Ausgabe 
23.6.1905 Erstes Blatt
 
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Freitag 23. Irrni 1903

Erstes Blatt

155. Jahrgang

Goeq,

trtaentptl E'nn« Beck

4>ie Keutiqe Dummer umfaßt 10 Seiten.

Adresie Kh Tepekben:

Vlu-etger «tetzea.

F^rnsprechanlchlutz Nr 51

«rugntdlt monaih<t> 7b in ot trieb jährlichÜl? 2.20, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 'BL, durch die Post Alk. 2. viertel» jährl auSlchl. Bestellq. "inahme v^n Hnjei *-! h die l< sar 3 oo imtt iii#

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^GertchtSlaai": August für den An»

Muß and in Sturm und Prang.

Nach den von Bulygin ausgearbeiteten Vorschlägen soll die Volksvertretung, die sog. Gossudarstwenaja-Duma. aud 500 Mitgliedern bestehen, die vom Volke auf 5 Ja hre gewäh lt werden. Sämtliche Vtitglieder vereint bilden das Plenum. Unabhängig von diesem zerfällt die Duma in 10 Sektionen, wovon 9 je einen besonderen Zweig dec Gesetzgebung zu verwalten haben. Den Präsidenten der Duma bestimmt der Zar persönlich. Jede Sektion hat eben­falls einen Präsidenten, der vom Zaren aus den Mitgliedern der Duma gewählt wird. Jedes Duma-Mitglied erhält jährlich 2 400 Nudel Diäten. Die Themata, welche der Duma -u unterbreiten sind, fallen mit jenen des NeichS-

Ker Hneg.

London, 22. Juni. DemDaily Telegraph" wird aus Moji gemeldet, daß die Lage des russischen Heeres hoffnungslos sei. General Linjeivitsch könne nicht mehr tun, als einen schwachen Versuch, die Vorwärtsbewegung der siegreichen Japaner zu hemmen. Eine wirksame Verteidigung gegen die japanischen Angriffs sei ausgeschlossen. Die russische Kavallerie habe so gut wie gar nichts über die Bewegungen der Japaner während der letzten Tage zu erkunden vermocht, da Marschall Ojama es verstanden hat, seine Truppen­verschiebungen äußerst geschickt zu verschleiern. Die Nüssen haben keine Ahnung, von welcher Richtung der Hauptangriff erfolgen wird. Die Japaner haben bereits alle wichtigen Positionen genommen, welche für die Erlangung des Sieges von Bedeutung sind. Die nächste russische Niederlage dürfte viel niederschmetternder werden als alle bisherigen.

Petersburg, 22. Juni. Im Laufe eines Monats dürfte Hawegasa mit 100 000 Mann tn Dmosso stehen. Ge­lingt es Nogi mit seinen 6 Divisionen, mit denen er sich auf die von Sirumining gebaute Bahn stützt, bei seiner bevor» "testenden Umgehung durch die Mongolei sich mit Hasenawa hinter dem Rücken von Linjewitsch zu vereinigen, so wäre dies die fürchterlichste Katastrophe deS ganzen Feldzuges. Diese langsam beginnende Operation der Japaner, die nicht vor Monatsfrist zu Ende geführt werden kann, hat die Le­gende von Linjewitschs Umzingelung hervorgerufen. Bisher scheint nur der Vormarsch Hasegawas Kuropatkins Stellung zu bedrohen, denn den Truppen Rogis kann die Armee Kaulbars entgegengeworfen werden. Admiral Ne- bogatow ist an Geistesstörung erkrankt. (?)

Petersburg, 22. Juni. Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch, Generalinspekteur der Kavallerie, ist unter Belassung seiner Stellung als General-Adjutant zum Vor­sitzenden des Landesverteidigungsrates ernannt worden.

London, 22. Juni. Der in Sidney eingetroffene deutsche Dampfer Prinz SiegiSmund berichtet, daß er am 1. Juni nördlich von Luzen durch den russischen Kreuzer Dnjepr an gehalten wurde. Der Kreuzer gab zwei blinde Schüsse in der Richtung des Dampfers ab, ließ ihn jedoch nach Prüfung seiner Papiere passieren.

Tschisu, 22. Juni. lieber die Ausweisung fremder Staatsangehöriger aus Port Arthur wird noch berichtet, daß sich der Direktor der Hamburger Firma Kunot u. Albert nach der Einnahme Port Arthurs nach Shanghai begeben habe und ihm dort mitgeteilt wor­ben sei, daß er nicht mehr nach Port Arthur zurückkehren dürfe. Von der Ausweisung sind vier weitere deutsche, eine amerikanische, zwei französische und eine griechische Firma, betroffen. Nach der Kapitulation haben die Japaner bei diesen Firmen nur wenige Einkäufe gemacht, sodaß ein großer Warenvorrat zurückblieb.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Hungen.

In der Zeit vom 27. Juni l. IS. 5i£ einschließlich 10. Juli l. IS. liegen auf dem Rathaus zu Hungen folgende Akten, nämlich:

1. die Profekte über die Ausführung von Drainagen im FeldbereinigunaSbezirk nebst Kostenanschlägen,

2. eine Abschrift deS Beschlusses der Vollzugskommission vom 20. Juni I. IS. über die Ausbringung der Kosten

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meldung deS Aus­schluffes innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Hungen schriftlich einzureichen.

Friedberg, den 21. Juni 1905.

Der Großh. Feldbereinigungskommiffär.

Spanier, Kreisamtmann.

bekanntlich bei 4 0 ländlichen Vertretern 17 für Starken­burg, 13 für Ober Hessen und 10 jür Rheinhessen vor.

Eine wichtige neue Bestimmung hat die Kammer in Art. 17 getroffen durch die Annahme eines Antrags v. Hehl. Der Artikel bestimmte, daß, wenn keiner der Kandi- didaten die Hälfte der abgegebenen giftigen Summen erhalten hat, in einer engeren Mahl unter den zwei Kandidaten zu wählen sei, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Nach dem mit der verfassungs­mäßigen 2/r Stimmenmehrheit angenommenen Antrag des Frhrn. v. Hehl wurde hier bestimmt:Hat sich eine Mehr- ) e i t nicht ergeben, so ist ein z w c i t e r W a h l g a n g an­zuordnen, bei welchem derjenige der Kandidaten als ge­wählt gilt, auf den die höchste Stimmenzahl fällt. Bei Stimmengleichbeit entscheidet das vom Wahlkom­missar zu ziehende Los. Durch die Annahme dieses An­trags, gegen den sich nur Geh. Rat Michels-Mainz ans­prach, während Fürst Löwenstein, der Ansschußbericht- erstatter, Fürst zu Solms-Lich und andere Mitglieder dafür eintraten, wird in Hessen bei der Einführung des direkten Wahlrechts die Stichwahl abgeschafft, da bet einem neuen oder zweiten Wahlgang auch neue Kan­didaten aufgestellt werben können. Eine längere Debatte entspann sich noch bei Art. 62, bei welchem Frhr. v. Heyl die willkürlich erfolgte Wahlkreiseintcilung zur Sprache brachte und besonders die Einteilung f'ir Rheinhessen einer charfen Kritik unterzog. Da nach dem bereits angenom­menen Art. 19 nach dem Reaierungsvorschlag tue A b g r e n z- ung im Wege des Gesetzes" erfolgen soll, wurde auch hier die Regierungsvorlaae angenommen mit dem Zusatzantrag des Ausschusses, daß das Gesek gleich­zeitig mit dem Gesetz, betr. die Abänderung der Art. 67, 69 und 110 der Berfaslunasurkunde in Kraft treten soll.

Gietzener Anzeiger

w General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 145

MOeiet ilOttch aufeet Bonntag*.

Eem Dießen et Anzeiger werden tm Wechsel mit dem ßeffl<ä)tit Landwirt die Gtetze«er Familien. Möttei viermal in der Woche deigelegt.

Rotationsdruck u. Der» lag bet Vrühl ichen Unwetl.-Buch-u. ©teilt» brudettl. Ä. Bawg*. Retafnon. tpebtttoa und Druckerei:

Die Wahlrechtsvorlage

in der ersten hessischen Kammer.

Die erste Kammer hat am Mittwoch in einer sieben­stündigen Vormittags- und Abendsitzung die Wahlrechts­vorlage durchberaten und erledigt. Das Charakteristische an der Beratung ist, daß sich die Ständekammer nahezu einstimmig in dem Gedanken zusanrmensand, der Einführ­ung desdirektenWahlrechtNuurinVerbindung mit einer Erweiterung der Budgetrechte der ersten Kammer zuKustimmen und daß sie trotz der wiederholten Warnungen und Bedenken des leitenden Mi­nisters gegen diesen Schritt auf ihrem Standpunkt ver­harrte. Der Art. 4 der Vorlage, in dem die Einführung des direkten Wahlrechts festgesetzt wird, wurde einmütig nur unter der Bedingung angenommen, daß eine bei Art. 62 eingefügte Bestimmung folgenden Inhalts eingefügt werde: Dieses Gesetz tritt gleichzeitig mit dem Gesetze, die Abänder­ung der Art. 67, 69 und 110 der Verfassungsurkunde be­treffend, in Kraft.

Für das direkte Wahlsystem erklärten sich am Vor­mittag in gewundener Form ein paar Herren, Theorie und Praxis aber wollten sie geschieden wissen. Das war ein Haschen nach etwas Popularität ohne allen Wert. Ganz richtig war der Vorschlag des Mainzer Geh, Kommerzienrats Michels, die Wahlrechtsvorlage und den Initiativantrag aus Erweiterung der Rechte der ersten Kammer zu trennen, er sand aber keine Gegenliebe. Hocherfreulich war es, daß der Vertreter der Landesuniversität Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt mit aller Entschiedenheit für das direkte Wahlrecht eintrat. Im übrigen erklärte er auch sein Einverständnis mit dem Initiativantrag ohne irgend welche Abänderungen.

Da die in der Hauptsache nach den Beschlüssen des Ausschusses von der ersten Kammer abgeänderte Vorlage in etwa 14 Tagen auch in der zweiten Kammer noch einmal zur Verhandlung kommen wird, seien jetzt noch die wesentlichen, in der C ihung vom Mittwoch abend gefaßten Abänderungsbeschlüsse, die zugleich den sonst üblichen Kam- merbericht ersetzen sollen, hier näher wiedergegeben.

Die erste Kammer verwarf zunächst nach dem Ausschuß­antrag den Beschluß der zweiten Kammer, anstatt der bis­herigen BezeichnungLandstände"L a n d t a g" und an­stattzweite Kammer" zu sagenKammer der Abge­ordneten". Eine zu Art. 2 angenommene Ergänzung über das Stimmrecht beim Aussterben einer standesherr- lichen Familie hat kein weiteres Interesse.

Art. 3 wurde einstimmig nach der Reu. ungsvorlage angenommen. Damit ist die Wahl von 15 Abgeordneten und das Privilegium für Alsfeld, Bingen und Friedberg wieder m die Vorlage eingestellt.

Einen sehr bemerkenswerten Vorschlag machte Frhr. o Heyl zu Art. 4, indem er dem einzigen Satz:Die zweite Kammer geht aus direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor" anzufügen beantragte: Die Abgeord­neten der Städte Darmstadt, Mainz, Gießen, Offenbach und Worms werden nach dem Grundsatz der Listen- und Verhältniswahl gewählt." Das heißt also die Einführung der P r o v o r t i o n a l w a h l <ur die fünf größten Städte des Landes. Dem Vertreter derFrft. Ztg. in Darmstadt warf Herr v. Heyl Entstellung der Wahrheit in seinen Berichten vor. Man wird abzuwarten haben, was dieser Herr darauf erwidert.

Die Vertreter der Regierung, Staatsminister Dr. R o t h e ztitb Geh. Staatsrat Krngvon Nidda baten erndrmgllchst die Kammer, den Antrag v. Heyl abzulehnen. Von Mit­gliedern des Hauses wurde dessen Ueberwnstmg an den Ausschuß gewünscht. Darauf zog Frhr. v. Hevl seinen A n t r a a w i e d er z u r ü ck. DerArt. 4 wurde darauf mit der Bedingung der Verfassungsänderung im Sinne deS Initiativantrags angenommen. ^.D/r ben folgenden Ar­tikeln wurde zumeist aus Antrag des Ausschusses die Re- gierungsvorlage wieder hergestellt. Zu Art. 19 hatte Frhr. v. Heyl den Antrag gestellt, für die Provinz Rhe-inhessen anstatt 10 Wahlkreise zu setzen"Wahlkreise Der^ An­trag wurde aber aus demselben Grund, wie der Antrag zu Art. 4, wieder zurückgezogen und dann der Artikel.nach der Regierungsvorlage angenommen. .Durch diesen Beschluß ist der Antrag Bähr in der zweiten Kammer, der be­stimmte, daß 12 städtische und 43 ländliche.^^reter ge­wählt werden sollten (18 für Starkenburg, 14 für Ober- Hessen und 1t für Rheinhessen) wieder aus dem GW entwurf beseitigt. Der Negierungsantrag seht

rotr5 derart zusan'men, daß die Duma sämtliche Vorlage^ der Minister auf Erlaß neuer Geletzes-V ori ch läge sonst? auf Abänderung bestehender Vorschriften prüfen und eint genaue Durchsicht des Reichs-Budgets vornehmen. Zunächst werden alle Fraaen von der zuständigen Seklio^ geprüft, dannn kommen sie an daS Plenum und schließlich werden sie dem ReichSrat übergeben, um endlich vom Za ren bestätigt zu werden. Neue Gesetzes-Vorschläge der Dtinister, welche von der Duma abgelebnt werden, gelangen nicht mehr an den Zaren. Tie Duma hat außerdem das Recht, an btt Minister Fragen zu stellen, welche ihr Reffort betreffen. Falls deren Beantwortung von den Ministern verweigert wird, interpelliert die Duma an den Zaren. Allen Beratungen der Duma darf die Presse beiwohnen. Ebenso anstandslos werden Referate über die Verhandlungen in den TageS» blättern zugelassen.

Dieses Bulpginssche Projekt soll Aussicht besitzen, vont Ministerrat angenommen zu werden. Schwieriger ist die Auf­gabe, das Wahlsystem festzustellen. Die Wahlen sollen nach Gouvernements und nach Städten mit mehr als tausend' Einwohnern vorgenommen werden. Die Gouvernements­wahlen würden 2, die Städtewablen 3 Stufen umfaffen.

lieber die furchtbaren Zustände in Armenien bringt Nascka Shien folgenbe Meldung, deren Richtigkeit nicht in Zweifel gezogen wird. In Nachitscheman dauern die Christen» morde seitens der N'uhamedauer fort. Die Zahl der getöteten Christen betrügt 170, die der Verwundeten 90. 18 christ­liche Dörfer sind zerstört, 11 befinden sich noch jetzt in Belagerungszustand. In allen diesen Orten wurden die Kirchen geplündert, die Heiligtümer geschändet, die Heiligenbilder mit Flintenschüssen durchlöchert, die Frauen vergewaltigt. Eine große Anzahl Christen, unter ihnen der Priester des Dorfes Vadulu, mußten den Islam annehmen, um dem Tode zu entgehen. Sie ,wurden ab rasiert und beschnitten. Der Schaden beträgt viele Millionen. Die Post stellte ihre Tätigkeit ein. da die Telegraphenanlagcn zerstört sind. DieVirschewija Wjedomosti" meldet: Im Kreise Scharnckan (Gouvernement Eriwan) zerstörten Aufrührer, deren Zahl 37000 betrug, vier armenische Dörfer. Sie wurden dann bei einem An­griff auf das verschanzte Ulianoraschan mit einem Verlust von etwa 100 Toten zurückgescklagen. Das Dors Chu- lnndian wurde br^i Tage von den Soldaten gehalten. Nach dem Eintreffen einer Sotnie Verstärkung schlug der Truppen'-Kommanderir die regelrechten Angriffe der Auf­rührer ab und brachte ihnen große Verluste bei. Ge­lötet wurde ein Aufrührer mit einem grünen Turban. In der Nacht gingen die Kosaken zum Angriff über, nahmen 870 Mann gefangen und erbeuteten eine schwarze Fahne mit der Hand des Propheten, sowie eine Menge Waffen. Es wurden mohammedanische Proklamationen aufgefunden, in denen Schiiten und Sunniten zu gemeinsamen Kampfe aufgcfordert werden.

Nach weiteren Blättermeldungen sind in dem Fabrikat JwanowWosnensk große Arbeiter-Revolten ausgebrochen. Bei einem Zusammenstoß zwischen Arbeitern und Soldaten wurden 28 Personen, darunter eine Frau mit einem Säugling, erschossen, zahlreiche andere verwundet. Nähere Nachrichten fehlen, da die Demonstranten die Telegraphen­leitungen zerstörten. _______________

BnslarrÄ.

Stockholm, 22. Juni.Nya Dagligt Allehanda" will wissen, die Regierung habe am Dienstag ihr Ab­schiedsgesuch eingoreicht. DaS Blatt verlangt, daß ein Ministerium auS allen Parteien, ein KoalitionSmini- ste r iu m, gebildet werde.Aftonbladet" zufolge erwartet man, daß dre 1. Kammer eS ab lehne, der jetzigen Regierung die Vollmacht zu Verhandlungen mit Norwegen zu geben. Die Majorität der zweiten Kam­mer stehe ungefähr auf dem Regieruugsstandprmkt, doch er­warte man auch hier heftige Angriffe auf die Negierung.

Land on, 22. Ium. Im Unterhause kündigte Premier­minister Balfour eine Bill an, nach der der königl. Kom­mission zur Untersuchung der Betrügereien bei den Lieferungen für dre Truppen in Süd­afrika besondere Dollmachterl verliehen werden sollen. Die Opposition wird am 26. d. M. ein Tadelsvotum gegen die Negierung wegen dieser Vorkommnisse beantragen.

Paris, 22.Juni. Der internationale Kongreß für Ackerbau in denKolouien wurde heute eröffnet England, Deutschland, Holland, Italien und die Ver- eimgten Staaten sind vertreten. Der Kongreß beschloß die Bildung eines internationalen wissenschaft­lichen Ausschusses, welcher die Aufgabe hat, alle den Ackerbau rmd die Industrie in den Kolonien berührenden Fragen zu studieren. Der Ausschuß, welcher in Paris im Sommer zusammentr-ten wird, ist unter dem Vorsitz La- possans gebildet worden.

Dijon, 22. Juni. Heute wurden die Gebeine der hier in den Käm.pfen von 18 7 0/7 1 gefallenen Fran­zosen, Deutschen und Ckiribaldianer feierlich unter der Eskorte von Truppen nach dem neuen Kirchhof über­geführt. General Labatut widmete allen Gefallenen warme Worte des Gedächtnisses. Der Bürgermeister von Dijon ehrte besonders das Andenken der gefallenen Deutschen.

Nom, 22. Juni. kDepuiiertenkammer.) Ministerpräsi­dent Fortis beantragt, die Sitzung aufzuhebeu, um so das Andenken des heute vor 100 Jahren geborenen großen Patrioten M a z z i n i zu ehren, vorauf alle Deputierten