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25.5.1905 Erstes Blatt
 
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Nr. 122

außer Sonntag-, item Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem yesflichen Landwirt die Lietzener LamMen« hiLttri viermal in der

Woche betgelegL Notatwnsdruck u. Ver­lag der Brühl 'lchen Uirwers.-Bucd-u. Stern« bruderet. 8t Bange, Redaktion, &n*btttxm und Druckerei r

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Nuzeiger (öle feen. Frrnlvr^chanlchluß Nr 51

(Erstes Blatt.

155. Jahrgang

Donnerstag 25. Mai 1905

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" General-Anzeiger

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Amts- und Anzeigeblatt für Len Kreis Sichen MW

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Ire öeutlge Kummer umfaßt 8 Seiten.

politische Tagesschau.

Ans dem Reichstage.

Man schreibt uns au§ Berlin, 24. Mai:

Graf Ballestrem kann mit seinen Getreuen keinen Staat ziebr machen. Der Verlauf der heutigen Sitzung bewies wiederum, daß das Interesse an den Beratungen bei einem großen Teil der Volksvertreter sehr gering ist. Man hält im stolzen Neichstagspalast eben nur (in5, weil es unabweisbare Pflicht ist, die Versammlung wenigstens auf ganz kurze Zeit beschlußfähig zu erhalten, damit vor der großen Sommer­pause das aufgearbeitete Material unter Dach und Fach ge­bracht und an Wahlpräfungen erledigt werden kann, was für die Entscheidung seit langem reif ist. Daß die Präsenzziffer auch heute keine stolze Höhe erreichte, war schon ersichtlich aus einem Intermezzo bei der langwierigen Verhandlung über den Antrag des Abg. v. Treuenfels skons.), betr. die Abänderung des Tierschaden - Haftpflicht-Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Nur weil zufällig noch ein Ab­geordneter den Saal betrat, war es der Linken möglich, die für Einbringung eines Amendements erforderliche Unterstützung zusammenzubringen. Erst zu vorgerückter Nachmittagsstunde, als die Doppelmandatare aus dem preuß. Landtag erschienen, wurde es voller im Parket. ES nahte um diese Zeit die Schlußabstimnuing über die Vorlage, betr. Erhöhilng der Revisionssumme beim Reichsgericht, die insofern eine eigen­artige parlamentarische Vergangenheit hat, als die Abstinnuung in zweiter Lesung wiederholt ausgesetzt werden mußte wegen Beschlußunfähigkeit. Heute wurde bei diesem Anlaß eine Probe auf die Beschlußfähigkeit nicht gemacht. Abg. Singer (Soz.) begnügte sich mit der Forderung besonderer 9lb- stimmung über die Erhöhung der Revisionssumme. Der erste Namensaufruf fand statt bei der Entscheidung über die Wahl des Abg. Varbeck (frs. Vp.), deren Giltigkeit die Kom- nnssion beantragte. Das Plenum beschloß anders, es kassierte das Mandat des bayerischen Volksparteilers mit 109 gegen 100 Stimmen. Das Zentrum führte diese Entscheidung herbei, offenbar in Erinnerung an das in Bayern mit der Sozialdemokratie vereinbarte Wahlbündnis. Abg. v. Czar- linski (Pole) bemühte sich um die Rückverweisiing der Prüfling der Wahl seines Freundes Brejeski an die Kommission, der beliebteTric", einen Sinkenden zu retten. Das Zentrum war aber den Polen diesmal nicht gefällig, folglich ging Herr Brejski den Weg des Herrn Barbeck. Die Reihe der Gewesenen" beschloß Herr Korfanty, der Häuptling der oberschlesischen Polen, dem daS Zentrum feindselig gegen- 1b ersteht.

Aas Kaiserpaar in ISiesvadcn.

Wiesbaden, 24. Mai.

Der Kaiser besuchte gestern abend die Vorstellung im Königs. Theater und nahm, wie an den Vorabenden, in der Mittelloge des 1. Ranges Platz. Zur Aufführung gelangte Maurer und Schlosser" von Äuber. Der Kaiser unterhielt sich sichtlich sehr gut und gab wiederholt das Zeichen zum Beifall. Im ersten Zwischenakt empfing der Kaiser Kanzlei­rat Flindt. Se. Majestät äußerte, er habe gehört, daß Flindt, der einzig hiesige Ueberlebende aus der 1846er Revolutions-Periode sei und daß es ihn interessiere, etwas Näheres, namentlich über den September- Aufstand, die Ermordung des Fürsten Lichnowski und des Generals v. Auerswald zu hören. Rat Flindt hat vor einiger Zeit aus Anlaß unrichtiger Angaben des Parlaments­mitglieds Professor Sepp in München, die im Feuilleton der Franks. Ztg." veröffentlicht worden und demGrenzboten" entnommen waren, in diesem Blatte eine auf eigener Wahr- nehmung beruhende Berichtigung erscheinen lassen. Diese Wahrnehmungen referierte Herr Flindt gestern in Kürze. Auf Wunsch Sr. Majestät wird Herr Flindt heute ein Exem­plar seiner in demGrenzboten" erschienenen Beschreibung der erwähnten Ereignisse aus dieser denkwürdigen Zeit über­reichen. Rat Flindt war imtollen Jahr" 29 Jahre alt und Präsidialsekretär der Nationalversammlung.

Wie verlautet, wird das Kaiserpaar noch einige Tage in unserer Stadt verweilen.

Uebcr das Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin wurde zieute früh 11 Uhr folgendes Bulletin ausgegeben:Schloß Wiesbaden, 24. Mai. Das Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin ist ein andauernd gutes. Ihre Majestät waren gestern außer Bett. Appetit und Schlaf waren gut, Puls und Temperatur normal. Beim Verband­wechsel erwies sich die Wunde als völlig reizlos, gez. Zunker. Riedner." , , , ,

Gestern nachmittag unternahm die Kaiserin ihre erste Ausfahrt nach dem am Sonntag nachmittag erlittenen Unfall. Die Fahrt gin« nach dem Schloßpark in Biebrich, Auricher zu diesem Zwecke für den gewöhnlichen Verkehr während der Anwesenheit des Kaiserpaares gesperrt war. Kurz vor 4 Uhr verliehen die Mascstäten das Schloß, der Kaiser mit seinen Adjutanten im Automobil, dem zwei weitere Automobile mit Herren des Gefolges sowie sonstiger Begleitung folgten. Ihre Majestät fuhr in einem geschlossenen Wagen, vesscn Fenster verhängt waren, hinter den ?luto- mobilcn her. Gegen 6 */. Uhr traf die Kaiserin wieder in

Wiesbaden ein; der Kaiser mit dein Gefolge besichtigte noch die vor kurzen: neu eingeweihte Oranier-Gedächtniskirche und kehrte gegen 5 1/2 Uhr hierher zurück. Später begab sich der Monarch in das Königl. Theater, um der Vorstellung,Der Familientag" von Kadelburg, beizuwobnen.

Studenten als städtische Arbeiter in Stockholm.

Stockholm, 24. Mai.

Die heutigen Morgenblätter teilen mit, daß eine Anzahl von Studenten der Kommunalverwaltung ihre Unter- stützung während des Ausstandes der städtischen Reinigu ngS arbeit er anboten. In der letzten Nacht führten Studenten die Straßenreinigungsarbeiten aus.

Der ehemalige Minister des Aeußeren, Baron v. La ger- he irn, bot seine Vermittelung in dem Baligewerbekousiikt an. In einer von ihm einberufenen Versannnlung der Arbeitgeber lind der Arbeiter einigte man sich dahin, daß neue Verhand­lungen ausgenommen werden sollten. Seit heute morgen meldet sich eine Menge Freiwilliger zu den Straßenreinigungs- arbeiten, darunter jüngere und ältere Studenten, Schiffs- kapitäne. auch weibliche Studenten und weibliche Bureau- angestetlte. Einern Studenten, der einen Wasierwagen führte, folgte eine vierhundert Köpfe zählende Volksmenge, die später von der Polizei zerstreut wurde._______________________________

deutsches NeLch.

Berlin, 24. Mai. Die Vudgettommission des Reichstages nahm den letzten Teil des § 1t des Pensionsgesetzes an, welcher besagt: Verursacht eine der vorstehend angegebenen Gesundheitsschädigungen ein dauerndes Krankenlager oder Geisteskrankheit, so kann mit Genehmigung der obersten Militärverwaltungsbehörde des Kontingents die Verstünunelungszulage bis zu Mk. 1800. erhöht werden. Ferner nahm sie den § 12 die Kriegs- zulage und den § 13 die Alterszulage betreffend an. In der weiteren Beratung des Pensionsgesetzes wurden die Paragraphen 1417 angenommen betreffend die Be­rechnung der Dienstzeit, ferner den § 18 mit zwei kleinen Abänderungen.

München, 24. Mai/ Heute nachmittag fand die Taufc des jüngsten SohueS des Prinzen Rupprecht statt. Der Prinz erhielt die Namen Albrecbt Luitpold Ferdinand Michael. Als Taufpate fungierte Prinz Albert von Belgien. In der Kirche vollzog die Handlung Erzbischof Dr. v. Stein.

ÄnsSand.

Paris, 24. Mai. Die beiden Aerzte, die von der Gerichtsbehörde mit der Untersuchung deS Geisteszu­standes der Prinzessin Luise von Koburg betraut waren, erstatteten ihren Bericht, dessen Schlußfolgerungen für die Prinzessin durchweg günstig lauten.

Paris, 24. Mai. Der d e u t s cfy e Kaiser hat den besonderen Wunsch geäußert, daß diejenigen Offiziere, die als Vertreter des Präsidenten der Republik zur Hochzeit des Kronprinzen nach Berlin kommen, ermächtigt werden, noch einige Zeit in Deutschland zu bleiben, um mili­tärischen Uebungen beizuwohnen. Selbstverständlich wird dieser Einladung entsprochen werden.

Wien, 24. Mai. Der Kaiser empfing heute vor­mittag 11 Uhr den Grafen Andrassy in Audienz, welche 3/t Stunden währte. Graf Andrassy entwickelte gemäß den letzten Veschlüffen des leitenden Ausschusses daS Programm der Koalition, auf Grund deffen die Kabinettsbildung aus den Reihen der Majorität erfolgen könnte. Die Audienz ergab, daß keine Besserung des gegenseitigen Standpunktes in der Armeefrage eingetreten ist. Die Lage ist unverändert dieselbe, die sie seit Monaten gewesen ist. Graf Andraffy verläßt heute nachmittag 3 Uhr Wien. Er berichtet dem leitenden Ausschuß über den Verlauf der Audienz. Das Kabinett Tisza muß, da über seine Ersetzung bisher kein endgiltiger Beschluß gefaßt worden ist, die interimistische Ge­schäftsführung noch kurze Zeit fortsetzen.

Der nationalistische Deputierte Conay beabsichtigt eine Interpellation über die Tätigkeit der gerichtlichen Liquidatoren einzubringen, welche sich angeblich bei dem Verkauf von Kongregationsgütern in unerhörter Weise bereichert haben.

Die Deputiertenkammer begann heute vor­mittag die Beratung des Vorschlages, einen Zoll von 7.50 Fres. auf ausländische Rohseide zu erheben und die Zollfreih eit, welche ost asiatische Seide bisher genießt, aufzuheben. Mehrere Redner verteidigten den Vorschlag als notwendig für die Erhaltung der Seiden­industrie von Lyon. Andere Redner führen aus, daß dieser Vorschlag dem Pariser Handel schaden und den Bruch der Handelsbeziehungen mit der Schweiz und mit Japan herbei- führen würde. Die Weiterberatung deS Vorschlags wurde auf Freitag vertagt.

Budapest, 24. Mai. Im Abgeordnetenhaus bringt Kossuth einen Antrag ein betr. die Ausarbeitung eines selbständigen autonomen ungarischen Zolltarifs. Zu diesem Zwecke soll der im Jahre 1903 von dem dcmaligen Handelsminiiter Lang einqereichte autonome Zolltarif für das österreichisch-ungarische Zoll­gebiet cts Grundlage des selbständigen autonomen unga­rischen Zolltarifs genommen werden. Das Hans soll diesen Tarifentwurf sowie seine Motivierung auf Grmnd des gesetz­geberischen Initiativrechtes der Abgeordneten als eiuge-

reichteu Gesetzentwurf des Antragstellers betrachten und an; den volkswirtschaftlichen und Finanz'ausschuß mit der' Weisung leiten, daß diese die notwendigen Modifikationen an dem Zolltarife vornehmen mögen, sodaß dieser als selbständiger ungarischer autonomer ZoHtaris den Inter­essen des Landes entsprechend hergestellt werde. Das 5eaus wird den Antrag in der morgigen Sitzung besprechen.

Petersburg, 24. Mai. Zu den Hochzeitsfeier­lichkeiten in Berlin begibt sich außer dem Groß­fürsten Wladimir, der Großfürstin Maria Pawlowna und dem Großfürsten Nikolaus Michailowitsch eine Deputation, bestehend aus dem General der Kavallerie Strukow, dem Fürsten Bjeloselski-Vjeloselski und dem Fürsten Orlow, Oberst im Leibgarde-Preobraschenski-Negiment, ferner eine Deputation des k^einrussischen Dragoner-Regiments, dessen Chef der Kronprinz ist.

Tas M'inisterkomitee sprach sich in seiner gestrigen Sitzung für die Zulassung des Deutschen als Unter­richtssprache in den baltischen Privatmittel» schulen aus. Die Zöglinge dieser Schulen werden, bevor sie die den Msolventen der Mittelschulen zustchenden Rechte erhalten, eine Prüfung in der russischen Sprache zu bestehen haben.

Washington, 24. Mai. In Managua wurde am 19. Mai ein Vertrag zwischen England und Nicara­gua unterzeichnet, der die Souveränität. Nicaraguas über die M o s q u i t o k ü st e anerkennt imb die Benutzung von San-Fnan-Nic^raai'a als freien Hafen aufhebt.

Der S\nt(K.

Admiral Birilew, der nach den neuesten Nachrichten znm Kommandeur bet russischen Flotte in Ofiasien anSersehen ist und sich in den nächsten Tagen nach Wladiwostok begeben wird, wurde 1844 geboren. Seine Ausbildung erhielt er im Marinekadettenkorps, daS er 1864 mit dem Range eines Midskipmans absolvierte. Im Jahre 1880 kommandierte Birilew als Kapitänleutnani die PanzerfregatteAdmiral Lasarew". Zum Kapitän zweiten Ranges befördert, erhielt er 1886 das Kommando über einen Minenkreuzer. In der Folge kommandierte Birilew daS PanzerschiffSissoi Weliki" und das PanzerschiffGangut". Im Jahre 1894 erfolgte die Ernennung zum Kommandeur deS Lehr-^lrtillerie-Geschwaders und des Geschwaders des Mittelländischen Meeres. Vizeadmiral wurde Birilew im Jahre 1901.

Javanische Anstrengungen.

Daily Telegraph" meldet tin§ Tokio: Der Bau be\ Eisenbahnstrecke Kirin-Chanchun ist vollendet und eine breite Straße nach Süden angelegt zur Beförderung von Vorräten. Die Eisenbahnverbindung von Dalny nach Mukden ist wiederhergestellt. Die japanische Armee ist verstärkt worden and ist jetzt wieder ebenso stark, wie vor der Schlacht bei Mukden. liegen Anzeichen vor, daß die Russen an der Grenze der Mongolei, ebenso in der Richtung auf Sinminting Tätigkeit entfalten. Eine sehr erhebliche Kurssteigerung trat gestern im Aktienmärkte ein. Einige Werte erreichten den höchsten Stand seit dem Beginn des Krieges.

Tie Eisenbahnverbindung mit Wladiwostok.

Wie die Petersb. Telegr.-Ag. mitteilt, ist die Meldung desDaily Telegraph", daß die Eisenbahn-Verbindung mit Wladiwostok unterbrochen sei, vollkommen unbe­gründet.

Scharmützel in der Mandschurei.

Line witsch telegraphiert vom 23. Mai: AIS eine Abteilung am 21. Mai gegen die Station Tschantifu vorrückte, wurde sie von feindlichem Gewehrfeuer aus den Schützengräben auf den Höhen nördlich der Station em­pfangen. Slls die Abteilung junt Angriff vorging, räum­ten die Japaner die Schützengräben.

Aus Tokio wird amtlich gemeldet: Am Nachmittag des 21. Mai griffen ein Bataillon russische In­fanterie und sechs Schwadronen russische Kavallerie die nördliche Anhöhe bei C h i n y a n g p a o , 10 Meilen nördlich von Weiyuanpaomen, an, wurde aber zurückgeschlagen. Am Morgen des 22. Mai gingen ein Bataillon Infanterie und drei Abteilungen Kavallerie auf der Straße von Kirin- Taolu gegen Ehienchent zu vor. Eine Kompagnie In­fanterie erreichte eine Anhöhe westlich von diesem Dorfe. Wir trieben beide Abteilungen zurück. Die feindliche Kavallerie auf dem rechten Ufer des Liaho begann sich am Morgen des 22. Mai zurückzuziehen. Nachmittags 5 Uhr stand der Feind südlich von Talun, 17 Meilen westlich von Fakumen. Im übrigen ist die Lage mit Ausnahme kleiner Zusammenstöße unverändert.

Zur Neutralität der Franzosen.

Saigon, 24. Mai. (Agence Havas.) Es sind strenge Bestimmungen erlassen worden, welche die Ablieferung von Kohle innerhalb der Kolonialgewässer verbieten. (Vermut­lich haben die Russen genug Kohlen eingenommen. D. Red.l Nene Kriegsanleihen?

Aus Berlin schreibt man uns: An der Berliner Börse erhalten sich aller Deßreitnng zum Trotz die Gerüchte von neuen Anleihen d'r Kridhrenden. Mit einer japanischen An­leihe wurde die Deutsche Bank in Verbindung gebracht, und man wußte sogar im Kreise angeblich Eingeweihter mitzu­teilen, daß die Aufgabe von Bestellungen an die deutsche In­dustrie zur Bedingung gemacht worden sei. Wir erfahren, daß Anleiheverhandlnngen dieser Art el^nsowenig im Werke sind wie mit der russischen Regierung. Wir geben aber dies Dement: mit dem Vorbehaltfür jetzt". Denn eine grundsätzliche Abneigung, an einer japanischen Anleihe sich zu beteiligen, besteht in der Berliner Großsinanz keineswegs- auch hat Japan längst sein Augenmerk aus den deutschen Marckt gerichtet Es kann also geschehen, daß in etlichen Mochten» das Ereignis dock eintritt. fcte ncuc