Sin willkommenes Weihnachts-Geschenk-
Lande
pch die Rechtspflege in unseren Kolonien.
an
wünschen läfet Den Aufstand
c) r jenes Beamten auSübtcn. Ich erkläre jedoch ausdrücklich, ich kein Miiglied der nationallideralcn Partei in ihrem jetzigen
gestifteten ärztlichen Waisenkasse durch akZbaidige Ein-- Hebung einer Liste der Adressen aller ihnen bekannten Arzt- nntwen und ärztlichen Bollwaisen zu unterstützen. Wrr crrullen gern die Bitte des Direktoriums, diese Aufforderung m unserem Blatte weiterzugeben und zweistdr nicht, daß manche Leser und Leserinnen unserer Zeitung sich an dieser Adreffensammlung und Zusendung beteiligen werden.
damit gemeint habe, viel zu
Herichtsjaar.
fc. £> a n a u, 14. Dez. Vor der hiesigen S t r a f f a m m e r war ein L o t t e r i e k o l l e k t e u r aus Offenbach wegen Lotterieveraehens angctlagt, weit er ein h e j j l j ch »t h u r i n g l - sch es Loos nach Bad Orv geschickt hatte. Er entschuldigte sich damit, daß er geglaubt habe, Bad Orb liege un Eroicherzog- tum Hessen und nicht im - Auslande. Die Entschuldigung leuchtete dem Gericht cm, und es erkannte aui tzreisprechun g.
(xrjurt, 14. Tez. Tas Kriegsgericht der 38. Twliion verurteilte wegen Vergehens im Amte, begangen durch unwahre B u ch f ü h r li n g 'für den Unterhalt eines dritten, nicht etats- mäß»gen Oberst - Pferdes, den Oberst und Kommandeur
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: in derK.Ztg. geschrieben „innerhalb sollte die Vorlegung des Vertrages
In Togo entspann sich ein Streit, ob ein Bureauvorsieber ■einem Assessor ergebenst oder gehorsamst sagen müßte. 'i :erkcit > Ein scherz erzählt von einem Ansiedler, der die Beamten „Muster obre Bert" für 10 Pf. nach Hause schicken tte. Auch über die Gesellschaften wird viel geklagt.
y wird der Batanga. Firm.i nachgeiagt. daß sie die Dör'er sldere und die Weiber raube. Wenn alle uniere Beamten i mären wie der Gouverneur von Oftasrika. so würde manche? rS fein. Ein Fehler ist cS, daß unsere Kolonialverwaltung nicht teu Klagen sofort nachgeht. Auf eine Anzahl von schweren Anichul- mgen ist überhaupt keine Diöziplinarunteriuchung erfolgt, z. B. im ; je Belwer und anderen. Redner führt eine Anzahl von Fällen In unserer Kotonialvertvallung scheint eS nach dem - h zu gehen: Die kleinen Diebe hängt man, die großen Ü1 man laufen. Es ist Pflicht eineS Volksvertreters s! an ein solches System vorzugeben. Ich bin kein Freund vom sickiragSetat Wenn aber der Tchatzse'retür in einem Nachtrags- rrt Mittel fordern wollte, um die Sesiel in der Kolonialver- trltiung aufzupolstern, damit sich neue Beamte darauf setzen ßrroten, so würde ich die? in drei Lesungen in einem Tage be- ttfrigcii. Ich habe früher davon gesprochen, daß liberale $cr eiführer eine Protektionswirtschaft zu Gunsten dieses
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des 96. Jnsanlerte-Ncgiinenls, von - c n o p, zu v Monaten Gefängnis und . i e n st e ii t l a s s n n g. Oberstallmeiste/ Nichaclis erhielt 4 Monate Gefängnis und Amtsentfetzung.^
kieisiSkanzlerS kann nicht in den Händen des Herrn Erzberger fein, dies grbtbchon daraus hervor, daß in dem Schreiben überhaupt keine Frtst- bef: r nmung festgesetzt ist. Ich hatte in derK.Ztg. geschrieben „innerhalb tipetr Frist von 3 Monaten" sollte die Vprlegung des Vertrages erfaßt sein. In dem amtlichen Schreiben heißt e-3 aber ,)es falls der Reichstag in der jetzigen Tagung die geplante Arnntie-Vorlage nicht bewilligen sollte". Also eine Fristbestinimung
Kuntt und ZS^en-chajt.
— Man fdyreibt aus Frankfurt a. M.:, Mit einem sensationellen äußeren Erfolge hat sich ^Ern ^illy fcef dng, eine geborene F-rankfurtenn und zur jcü am Jcunv ki Stadttheater, als Carmen hier vorgeftettt. .Dars man muh rJT vergesst, bk ein gut Teil. Lokawatriottsmus bei den l-vihcnden BeifalMmidgebungen mtt unt^lics^sv bleckt doch M6 ffenug als Anerkennung einer <mpent beachtenswert^ asequ a Tie junge Mnstlerin, eine Sämlerm des Vvch^chm Krm- i§:rirriums, besitzt einen ausgiebigen und nrodulatwns^chigen
und ii- gibt iijrcm ^““8. «Wjig Wfeta- * ürolOTit, das nur hier und da, metteiaxt Utfolge begreif- Sir -Lufrcauna, durcl) Neigung zum Detonieren getrübt uroroc S über der^chablom steht ifjre Vorstellung: übersä)aumendes ^Kiainenr,
Eeia gastierte F-raulein Sellin von Rostock, cm nicht sehr --reicher, aber syinMthisä)er Sopran. Lei'M ÄK der Carmen gegenüber m l^n Hintergrund, obre «r.rljin ebenfalls an den Ehren des Wends teünebmen.
iMrs boten die Herren Gentner als xrni Jofv und Brei- i cis EseMNiUv. — Schauspielhaus ging zu
ifcrei ber Dvfa bcs Tolstms „M
I Hl i n Ü e r n i §" neueinstudiert in ^zene. Um die x>xt> |Mwu meid'ten sich namentlich die 2Xin:cn Sltim.g, öürt^*ann 'ZTrchsHger, sowie die Herren Bauer, D.gelmanu, Bayr- ' “-SluÄtinunb nri-b beratet: .Sie. 3-rao= unserer I Sinsen StabttOeateTFLeitung IM -m- sch-r-U- Luumg ■ jgfc&üm. Xie T heut erd cputation hat nämlicy gesrern bin Oder-
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ii Lstafrika haben nicht die Zauberer verursacht. Tic Hauvnchuld |kög: die Einführung des ArbeitSzwanges. Die Leute müssen Zwangs- grtcilen leisten undbekommcn dafür l»—1 Pf.pr.Tag. Deshalb sagen die Lwwarzen: Früher waren wir Sklaven der Araber und der Indier. Lieh'. sind wir Sklaven der weißen Regierung. Der Reichstag hat ter Kolonien gegenüber nie geknausert, fast alles, was der hohe ZkuaveSrat gefordert hat, ist bewilligt. EtatSübcrschreittingcn fonrnen nur bei den Kolonien vor. Verschiedene Summen, die die Budgctkommisstou im Vorjahr gestrichen hat, sichen jetzt im itcl im kleinen Druck als „bereits verausgabt". Dos ist doch eine orvKe Verletzung des Budgetrechls des Reichstags. Bei der greif e der Kamerunbahn handelt eö sich nicht um einen
' piisinlichen Streit zwischen mir und der Kolonialverwal» turg sondern nur um die Frage, ist der Budget-Kom« müuon etwas falsches gesagt worden Fest steht, daß man der Kommission nichts über die Landkonzcsfioncn gesagt hat. Ausfuhr- hi habe ich diesen Punkt in der „Köln VolkSztg.* erörtert. Teir traten zwei amtliche Darstellungen entgegen, die einen höchst bedenklichen Mangel an Wahrheitsliebe verraten. Der .filmischen VoltSzeitung^ kann man keinen Vorwurf machen, sie ilt mit der denkbar größten Vorsicht vorgegangen, wie es nur eine
। Flut erredaktion tun kann.
Die „Norddeutsche Allgemeine ^eitung* geht kehr leichtfertig mit iber Wahrheit um. So schreibt sie: DaS amtliche Schreiben des
Ji|t koch darin enthalten.
I®a8 meine Behmiptung über das Buch von Rcnä betrifft, so hie ebnete in der Kommission der Kolonialdirellor daS Buch als Klni Privatarbeit. Dem gegenüber bleibe ich dabei, daß eS keine 'rein- Privatarbeit ist. weil 'Reichsmittel indirekt dafür zur Vereinig gestellt sind. Am 17. Februar 1905 fand nämlich eine Bigiing de« Kamerun-Eisenbahn-SyndikatS statt, um zu beraten, unter welchen Bedingungen daS Syndikat auf seine Vorkonzession jngnnften deS neu zu gründenden BankenkonsortiurnS verzichtet. Sie!Bedingungen waren: 1. DaS Syndikat erhält als Ersatz für Hm Auslagen 120 000 Mk. in bar, 2. eS erhält 860 000 Mk. ffltinn franko Valuta, 3. eö erhält drei Stellen im AufstchtSrat, i her Direktor deS Syndikats erhält als Honorar für feine Ntfgkeit, für die er früher kein Honorar erhalten hat, eine Summe von wicht unter 50 OOO Mk. 5. Der Druckkostenbeitrag für das Buch mitt auf 50 OOO Mk. bemessen. (Hört! hört!) Diese fünf Bedingungen Üab inicht in Abrede zu stellen. Sie finden sich auch in den Akten lei Protokolls. Wenn nun das Reich die ZinSgarantie übernommen tat. io hat eS indirekt doch auch die Zinsgarantie für die 5O0O Mk. übernommen. ES sind also indirekt Reichsmittel für das Buch Mir endet morden und es handelt sich nicht mehr um eine reine Privatarbeit. Anwesend waren während der Verhand« i lung-em, dem Protokoll zufolge, die Direktoren Stiibel und Hell.vig. JJlor komme mir nicht mil dem Einwand, daß die Kolonialavteilung lütte davon gewußt habe, denn ich habe einen Brief des Geheimen fomenersienral-3 Lenz, auö welchem hervorgeht, daß man sich auf fc* Standpunkt stellen kann, von diefen Abmachungen nichts hjfft rt zu wollen. Das halte ich für viel bedenklicher, liii ein Irrtum im offiziellen Proto toll ist ausgeschlossen. Wohl fctiL ich, daß Kommerzienrat Lenz die 5000 Mk. ans seiner Privat- taltte gezahlt hat. daS hat er mir selbst mitgetcilt. Aber er hat üe «Summe au5 seiner Privattasche nur deshalb bezahlt, weil lae Syndikat sich sagte: nachdem wir auf unsere Konzession mieten mußten, haben mit keine Veranlassung, zu zahlen Ich nette meitcr fragen, ob die dritte Seite auch die 120000 fiait und daS übrige Geld au5 eigener Tasche bezahlt hat. such alledem rnird rnohl niemand mehr in Abrede stellen können, stß der Druckkostenbeitrag tatsächlich gezahlt ist. Aber dieser rönflt hätte mich nicht veranlaßt, vorzugehen, wenn mchl noch st vier anderen Bedingungen des Syndikats hinzukamen. Von diesen fünf Bedingungen ist unS in der Kommission nur die tire» nämlich die dritte, genannt morden, daß das Kamerun,ynvikat a her neuen Gesellschaft drei AufsichtSratSsitze erhalten solle.
Ich meine, die Vertreter deS Volkes muffen die volle Wahr- icit über die Verträge der Regierungen erfahren. DaS ist ,ii erste Voraussetzung für ein gedeihliches 8ufammenart>ertcn.
WaS unS die RcgierungSvertreter sagen, daS mußte so fest stehen, Sie Gottes Wort in der heiligen Schrift. (Lachen links) libe mich für verpflichtet gehalten, diese Zachen hier vor- >i >i iiigen Wie bat man mich dafür in der nuttclpartcilimen Mie behandelt? Wtau ist loroeit gegangen, mir die
parlamentarische Ehrenhaftigkeit abzusprechen. ja in einem Artikel hat man mich sogar als einen Ahlwarbt II. bezeichnet. Wie mir mitgetcilt ist. stehen die Herren der nat onallibcralen Frakiion diesen Angriffen und diesem Artikel vollständig fern und mißbilligen ihn ausdrücklich. Ich bin insbesondere Herrn Dr. Bötlger dafür dankbar, daß er gegen diese Art de« Kampfes Widerspruch erhoben hat. Natürlich mögen diese Dinge für gemisie Kreise etwas Unangenehmes haben, aber ich sehe nicht meine Aufgabe als Volksvertreter darin, hier nur Angenehmes zu sagen.
Ich (lebe nicht auf dem Standpunkt, daß mir unsere Kolonien anfgeden sollen. Aber wir müffen eine Reorganisation unserer ganzen Verwaltung von Grund auf verlangen. Vor allem eine größere Förderung be« MissionswesenS, sodann, daß nur die besten Elemente für den Kolo, ialdienst verwandt werden, dritten« eine reinliche Scheidung zwischen Justiz und Verwaltung iu den Kolonieen und endlich Sicherstellung der Rechte der Eingeborenen, die heute vollständig rechtlos sind. Letzteres muß jogar der Angelpunkt der ganzen Reform werden.
regisicur der Oper Äiois ^osmonn zum Direktor ab September 1907 auf fünf Jahre gewählt. Er h-.tt eine Pacht von jcchrlich 10 000 Mark an die Stadt zu zahlen und außerdem zwei Drittel des über 20000 Mark hiwausgehenden Ueberschusses an »ie abzuführen.
— In den ärztlichen Blättern werden zur Zett die deutschen A^rzte vvm Drrevorttnn der BerficherurvgÄasfe für die Aerztc
Staatssekretär Frhr. v. Richthosen (sehr schwer verständlich):
Herr Erzberger hat eine Reibe von Anklagen gegen die Kolonialverwaltung erhoben. Auf die einzelnen fvällc kann ich heute hier keine Auskunft geben. DaS wird schon von feiten der Kolonialabteilling geschehen. Aber einige Punkte berühren ja auch meine Perlon, und auf diese will icti
antworten. Herr Erzverger hat gesagt, ich hätte ihm vor«
geworfen, daß er etwas Unrichtiges hier im Parlameni
getagt habe. DaS ist nicht der Fall. Ich habe im
(Gegenteil die betreffende Aeußerung noch konfirmiert. Was die Betriebskosten betrifft, fo stecken doch in den Erträgen der Bahn natürlich auch sämtliche Transporte der Regierung. Würden diese bezahlt, fo wäre ein sehr hoher Uebcrschuß erzielt. Wäre die Mole von Swakopmund nicht gebaut morden, so würden wir an Booten, die untergegangen find, und anderen Waren mehr verlieren, als die ganze Mole gekostet hat. Einer der Beamten, auf den sich der Abgeordnete Erzberger bezieht, ist uns als Querulant bekannt. Eine große Schlvierig- kett liegt darin, daß der Reichskanzler keinen verantwortlichen Vertreter für die Kol iaiücnvaltung hat. DaS ist ein großer Mißstand, dem abzuhelfen wir Sie bitten möchten. Budgetüberschreiiungen lassen sich nicht vermeiden, denn eö handelt sich oft um Gegenden, wo efl sehr f»mer ist, bestimmte Aufstellungen zu niachen, mo uns vielfach nicht einmal ein Telegraph zur Verfügung steht. Wir mcrdcn verfuckieii müssen, die Kolonien, sobald sie etwas kräftiger werden, zu einer Art von Selbständigkeit, von Selbstverwaltung heianzuziehen. Aber so leicht ist die Sache nicht. England hat heute noch Schwierigkeiten mit den Eingeborenen in Australien. Herr Erzberger bat gewünscht, wir sollten nur den besten TypuS deS Beamten nach den Kolonien schicken. Ja, glauben Sie denn, wir haben eine fo große Auswahl? Von denen, die sich melden, wählen wir ja die besten auS und verlangen tadelloses Vorleben. Mer wie der Mann nachher in den Tropen wird, dafür können wir nicht garantieren. Im großen und ganzen haben wir eine ganz ausgezeichnete Beamtenschaft dort. Herr Erzberger hat ein vernichtende? Urteil über die Kolonial- vcrwaltung gefällt. Und doch gibt eS keine Behörde, die eine solche Arbeitslast auf sich hat. Bei einzelnen Beamten bat ein vollständiges Zusammenbrechen ihrer physischen Kräfte stattgefunden. DaS Urteil des Herrn Erzberger ist daher nicht im geringsten gerechtfertigt. Auf die Kamerunbahnsrage meide ich bei der vorgerückten Stunde nicht zurückkommen.^(Beifall.)
Präsident Gras Ballcstrem
teilt mit, daß ein Antrag auf Vertagung eingelaufen ift
Geh. LegationSrat Dr. Helft'crich:
ES würde mir wirklich schwer werden, au5 diesem Hause zu gehen, ohne auf die Angriffe, wie sie hier gefallen find, zu antworten. Wenn solche Angriffe vor der ganzen Natton erhoben werden, so sollte man sie nicht erst für 24 Stunden ins Land hinausgehen lassen. Unter solchen Umständen bitte ich, noch 15 biS 20 Minuten sich gedulden zu wollen, um mir die Abwehr zu ermöglichen. (Zusttmmung.)
Der Mg. Erzberger hat die Kolonialverwaltung in Der unerhörtesten Weise angegriffen. Sein Angriff kann sich nur auf bestimmte Personen beziehen, auf Herrn Dr. St übel und auf mich. Sein Angriff ging dahin, daß dem Reichstage unrichtige Angaben gemacht worden feien. Herr Erzberger hat heute zugegeben, daß ein Irrtum oder Mißverständnis vorliegen könnte. Demgegenüber möchte ich ftslstellen, daß Der Passus in Dem betr. Artikel lautet: „Wie die Verwaltung mit dem Reichstag umspringt, Dafür ist ein neuer Beweis, daß ganz unrichtige Angaben gemacht morden sind." Da mird auch kein Mensch behaupten können, daß noch die Möglich- kett eines Mißverständnisses vorliegt. Es mird vielmehr gesagt, die Kolonialixrwaltimg habe die Absicht gehabt. Den Reichstag hinter
Behörde richtet, bann wirb er sich nicht wundern können, wenn man ihn entsprechend behandelt.
In der ^Kölnischen Volkszeitung" hat Herr Erzberger es so bargenellt, al? ob bic Verwalkung daS Snndikat in Der schmählichst n Weise behandelt und an die Wand gedrückt habe. Heute macht er un? einen Vorwurf daraus, daß mir dem SvNdikat Hunden-, taufende in den Rachen geworfen hätten. Da« Buch von Renö, von dem Herr Dr. Smebel m der Kommission erklärt balle, c3 fei eine reine Privatarbeit, sott au5 Re'chSmirwln direkt ober indirekt befahlt sein. (9bg. Erzberger ruft: Unterstützt!) Der Bor- wurf ist ungered)tfertigt. .
Ebenso unrichtig ift, daß Die Kolonialverwaltung die Störte!» turabzüge erhalten haben soll. Auch das Bankenkonsornum, Da8 die Finanzierung übernommen bat, hat uns gleich erklärt, daß ein Beitrag zu den Druckkosten nicht geleistet werde. Später haben mir allerdings die Erfahrung gewacht, daß der Geb. Kommerzienrat Lenz privatim zugesagt habe, einen Beittag zu leisten. Er bat erklärt, daß ihm diese Bediiianiig vom Syndikat geirnssermaßen auferlegt sei. Aber er hat mir gegenüber extra betont, er habe die Summe auS seiner Tasckie bezahlt, er habe sich dafür nicht gedeckt, eS sei seine reine und persönliche Angelegenheit. Für die Behauptung. daß Herr Lenz sich gedeckt habe, ist auch nicht oer Schein eine« BcrneiseS erbracht. Wenn ohne unser Wißen und ohne unser Zutun eine Privatperson einen Beitrag zu Den Truckkosten eine«. BucheS liefert, so wird daS Buch dadurch doch nicht eine amtliche Arbeit. (Sefjr richtig!) ,
.Herr Erzberger hat gesagt, in der Budgetkomtnißion sei feiten« Der Regierung erklärt morden, über die Verleihung deS Bergrechtes fei mit dem alten Syndikat verbandelt morden. Natürlich, nachdem das alte Konfortiinn auf Schwierigkeiten bei der Finanzierung stieß, trat bic Frage an unS heran, ob nicht durch die Verleihung von Rechten die Finanzierung ermöglicht merden könnte. Ich hecke wahrheitsgemäß Die Auskunft gegeben, daß, nachdem daS Sion» fortium infolge deS Geldmangels und infolge der Zurückhaltung des deutschen Kapitals gegenüber Kolonialunternehmungen auf Schwierigkeiten gestoßen war, derartige Verhandlungen ftattfanden; sie dauerten länger als ein volles Jahr. Der Stolonialbirefior sagte, eine Landkonzesfion sei ihm unsympathisch, aber wenn sich dadurch der Bau der Bahn erreichen lasse, so sei er bereit, nackizu- geben. WaS Die Bergrechte betrifft, so ist eS i)od)_ ganz selbst« verständlich, daß, wenn sich dadurch die Bahn ermöglichen läßt, sich niemand mehr freuen wird, als bic Kolonialverwaltung. Auch Herr Ren6 mürbe von diesen Verhandlungen unterrichtet. Wtt haben unS die denkbar größte Mühe gegeben, die Finanzierung ohne Den Reichstag zu ermöglichen. Aber cs stellte sich heraus, daß da« nicht ging. Wir haben versucht, die Interessen deS Reichstags so mabrzunchmen, wie cö irgend möglich war. lieber eine partielle Beteiligung des Reiches harte die Berliner Handelsgesellschaft mit sich reden lassen, und auch Herr Lenz war damit einverstanden, '.’lbcr die Vorschläge der Gesellschaft waren so, daß mir unS sagten, auf dieser Grundlage können mir die Sache nicht vor den Reichstag bringen.
ES ift mir übrigen« recht fchmer geworden, die Bedingungen zu erzielen, die mir schließlich bei den Verhandlungen erreicht haben. ES ist mir gelungen, bic ReichSgarantie auf 3 Prozent herabzusetzen. Die Herren erklärten mir, menn sie ein Geschäft auf dieser BasiS eingingen, fo geschähe eS nur deshalb, meil sie von Kamerun eine gute Meinung hätten. Nun habe allerdings daS Syndikat sich mit dem Bankkönfortium in Verbindung gesetzt, aber das maren private Verhandlungen, in die mir un» nicht cingemifcht haben. ES haben am 17. Februar 1905 zwei verschiedene Sitzungen ftattgefunben, eine Syndikatssitzung, bei der nicht ein einziger Beamter der Kolonialverwaltung zugegen war, und sodann eine Konferenz zwischen Kolonialabteilung und Syndikat. Wir haben un5 damit einverstanden erklärt, daß dem Syndikat die Aufwendungen ersetzt wurden, die e8 im Dienste der Sache gehabt' hat. Diesen Ersatz zu verlangen, war da» gute Recht de« Syndikats (Zuruf: Nein!), und e» mar ganz naturgemäß, daß diese Kosten mit den Baukosten verrechnet murden. (Vereinzelter Widerspruch.) So haben wir e» , ja auch bei der ostafrikanlschen Bahn gemacht. Run bat Herr ; Erzberger für bic Behauptung, daß mir unverantwortlich i mären für die Verhandlungen Mischen dem Syndikat und dem i Konsortium, auf das Protokoll vermiesen. Ich muß errtären, diese» Protokoll ist ein apokryphes Dokument. Es ist mir erst vor menigen Tagen bekannt geworden, und eS stellt den Sachverhalt unrichtig bar.
. DaS hätte Herr Erzberger aber wissen müssen, beim Herr Geheim- - rat Lenz hat eS ja ihm brieflich mitgetcilt, daß daS Protokoll den
schlachtet hmtbe.' t Mldemokatie i^' S ^nn mit jtrttL ?nnnOltatie in hrärb?
Ocielbe Weiß Hort! Hört,/-' nnen ist, wenn be > »•H N er Erläge erlitte, eine - sozialdemoliati!
b- lo.lehlen mir t.- 'jiueife richtig ju ^emiche Soziait,-.
■ ■ii Auslande vnk die SozialdeMkr'
'ß zwar nicht det pZig-r Vollszeitur;' s l> dem Vertrauen L rn äußersten gehen: t kießt es: es best- l Flotte die enormes iügung stehen weida ne britischen Äreux u verjagen. (Höttl s volllomnen isolier:' inzwischen Blättern p ßider lärne, die @tr )en. Alle französische HossnuWn aus die b ich im Auslände sozie! iedigung, nicht ft® t. In der Bezieh^ mawen sHeiterleils, :~ Stellung Teutschland;: lohatxt wird, fii'u' bei ,cmn es denn bmmn, -zeittg naijm für t demsche äojialbtmoho: iber uns M gerade sw. und der .rrms' ine :arie auf das ttb'üttitfc können in Lode'erdm sHeiterkeit und W® seinem Bureau streu? wenn ein Angestellte: ngen will. lHciterlen [ixmofratic gelänge, ’, das Heft in die Han? t unserer Grenzprov^ Ästchen, wie in den^ ß Tummelplatz pn- zwischen sranziM, n. leugne nch. ehnlichfcit tnbetst» itiSmus und W. reundlichen ftgl Wer ein tt*-;
ccit stanzöstschkn t * schwachen.
•S8». $ar«M= Wk> >h» Äv «äS mit (ir?r* ** u2CUl btWä 5 sehr L von^- . mcinen£|T^I' 3 über, R
18 LU "ungerechten W uldmokratischer £ Ä der Krieg?.
daS Lickst zu führen.
Ms jener Artikel anonym in der „Kölnischen Volkszeitung erschien, hat der Kolonialdirektor sofon ein Telegramm an die Zeitung geschickt, des Inhalts: „Die einzigen Vertreter der Kolonialverwaltung, bic in der Kommiflion anwesend waren, waren ich selbst und der Geheime Legationsrat Dr. Helfferich. Ich bitte um genaue Angabe Dc5 Materials, um mir weitere Schritte zu ermöglidicn." Der Kolonialbirekwr hat selbstverständlich erwartet, daß ber betreffende Herr, Der diesen Artikel geschrieben hat, von ber Zeitung aufgeforbert werben würde, mit seinem Material sich an die Kolonialverwaltung zu wenden und dort nähere Auskunft zu verlangen. Hatte Herr Erzberger das damals getan, so hätte er selbstverständlich jede gewünschte Auskunft erhalten, er hätte Einblick in die Akten nehmen und sich Dann überzeugen können, daß seine Behauptungen unrichtig sind, bah das Material, worauf er sie gründete, zum Teil unrichtig und vor allem ganz außerordentlich lückenhaft ist. Ich habe zunächst allerdings nicht geglaubt, daß Herr Erzberger hinter diesen Angriffen steht. Er kann sich daher nicht darüber wundern, daß wir ihn so scharf angelasscu haben 2Bc. it ein Neichsrags-AbgeorDnerer unter das Volt Der Journalisten geht und anonyme Angriffe ßegen eine i
Sachverhalt nicht richtig darstelle.
Sämtliche Vorwürfe deS Abg. Erzberger find also widerlegt. Ich nehme an, daß diese ganze Angelegenheit damit erledigt ist, und spreche nur mein Bedauern darüber auS, daß eine solche Diskussion überhaupt möglich mar. Die Zetten sind für unsere Kolonialvermalttmg zu ernst und zu schwer, als daß fo viel Zeit und Nervenkraft auf eine solche, Angelegenheit verschwendet werden könnte. Im Jntereffe de« Ansehens unserer Beamtenschaft habe ich die Geduld deS, HeiuseS aber noch in Anspruch nehmen müssen, da ich solche An- flagen nicht unerwidert lassen konnte. (Lebhafter Beifall.) y
Hierauf vertagt sich DaS HauS.
Persönlich bemerkt
Abg. von Karborff:
Der Abg. Bebel warf mir vor, ich hätte mich 1869 für da« gleiche Wahlrecht auch fiir den Landtag ausgesprochen. Damals hatte die satanische Agitation der Sozialdemokraten nicht eingesetzt. Ueberhanpt habe ich damals nur gesagt, zwei große Körperschaften, könnten mit einem fo verschiedenen Wahlrecht nicht nebeneinander bestehen. Das LandtagSwahlrecht müßte sich daher Dem ReichstagS- wahlrecht annähern. , *
Abg. Gamp (Reichsp.)
schlägt vor, auch die südwestafrikanifche Bahn auf die LageSordmm-> au setzen.
DaS Haus stimmt dem zu.
Nächste Sitzung: Freitag elf Uhr: Sübwestafrikanische Bahn Kubub—Liideritzvilcht und Fortsetzung Der EtatSberatung.
I Schluß Uhr.


