brauchte.
An Bord befanden sich 70 Passa
gehalten hatten.
Die Katastrophe er-
aierc und 28 Mann Besah ung.
D. Tal. Anz.
(Gcrnsh. Ztg.), Herr L. Keitmann, sein
Handel
des
Oberschles. Eisen-Industrie 134.60
sind
hat
Türkenlose . .
. . 138.60
4% Griech. Monopol-Anl. . 53.60
4% äussere Argentinier
Börse, 20. Nov., Anfangskurse
4% Öesterr. Goldrente. .
4*/6 Oesterr. Silberrente
Laurahntte .
Nordd. Lloyd
. 174.60 . 149.80’ . 241.50 . 180.70 . 190.60
. 164.60 . 211.60
4%
4%
Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk .
Am Montag, 20. November, * mitteilt, der Verleger deS
140.00'
131.00
271.75
Harpener Bergwerk Laurab'itte . .
Lombarden E. B Nordd Lloyd . .
Türkenlose . . .
100.30
100.30
95.60
Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn
. 246.75
. 137.20
Gelsenkirchen Bergwerk . 230.00
Hamburg - Amerik. Pnketf. 164.70
Harpener Bergwerk . . . 217 30
100.55
89.00
100.85
8910
99.30
217.50
255.80
24.70
124.50
138.70
. . 256.00
. . 124.30
3% 327-
3% 327- 32%
ibung gegen itzer und Stadtv.; Erklärung: den Ausführungen? tadtparlameul' ui & emi Proiesjors St. es der betreffende? in Justizrats Dr. @v sachlich der Fall ro: e Griechen hatten'; Stadtverordnete, tei »politischen ©toter 'c Freiherr v. W
verliefen.
Gernsheim, 18. Nov.
67.75
67.95
94.50
95.70
89 80
niet eoangeU Hauptturme; te t
ckden, M
aen, »ta ter tete\< zu Sinn te\
Aießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
BoranSsichtlichc Witterung iu Hessen für Dienstag, den 21. November 1905: leicht roolfiq. etwas kälter, höchstens noch vereinzelt im Lande gerinne Niederschläge.
Näheres durch die ßiieüencr Wetterkarte.
.goldenes Jubiläum als Buchdrucker. Hierzu herzliche Gratulation, vereint mit dem Wunsche, daß e§ de>n Jubilar vergönnt suin möge, sich noch recht viele Jahre seinem 'Berufe widmen zu können.
* St I c ; "t e M i t t ' > t " " a e n aus Hessen und den ’N a ch b a r st a a t e n. Iu Philippsthal bei Hehfeld stieß man bei Bohrungen nach Kali am eine war in e Solquelle. — Tic Sektion WormS des Teutsch-österreichischen Alpen- Vereins beschloß den Bau eines U n t e r k u n s t s h a u s e s auf dem Kapeljoch im Montafon (Vorarlberg!. — Tte Stadt- -Verordnetenversammlung zu Kassel beschloß die Eingemeindung her Vororte Kirch-Titmold, Roten-Ditmold, Bettenhausen und 'Wahlershausen. Tic Einwohnerzahl Kassels wird durch diese vier neuen Stadtteile auf 135 000 erhöbt.
•feiert, wie der „Rhein. Boten"
Telefonisch® Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für nnd Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse. 20. Nov., 1.15 Uhr.
370 Mexikaner . . 427o Chinesen . .
Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . .
Tendenz: fest.
Berliner
Canada E. B. . Darmstädter Bank .
Deutsche Bank Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest
Hrikflmsten der RedaktilM.
(Anouhmc Anfragen bleiben nnberiitlsichtigtL
W. Erika Wedekind und Frank Wedekind Geschwister.
K. G. Tic Wormser Rede des Dr. Gutsleiich der ..Wormser Volkszeitung" im Wortlaute beigelegen.
ollen Teilen Mohlgelungeuen Winterfest. Tie Turnhalle war auf den letzten Platz b-s-tzt und schnell machte nch eine heitere
Stimmung geltend. Das a'.isgestellte Programm roor,so recht danach angetan, jedem Festbesuchcr raich die beite Seite der Fidelitas abzugeNTinncn. Obenan (tefjen die sehr schon zu Gehör gebrachten Vorträge der hiesigen Regiments-Munk, ausgestattct mit verschiedenen Soli für Violine und Trompeten. Derr Gun und sein Partner ernteten wahren Beuallslturm, sodaß sich Musildirektor Krauste, der den musikalischen Teil selbst leitete, zu einer Einlage veranlaßt sah. Tie Gesangsvorträge des Sängerchors des T. V. lieferten den Beweis, daß der Turner auch Sänger sein kann. Der Tirigent, Derr Kasten, bot tn reicher Abwechselung der Lieder einen schönen Genuss Mit dem Wunsche, es möchten sich noch recht viel junge Leute den Bestrebungen des Säng-'rchors anschlieseu, wünschen wir ein eifriges Vorwärts- schreiten auf der betretenen Bahn. In humoristischer Richtung imirde uns die gerade zur Jetztzeit angevaßte „Schweineno^ mit Orcheßerbegleitung aufgctischt. die allgemeinen Beifall fand, d. b. bie Aufführung, nicht die Schmeinenot! Auch hier mußte das Programm durch verschiedene Einlagen ergänzt werden und die Festteilnehmer amüsierten sich aufs angenehmste. Mer bei all dem vielen Schönen regte sich die Frage nach dem turnerischen Teil, es kann verraten werden, daß die Riegen der Aktiven, der Männer und der Damen, an Effekt und Exaktheit den übrigen Darbietungen vollständig ebenbürtig waren. Das Turnen am Reck bat großartiae Leistungen und ebenso fand das mit Musikbegleitung vorgeführte Kenl^nschwingen der Männer- und Alters- rieqe lebhaften Beifall. Diese Hebung zeigte so recht, nrie auch für den Aelteren Erholung und Genuß auf der Turnstätte ge- schsifi werden kann. Gar mancher wird wohl nach dem Gesehenen nicht säumen, sich 'der Mtersriege anzuschließen. Der Tamenreigen bildete den Glanzpunkt des Mends. Eingeübt von kundiger Hand, folgten die 16 Damen den Winken ihres Meisters, um die verschi-'^en-'n Stellungen in bewunderunas- «tmrDtgcr Anmut und Schönheit auszufühttn. Der lebhafte Beifall. sowie eine den 3 cilnclymcrimrcn gewidmete Blumendekor--tion wird ihnen noch lange in schöner Erinnerung sein. Ter Turnverein kann ftoh nuf den in jeder Beziehung schonen Verlauf seines Winterfestes sein. _
**■ DerMännerturnv er ein Gießen hielt am Sams-
Preise steigen, wird man diese Morgengabe in der Tat eine wahrhaft fürstliche nennen können.
• Ein netter Druckfehler ist dieser Tage der Berliner „Boss. Ztg.* passiert. Im »fürstlichen Theater zu Gera fand die Uraufführung des Dramas ,Frost im Fr-'i h l i n g" von Leo Lenz-Dresden statt. Tie genannte Zeitung ließ sich darüber berichten und der Druckfehlerteufel, der ihr ganz besonders gewogen ist, veränderte dabei den Titel de? Dramas in .Prost dem Prüfling".
* Kleine Taaeschr o u i k In Wilster (Holstein) sind anscheinend infolge Genusses verdorbenen Fleisches die Frau und zwei Kinder des Gerbers Becker gestorben. — In der nacht wurde ein italienischer Arbeiter von zwei Burschen in Wilden bei Tiegen er ft oeben. — TaS „Berk. Tgbl." meldet aus Konstantinopel: Bei einem Erdbeben am Berge AthoS wurden durch abstürzende Felsen mehr als zehn Mönche getötet.
Reichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . . .
Oberhessen .
. 90.50
. 67 70
. 97.70
Leipzig, 20. Mv. Die Sozialdemokraten veranstalteten, hier fünf Versammlungen, in denen sie das allgemeine^ gleiche und geheime Wahlrecht forderten.
Leipzig, 20. Nov. Nach 5 großen sozialistischen Versammlungen veranstalteten 10000 Leute eine Demonstration in den Straßen gegen das sächsische Klass en- wahlrecht, die mehrere Stunden dauerte und ruhig verlief, sodaß daS starke Polizeiaufgebot nicht in Tätigkeit zu treten
tag abend im Netten Saalbau einen Festko mmers ab zur Feier ber vor 20 Jahren erfolgten Vereinsgründ- it n g. Tie Mitglieder des Vereins waren nebst den Vertretern der hiesigen Vereine zahlreich erschienen und als Vertreter des mittclrbeinifcbcn Turnkreises war streisvertreter Turninsvcktor Schmuck von Darmstadt anwesend. Nach einigen Musikstücken "ber Regimentskavelle begrüßte der 1. Sprecher des Vereins. Rechts- Anwalt .Kaufmann, die Gäste und brachte, anknüvsend an die 'vaterländischen Bestrebungen der Turnerschaft ein Gut .Heil aus .st'aiser und Großherzog aus. Mehrer Kling, der 2. Sprecher, gab sodann in seiner Festrede einen Ueberblirf über die Verein?- aeschichte und gedachte vor all-'m dabei der 16 .Herren, die am 18. Nov. 1885 den Verein gegründet bitten. Mit dem Wunsche, d'ß es dem Männerturnverein vergönnt sein möge, auch in Zukunft seinen Bestrebungen mit gleichem Erfolg dienen zu können, lchloß her Festredner seine mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Ausführungen. Der erste Vorsitzende, den der Verein hatte. Herr Müller, übermittelte den Tank der Mitavünder und brachte auf ii '•? fernere Blühen und Gedeihen des Vereins ein Gut Heil »ui?. Kreisvertreter S ch m u ck von Darmstadt übermittelte die «Vlückwünsche des Mittelrb?inkr''ises und feierte den Iubelverein »ils ein turnerisch tüchtiges und angeseh nes Glied des Kreises. vVaubcrtrefer Stadtv. Helm- Gießen gratulierte im. Namen des Gaues Hessen und her Gießener Turnerschaft, indem er dem Wunsch Ausdruck gab, daß auch fernerhin Tiimbercht und Männer- in'rnverein in inniger Fül/ima mit der Gießener Bürgerschaft fideiben möge. Rechtsanwalt Kaufmann überreichte sodann stem Vereinsrechner M ar g ol f, der 20 Jahre im Vercinsvorstand "öfig ist, als Zeichen dm Anerkennung ein wertvolles Schreib- ..eng, wvft'lr dieser herzlich dankte. Der Turnverein gratulierte dem Iubelverein durch ein herzliches Glückwunschschreiben, indem er gleichzeitig als Festgabe einen prachtvollen Regulator nibersandte. ‘ Telegraphische Beglückwünschungen waren von Bens- r im, Offenbach, Rodheim a. d. B., Frankfurt, Darmstadt, Ms- iefb und Berlin cingetaitfen. Für den Schützenverein überreichte te-sseu Bberschützenmeistcr. Stadtv. Brück, mit herzlichen Worten
inen Fahnennagel, mährend stnd. Müller die Glückwünsche iier akad. Turnerverbindung Eh'er'iskig übermittelte. Fabrikant "8 indewald feierte in längerer Ausführung das schwertfreudige ind gemütstiefe deutsche Volk und die deutsche Tumerschoft als Die Hüterin des nationalen Gedankens. Jur übrigen bestand der -schon verlaufene Kommers aus Musikvorträgen, gemeinsamen «Gesang und hübschen Gcsanasdirbietungen des Daner'schcn Ge- srngvereins unter Leitung seines Dirigenten Gernhardt. Die G' ickn üi'sche dieses Vereins übermittelte Herr Todt. Die a V iiven Turner des M. T. B. brachten in die lange Reibe 'der Reden und musikalischen Genüsse eine angenehme Mwechsel- ung und zeigten mit den vorgesnhrtcn flotten Stab Übungen und freien Ppramideu, daß das Turnen im Männer tu rn- •nerciu eifrig gepflegt wird. Die nach 1 Uhr beginnende Fidelitas hielt die Teilnehmer des K'ornmerses noch lange zusammen. — Am Sonntag sand ein gemeinsamer F-rühschoppen im Hotel Schütz und abends ein Festball im Saalbau statt, die beide bestens
Münch en, 18. November. Tic Akademie der Wissenschaften wählte zu korrespondierenden Mitgliedern u. o.: Professor der Plnlosovhie Husserl-Göttingen, den Professor der romanischen Philosovhic Tobler-Berlin, den Professor des Sanskrits Windisch-Leipzig, den Präsidenten der Physikalisch-Technischen, sReichsanstalt in ' Eharlottenburg Geh. Regicrnngsrat Warburg owie den Professor der Zoologie Bin m-Leipzig.
. 174.00
. 150.00
. 241.40
. 99.70
. 164.60
Dermildbte#-
e Ei n Brautkleid int Werte von 20000 Mark dürste nicht zu den Alltäglichkeiten gerechnet werden und selbst in England, wo der Luxus in Bezug aus Toiletten noch weiter getrieben wird als selbst in Paris, eine Seltensein. Deshalb bildet dieses kostbare Kleid auch augenblicklich den Gegenstand der Unterhaltung der Londoner Society. Die glückliche junge Braut, die es tragen durfte, mar Miß Beri;l Spencer-Churchill, die an einem dieser Taae ■an den jugendlichen Herren Harold Pearson verheiratet wurde. Diese Vermählung, der auch Mitglieder der englischen Königsfamilie beiwohnten, bedeutete zugleich eine neue Verschmelzung des britischen Geburtsadel mit der 'Geldaristokratie. Denn Lord Edward Spencer-Churchill, der 'Later der nunmehrigen Fran Pearson, ist ein Sproß des HerzogshauscS von Marlborough, während Sir Wcetmann Pearson, der Vater ihres Gatten, ein neugeadclter, millionen- ueicher Großkaufmann ist. Sie Weetmann hatte denn auch Iben Spitzenüberwurf dieses phänomenalen Hochzeitsgewandes, Sher dessen eigentlichen Wert darstellt, seiner künftigen Schwiegertochter als Morgengabe verehrt und, wie eS heißt, sttammen die Spitzen ursprünglich aus dem Vatikan. Wenn fflnan bedenkt, daß cs heutzutage gar kein übles Geschäft ist, ffsein Geld in Spitzen anzulcgen, die von Jahr zu Jahr im
42% russ.Staatsanl. 1905 42° n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903
Uhlenhorst ist auf der Fahrt hierher in der Nähe von HclsingforS untcrgegangen. Die Besatzung und die Passagiere sind ertrunken.
Breslau, 20. Nov. Der praktische Arzt Rosenberg in Sccbnih im Kreise Lüben soll ein neu»es Mittel gegen Tuberkulose gefunden haben.
London, 20. Nov. lieber die Sch iffSk atastrophe bei St. Seroant wird noch gemeldet: DaS Unglück ereignete sich um 10 Uhr abends, daS Schiff sank binnen 2 Minuten. Die Ursache der Katastrophe ist darin zu suchen, daß sich der Kapitän durch das Licht bc5 LcuchtturmeS irre- führen ließ. Nach einem späteren Telegramm konnte ein Boot deS Dampfers Ada 12 Passagiere und einen Matrosen retten, die sich an den Masten des untergegangenen DampscrS
eignete sich, als die meisten Passagiere schliefen, dadurch erklärt es sich, daß nur 2 Rettungsboote abgelaffcn wurden. Das eine Boot kam mit 12 Passagieren in St. Malo an, das 2. Boot wurde bei Cast leer an den Strand getrieben. Da dort auch 13 Leichen angetrieben wurden, glaubt man, daß das Boot gekentert ist und die Jnsaffen ertrunken stnd Mehrere Dampfer sind an den Unglücksort abgegangen, um die Leichen zu bergen. Von der Hilda ragen noch der Mast und ein Teil des Rumpfe? auS dem Wasser hervor. Die Zahl der Ueberlebendcn ist noch nicht genau fcstgestellt.
Glasgow, 20. Nov. Bei dem Brande sind 40 Personen um gekommen und 35 meist so schwer verletzt, daß nur wenige mit dem Leben davonkommcn werden.
Madrid, 20. Nov. Di- „Correspondencia" meldet, daß im Mai n. I. die Verlobung des Königs mit der Prinzessin von Battenberg stattsinden werde.
Wien, 19. Nov. In verschiedenen Bezirken von Wien fanden heute 25 nach Erwerbszwciacn geordnete sozialdemokratische Versammlungen statt um Propaganda die am Tage der Parlamentserösfnung zu veranstaltende Kundgebung! für das allgemeine Wahlrecht zu machen. Es wurden Beschlüsse angenommen in denen in scharfen Worten zum Wahlrcchtskampfe, eventuell zum Massenausstand aufgesordert wird.
Petersburg, 19. Nov. lPctersb. Tcl.-Ag.l Die Bauern- unrufrm nehmen z u. Im Bezirke Sterns Qskol im Gouverne ment Kursk sind 17 Landgüter geplündert und in Brand gesteckt worden. Infanterie und Kosaken sind dorthin entsandt worden. Tie Gouvernements Kursk und Pensa, wo es gleichwlls zu Bauernunruhen gekommen ist. wurden als im verstärkten Der' teidigungszustande befindlich erklärt.
Moskau, 19. Nov. Der Kongreß der städtischen Sem st wo s wurde heute nachmittag eröffnet. Vertreten waren 26 Gouvernements und 36 Städte: aus Polen waren 23 Mgeordnete erschienen. Der Bürgermeister von Saratow Nemirowski sprach von den Schrecken, der Bauern Unruhen und sagte, das Heil beruhe allein in dem Zusammengehen mit dem Grafen Witte. — Graf Hepden sagte, es sei notwendig, daß die Negierung sich nicht in Widersprüche verwickle. Neben der Verfassung bestehe eine autokratische Gewalt: diese könne das Manifest vom 30. Oktober aufheben. Man habe die Freiheit verkündigt, gleichzeitig aber den Bela gern- ungszustand proklamiert und Generaladjutanten mit unbeschränkten Vollmachten ausgestattet. Es bedürfe allerdings gegenwärtig einer starken Machtentfaltung, aber einer solchen, die gut und auf den Gesetzen begründet sei. Man müsse Senatoren entsenden, nicht Generale, und den Bürgern! ihre Rechte durch eine ordentliche Justiz sicherstellen. Solche zeitweiligen Gesetze, irwlchc die Freiheit zu verwirik- lichen vermöchten, seien wichtiger als Wahlrechts- s r a g c u , die durch die Duma ausgearbeitet werden würden. — Der Vertreter der Stadt Stawropol Abramoff sprach^ sich gegen eine Besprechung mit Witte aus. Die Regierung habe an demselben Tage Akte der Willkür in ganz Rußland begangen. Man mü^e sich im Namen des Kvngresses! cm das ganze russische Vol wenden und dasselbe über die gegenwärtige Lage aufklärcn. — Roditscheff erklärte! sodann, die Regierung begreife die Lage nicht, sie wolle nicht zugleich tatkräftig und gesetzlich vorgehen. Wenn die Regierung aber einer Stühe bedürfe, so müsse man ihr helfen, aber unter der Bedingung des feierlichen Versprechens, sich von der Reaktion zu trennen. Man müsse der Regierung! helfen, das grundlegende Gesetz vom 30. Oktober zu verwirklichen: aber zuvor müsse die Regierung etwas leisten, wo.S Vertrauen zu ihr erwecken könne.
Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen ,, III
(hriiiinatzDraljlm-'l'duiiqen.
R.B. Darm stadt, 20. Nov. (Eig. Drahtbericht. > Heute vormittag 7U-» Uhr wurde iu der Nähe des Exerzierhauses von dem hier garnison'erenoe? Lcibdragonerregimcnt Nr. 24 in einem Naturtcmpel die Leiche eines Dragoners aufgcfundcn Offenbar liegt Selbstmord vor. — In der'Nähe der Kaserne de? Feldartillerieregiments Nr. 61 irurbc im freien Felde die Leiche eines unbekannten etwa 40 Jahre alten Mannes erschossen auf gefunden. Der Tote trug einen Zettel bei sich, auf dem der Name A. Kant aus Frankfurt stmcd.
Köln, 20. Nov. In Kalk geriet ein Kutscher mit seinem Dien sttz e r ren iu streit, wobei er letzteren durch einen Sd;u>; iu den Kopf i c w e c ve^r letzte. Der Kutscher brachte sich bann selbst einen . blichen ^chuß bei.
gpielpfaK der «reinigten .frankfurter Ztadttheater.
CVcrnbanS.
Dienstag den 21. November *): „Iphigenie nuf Tauris." Mittwoch den 22. November geschlossen. Donnerstag den 23. Nov.: Riaoletto." Hierauf: „Ter verlorene Groschen." Freitag den 94 November, abends halb 8 Uhr: „Frühlingslust." Samstag den 95" November: „Fidelio." Sonntag den 26. November, nach- mütags halb 4 Uhr: „Ter Waffenschmied" Abends 7 Uhr: „Mignon." Montag den 27. November, abends halb 8 Uhr: „Der Trompeter von Säkkingen."
LchanspiclhanS.
Dienstag den 21. November: „Was ihr wollt." Mittwoch den 22. November geschloffen. Tc.merstag den 23. November, abends halb 7 Uhr: „Faust." 1. Teil mit Prolog im Himmel. T-reitug den 24. November: „Das schwache Geschlecht." Lamstag den 25. November: Zum ersten Male: -Der Vi eine prüfte." Sonntag den 26. November, nachm. halb 4 Uhr: „Zaza." Abends 7 Uhr: „Maria Stuart." Montag den 27. Nov.: „Ter Vielgeprüfte."
•) ywwng, wenn nicht anders bemerkt, abend? nm 7 Uhr.
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verlangt. «Wen Prione- *cn Männern inV öie eingangs gekn n Lefononueral6. Leichtfertigkeit unb; eichchen Bevölkerns bleiben, ob bie i >eb «»erschwinglich!: yiehteuetung habt- laficn/
Had)bem in bese:. >ch am gestrigen t it die Wahl Rö: mmige Wahl ikreis Hungen-Li:
. 112.90
. 00.00
. 24 80
. 143.50
. 125.00
ng. Eine W ünbung eines Freid ich einem kurzen S: ud o‘3H. über be« § beschlossen wtck mbc§ zu begrünte:.
29. b. M. eine : n, in welcher bit>
-lllch-ft fü;: och abenb im Vor- 'ichc HaiiptveG l geht ein Bockte mgsiveise der M. oraus, zu dem
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handel unb Werke! r. ^otkswirtslffaft.
Verstaatlichung d e r B e r g w e r k e. In Börsenkreisen wird wieder leise an dieses Thema gerührt. Es heißt, dap der Staat angesichts der ständigen Gährnng im Rnhrbezcrk lerne Stellung in der dortigen Kolilenindustrie noch befefügen werde, um in diese Bewegungen nachdrücklicher eingreifen ru können. Damit will man gewissermaßen saaen, daß der neue HandelsmmNter hic Kastanien ans dem Teuer holen soll, an denen sich sein früherer Kollege die §>ände verbrannte. Auch hofft man weiter, daß an einen Streik vorläufig nicht au denken ist, und dancm waren vergangenen Samstag Kohlenaktien wieder einmal zu steigenden Preisen gesucht. . , ,
Besteuerung des Brauerei-Gewerbe-,'. Tie geplanten Steuern auf Bier erregen in Brauereikreisen große Besorgnisse und der Vorstand der Brauerei Königstadt-Berlin hat dies auch in seiner letzten Sitzung ausgesprochen und die BcHaup- lung anfgestellt das gnn^e Braugewerbe sei in seiner Existenz bedroht falls die neuen Steuern in der geplanten Höhe zur Durchführung gelangen sollten. Jedenfalls müsse an eine entsprechende Erhöhung der Bierpreise gedacht werden.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."st sämtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreise. Itim Verkaufe standen: 422 Ochsen, 149 aus Oestreich, 33 Bullen, au? 00 Oestreich, 826 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 274 Kälber, 487 Schafe und Hämmel, 1440 Schweine, 0 Siegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 79—82 Mk., 2. Qual 73—75 Mk., 3. Qual. 66—68Mk.: Bullen l.Qual. 68 bis 70 Mk 2. Qual. 64—66 Mk.: Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2.Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk, 4. Qual. 46—47 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälhen: l.Qual. 86—90Pfg., Lebendgewicht 52—54Pf., 2. Qual. 81—86 Pfg., Lebendgewicht 49—52 Pfg., 3. Qual. 64—66 Pfg., Schlachtgewicht 64—66Pfg., Schafe: l.Qual. 70-72, 2 Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 79—SO T'fg., Lebendgew. 62.50 Vfg.. 2. Qu.78-00Pfg., Lebendgew. 61—00 Pfg., 3. Qual. 73—75 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Uederstand unbedeutend: bei Kleinvieh mittelmäßig, kein lleberstand.
fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz "1 sllmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreis e. Weizen Mk. 18—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.25, Kanfas Mk. 18.50—19.25, Roggen (hiesiger! Mark 16.75—17.00, Gerste (Wetterauerl Mk. 17.75—18.50, Frankenfelder Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 15.75—16.50, Mais Mk. 13.75—14, Weizenmehl 27—28.00, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00
bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Noggenmehl 0 Mk. 24.25—25.50, 1. Qualität Vik. 22.00—23.00, Weizenkleie Mt. 9.50 bi-? Mk. 10.00, Roggcnklcic Mk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 11.00 bi? Mk. 11.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. .17.50—18.00. Alle? per 100 Kg. ab hier.
Ärbeiferbeweaunti.
— Ter Bergarbeiterstreik in Oberschlesien behübet fid) stark in der Abnahme. Aus Wildenstcinsegengrube streiken nur 275, auf Myslowitzgrubc 239, Nouprzemsagrube 33, Karlsscgen- grübe 65. ______
20. Nov. Der deutsche Dampfer


