Ausgabe 
21.7.1905 Zweites Blatt
 
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Frankfurt a. M.,

20. Juli Offizielle Schlusskurse.

4% Oesterr. Goldreute

41/e°/0 äussere Argentiner . 00.00

endenz: fest.

30/

1%

Türken lose ....

4% Grieoh. Monopol.-Anl.

% Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . Italien. Rente , . Portugieser I . . Portugiesen. III Unif. Türken . .

Reichsanleihe do.

Konsole . do. . .

Hessen Oberhessen

3°/0 Mexikaner 4,/8o/n Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Komniandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber'iner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden , . Gotthardbahn « . Laurahütte , , Bochum . . , -'arpener .

Staatschatzscheine .

3*/a% 3% 3V,% 3®/o W/n

3%%

Demgegenüber Betont Oberbgm. Mecum, daß die Stadt cm den Geschäften des Hrn. Carle kein Interesse habe. Schließlich wurde der Antrag der Baudeputation angenom­men (Dispens wegen des Hofes, 41 Quadratmeter ä 100 Mark an Frau R. abz-treten) mit dem Zusatz und der Be­dingung, daß das Recht, wie seither Lumpen u. dergl. zu lagern, erlöschen solle bei einer Veräußerung des Grund­stücks, ausgenommen an die Nachkommen.

Kleinigkeiten.

Stadtv. Schm all ersucht den Oberbürgermeister, zu Veranlassen, daß der Schmutz auf der Stelle, wo die Krach en bürg stand, möglichst bald weggeschafft würde. Oberbgm. Mecum entgegnet, er habe das Polizeiamt be­reits ersucht, hierin vorzugehen.

Bei der neuen katholischen Kirche soll eine Ein­friedigung am Treppenaufgang geschaffen werden. Da die Kirche noch nicht fertig ist, soll zur Zeit nur eine hölzerne, mit Oelfarbe gestrichene Einfriedigung errichtet werden. Die Versammlung ist damit einverstanden.

Punkt 8 der Tagesordnung, das Baugesuch des K. Nicolaus für die Roonstraße (Eingabe von Noll und von Wagner) wurde ausgesetzt.

Der Firma Georg Phil. Gail hier wird die Erlaubnis rfur Aufstellung neuer Telephon st angen am Wis­marerweg (nach der ehemaligen Wollspinnerei) erteilt, mit der Bedingung, daß die Verkehrsbreite des Weges nicht ge­schmälert und eine Anerkennungsgebühr von 1 Mk. gezahlt wird.

Die Anlage eines weiteren Fußweg es von Oswalds- 8 art en nach der Nordanlage wird genehmigt, der weitere Punkt der Tagesordnung, Anlage einer Straße vom Seltersweg nach der Südanlage, ausgesetzt.

Es erfolgte danach die Genehmigung von Rech­nungen im Betrag von 320 Mk. für Grenzsteine.

Am Forst haus Hochwart sind Dachdecker­arbeiten nötig geworden, deren Kosten von der Versamm­lung bewilligt werden.

Die Errichtung einer Telephonverbindung von der Kläranlage nach dem Elektrizitätswerk wird ge­nehmigt. Von der Kläranlage soll nämlich, um Licht­schwankungen zu vermeiden, dem Elektrizitätswerk mitgeteilt werden können, an welchem Zeitpunkte die Maschine aus­geschaltet werden soll. Die Kosten betragen 180200 Mk.

Die Ueberlieferung eines Gelände st reifens durch Zul. Bach in der Plockstraße an die Stadt wird auf 1. Juni n. Js. verschoben.

Aus dem ehemaligen Klingelbach von der Stephan- ftraße bis zur Löberstraße sind an verschiedene Anlieger Grundstücke verkauft worden. Die Versammlung ge­nehmigt die Verkäufe.

Der Punkt 17 der Tagesordnung, Verkauf eines Grundstücks zwischen Roonstraße und Wieseck an Fabrikant Ed. Noll, wurde ausgesetzt, und wegen des beantragten Verkaufs von Gelände an der Crednerstraße an Herrn D ö m - ling wurde in der Versammlung der Beschluß gefaßt, daß man zurzeit nicht in der Lage sei, dem Gesuch zu willfahren, da auf dem in Betracht kommenden Gelände die Errichtung einer Schule in Aussicht genommen ist.

4*/6

4%

40/.

fessor vorschlug. Der König bemerkte, als er den Akt unterzeichnen sollte, am Rande:Niemals, weil Jude!" Schönlein ver­hielt sich ruhig, ließ es sich aber angelegen fein, bald wieder ein Symposion zu provozieren. Als sich Se. Majestät in heiterster Sektstimmung befand, sprang Schönlein auf, angeblich zu einem Krankenbesuch gerufen, und in höchster Eile legte er noch ein Schriftstück vor mit den Morten:Unterschreibe diese Kleinigkeit daß ich Dich morgen nicht behellige !" Der König, ohne sich weiter zu informieren, unterzeichnete. Es war das Dekret für Traube dessen Wortlaut am nächsten Tage in den Blättern zu lesen war: als außerordentlicher Professor der propädeutischen Klinik an der Berliner Universität. Der König, weit entfernt, erzürnt zu sein, lachte über die Schalkhaftigkeit seines Leibarztes. So wurde Traube, der sich um die physiologische Richtung der Medizin be- scmders verdient machte, klinischer Lehrer."

Vermischtes.

* Der Einsturz der Schloßkirche zu Oels in Schlesien. Die Schloßkirche zu Oels, eines der ältesten Gotteshäuser Schlesiens, ist zum größten Teil eingestürzt. Der einzige Augenzeuge des Einsturzes, Privatier Regber aus Oels, erzählt, daß, als er etwa 15 Minuten nach 9 Uhr in die Kirche eintreten wollte, ihm ein ungewöhn­liches Knistern des Balkenwerks der Kirche auffiel, und im nächsten Augenblicke vernahm er ein dumpfes Getöse, und

101.30

90.15

101.40

90.20

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99.00

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67.25

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53.90

Unterschlagungen in einer Militärkapelle. Die Angehörigen der Militärkapelle des 4. preuß. Garde­regiments sind durch die Unterschlagung eines Kollegen schwer geschädigt worden. Wie bei vielen Musikkapellen, so bestand auch beim 4. Garderegiment die Einrichtung, daß die einzelnen Musiker ihre Ersparniffe einem der obersten Hoboisten ab­lieferten, der sie auf Sparkassenbücher anzulegen hatte. Bei der hier in Frage kommenden Kapelle hatten ein,,c(ne Mitglieder nach und nach Beträge in Höhe von 600 bis 900 Mark, die Ersparnisse vieler Jahre eingezahlt, die Ge­samtsumme dieser Ersparnisse belief sich auf mehr als 15 000 Mk. Einer der ältesten Sparer hatte erst kürzlich von seinem 900 Mark betragenden Guthaben 300 Mark ab­geben und diese seinen Eltern geschickt. Alles schien in bester Ordnung zu sein, bis vor einigen Tagen ein als Vertrauens­mann fungierender Hoboist, der die Sparbeiträge zu hinter-, legen hatte, plötzlich verschwunden war. Eine Untersuchung ergab, daß die Sparbeträge unterschlagen und im eigenen Interesse von dem Flüchtigen verwendet worden waren. So­weit bis jetzt ermittelt ist, hat der ungetreue Hoboist in Renn­wetten große Beträge verloren.

*Er gefällt mir nicht/ Ueber die verunglückte Londoner Brautwerbung des jungen Königs von Spanien schreibt der Londoner Berichterstatter derJndß- pendance belge":Es ist allgemein bekannt, daß die Königin- Mutter Christine ihren Alfons so früh als möglich zu ver­heiraten wünscht. Sie hatte nun bekanntlich an die junge Prinzessin Patricia von Connaught, ein Mädchen von 19 Jahren, Nichte des Königs Eduard, gedacht. König Eduard und fein Bruder, der Herzog von Connaught, waren von diesen Heiratsplänen in Kenntnis gesetzt worden und hatten sie günstig ausgenommen. Das Gerücht von der be­vorstehenden Verlobung Alfons' drang sozusagen über Nacht an die Oeffentlichkeit, und eines Tages brachten zahlreiche illustrierte Blätter das Bild der Prinzessin, die kurzweg als Braut des Königs von Spanien vorgestellt wurde. Die Heirat wurde am Hofe von Madrid alsfertige Sache" be­trachtet. Alfons fand die Prinzessin Patricia reizend; sie ist es auch. Da die beiden Familien, die beiden Regierungen und die beiden Völker diese Heirat guthießen, glaubte der junge König, er brauche der Prinzessin Patricia nur zu sagen, daß sie ihm.gefalle, und sie werde sofort freudigja" sagen. Er vergaß aber, daß die Dinge in dem protestantischen Eng­land nicht so zu verlaufen pflegen, wie im katholischen Spanien, und daß das Gesetz, das in England für die Hei­raten nur die Zustimmung der beiden Brautleute fordert, ein treuer Spiegel der Landessitten ist. In England wählen nicht die Eltern die Männer für ihre Töchter o nein!, die jungen Mädchen suchen sich selbst den Mann aus, und zwar ist das in allen Gesellschaftsklaffen so, am Hofe so gut wie unter den Bürgern. Nun hatte zwar die junge Prinzessin Patricia dem König gefallen, aber der König hatte der Prinzessin ganz und gar nicht gefallen. Sie hatte ihnschreck­lich" undgar nicht elegant" gefunden. Die Prinzessin tanzte mit Alfonso beim Hofball den ersten Walzer, erklärte ober schon nach zwei Touren, daß sie müde sei. Alfonso forderte sie später zu einem zweiten Tanz auf, aber sie lehnte höflich ab. Der armeroi charmant, wie ihn die noblen Pariser getauft hatten, war bestürzt. Eduard VII. erbot sich, für ihn zu werben. Die kleine Prinzessin aber erwiderte kurz:Er gefällt mir nicht!" Damit war alles gesagt. Bei dieser be­stimmten Meinung der Prinzessin gab der König die Braut­werbung auf. Mit der Heirat war es nun nichts. So rund und nett ist wohl noch niemals ein leibhaftiger König von einer Prinzessin abgewiesen worden. Alfonso aber hat den leichten Sinn der Jugend. Obwohl die Prinzeffin Patricia eine Huldigungen zurückgewiesen hatte, amüsierte er sich in London weit bester, als in Paris. In Paris war er zu hermetisch von schweren Reitern umschlossen, oder auch von offiziellen Herrschaften. Sein Mißerfolg bei der kleinen Patricia hat übrigens seinen Ehrgeiz wenn man so sagen kann aufgestachelt. Er erklärte, daß er für England chwärme, und daß er jetzt mehr denn je zuvor daran denke, eine Engländerin zu heiraten. Von der Prinzessin von 1 Connaught zurückgewiesen, träumt er jetzt von der Prinzessin Engen ie von Battenberg, einer anderen Nichte des Königs Eduard, die im Oktober 16 Jahre alt wird.

New-Aork, 19. Juli. Gestern war seit 33 Jahren ' der heißeste Tag mit 100 Grad Fahrenheit zu ver- I zeichnen. Heber 60 vom Hitzschlag getroffene Personen mußten in Hospitäler geschafft werden. Diese sind jetzt überfüllt. . Vom Gesundheitsamt werden Verhaltungsmaß- : regeln bei Hitzschlägen veröffentlicht. Die Leiden der Be­völkerung New-Iorks werden durch den Streik der Eis- -

. 68.10 . 96.90 . 136 00 . 124.50 . 206 40

189.70 . 145.20 . 157 80 . 169 60 . 143.50 . 1810 . 00.00 . 261.00

255.00 . 219 70 . 100.55

während ihn selbst eine ungeheuer dicke, kaum das Atmen noch zulaffende Staubwolke verhüllte, konnte er gerade noch wie durch einen Nebelschleier wahrnehmen, wie das Mittel­schiff und das Seitenschiff total in sich zusammenbrach. Die Pfarr- und Schloßkirche zu St. Johann Baptist, die im Jahre 979 gegründet worden sein soll und bis zum Jahre 1538 eine katholische Kirche war, bestand in der jetzigen Form seit 1718. Sie birgt außer den kostbaren Altertümern die Sarkophage des int Jahre 1565 verstorbenen Herzogs Johann und seiner Gemahlin. Die Kirche wurde am 2. Mai d. Js. in Reparatur genommen. Das nördliche Seitenschiff ist bereits renoviert, und es ist der einzig noch stehengebliebene Teil der Hauptkirche. Unversehrt blieb außerdem der Turm und der Altar, während Chor und Orgel mit in die Tiefe gerissen wurden. Die Pfeifen der Orgel selbst sind beim Beginn der Renovation abgenommen und dadurch dem Schicksal entgangen. Glücklicherweise ist kein Menschenleben zu beklagen.

45. Gothaer Geldlotterie. Die Ziehung dieser Lolleric, welche aut den 20. und 21. Juli stattfinden sollte, wurde aus den 17. und 18. August verschoben.

utsch er noch vermehrt. 700 Kutscher haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit bereits eingestellt, 1400 erklärten, den ersten folgen zu wollen. Bei Andauer der hohen Tem­peratur stehen durch den Streik große Gefahren bevor.

* M i e LudwigTraube Professor wurde. In der Münchener Med. Wochenschr. veröffentlicht Hosrat Dr. Joh. Merkel-Nürnberg einen Aufsatz über Jobann Lukas Schönlein, den Begründer der modernen Medizin. Schönlein wurde 1833 von der bayerischen Regierung seines Amtes als Professor an der Würz­burger Universität entsetzt, ging dann nach Zürich und wurde 1840 als Leibarzt Friedrich Wilhelins IV. nach Berlin berufen.König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und sein Leibarzt Schönlein, zwei sehr geistreiche Männer und Duzfreunde, ließen oft tete-ä-tete beim Wein Geist und Witz sprühen. Es war um die ersten 50er Jahre, als Schönlein seinen ersten Assistenten und Privatdozenten Traube als Referent im Ministerium zum außerordentlichen Pro-

wägttzürs an lauge, so glaube er, fei es' nicht billig, sie mit einem Dispensgesuch, das sich um etwas ganz anderes handelt, zu verquicken. Er stehe auf dem Standpunkt der Baudeputation, fei aber dafür, daß die betr. Bedingung falle. Demgegenüber meint Stadtv. Petri, man möge dabei beharren, daß Frau R. nur die Drgeseinkäufe an Lumpen usw. auf dem Grundstück sammele, in größeren Mengen diese jedoch fortschaffe. Stadtv. G a b r i e l bemerkt, Herr Carls habe der Frau Rothenberger 20 500 Mk. für ihr Gebiet geboten, sie wolle aber 35 000 Mark haben.

Ter Philosophenwald wird nicht verkleinert.

$e.r. Punkt der Tagesordnung betraf ein Gesuch ter Militärverwaltung um Abgabe von Waldpar­zellen zurVergrößerung des Ex er zierpla tzes. Die Stimmung der Stadtverordneten war von vornherein gegen die Bewilligung dieses Antrages. Oberbgm. Mecum erläuterte an der Hand eines Planes, welche Waldparzellen dabei in Frage kommen würden. Es handelt sich um ein erhebliches Stück, und der schöne Verbindungsgürtel vom Milosophenwald nach den übrigen Waldungen würde in Fortfall kommen, sodaß also die Spaziergänger künftig in der Sonnenhitze gehen müßten. Bom Stadtwald würde gleichfalls ein Stück fortfallen. Auch von der Gemarkung Wieseck will die Militärbehörde ein Stück Gelände haben.

Oberbgm. Mecum meint, daß man das Gesuch der Militärverwaltung im Interesse der Einwohnerschaft Gie­ßens, die froh sei, daß sie so schöne Waldwege besitze, ab- lehnen müsse. Die Versammlung war einstimmig derselben Meinung. Stadtv. Wimmenauer unterstützte lebhaft den Antrag des Oberbürgermeisters und führte aus, der frühere Oberst v. Madai habe seinerzeit erklärt, der hiesige Exerzierplatz sei reichlich groß. Auch jetzt sei eine Begründung des überraschenden 'Antrags nicht erfolgt. Die städtischen Waldungen hätten im Jähre 1867, als für das Jägerbataillon ein Schießplatz eingerichtet worden sei, auf Grund übereilter Forderungen schon einmal große Einbuße erlitten. Als die Offiziere dann den Platz besichtig­ten, hätten sie bedauert, daß ja kein Schatten für die Schieß­stände vorhanden sei, und veranlaßt, daß wieder Pflanz­ungen vorgenommen wurden. Auch die heutige Forderung erscheine ihm übereilt. Die Oberförsterei, so fügt Oberbgm. Mecum noch hinzu, sei der gleichen Ansicht.

Stadtv. Schm all führt gleichfalls aus, daß von der Waldabgabe keine Rede sein könne; der Exerzierplatz sei schon viel zu groß. Er wolle bei dieser Gelegenheit darauf Hinweisen, daß das Militär noch öfters Uebergriffe auf städtischem Gebiet sich erlaube, in der Benutzung der Kirsch­allee auf der Liebighöhe und städtischer Wege, wie auefh von Wiesen, zu militärischen Hebungen. Das Publikum werde dadurch oft beunruhigt, und er hoffe, daß die Klagen darüber bald ein Ende nehmen könnten.

Außerhalb der Tagesordnung wurden noch 500 Mart für die Aufstellung von Bänken in den Anlagen und im Philosophenwald bewilligt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Am 5. Sonntag nach Trinitatis, den 23. Juli4 Kottesdiensl.

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer v. S ch l o s s e r.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vormittags 91/, Uhr: Psarrasfistent Schulz.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrassistent Schulz.

Nächsten Sonntag, den 30. Juli, findet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus­gemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

In der Johauneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattl e r.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johanns gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemein erbeten.

Vormittags ll1/. Uhr: Kindergottesdienst für die LukaSgememde.

Pfarrer Euler.

Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Kon­firmandensaal der Johanneskirche. Text: 1. Petr. 3, 815.

Nächstkünftigen Sonntag, den 30. Juli, wird nach allen Gottes-» diensten die alljährliche Kollekte für innere Mission erhoben.

Katholische Gemeinde.

Samstag, d e n 2 2. I u l i 1905.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 23. Juli 1905.

6. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in der­selben Artsteilung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heilige Meffe.

nm 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2*/2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

als MorgengetränL für ältere Leute, in der Ent­wickelung zurückgebliebene Kin- E der, Magen- und Darmkran-

ken, Rekonvaleszenten, enthält 6mnl mehr Lebens- und Aufbanstoffe wie Hafermehl und Haferpräparate. Es schmeckt angenehm, wird vorzüglich vertragen und hebt die gesunde Blutbildnng wie kein aitderes Präparat. Man lese hierüber die Berichte der Professoren, ftzerzte, med. Zeitungen usw. Erhältlich in Apotheken, Drogerien usw. das V3 Kilo Mk. 3..

Israelitische Religionsgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbathfeier am 22. Juli 1905.

Freitag abend 7.50 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.15 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 6.00, abends 8.00 Uhr.

Temperatur der Lahn und der Lust nm 21. Juli 1905.

Nach Reamnur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr.

Wasser 16°, Luft 14° R.

M ü l le r'sche Bade- unb Schwimmanstalt.

IKupsfoericM,

Hlrriversttäts-Aachrichten.

In den nächsten Tagen wird in Berlin eine Konferenz zusammentreten, zu der die A u § s ch ü s s e v o n allen preu­ßischen Hochschulen ihre Vertreter entsenden sollen. Es soll über eine gemeinsame Stellungnahme gegenüber dem ministeriellen Erlaß betreffend Auflösung der Studentenausschüße beraten worden.

handel und Kerketzr. MolÜswirrschast.

Der Bayrischen L a n d w i r t s ch a f t s b a n k (G. m. b. H.) ist die Genehmigung zur Ausgabe von 10 Mill. Mk. 372°/0 Hypo- theken-Obligationen erteilt. JnJapan ist eine koreanische Anleihe emittiert worden. Es ist dies die erste fremde Anleihe, die in Japan untergebracht wurde. Die Einnahmen der Tür-'^ tischen Tabakregie-Gesellschaft in Konstantinopel be­tragen im Juni 21500 000 Piaster gegen 19 500 000 Piaster in der gleichen Vorjahrsperiode.

Märkte.

Gießen, 20. Juli. Viehmarkt. Bei dem am 18. und 19. Juli d. Js. abgehaltenen Markte waren aufgetrieben 1533 Stuck Rindvieh, 852 Schweine. Der nächste Markt findet am 1. und 2. August statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt.

fc. Frankfurt a. M., 20. Juli. (Tetegr. Orig.-Bericht be4 Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen: 7 Ochsen, 0 aus Oesterreich 3 Bullen, 00 aus Oesterreich, 48 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 00 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 74 bis 75 Mk., 2. Qual. 6870 Mk., 3. Qual. 6165 Mk.; Bullen 1. Qual. 6567, 2. Qual. 0000; Kühe 1. Qualität 6870, 2. Qual. 6264 Mk., 3. Qual. 4951 Mk., 4. Qual. 4244 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber 1. Qual. 8385 Psg., Lebendgewicht 4951 Psg., 2. Qualität 7782 Psg., Lebendgewicht 4643 Pfg Schlachtgew. 6060 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 7275 Pfg., 2. Qual. 6670 Pfg. Geschäft mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.