Rheinisches
Technikum Bingen
Programme frei.
ist erledigt.
D;o/,
Rodern,
Stadt Cassel
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langer.
I. V.: Curschmann.
für Maschinen- u. Elektrotechnik, verbunden mit Chauffeure chule.
Der unter dem 17. Juni 1905 gegen den Steinhauer Friedrich Schomber I aus Kefselbach erlassene Steckbrief
Emma Senling
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Billigste Äusnabrnepreise für: Einmachgläser in allen Großen, Wasserflaschen mit Glas von
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ftänbigen Ausfrilss personal, das über ungerechte Vehandlnng klagt.
gesterner Weg öffentlich meistbietend versteigert Gießen, den 21. Juni 1905. Großh. Ortsgericht Gießen.
Gros._______
K. 85/04. B”/.
Imeckak den 27. Juli.
nachmittags 3 Uhr, werden auf hiestaem Ortsgericht die dem Carl Marx in Gießen stehenden I0/84 tel an
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Strafandrohuna gefetzt wird.
Außer oen Pflichtigen werden auch Kmder, welche tm lanfenden Jahre gefroren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.
Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen tn dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinens^ d„en Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte m den öffentlichen Terminen vorgestellt werden.
Die Impflinge muffen mit reiner Wasche und rem gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem LandeSimpfmstttut geimpft.
Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden.
Gießen, den 27. Juni 1905.
Großh.rzooi ■ • rv-r.-bterct Gießen.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres treuen Vaters
Scm Heinrich Hofmann V. insbesondere für die trostreichen Worte de? Herrn Wr«r§ ©tud sagen wir auf diesem Wege unfern mmchten -am.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Heuchelheim, den 19. Juli 1905. 04787
Millionenheirat an sie „abgeführt* hatte. Die Verhaftete nennt sich Witwe Roth und wird seit langem schon von den Behörden in Bonn und München gesucht.
* Kleine Tageschronik. Bei Rügenwalder- münde ertranken in der Ostsee beim Baden die beiden erwachsenen Töchter des Fuhrherrn Graap. Der 28 jährige Versicherungsagent Selchow ans Berlin versuchte ihnen Hilfe zu bringen, geriet aber in eine Untiefe und ertrank vor den Augen der Zuschauer. Lehrer RaSper, der Leiter der Charlottenburger Ferienkolonie, stürzte sich hiernach in die Fluten. Es gelang ihm, das eine Mädchen noch lebend an Land zu bringen, wo es alsbald verstarb. — Das Kriegsgericht der 17. Division hat hinter dem Oberarzt Dr. Jädeke vom Infanterieregiment Lübeck, der wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt angeklagt und flüchtig ist, einen S t e ckbrief erlassen.________________________
(Ganghofers) Herzen. . .
* Eine Heiratsschwindlerin verhaftet. Die Kölner Kriminalpolizei verhaftete eine gefährliche internatw- nale Heiratsschwindlerin, die hauptsächlich tn Artstokraten- kreisen Verbindungen suchte und fand. Unter den Geschädigten befindet sich auch ein Berliner Gardeoffizter, dem die Schwindlerin eine französische Prinzessin mit 1?0 Millionen Francs (!) Mitgift in Aussicht gestellt hatte. Als der Offizier merkte, daß er betrogen wurde, fuhr er nach Köln und zwang durch Vermittlung der Kriminalpolizei die Betrügerin, ihm die bedeutenden Beträge zurückzuzahlen, dre er auf Konto der
KeriOtslaal,
(sd.) D a r m st a d t, 19. Juli. Eine Klage wegen Mißhandlung und vvrfchristswidriger Behandlung Untergebener, deren Ursprung schon etwa 5 bis 6 Jahre zurücktregt, wurde heute im Interesse der Disziplin unter Ausschluß der Oeffmtltch- keit vor dem Kriegsgericht verhandelt. Eng damit zusammenhängende Verhandlungen fanden im vorigen Jahre m Gießen bezw. vor der Strafkammer in Mainz statt. Der Mißhandelte ist der Musketier Emil Reininger von der X. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr 118 in Worms. In Gießen wurden vom Kriegsgericht der auch freute unter Anklage stehende Unteroffizier Nickel sowie der Feldwebel Hummel freigesprochen, während die Mainzer Verhandlung zur Verui^etl- nng von drei Kameraden des Reininger, sowie zur Bestrafung eines Gefreiten brachte. Heute sind angellagt der Sergeant Friedrich Nickel aus Rodheim bei Friedberg, der Vizefel^nebel Heinrich Kraffert aus Mommenheim und der Unteroffizier Reinhold Zellmann aus Bargoschin bei Danzig. Sie sind beschuldigt, in den Jahren 1900 £5 1902 den im Alter von 17 Jahren freiwillig eingctretencn Ernst Reminger aus Darmstadt, der ja manche Fehler gehabt haben mag, auf alle mögliche Wege
gequält Mid mißhandelt zu haben. Aus den Aussagen der heute vernommenen 21 Zeugen gmg hervor daß in der betr- KoEgmc das Erziehen der Mannschaften durch Quälereien und Mißhandlungen häufig vorkam. Reininger wurde wiederholt geschlagen,
Aniversttäls-Aachrit-ten.
— Felix Dahn, brr bekanntlich als deutscher GcschichtS- . schreiber wie alS Romanschriftsteller und Balladendichter hoch geschätzt ist, bekleidet in Breslau eine ordentliche Professur der Rechte. Der gestrige 19. Juli war der Tag seines fünfzig - fiahrigen Dvktorjubiläums und darum der Jubilar der Gegenstand vielfacher Ehrungm. Zuerst erschienen zur Gratulation die Mitglieder der juristischen Fakultät, in deren Namen Professor Gretener sprach und eine Festsärist überreichte. Spater erschien der Senat mit dem Rektor Magnifieus an der Spitze, der eine längere Ansprache hielt und eine Tabula Gratulatona überreichte 'Oberpräsident Graf Zedlitz-Trützschler beglückwüngfrte den Jubilar in seiner Eigenschaft als Kurator der Universität und überbrachte ihm als Oberpräsident Schlesiens Glückwünsche des Kaisers und den dem Jubilar verliehenen Roten Adlerorden zweiter Klasse. Zahlreiche Deputationen der philosophischen Fakultät, sowie von juristischen und anderen Behörden, Korper- schaften und studentischen Korporationen folgten. Von zahlreichen auswärtigen Universitäten gingen schriftliche Glückwünsche ein. Die Universität München ehrte den Jubilar, der das Fest in voller Frische und Rüstigkeit begeht, durch die Erneuerung des Doktor- dipliwls.^ln, 19 $uIi Gestern abend sand eine Studenten v e r s a mm l un g statt, in der die Wahl eines ständigen Ausschusses an der Berliner Universität vorgenommen werden sollte Es waren 85 Korporationen vertreten. Zunächst wurde Bericht erstattet - über die Eisenacher und Weimarer Tagung des Hochschulverbandes. Dann wurden auf Grund der dortigen Beschlüsse die kathol. Korporationen nut überwaltigen^r Mehrheit von der Mitwirkung bei dieser Wahl ausgeschlossen. Es fiel aber auf, daß der Verein Deutscher Studenten und die Finkenschaft, die beide bei der Abfassung der Eisenacher Beschlüsse eifrig mitgewirkt hatten, gestern gegen den Ausschluß der katholischen Korporationen stimmten. Die Wahl selbst wurde um einige Wochen verschoben, weil man sich übw ften Wahlmodus niefrt einigen tonnte: e§ mürbe eine Kommission eingesetzt, die zunächst sämtliche Vorschläge reiflich prüfen soll. ~ t ,
Hannover, 19. Juli. Den Rektoren der technischen und tierärztlichen Hochschulen ist eine Verfügung des Kultusministers angekündigt worden, nwnach die Auflösung beider -Studentenausschüsse geforderr wird, well sie konfessionelle Verbindungen aus schließen. ,
Marburg, 19. Juli. Nächsten Montag habilitiert sich m der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität der Literar- historiker und Kritiker Dr. Harry Mahne als Privatdozent mit einer Antrittsvorlesung über Jmmermanns „Münchhausen .
Bekanntmachung.
Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit
Samstag, den 1. Juli
im Jmpflokale - Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden SamStag, nachmittags 5 bis 6 Uhr» ab- aehalten werden. Jmpfostichtig im laufenden Kalenderjahr Und die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. r ,2, ... ,
Wir loben die hiesigen Einwohner, welche lmpfpstichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Tennine mit dem Bemerken ein daß alle in denselben vorgenommenen Jmvfungen unentgeltlich lind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Jinvumg feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluffe auf seine Kosten bewerkstelligen (offen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter
Tagesordnung:
, des Vorstande». 2. Bericht über Neichsversicherung
4. StWung teWMtal -u M°m,.
5. Statutenabanderung. 6. Verschiedene«.
ändern' sehr wichnge Besprechungen stattfinden, wird tm -.rtgenwnm Sntmfle um allgemeines scheinen der Mngüeder dringend gebeten. __
General-Versammlung
des
Mtn Gichner Zttznzicht-LkreinS
SamStag, den 22. Juli 1905, abends 8V- Uhr
Arvciterbewegung.
G el sen kirch e n, 19. Juli. Da die organisierten Schreiner ihre Kündigung nicht zurückgezogen haben, hat der ^nn- ungsvorstand die Aussperrung beschlossen. ,
Essen (Rhiirs, 19. Juli. Wegen Mißhandlung eines Arbeitswilligen wurden 16 Bauarbeiter verhaftet. Die Zahl der Aiisgesperrten im Essener Revier beträgt 2000, m ganz Rheinland-Westfalen rvnb 30 000. Viele auswärtige Bauarbeiter kehren in ihre Heimat bis zur Beendigung der Aussperrung zurück.
— Die Färbereigroß firm en in Gera kündigten oen Arbeitern und Arbeiterinnen eine M a s s e n a u § f P e r r u n g an, falls der Färberausstand in Meerane und Glauchau bis Montag nicht beendet ist. _ . ,rr _
Basel, 19. Juli. Die Angestellten der städtischen Straß cn- b a h n treten freute in den Ausstand aus Solidarität mit dem aus-
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* Ein Gedenktag. Am 19. d. M. waren 95 Jahre oergangen, seit die Königin Luise von Preußen st a r b. Es war in Frankfurt a. M., wo Friedrich Wilhelm II. int Feldzuge von 1792 damals das Hauptquartier hatte. Von hier schrieb der Landgraf von Hessen-Darmstadt nach Hildburghausen an Luisens Großmutter, sie möchte doch mit ihren Enkelinnen den Rückweg nach Darmstadt über Frankfitrt nehmen, um diese dem König von Preußen, dessen Gemahlin und Luisens Mutter Geschwisterkinder waren, vorzustellen. Die Großmutter folgte mit den Prinzessinnen Luise und Friederike der Einladung, wollte aber noch an demselben Ärge nach Darmstebt Weiterreisen, wurde jedoch vom König in Frankfurt zurückgehalten. Der Augenblick der neuen Bekanntschaft war, wie Friedrich Wilhelm IIL nach dem Tode der Königin Luise zum Bischof Eylert sagte, zugleich auch der Moment der wechselseitigen Zuneigung gewesen, und eine innere Stimme habe ihm gesagt: Die ist es oder keine sonst auf Erden! „Habe mal", fuhr der König fort, „über diese wunderbare wechselseitige Sympathie etwas sehr Schönes in Schillers Schriften gelesen, wo treffend bezeichnet ist, wie mir und meiner seligen Luise zumute war, als wir uns zum ersten Male sahen, und wie wir uns nachher oft bekannt haben. Es war keine verliebte Sentimentalität, sondern ein bestimmtes, llares Bewußtsein, was gleichzeitig ihre und meine Augen mit einer Freudenträne netzte. Gott, was alles liegt zwischen jenem ersten Augenblick, wo ich sie fand, und diesem, wo ich ihren Verlust beweine! Weiß wohl, solche sympathetischen Gefühle sind die schönen Gefühle der ersten jugendlichen Liebe, sind nur einmal da und kommen nachher in dieser Reinheit nicht wieder. Aber gern denke ich daran zuruck und möchte wohl mal jene Stelle in Schiller wieder lesen; habe jte aber nicht finden können." Eylert fand die Stelle m Schillers „Braut von Messina" in der Szene, wo Don Cesar der Mutter und dem Bruder den wunderbaren Zauber des ersten Anblicks der Geliebten schildert, und worin die Worte vorkommen: „Und llar auf einmal fühlt ich's in nur werden — Die ist es oder keine sonst auf Erden!"
* „Leute schweren Schlages". In Tegernsee fand dieser Tage ein eigenartiges Preisschießen statt. Dr Ludwig Thoma hat es zu Ehren Ludwig Gang- bofers veranstaltet, der kürzlich im letzten „Simplizissi- mus"-Prozeß freimütig — wenn auch vergeblich — als Sachverständiger für ihn eingetreten ist. Nach Beendigung des Schießens fand, wie die „Münch. N. Nachr." berichten, die Verteilung der Preise statt, wobei die Verkündigung, daß neben dem Jubilar auch sein 15jähriges Töchterchen, Fräulein Sophie Ganghofer sich einen Preis erschossen habe, Hellen Jubel erregte. Dann hielt Ganghofer eine Rede über den Festgeber, dessen Verurteilung im Schwabenlande ihn allen frei denkenden Bayern um so teurer gemacht habe. Der Stuttgarter Staatsanwalt habe Thoma und ihn selbst ironisch als „Leute schweren Schlages" bezeichnet. Aber er nehme dieses Wort als eine besondere Ehrung m Anspruch. Thoma habe sich durch furchtlose Kennzeichnung muckerischer Heuchelei um die Sache der Freiheit verdient gemacht. Aus die sechs Wochen Haft in Stuttgart werde aber eine lebenslängliche Haft folgen, nämlich tn seinem
$rifiina(-Dre.t)imcföunfleiL
Kassel, 20. Juli. DaS Kaiserpaar wird anfang August zu mehrwöchentlichem Aufenthalt in WilhelmS- höhe eintreffen.
Berlin, 20. Juli. Die An o r dnu u gen deSsiultuS- Ministers zur Auflösung der Studenten-AuS- schüsse wegen Ausschlusses der konfessionellen Verbindungen ind allen preußischen Hochschulen zugegangen.
Berlin, 20. Juli. Dem Reichstage wird tn seiner nächsten Tagung eine Vorlage zugehen, die die Bestimmungen über die Sonntagsruhe besser zusammen- faßt, als dies bislang geschehen ist. Ferner ein Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine.
Bonn, 19. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Aufnahme einer Anleihe von 4 400 000 Mark für den Erwerb und den Ausbau der Straßenbahn beschlossen. Die Umwandlung der Straßenbahn in eine elektrische wird der Firma Sre- mens-Schuckert übertragen. Die Anleihe soll, je nach der Lage des Geldmarktes, mit 3Vs—1 Proz. verzinst und nut V/* Prozent getilgt werden.
Essen a. d. R., 20. Jüli. Auf dem Schacht „Annw des Kölnischen Bergwerkvereins wurden zwei Bergleute durch einbrechende Gesteinsmassen verschüttet; der eine ist tot, der andere schwer verletzt. — Bisher führten 18 Unternehmer die Aussperrung der Bauarbeiter durch. Heute trat eine soziale Kommission der Stadtver
ordneten zusammen. , .
Hamburg, 19. Juli. Der (mehrfach erwähnte) An- kauf des Whitworther Kohlenfeldes in Glar- morganshire (S ü d w a l e s) ist p e r f e k t geworden. An dem Konsortium ist die hiesige Firma Ä. G. oe Freitas u. Co. beteiligt. Das Gesamtareal der Felder umfaßt 26 Quadratkilometer, gleich 12 preußischen Maximalfeldern. Der größere Teil des Besitzes ist zugleich Grundeigentum der Gesellschaft: diese soll als englische Limited-Gesellschaft ms Leben treten. Die Aktien sollen in London eingefiihrt werden. Das Kapital wird auf etwa 50 000 Pfund Lterlmg beziffert. Die abzubauenden mittleren und unteren Flöße enthalten nach fachmännischer Schätzung zirka 400 Millionen! Tons Geplant ist die Förderung von jährlich einer Million Tons Steinkohlen für Schiffsbedarf und Hausbrand. Vorhanden sind außerdem Anthra- e i t - u n d K o k s k o h l e. 'Anlagen fiir Kokereien und Nebenprodukte sind vorgesehen. In die Verwaltung tritt außer den Deutschen auch der Vorbesitzer I. C. A. Henderson. Die Felder sind untersucht worden vvn englischen und deutschen Geologen. Der Verschiffungshafen für Kohle wnd Port Talbot sein. y „
Meerane, 19. Juli. Die Sächsisch-TH-urrngische Färber e iko n v en t i o n , der 26 Firmen angehören, hat wegen des Ausstandes der Färbereiarbetter bei den Firmen I. H. Borncmann und C. Datky beschlossen, ab Montag ihre Betriebe zu schließen, wenn die Weiterarbeit bei den genannten Firmen bis Samstag nicht ermöglicht ist. Das Nachgeben der Ausständigen erscheint unwahrscheinlich, da ihre Zahl sich weiter vermehrte. Auch in Glauchau sind weitere 40 Mann in den Msstanv getreten. In Gera wurden 100 Mann entlassen, weil sie die Ueberstunden verweigerten.
Paris, 20. Juli. Dem „Matin" zufolge steht dee Minister deS Aeußern augenblicklich in Unterhandlungen mit der amerikanischen Regierung wegen Entsendung eines, französischen Geschwaders nach den amerikanischen Gewässern.
Tokio, 19. Juli. Der japanischen Regierung ging von einem hier in Gefangenschaft befindlichen russischen General der Vorschlag zu, die zahlreichen für Japan lästigen Kriegsgefangenen in ihre eint lat zu. entlassen; es würden Garantien geboten, daß dte zurück- beförderten Mannschasten dem Kriegsschauplatz in Zukunft fernbleiben. Der Vorschlag wurde von Japan ab gelehnt, doch erklärte letzteres sich bereit, eventuell in einen ^u.8* tausch der gegenseitigen Gefangenen zu willigen.
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Marburg i.H., 18. Juli 1905.
Der Erste Staatsanwalt.
Versteigerung.
Freitag den 21. Juli, nachm. 4 Uhr, fohen im städtischen Pfandlokale, SelterSwea 11, dafrier, die wegen rückständiger Gemeindesteuer 6. Ziel 1904 05, wegen rückständiger Zinsen zur VezirkSsparkaffe Gießen, sowie Miet- tt. Holzgelder gepfändeten Gegenstände Möbel aller Art. 2 lederne Koffer, 1 Einsp.-Pferde- geschirr,! Bohrmaschine,IPianino, 1 Kufr und 1 Rind versteigert werden. 3754
Gemmeckk-r. ‘■er
Wirt ließ sich daS vermeinte falsche Geldstück einmal zeigen, zur allgemeinen Heiterkeit löste sich das Rätsel bald. Ober-Bessingen, 18. Juli. Ein schwerer Unfall ereignete sich in unserem Dorfe. Zwei Fuhrwerke, welche sich begegneten, rannten aneinander. Hierbei stürzte der eine Fuhrmann von seinem schwer beladenen Wagen herab und kam vor die Räder zu liegen. Sein Pferd, daS hierdurch scheu geworden war, rannte davon und die Räder gingen dem Bedauernswerten über beide Oberschenkel, sodaß er schwer verletzt wurde. Einige Leute legten dem Verunglückten einen Notverband an und brachten ihn mittelst eines Federwagens in seine Wohnung nach Ettingshausen.
Mainz, 19. Juli. In einem Neubau der Albinistraße sollte gestern der 14jährige Dachdeckerlehrling Rudolf Felmer von hier im vierten Stockwerk drei Dielen überschreiten, alS sich eine loSlöste und mit dem jungen Mann hinab in den Hof stürzte. Schwerverletzt wurde der Unglückliche in daS Rochushospital gebracht; an seinem Aufkommen wird gezweifelt.__________________
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Verhältnisse äußerte ^ößerung der Um« idürfnis der Kund« auch im Berichts- n der Börsen- und lftnännischen Unten Berichtsjahre wenig
in den Niederlage« i Gießen bilden, Jahren den Gegen« Taigen SSarcnbtt : Gie^rr. Die M ie Bedürfnisse bet ichend erwiesen unb iziefrnng keineswegs moderne 9HeberIage einberufenen Ber« diese Mißstande all« iQfrer an das Großh he, in der wir eim me beantragten. Ta tMW Fr d-1 „MdmAiml- « tritt« «ti* turn TrwnttMSt „en, d!,ß em
tn efondere empfahlen nanzen,
e hinreichend A M Sollte sich schien uns eine Ber« lnieberlagen en di t ein Gleisanschluß , Merdengs
jEWJ: .^en und «ißerbeert , Achen W ? aÄichen
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mußte chtcn hohen Damm hinauf- und herabspringen, und Zellmann hat die Kvmeraden des Reininger öfters angeseuert, ihm einen Llbzug zu geben. Nickel erhielt drei Wochen Mittel- arrcst, Kraffert zniei Wock>en gelinden Arrest und Zellmann zwei Wochen Mittelarrest. , . 3
Paris, 19. Juli. Das Kriegsgericht in Ehalons ,ur Marnr verurteilte den LeutnantEavcrvis wegen unerlaubter dreimonatlicher ?lbwescnfrcit vom Regiment zu fünf JahrenGefangnis und Degradation. Ce.vervis war seinerzeit mit 7000 Fr., die er der Regimnilskasse entnommen hatte, geflüchtet. __,
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
DoranSsichtliche Witterung in Hoffen für Freitag, den 21. Juli 1905: Heiter, am Tage wärmer
Räderet httreh bic 0>ienener Wettevkarie.


