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Gießen, 2. Februar 1905.
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Giessen, den 2. Februar 1905.
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Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 1. iW. Nach melMjährigen, mit wechselndem Erfolg, in Togo betriebenen Versuchen zur Bekämpfung der Tsetsc- krankheit berichtet der RegieruUgsarzt "Tw. Schillmg ernt 3 Jan., daß die I mm uu isi eru ug der Ninder gegen ^setfe- ftaukbeit einwandsfrei gef un aen Jet._____________
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und die Absendung eine? offenen Briefes an den Kultus Minister Studt, in dessen Vorgehen die Versammlung einen Eingriff in die akademische Freiheit erblickt, beantragt und mit Mehrheit angenommen. — Der sozial- liberale Verein hielt eine öffentliche Volksversammlung ab, um zu den jüngsten Ereignissen in Rußland und derevi Rückwirkung auf Deutschland Stellung zu nehmen. Als erster Redner forderte der russische Professor von Reißner das deutsche Volk zur Erlösung und Befreiung der russig scheu Religion, Kunst und Wissenschaft ouf; Weitere Redner waren Handelsredakteur Wiener, Dr^ Barth und Pfarrer Dr. Frdr. Naumann. Es wurde eine! Resolution angenommen, in welcher die Versammlung den Bestrebungen nach Einführung konstitutioneller Rechtsverhälts nifse Erfolg wünscht.
Wien, 2. Febr. Die industriellen Vertreter des Abgeordnetenhauses gaben ihrer Meinung über den Handelsvertrag mit Deutschland dahin Ausdruck, daß die Industriellen nicht unangenehm enttäuscht würden. Sie hätten weit schlimmeres erwartet. Dagegen be-i sorgen die agrarischen Abgeordneten schwere Beein^ !trächtigungen der Viehausfuhr und Viehzucht m den Alpenländern. Der neue Vertrag bedeutet im Ganzen I eine Verschiebung der Handels-Bilanz zu Unguusten
t. Wetzlar, 2. Febr. Gestern konzertierte hier im Klostergarten zum ersten Male das von dem Inhaber dieses Etablissements auf einen Monat engagierte österreichische Damen-Orchester Alt-Wien. Sämtliche Vorträge des gut erwählten Programms, wöbet die Solovorträge der Violin-Virtuosin Frl. Th. St ar eck noch ganz besonders heroorzuheben sind, fanden allgemein den lebhaftesten Beifall. Der Besuch dieses ersten Abends war sehr gut und es wäre dem Veranstalter zu wünschen, daß drese Konzert- Abende, die täglich 8% Uhr ihren Anfang nehmen durchweg ein volles Haus erhalten.
Se. K. Hoh. der Großherzog mit hoher Ge- 1 mahlin wird heute nachmittag 5.28 Uhr auf der Durch- । reise nach Schloß Romrod den hiesigen Bahnhof — Bahn- • steig 3 — mit einer Minute Aufenthalt postieren. — Bet der vorgestrigen Durchfahrt derPrinzessin Eleonore nach Darmstadt haben, wie wir nachträglich hören, zwei junge Domen von hier der hohen Reisenden bei ihrem kurzen Aufenthalt im Bahnhof Gießen ein Blumenbukett in den Hoswogen gereicht, wofür die Prinzessin in äußerst liebenswürdiger Weise sich bedankte.
'"Personalien. S. K. H. der Großherzog haben oem Pfarrverwalter Otto Pa bst zu Nieder-Beerbach, Dekanat Eberstadt, die evangelische Pforrstelle daselbst übertragen. — Dem früheren Bürgermeister C urschmann zu Dautenhetm und dem früheren Bürgermeister Rau zu Meiches wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem früheren Dienstboten Katharina Bindewald zu Darmstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. — Uebertragen wurde dem Schullehrer Müller zu Schlitz, im Kreise Lauterbach, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß-Gerau. —Dem Ober- sürster der Oberförsterei Rothenberg, Stifel zu Hirschhorn, und dem Oberförster der Oberförsterei Schaafheim, Block zu Babenhausen, wurde der Charakter als Forstmeister erteilt.
*’ Provinzial-Ausschuß. Am Mittwoch, den d. Februar l. Js., vormittags >/29 Uhr beginnend, findet eine Sitzung des Provinzial-Ausschustes der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Reklamation gegen die Ergänzungswahl des Gemeinderats in Nödgen. 2. Zustand der Hofeinfahrt des Philipp Göbel III. m Laubach, hier Rekurs des Genannten gegen emen Polizeibefehl des Großh. Kreisamts Schotten. 3. Klage de§ Ortsarmenverbandes Marburg gegen die Gemeindekrankenkasse Rieder-Ofleiden wegen Ersatz von Pflegekosten für den Schreinergehilfen Wilh. Pfeiffer von Groß-Braschen. 4. Gesuch des Heinrich Weimer II. zu Daubringen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft, hier Zeugenvernehmung.
** Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Da Professor Dove auf der Reise nach Gteßen erkrankt ist, so muß der für heute angesetzte Vortrag leider aus-
Äpök KriegkcknmaWasl Wen.
Von dem am 1. d. Mts. erfolgten Hinscheiden unseres Mitgliedes
Herrn
Philipp Michael Diehm
Kaserueuwärter i. P.
setzen wir die Kameraden geziemend in Kenntnis.
Die Beerdigung stndet Samstag den 4. d. M., nachm.
3'/ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.
Kreii» Omnibusfahrt vom Marktplatz nach dem Fried- 6of unb zurück. Wahrt 3 Uhr PÜW
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Aettag den 3. Februar 1905: Zeitweise heiter nur noch geringe Niederschlage, (meist Schnee), Wind abflauend, kälter.
Strenger Frost in Aussicht.
Näheres durch die Kießener Wetterkarte. __
"Berlin, 2. Febr. Der Kaiser hat bestimmt, daß Prinz Adalbert ans seiner Heimreise an? Ostasien auch den Gewässern von Deutsch-Ostafrika einen Besuch ab- (taflet — Eine allgemeine Akademiker-Versammlung wurde in der Tonhalle abgehalten, deren Tagesordnung Akademisch- Freiheit- lautete. Dte bekannten längsten Vorkommnisse an der technischen Hochschule zu Hannover gaben die Unterlage für die tetlwet,- sehr sturnnschen Verhandlungen. Es wurde die Annahme einer chesolutton
Oesterreichs.
Die Vorgänge in Rußland.
Petersburg, 2. Febr. Es waren schwerwiegend^ Gründe, die den Fürsten Swtatoipolk Mirski ver--, anlaßten, plötzlich und ganz den Staatsdienst zu verlassens und auch keinen Sitz als Mitglied zum Reichsrat auzu-s ! nehmen. Sein fester Eirtschluß, aus dem Amte zu scheid«^ i wurde durch die furchtbaren Katastrophen in den letztem Wochen und die damit verbundene Schaffung des Generals aouverneur-Postens in Petersburg bedingt. Fürst Swta- topolk Mirski hatte als ein Staatsmann von lrveraiertz und humanen Ansichten und Bestrebungen eine enorme I Partei gegen sich und diese macht ihn unmittelbar verantwortlich für die blutigen Vorgänge. Ein Zusammen arbeiten mit dem neuen Generalgouverneur Trepow wav für ihn unmöglich, da beide Männer entgegengesetzte Zrel^ und Mittel verfolgen.
Petersburg, 2. Febr. Hrerrst alles ruhrg. Geruchs !weise verlautet, daß General Fullon und
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unfern braven, innigstgeliebten Gatten, Vater, Großvater, Onkel und Schwager
Hem PhiliD Michael Diehm
Kasernenwärter i. P.
in ein besseres Jenseits abzurufen.
Um stille Teilnahme bittet
Familie Diehm n. Schenk.
Gießen, den 2. Febr. 1905.
Die Beerdigung findet Samstag, 4. d.M., nachmittags 31/. Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 615
KeriÄlssaal.
Braunschweig, 1. Febr. Tie dritte Zivilkammer des hiev gen Landgerichts wies heute die Klage des Uut n ant s a. D. Bits- gegen seinen Verleger Sattler wegen des Vertriebes seines bekanni-en Romans in ^ftn-re-nb kostenvstichita^b._____
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden
Sem OH Müller1
geziemend in Kenntnis zu setzen. v [-
Wir ersuchen um allseitige Beteiligung an der Frei- taa ben 3 b Mts., nachmittags 3 Uhr stattfindenden Beerdigung. Zusammenkunft 2lA Uhr in der „Stadt Marburg .
Das Kommando
Danksagung.
Für die Beweise herzlicher Anteilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir besten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen;
Auguste Hahn, geb. Kauf.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Freitag, den 3. Februar, nachm. 5'/- Uhr, im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde, Liebigstraße 56: Vereinigung der konfir- mierten Mädchen. __________ Harrer Euler.
Israelitische Religionsgemeinde.
chottesdiena in der Synagoge (Sudanlage).
Samstag, den 4. Februar 190o.
Vorabend 5 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Predigt.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 6.10 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft,
«holtesdienff.
Sabbathieier a m 4. Februar 1905.
Freitag abend: 4.50 Uhr.
Samstag vormittag: 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag: 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 6.10 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00,
abends 5.00. --
Obst!!
Zwetsche« p. Pfd. 15, 30, 40 und 50 Pfg» ,, ohn.Steinp.Pf 50 r
Birnen, neue, p. Pfd. 20^ ’
55 und 65 *<
Krauzfeigerr, nette, P-P^.25 „ j
Datteln, neue, p. -8
AePfel, neue amerik. p.Pw. j
30 und 40
Brünetten, „ »
Mischobst, ferne Msichung,
Eingesandt.
/Für den Inhalt der unter dieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Rublikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Gießen, 2. Februar.
In einem hiesigen Hotelrestaurant, in welchem Studierende verschiedener Fakultäten zu Mittag zu essen pflegen haben einige Angehörge der theologiichen Fakultät den Wirt veranlaßt, den ,,SimPlizii''imus", derbis dahin^ regelmäßig im Lokale offengelegen hatte für die Gastodes Hawesabzuschaffen. Bedauerlich ist, daß der Wirt dickem Anträge FolM gelckstet und nicht nur sich selbst wt hmblrck auf seine anderen Gäste geschädigt, sondern auch einer so törichten und ungerechtfertigtem Gewissensmeinung die Schleppe getragen hat. Hoffentlich werden andere Gcptwirte sich zu solchen Maßnahmen incht berg eben! ________________________________________
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Männer - Badeverein.
Mont«« den 6. »ebruar, 9 W abends
General-Versammlung
„ nrh„n n'''l^qämun^ovfianbcS. Entlastung Tages-Ord^ Statuten.Aenderung. V-rlcht-dene.
Angelegenheiten.
st Rollmöpse 4-Lit.-Dose c^S.lO’.
f. Bismarckheringe u n 2^1^
1.75) xsoj
Aprikose», cal., p. Pfd. 55
Pfirsiche, neue, n u
— •• — öo
2-pfttudig mit Slopf. ^ottionOjiM i-iV)ps"ttdig.
Bittigster Tagespreis.
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Bahnhofstraße 27 Liudeuplab 12.
Grrmmischsche verkaufe von setzt an 576 für Herren per Paar 3.50 Mark „ Damen „ 2.70 ,,
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Ncuelie Meldunaen.
R.-B. Darmstadt, 2. Febr. (Eigener Drahtbericht.) Die Vermählung des Großherzogs vollzog sich heute
Residen,schloß geleitet, wo ,»»öch« d« Zwll°kt d" Eße- W,e«. 2. ;u Stmto
sckließung stattsand, die Staatsminister Rothe vollzog. I o r k i s anzusMeßen. Der ungarische SchriftsMerverein
3/12 Uhr erfolgte der feierliche Einzug m die Hofkirche, wo- Gorkis Jntereffe in einer Eingabe an die -axWK
bei der Großherzog die Prinzessin. Heinrich> von Bots^m Wiem
SSS-ä"- N. Ä ftiÄ*“
von dem Grasen Reinhard von Solms - Ltch yesuhrt Bom Kriege.
mürbe Nachdem das hohe Brautpaar vor dem mit reichem Petersburg, 2. Febr. Nachrichten vom Kriegsschauplatz Blumenschmuck versehenen Altar Platz genommen hatte, mto- zufolge hat Kurv patkin ^0 ffensive wie^r er neuer« nierte der Hofchor einen vom H°stapellmelster de Haan etg>ens der crfte^trifF^ Feindes znrückzMlag«
komponierten Psalm. Dann hielt Pralat Walz die Trauredc MEer^v fische linke Flanke ist nicht cngamert, dagegen über Psalm 121: «Ich hebe meine klugen auf zu den Bergen. &rt,§ Griepenberg und KulbaN v°Ustandig. — Enmn^lo^ Tas hohe Paar sprach darauf vernehmlich das übliche Ja- I g^mm aus Tienling zufolge Ä die Schlacht auf der ganzm -Ä=^gS®=ES«Ä=K=S-®?S3ä höchsten Herrschaften in bte Assemblezrmmer. Um 1 U^c be« ©enerat?.
erfolgte unter dem Vortrrtt des Groß^rzogo und den »c^e g „Daily Telegrapb" nnrd ans
Großhe^ogrn der feieEch« Zug durch dre Räume der ersten 31 S(Qt berichtet: Bei den letzten Kämpfen am schahÄ Etage in den Kaisersaaft Mo bte Hochzertstasel st^ttfand. die IavaNer 1500 Gefangene. ----


