Der Glaube an den Sieg der eigenen guten Sache gebt -urch Leiden; diese Wahrheit wird Karfreitag und Ostern am eindringlichsten gepredigt. Aber sie wird oft zu Ungunsten 'ihrer untrennbaren Kehrseite vergessen, daß der Sieg der Idee, wie uns gerade das Christentum lehrt, das selbst Heinrich Heine eine unzerstörbare und daher unsterbliche Idee genannt hat, vor allem durch Taten geht, durch praktische, nüchterne, energische Arbeit, nicht durch geputzte Worte oder durch dekorative Schaustellung, an der daL Reich «heute auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens leidet. Jeder arbeitet am Sieg der guten Sache mit, der für die Macht und Größe seiner Nation arbeitet. So ist der Sinn der Osterbotschaft die freudige Tat, die ihre Kraft schöpft ans dem unversieglichen Glauben, daß die großen Kulturgüter, nicht nur der Allgemeinheit, sondern vor allem die der eigenen Nation, niemals untergehen können, wenn nur der feste Wille da ist, sie zu erhalten; und wenn dieser Wille auch umgesetzt wird in die frische erfolgreiche Tat.
Jür das schönste Kr dicht
Ayr Schiller und auf Schiller haben wir un9 ent* woffen, unter unseren Abonnenten eine Preiskonkurrenz a/szuschreiben. Wir fordern den weiten Kreis unserer Abonnenten auf, an dieser Konkurrenz sich zu beteiligen. Die Konkurrenz soll sich folgendermaßen gestalten:
1) Die drei besten, von Abonnenten de§ Gießener Anzeigers verfaßten Gedichte auf Schiller werden durch wert- volle Preise ausgezeichnet und am 9. Mai, dem Schillertage, in den Familienblattern zum Abdruck gebracht. Sämtliche drei Preise bestehen in von hervorragenden Künstlern geschaffenen meisterhaften Schillerbildnisseu in geschmackvollen Rahmen.
2) Unsere Abonnenten werden gebeten, der Redaktion der .Gießener Famillenblätter" den Titel des Gedichtes von Schiller mitzuteilen, das ihrem Gefühl nach ihnen das schönste scheint. Unter den Nennern des Gedichtes, das am häusigsten als das schönste bezeichnet wird, kommen ebenfalls mehrere Preise zur Verteilung.
Sämtliche Einsendungen find „an die Eichener Familien- Mtter" zu richten und mit der Aufschrift „Schiller" zu versehen. Der Schluß beider Konkurrenzen erfolgt am 6. Mai.
Unter den bisherigen Einsendern von Gedichten Sus Schiller befinden sich ein anerkannter deutscher Lyriker, dessen schönes Schiller-Poem freilich außer Konkurrenz steht, da er nicht zu den Abonnenten des Gießener Anzeigers gehört, und ein Gießener Universitätsprosessor. Weitere Einsendungen sind erwünscht.
Aus Ztadl u::d Land.
Gießen, 22. April 1905.
** (Ernennungen. S. K. H. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg Schudt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt T *roin 1. Mai, den
Amtsrichter bei dem 9h stadt (Silier zum
Amtsrichter bei dem A njt Wirkung vom
>1. Iilli zu ernennen. V ferner der Lehrer
»an der Oberrealschule zu L. . , v , Wilhelm Müller
und der Lehrer an der Volksschule zu Offenbach Wilhelm Karl Da ab zu Lehrern an der höheren Mädchenschule daselbst, unter Belassung in der Kategorie der Volksfchullehrer, mit Wirkung vom 1. Mai. In den Ruhestand versetzt wurde der Schullehrer an der katholischen Schule zu Habitzheim, im Kreise Dieburg, Johann Aloys GieleS auf fein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai, und es wurde ihm aus diesem 9lnlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. Am 20. 9lprit d. I. wurden ernannt: die Steueraufseher Karl Diehl zu Michelstadt zum Psand- meister für den Beitreibungsbezirk Michelstadt, Wenz zu Mainz zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Groß- Gerau, Bock zu Mainz zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Nidda, Geil zu Mainz zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Fürth, Trautmann zu Worms zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Langen.
•* Erledigt sind: die Stelle des Kreisbauinspektors oes Kreises Oppenheim; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder- Kainsbach, Kreis Erbach (dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu der Stelle zu); die Stellen von zwei Hauptsteueramtsassistenten beim Großh. Hauptsteueramt Mainz, eines Hauptsteueramtsassistenten beim Großh. Hauptsteueramt Offenbach, von drei Steueraufsehern beim Großh. Hauptsteueramt Mainz, eines Steueraufsehers beim Großh. Hauptsteueramt Darmstadt, eines Steueraufsehers beim Großh. Hauptsteueramt WormS (letztere Stelle ist vom 12. Mai ab zu besetzen), sowie einer Steueraufseherstelle in Michelstadt.
•* Der Inspektor des Naturalienkabinetts vn Großh. Museum zu Darmstadt, Prof. Dr. G. v. Koch, ist, wie man uns heute schreibt, nicht in den Ruhestand getreten, sondern auf fein Ersuchen und um seine ganze Kraft der Neueinrichtung des Museums widmen zu können, von der Nebenstelle eines Lehrers der Zoologie an der Technischen Hochschule entbunden worden. Letztere Funktion wurde dem
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Unterzeichneter bestellt bei der Geschäftsstelle des Gießener 9lnzeigers, Gießen, Schiilstraße 7, . . . Kupfergravüre „Friedrich Schiller" nach dem Originalgemälde von A. Graff, k 4 Mk. gegen bar.
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Ort...............* ................. r
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BiNe Prf und Namen recht deutlich zu febretbeu, diesen 9WMhettel abmtrennen, in Umschlag mit 3 Pfg.-Marke zu stecken und an die Geschäftsstelle des (Siebener Anzeigers xit
X^-aV >xeu.
Museumsassistenten Dr. Th. List, ebenfalls als Nebenstelle, übertragen.
Butzbach, 21. April. Das hiesige Bataillon traf gestern abend vom Truppenübungsplätze bei Darmstadt wieder hier ein. Gestern vormittag hatte es durch den kommandierenden General v. Eichhorn in 9lnwesenheit der übrigen Vorgesetzten Besichtigung und Se. Ezxellenz sprach sich äußerst lobend über den Zustand des Bataillons aus. (B. Z)
g. Büdingen, 19. April. Gestern stürzte hier die baufäüige Scheuer des Fuhrmannes Schwarz ein und begrub eine in der Nähe sich aufhaltende Frau unter ihren Trümmern. Wie dtirch ein Wunder kam sie nur mit einigen leichten Hautabschürfungen davon. — I. Durchl. Gräfin Cotlalto ist aus Teschendorf (Mecktenb.) zu längerem Aufenthalt am hiesigen Hofe eingetroffen.
1c. Frankfurt a. M., 21. April. Der Kaiser wird am 18. Mai zur Einweihung der MathäuSkirche hier erwartet. Es hat sich bereits ein Empfangskomitee gebildet.
verinischtes.
* D i e drei Leichen in der Blechkiste. Wie wir mitteilten, wurde in Coventry bei London der Apotheker Devereux verhaftet unter dem Verdacht, seine Frau und zwei Kinder ermordet und dann in einer Blechkiste in Leim verpackt zu haben. Als Devereux verhaftet wurde, hatte er sofort seine Unschuld beteuert. Der Verteidiger Pierron behauptet, D. sei völlig unschuldig. Er sei mit seinem siebenjährigen Knaben zu einem Spaziergange ausgegangen, nnb als er heim kehrte, habe er seine Fran und seine jüngsten zwei Kinder tot aufgefunden. Devreux habe nun den Kops verloren und aus Furcht, daß man ihn möglicherweise dieses dreifachen Mordes beschuldigen könnte, sei er auf den Gedanken verfallen, die Leichen um jeden Preis zu verbergen. Deshalb verpackte er sie in der Blech kiste, füllte diese mit Leim an und übergab sie einem Spedt- teur zur Aufbewahrung. Zu Gunsten dieser überraschenden Verteidigung spricht vorläufig nur ein einziges Moment: das dritte Ksud, der siebenjährige Stanley, wurde wirllich ganz wohlauf in einer Schulpenswn in Kenilworth ausgcfuuÄen, wo ihn sein Vater, der ihn stets zärtlichst behandelte, untergebracht hatte. Die schließliche Entscheidung in diesem mysteriösen Vorfälle wird vom Ausspruche der gericktsärztlichen Sachverständigen abhängen. Falls diese für den Selbstmord Anhaltspunkte finden, dann ist auch möglich, daß die Geschworenen die Verteidigung Devereux', der einer ausgezeichneten, allerdings verarmten Familie angehört und dem persönlich niemand ein derartiges Verbrechen zutrauen würde, acceptieren und ihn frrifprechen.
* Unfälle bei de r Marine. Wie die „Kieler N. N." melden, hat sich der General-Inspekteur der Marine, A d m i r a l von Köster, bei einer Schießübung an Bord des Panzerschiffes „Kaiser Wilhelm der Graste" eine Q u e t i dj u n g des linlen Untersck>en?els zugezogen, die ihm einige Zeit Schonung auferlegt. In den laufenden Dienstgeschästen wird er von dem Cbef 2. Geschwaders, Vizeadmiral Fischel, vertreten. — Aus der soeben beendeten Uebungsreise des Geschwaders^ wurde vor Saßnitz bei starlem Unwetter der OHerrn atro se Schulz vom Linienschiff „Elsaß" durch eine Sturzwelle über Bord geschleudert und ertrank, obwohl sofort von allen Schiffen Rettungsboote ausgesetzt waren.
• Ein „amerikanisches Duell" wegen des Wagner sch en ^orfi f al*. Zwei Operngesellschaften durchreisen zurzeit die Vereinigten Staaten, die beide den „Parsifal* aufführen. Dir. Savage bringt i.ne englische Bearbeitung dos .Parsisi' Conried läßt die
Oper nach der Originc \ in Bayreuth"
spielen) wie auf den Sä» Diesem „bester
als in Bayreuth" stellt der „®auloi§"
schreibt, folgende Heraus,oroerung entgegen: „Mr. Conried behauptet, daß er mehr Geld für die Aufführung des „Par- fifal" ausgibt wie ich. Das ist möglich; aber er nimmt auch mehr ein. Die Plätze, die bei mir drei Dollars kosten, kosten bei ihm zehn. Trotzdem schlage ich ihm eine Wette vor und setze dafür 8000 Dollars au§. Ich wette: 1. 2000 Dollar, daß mein Frauenchor besser als seiner ist. 2. 2000 Doll., daß mein Männerchor bester als seiner ist. 3. 2000 Doll., daß meine Künstler besser als seine fingen. 4. 2000 Doll., daß mein ganzes Ensemble, einschließlich Beleuchtung und Dekorationen, dem seinen überlegen ist. Ich schlage eine Jury von drei Komponisten vor. Ten einen wählt er, den zweiten wähle ich, und beide werden einen dritten bezeichnen, der nötigenfalls den Ausschlag gibt. Tie 8000 Dollar werden zu wohltätigen Zwecken überwiesen.*
(Gmrhtf-riiaL
R. V. Darmstadt, 20. April. Vor der hiesigen Strafkammer b”tte sich heute der frühere Hilfsrechner bei der Metzger- innung, Friedrich K l a r m a n n , wegen Betrugs und Unterschlagung zu' verantworten. Er war im Frühjahr 1904 vom Obermeister der Innung angeftellt worden, um, diesen bei der umfangreichen Gestbäftsfiihrung zu unterstützen; ibm^wurde die Fleischkasse und besondm:s die Mters- und Jnvaliditätskasse der Innung anvertraut. Der Angeklagte war aber einer geordneten Buchführung nicht gewachsen, es fehlte auch d'e nötige Aufsicht und Kontrolle und so ließ er sich in wenigen Monaten Unterfchlagnngen von ca. 1400 Mark zu Schulden kommen. ?lls ihm der Boden unter den Füßen heiß wurde, fluchtete er unter Mitnahme von 400 Mark Bargeld nach der Schweiz, von wo er aber wieder hierher ausgeliefert wurde. Da K. neben der Unter» schlagung von 920 Mark bei den Versicherungskassen auch noch einem Gastwirt unter falscher Vorspiegelung über 200 Mark abgeschwindelt hatte, wollte ihn der Staatsanwalt 1 Jahr vier Monate ins Gefängnis schicken. Der Oserichtshof nahm aber die bisherige Unbescholtenheit des A^g-ffagten als M'ür-erungsgrund an und verurteilte ihn zu 8 Mcnaten Gefängnis.
<5tunft und Mißenschast
O E i n merkwürdiges Urteil über Schiller im p e r s ö n l i ch e n V e r k e h r ist bemerkenswert, weil es von einem glaubwürdigen lind guten Beobachter ansgelu und dennoch zu anderen ebenso gut verbürgten Berichten über Unterredungen mit Schiller in starkem Widersprach steht. Dian kann au§ diesem Gegensatz entnehmen, wie sehr das Wesen des genialen Mannes von Stimmungen beherrscht war. Der Philosoph Schelling besuchte im Jahre 1796 als Holmeister zweier Barone von N i e d e s e 1 aiü der Reste nach Leipzig Schiller in Jena und schrieb über ihn folgendes in sein Tagebuch: „Ich habe Schiller gesehen und viel mit ihm gesprochen, aber lange könnte icb's bei ilnn nicht antzhalten. Es ist erstaunlich, wte dieser berühmte Cchrtitsteller im Sprechen so inrchtsam sein kann. Er ist blöde und schlägt die klugen nieder; was soll da ein anderer neben ihm? Seine Furchtsamkeit macht den, mit dem er spricht, noch furchtsamer. Derselbe Mann, der, wenn er schreibt, mit der Sprache despotisch schaltet und waltet, ist, indem er spricht, oft um das geringste Wort verlegen und mutz zu einem französischen seine Zuflucht nehmen, wenn das deutsche auSbleibt. Schlägt er die Augen auf, so ist etwas Dlirchdringendes, Vernichtendes in seinem Blicke, das ich noch bei niemandem sonst bemerkt habe. Ich weiß nicht, ob dies nur bei der ersten Zusammenkunft der Fall ist. Wäre dies nicht, so ist mir ein Blatt von Schiller, dem Schriftsteller, lieber als eine stundenlange Unterredung mit Schiller, dem Bekehrer. Schiller kann nichts llu* interessantes sagen, aber was er sagt, scheint ihm Anstrengung an kosten. Man scheut sich, ihn in diesen Zustand zu versetzen. Man wrrd nicht froh in seinem Umganges
Wochenbericht der Knxenabtcilung des Bankhauses H. S. Oppenheimer jr., Hannover.
Hannover, 19. April.
Die Nahe der Ofterfeiertagc blieb im allgemeinen in den Umsätzen auf dem Kalikuxenmarkt nicht ohne Einffutz. Das Geschäft verlauft wesentlich ruhiger, wobei indes bte Kure gut behauptet bleiben. Von schweren Werten ist besonders die Steigerung von Neustatzfurt berüonubeben, welche bei Erhöhung der Monats- ausbeute von Mk. 75.— auf Mk. 100.— bis Mk. 20 000.— gezahlt wurden. Des weiteren sind Brtrbach bei Mk. 13100.—, Hohenfels bei Mk. 12 750.— Wintershall bei Mk. 13100.— nsw. mehrfach im Verkehr. Das Geschäft in Mittelwerten ist ruhiger. Gefragt bleiben Alexandersball bei Mk. 8650.— G., Heldrnngen Mk. 4775.— G., Earisfuitd Mk. 10 075.— G., und Justus I M. 9400.— G., Hohen- zollern, sowie Desdemonia unb Johanneshall mußten sich eine Kursabschwächung von Mk. 200.- gefallen lassen und bleiben leicht erhältlich. Große Umsätze erhielten leichte Papiere, von denen Ronnenberg-Aktien vorübergehend bis Mk. 2225.— unb Friedrichs* ball bis Mk. 2075.— in Posten bezahlt wurden. Günthersball steben mit Mk. 2675.— in lebhafter Nachfrage, dasselbe gilt von Großherzogin Sophie bei Mk. 675.—, Hattorf bei Mk. 115.—, Hansa Silberberg bei Mk. 2300.—, Hnao bei Mk. 1825.—, Oelerse bei Mk. 1825.— nnd Siegfried I bei Mk. 3575.-.
Ter Kohlenknrenmarkt blieb fester. Mont Cenis Mk. 21 350 G., Lothringen Mk. 21'200 G., Trappe Mk. 3725 G., Gottessegen Mk. 4500 G., Graf Schwerin Mk. 9300 G., Hercules Mk. 9150 G. Für Bohrankeile Victoria bei Lünen und Tie Li I besteht ebenfalls bessere Meinung.
Märkte.
Gießen, 22. April. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmartr kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 5-6 Vfg. 2 Stck. 00-00 Pfg., Ganseeier 15—00 Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käss vr. Stck. 6—8 Pf.,' Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbfen pr. Liter 21 Pfg., ßinfen vr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar0.80- 0,90TIf., Hühner vr.Stz 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 55—65 Psg., Ochsensteisch nr. Pfnnb 70—80 Pfg., Knh- unb Rindfleisch vr. Pfnnd 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfnnd 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gefalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr.Zkr 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Zwetfchen per Zentner 0.00- 0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 7—1 Uhr.
Gießen, 20. Avril. Viehmarkt. Bei dem Markte am 18. nnb 19. April waren aufgetrieben 872 Stück Rindvieh, 937 Schweine. — Der nächste Markt findet am 2. und 3. Mai statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt.
ko. Frankfurlla. M., 21. Avril. Heu- und Strohs markt. Heii kostete heute Mk. 3.30-3.60, Stroh Mk. 0.00 bis Pik. 0.00. Silles per 50 Kilo. Tendenz: fest.
Kirck licke Dackrickten.
Evangelische Gemeinde.
1. Osterfeiertag, den 23. April. Kaltesdfeng.
Fn der Stadtkirche.
Vormittags 9</? Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markus» gemeinde gemeinfam. Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Beichte zu der mit der Konfirmation der Kinder aus der Marknsgerneinde verbundenen Abendmahlsfeier.
Pfarrer Schwabe.
In der Fohanneskirche.
Vormittags 9S Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Sattler.
Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Kirchenkaffe.
2. Osterfeiertag, den 24. April. I« der Stadtkirche.
Vormittags 9V„ Uhr: Konfirmation der Kinder ans der Marku! gemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Schwabe.
Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kinder aus der Mattbäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schulz.
Nächsten Sonntag, den 30. April, findet die Konfirmation bet Kinber ans ber M a 11 h a n s a e m e i n b e, unb in Verbinbnng damit bie Feier bes heil. Abenbmahls statt. Die Beichte wirb am Samstag, ben 29. April, nacbmittaas 2 Uhr gehalten.
In der Joharrneskirche.
Vormittags 91/» Uhr: Professor 1’. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bie Johannes- gemeinbe Pfarraffistent Sattler.
Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung unb Prüfung ber Konfir» manben aus ber Lukas- unb THhtärgetneinbe. Pfarrer Euler.
Abenbs 6 Uhr: Siehe Stabtkirche.
Nach allen Gottesbieiisten betonbere Kollekten für die Armen Nächsten Sonntag, den 30. April, findet die Koiisinnation der Knider ans der L n k a s - und THlitärgemeinbe, unb in Verbindung damit die Feier des heil. Abendmahls; am gleichen Tage nachmittags 4 Uhr die Vorstelliing und Prüfung der Konfirmanden a»is der Johan nesgemeinde statt. Die Beichte wird am Samstag, den 29. April, nachmittags 2 Uhr, gehalten werden.
Nachdem Herrn Kirchenrat Dr. Naumann zur Wiederherstellung feiner Gesiindheit ein Urlaub bis 30. September bewilligt, und für diese Zeit Herr Psarrasiistent Sattler zum Assistenten für die Zobannesgemeinde bestellt worden ist, werden die Glieder der Iohannesgemeinde gebeten, sich m allen pfarramttichen Angelegenheiten mir an diesen, wohnhaft Südanlage 8, im Johannespfarr- haus, ebener Erde, zu roenben.
Briefkasten der Redaktion.
(9tunittintc Anfragen bleiben nnberückfichtigt.>
Stammtisch im Andres. Erigen Richter heiratete vor einigen Jahren bie Witwe eines Fraktionskollegen, des Kreisrichters a. D. Ludolf Parisius, in dessen Hause m der Hardenbergstraße zu Eharlottenburg er feit langen fahren wohnt.
~ Gegen die Genickstarre, die neuerbiug§ in Deutschland epidemisch auftritt, giebt^ es nm einen Schutz, nämlich Vorbei! gen durch Arissvülen der Rachen- und Nasenhöhle mit bakterientötendenFlüsstgkeiken, so hat ein h ö H e r e r M e d i z i n a l b e a m t e r ausdemKiiltus- ininisteriutneinedaraufabzielendeFnterpetlation im v r e u ß. 91 b a e o r b ti e t e n h a u § beantwortet. Denn, so erklärt ber Regienmgsvertreter, in allen Fällen von Genickstarre hat man bie Kokken berfelbett auf Rachen- und Nafenfchleimhäuten der Erkrankten bestimmt nachweifen können. Da eben die G e u i cf - st arrekokken gegen gewisse Antiseptikasehrwe n i g widerstandsfähig find, so kann man sie. an den Stellen des Körpers, die sie als 9lngriffspunkte benutzen, nämlich in Milnd- unb Nafenhohle, d u r ch A u s s p ü l e n m i t f o l ch e n sehr v erbst n n t e n A n t i s e p t i c i s leicht a b t ö t e n unb unschädlich machen. Am » w e ck ni ä ß i g st e n z'! s o l ch e n A u s s p st l n n g e n (Aufziehen in die Nase und Gurgeln) hat sich das Mund- Z a l> n w a s s e r D e n s o s erliefen, denn e s enthält das irn Abgeorbnetenhaiis als sicherstes Gegen» mittel angeführte Antiseptikum unb 1-8 Tropfen auf ein Glas mit Wasser genügen zum Aufziehen in die Nase, 5—15 Tropfen zum Reinigen der Rachenhöhle. Densos ist auch ein sicherer Schutz gegen andere Krankheiten unb bezüglich bes ausgezeichneten Geschmackes unb Geruches wie ber vorzüglichen Wirkung auf Zahnfleisch unb Zähne als Mrmbwasser für den täglichen Gebrauch sehr zu empfehlen. Densos ist in allen einfeblägigen Geschäften zu Mk. 1.50 pro Flasche zu haben und reicht monatelang aus. M a n weise Ersatzpraparate energisch zurück! Erfatzfür^Densos^giebtesnicht! '


