Ausgabe 
24.1.1905 Zweites Blatt
 
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Madrid, 21. Jan. In der Nähe der nordspanischen

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** Hudde im Volksmund. Ganz eigenartig ist es, wie vielerlei merkwürdige Furcht der Name Hudde gezeitigt hat und welche Einwirkungen die Heldenberger Mordaffäre in den verschiedensten Richtungen gehabt hat. Daß der Hudde so populär geworden ist, daran ist wohl die lange Zeit schuld, die zwischen der Tat und der Festnahme lag. Bei der länd­lichen Bevölkerung Oberhessens schwebte der Name Hudde auf aller Lippen; daß er im Wirtshaus den Gesprächsstoff bildete, ist selbstverständlich, nicht minder aber auch in der Familie, kein Wunder daher, wenn die Kinder das Echo der Alten bildeten. Ja, Hudde wurde eine Persönlichkeit, die säst täglich zum Mittelpunkt des Spieles gemacht wurde; gar ost konnte man hören, daß die KinderHudde-che§" spielten. Dann war einer der Spielgenossen Hudde, raubte irgend etwas, entfloh, wurde von denGendarmen" verfolgt, über­wältigt, gefesselt und schließlich zum Tode verurteilt 2C. So vollzog sich das Spiel in allen möglichen Variationen, den Kindern eine willkommene Ablösung für das alltägliche Räuber und Gendarm". Andererseits ist Hudde auch zu einem rHannibal ante portas geworden. Gar manche Mutter tri et) ihre Kinder, die am Abend absolut nicht auf der Mutter Rufen hören wollten, von der Straße ins Haus mit den Worten:'Der Hudde kimmt un heelt (holt) uch (euch)". Wie oft hat der Hudde denButzemann" vertreten müssen. Doch auch für den hessischen Fiskus, viel­leicht auch für andere Staaten, ist Hudde teils direkt, teils indirekt von Vorteil gewesen, nicht nur, daß seine Ergreifung

ins jju. 3. Qualität M. 22.75-23.25, Noygenmehl 0

Mk. 22.00-23.25,1. Qualität Mk. 19.50-20.7o, Weizenkleie Mt. 10.00 bis Mk. 10.25, Roggenkleie 11.50-00.00, Mcnskenne M. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.0000.00. AlleL per

laut. Tie iebtraab) des nie Aebrheit trüber", ge- e und Mann- Wgnie, Le­hnen während Myt werden Beschuldigung gemacht, doch s Bewußtsein i a in An- ; - den In- :erieit5 mußte I berücksichtigt igeklagte, eint kennbarer Be- aber ofsenbcn dot, die dem ebenfalls nicht Geschichte an- b vom ersten frt ersichtlich, c Feststellung iefih

> <\t M Ms.sche Vor- Tatsachen

in der großen Aula der Universität.

**'Evangelischer Arbeiterverein. Im gestrigen Vortragsabend des evangelischen Arbeitervereins sprach Ober­bibliothekar Dr. Heuser über Gas- und Acetylenanlagen I Lind ihre Gefahren. Der Vortrag, welcher über Einrichtungen für das praktische Leben orientierte, wurde mit Beifall auf- □enommen. In der anschließenden Besprechung wurden noch Einige Fragen klargestellt. Das Kochen mit Gas konnte von mehreren Seiten für kleinere Haushaltungen sehr empfohlen Werden. Statt der früher gebräuchlichen Gummischläuche soll man biegsame Metallschläuche, die haltbarer sind, vorziehen.

Bahnbau Li ch Grünberg. Wegen des Bahn- Laues LichGrünberg als Fortsetzung der Strecke Butzbach Lich fand dieser Tage in Grün berg eine Versammlung des Eisenbahnkomitees und der Bürgermeister der beteiligten Ge­meinden statt. Es fand dabei eine Besprechung über bie Verteilung von 45 000 Mk. Obligationen statt. Bekanntlich I hatte Grünberg nach längerem Weigern statt 85 000 Mk. nur 40 000 Mk. übernommen. Die übrig gebliebenen 45 000 Mk. sind noch auf die Orte zu verteilen, Lich soll noch 15 000 Mk., Ettingshausen, Queckborn und Nieder-I Bessingen sollen noch je 10 000 Mk. übernehmen. Die be­teiligten Orte erwarten sehnlichst den Beginn des Bahnbaues. Wie dringend nötig den Einwohnern der Bahnanschluß ist, geht schon aus der einen Tatsache hervor, daß z. B. von Ettingshausen ca. 35 Arbeiter auf dem Braunsteinbergwerk bei Gießen Beschäftigung suchen mußten, obwohl sie bis zur nächsten Station eine Stunde zu gehen haben. Eine Bahn kann den beteiligten Orten Verkehr, Industrie und lohnende Beschäftigung bringen, zumal sie reich sind an bedeutenden Waldungen und großen Basalt- und Eisensteinlagern.

r V »rffÄri- laanae aus sechs Personen bestehende Köhler-

Diese Wahl wurde vom Kre.sausschuß für ung t.g ;tic aus Rache ermordet und dann mit dem Haus

n,t6t oeretbtflt ""^'verbrannt. Man fand nur die verkohlten Leichen.

Getreidepreise in M a n n h e i m

Weizen 100 Kg. 18,85 Mk.

Roggen 100 14,70

lichen und einem preußischen Eisenbahnbeamten?" Antwort:! e Amerikanische Restaurants in Berlin. (Btti Der katholische Geistliche fürchtet sich vor Hudde; ein ganz neuer Typ von Gasthäusern wird in kurzer Zeit in preußischer Eisenbahnbeamter dagegen fürchtet sich vor Berlin zur Einführung gelangen: die amerikanischen Früh- ' stückskneipen. Ein findiger Newyorker Gastwirt will in

Keer und Alotte.

Wie viele Hessen dienen in derMarine? Än­dernd genau läßt sich diese Aage beantworten, unb Mar au tanb einer Mitteilung des Rerchsmarmearnts über. die Zahl

im ^ahre 1904 aus den einzelnen Bundesstaaten eingestellten Mannschaften. Nach dieser Zusammenstellung find irn ver- lianaenen Jahre e nschließlicy 3 Seekadetten und 6 Schiffs- EM 162 Hessen emgetreten. Da bei der Marine durchweg LJtntrrirrp Dienstzeit besteht, dienen somit bet Annahme gleicher S 1902 unb 1903° ^eit nahezu 500 Landsleute imä in der Marine. Hierzu kommen aber noch die Kapitu­lanten die 12 Jahre und länger dienen und dauernd in der Manne Äfc Vnn man die Zahl derselben sehr genugzuc 5 rvL <A1tn'h^rf der jährlich Eingestellten annimmt, ergibt sich, daß ioe^ über 100 Männer aus unserem Lande ihre Berufsstellung in der Marine haben.

von Hessen.

g. Nidda, 23. Jan. Der gegen 7 Uhr morgens von

Gießen hier eintreffende Personenzug erlitt heute morgens

durch Entgleisung eines angehängten Güterwagens eine.

l/zstündige Verspätung.

-0- Burg-Gemünden, 23. Jan. Weißbindermeister Peter Werner hier brachte vorige Woche eine Anzahl Füchse zur Strecke, von denen einer ein ledernes Halsband trug. Der ehemalige Besitzer diesesMeister Reinecke", der i offenbar die goldene Freiheit der Gefangenschaft vorzog, kann das Halsbald bei dem oben bezeichneten Jagdpächter in Em-

Brotpreise in Gießen

bie Staatsaugehörigen von großer Furcht befreite, sondern auch dadurch, daß er infolge seiner grausigen Tat auf die Hundesteuer einwirkte. Gar mancher Fixköter, für den schon eine Patrone zurecht lag, kann sein vergnügtes Dasein weiter fristen, aber auch gar inancherKaro" oderBello ist lstngeschasft ivorden in der richtigen Erkenntnis, daß unter Umständen ivie bei dem Heldenberger Morde auch der kleinste wachsame Hund jum Lebensretter werden kann. Daß schließ­lich der Name Hudde noch zu scherzhaften Wortspielen Anlaß geben kann, braucht nicht zu verwundern; einen kleinen Beweis davon liefert die zur Zeit kursierende Ratselsrage. Welcher Unterschied besteht zwischen einem katholischen Geist-

ziere der Garnison geladen waren.

ko. Frankfurt a. M., 22. Jan. Am Eisenbahndamm der Taunusbahn in der Nähe der Fettgasanstalt des Haupt- bahnhol? wurde von Eisenbahnbeamten halb erfroren] das 23 Jahre alte Dienstmädchen Margaretha Schlapp au? Egelsbach bei Darmstadt aufgesunden. DaS Mädchen, das sofort ins städtische Krankenhaus verbracht wurde, giebt an luleht imKrokodil" hier als Küchenmädchen beschäftigt gewesen zu sein. In einer Wirtschaft auf demAlten Markt" habe sie einen Holzhauer kennen gelernt, der sie in die Gut- leutstraße begleitet habe, wo er ihr die Kleider vom «erbe qerifien, sie vergewaltigt und liegen gelassen habe. Der Polizei ist es noch nicht gelungen, des Menschen habhaft zu

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Friede

** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben Len Gerichts-Akzessisten Freiherrn von Senarclens- Grancy zum Hofjunker ernannt.

** Vom Gießener Konzertverern wird uns geschrieben: Bei der erfreulichen Teilnahme, die sich für Las in Aussicht gestellte Programm des 2. Orchester-Kon­zertes am 26. Februar 1905, nachmittags 5i/4 Uhr in der Durnballe (Nordanlage) gezeigt hat, beschloß der Vorstand, an diesem Programme festzuhalten. Es werden also zur Aufführung gelangen: 1. Vorspiel zum 1. und ^chlnß des^ 3.. Auszugs aus R. Wagners Parsrfcrl. 2. Es. Violinkonzert von W. A. Mozart (Solistin Fraulem Helene Ferchland aus Berlin). 3. Alleigro con Grazra a'us der Symphonie pathetique von P. Tschaikowsky, i. Violinsoli. 5. Tod und Verklärung von Richard Strauß. Ta es in der kurzen Zeit nicht mögliche war, unsere Liste bei allen Mitgliedern zirkulieren zu lassen, so wurde ve- fchlossen, damit fortzufahreu und solange bis dies geschehen ist, die Einzeichnung zu dem Vorverkaufspreis von 2.50 Mk. Sperrsitz 3.50 Mk.) zu gestatten. Nach Schluß ber £ifte L^erden Karten nur noch fi'.r 3 Mk. (Sperrsitz 4 Mk.) ab­gegeben werden. Vor diesem Orchesterkonzert findet nur, noch der Liederabend von Frau Emilie Herzog unter Mitwirkung des Pianisten Otto Neitzel statt, worauf wir besonders Hinweisen. ,

» Oberbessischer Geschichtsverein. Nächsten Donnerstag wird Bibliothekar Dr. Fritzsche einen Vortrag überGelegenheitsgedichte des 17. und 18. Jahrhunderts" galten, und zwar, in Erwartung eines starken Besuches von Seiten der Mitglieder, ihrer Angehörigen und anderer Gäste,

psang nehmen. |

. Darmstadt, 22. Jan. In dem Schulgebäude' der Gewerbeschule hier, an der Ecke der Karls- und Nieder- Ramstädter Straße, wurde in einer der letzten Nächte ern- gebrochen und aus einem Schrank der Betrag von 45 Mk. entwendet, nachdem der Dieb den Schrank aufgebrochen hatte. Von dem Täter fehlt bis jetzt jede Spur. Am Donnerstag abend gegen halb 10 Uhr wurde eine in der Alieeschule wohnende Lehrerin, welche sich nach Hause be- geben wollte und an der Tür schellte, da sie.ovX9.uv, ~ ------ ¥

schlüffel vergeßen hatte, von einem von hmten herberschlerchenden ^arf 14.5014.75, Gerste (Wetterrmer) Mk. ^-0018.50, Franken- Menschen überfallen und zu vergewaltigen versucht. Auf t hre ^lder M k. 18,2518,50, Hafer All. 14.5015.50, Mms Mk.l-.vOlX). , lenerpstche Geqenwehr fchlup ihr der Unhold wiederhvlt in dnSWeizenmehto Mk. 26.7^5,. _2. .DuaUtixt Mk. 24.75

Gesicht, fo daß die Dame feit drei Tagen durch die Aufregung i bis Mk. 20.25, unb die Schmerzen krank ist. Der Täter ist im Dunkel der Nacht verschwunden, doch ist die Polizei auf seiner Spur. Gestern fand bei dem englischen Gesandten Mstr.

Herbert ein Ball statt, zu welchem das diplomatische KorpS, Damen und Herren der Hofgesellschaft, sowie zahlreiche Offi-

SUb"'Raufet Zugesel. Seit etlichen Jahren besaßt sichren belebtesten Stadtteilen Restaurants eröffnen, in denen bet Tierschußverein zu Wiesbaden mit der Einführung van nach Newyorker Muster jeder Gast zum Bier einen Jm- Zuqeseln und hat bis jetzt etwa 325 Stück abgesetzt. Diese biß gratis erhält. Ein Restaurant dieser Art ist bereits in Tiere eignen sich ganz vorzüglich für kleinere Betriebe, kleinem Umfange m bet (Stögen. grantfurterftrafi* «0^ Gärtnet, Winzet, Milchhänblet, Wäschereibesitzet usw. haben rootben; ba bet Versuch ein günstiges Resultat ergeben hat, den größten Vorteil, wenn sie sich Zugesel anschaffen. Leider will der Unternehmer m den belebteren Stadtteilen bester wird dies noch nicht recht verstanden. Während Frankreich ausgestattete Filialen emtichten, b,e in wenigen Monaten er- etroa 600 000 Esel hat, sind in Deutschland kaum 70 000 Stück öffnet werden sollen Weil durch die Gtatisgewahrung von vorhanden. Daß der Franzose wirtschaftlich leistungsfähiger Frühstück zum B,er der Bierpreis nicht erhöht wird, drohen ist durch den großen Bestand an Eseln, dürste Jedem klar die neuen Restaurants besonders den AutamatenauSschanken sein. Ende März erhält der Tierschntzverein zu Wiesbaden Konkurrenz zu werden. Von demselben Unternehmer werden einen neuen Eseltransport. Bestellungen werden jetzt schon 1 auch billige Volksbars m Berlin eingerichtet werden. D,e angenommen. Genaue Auskunft erfolgt kostenlos. sogenannten American-Drmks, °" ^nen ln dm eleganten

. o oo c. ro-1 Spr Hpftrinert Kreis- Bars sehr mel verdient wird, sollen m diesen VolrsvarS zu

te^n' 221 s nm November v Js einem billigen Preise ausgeschenkt und dadurch beim Berlmer

ansschußsitzung wurde wegen der am 25. Novembereingeführt werden.

hier stattgehabten Bürg errn eist erwähl verhandelt. Da- »Madrid 21. Jan. In der Nähe der nordspanischen mals wurde nach lebhafter Agitation und reger Wahl- I - ist ein ^furchtbares Verbrechen verübt

beteiligung Johannes Heß XXIV., der Sohn des verstorbenen d 9 5 bcnQi)barten Orte Zetina wurde eine Bürgermeisters Heß, mit 26 Stimmen Mehrheit gewählt, wora-m ^n oem _ > . <! .

Frau Holle schüttelt die Belten ans

unb der Winter übt sein Regiment. Da muß- «uch der H aesunde Mensch sich vor Eckältungen buten unb öer^cibenöe «M bat verdoppelte Vorsicht nötig, schütz Wen ^siektisneu. MD bcv Schleimhäute, bet Bronchien, Lungen und des

Magens, und taidcnbfitd) erprobt ber Erkallmrgen aNei .i11 sind Fay's ächte Sodener Nlliieral-Pastillen. Imn kauft ne ziMi Preise von85 Pfg. per schachtel Ni allen Upotbltur Drogerien und Mineralwasferhtmdlungen »c« uiw{

burtstag.

Familien Nachrichten.

Gestorben. Elise Krausgrill in Nieder-Weisel?

100 Kg. ab hier. , M x .

fc. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Telegr. Ong.-Berrcht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe ftauben: 504 Ochsen, 24o aus Oest­reich, 24 Nullen, 3 aus Oestreich, 760 Kühe, Fersen, Stiere imb Rinder, 0 au§ Oestreich, 295 Kälber, 262 Schafe und Hamme st 1763 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflammer. Bezahlt würbe für 100Pfund SchlachtgewichtOckpeii 1. Qualität 70<3 2. Qual. 65-08 M., 3. Qual. 58-60Mk.; Bullen 1.Qual. 61 bis 63 Mk. 2. Qual. 5759 Mk.; Kühe 1. Qual. 6668 Mk., 2.Qua . i 5961 Mk., 3. Qual. 4951 Mk, 4. Qual. 3^-41 .Mk., 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber: 1. Qual. 81-33 Pig Lebeiidgewlcht 72-76 Pf., 2. Qual. 72-76 Pig., Lebendgewicht ^-46 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pig., Schafe: 1. Qual 66-67 2 Qual 54-56 Pfg., 3. Gual. 00-00 Pfg.; Schweme 1. Qual 59-60 Pfg., Lebendgeiv. 47 Pfg 2. Qual 58-00 VsO'Lebendgewicht 46-00 Pfg., 3. Qual. 52-54 Ptg., Lcbendgewich 00-00 Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand bebeutenb, ve I Kleinvieh gut, kein Uebefitand.

Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gictzencr Fleisch- und Brotpre,se

am 23. Januar 1905.

Märkte.

Gießen, 24. Jan. Marktbericht. Auf heutigem Wockenniarkt kosteten: Butter pr. Wb. 0.80-0.?0 Mk Hühnereier 1 @t. 8-9 Mg. 2 Stck.00 Wg.. Gänseeier 0000 tßfg., Gittenetei <0 W, Raic vr. Stck. 6-8 Pl., Kasematte 2 Stck. 5-6 Psg. Erbsen pr Ltter 21W, Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-0,90 All., Hühner pr.©L 1,001,60 Nist, Hähne pr. Stuck 0,801,80 All., Ent^l pr. SUlck 1802,20 Mk^ Gänse pr. Pfd. 55-65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 7080 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6268 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 60-72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg , Kalbfleisch pr. Pfd. 70-74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50-74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00-6,50 Mk Zwiebeln pr^Ztr. 8,00-10,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 0 j bis 0 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Nüffe 100 St. 00 -00 Ptg Zwetschen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkrailt 0.10-0:15. Marktzeit 8-2 Uhr

,o. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Ong.-Telegr. desGießen. Ali;;.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreif e. Weizen Dtk. 18.5000.00, Kurhessischer Alk. 18.5000.00, La Plata l Alk. 18.5019.50, Kansas Mk. 18.5019.50, Roggen (hiestger) (KVovtoo (Wptfprauerl Alk. 18.0018.50, Franken-

Weißbrot 2 Kg. 52 Ptg.

Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg.

Aus Slad! und Land.

Gießen, den 24. Januar 1965.

Aus Nassau. 22. Jan. Auf der Gewerkschaft Käkernbura soll 40 Arbeitern auf Ende der Woche ae-ündiqt worden fest,. - Die Firma Fischer u 'Schmitt, Getatinefabrik in Nied, beabsichtigt, (mit Höchst. Kreisbl.", mit Ablauf dieser Woche den Be­trieb einzustellen. 100 Arbeiter werden dadurch beschäftiaungslos.

Kleine i t t e' l n n g e n a u 5 Hessen und den Nachbarstaaten. In Harbach bei Gießen wurde der Einwohner H. Heßler durch Messerstiche von einem lirzllch erst aus dem Gefängnis entlassenen Hingen Mann lebens» gefährlich verletzt.

Vermiete».

. Altdamm, 21. Jan. Der Sohn des Bürgermeisters von Altdamm, Dr. Frost, und Frl. Marie Bader, die Tochter eines bekannten Fabrikbesitzer? in Altdamm sind, wie die Stell Abendpost" meldet, gestern abend auf der Riiekkehr von einem gemeinsamen SchlittschuhanSfluge nach ArnintSwalde aus bem Datnmschen See emgcbrochen tinb ertrunken. Die Leichen wurden heute srüh ausgcsunben.

SpulplaK der «rrimyten Frankfurter Stadttheater. Schauspielhaus.

Dieiistag den 24. Januar" :Faust", 2. Teil. (2. Abend). Mittwoch den 25. Januar: Neu einstudrert:Zaza. Donnerstag den 26. Januar:Romeo und Julia." FreNag den -7. Januar. Minna von Barnhelm." Samstag den 28. Januar: -Faust , 2. Teil. (2. Abend). Sonntag den 29. Januar, nachmittag halb 4 Uhr:Familientag." Abends 7 Uhr:Zaza. Montag den 30. Januar:Wallensteins Lager.Die Prccolomrm.

*) Anfang, ivenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Kavdcl utib Kerkelir. ^olkswirlschast.

ba der Schriftführer Buß nicht vereidig

war. Demnächst findet eine neue Bürgermeisterwahl statt, i »Athen, 22. Jan. In Thessalien haben sich die

fe. Lich, 23. Jan. Morgen, am Tage der Wrederkchr wiederholt. Ein Dorf wurde

des 100. GeburtstagesdesFurstenLudwrgznSolms- > - verschüttet: mehrere Personen büßten das

Hvhensvlms-Ltch wird auf dem ßeben ein Vmb verletzt. In verschiedenen Teilen

g§egt^ Di? Bewohner "es Solmftr Landes, das teils unter Griechenlands verursachten Platzregen in den letzten Tagen preußischer, teils unter hessischer Oberhoheit steht, haben Mehrfachen Schaden: insbesondere m Sparta, wo der sich aufgemacht, dem Fürsten Ludwig, der weit über feine Eurotas aus den Ufern trat. In anderen Gegenden find die I Zeit hin ausragte, Isehr mildtätig und liberal war, ein | Verbindungen unterbrochen.

äußeres Zeichen seiner Verehrung darzubringen. Fürst Lud-

wig wnrde am 24. Januar 1805 im hiesigen Schlosse A- und Wissenschaft.

boren. Er beschafttgte sich, worauf tmr schon Stuttgart, 22. Jan. Heute begeht hier der Philosoph

wiesen, in seinen Mußestunden unt wrsienschastltchen ^Qt Professor Dr. Eduard Zeller in erfreulicher Ge- Studien, besonders aber mit theologischen. ZakMrr doch ungeschwächter Frische des Geistes seinen 91. ®e*

die Jahrbücher für protestantische Theologie ihn zu ihrem!

geschätztesten Mitarbeiter. Theologische Professoren imd Geistliche, einerlei welcher Richtung, Wie Harnack, Stade, Ritschl, Stöcker usw. waren gern gesehene Gaste an dem einfachen Hofe zu Lich. Auch politisch trat der Fürst hervor. So war er LandesmarschaN des rheinischen P^ovinzial- landtags, ferner Präsident des Vereinigten Landtags 1847 in Berlin und Mitglied des preußischen Siaatsrats. Bei Iden Königen Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. stand

der Fürst in hohen Ehren. Er wurde von ihnen m wichtigen^ I Fragen öfter zu Rate gezogen. Am 29. Februar 1880 )tarb Fürst Ludwig. Ihm suceedierte sein Neffe, Hurst Hermann, der 1899 verstorbene Vater der Braut des Großherzogs

Höchste Schlachtviehpreise "tu Franks u r t a. M.

Fleifchpreise in Gießen _____________________________________________ .

1 Ochsen

| Kalber

1 Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 70-73 All.

*/ Kg. Schlachtgew. 8183 Pf.

-st ^E-''__

V, Kg. 70-80 Pfg.

. 70-74 */, 00 72 ,