Ausgabe 
18.3.1905 Erstes Blatt
 
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Unterstützungen fortgesetzt. Tie Position findet nach dem Ausschußantrag Annahme. Dann werden die Pos. 18, Porto- usw. Kosten 3000 Mr., 19, ZlLgaben aus dem Staats- -usckuß 919 Mk., 20, uneiubrinalicke Posten und Nachlässe 52 000 Mk., 21 Witwen- und Waisengelder 182 500 Mk., 22, Zuwendungen aus dem Seribaschen Vermächtnis und dem Kubnotschen Legat 4000 Mk., 23, Unterstützungen, 24, Ausauleibende Kapitalien, 25, Kirchlmirwesen, 26, Kirchen­musikmeister und Orgelkurse 4500 Mk.

Bei dieser Position bringt Svn. Wahl-Langen die intensivere Pflege des Unterrichts im Orgelspicl zur An­regung, der auch auf private Kreise weiter ausgedehnt werden sollte, umsomehr, als sich in Lehrerkreisen eine gewisse Mneigrrna gegen die Ausübung des Orgelspiels in der Kirche bemerkbar mache.

Die Position wird schließlich genehmigt.

Bei Pos. 27. Kirchlicher Dispositionsfonds, 8000 Mk., stellt Svn. Pfaff-Alzey das Ersuchen, der Ge­meinde Framersheim eine größere Unterstützung zu ihrem Kirchenbau zu gewähren.

Oberkonsistorialpräsident D. Buchner bemerkt, man wisse ja, daß er ein gutes Herz habe für notwendige Unter- stüüungen, er bitte aber, von weiteren Anforderungen ab­zusehen und nicht in die kleinen E^anbalmsckmerzen der zweiten Kammer zu verfallen. Voß 27, 28 und 29 werden darans genehmigt/ Bei Vos. 30, Verwendungen aus dem GesangbuchZsonds. 11 910 Mk, macht S^n. D. Schlosser- Gießen auf den schlechten Zustand des Ki^ch^nbucheinbandes cnlfmerksam und ersucht, die neuen Auflagen besser au binden. Es empfehle sich auch eine Revidierung des ckse- sangbuchs, aus dem man überflüssige Lieder ausschalten und es vielleicht mit dem Eemeindegebetbuch zusammeu- fassen könnte.

Obcrkonsistorialrat Dr. Flöring fübrt aus, die be­treffende Firma habe das Vertrauen bezüglich der Aus­führung nicht gerechtfertigt, die Verlaosbuchbandlung sei aber bereit, die schadhaft gewordenen Einbände ohne Ent­schädigung zu erneuern. Zu einer Vereinigung des Gefang- buchs mit dem Gebetbuch liege zurzeit keine Veranlassung vor. Das Kavitel wird nach "einem svezielleren Ausschuß­antrag genehmigt.

Bei Vos. 31 werden 600 Mk. als Beitrag zur deutsch­evangelischen Stiftung für Altertumswi^wnschaft im heiliaen Lande, Vos. 32 als Beihilfe zu den Gehalten und Kosten der Vertretung von Oraanisten 8000 Mk., Pm. 33 für außer­ordentliche Gehalte 6675 Mk., Pos. 34, Beitrag au den Kosten der Eisenacher Kirch-enkonferenz 225 Mk., Vos. 35, zur Förderung freiwilliger Unternehmungen für kirchliche Zwecke 1500 Mk. bewilligt. Zu letzterer Position beantragt Svn. D. Schlosser, der Sonderausschuß für äußere und innere Mission möge bis zur zweiten Lesung Nichtlinien für die Verteilung dieser Mittel im Einvernehmen mit dem Oberkonsistorium aufstellen. Mit der Annahme dieses Antrags wird die Position genehmigt, ebenso die beiden Schlußpontionen Kirchengesanaverein für besten 200 Mk. und verschiedene Ausgaben 2000 Mk. Damit sind die ge­samten Ausgaben int Betrage von 2 320 587 Mk. be­willigt.

Es folgt die Beratnna der Einnahmen. Die Svnode genebmiot ohne wesentliche Debatte den S^aatsbeitraa von 310 000 Mk. zu den Bedürfnissen der ev. Kirche, als Erträgn's des Einkommens der ev. Vfarrstelten into. 943887 Mk., Umlagen auf die evang. Kirchen- und Stiftungsfonds 23 000 Mark, Umlaaen auf die Auaehöriaeu der evang. Kirche 883 065 Mk. raeaeu 703 753 Mk. für hic Vorjahres Ueber- scki'ckse verschiedener Stiftungen 6080 Mk., Kgpital>infen 136 500 Mk., Ertraa des o^^sanohnchs 11 910 Beiträge der Geistlichen zum Gehalt der Vikare und Assistenten 3000 Mark, Aufrechnnna von Nebenbezüaen 3136 Mk. usw. Damit ist auch die erste Lesung der Einnabm'en erledigt.

Zur Verhandlung kommt nun die Mitteilung des Ober- .konsistoriums über *

das Predigerfemmar zu Friedberg.

Es wird in dem gedruckten Bericht eine Reihe von Aenderunoen mitaeteilt, die für die Fabre 1906/09 getroffen wurden. Ter Studienbetrieb am Predigerfeminar sei den Wünschen und Verhältni''sen entsprechend umaearbeitet wor­den, nachdem man die Vorschläge des Lehrerpersonals und besonders des 6^5. Kirchenrats D. K'östlin gehört. Die gesteigerten Bedürfnisse des kirchlichen Ziehens in der Gegenwart erforderten gebieterisch, daß der praktischen Aus­bildung der Kandidat"n besonderE auf hnmisetckckem und katechetifchen Gebiet, sowie nach der Seite der Kenntnis des wirklichen Lebens der Landeskirche mebr Zeit und Ge­legenheit zuoewiesen werde. Tie theologische Fakultät der Universität Gießen habe auf Wunsch des Obe^konsistoriums' einige theoretische und geschichtliche Fächer mit in das Vor- lesunasverzeichn.is aufqenommen. In weiteren Betrieb der Studien sei der Kenntn-s und der seelsor^"rischen Ver­wertung der beilinen Schrift sowie der hessischen Kirchen­kunde besondere Aufmerksamkeit zuoeweudet worden. Tie zunächst nur versuchsweise getroffenen V"rönderu.naen hätten sich bis ie-vt im alsomeinen gut bewährt und eine regere Teilnahme der Kandidoten on den Kolleeckt-unden und eine intensivere praktische Selbsttätigkeit derselben zur Folge gehabt.

Oberkonsistorialrat D. Florina bedauert zunächst, daß in den Zeitungen von denZußändm" am Friedberaer Prediaersemiuar gesprochen we^de.Zustände" seien glücklicherweise vorüber und würden hofseutl'ch aitcT) nickt wiederkehren. Es handle sick um eine Reihe sehr wobl er­wogener Aböndem/ngen des Nnterricktsvlgus uno das junae Bäumcken sei faimt ein Jahr alt. Da moae man nack dem alt^n SatzQäneta non movere" handeln und ni^t wieder Mißstimmungen kineinbringeu. Ter Redner gibt dann eine nähere Beletrcktnng der getroffenen i'sbänd^runoen und widerlegt die vom S^n Wahl vo^gebrockteu Bedenken. Es sei m^t zutreffend, daß zu weuio Nnterrichtssttlnden angesetzt seien. Man müsse g"ck bedanken, doß man dem jungen Kandidaten, der das Bedürfnis -um E'!ud.ring"n in das wirkliche L"ben habe, nickt gor zu lonoe auf die Schul­bank zwängen dürfe. Zu.m rein theologischen Studium sei die Universität da, das P^edia-rfeminar b^rweck" d'e weitere Ausbildung des junoen Gei^O'cken u^h richte sein Streben auf die Anwendung int praktischen Leben.

Spn. D. Schloss er - Gießen erklärt, er kenne Direktor Tr. Wurster seit langer Zeit persönlich und habe den Ein­druck, daß derselbe in theologischen Dinnen sehr weit rechts stehe. Aber ihm, Redner, sei die Richtung hier aanz einerlei; er halte den Tirektor für diesen Posten ganz wie geschaffen und durchaus geeionet. die iuugen Tbeologen in der prak­tischen Arbeit für ihr Amt heranzubilden. ' Durch die licht­vollen Darlegungen des Ferrn Oberkonsistorialrat Tw. Flö- ring sei er des näheren. Eingehens c riefe Bemerkungen des Svn. Wahl enthoben und Les fe sich darauf, zu sagen, daß er den neu getrossenen C tun gen am Fried­berger Predigerseminar anheroro .) freundlich und wohlwollend gegenübersiehe. Redner beleuchtet diese Ein­

richtungen und ihren praktischen Wert näher und bemerkt, man solle dem Seminar jetzt ein paar Jahre Rtthe lassen und nicht schon wieder störend in die Pflanzstätte der theo­logischen Jugend eingrcifen. Tie jetzigen Grundsätze böten die Ostwähr, daß etwas Tüchtiges geleistet werde.

Spn. Prof. D. Drews - Gießen bemerkt, er habe schon im Auftrage der Sachsen-Weimarischen Regienntg die Aus­arbeitung eitles ähnlichen Programms für das Seminar au Weimar vollzogen und kenne daher die Dinge aus dem Fundament. Er glaube jetzt mit D. Köstlin gemeinschaft­lich auch für Friedberg etwas Gutes und Praktisches ge­schaffen zu haben für die Ausbildung der jnngen Pfarrer.

Spn Pros. D. Stamm- Gießen bespricht eingehend die Grundsätze am Friedberger Seminar und deren Ein- wirkttng auf die praktische Ausbildung der jnngen Theo­logen. Auf seine Anfrage, wie es mit dent Gerücht von der Verlegung des Seminars nach Darmstadt stehe, aufwortet Oberkonsistorialrat Dr. Flöring, die Verwirk­lichung dieses Wunsches liege in weiter Ferne.

Damit ist di-' Besprechung erledigt und die Sitzung sckließt um 1A2 Itfir.

tzwm lin0 £rt»ö.

Gießen, den 18. März 1905.

Militardienstnach richt. Oberst. Voly vom hiesigen Inf.-Negt. wurde zur Dienstleistung beim Großen Generalstab nach Berlin kommandiert.

* * Personalien. In den Nuhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hcss.-Preuß. Eisenbahngemeinschast Frank zu Ehringshausen.

* In der Gentälde-Ausstellung am Brand sindet vom Montag an wieder ein Wechsel der Gemälde statt. Die erst seit acht Tagen ausgestellten Gemälde bleiben größten­teils nur noch morgen Sonntag ausgestellt. Montag, Diens­tag und voraussichtlich Mittwoch bleibt die Ausstellung ge» schloßen und es gelangen von da an 19 Gemälde von Paul H oe cker - Oberlangenau und 31 Gemälde von Paul Schad- Roßa-Berlin zur Ausstellung.

"Eine größere Feuerwehr Übung mit Brand­angriff an aroci im Abbruch begriffenen Häusern am Neuen­weg veranstaltete gestern die Gießener Freiw. Feuerwehr, wobei auch die große neue Drehschiebleiter zum ersten Male in Anwendung kam. Die Führung dieser Leiter ist dem 1. Obmann K. Neuling übertragen worden. Ein großes Heer von Zuschauern hatte sich eingefunden.

" Hudde ist gestern dennoch nach dem Tatorte des Raubmordes, nach Heldenbergen, gebracht worden. Ober­staatsanwalt Theobald, Staatsanwalt Hoos und der Untersuchungsrichter Wehner nahmen eine Lokalbesichtigung in Heldenbergen vor und stellten den Raubmörder etlichen Personen gegenüber, wobei die alten Feststellunaen bestätigt wurden. DaS Märchen von dem GenoffenWilli* hält der Verbrecher noch immer verzweifelt aufrecht. Die gestrige falsche Notiz ist darauf zurückzusühren, daß die Kanzlei der Staatsanwaltschaft von der gestrigen Maßnahme nicht unterrichtet war. Die erwähnten Herren trafen mit Hudde, der von etlichen Gendarmen geführt wurde, morgens um 9.12 Uhr in Friedberg ein, von wo sie nach einigen Minuten nach Heldenbergen weiterfuhren. Gegen 2 Uhr gings schon wieder zurück nach Friedberg, wo übrigens, wie uns von dort berichtet wird, hunderte von Neugierigen am Bahnhof sich eingefunden hatten, und um 3.09 Uhr traf man wieder in Gießen ein. Hier war die Nachricht bis da­hin doch bereits so bekannt geworden, daß dem Raubmörder vom hiesigen Publikum ein ähnlicher Empfang bereitet wurde, wie bei feiner ersten Hierherkunft. Er trug dieselbe Kleidung, langgewachsenes Haar, und ist bleicher, aber dicker geworden. Mit dem Gefangenenwagen wurde er in das Gefängnis zu­rückgebracht.

* * Bienenzucht. Bei der am 19. d. MtS. im Restau­rant Bauer in Gießen stattsindenden Bicnenzüchterversammlung für Gießen und Umgegend wird der in Jmkerkreisen bekannte und als Imker bewährte Lehrer Hensel-Hirzenhain über den Vieretager als Zucht- und Honigstock referieren.

* * Aus dem Bnrea " d" s S t a d t t h e a t er s. Es ist von vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen worden, die Direktion möge noch eine Aufführung von Kadelburgs liebenswürdigem Lustspiel »Der Familien tag* veran­stalten, das bekanntlich allgemein angesprochen hat. Da im regelmäßigen ^lbonnement eine solche Vorstellung sich nicht ermöalichen läßt, so ist für Montag eine letzte Aufführung der Novität außer Abonnement angefetzt worden. Doch haben etwa noch ausstehende Blocklüllets zu dieser Vorstellung Giltiakeit. Am Sonntag ist Benefiz für Herrn Karl de Giorgi. Diese Vorstellung geht als Abonnements- vorstellung in Szene. Dienstag den 21. d. Mts. sindet eine einmalige Aufführung vonAlt-Heidelberg* zum Vorteil von Frl. Marg. Ruf statt.

" DaS Vromenadenkonzert sindet morgen, Sonntag, um 12 11 br in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. OuvertüreFrau Luna*, von Lincke. 2. Martin-Walzer, von Zeller. 3. Finale ausAida", von Verdi. 4. A.-M. 206, von Trenkler. Nachmittags konzertiert unsere Negimentskavelle im Philosophenwald.

" Tie Einrichtuna des DampfersHamburg", mit dem der Kacker seine Mittelmeerreise antritt, besitzt außer den aestern erwähnten A'iSstnttungen auch eine größtenteils m Neusilber aearbeitete B a de ei n r i chtun g für Süß- und See,vaster nach dem Svstem H. S chaffftaedt-Gießen, die auch von diestr Firma für den Dampfer geliefert worben ist.

** Das RestaurantGroß Herzog* ist nach einer Anzeige in unserem heutigen Blatte vollständig neu eingerichtet und wieder eröffnet worden.

" Von der Kanalisation. Mit der weiteren In- anariffnabme der Arbeiten für die Klärbecken wird sofort wieder begmmen werden, sobald daS Hochwaster abgenommen hat. Die Pläne für den letzten Teil der Sielbauten für das Settersbergviertel sind jetzt fertiagestcllt.

n. Friedberg, 18. März. Oberbaurat Schm ick kaufte in der Gemarkung In Heiden 10 Margen Wiesen für 25 000 Mk. an, die, da vorzügliche Ouellen sich darin befinden, d'e in die S a m m e l w a s s e r t e i t u n g in der Wetterau (wovon wir schon berichtet habenh einbezogen werden sollen.

Darmstadt, 16. Marz. Am Fastnachtsdienstag steckte sich das dreijährige Söhnchen des hiesigen Theatermaschinisten Otto ein kleines rund > Glöckcken in die Nase. Tie Mutter eilte mit dem Kinde zum praktischen Arzte Dr. Vaupel und dieser versuchte, als es ihm nicht gelingen wollte, den

Fremdkörper auf andere Weife aus der Rase zu bringen, ihn nach hinten in den Nachen dnrchzustoßen. Dabei geriet der Gegenstand aber in das Siebbein und verursachte so eine Verletzung des Gehirns. Obwohl das Glöckchen sich' alsbald von selbst löste und durch die Speiseröhre auf natür­lichem Wege abging, starb das Kind schon am dritten Tage. Aus die Anzeige des Vaters hin wurde eine Obduktion der Leiche vorgenommen. Auf Grund des Sektionsbefundes und weiterer Erhebungen wurde nunmehr gegen den behandelnden Arzt Dr. Vaupel die gerichtliche Untersuchung ein»' geleitet.

Worms, 17. März. Die Anklageschrift ist beute Domprovst Malzi zugestellt worden. Sie lautet aus Körperverletzung in idealer Konkurrenz mit Nötigung, be­gangen an einem Volksschüler; ferner aus Sittlichkeiksvergehen an einem 13jahrigen Mädchen im Sinne des § 176, Abf. 3 des R.-Str.-G.-B., und an einem anderen Mädchen im Sinne des § 174, Abf. 1 des R.-Str.-G.-B. Die Verhandlung gegen Malzi wird schon in nächster Zeit jedenfalls Ende März oder Anfang April vor der 2. Strafkammer in Mainz stattsinden. /W. ZtaO

Artieiterßctofflunfl.

Leipzig, 17. M6rz. Eine stark befuckte Schneider- Versa mmlung beschloß, am Motrtoa d'e Arbeit nieder- znlegen. falls i^re Fcrd^r^no m»f Crrfob-m* d^s Stücklohnes nnd N-N"l"^7^ S-v 01-'' -'1 füllte

Gießeirer landwirtschaftlicher Wt^terdicnst.

^Ro"<iii9fi<Jhtüd)c Witterung in ideNen für Somstcm, ben 19. Marz 1905: Rack trüber milderer Nacht und germaem' Regen wieder mckheiternd und trocken, tagsüber ein wenig kühler.

Näheres Htrcft die Eie^ener Wetterkarte.

Ariginat-Dmirimesdungen.

Bom Kriege.

London. 18. März. ,.Morning Post" meldet ans Sbmghat nn*-mn 17. März, daß Ehaörchen d'irch Er^-'ß tnr ckine» fischen Reaienma znm Virekönig in der Mandfcknrei ernannt wurde. Ed^örcken hatte mst dem javaistschen OVevmbten 'N Vek-'na rmc Unterredung: er wird unverzüglich nach Mul­den abreisen.

Paris, 18. März. Zwischen t>'r javanischen Reaienmg und efnem^ amerikanischen Konsortium soll ein Ver­mag abaeschlossen worden fein, durch bm Japan pekuniäre Mittel znr Fortsetzung des Krieges erhalten hat.

Petersburg, 18. März T,'e Absetzung Kurovat- k i n s erfolgte nach ein"m sachlichen Vorträge, den General T'-agom'>ew dem Z^ren über Overationen des ^h"^i"niandos h'elt. Er h-apfchnet darin als einm großen Fehl-^ Kurov<7t- kins bauptsächtick die mangelhafte Eneraie in der Ent- ^>ick-stmg einer Off"'ve sowie d^s fortwährende Um­stoßen s"iner Vläne. Der Krieg soll unter allen!. Umständen fortgesetzt lnorden, so wünscht es jetzt der Zar. Neue Mobilisationen stehen bevor.

Paris, 18. März. Wie aus Petersburg gemeld"t wird, ve^ant-t NrH, daß h^r Z"r Knrovatkin telegravh-sch er-, stickt Hobe, seine Befehle in Frkut^l abzuwarten. W>e guter O.nelle mitgetzeilt wird, ist 'tck- Eventualität eines Frie­densschlusses in Zarskose Selo in e^iste Erwägimom' aezaaen worden, da man sich "dort ist, welch großen Gefahren das Reoim" im Innern ausgesetzt ist.

London, 18. Mär; DieTsmes" m-tvot a-"s Petershura: Von aut informierten Personen werb' versichert, daß ent Waf- fenstillstand demnächst ahgeschli'ssen tverhe, nm Friebens- erb''rreit zwischen russischen und japanischen Delegierten zu ermöglichen.

*

P. P. Darmstadt, 18. März. Die standeslnnodeae- nebmigte beute die Geletzentwürse befr. bie Ruhegehälter der ei st­ück en, ferner befr. die allgemeine aeibliche Witwenkasse. Sie er­klärte steh einverstanden mit der Einführung von Diäten für bie am Orte ansässigen Dekanatsmitglieber. Die Vorstellung bc§' Pfgrrers i. P. Hofmann in G i e st e n fein Ruhegehalt betreffend wurde a b g e l e h n t. Naeh längerer Debatte wurden Bestimmungen wegen fckarier Beobacktnng der S o u n t a g s r u h e anaenommen., Pfarrer S t a m m-Stockstabt hat einen Antrag eiugebracht anst Aufhebung des Pgraaravhen befr. die Ausübung der Kreisschul- inspektiou durch Geistliche.

Breslau. 18 MäT-z. In W-ickerau wurde die Dienst­magd des Gastwirts Hamvel, die 600 Mark in Lotterig gewonnen hatte, von ihrem eigenen Dien st Herrn ei* mordet und b-ranstt. Der Mörder wurde verhaftet.

Dresden, 18. März. Nebereinsnmmend-m sächsischen Wät- t^rmeldungen zufolge ergab die von b'm Anhängern der Gräsin M o n t i g n o s o in Umlauf gesetzte Z e i ck n n n g s l i st e für. die durch die Sperrung ihr-t A^an^ge nckttcllos "pwortz^ne Gräfin, bis gestern nckttgg über 4000 Zeichnungen in Höhe von 41 000 Mark. Die Liste wird fortgesetzt.

S p e i e r, 18. März. Der Bischof Dr. v. E h r l c r ist heute früh a eckt o r h e n.

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Telephonischer Kursbericht.

i-'

3/s°/o Reiohflanleiho . . 101 80

3Vn do. ... 90.50

Konsole .... 101.95

3°/n do.....90.50

iVo0/-. Hessen .... 100.95

3V? % Obnrhessen . . . 99.70

4% O^sterr. Goldrerfe . . 102 35 41 r9» Oesferr. Silbnrrente 101.45 4% Untrar. Holdrento . . 100.30

4°/ haben Bente , . . ]05.40

4, % Porfn-xieser . . . 67.00

0/ porhi^;pßrn.....67.30

1 % C. Türken ..... rnrkenloso ..... 135.40 4° o brech. Monopo - Anl. 52.20 4*'.% äussere Artrenfiner 45 40

nwifc f rrt Ä, z-., 1g. März.

S°/b Mexikaner .... 85.60 4Vo*7-, Chinesen . , . . 95.nO Plncfr'e.)ckort . . . 140 00 Nordd TJoyd . . . . 117.20

Kmditekfien . . , . 212 80

Diskonto-Kommfindit. . . 191 20 Oarmstadtnr Bank . . 143.00

Dresdener Bank . . . . 157 80 Beriner Hnndolßffes . . 162 00 Oesferr. Staab<bah:i . « . 141 OQ T>ombar<ler. .....17 30

Gntthar-Ibahn , » . . . 101 25 T.anral litte..... 264.00

Rnchnni . . . . . 243.75

1'arn-'ner . ... 210 20

Staat^chatzscheine . . .

Tendenz schwach.

Kleesamen

garautiert seidesrei, sowie sämtliche Sorten

Genlüse-, Feld-, Gras- und

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Telephon 262. 17 Marktplatz 17. Gegründet 1826.