General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Gorkis
diesem „Keine Worte
Rotationsdruck und Verlag bet Brühl Ich« Unwersuätsdruckeret. R. Lange, Gieße».
Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.
Tel. Nr. 6L Telegr^Adr. i Anzeiger Hiebe»,
im Gerichtssaal.
Der Prozeß gegen Maxim Gorki
Deutsches Reich.
Berlin, 19. April. Man meldet aus Giardini auf Sizilien vom heutigen Tage: Der Kaiser hörte heute an Bord der „Hohenzollern"- Vorträge. Die Kaiserin und Prinz Adalbert verließen gegen Abend Taormina und begaben sich an Bord der .Hohenzollern", wo sie Wohnung nahmen.
— Ter Kronprinz wird sich morgen nach Schloß Nabensteinfeld bei Schwerin begeben, um in Gesellschaft der Großherzogin-Witwe Marie und seiner Braut, der Herzogin Cecilie, dort das Osterfest zu verbringen.
_ Die Gewährung einer besonderen Apanage für den deutschen Kronprinzen durch den Reichstag schlägt die „Nordd. Neichskorr." vor, und sie sucht den Vorschlag folgendermaßen zu begründen:
Es bedürfte einer Etnenspende von ein paar laufenden Millionen Gewiß ist unsere Finanzlage für solche Extrafachen die denkbar u n g ü n st i g st e; aber wenn wir nuferen Ministern bockbermie Rnlnncii stiften können, so müssen wir erst recht bereit seimdurch eine großzügige Aktion bie Entwickln ng des deutschen Kronprinzen frei und unabhängig z u gestalten Von der f)lrt dieser Eutwickllmg bangt möglicher- weise Deutschlands Zukunft ab, das darf dabei nicht ner-
geffen werden. Das Heil unseres Vaterlandes ober muß uns untec allen Umständen das Opfer von ein paar Millionen wert sein."
— Der Reichskanzler hat an die Witwe des verstorbenen ReichSgerichtsprästdenten Gutbrod nachstehendes! Beileidstelegramm gerichtet:
„Tie Nachricht von dem Tode ihres Gatten erfaßt mich mit aufrichtigem Schmerze. Mit Ihrem persönlichen Kummer verbindet stch die Trauer weiter Kreise über den Hingang des Mannes, der stch in langjähriger Tätigkeit hervorragende Verdienste um die Pflege des deutschen Rechtes erworben hat. und dem es zuletzt vergönnt wor, als oberster Richter des Reiches Gesetz und Recht mit unbeirrtem Blicke zu wahren. Möge die Anerkennung die dem Verstorbenen in reichem Maße zuteil wird, Ihnen em Trost fein in dem schweren Leid."
— Das Landgericht Berlin I hat heute dem Redakteur Stärck infolge einer Beschwerde mitgeteilt, daß die zweite Verhaftung zur Erzwingung des Zeugnisses in Anbetracht' der vorliegenden Sachlage hin zu lässig gewesen sei.
— Bei der im Reichsamt des Innern vorbereiteten Umänderung der Bestimmungen für die Sonntagsruhe handelt es sich im wesentlichen darum, die bisherigen, teilweise von einander abweichenden Bundesratsverordnungen über Ausnahmen von den allgemeinen Sonntagsruhe-Bestimmungen in ein möglichst einheitliches System zu bringen und verschiedene, namentlich von der Geschäftswelt unliebsam empfundene Unstimmigkeiten zu beseitigen.
mehrerer Minister als Zeugen.
Von den Pntilow-Werkeu.
Petersburg, 19. April. Etwa 300 Arbeiter der Putilowwerke begaben sich auf den Friedhof nach Wyborg, um dort am Grabe eines jüngst gefallenen Arbeiters eine Messe lesen zu lasten und ein Kreuz aufzustellen. Rach der geistlichen Zeremonie wurden revolutionäre Reden gehalten. Der Geistliche erklärte, daß der Friedhof sich nicht zur politischen Propaganda eigne. Hierauf zogen die Demonstranten vor die Präfektur. Unter den Rufen: „Es lebe die Freiheit, es lebe die Anarchie, nieder mit der Autokratie", wurden rote Fahnen entfaltet. Militär versuchte die Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Arbeiter gaben mehrere Re- volverschüsse ab. Die Gendarmerie ging gegen die Menge mit blanker Waffe vor. Es heißt, daß über hundert Arbeiter schwer verletzt seien. Auch spricht man von Toten. Die rote Fahne und die Waffen der Arbeiter wurden von der Gendarmerie und den Truppen beschlagnahmt. Unbekannte Täter brachten auf den Putilow-Werken ein großes Hebewerk zum Einsturz. 5 Arbeiter wurden getötet, 13 schwer verletzt.
In den Putilow-Werken wurde aus Anordnung der Negierung die Arbeit wieder ausgenommen.
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn: hier in den zugezogenen Fluren XVI bis XXI der Gemarkung Heuchelheim.
Samstag den 22. l. Mts., vormittags 9 Uhr, findet die Versteigerung der Mastestücke von dem rubr. Gemarkungsteil statt.
Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Rathause zu Heuchelheim, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden.
Friedberg, den 18. April 1905.
Der Größter'eg'icbe Fe'd^ rff'ngungskommissärr Spam er, Kreisamtmann.
Auß'lind in Sturm und Drang.
Der Mörder des Großfürsten Sergius vor Gericht.
In dem Prozeß gegen den zum Tode durch den Strang verurteilten Mörder des Großfürsten Sergius, Iwan Kolajew, fungierte der oberste Prokuratoc des Kriminal- Departements, Senator Schtschelowitow, als Ankläger. 12 Zeugen wurden vernommen. Kolajew hatte seinen Verteidigern Mandelstamm und Schdanow das Ehrenwort abgenommen, daß sie keine Appellation anmelden und keineBitteumMilderungsgründe vorbringen würden. Dasselbe tat er auch bei seiner Begegnung mit seiner Mutter und Schwester. Nach der Verlesung des Urteils wurden die Türen des Gerichtssaales zwar geöffnet, doch das Publikum nicht zugelassen. Die ganze Gerichtsverhandlung hatte bis dahin bei geschlostenen Türen stattgefunden. Rur die Mutter Kolajews hatte der Verhandlung bis zum Schluß beigewohnt. Seiner Schwester wurde die Erlaubnis nicht erteilt. Kolajew hörte das Urteil vollkommen ruhig an und erklärte, daß er damit durchaus zufrieden sei. Er
oll auf den 18. Juni vertagt sein. Der Verteidiger verlangt östentliche Verhandlung sowie das Erscheinen
wünsche nur, daß man ihn öffentlich am Hellen Tage richten möge. Die Mutter brach bei Wunsche ihres Sohnes in lautes Schluchzen aus.
Kastation und keine Gnade", waren Kolajews letzte
such abzustatten. Die Einzelheiten dieser Reise sind noch nicht festgestellt.
Die japanischen Anleihen.
Tokio, 19. April. (Amtlich.) Die javanische Regierung wird in der nächsten Zeit an die Ausgabe einer inneren Anleihe von 10 0 Millionen Aen schreiten, welche den Rest der Emission von im ganzen 200 Millionen Jen darstellt, bezüglich deren bereits im März Abmachungen mit Bankinstituten erfolgten. Die fünfte innere Anleihe sowie die zuletzt ausgegebene vierte innere Anleihe, desgleichen die in London und in Rewyork unlängst ausgegebene Anleihe von 30 Millionen Pfund Sterling gehören sämtlich zu den Deckungsmitteln für die für das laufende Geschäftsjahr vorgesehenen Kriegsausgaben von 7 80 Millionen Den. Bei der Ausstellung ihres Finanzplanes hatte die Regierung den Zeitvunkt der I auf die Anleihen einlaufenden Ratenzahlungen zu berücksichtigen und diese mit den monatlichen Kriegsausgaben in I Einklang zu bringen. Die äußeren Anleihen bezwecken in erster Linie das Gleichgewicht in der Goldreserve zu erhalten und dadurch den auswärtigen Handel zu fördern, während durch die inneren Anleihen die Kriegskosten aufgebracht werden und eine zu große Ausdehnung der Notenausgabe verhindert wird, welch letztere das Steigen der Preise und eine Verteuerung der Verzinsung sowie der Tilgung der Anleihen zur Folge haben könnte. Die etatsmäßig vom Reichstage festgesetzten Kriegssteuern, die auf über 150 Millionen Pen veranschlagt sind, owie die sonstigen anderen Einnahmen hatten bei der
Erhebung bisher vollständig befriedigendes Ergebnis.
Neue Hiobsposten aus Südwestafrika.
Nach einer Meldung des Generalleutnants v. Trotha cmS Kub mußte Ma'or v. Estorfs die Verfolgung der W i ti b o is 45 Kilometer südöstlich von Kowise Kalk wegen W asseiA mangels aufgeben. Er wird Awadnrb am großen Nosiod befefct halten und vorläufig n a ch G o cb a s z u r ü ck g e h e n. Di« Besetzung von Aminuis wird durch die vierte Kompagnie deS Feldregimentes 1 und eine halbe vierte Batterie aus Gobabis verstärkt. „ „ k
In den Karasbergen wurde am 7. April südlich vmr Rurudas eine Pferdewache der Kompagnie des HauptmannS! d'Arresl von einer 200 Mann starken Bande überfallen. Die Kompagnie griff den Gegner an und stürmte nach schwerem siebenstündigen Gefechte seine Stellung. Diesseits 7 Reiter gefallen, 3 verwundet. .
Patrouillen ge fechte fanden statt bei Gamda u, 15 Kilometer nordöstlich von Bethanien, bei T s a n n a r o b südlich von Kackriem. Die diesseitigen Verluste betragen em Dfft* zier, ein Ob erv et e ri n är , a ch t Un t ero ffiziere intä Reiter gefallen, fünf Reiter verwundet.
Von den im K'omashochland gemeldeten H er er oban^ den l>at ein Teil die Eisenbahn Mischen Windhuk und Okahancha überschritten und sich nach N o r d o st en gewandt. Er ttnrt durch die in Ltjihangwe stehende Kvmpagnie und durch starke Offiziers-. Patrouillen aus Windhuk und Okahandja aufgesucht Em awi derer Teil unter dem Großmann Andreas ist im Tale des Küisw^ Flusses in die Gegend von Tantus gezogen. Ihm folgten doch Norden her eine Etappenkompagnie und eine zusammengestellte Abteilung von 90 Mann mit einer Revolverkanone; von Reho-, both her ist eine Epkatzkompcrgnie über Areb, nördlich vott Nauchas, in Manch gesetzt. _ _
Telegramm aus Windhuk: L eutuan t Adolf D onn er» geb. 1875 zu Würzburg, infolge der im Gefechte bei Groß-NabaS (2. bis 4. Januar) erlittenen Verwundung am 15. April 1905, im Lazarett Kub gestorben. — Im Lazarett Windhuk am' Typhus gestorben: Reiter Emil Danielowski, Gefreites Klemens Bickert. *
In Deutschland steht die koloniale Reform auf der TagA ordnung. Da erscheint es angezeigt, aus eine Notwendigkeit hinzuweisen, zu der die Niederländer neuerdings Stellung genommen haben: auf die Frage der Einfuhr alkoholischem Getränke. Bezüglich dieier Einfuhr sind vom Generalgouvev- neur Niederländi'sch-Jndiens eine Reihe verschärfender Beftimm- imgen erlassen worden. Beispielsweise ist der Verkauf vcm Spirin tuosen an Farbige verboten. Nur für Heilzwecke dürfen, ganz geringe Mengen verabfolgt werden, und hierfür ist stets die Erlaubnis des lokalen Verwaltungschess erforderlich. .Die Niederländer sind gute Kaufleute, und sie schätzen sicherlich den Werd der Zollabgaben auf Spirituosen als eigene Einnahmeauelle be«j sonders der ostindischen Kolonien, deren Eingeborenen-Aufstände! dem Mutterlande immer neue Kvsten auferlegen. Wenn (ne Niederländer gleichwohl die Spirituosen-Einsiihr beschränk^,, so tun sie das aus triftigen Gründen, und daß diese, auf der Hand liegenden Gr"nde auch für die Zivilisationsarbert in de« deutschen Kolonien zutreffen, bedarf keiner näheren Darlegung. Was die Niederländer ohne besondere internationale Vereinbar ung verfügten, sollet auch den. Deutschen in dem Bereich ihrer afrikanischen Schutzgebiete möglich sein.
Per Krieg.
Die feindlichen Flotten.
Das große Geheimnis der Standorte der beiden Flotten hn Chinesischen Meere wird noch immer gut bewahrt. Die Frage ist noch immer dieselbe: Wo befinden sich die Kriegführenden? Tie Kabeltelegramme werfen noch immer kein klares Licht auf die Lage. Wenngleich nach den letzten zuverlässigen Nachrichten vom Lloyddampfer „Prinz Heinrich" mit einiger Sicherheit angenommen werden konnte, daß das Gros der russischen Flotte vor sechs Tagen in der Kamranh-Bucht südlich vom Kap Padaran sich ausgehalten habe, und nach der jüngsten Nachricht dies auch noch der Fall zu sein scheint, so würde es doch gewagt sein, hieraus zu schließen, daß der Admiral in diesen Gewässern, die unter französischer Territorialhoheit stehen, sich, für lange Zeit einen festen Stützpunkt zu schaffen beabsichtige. In der englischen Presse tauchen derartige Befürchtungen allerdings auf, mit dem Zusatz, daß es sich darum handeln könne, die Verkehrsader im Chinesischen Meer zu unterbinden, um die Reiszufuhr von Indien nach. Japan zu stören. Die japanische Kreuzerflotte scheint mit Torpedobootzerstörern in ihrer Begleitung eine Bewegung nach den 'Philippinen bis zum Breitengrade von Manila gemacht zu haben, wohl um von dort aus Rekognoszierungen nach der Küste von Cochinchina zu unternehmen.
Der „Standard" erfährt aus Singapore vom 18. April: Der Dampfer „Suisang", der die K a m r a n h b a i passierte, sah die Baltische Flotte Kohlen einnehmen. Tas Hospitalschiff „Orel" hat sich wieder der Flotte angeschlossen. Ein französisches Kriegsschiff hielt sich in der Nähe ber Bay auf. — Ein Telegramm aus Manila meldet: Ein japanisches Geschwader, bestehend aus 16 Kreuzern und Torpedobootszerstörern, kreuzt auf der Höhe der Philippinen. Laut Meldungen aus Singapore zerschnitten die Russen das Kabel zwischen Futschau und Tamsui aus Formosa. v
Noschdjestwenski soll mehreren ehemaligen d e u t s ch e n T a m p f e r n, die in Hilfskreuzer umgewandelt worden sind, den Auftrag erteilt haben, ben japanischen Handel lahmzulegen und die Städte an der j a p anisch en Küste zu beschießen, die nicht verteidigt sind. Die Kreuzer sind durch ihre Schnelligkeit hierzu imstande. Admiral Togo würde durch diese Taktik . mehrere Kreuzer seiner Flotte zur Verfolgung der feindlichen Hilfskreuzer entsenden müssen.
Aus Dschibuti wird gemeldet, daß mehrere Schiffe der russischen Hauptflotte sich dem dritten baltischen Geschwader bei Sokotra angeschlossen haben und von dort nach Tiego Garcia weiterfuhren. In Diego Garcia werden sie die Ankunft des vierten baltischen Geschwaders abwarten, welches in etwa fünf Wochen in Dschibuti eintrifft.
In London wird versichert, daß Japan nicht nur wegen Les Aufenthaltes der Flotte Roschdjestwenskis in der Kam- ranhbai offiziell protestiert habe, sondern auch schon im Sinne des englisch-französischen Bundesvertrages die Unter st ützung des englischen auswärtigen Amtes anrufen werde.
Japan hätte es natürlich lieber gesehen, wenn der Admiral Noschdjestwenski nach einer fast vierwöchentlichen Reise von Madagaskar in das Chinesische Meer, ausgezehrt an Kohlen, seine Reise unter den ungünstigsten Bedingungen hätte fortsetzen müssen. Mit Saigon im Rücken scheint der Admiral sich keinen schlechten Ankerplatz gewählt zu haben, und zieht Togo, wenn dieser ihn angreifen will, von seinen Stützpunkten ab.
Aus der Mandschurei.
Petersburg, 19. April. (W. B.) Ein Telegramm des Generals Line witsch von gestern an den Kaiser meldet: Am 14 April morgens nahm der Feind in der Richtung auf Hichimao und auf dem Wege von Sinminpao nach Tachi- chotsu die Offensive aus. Gegen 5 Uhr nachmittags besetzten die Japaner Padiatse und begannen ern Gewchrseuer mit unserer Kavallerie, welche einen Engpaß besetzte/ Der Angriff des Femdes kam alsdann zum Sttll- ftanb. Am 14. d. M. besetzten bte Japaner auch das $Ot 2:0 e'(SB. B.) Amtlich wird bekannt ge
geben: Eine japanische Streitmacht ist nach dem 50 Meilen östlich von Hungchmg gelegenen T u n g h u a ab- gerückt und hat diesen Platz am 15. d. M. besetzt. Ter ^etnd bat sich nach Norden zurückgezogen. Auf den anderen Teilen des Kriegsschauplatzes ist keine Aender- ung eingetreten.
Russische Rüstungen.
London 15 Avril „Daily Chronicle" meldet aus Odessa: 5 Unterseeboote, welche in aller Eile von amerikanischen Technikern in Sewastopol ^^stellt wurden, find zerlegt auf der sibirischen Esienbahn nach Wladiwostok befördert worden. . r. m ; ■
Budapest, 19. April. Die hiesige.Firma Manfred Weiß schloß eine Lieferung von 100 Millionen Patronen mit Rußland ab.
Der amerikanische KriegSsekrelar Taft tat sich entschlossen, nach der von ihm geplanten Reise pach ben Philippinen in Tokio einen offiziellen Be-
Aus Stadt Md Land.
Gießen, 20. April 1905.
- Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben dem Pfarrer Heinz zu Klein-Umstadt die evangell Pfarrstelle zu Rieder-Flörsheim, Dekanat WormS, dem Pfarr- assistenten Engel zu Bingen die dort neu errichtete zweite evangelische Pfarrstelle und dem Pfarrassistenten Eckel zu Lampertheim die dort neu errichtete zweite evangel. Psarrstelle übertragen. — Entlassen wurde der Lehrer an der Realschuke und dem Progymnasium zu Bingen Horn auf sein Rach- suchen. — Die Regierungsasscssoren Berres aus Michelstadt und Dörr aus Gießen wurden zu Steuerkontrolleuren ernannt. Ernannt ivurben ferner der Hauptsteueramtsassistent bei dem Hauptsteueramt Mainz Fornoff zum Bezirkskasseassistenten bei der Bezirkskasse Offenbach, der Hauptsteueramtsassistent bei dem Hauptsteueramt Offenbach Lohnes zum Nevisionskontrolleur bei diesem Amte, der HvuptsteueramtS- assistent bei dem Hauptsteueramt Mainz Horn zum RevisionS- kontrolleur bei dem Hauptsteueramt Worms.
•• Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bet der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Rr. 5353, Gewinne von je 6000 Mk. auf Nr. 3227 15333 25944 92195, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 24403 54724 67574 74092 75566 89727- (Ohne Gewähr.)
** Di e Vorllntersuchung gegen den Raub» mörder Hudde ist, wie unS mitgeteilt wird, nunmehr geschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft bat die AnklaLi
tot. 94 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Donnerstag 20. Aprill905
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Die „Gießener ^amlllenbiatter* werden dem H ||^a § E jh M fe ff M
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