Ausgabe 
25.5.1905 Zweites Blatt
 
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Rentner.

Görlach,

vom Westen (Rhein) über Gießen

Telephonischer Kursbericht

Frankfurt «. M.,

24. Mai. Offizielle Schhisskurse.

Staatschatzschein® . 100.45

Tendenz : fest. Schluss : schwächer.

vom Westen über Gießen und mit Anschluß an die Maintal-

Die leidige Gewohnheit bergabwärts die Füße von die Vordergabel zu stellen, im Gefolge gehabt. Ein

mancher Radfahrer, beim Fahren den Pedalen zu nehmen und auf hat schon viele schwere Unfälle hiesiger Radfahrer, der den

Ungar. Goldronte Italien. Rente , Portugieser I Portugiesen. III Unif. Türken

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1. auf die Verbindung Nach Schlesien;

2. auf die Verbindung Gelnhausen nach Bayern bahn in Lohr.

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Hessen

prini fein

Die erste beruht wesentlich auf dem Ausbau der Strecke /on Alsfeld nach Hersfeld zum Anschluß an die Thüringerbahn in Bebra und würde eine bedeutende Ab­kürzung des Weges nach Schlesien gegenüber der jetzigen Strecke über Eassel bedingen. Die zweite würde eine Durch­querung des nordöstlichen Teiles vom Spessart auf einer un­bedeutenden Strecke voraussetzen und eine wesentliche Kürzung deZ Weges vom Niederrhein nach Bayern und Oesterreich bewirken. Die Bahn nach Gelnhausen würde dadurch ihren Charakter als Lokalbahn zu Gunsten einer durchlaufenden Linie verlieren.

Man wird sagen, daß dies alles Pläne für die Zu­kunft sind. Es ist aber notwendig, den Blick rechtzeitig auf die größeren Zusammenhänge zu richten, weil sonst immer nur ein momentanes Stück- und Flickwerk entsteht, von dem wir vielfache klägliche Beispiele haben. Wenn Deutschland in seinem Verkehrswesen eine Wirtschafts­einheit bei möglichster Wahrung der territorialen Selbst­ständigkeit darstellen soll, wird es besonders in der Richtung der größeren Eisenbahnlinien diesem Gedanken Ausdruck geben müßen. Gießen wird dabei als Kreuzungspunkt im Süd- Westen vermöge seiner natürlichen Lage immer mehr an Be­deutung gewinnen.

Im Vorstehenden habe ich versucht, die das Verkehrs­wesen der Stadt betreffenden Punkte systematisch zusammen­zustellen. Was davon sich zur Ausführung in absehbarer Zeit eignet, möge den Gegenstand der Ueberlegung in der Bürgerschaft zunächst in der vom Bürgerverein veranstalteten öffentlichen Versammlung bilden. Hoffen wir, daß das, was in Bezug auf die Durchführung des früheren Eisenbahn­projektes leider versäumt worden ist, wenigstens teilweise noch verwirklicht werden kann.

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Für die Gesamt-Redaktion verantwortlich: i. V. August Goch.

I'ürkenlose.....

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eintreffenden Zug stattfindet. Da dieser Zug auch Anschluß an den von Frankfurt a. M. kommenden Schnellzug hat, so liegt die jetzige Postverbindung umsomehr im Interesse deS Verkehrs.

^.Hirzenhain, 23. Mai. Zu dem bereits gemeldeten Diebstahl ist folgendes noch anzufügen: Der Dieb, ein seit Kurzem bei BuderuS beschäftigter Diener Schub ring, bekam am 6. d. Mts. den Auftrag, nach Gelnhausen zu fahren und dort die Frau Geheimrat Buderus abzuholen; dort traf er jedoch nicht ein. Bei ihrer Rückkunft entdeckte die Frau Geheimrat, daß die Kassette aus einem Schrank verschwunden war. In dieser befanden sich außer dem Schmuck noch eine große Anzahl Papiere (Depositenscheine re.), die der Dieb dem Eigentümer am 8. ds. aus Kassel wieder zurücksandte. Der Verdacht lenkte sich sofort auf den Schubring, umsomehr, als sich in einem zurückgelassenen Rock ein Schmuckstück aus der Kassete vorfand. Der Dieb soll übrigens einen falschen Namen führen.

-o- Ortenberg, 23. Mai. S. Erl. der Gras Kuno zu^ Stolberg-R o ß la ist nebst Familie zu längerem Aufenthalt auf dem hiesigen Schlosse eingetroffen. Wie be­stimmt verlautet, wird während dieser Zeit I. K. H. die Groß Herzog in zu kurzem Besuch hier erwartet. Ein hiesiger junger Dachdeckergeselle wurde vor kurzem unter der Beschuldigung, den Inhalt einer Geldbörse und zwei goldene Ringe, die ihm von einem Mädchen in Frankfurt zur Aufbewahrung übergeben worden sein sollen, unter­schlagen zu haben, in Untersuchungshaft genommen. Nach­dem er hier in Gießen und Frankfurt eine Zeit lang in Haft gesessen, stellte sich bei der Konfrontation mit dem Mädchen heraus, daß er gar nicht der Täter war. Der wirkliche Betrüger hatte sich nur seines Namens bedient.

Bad-Nauheim, 23. 9)iat. Der amerikanische Staatssekretär Hay verläßt Ende dieser Woche Bad- Nauheim nach beendigter Kur und begibt sich direkt nach Paris, von wo er nach kurzem Aufenthalt über London nach Amerika zurückkehren wird. Berlin wird er nicht berühren. Sein Leiden, eine geringe Herzerweiterung, ist völlig ge­hoben. (W. Anz.)

Friedberg, 24. Mai. Der Täter, der Ende April Ihre Kgl. Hoheiten den Großherzog und seine Ge­mahlin, die in einem Automobil nach Lich fuhren, durch einen Steinwurf vom Friedberger Burgberg aus schwer gefährdete, ist nun ermittelt. Es ist ein 14 jähriger Friedberger Realschüler, der Sohn eines staatlichen Angestellten. Die Untersuchung der Staats­anwaltschaft ergab, daß der Täter nicht wissen konnte, wer die Insassen des Automobils seien. Es war also die Tat, ivie der Landesfürst sie sofort richtig kennzeichnete, ein roher Bubenstreich, der aber die verhängnisvollsten Folgen hätte haben können. Eine gewisse Mitschuld an der Tat trägt zweifellos auch die im Publikum herrschende törichte Ani­mosität gegen die Automobile, die unreife Jungen leicht ver­leitet, solche als vogelfrei anzusehen.

Frankfurt, 24. Mai. Die Königin von Italien, die seit Sonntag im Palasthotel Fürstenhof wohnt, fuhr heute mittag im Automobil über Würzburg nach München. Gestern itattete die Königin der Landgräfin von Hessen einen Besuch ab. Graf Lanza, der italienische Botschafter am Berliner Hof, begibt sich nach der Abreise der Königin wieder nach Berlin

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Haas, Karl, jun., Lahnkalkindustrie. Haas, Nob., Wtw. Habe- nicht, Friedrich, Kaufmann. Haberkorn, Kreisarzt, Stadtverordneter. Hahn, Carl, Schreinermeister. Hahn, Rektor. Hamann, Architekt. Hansen, Professor. Hasse, Tapetenhandlung. Happel, Eisenhandlnng. Haubach, Stadtverordneter. Haubach, Hotelier. Haubach, Wtw. Haubach, Oberpoftpraktikant. Haubach, Fabrikant. Haupt, Bibliotbcksdirektor. Häuser, Buchbindermeister. Hedderich, Pro- lessor, Oberlehrer. Heger, Bandagist. Heppeler u. Meyer, Buch­druckereibesitzer. Heichelheim, Kommerzienrat, Stadtverordneter. Heichelheim, Bankier. Heil, Dan., Rentner. Heimer, Kaufmann. Helfrich, Stadtverordneter. Hell, Hotelier. Helm, Professor. Helm, Weinhändler, Stadtverordneter. Henneberg, Professor. Heß, Direktor, Wwe. Heß, Herm., Kaufmann. Heß, Professor. Heßler, Metzgermeister. Herzberger, Fuhrunternehmer. Herzberger, Kauf­mann. Hettler, Konditor. Hill, Postmeister i. P. Heyligenstacdt, Kommerzienrat, Beigeordneter. Hirschhorn, Justizrat. Hirz, Glaser- meister. Hochslä'tter, Heinr., Kaufmann. Hoddes, Dentist. Holz­apfel, Dr., Rentner. Hornberger, Wrlh., Kaufmann. Hornberger, Fritz, Kaufmann. Horn, Professor. Horst, Fabrikant. Huhn, Bau­unternehmer, Stadtverordneter.

(Schluß folgt.)

Blau-Weiß-Rot, Stammtisch. Blödner, Kaufmann. Bock, Fabrikant. Borck, Fräulein. Boller, Reisender. Borrmarrn, Eisenhändler. Bostroem, Professor. Boetticher, Professor. Braribach, Stadtbau­meister. Briel, Fräulein. Brück, Goldarbeiter, Stadtverordneter. Brück, Möbelhandlung. Bücking, Rentner. Bücking, Landgerichts­direktor. Buderus, Rentner. Buderus, Gg., Wtw. Büttner u. Damm, Bauunternehmer. Büttner, Fabrikant.

Calker van, Professor. Carlö, Dachdeckermeister. Eballier, Kaufmann. Christel, Hotelier. Clemm, Professor, Oberlehrer. Collin, Professor. Curschmann, Beigeordneter.

Datz, Kaufmann, Schwaabs Rachf. Denninghosf, Brauereibesitzer. Derm, Job., Wtw. Demuth, Sekretär a. D. Diehm, Banrat. Dietrich, Oberlehrer. Doering, Rendant. Dornsetff, Fräulein. Dorn­berger, Apotheker. Drews, Professor. Drude, Professor.

Ebel, Dr., Stadtverordneter. Ebel, Gg., Wtw. Eccarius, Kaufmann. Eichbaum, Prof., Wtw. Eichenauer, H., Fabrikant, Stadtverordneter. Eidmann, Bureauvorsteher. Elbs, Professor. Elges, Restaurateur. Elsoffer, Kaufmann. Emmelius, L., Kom­merzienrat, Stadtverordneter. Emmelius, H., Rentner. Engelbach, Wtw. Engelhardt, Schneidermeister. Engisch, Obersteuerrat, Wtw. Engisch, Rechtsanwalt. Esch, Direktor. Euler, Ph. IV., Schneid­müller, Stadtverordneter.

lich starke und völlig ungesunde Steigerung der Boden­preise in Gießen etivas aufgehalten werden, die zum Teil dadlirch bedingt ist, daß die Stadt, durch den Eisenbahn- damm von der Lahn abgetrennt, in einseitiger Weise auf die linke Lahnseite beschränkt ist und daher demZug nach Westen" nicht folgen kann.

Vorerst erscheint mir eine bessere Verbindung zwischen ?er Biebertal-Bahn und dem Haupt-Bahnhof nötig. Wenn diese sich richtig weiter entwickeln soll, wird man allmählich daran gehen müffen, sie nach Westen über König?berg zu verlängern, später bis man Anschluß an eine Station der Bahn von Gladenbach nach Herborn. Letztere Stad ist der natürliche Endpunkt dieser Bahn, die sich viel rascher entwickeln würde, wenn sie nicht bloße Sackbahn sondern eine Verkehrslinie von Gießen nach Westen bis in das Dill­tal wäre.

Neben den Verbindungen von Gießen nach Wieseck, Heuchelheim und dem Biebertal würde, wie schon vor kurzem in diesem Blatt von anderer Seite erörtert wurde, eine Linie durch das Kleebachtal vielen Wünschen entsprechen. Prin­zipiell halte ich eS für zweckmäßig, von natürlichen Ver­kehrslinien nicht nur Bruchstücke zu bauen, sondern sie im Zusammenhang als durchlaufende Strecken anzulegen. Wie diese Linie zu gestalten wäre, steht zur weiteren Diskussion.

Wir kommen nun zum III. Punkt, Lage Gießens an den großen Verkehrslinien. Glücklicherweise ist diese außer­ordentlich günstig, so daß die Stadt sehr gute und rasche Verbindungen nach vielen Seiten hat, auch sind die Zug- einrichtungen fortschreitend ergänzt und verbessert worden. Es möge jedoch auf zwei für den größeren Verkehr wichtige Punkte hingewiesen werden:

steilen Weg nach Nieder- Ohmen zu fuhr, machte mit seinem Rade das gleiche Manöver. Er verlor die Herrschaft über das Rad, kam zu Fall und brach ein Bein. Durch die gleiche Ursache stürzte ein Radfahrer dieser Tage in Frankfurt und fügte sich schwere Verletzungen zu.

Schenkungen für den Hlenöau des Kießener Stndttyeasers.

Im Folgenden beginnen wir mit dem Abdruck der Liste derer, welche dem Komitee Schenkungen für den Neubau unseres Stadttheaters zugesagt haben. Die Liste enthält die Namen der Spender in alphabetischer Ordnung. Ausge­nommen sind vorläufig nur diejenigen, welche ihre Zusage bereits in schriftlicher Form, durch Einsendung des unter­schriebenen Zeichnungsscheins gegeben haben. Die große Zahl derer, welche die Absicht einer Spende zwar ausgesprochen, aber ihre Höhe noch nicht festgesetzt haben, wird in einer später zu veröffentlichenden zweiten Liste-Aufnahme finden.

Mit besonderer Befriedigung wird man davon Kenntnis nehmen, daß sich eigentlich alle Stände und Berufs­zweige beteiligten und daß sogar geborene Gießener, die längst ihren Wohnsitz nicht mehr hier haben, und solche, die nur vorübergehend hier wohnten, die Notwendigkeit eines Theaterncubaues und zwar durch Zuwendung erheblicher Summen anerkannten.

Ein so großes Jntereffe an der Förderung der drama­tischen Kunst ist unseres Wissens in keiner anderen Stadt von der Bürgerschaft betätigt worden. Möchte das Komitee aber recht bald in der Lage sein, dieser ersten Liste von 442 Spendern eine zweite ähnlich große folgen zu lassen! Denn für einen nicht allein dem Bedürfnis genügenden, sondern auch schönen Bau, der unserer Stadt zur Zierde gereicht, genügt das gesammelte Geld noch lange nicht, und deshalb ergeht an die Vielen, welche in der Lage sind, einen, wenn auch nur kleinen Beitrag zu leisten, die Bitte, ihre Absicht recht bald kundzugeben. In kurzem fällt die Entschließung über den Bauplan, denn in diesem Herbst schon soll mit dem Bau begonnen werden. Jetzt ist es also noch Zeit, durch L-rsvrechen einer Spende auf die Gestaltung des Baues rück- sichtlich seiner Zweckmäßigkeit und Schönheit einzuwirken.

Erstes Verzeichnis der Spender des Theaterneubaues.

Abermann, Bauunternehmer. Adami, Fabrikant. Allendors, Sekretär. Altenpohl, Fräuleins. Appel, Spenglermetstcr. Arnold, Rechtsanwalt. Asprion, Bierbranereibesitzer.

Bach, Kaufmann. Baldensperger, Professor. Balser, E., Kaufmann. Bansa, Ida, Wtw. Barnaß, Fabrikant. BartholomSe, Professor. Baur, Fräulein. Becker, Bauunter­nehmer. Becker, Lottis, Gärtner. Becker, Carl, Gärtner. Behrens, Professor. Beil, Schremermeister. Bender, L., sen., Fabrikant. Benner, Kaufmann. Berg, Schuhmachermeister. Bergen, O., Direktor. Bergen, Prokurist. Berndt, Hotelier. Bichler, Brauerei- befifer. Bieker, Chr., Kaufmann. Biermer, Professor. Biermann, Prosessor. Bingel, Agent. Btrtenstock u. Schneider, Bauunternehmer.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. Mai 1905.

*"Da§ Großh. Regierungsblatt Nr. 17, aus- gegcben am 23. Mai d. Js., enthält: 1. Bekanntmachung, öie Lösung des Parochialverbandes zwischen der preußischen Filialgemeinde Sichertshausen und der hessischen Gemeinde Trais a. d. Lda. betreffend. 2. Bekanntmachung, die Aus­gabe von Schttldverschreibungen auf den Inhaber betreffend. 3. Prüfungsordnung für die Abhaltung einer Prüfung für Tierzuchtinspektoren an der Großh. LandeS- universität. 4. Bekanntmachung, die Abänderung und Erläuterung der Instruktion für die Großh. KreisgesundheitS- ämter, für die Jmpsärzte und praktischen Aertze, sowie für die Großh. Bürgermeistereien und Vorsteher von Schul- anstalten zur Ausführung des Reichsimpfgesetzes vom 8. April 1874 betreffend.

** Eine Ausweisung. Zu dem von uns aus Butz­bach gebrachten Artikel über die Ausweisung einer Frau Orholz aus Hessen wird uns von zuständiger Seite mit­geteilt, daß eine Verletzung gesetzlicher oder vertrags­mäßiger Bestimmungen in keiner Weise vorliegt (Das war auch nicht behauptet worden. D. Red.) und daß der Fall sich anders verhält, als in dem Artikel dargestellt ist. Mit der Heimatgemeinde der Frau Orholz haben, so chreibt man uns, längere Unterhandlungen (seit 15. Sep­tember v. I.) wegen Gewährung von Unterstützung an Frau Orholz und wegen deren Verbleibens an ihrem seitherigen ölüfenthaltsorte stattgefunden. Die Heimatsgemeinde hat ich aber zu nichts verstanden. Die österreichischen Behörden haben sich sodann nach Prüfung des Sachverhalts bereits im Oktober 1904 zur Uebernahme bereit erklärt. Die Frau Orholz wurde, nachdem trotzdem von hier aus noch weitere Verhandlungen wegen einer Ermöglichung des Verbleibens der Frau Orholz am seitherigen Aufenthaltsorte jedoch ohne Resultat stattgesunden hatten, unter dem 15. Januar lausenden Jahres auf- gefordert, sich binnen 4 Wochen in ihre Heimat zurück- zubegeben.unter Zusicherung der erforderlichen Reisemittel, und sie wurde damals schon darauf auf­merksam gemacht, daß ihre zwangsweise Zurückführung er- olgen müsse, wenn sie nicht freiwillig zurückkehre. Daß die Frau sich selbst hier habe ernähren können, ist un­richtig. Die diesseitige Aufenthaltsgemeinde hat seit Mai vorigen Jahres im ganzen 260 Mark für Frau Orholz auf- gewendet und noch im April laufenden Jahres eine Unter» tützung gewährt. Da Frau Orholz trotz der behördlichen Aufforderung nicht in ihre Heimat zurückkehrte, so mußte chließlich leider ihr Rücktransport mit der Eisenbahn seitens >er diesseitigen Behörden angeordnet werden, ein Trans- )ort, den die Behörden auch ihrerseits lieber vermieden )ätten, wie schon daraus hervorgeht, daß darüber Monate lang verhandelt wurde. Vor Anordnung des Rücktransports war überdies bei der 'Aufenthaltsgemeinde wegen der Mög­lichkeit der Ausführung angefragt und bejahende Antwort erteilt worden. Sollte bei der Ausführung dieses Traus- )ortes nicht mit der nötigen Rücksicht verfahren worden sein, vorüber eine Untersuchung eingeleitet ist, so wird die er» orderliche Remedur eintreten. Daß das Mobiliar der Frau Orholz von den Behörden versteigert worden sei (Der Be­richt lautete, daß das Mobiliarin nächster Zeit" versteigert werden würde. D. Red.), ist unwahr, vielmehr wurde aus­drücklich dessen frachtfreie Zusendung an die österreichische Heimatgemeinde der Frau Orholz angeordnet.

§§ Mücke, 24 Mai. Unsere kürzlich gebrachte Mit­teilung über den zu späten Anschluß der Post Mücke Ruppertenrod Ulrichstein an den letzten von Gießen kommenden Personen zu g ist nicht ohne erfreulichen Erfolg geblieben. Nachdem, durch unseren Artikel veranlaßt, die Erhebungen den Mißstand deS späten PostanschlusseS dar­getan hatten, hat die Oberpostdirektion verfügt, daß die Post- oerbtndung nunmehr mit dem um 6.38 Uhr von Gießen hier

Fischbach, Kaufmann. Fischer, Koblenhandlnng. Frank, Ge­schwister. Frees, Hosbuchhändler. Friedberger, Max, Kaufmann. Friedberger, Ntoritz, Kaufmann. Friedel, Wtiv. Fritzsche, Viblio- thekar. Fröhlich, Generalagent. Frontme, Professor.

Gabriel, Dr., Apotheker. Gabriel, Fabrikant, Stadtverordneter. Gafsky, Professor in Berlin. Gail, Kommerfienrat. Gail, Fabrikant in Baltimore. Gail, Kommerzienrat, Wtw. Georg, Gärtner. Georgi, Kommerzienrat, Beigeordneter. Georgi, ~ Gemmecker u. Basiert, i. F. Ernst Balser. Geppert, Professor. Gerbet, Stadtbanmeister. Gerbode, Zigarrengeschäst.

Lehrer. Graes, Dentist. Groos, Professor. Grünig, Kreisba»«- ausseher. Grünebaum, Möbelhändler. Grünewald, Rechtsanwalt. Grünewald, Bankier. Gutmann, Ingenieur. Günther, Professor. Günther, Chemiker, Professor. Günther, Fabrikant. Gutfleisch, Rechtsanwalt, Stadtverordneter.

§ Elpenrod, 24. Mai.

Kaffee

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dv»Kafleeonkel, ist und bleibt der beste Kaffeezusatz. Kein Cichoricnpräparat kann jemals diese k