}utd) Yininmnlloit pcfhiib ihr Einverständnis erklären. Die 'Sitzung wurde barauf aufgehoben. .freute ton sund btc ÖlebciiF|der |üi- Oviiscppe Mu.v.ini statt. Der König, her Mtnisterpräsident, die Winifkr nsw. wohnten der Feier bei. «or her Näsle Mazzinis ans beut Kapitol würben zahlreiche iJltÄiiAC «icbeviiclcfli. Tei 100. GJebiivlotcin Mazzints wird int gaukelt Vniifoc nnb besonders in Genna, der lBalerstadt Mazzinls, begeistert gefeiert.
Woreesier iMassachnsettS), 22. Juni. In einer Ansprache an die S Indenlrii de 0 l a r ( ll n i v r r s i t ä t er klärte gestern Präsident A'oosebelt, das Land sei Dentschlanb verpflichtet für die Art und Weise seiner studentischen Erziehung. Er wünsche, i'n I cii Bei mb i i sich den d e u ।
scheu Ibeali s m it S au eigen wachen, ei'en so ben schar - fett, praktische n n n b gesunden Verstand, der die Denlscln'n befähige, ihre»! ioeallstischen Sinn zu einem Werkzeuge zu machen zur Schaffung bei* vollkvinmen - ft e u m l (i t (i r i s ch e n n n d industriellen O r g a n t- f n t i o it, b i e die Welt i e m a l •.< g e s e h e n 1) a b e.
Aus §tai)i ur.ii Land.
GH f ß c n, 213. Juni 1905.
•• Der Geh. Pofrat Dr. phil. Richard Heß, der Vertreter der Forstwissenschaft und Direktor de« Forst- Instituts au unserer Universität, zugleich Geschäftsleiter und Versuchsleiter an der hessischen forstlichen Versuchsanstalt, feiert heute seinen 7 0. Geburtstag. Der ausgezeichnete Forstmann stammt miß Gotha, wirkte von 1859—68, zuletzt als Forstkommissar zu Ohrbruf, im goihaischen Foistdiensi und tvurde 1869 zum Professor der Forstwissensehast an bei Gießener Universität berufen. 1888 stand er als Rektor an der Spihe bei* LandeSuniversttät. Seine Schriften „Foist- schnh^ und „Die Eigenschaften und baß forstliche Verhalten der wichtigeren in Deutschland vorkommenden Holzarten" erschienen in mehreren Auslagen. Hervorgehobeu sei sein dreibändiges Werk „Enepklopädic und Methodologie der Forstwissenschaft". — Zu dem heutigen Ehrentage des großen Gelehrten überbrachte der gegenwärtige Rektor Geh. Medizinal» । nt । . öo J fiu0 und engere l enat mit dem Ges
senat die Glückivünschc der Hochschule mit folgender Ansprache :
.Hochverehrter Herr Kollege!
u । dem ic d m r-*>. Gebm i stgg feiern, fsi nicht mir ein Fest tag' für Ihre Familie; er ist auch ein Ehrentag für die Lciudesiinivcrsilut, in bereit Namen ich Ihnen, unfen» Senior, die herzlichsten, märmsten Glückmilnsche au-spreche. Seit über 36 Jahren gehören Sie dem Lehrkörper unserer Hochschule au, deren sämtliche Ohreiu'initer Sie inne gehabt und die Sie trotz verlockender Rufe nicht verlassen haben. In seltener körverliclier nUb geistiger Frische sehen mir Cie heute vor ims, mitten in mtgeftvengier Arbeit, ein Muster von K'orrektheit. iinb Pflicht treue. Mit Stolz können Sie auf Ihre Lehrtätigkeit ziirückblicleu, die reich an (Erfolgen geiuefen i|l Ihre Schüler sind iueit über den Erdkreis verbreitet nnb werden heute in Liebe
'i 1 (bei l ie P itme ilinkt mir dem, h’t ringt und strebt. Durch Ihre Ivissenschastlichen Arbeiten haben Sie sich einen guten Namen in aller Welt erworben, llebcrnli n ie füi ‘i k bührc nb: Aneikcunung ae
suudeu, nucl) van feiten her Staatsregierung nnb unserer Erlauchten Lande-fürsten. Möclite eK uns noch lange vergönnt fein, Sie als Zierde nuferer Alma nulter Ludoviciana unter uns AU sehen. 1
Im Namen bei* philosophischen Fakultät gratulierte der derzeitige Dekan, Prof. Dr. Sauer, mit folgenden Morien:
Hochverehrter Herr .College, als Dekan der philosophischen Fakultät habe ich die Ehre, den Glückwünschen der Landeöuniversi tät, die Se. Ntagnifizen*. im Namen des Senats Ihnen ausge sprachen hat, die her Fakultät hinzu zufüg en, der Sie seit mehr nid 36 Jahren angehören, bereit Doklorivürde sie fast ebensolange zielt, der Sie als der würdige Senior unter beit Aktiven voran, schreiten. Als iunger Gelehrter, der wifsenschastliche Forschung zu vereinigen mutzte, sind Sie Ihrer Thüringer Heimat entführt worden bitrfh die Berufung auf den Lehrstuhl HmideshagenS und Rehers; halb fiub Sie ganz bei uns heimisch geworden und haben sewfi dem lockenden Auf in die schölte Kaiseistadt an ber Donau miderstandeu. Die Fakultät freute und freut sich mit Ihnen de>> Aufblühens der Forstwissenschaft nnb Forstkultur in unserem Heffenlcuid. Aber uocl, mehr freute, sie sich zu sehen, Wie ie ' uf die unverwüstliche
Frische und Iugeudlichkeit sich stetig erneuten, ein lebeiibigcß Zeugnis von ,.denIschen Waldes straft, der kein Siechtum leidet und alles, was gebresteuhaft, aus Leib und Seele scheidet". Der .frauplwuusch, den mir heule dem jugendlichen Siebziger weihen, sei der, daN diese lüolte^aabe der Iugeudfrische Ihnen erhalten bleibe nach viele segensreiche Jahre!
•e Noch ein 7 0. ®courtOtng. Pros. Dr. Ludwig v. Schwabe, der Vertreter ber klassischen Philologie und Archäologie au ber Tübinger Universität, feiert morgen, am 21. Juni, seinen 70. Geburtstag. Er ist am 24. Juni 1835 hier in Gies; en geboren, erhielt seine Vorbilbuug am hiesigen Gymnasium und studierte von 1858—57 an den Universitäten Meßen und Göttingen. 1857 erlangte er hier in Gießen den Dr. phil. Zwei Jahre später erhielt er hier die venia legendi und 1863 eine a. o. Professur. 1864 wurde ei ordentlicher Professor der klassischen Philologie und Archäologie und Direktor des Kunstmuseum« in Dorpat. Seit 1872 lehrt er in gleicher Eigenschaft an der Tübinger Hochschule.
• • AuSzei chnung. S. K. H. der Gr ost Herzog erteilte dem Inhaber ber Firma W i l h. 9i u b o l p h, Piano- forte- und Harmoniumlager, in Gießen und Marburg, den Charakter als Großh. hessischer Hoflieferant.
• • A us bem Vtilitäiivochen blatt. Müller, Garn.-Verwalt.-Kontrolleur in Gießen, wurde als Ver- walt.-Iusp. nach Schlettstadt, 9t inner, Garn.-Venvalt.- Kontrolleur in Celle, nach Gießen verseht.
* • DaS erste 2(b onn einen tfif ongert unserer Militärkapelle gestern abend im Garten des Neuen Saal- baueS" war außerordentlich gut besucht, und die Darbietungen, denen ein gut gewähltes Programm zu Grunde lag, fanden reichen Beifall. Besonders die Piftonvorträge dev Hin. Gieß, der fein Instrument scheinbar mühelos mit großer Weichheit im Ansatz meistert, haben gestern im Freien, unter den prächtigen Bäumen des Gartens, viele Besucher des Konzerte« entzückt.
••Tic A b b r n chSarbeiten d e r ra ch e b it rg, über sie in den heutigen .Familienblättern- ein Gießener Poet ginn Wort gekommen ist, sind im vollen Gange. Das Wc- düude, von dem schon das Dach abgenommen ist, fieht jetzt ganz bedrohlich aus, nnb es ist jedem Passanten zu raten, nur aus dem jenseitigen Trottoir vorüherzugehcn. Die Polizei hat nur baS eine Trottoir obgeipervt.
• • Steuern. Nach den Veröffentlichungen in dem Ne- gicrungOblntt kommen in den fünf größeren Städten des
Großherzogtums folgende Beträge an Gemeindesteuer für baü VerwaltungSjahr 1905 zum Ausschlag:
in Mainz 2 554168 Mk.
„ Darmstadt .... 2078820 „ „ Osfenbach 1934 945 „ „ Worm« .... 1098 100 „ „ Gießen . . . . . 850 775 „
Dem ^luSschlag dieser Steuerbeträge auf die für die Gemeinbebesteuerung in Betracht kommenden Steucrkapstalien liegen nachverzeichnete AuSschlagLsäl;c zu Grunde:
für die Stadt Offenbach 120,882 Prozent
„ „ „ Gießen 12 0,0 „
„ „ „ WormS 95,305 „
„ „ „ Mlainz 91,8 „
„ „ „ Darmstadt 88,2 ,,
Darmstadt hat also den niedrigsten und unser liebes Gießen den zweithöchsten AuLschlagsal;.
•* DaS Eisen da hnprojekt Lich Gr ü n b e r g. Herr Louis Moll in Grünberg schreibt, das; unsere Notiz aus Ntünster in Nr. 143, zweites Blatt, nicht den Tatsachen entspreche. Er, Moll, habe lediglich erklärt, das; die Firma Lenz den Versuch gemacht habe, bessere Bedingungen als die von ihr bereits eingegangenen vom Komitee zu erreichen. Darauf einzugehen, fei das Komitee nicht gewillt. Ferner habe er ausgeführt, daß eine kleinere Firma, welche ein sehr günstige« Angebot für die Erbauung der Linie machte, dieses zurückgezogen habe mit Nückstcht auf die Erklärung ihres Bankhausev, daß cL nicht gewillt sei, die geforderten großen Summen für da« Unternehmen herzugeben.
fc. Frankfurt a. M., 22. Juni. Vergangene Nacht fuhr der um 1.18 Uhr früh vom Hauptbahnhos nach dem Güterbahnhof fahrende Uebergabezug Nr. 8151 am Heller Hof einem dort passierenden GÜterzug in die Flanke. Dlaschine und drei Magen de« UcbergabezugeS entgleisten nnb würben stark beschädigt. Der Führer diese« Zuge« hatte da« Haltesignal überfahren. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Bremser unerheblich verletzt.
* Kleine TageSchrontk. In N e u f a l z a. d. Ober er- f ch l u a die gefchiedene Frau dc« HiiitcufchiuiebS Gehle mit Beil- hieben ihren 7 fahrigen S o h n sowie ihre 0 jährige T o ch t e r und ließ sich einige Stunden svätcr von einem Eifenbalwzug tibcrlahreu. Sic halte die Tat liuS Furcht vor einer Strafe wegen Diebslahl« begangen. — Fn Köln wiederholen sich die Unruhen am Ehlodivig- vlah allabendlich und zwar stets in erhöhtem Maße. Am 21. trieb die Polizei die Äkeuge schiießlich auseinander, wobei mehrere Personen v e r l e h t und eine Einzahl Auheftörer verhaftet wurden. — Der 6 hieago - Ae w - P o r f ■ E y v r e s; der Lake» shore-Disenbahnlinie Iras bei Atentor (Ohio) auf eine offene Weiche und entgleiste. Der Zug ging in Trümmer und wurde durch ein auSb r e ch ende« Feuer teilweise verzehrt. I 3 Personen wurden getötet, zwanzig verwundet. Der Zug lief, als er von dem Unglück betroffen wurde mit einer Schnelligkeit von 70 Meilen in der Stunde. — ^luS S a n Francisco wird gemeldet daß dort ein Engländer sich in feinem Hotelzimmer verbarrikadirte und aus die Vorübergehenden Schüsse ab'euerle. Der Verkehr der Straße mußte gesverrt werden, während die Polizei sich bemühte, den gefährlichen Schüßen fest zu nehmen. Erst nach zwei Stunden gelang es, den Wahnsinnigen festzunehmen, nachdem er eine A nzahl P ersone n getötet und viele v e r w u n b e t hatte. — Ein seit Samstag nachmittag vermißter 15 jähriger Knabe an« Meuro bei Senstenberg wurde ermordet unter Spreu verdeckt bei Drochoiv aulgesunden. Er ist von einem Bergmann verschleppt worden, der nunmehr deS Lustmordes ver- dächttg verhaftet wurde.
Nniveksttäls-AachriiLlk».
— 23 oit der Ber g straße, 22. Juni. Mau schreibt miß': Der Verband beul ich er Lands m annschaft e n (K'o- b u r gic r L. 0"? beging nm Sonntag nach, Pfingsten die 37. ^Wieder bei kehr seines GrüudungStageS in herköminlicher Meise durch eine festliche Fahrt nach der Bergstraße, an der über 300 Alte Herren und aktive Mitglieder des Verbandes sowie ein reicher Danien- slor teil na hin en. In Zwingenberg trasen sich die Festgenossen au« Süd- und Norddeulschlaud. Die ans dem Kobnrger Pfingsl kongreß gefaßte Resolution für die Mahrnng der akademischen Freiheit wurde mit Begeisterung ausgenommen. Eine Nachfeier hat im Frankfurter Palmgarten statt gefunden.
Halle a. S., 21. Juni. Weil bei dem Sonnenweiidfackelzng zu Ehren Bismarcks die Führung und die Gedächiuisrede der katholisclie'n Verbindung' „Siiesia" zusicl, schließen sich heute sämtliche Burstl'eussl'aft«'n von d'n: Fester ans.
KrriiiUslaal.
Meß, 21. Juni. In Sillegnh, 11 Kilometer südwestlich von Metz, wurden am 21. Mai 1901 sechs M ii d ch c u int Alter von 6 und 7 Jahren auf dem Heimweg' von der Schule durch die einstürzende Wand eines baufälligen Hanse« getötet. Daß Haus war, so lesen wir in der ..Frks. Zig/3 Eigentum der greifen Witwe. Jean und ihrer Söhne, des Pfarrers I. in Dili kastel und biv? Schuhmachers I. in Lorrh-Marbignh. Eß befand sich lange vor dem Unfall zu gefahrdrohendem Zn st and, und die Eigentümeistu war bereits vor etwa 15 Jahren zur Beseitigung dieser Gefahr von ber Behörde auf- gefordert worden, ohne daß sie jedoch die erforderlichen Schritte imternomiucn Hütte. DaS von der StaatsmivaUschaft eingAeitete Strafverfahren gegen den Bürgermeister von Sillegnn und den Pfarrer Jean mußte wegen mangelnder Beweise für daß Vorhalt denscin strafbarer Fahrlässigkeit eingestellt werden. Ttuf die vom Vater eines der getöteten Müdcheu eingeleiteten zivilrechtlichen Klage gegen die drei Eigentümer des Hauses und den Bürgermeister wurden jene iebt als Ge» famtschuldner zur Zahlung von 800 M arkv e r urteil t. Dieser Spruch ist für die Elteru der übrigen bei dem Unfall ums Leben gekommenen Kinder natürlich von präjudizieller Bedeutung. 'Dieser Bericht gibt uns zu denken. Unsere wunderscheußliche Gießener „Krachebnrg" wird in nun endlich nuS dem 2Vege geräumt, aber ist gernbe jettt wirklich jede G e f a h r ausgeschlossen, haß nicht ein ähnlicheß Unglück Hereinbreche wie dieses in Lothringen'? D. Red.)
«Atü tkrücnh’iutmi.
Offenbach, 22. Juni. Die W c i ß b i n d c rg eH i l f e n stimmten dem von der Lohnkommission mit den Meistern vereinbarten Tarifverträge zu. Der Ausstand hat beinahe 2 Monate gedauert.
Märkte.
$ G v ü n b e r g, 22. Juni. Der Henle hier stattgehabte „I o b an n i sm a r kt" imhni, von schönem Wetter begünstiat. einen fchr regen Verlauf. Der Biehmarkt war sehr stark befahren, besoudrrs mit Iuiigschweiiien: mit »iinbliicl) schwächer. Die Aussahit an Schweinen übertraf die Nachfrage, so daß viele 2*erfüll fei’, namentlich die Händler, ihre Ware nicht absetzen konnten. TroHdem war der Handel hott bet erstaunlich Iwben Preisen. Für die Iungschwciue geringster Sorte bezahlte man daß Paar 50 bis 55 Mk. bessere (‘>0—65 Mk.; die erste Sorte mit 70 bis 7f> Wt Einlegeschweiue, die wenig vorhanden waren, galten 90 iß.x i(\i Pil. Im Rindvichhandel benschten die seither üb- lirt’cn lu'Hen Preise. Der Handel ging aber gedrückt. Hoch int Pi ise sind die Kälber, die mit 45 Psg. pro Psuud Lebendgcwic'.'l verknust werden.
ko. Frankfurt a. M., 23. Imn. 'Orig.-Telegr. des .,6steß. 21115/') Bich m a v k t. Zum Verkaufe standen 643 Kälber,
42 Schafe u. Hämmel, 262 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pf,. Lebendgenstcht 52—54 Plg., 2. Onal. 80- 84 Pfg., Lebendgenstcht 49 51 Pfg., Schlachtgewicht 62— 66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachiciewiclst 00 00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Schweine I. Qualität 69- 00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., 2. Qual. 68-00 Pfg., Lebendgewicht 58- 00 Pfg., 3. Qualität 62—64 Pfg., Levendgewichi 00—00 Pfg. Geschäft bei Kälber und Schafen mittelmäßig, kein Ueberstand; bei Schweinen gut, fein Ueberstand.
ci)riqinat-DraI)tmcsdnn,|kn.
21 e r l i n, 23. Inin. Dos gegen ben G/rasen P ü ckler erlassene Redeverbot, das von dein hiesigen Polizeipräsidium cnisging, ist jetzt durch eine Verfügung des Ministers des Innern ousgehoben worden.
H c r r enberg (Württemberg), 23. Jnni. Heute nacht IV2 Uhr brorh in einem von drei Familien bewohnten Hause Feuer aus, welches das gauze Haus vollständig zerstörte. Die Familie des Hefenhiindlers Nuosfer, bestehend aus Mann, Frau 1111b fünf K'indern, ist dabei it nt S Leben ge. k 011t nt c n.
K i c 1, 22. Inui. Der Kaiser besuchte heute nachmittag die Fachten „Nahma." (Goele.t), „Sunbeam" (Lord Brassey), „Atlantic" (Mr. Marshall), „Utowana" (Mr. 2lr- mour) und stattete dem Prinzen Heinrich im königlichen Schlosse einen Besuch ab. Heute abcnb faud bei Sr. Majestät au Bord der „Hohenzollcrn" ein Diner statt. Vor der Tafel verteilte der Kaiser die Preise an die Sieger der Ozean- lvettsahrt, den 1. Preis an Mr. Marchall („Atlantic"), den 2. Preis an Herrn Tietgens (Jacht „Hamburg"), den 4. Preis an Mr. George Lauder („Enohmion"). Der Gewinner des 3. Preises Earl of Erawford ist nicht in Kiel. Korvcttcnfapi- tän .Hedbiughans, Marineattachee in 2Üashington, überbrachte dem Kaiser in Kuxhaven eine Anzahl von. Bildern, den Start der Ozeauwctt'fahrt betreffend.
Petersburg, 23. Juni. Dn hier ein Friedenßfchluß nicht s0 bald erwartet toirbf werden die Truppen- T r n u S p 0 r t c nach ber Mandschurei beschleunigt. Mehrere Tausend Landofsiziere haben sich nach dein fernen Osten begeben. Der russische Botschafter in Nom, Mnrawiew, trifft demnächst hier ein, mit an den 23cratniigeit über wichtige diplomatische Fragen teilznnehmen.
29 a r s ch a u , 23. Juni. Während der F r 0 h ii l e i ch n a m S- Prozession entstand in bei: Krakauer Vorstadt ans nnbedenteui- ber Ursache eilte Panik. In bem wilden Gedränge wurden mehrere Frauen und Kinder verletzt.
London, 23. Juni. Die Mendblältei.' veröffentlichen ein Telegramm ans G n n t s ch n l i n g , demzufolge Dienstag eine starke japanische Streitkraft plötzlicli die Nachhut der rnssi scheu 'rechten Flanle an griff. Nachdem weitere japanische Truppen erschienen warnt, wurde ber Kampf auf dem recht c it Flügel her Russen allge 11t c i 11.
Newh 0 rk, 23. Juni. Der „Sun" meldet ans Tokio: KrtegSminister Terauchi feilte die Armee von den FriedenS- v 0 r s ch l ä g e n in Kenntnis, fügte jedoch hinzu, der 2l e r lauf der Verhanvluugen sei keineswegs ab zu seh eit; die Soldaten müßten sich rtitf eine längere Ans'dchnung des K r i e ge s g e f a ß t machen.
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H^ndelskamuser-Wahl.
Aach dem Jahresbericht der Großherzoglichen Handelskammer Glichen waren im Bergbau iimcrhnlb der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach irngefähr 1500 Arbeiter mit 3000 FarniUeiicm- gcliöiigcii beschäftigt, (befördert wurden 875,382 TomiCii Eisenerz und Braunkohlen im Werte von Tlf. 2,388,574.00. Davon kommen auf den in Vorschlag zur Wahl gebrachten
Herrn Direktor Miinker
170 Arbeiter, welche Alf. 154.168.12 Lohn erhielten. Gefördert wurden 25,350 Tonneii. Diese Zahlen dürften zur Geniige ergeben, daß die Montaiiiiidustrie wohl berechtigt ist, mindesten-', einen Sih in der Handelskammer zu veanfprlichcii. Personenfragen fönuen hier nicht mit sprechen, da vor allem das Interesse des (Sanken zu wahren Pflicht eines leben ist. Eine Industrie, welche gerade in den minder von der Natiir bedachten Strichen unserer Provinz der Bevotkcrmig Verdienst und LebeiiSunlerhalt gibt, verdient der wohl- ivollcndstcn Beachtung und Unterstützung. D33/n
Bektlttttlmachnna.
Wir bringen hierdurch zur öffentUcben Kenntnis, daß in der Zeit vom 1. Angufl bis Mitte September b. IS. voraussichtlich feine Sihniigcn der Stadt verordneten-versaminlitttg abge- halten werden.
Dringliche, die ^Beschlußfassung der iStaci*oi'tmeten-'I'-ey- samuilung erfordernde ^Angelegenheiten sind daher spätestens bis 20. Juli dS. IS. bei unS vorzubringen. B,3/e
Gießen, den 21. Juni 1905.
Großh i zog liehe var-n» istcrei Gießen.
Mecn nt. ______________
Verkauf von Grausamen.
Der GraSsameu im Domantalmald hiesiger Qbcrförstcrei soll auf dem SnbmissionSmegc verkauft werden. Gebote sind bis zum 3. Juli d. Is. bei imierzeichneter ObersÜrsierci schriftlich einznreichen. ^Nähere Auskunft erteilt dieje, sowie der Großh. Förster Schlag zu Baumgarten bei Gießen. Die Erössnmig der Gebote erfolgt am 4. Juli d. I., morgens 10 Uhv auf unserem Amtszimmer (Bismarckilraße 16). Die Bietenden sind bi« zum 15. Juli d. I. an ihre Gebote gebunden.
Gießen, den 22. Juni 1905.
Großherzogliche Dbcifövftcvci Schiffeuberg.
H c i) e v.


