Ausgabe 
23.5.1905 Zweites Blatt
 
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TeBephonischer Kursbericht

Frankfurt a. M.,

22. Mai. Offizielle Schlusskurse.

Für die Gesamt-Rcd.tttion verantwortlich: i. V. August Goetz.

4% Oesterr. Goldrento . . 102.10

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Ungar. Goldrente Italien. Rente , Portugieser I . Portugiesen. III ünif. Türken

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. 99.90

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. 67.20

. 88.20

. 135.40

. 53.00

00.00

Tendenz

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Staatschatzscheine : ruhig.

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90.30

101.40

90.25

100.15

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Reichsanleiiie do.

Konsols . do. . .

Hessen Oberhessen

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Millionen Stück Doering's Eulen-Seife sind bis Ende 1904 zrun Versand gelangt. Kerne andere Toilette-Seife hat einen solchen Erfolg auszuweisen 1 Dieser Verbrauch ist der beste Beweis für die Güte und die vorzügliche Wirkung des Fabrikats. Alan weise minderwertige Rach- ahmungen zurück und verlange nur Doering's Enten-

Seife, welche zum Preise v. 40 Pf. p. Stück überall zu haben ist. hv87,

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liefert billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei, Sieben.

Sport.

Paris, 21. Mai. Der Minister des Innern hatdieFort- s e tz u n g der Automobil-Probefahrten auf der für daS Bennet-Rennen bestimmten Rundbahn in der Auvergne unter­sagt, weil die Fahrer die vorgeschriebenen Vorsichtsmaßregeln miß­achteten und die Bevölkerung zu beständigen Beschwerden veranlaßten.

Türkenlose......

4% Griech. Monopol.-Anl.

47,% äussere Argentiner

vermischte».

* Ein Hochzejtsgeschenk für den Kronprinzen. Die Stadt Hochheim a. M. gibt dem deutschen Kronprinzen als Hochzeitsgeschent eine Truhe mit etwa 100 FlaschenHoch- Heimer Wein. Die Truhe selbst ist ein Kunstwerk und von dem ^vilicierantcn Bombe-Mainz hergestellt. Eine Urkunde, die von einem Frankfurter Künstler hergesteltt wurde, wird dem Kronprinzen noergeben werden. Die Weine haben einen Wert von 25 Mk. bis 100 Mk. pro Flasche.

* Prinz Eitel Friedrich von Preußen, der zweite Sohn des deutschen Kaiserpaares, ist von seinem kurzen Ausfluge nach England znrückgelehrt, den er unternommen hatte, um mit dem ihm aufs engste befreundeten jungen Herzog KarlEduard von Ko bürg dessen Mutter, der verwitweten Herzogin von

Schauspielhaus.

Dienstag den 23. Mai*):Alt-Heidelberg/ Mittwoch den 24. Mai:Ter Veilchenfresser." Donnerstag den 25. Mai, abendL halb 8 Uhr:Demetrius.* Hierauf:Das Lied von der Glocke/ Zum Schluß:Epilog zur Glocke" von Goethe. Lebendes Bild. Freitag den 26. sDlai: Zum ersten Male:Kyritz-Pyritz." SamS- tag den 27. Mai:Die große Leidenschaft." Vorher:Das Fest des St. Matern." Sonntag den 28. Mai, nachmittags halb 4 Uhr: Demetrius." Hierauf:Das Lied von der Glocke." Zum Schluß: Epilog zur Glocke" von Goethe. Lebendes Bild. Abends 7 Uhr: Kyritz-Pyritz." Montag den 29. 2)1 ai:Maria Magdalene."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Pütz er, der Baumeister der Kirche, den Kronenorden 3. Kl. Pfarrer Kayser, den Kronenorden 4. Kl. Direktor Löwen­stein, das Allgemeine Ehrenzeichen der , Maurerparlier Gerstel. Die Universität Marburg ernannte Geheimrat Schmidt-Metzler zum Dr. theol. h. c. Das Diplom überbrachte Prof. Weiß-Marburg.

p. Katzenfurt, 22. Mai. An der in nächster Nähe unserer Dillbrücke befindlichen Wegkurve begegnete heute nachmittag der Bahnarbeiter Ludwig Löll von hier mit seinem Fuhrwerk einem beladenen Wagen von auswärts. Löll, der zwischen beiden Fuhrwerken ging, siel plötzlich in­folge eines erhaltenen Stoßes zu Boden und ein Rad des mit Holz beladenen Wagens ging über ihn. Sanitätsrat Dr. Stein-Ehringshausen wurde sofort zur Hilfe gerufen. Lebensgefahr für den Verunglückten scheint nicht zu bestehen.

Mannheim, 22. Mai. Nach längerem Leiden ver­schied in verflossener Nacht infolge Herzschwäche Geh. Kom­merzienrat Ferdinand Scipio. Der nationalliberale Poli­tiker hatte in den Jahren 1874 bis 1878 den Wahlkreis Mannheim und von 1884 bis 1893 den Wahlkreis Bens­heim-Erbach im Reichstag vertreten. Auch gehörte er längere Zeit der ersten badischen Kammer als Mitglied an. In dem letzten Jahrzehnt war er politisch nicht mehr hervorgetreten. Scipio erreichte ein Alter von nahezu 70 Jahren.

Heidelberg, 20. Mai. Die Stadt Heidelberg beab­sichtigt, die seit zwei Jahren von der deutschen Eisenbahn A. G. Frankfurt a. M. betriebene elektrische Straßen­bahn Heidelberg-Wiesloch anzukaufen und eine elek­trische Zweigbahn nach Kirchheim zu bauen. Die Vorlage ist jetzt dem Bürgerausschuß zur Genehmigung zu­gegangen. Die Ankausskosten belaufen sich auf 1900 000 Mk., die Erbauung der Zweigbahn nach Kirchheim auf 100 000 Mark. Die Kosten sollen, wie schon früher erwähnt wurde, durch Aufnahme einer lll/zprozentigen Anleihe gedeckt werden.

Maul), einen Besuch abzustatten. Nachdem nun die Vermahlung seines Bruders, des Kronprinzen, unmittelbar bevorsteht, scheint auch dem Prinzen Eitel-F-riedrich fortab das gleiche Schicksal bestimmt zu sein, wie dieser es erfuhr, nämlich ber jeder Ge­legenheit, namentlich 'bei jeder Reise ins Ausland, zum Gegen­stände von Verlobungs-Kombinationen gemacht zu werden. So ist jetzt schon behauptet worden, diese Fahrt nach England, die nur einige Tage währte, .habe der Brautschau gedient, inbeni der Prinz seine Cousinen, die Töchter des Herzogs von Connaught, kennen lernen sollte. Gerade diese Kom­bination könnte nicht wohl als eine sehr wahrscheinliche angesehen werden und ist deshalb auch mit Recht nur wenig beachtet worden. Denn erstens ist die ältere dieser Prinzessinnen, was doch nicht ganz unbekannt sein sollte, seit diesem Winter mit dem Herzog von Schon en, dem ältesten Sohne des schwedi­schen Kronprinzen, verlobt, unb daß die jüngere, übrigens sehr anmutige, ausersehen ist, Königin von Spanien &u werden, nimmt man in unterrichteten Kreisen allmählich als ziemlich gewiß an. Die Gesetze der Ebenbürtigkeit bringen es mMleu mit sich, daß man mit Leichtigkeit eine Liste derjenigen Fürsten­töchter aufstellen kann, die aller Voraussicht nach ausschließlich in Frage kommen können, falls, was vielfach als sehr möglich gilt, das Beispiel des Kronprinzen bald von seinem jüngeren Bruder befolgt werden sollte. In der Tat gibt es in den regieren­den Familieri Europas im Augenblick genau 22 Prinzessinnen, die im heiratsfähigen Alter von 16 Jahren auswärts stehen und doch nicht älter find als Prinz Eitel-Friedrich, der am 7. Juli d. I. sein 22. Lebenswahr vollenden wird. Und von diesen 22 jungen Fürstinnen scheiden 7 als der katholischen Re­ligion angehörend, hier wohl aus, nämlich zwei Prinzessinnen von Bayern uni> fünf östreichische Erzherzoginnen. Es bleiben somit nur fünfzehn wenn man es so nennen darf, zur engeren Konkurrenz. Dies sind die Prinzessinnen Antoinette von Anhalt, O^ga von Cumberland, Viktoria von Connaught, Alexandra und Helena von Schleswig-Holstein, Viktoria, Sophie, Regina, Bar­bara, Brigitta Reuß j. L., Hermine Reuß ä. L., Sophia von Weimar, Olga Elisabeth und Marie von Altenburg und Beatrice von Koburg. Aber auch noch unter diesen käme wohl die eine oder die andere kaum in Frage und so ließe sich der Zirkel noch verengern. Bemerkenswert ist übrigens, daß das an Sprossen so reiche russische Herrscherhaus zur Zeit keine einzige het- ratsreife Prinzeisin aufzuweisen hat. Die ältesten weiblichen un­verheirateten Mitglieder der Zarendynastie sind gegenwärtig bie fünfzehnjährige Großfürstin Maria Paulowna, Tochter des Groß­fürsten Paul, und die gleichfalls 15 jährige älteste Tochter des Großfürsten Konstantin, die, da sie nicht mehr (Metin, sondern nur Urenkelin eines Zaren ist, nur Prinzessin, nicht Großfürstin von Rußland sich nennen darf.

Kpielpla«: der «rmigteH Frankfurter Ztadttyeater

Opernhaus.

Dienstag den 23. Mai*):Hans Helling.* Mittwoch den 24. Mai:Das Rheingold." Donnerstag den 25. 3)1 at:Die lustigen Weiber von Windsor." Freitag den 26. Mai, abends halb 7 Uhr:Dte Walküre." Samstag den 27. Mai.Das Nachtlager in Granada." Hierauf: Ballet. Sonntag den 28. Mai: ,,TaS Glück." Hierauf:Hänsel und Gretel." Montag.den 29. Mai, abends halb 7 Uhr:Siegfrieds"

Vie Ueberlegenheit Knorrs Hafermehl

als Zld^rmittel die führende Stellung einnimmt, welche ihm gebührt! Besonders geht dies aus dem Umstand hervor, daß der verbrauch von Knorrs Hafermehl von Jahr zu Jahr ganz erhebliche Steigerungen' aufweist. Knorrs Hafermehl, sowie sämtliche weiteren Knorrs Präparate sind in allen Rolonialwarengeschästen, Drogenhandlungen ic. erhältlich. Die Firma <L h. Knorr A -G. zu Beilbronn a. ZT. ist auch jederzeit gern bereit, außer ihren beiden Filialen in St. ZUargarethen (Kanton 5t. Gallen-Schweiz) und Bregenz (Oesterreich) die Zldressen der nächstgelegenen Bezugsquellen anzugeben.

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