papianice töteten bewaffnete Arbeiter einen Schutzmann und verwundeten einen zweiten. Auf den Polizeiches von Sobolewski wurde ein Revolver-! attentat verübt, das mißlang.
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