Ausgabe 
24.6.1905 Erstes Blatt
 
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Erstes BI an.

155. Jahrgang

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private Angelegenheit der konfcssio- csen zu überlassen."

rs.'mmlung gegen 1O8A Uhr abrndK.

enFrageder französischen Natter, denn das war Delcassss auswärtige Politik, herzhaft auf den Kopf getreten. Und wenn wir fest und klug handeln, dann er­reichen wir alles, was wir wollen; denn die

M. 2.20; durch i. Zweigstellen monatlich 6o Pf., durch die Poft 9Dtf. 2. viertel-

Franzosen haben eine Heidenangst vor dem Ernstfall. Ruß­land kann ihnen nicht helfen, und auf England ist kein Verlaß. Aber so geht es in jedem Kriege. Im Krimkriege und im russisch-türkischen Kriege, ebenso 1870/71 haben un­beteiligte Anschauer zu marodieren begonnen. Das ist der Laus der Welt.

Selbst die frohgemute Berlin er Börse fängt nun an, über die Marokkofrage einigermaßen nachdenklich zu werden. Das kommt daher, weil man in deutschen amtlichen Kreisen gar kein Hehl daraus macht, daß die Note Nou- viers bei aller Eleganz und Verbindlichkeit der Form ebensowenig die deutschen Ansprüche befrie­digt, wie jede vorausgegangene mündliche oder parlamen­tarische Erklärung des verflossenen Ministers Delcassö. Fürst Bülow wird bei dem gestrigen Empfang des fran­zösischen Botschafters zu einer längeren Unter­redung keinen Zweifel darüber gelassen haben, daß es auf diesem Wege, alle möglichen Vorbehalte und Vorrechte Frankreichs gutzuheißen und dafür nicht einmal ein be­stimmtes Ja zur Marokkokonferenz zu empfangen, keine Verständigung gibt. Frankreich will allenfalls eine Konferenz mit festem Programm undverteilten Rollen". Deutschland soll gewissermaßen sein Wohlverhalten im

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tfftetet «Hilft au feer tz onnragS.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit

Ringen nach materieller Wohlfahrt ebenfalls notwendig ist, soll uns wieder mehr Friede im Dasein werden. Und gerade deshalb, damit heute die Entwickelung charaktervoller, wahrhaftiger, ehr­lich nach Wahrbeit strebender Menschen nicht gehindert werden, verlangen die deutschen Goethebnnde eine völlige Freiheit der Forschung und der Wissenschaft, eine ungehinderte Ausübung des künstlerischen Schaffensdranges.

Das Sekretariat ist in einer Reihe von Städten, wie Schwerin (Mecklenburg, Braunschweig, Nürnberg, Gubem Straßburg (Els.), Harmover, Oldenburg usw. agitatorisch tätig gewesen. Zu Johannesburg hat sich ein Goethebnnd gebildet, der be­reits über 300 Mitglieder zählt.

Schriftsteller Dr. Goldstein (Königsberg) regte an, auch Damen in die Vorstände und Arbeiterausschüsse zu wählen. Dadurch werde man mehr die Frauenwelt für die Goethcbünde gewinnen.

Eine lange, lebhafte Erörterung veranlaßte darauf das Kartell mit dem D ü r e r b u n d e. Es wurde schließlich be­schlossen, es den einzelnen Bunden zu überlassen, mit dem Dürer- bunde in freundschaftliche Beziehungen zu treten.

Der Vorsitzende teilte mit, daß von dem General-Intendanten des Königlichen Hoftheatcrs in Stuttgart, Freiherrn v. Puttlitz, eine Einladung eingetroffen sei, die nächstjährige Delegierten- K'onferenz in Stuttgart abzuhalten.

Für den folgenden Gegenstand, den Volks-Sckiller- preis, wurde beschlossen: die Oeffentlichkeit auszuschließen, d. h. die anwesenden Zeitungs-Berichterstatter werden ersucht, über die Erörterung dieses Gegenstandes nicht zu bericht'«.

Nach einer kurzen Frühstückspause sprach Landgerichtsrat, Reichstagsabg. Dr. Müller-Meiningen über die Gefahren einer neuen lex Heinze. Nach seinen Ausführungen wur-

Interesse Frankreichs garantieren, es soll nicht etwa für Frankreich unbequeme Fragen aufwerfen. Zu diesem Zweck glauben Rouvier und seine Leute ein kleines Examen an­stellen zu sollen, wie Deutschland die Reformen in Marokko sich d enkt und welche Mitwirkung es dabei beansprucht. Das nennt man sicher gehen. 9hir findet die Absicht in Berlin keine Billigung. Deusichland hält daran fest, so lesen wir in einer der offiziösen Kundgebungen, die zurzeit statt in derNordb. Allg. Ztg." in derNat.-Ztg." und imLokalanz." erscheinen vor der Konferenz, keine Cpezialabkommen zu treffen, sondern die Entscheidung über die marokkanischen Reformen der Konferenz zu überlassen. Das ist auch loyal und korrekt gehandelt von deutscher Seite gegenüber den übrigen Unterzeichnern des Madrider Ver­trags. Die anderen Mächte würden sich mit Recht benach­teiligt glauben, wenn Deutschland mit Frankreich sich auf Entschließungen einigte, für die doch die Erörterungen der internationalen Konferenz erst die Grundlage schaffen sollen. Eine beachtenswerte Warnung läßt Fürst Bülow nach Paris richten: Nicht durch Verschärfung der (Ängeborenenkonflikte in Marokko dort den Vorwand für sogenannte vollendete Tatsachen zu konstruieren. Vielsagend ist die Hinzufilgung: Daß dieses Verfahren leicht zu bedenklichen Kom­plikationen führen könnte, wird man hoffentlich an allen beteiligten Stellen im Auge behalten."

Nach einer Meldung des W. T.-B. aus Paris berichtete in dem gestrigen Ministerrat Ministerpräsident Rouvier über den Stand der Verhandlungen mit Deutschland, die einen normalen Verlauf nähmen. Von dem Stadium der mündlichen Besprechungen sei man jetzt zu dem Stadium der schriftlichen Mitteilungen durch Uebergabe einer Note an bett Botschafter Fürsten Radolin übergegangen. Die Note sei gleichzeitig allen Mächten mitgeteilt woroen.

Nach privaten Mitteilungen aus Paris ist die dor­tige Regierung sehr angenehm berührt davon, daß in der deutschen Presse von gewissen Frankreich in Ma­rokko zustehenden Vorrechten ohne Groll gesprochen wird. Aus Unterredungen Rouviers mit den parlamentarischen Parteiführern Ribot, Janres und anderen zieht man in Paris den Schluß, daß die in Berlin bemängelte Unvoll- ständigkeit der Rouvierschen Note, soweit der springende Punkt (zustimmende Antwort an den Sultan) in Betracht kommt, keineswegs die Auffassung rechtfertige, als sei von Paris aus mit Absicht eine Verschärfung der Differenzen herbeigesührt worden.

Jnl übrigen verzeichnen mit schüchternem Säbel­rasseln Pariser Blätter die Tatsache, die übrigens auch schon vor der Kammer hervorgehoben worden ist, daß Frank­reich in den ersten Tagen einer eventuellen Mobilmach­ung den 165 deutschen Bataillonen nur 104 französische gegenüberstellen könnte, sowie nur 68Schwadronen Kavallerie gegen 72 deutsche. Was die Artillerie betrifft, so würden nur 8 9 Bat­terien zu 4 Geschützen von französischer Seite gegen 14 8 deutsche Batterien mit 6 Ge s chü tz e n gestellt

Samstag 34. Juni 1903

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die Strtziner Kamtürn« Uittti viermal tn bet Woche betgelegl Äotattondbrud u.

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Adreüe tot Deveichenr Anzeiger Gießen.

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Geschütze aufgehoben werden.

Hieraus ergibt sich, daß Frankreich 50000 Mann weniger auf d'ie Wagschale zu werfen hätte als Deutschland.

Jedenfalls herrscht in Paris eine hochgradige nervöse Aufregung. Alle möglichen oder unmöglichen Gerüchte werden kolportiert. An der Börse erlitt die Rente einen neuen Kurssturz. In allen Familien spricht man nur vom Kriege. Der wahre Grund dieser Nervosität ist in der Befürchtung zu suchen, Rouviers Note könnte von Berlin auS mit schroffer Ablehnung weiterer schriftlicher Verhand­lungen beantwortet werden. Die meisten Blätter ermahnen das Publikum zur Ruhe und Kaltblütigkeit. In der Tat geht die Verstimmung sehr tief. Wird nicht bald ein Mittel gefunden, um aus der gegenwärtigen Situation heraus­zukommen, so können diejenigen, die auf eine deutsch-fran­zösische Annäherung hoffen, ihre Hoffnung einstweilen ver- tagen. An einen jähen Abbruch der Verhandlungen braucht man nicht zu denken, wie auch Jaurös in einem Besonnen­heit ratenden Artikel hervorhebt. Als wesentliche Bedingung eines ungestörten Fortganges der Pariser Verhandlungen er»

Eelegirten-Konferenz der deutschen Goerhebünde.

(Nachdruck verboten.)

H. F. Mainz, 23. Juni.

Im Vankettsaale derLiedertafel" begannen heute vormittag die Verhandlungen der Delegierten-K'onferenz der deutschen Goethe- bünde Es ist eine große Anzahl hervorragender ^chrrftsLeller aus allen Teilen Deutschlands erschienen

Bürgermeister Dr. Göttelmann -Mamz fuhrt m seiner Begrüßungsrede ans: Wie einst der deutsche Ritterorden, so hat es sich der deutsche Goethebnnd zur Aufgabe gemacht, für deutsche Kultur und ihre freie Entwicklung den Kampf .zu führen. Stabti). Dr. Rautert-,Mainz begrüßte die Delegrer- ten-Konferen) im Namen des 6t?ftgen @artf)rbimbc5 Es herrsche hier ein sehr liberaler K-ist. <5s gebe hier keinerlei Zensur, da­gegen ein vollständig freies Bolksschnlgesed für alle Konfessronem Die Polizei kümmere sich um den ruhigen Bürger überhaupt nicht. Trotzdem sei Mainz noch lange Fern Parad'.cs. In R H ern- Hessen mache die ultramontane Parte: die größten Anstrengungen, Kirche und Schule unter ihre Botmäßigkeit zu bringen. Wir haben daher trotz alledem em eit sehr s^weren Kampf gegen finstere Mächte zu sichren Wir freuen uns des­halb umsomehr, daß die deutschen Goethebüude ihre ^clegwrten- KDnferenz in diesem Jahre in Mainz abhalten.

Generalsekretär Miegand-Bremen erstattete danach den Jahresbericht. Ec führte aus: Wir sind der Meinung, daß noch immer in der individuellen Selbstenthaltung, m der Ansullung des Lebens mit künstlerischen, wissenschaftlichen oder iphilosophischeiu Dingen ein Glück lieat. das neben dem

erkennen an, daß die

stühung verdienen. Sie verhehlen sich jedoch nicht, daß die auf allen Gebieten des deutschen Geisteslebens sich breitmachende rückschrittliche Bewegung, die auch die Schule zur Dienerin der Kirche zu machen strebt, unter dem Deckmantel des Schutzes der Sittlichkeit lediglich versucht, die Freiheit des geistigen Schaffens zu beschränken und Wissenschaft, Kunst und Literatur in Fesseln zu schlagen.

Heute abend fand im großen Saale der Liedertafel eine vom Goetbcbund cinbrnifeiie Volksversammlung' statt. In dieser sprachen Pastor Dr. Kalthoff (Bremen) und Reichstagsabg. Dr. Eduard David (Mainz) über Kirche und Schule.

Es gelangte schließlich folgende von Dr. David und Otto Ernst gemeinsam beantragte Erklärung mit allen gegen eine Stimme zur Annahme:

Die Versammlung erklärt die k o n f e s s i o n e l l e S ch u le als das allein erstrebenswerte Ziel. In dieser kann der historischen Bedeutung der Religion durch einen den For­derungen moderner Forschung, entsprechenden kulturgeschicht­lichen Unterricht genügend Rechnung getraaen werden. Die vor­nehmste Aufgabe der Schule ist es, daß sie jeden Stoff und jede Gelegenheit der Stoffbehandlung benutzt, um das Kind zu einer vertieften Auffassung des Lebens, anzuleiten und den Sinn für die höchsten Güter des Daseins zu erwecken. Alle konfessionelle Unter-

Die yentige Dummer umfaßt 16 Seiten.

Are Mittage infolge des Krieges und Marokko.

SBenn Zwei sich streiten, haben Dritte Nutzen davon. Diese schlichte Weisheit gilt auch von großen Kriegen. Sie grlt erst recht von dem russisch-japanischen Kriege.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit einen Augenblick von dem spannenden Kriegsschauspiele in Ostasien wegwenden und die Ereignisse Revue passieren lassen, die sich auf anderen Teilen des Weltentheaters begeben haben, werden wir erst der Wichtigkeit dieser Vorgänge inne.

Rußlands Hauptgegner in der Weltpolitik ist England. Da Schüchternheit nicht zu den Eigenschaften der englischen Politik gehört, ist nicht zu verwundern, daß England tapfer zugegriffen hat, während Rußland in schweren inneren und äußeren Nöten lag. Als England in Südafrika festlag, nutzte Rußland diese Situation nicht aus; das war vom Standpunkt des politischen Egoismus aus ein Fehler, den Rußland hart büßen muß.

Englands erste Hauptaktion während des russisch-japa­nischen Krieges war die völlige Durchführung der Expe­dition nach Tibet. Rußland grollte, aber was hätte cs dagegen tun können. England sitzt jetzt in Tibet und geht nicht mehr weg. Eine, vom englischen Standpunkte aus, noch viel größere Leistung war der Llbschluß des Abkom­mens mit Frankreich über Afrika. Das war nach verschiedenen Richtungen hin eine bewundernswerte poli­tische Tat. Erstens hat es dadurch Frankreich von dem Gedanken, Rußland in Ostasien zu unterstützen, abgebracht und den Japanern eine Verschärfung des Konflikts erspart. Zweitens hat es sich selbst Egypten gegen französische Re­klamationen gesichert. Drittens hat es Frankreich, wie man so sagt, hereingelegt und es obendrein in einen ernsten Zwist mit Deutschland gebracht. Gerissener hätte auch Macchiavelli nicht Politik treiben können.

e Um von dem Größten gleich zu dem Kleinsten überzu­springen, so hätten die Norweger schwerlich gewagt, ihrem Könige zu kündigen, wenn die Weltlage nicht so günstig zu solchen Unternehmungen gewesen wäre. Und wie seltsam es in der Welt zugeht: Als Europa dem sterbenden Bären Napoleon den Rest gab, schlich sich der 5um König von Schweden ausersehene Bernadotte beiseite, nm seine Beute Norwegen in Sicherheit zu bringen. Jetzt benutzen die Norweger eine ernste Komplikation, um das Band von 1814 zu lösen.

Da Rußland natürlich auf den nahen Osten kein Auge haben kann, regt sichs auch da. Insbesondere hat Gr i e ch e n l a n d zugegriffen und sich Kreta gesichert.

Auch Deutschland ist nickt müßig geblieben. Zu- tächst hat es im vorigen Jahre oen Handelsvertrag'

scheint die möglichst rasche Bannung der zwischen der Re­gierung von Fez und dem algerischen Gouvernement bestehen­den Mißverständnisse.

Die deutsche Militärmission, die den Grafen Taitenbach nach Fez begleitete, hat Befehl zur Rück­kehr erhalten und wird heute mit den nichtamtlichen Teil­nehmern der Reise nach Tanger zurückkehren. Die Herren wurden vorher in Abschiedsaudienz vom Sultan empfangen und waren für gestern abend zum Minister des Aeußern zum Esten eingeladen. Aus der Rückberusung der Offiziere ist zu schließen, daß die Hauptarbeit der deutschen Mission getan ist und lediglich noch rein diplomatische Verhand­lungen durch den Grafen Tattenbach zu führen sind.

Ein wichtiger Teil der englischen Presse setzt alle Hebel in Bewegung, um jede etwa mögliche Frucht, die aus der Saat des gastlichen Verkehrs zwischen der englischen Studienkommission und ihren deutschen Wirten entstehen könnte, im Keime zu ersticken. Wenn Lord Lyverden alle Störenfriede zwischen England und Deutsch­land an den Galgen wünsche, schreibt derDaily Mail", so scheine er sich nicht bewußt zu sein, daß dann in erster Linie einige Mitglieder der deutschen Negierung auf­geknöpft werden müßten. Die freundliche Aufnahme, die der britischen Kommission in Deutschland allenthalben zuteil werde, sei nur darauf berechnet, den Engländern Sand dar­über in die Augen zu streuen, daß das deutsche Vorgehen gegen Frankreich in der Marokkofrage eigentlich auf England abziele.

Der Krieg.

Dom Kriegsschauplätze.

Tokio, 23. Juni. In der Nähe von Xiangha Dingehang bedrängte am 21. Juni russische Infanterie von 1000 Mann die japanischen Patrouillen und rückten vor bis sie Hainqyanchen, 10 Meilen südöstlich von Wankantzukan, erreicht hatte, warfen die japanischen Truppen zurück und verfolgten sie, indem sie ihnen schwere Verluste beibrachten. In Weiljuanpumen be­endigte« später die japanischen Truppen, welche am 19. d. Jangmulinzu besetzt hatten, ihren Auftrag und kehrten dann zurück. Eine feindliche Truppe, welche aus 3 Bataillonen, 4 Schwadronen und 12 Feldgeschützen bestand, rückte durch die östlichen Distrikte auf der nach Kirin führenden Straße vor und bewegte sich dann südwärts. Am 21. d., von 11 Uhr 30 Minuten vormittags ab, erschien feindliche In­fanterie allmählich auf den Hohen zwischen Chapengan und Lichiatun, während feindliche Artillerie auf den Höhen von Lienhuachien Stellung nahm und die nördlichen Höhen von Nanchentzu beschoß. Nach einem mehrstündigen Ge­fechte mackten die Japaner einen Sturmangriff auf die Höhen, warfen den Feind vollständig zurück, nahmen die Höhen und verfolgten den Feind. Sonst ist die Lage unverändert.

Guntschulin, 23. Juni. Die Nachricht desDaily Telegraph" aus Tokio, daß die Armee Linewitsch von den Japanern auf allen Seiten umzingelt sei, ist voll­ständig unwahr und erfunden. Die Japaner stehen vor der Linie der russischen Südfront, die Russen Auge in Auge mit dem Feinde und bewachen jede seine Bewegungen.

Die Japaner sandten, um einen russischen Einfall zu vereiteln, am 17. Juni zwei Kolonnen gegen MischtschenkoS vorgeschobene Vasts auf dem rechten Ufer des Liaohe und trieben ihn auf die andere Seite. Während dieser Bewegung wäre Prinz Friedrich Leopold von Preußen bei­nahe gefangen genommen worden. Ein Shrappnel explodierte über einer Gruppe fremder Attaches. Ver­wundet wurde der türkische Oberst Pertay Bey, und mehrere Pferde wurden getötet.

Russische Desertioueu.

Lemberg, 23. Juni. Zwei Unterofiiziere des nach der Mandschurei abkommandierten 67. russischen Ulanen-RegimentS

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