Punkt
unter Leutnant Goedicke Aufstellung genommen.
Aus Stadt und Kaud.
0 Bad Salzhausen, 20. Aug. Der letzthin gemeldete Brand imKurhauS, durch unvorsichtige Hantierung mit Petroleum entstanden, hat einen Mobiliarschaden von mehreren hundert Mark verursacht. Die Niddaer Feuerwehr, welche schon zum Ausrücken bereit stand, brauchte
fördert werden. .
** Der findige Pfarrer. Aus 5) i l l s ch e t b (Nassau) wird dem „Mainz. Anz." geschrieben: In unserem Dörfchen bestand, wie auch anderwärts auf dem Lande, die Unsitte, daß die Burschen sich jeden Sonntag morgen, etwa
jedoch nicht mehr auszurücken.
w. Nidda, 20. Aug. Heute wurde in der hiesigen Kirche die Gedenktafel zum Andenken an den Stifter der Krugschen Stiftung, Herrn Carl Wilhelm Krug v. Nidda feierlich eingeweiht. Der ev. Pfarrer Werner hielt die Predigt über den „Barmherzigen Samariter" und zeigte be-
dem religiösen Beistand doch eine große Erleichterung gefunden haben. Und er hatte ja darum gebeten.
Seine Angehörigen hatten ihn schließlich im Stiche gelassen. Dor einiger Zeit hatte er von seiner Schwester noch einen Brief erhalten. Und in der letzten, schweren Nacht bekam er — ein Telegramm, einen „letzten Gruß". Nacht bekam er — ein Telegramm, einen „letzten Gruß". ^>on wem? Von einem Frankfurter Zuhälter, derselben „edlen" Persönlichkeit, von der die Briefe stammten, die zur Auffindung des unbekannten Willy Fingerzeige geben wollte. Natürlich Schwindel, und die Anteilnahme nichts weiter als eine Art Prahlerei: Seht, uns Märtyrer! Hudde mag für derlei Regungen kein Interesse mehr gehabt haben.
Und nun der letzte, schwere Gang. Der von hohen Mauern umgebene Gefängnishof zeigt zur Linken einen großen Holzschuppen; davor stand die Guillotine, ein nenn Treppenstufen hohes, braun gestrichenes Brettergehäuse, über welches das Gerüst mit dem Fallbeil, welches hinter einem schwarzen Tuche hoch oben verborgen war, hinausragte. Vor dem schrecklichen Gerüste stand in kurzer Entfernung ein schwarz gedeckter kleiner Tisch. In weiterer Entfernung standen die als Zeugen des traurigen Aktes Zugelasienen, in feierlicher Kleidung, wohl 80 an der Zahl, darunter der Rektor der Landesuniversität Geheimrat Prof. Dr. Vossius, Polizei- I nmtmann Herberg, verschiedene Stadtverordnete, ~ 1 " ' ► Seit-
gruß. Ernst Ludwig." Der Verein hat 107 aktive und 41 passive Mitglieder. Das Vermögen hat trotz der aus-
Hudde verbrachte die Nacht völlig ruhig und gefaßt I * Gestern abend um V29 Uhr erhielt er den Besuch des ■ Pfarrers Schwabe, dem er erklärte, daß er ait] die Hm- . richtung sich vorbereitet habe und daß es ihm nun recht I sei, daß alles so gekommen. Pfarrer Schwabe betete mit ibm und sprach ihm tröstend zu, imb Hudde — zeigte sich empfänglich für die religiösen Betrachtungen.! Allem ein Geständnis über seine letzte und schwerste ~at legte er nicht ab. Auf das Zureden des Geistlichen, zu bekennen und zu bereuen, damit er innerlich ganz frei werde, hatte er nur die Antwort: D a müßte ich lügen, wenn ich sagte, ich allein sei es gewesen. Vielleicht hat Hudde sich so fest in seine Angaben hineingedacht, daß er schlwß- lich selbst nicht mehr davon ablassen konnte und wollte. Es ist psychologisch verständlich, daß er, der ein willens-! starker, klar denkender Mensch war, dachte, bei einem Geständnis etwas von dem Mitgefiihl einzubüßen, das man ihm zeigte. Vielleicht sagte er sich, daß es eines ausdrücklichen Geständnisses nicht mehr bedürfe, da er sich so völlig auf Tod und Sühne gefaßt gemacht hatte. Sem Benehmen während der Haftzeit hat nie zu Klagen Anlaß gelben; er zeigte sich als verständiger, überlegender imb intelligenter Mensch, der mit seiner Bewachung Gespräche fuchue, wobei er allerdings nur auf seine Diebstähle und Einbrüche, aber nicht auf den Mord des Pfarrers zu sprechen kam. | Mit keinem Wort beriihrte er den Gendarmen gegenüber, die ja ständig bei ihm waren, die ihm bevorstehende Hinrichtung, er äußerte in dieser Beziehung weder Furcht noch erkundigte er sich über die Art seines Todes. Von 2/4!^ Uhr bis 2 Ühr schlief er mit Unterbrechungen, d. ßv es hatte so den Anschein. Wer mag es sagen, ob er wirklich schlief! Speise und Trank verschmähte er von abends an, nachdem er zuletzt noch zwei Flaschen Bier getrunken hatte. Um 5 Uhr morgens besuchte ihn wieder Pfarrer Schwabe, immer noch war Hudde sehr gefaßt. Die Worte des Geistlichen hatten Wirkung; nur teitnahmvolle, aufrichtende -»orte, die tröstende Religion, verscheuchten ihm om gut Ten^des Grausens, das er denn doch vor seinem entsetzlichen ^ode
gehabt haben muß. Dieser ichwere Bervr sicher nie religiöse Bedürfnisse gezeigt; Todes, ' ■<v'° :t-----r™ -- “*•
Seit 24 Stunden weiß Hudde, was ihm Levorsteht. Gestern, um dieselbe Morgenstunde, um .6 Uhr, wurde ihm die Kunde mitgeteilt. Ms er in seiner .Zelle entfesselt wurde und von Gendarnien über den Gang des Arresthauses nach der geräumigen, im ersten Stock über dem Flur des Hauses liegenden Zelle geführt wurde, mag ihm wohl beim Anblick der dort versammelten Herren ein Augenblick das Herz gestockt haben. Merken ließ er nichts. Oberstaatsanivalt Theobald, begleitet von Staatsanwalt H 0 vs und Gerichtsschreiber Traber, teilte ihm die bevorstehende Hinrichtung einfach und kurz mit -einigen Worten des Bedauerns, das er als Mensch empfinde. Mit, indem er vorausschickte, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht habe. Das Aufsichtspersonal war gleichfalls zugegen und hörte zu. Innerhalb 24 Stunden, so sagte der Oberstaatsanwalt, werde das Todesurteil vollstreckt werden. Hudde blieb kalt, anscheinend unberührt, und sagte nichts. Auf die Frage, ob er irgend etwas vorzubringen habe, sagte er mit seiner belegten Stimme laut und vernehmlich: nein. Oberstaatsanwalt Theobald hielt ihm noch vor, wenn er etwa Wünsche habe, möge er sie sagen. — Hudde verneinte. Erst eine halbe Stunde später bat er um Zigarren, die ihm gewährt wurden. Die Zelle, in der er tagsüber ungefesselt sich aufhalten durfte, hat zwei Fenster, an deren einem Hudde auf einem Stuhle Platz ......... c .
nahm, bewacht von zwei Gendarmen. Er verhielt sich meßt 93er treter der Presse und andere Interessenten, völlig schweigsam, wenn er auch von selbst nicht zu reden hatte ein Wachkommando des hiesigen Regiments begann; er äußerte zu den Gendarmen, baß er auf b 1 e । ...... -
SB i ederanfu ahme des Verfahrens gehofft habe, 1 nachdem sein Verteidiger ihm die nötigen Schritte versprochen habe. Vov seinem Verbrechen, von Reue oder Bedauern kein Wort! Er rauchte bis zur Mittagszeit sechs Zigarren. Um 9 Uhr verlangte er Schinkenbrot und eine Flasche Bier, was ihm sogleich dargereicht wurde.
Gegen 9 Uhr empfing er auch den Besuch seines Verteidigers, des Assessors Schuch ar d t, der den abwesenden Dr. Jung vertritt. Um 12 Uhr wurde ihm Fleischbrühsnppe, 1 Pfund gebratenes Fleisch, Gurkensalat und eine Flasche Bier auf- getragen, was er mit Appetit verzehrte. Soubbe faß am Krister und rauchte. Da am gegenüberliegenden Gerichtsgebäude hin und wieder ein Kopf erschien, zog er die Vorhänge zu. Trotzdem konnte man beobachten, daß er jedesmal, wenn die Glocke am Gefängnistor ertönte, auf- schnellte, um zu sehen, wer komme. Ob er um 3 Uhr nachmittags den Scharfrichter erkannt hat, der mit seinen beiden Gehilfen den Hof betrat? Ein evangelisches Gebetbuch hatte Hudde in seinen Händen, zerstreut schaute er ab und zu hinein, mehr wohl um sich zu beschäftigen, als um Trost zu suchen. Um 3/46 Uhr wurde ihm tue dritte Flasche Bier gebracht, wiederum trank er und rauchte einige Zigarren. Etwas essen wollte er vorläufig noch nicht. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete er laut
setzung in das 1. Großh. Hess. Inf.- (Leib-Garde-) Regt. Nr. 115, zum Bataillouskommandeur ernannt. Stein. Hauptmann im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, in das 1. Ermländ. Inf.-Regt. Nr. 150 versetzt und mit dem 1. Oktober 1905 zum Komp.-Chef ernannt. Kretschmar, Lt. im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.), von dem Kommando zur Militär-Jnten- bantur enthoben. Die Fähnriche Lindemann, Heymann im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 zu Leutnants mit Patent vom 17. Februar 1904 befördert. Die Assistenzärzte der Reserve Dr. Dix (Wilhelm) (I Darmstadt), Dr. Schlick (Worms), Dr. Gollingcr lk Darmstadt), Dr. Nehmiz (Worms) — zu Oberärzten befördert.
•* Radunfall. Gestern abend gegen 8 Uhr stürzte ein von Großen-Linden kommender Radfahrer am Großen- Lindener Walde, indem er mit der Lenkstange einen Apfelbaum streifte, so daß er blutbedeckt liegen blieb. Zwei des Weges kommende Radfahrer nahmen sich des anscheinend schwer Verletzten an, hoben ihn und sein Rad auf einen die Unfallstelle passierenden Jlaschenbierwagen und brachten ihn nach Gießen.
” Das Düns berg-Tu rufest findet nächsten Sonn- tag auf dem Gipfel des Dünsbergs statt.
•• Ein scheues Postpferd. Das Pferd be» Postillons Müller von Krofdorf ging gestern nachmittag 41/2 Uhr nahe der Hauptpost durch, stürzte und verletzte sich derart, daß es in die Veterinäranstalt gebracht werden mußte ; der Vostillon Müller kam mit dem Schrecken davon. Die . Postsachen mußten durch den Postillon Löffler nach den Nachdalorten Klein-Linden, Lützellinden und Allendorf be-
unb kurz: gut!
Diesem Menschen ging es „gut",, während unten im Hofe schon die Vorbereitungen für die .Hinrichtung getroffen wurden. Bis nachmittags 3 Uhr stand die Guillotine im .Hofe fertig aufgestellt da. Schreiner Benzler von hier hatte diese Vorbereitungen Übernommen; der sächsische Laubesscharfrichter Brandt hatte das Beil eingeschraubt. Gegen 4 Uhr wurde in Gegenwart des Oberstaatsanwalts das grause Blutgerüst und seine Funktion besichtigt und geprüft.
Schon vor einigen Wochen hatte der Ranbmörder auf den Besuch de? hiesigen katholischen GeiMchen schroff erklärt, er wolle nicht katholisch sein, sondern evangelisch werden. Bekanntlich ist er katholischen Glaubens, wenigstens ist er so erzogen worden. Auf seinen Wunsch besuchte ihn auch der evangelische Geistliche, ohne sich natürlich auf das Ersuchen, zum evangelischen Bekenntnis übertreten zu dürfen, einzulassen. Gestern war der katholische Geistliche zweimal bei ihm; aber jedesmal verhielt sich Hudde ihm gegenüber verschlossen und ab -1 weisend. Der evangelische Pfarrer war gestern tiornuttag gleichfalls bei ihm, ohne sich jedoch mit ihm in besondere Gespräche einzulassen, sondern nur, um ihm kurz tröstend zuzusprechen. Da auf die wiederholte Mweisnng der katholische Geistliche erklärt hat, nicht mehr wieder kommen zu wollen, hat Pfarrer Schwabe schließlich auf bte Bitte des Verurteilten die traurige und nicht leichte Aufgabe übernommen, den Verurteilten auf seinem letzten Gange zu begleiten.
Gestern abend wurde Hudde in seine frühere Zolle zurückgebracht. Dort verbrachte er die letzte Nacht gefefielt und unter der Bewachung von zwei Gendarmen und einem Anstaltsaufseher, die alle vier Stunden Ablösung erhielten.
6 Uhr betraten Oberstaatsanwalt Theobald, Staatsanwalt Hoos, Landgerichtsrat 51 och, Amtsrichter Wachtel und Gerichtsschreiber Traber den Nichtplatz, um an dem schwarz gedeckten Tisch stehend den Angeklagten zu erwarten. Der Gendarmerie-Wachtmeister an der Eingangspforte trat jur Seite und Hudde kam. Er war g eist erbleich, seine Augen suchten den Boden, die Stirne hatte er in tiefe Falten gelegt. Das Aussehen seines Gesichtes roai’ vup >----- - v ~
ausdruckslos. Er ging langsam, — die Hände waren eine Stunde vor dem Beginn des Gottesdienstes aus der ibm auf den Rucken geschlossen — und war sichtlich niedrigen Kirchhofsmauer plazierten und dabei die Zungen
ihm auf oen eueren 9<Wogen vor Mädchen während des Kirchgangs hänselten. Manche der
körperlich angeg ff . Q jungen Burschen blieben auch während des Gottesdienstes
semen Richtern stehen, das Gesicht den Zeugen des ^chau I ‘ Mauer sitzen. Alle Bemühungen des Pfarrers, diese spiels zugewandt, während der Pfarrer neben ihm sich an- Un^tte beseitigen, blieben ohne Erfolg . Eines Sonntag- schickte, ihm ein letztes Gebet in den Tot mitzugeben. Im würgens ließ der Pfarrer die Mauer mit Schmierseife Hintergrund stand der Scharfrichter Brandt mit feinen beiden bestreichen, und zwar so, daß es die Burschen nicht merkten. ! Gehilfen deren einer sein Sohn ist. Brandt erschien im Nichtig kamen die Spötter wieder und besetzten ihre Plätze, schwarzen Frack und Zylinder; er ist ein etwa 60 jähriger Als es Zeit zum Gottesdienst war standen einige Burschen Mann mit grau meliertem Barte. Der schreckliche Hinr.chiungs-
P7arrerGchw-.be sprach mit bewegter klarer und
nehmlicher Stimme ein Gebet.- „Eine Menschenseele , UTn hort gegenseitig die Hosen auszuwaschen. Das Mittel so etwa sagte er, „steht vor der Grenze von Zeit undKatte gewirkt. Vorläufig ist die Mauer unbesetzt.
Ewigkeit; dunkel war ihr Weg bis hierher. Daß 1. Klein-2ind en,21.Aug. Eine würdigeGrav elotte- das Licht des Evangeliums der scheidenden Seele vor denLc ।cv veranstaltete gestern der Kriegerverein zu Ehren letzten Augenblicken des irdischen Lebens in dieser finstersten Stunde I hiesigen Veteranen. Die ganze Gemeinde nahm an der
von einem Diener der evangelischen Kirche gebracht wurde, teil. Vormittags fand Kirchenparade und Gedächtnisberuht allein auf dem dringenden Wunsch beffen, nottc5bienft statt, welcher durch die Mitwirkung des christ-
I der nun den letzten Gang getan hat und auf der ebe eichen Posaunenchors sehr verschönt wurde. Nachmittags ver- Christi, die zu allen Dingen bringet." Nach einigen ^„Ellen sich ber Kriegerverein, die Veteranen und die brei schlichten unb innigen Gebetworten schloß der Geistliche: Gesangvereine „Arion", „Eintracht" und „Harmonie" im Wir befehlen die scheidende Seele in DerneI^räumigen Rurggarten. Veteran Ph. Jung sprach
Hände um Jesu Christi willen. Amen. — stber die hohe Bedeutung de§ Festtags, schilderte die
Oberstaatsanwalt Theobald verkündete noch einmal Schlachttage um "Metz und brachte ein Hoch auf Kaiser mit ganz kurzen Worten, indem er das betr. Schriftstück Großherzog aus. Kamerad Keil sprach über die
V Hudde^ der leichte, helle Sträflingskleidung trug, die land unb bie Veteranen. D.e drei Gesangvereme trugen den Hals frei ließ, wandte sich dem Gerichtshof zu, wobei durch Vorträge von Volks-^ und Vaterlandsliedern sehr zur sein Blick kurz auf das Schaffot fiel. Scharfrichter I Verschönerung der Feier bei. Brandt ergriff ihn am linken Arm und führte ihn die' entseßliehen 9 Stufen hinan. Langsam, mit wankenden Sehritten, bestieg Hudde, gestützt vom Scharfrichter, dem seine !beiden Gehilfen tatlos folgten, das Gerüst, wo er sofort au das aufrecht stehende Brett angefchnallt wurde, welches dann iimgelegt und in die richtige Lage gebracht wurde. Ein fürchterlicher Augenblick; lautlose Stille. Da loste der Scharfrichter d a s S e i l, das B e i l s i e l mit dumpfem Ton herab, und H u d d e w a r g e r i ch t e t. Ein ungeheurer Strom Blutes wurde den entsetzten Zuschauern sichtbar.
: Der Kopf des .Hinaerickiteten, der keinen Laut mehr geäußert 1 hatte und natürlich sofort tot war, siel durch einen Sack
in das Brettergehäuse, wohin durch eine Falltür auch die 17- J . der Stifter aus tief religiösem Gefühl heraus &id)C --bracht wurde. Med.zmalrat Dr. Hab er tarn wnder. we °° W bie nun rine stets flich-nd- Sjten-°b fCft 3CUSeit MrI,C6en btC fl“UflSC dem Gattes.
11 3o fiat denn nun der Verbrecher seine Mordtat mit dienst nahm die gange Kirchspielsgemeinde teil. Die ^.asel dem Tode gesühnt, wie das Gesetz es verlangt. Mitleid mit Ornament 1.30 Meter hoch ist kunstvoll aus Holz gebot er nicht verdient und nicht gewollt. Aber eine unend- schnitzt in der Holzbildhauern von C. Ringshausen, nach dem liche Trauer über diesen furchtbaren Vorgang nahmen Wohl Entwurf des Hauptlehrers Höhn von der Gewerbeschule hieralle Anwesenden mit fort, unvergeßliche 'Augenblicke der Qual, ^lbst unter Leitung des Holzbildhauers C. Ringshausen von Was ist ein Menschenleben? Eine Fülle der Erinnerungen, von inQ IL Sie trägt das Krugsche Wappen mit kirch-
Gott gegebene Bilder einer Welt, an der wir alle Teil haben, h . önM 17nx 1 qn^ unb der Fnschrift:
Aus diAm Grunde ist der Mord, die gewaltsame Vernichtur.g Wn Ornamenten, ber Jal 1705 1905 unb bei JnlcDrirt
! eines Menschen, das schwerste Verbrechen, das wir kennen. ..Dem ge egneten Gedachtsms cbIc\^ob“Q^s.^Q\l 2Bir fühlen das .Heiligste verletzt. Darmm verließen wir Wilhelm Krug von Nidda gewidmet am 200. Geburtstag,
dieses Werk der Sühne mit dem Wunsche, daß cs uns Sie ist eine Zierde unseres schönen Gotteshauses. Das
nie wieder begegnen möge! IGrabmonument des Stifters auf dem alten Friedhof wurde
* I erneuert, der Weg zu bemfelben neu hergestellt. — Der
Trotzdem es gestern allgemein bekannt war, daß bie ky e { eranenverband von Nidda und Umgegend Hinrichtung Hiiddes heute früh vor sich gehen sollte, hatten (^It heute seine Jahresversammlung im Gambrinus hier ab. sich vor dem Justizgebäude nur wenige Personen eingefunden. waren 74 Kameraden erschienen. Der Vorsitzende, Herr Die Nachricht von der erfolgten Hinrichtung verbreitete sich Vetzberger - Nidda begrüßte bie Erschienenen, gebachte ber sehr rasch in ber Stadt. Die amtliche Bekanntmachung von Lm lciufenden Jahre Verschiedenen unter ber gewohnten der Vollstreckung des Urteils befindet sich im Inseratenteil der Ghrung. Ein Hoch auf Kaiser und Großherzog wurde bevorliegenden Nummer des Gießener Anzeiger. _ Von ber in ^istert aufgenommen unb an letzteren eine Huldigungs- Prenßen üblichen Bekanntgabe ber Urteilsvollstreckung durch Depesche aufgegeben, worauf folgcnbe Antwort einging: Plakate wird hier abgesehen. „Herrn Vetzberger, Nidda. Ihnen und den versammelten
_ ------- - 1 " Veteranen besten Dank für den mir übersandten Huldigungs-
Gießen, 22. 9luguft. gezahlten Unterstützungs- unb Sterbegelder zugenommen.
** Personalien. S .K. H- ber Großherzog haben Der Gesamtvorstand wurde wiedergewählt. Nach Schluß der wie uns drahtlich aus Darmstadi berichtet wird, dem Verhandlung zogen die Versammelten in corpore zum Krieger- Pfarrer Reinhard Mücke! die evangelische Pfarrstelle denkmal, wo sie einen Kranz niederlegten. Den Schluß zu Allendorf, Dekanat Gießen, übertragen. — Das machte eine offizielle Feier des Tages von Gravelotte im ^MirUing^nur teilnahmvoUe' aufrWcnbe Worte, die pichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde Karlshof.
ide Religion, verscheuchten ihm cm gut -j-cüj)e§ üedie[)cn dem Mitgliebe ber freiwilligen Feuerwehr ber ? Friedberg, 21 Aug. Heute nacht wurden von ens, bas er denn doch vor seinem entsetzlichen ^ooe Kornelius Henk zu Worms-Neuhalisen Wolf. ruehloser Hand dem Mühlenbesitzer Peter Dietz hier
t haben muß. Dieser schwere Verbrecher hat im-.eben Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Nauen- 34 junge Aepsel bäumchen total abgeschnitten,
ftanb wg er tu|borf, Major, aggreg. dem Garde-Schützen-Bat., unter Ber-»Dem Täter ist man auf ber Spur.


