Ausgabe 
18.2.1905 Erstes Blatt
 
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Ausstande.

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Man verlange Preislisten nnb 9lbbi(bnnoen,

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©lau verlange ausdrücklich Suppen (SchutzmarkeKreuzsteru").

erregt Eindruck und es -eigt, daß der Zar Einherttichkett in das Ministerium bringen wckll. Er soll auch planen, den Posten eines Vizepräsidenten des Ministerium s

Petersburg, 17. Febr. 28 000 Arbeiter, acht großen Fabriken angehörig, sind heute in den Aus st and ge­treten.

K a t t o Mi tz, 17. Febr. Aus Tomsk meldet man der Kattotv. Ztg.", daß am Bahnhof bei einem Zusammenstoß zwischen Streikenden und Militär 20 Personen ge­tötet und 40 verwundet worden seien.

Krementschug sGouvernement Poltawa'), 17. Febr. In den Tabakfabriken und Druckereien, sowie in den anderen Fabriken wurde die Arbeit nieder­gelegt. In den Straßen herrscht Ruhe.

Lodz, 17. Febr. (Petersb. TN-Ag.) Während der drei Wochen, die der Ausstand dauert, sind bei den Zu­sammenstößen mit den Truppen getötet worden bezw. an ihren Wunden gestorben 5 Personen, verwundet 8 Personen. Die Zahl der in den Nachbarorten Ge­töteten beträgt 10, die der Verwundeten 33.

Lodz, 17. "Febr. In der Fabrik Vosnanski sand ein Zusammenstoß zwischen Militär und Arbeitern statt, wobei 7 Personen erschossen und viele verwundet wurden.

Krakau, 17. Febr.Ezas" meldet aus W a r s ch a u : Nach den letzten Unruhen wurden massenhaft Hin­richtungen vorgenommen. Im vierten Polizei­bezirk wurden 20 Personen an eine Mauer aufgestellt und erschossen.

Odessa, 17. Febr. In dem Städtchen Sarnitzikn un­weit Datum um-ingelten 300 streikende Arbeiter den.Bahn­hof und zwingen das gesamte Bahnhofspersonal, in den Ausstand zu treten. Vom Babnbof" zogen die Nuhestörer nach dem Städtchen, wo sie die Geschäfte auf dem Markte demalie^t^n und die Pasi^nten plünderte n. Di e. kwrbei- geeilte Polizei konnte nichts gegen die Arbeiter ausrichten. Während der Unruhen wurde der Polizei meister von angetrunkenen Bauern angegriffen und mit Steinen bombardiert, bis er tot zu Boden fiel. Das Städtchen wurde daraus an allen vier Ecken angezündet und vollständig nieder gebrannt.

Die Frauen richteten an die Kaiserin eine Adresse mit vielen Unterschriften, in der die Kaiserin gebeten wird, dem Kaiser die Notwendigkeit vorzustellen, Rußland aus dem Unglück zu retten.

Prinz Friedrich Leopold von Preußen traf am Freitag mit Begleitung in Zarskoje Selo ein. Am Bahnhof waren zum Emvfang erschienen der Kaiser, )ie Großfürsten Wladimir, Andrei Wladim'rowitsch, Kon- tantin Konstantinowitsch nrtb Peter Nikolg.jewftsch, der deutsche Botschafter Graf Alvensleben mit den .Herren der Botschaft ii. a. Ter Kaiser und die Großfürsten hatten preußische Uniform und ihre preußischen Ordert angelegt. Als der Zug einlief, spielte ein Musilkorps die deutsche Hvmne. Der Prinz, in Uniform seines Libauer Infanterie- Regiments, stand grüßend am Fenster. Kaum hickt der Zug, als der Prinz auf den ihm entgeaengebenden Kaiser zuschritt, ich bei ihm mildete und einen Brief überreichte. Tie Begrüßung des Kaisers und des Prinzen war äußerst herzliche Ter Kaiser und der Prinz bestiegen den Wagen und fuhren nach dem kleinen Alexander-Palais, wo er Wohn­ung nimmt. Um 2 Uhr fand im allerengsten Familien- kreise Frühstück statt.

1.802,20 Mk., Gänse vr. Md. 5565 Pfg., Ochsenstesich nr. Pstmd 7080 Pig., Kn5- nnb Rindfleisch vr. Mund 6268 Psg., Schweine- üeisch vr. Pinnd 6072 Psg., Schweinefleisch, gefabelt, vr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch vr. Psd. 7074 Psg., Hammelfleisch vr. Psnnb 5074Pia. .Kartoffeln vr. 100 Kg. 6,006,50 Mk., Zwiebeln vr. Zrr 8,0010,00 Mk., Milch per Liter 18 Ma., 9lenfef per Zentner 0 bis 0 Rkk., in Körben 0000 Ma. Nüsse 100 St. 00-00 Psg. Zwetschen ner Zentner 0.000.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.100.15. Markbeit 82 Ubr.

Arßeiterbewenunq.

Mons (Belgien), 17. Februar. Bis setzt ft r e i f e n 2 7,0 0 0 Ber aarbeit e r. Fast die ganze Belegsehast aller Gruben. Die Angriffe und Belästigungen gegen Arbeitswillige bauern fort. Hauptsächlich spielt Dynamit die erste Roste. Gestern wurden in Bouverin drei Dynamit Patronen vor den Wobmmgen von Arbeitswilligen .zur Explosion gebracht, ohne jedoch er­heblichen Schaden anmrichten. ,

Zur Laqe in Äußk.ind.

Der Zar als Ministerpräsident.

Petersburg, 17. Febr. sW. B.) Tie Blätter melden aus Zarskoje Selo, daß gestern dort die Semski- Sobor-Frage beraten worden ist. Hierzu verlautet zu­verlässig, daß in der gestrigen Mi nister b er a tun g unter Vorsitz des Kaisers, an der auch die Minister Witte und Murawjew teilnahmen, die Frage der Umwand­lung be§, sich nur ab und zu versammelnden Minister- komrtees m eine ständige Institution beraten wurde, in der aber nicht der Grund gelegt werden soll für ein ver­antwortliches Ministerium. Ten Vorsitz wird entweder der Kaiser oder der Präsident des Ministerkomitees fi'ihren.

Der Zar schloß den Ministerrat mit den Worten:Wir /verden uns jeden Freitag sehen." Tiefes Novum

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200 Zimmereiurichtnugen stets lieferfertig vorrätig.

nacht 1 Uhr, etwa 3 Kim. vor Gießen, mit 30 Achsen ent­gleist. Personen wurden nicht verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. Der Personen-Verkehr wird durch Umsteigen an der Unsallstelle ausrechterhalten. Die Betriebsstörung dauert voraussichtlich ®/4 Tag.

-b- Der Großherzog als Pate. Folgende reizende Geschichte wird uns berichtet: Am Tage des Fackelzuges zu Lich kamen zu dem Einsender dieses Schreibens, bent früheren Pfarrer zu Oberbessingen, zwei Bürschchen von da mit einem Brief ihres Lehrers und wünschten, dem Großherzog zu gratulieren. Aus meine erstaunliche Frage, wie sie dazu kämen, sagte der kleinere, strahlenden Angesichtes: der Groß­herzog ist mein Pötter! Nun war mir alles klar; vor 11 Jahren wurde dem Gemeinde-Schäfer zu Ober-Bessingen ein Zwillingspärchen, der 6. und 7. Junge geboren, und der Großherzog nahm damals das Patenamt bei dem 7. Buben an. Wir begaben uns ins Schloß und ließen uns melden; die rotbackigen Jungen in ihren festen, frisch mit Fett ge­tränkten Nägelschuhen, der Pate besonders geschmückt mit einem ächten OberhessischenPalentin". Die Jungens machten große Augen ob ast der Pracht. Das Großherzogliche Paar nahm sie sehr freundlich auf und erkundigte sich nach ihren Eltern und Verhältnissen; besonders erregte es des Herrscher- paares Interesse, als es hörte, daß die Eltern nach der ein. zigen Tochter mit 9 gesunden Buben nach einander gesegnet worden seien. Hochbeglückt verließen die beiden Jungen Ernst und Ludwig das Schloß.

* Oberhessischer Geschichtsverein. Der Vor­trag, den Prof. Dr. Collin am Donnerstag hielt, behandelte die Zeit, in der das Studententum in Gießen und aus manchen anderen deutschen Hochschulen sich auf einer denkbar niedrigen Stufe befand, die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zu den schlimmsten Vertretern einer schlimmen Epoche gehörte F. C. Laukhard, der seiner wenig ehrenwerten Persön­lichkeit eine gewiße traurige Berühmtheit verschafft hat durch die Abfassung einiger satirischer und autobiographischer Werke. Der Redner schilderte auf Grund dieserConsessions* das Abenteurerleben des Pfälzer Theologen, sein wüstes Treiben in Gießen und Halle, das kurze Intermezzo als Seelenhirt einer kleinen Dorfgemeinde, seine Kriegsjahre in Frankreich, wo er mit knapver Not der Guillotine entging, und sein kläg­liches Ende in Kreuznach. Die außerordentliche Belesenheit und die vorzügliche Kenntnis der Kultur des 18. Jahr­hunderts, über die der Vortragende verfügt, befähigten ihn, die Lebensbeschreibung des einzelnen Mannes zu einer geist­vollen Skizze der ganzen Epoche werden zu lassen, die ja auch zu denen gehört, dain der Menschen Seele kämpft, was wird und war". In der Debatte, die sich an den gut besuchten Vortrag anschloß, konnten die Nachrichten über den Tod Laukhards noch ergänzt werden.

* Das Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag, um V212 Uhr, in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. OuvertüreStradella" von Flotow. 2. Martin-Walzer, von Zoller. 3. Finale auSA'ida", von Verdi. 4. A.-M. Nr. 9.

** DerEvang. Kirchengesangverein wird morgen in der Johanneskirche im Hauptg otteS dienst mitwirken und dabei, außer dem schon bekanntenWie schön leuchtet der Morgenstern" im Vachh'chen Satz, das alteHerr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott" von Paul Eber (15111569) im Satz von Ph. Wolfram fingen.

t. Ha ttenrod, 17. Febr. Gestern verschied hier bet Schmiedemeister Georg Krug infolge Blutvergiftung im 33. Lebensjahre. Krug glitt in der vorigen Woche bei seiner Arbeit aus, stürzte und verletzte sich am Nasenbein. Hierdurch soll nach Feststellung des Arztes Giftstoff in den Körper gekommen sein. Er hinterließ eine Frau mit zwei kleinen Kindern. Unsere Gemeinde verliert in ihm einen braven, fleißigen Handwerksmann.

Die Handelsvertragskommission

Geriet am Freitag die Resolution Heyl zu Hernsheim, welche den Reichskanzler ersucht, das Meistbegünstigungs­verhältnis zu jenen Ländern zu lösen, bei denen er­fahrungsgemäß ein solches Verhältnis nachteilig gewesen ist, und darauf hinzuwirken, ba£ mit solchen Ländern reine Meistbegünstigungsverträge nicht mehr abgeschlossen werden. Frhr. v. Heyl begründet diese Resolution, wobei er unser Verhältnis zu den europäischen Ländern, sowie zu Argentinien und die ungünstige Lage unseres Handels mit den Vereinigten Staaten bespricht. Staatssekretär Graf Posadowsky gibt darauf längere vertrauliche Darlegungen, auf welche eine vertrauliche Diskussion folgt, deren Ergebnis die Zurück­ziehung ber Resolution ist.

Die Kommission hat sodann sämtliche sieben Handelsverträge der Reibe nach mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des Abgeord­neten Gothein (frs. Vg.) angenommen. Die Abgg. Kämpf (frs. 93p.) und Wolff (wirtsch. Vg.) stimmten für die Ver­träge. Einige Zentrums-Abgeordnete stimmten teils für teils gegen einzelne Verträge.

Für die bei den Handelsvertrags-Verhandlungen be­teiligt gewesenen Beamten sind Ordens-Verleihungen und sonstige Auszeichnungen in Aussicht genommen. Unter anderem soll Staatssekretär Graf Posadowsky eine be­sonders Hobe Auszeichnung und Staatssekretär Freiherr von Richthofen den Rang und Titel als Staatsminister erhalten. Die zweite Lesung im Plenum soll am nächsten Montag beginnen und Dienstag beendet werden. Ob sich die dritte Lesung gleich anschließen wird, steht noch nicht fest.

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Gießen, den 18. Februar 1905.

Ein Oberprimaner des hiesigen Großh. Gym­nasiums schreibt uns:

Aus Anlaß ber Voraänae im bestücken Landtag haben die Schüler ber oberen Klaffen des hiesigen Gymnastnms aus eigener Initiative ihrem Direktor, Herrn Geheimrat Prof. Tr. Schädel, einen F a ck e l z u g a n g e t r a a e n , der jedoch a b - gelehnt wurde: das ei n mutige Z u s a m m e n g e h e n aller S ck ü l e r ist gewiß ein schlagender Gegenbeweis aeaen die Behauptung, das Vertrauen der Schüler zu ihrem Direktor fei e r s ch ü 11 e r t.

Vielleicht gibt auch diese Mitteilung dem Herrn Dr. David und seinen dunklen Hintermännern zu denken. Jeder Vorurteilsfreie ersieht jedenfalls daraus, daß das Gerede von Animositäten und bergt, am hiesigen Gymnasium ein grober Unfug ist, daß vielmehr die Schüler des Gym­nasiums überzeugt sind von der Unantastbarkeit ihres Direktors, dem es heiliger Ernst ist mit der Erziehung ber ihm anvertrauten Jünglinge, und dessen bezwingende Freund­lichkeit und wahrhaftige Offenheit die Väter unserer Gymna­siasten nach den Tagen Schillers doppelt schätzen.

** Eisenbahnunfall. Der heute morgen 1 Uhr hier fällige Güterzug 7530 ber Strecke Fulda-Gießen ist hinter der Provinzial-Siechenanstalt entgleist. Vom Personal wurde niemand verletzt, da sich die Bremser durch Abspringen retten konnten und die Lokomotive mit dem vorderen Teil des Zuges auf dem Geleise blieb. Die hinteren Wagen, teils leere Lowris, teils gedeckte Güterwagen, sind aufeinander ge­fahren und bilden ein wüstes Chaos von Holz- und Eisen- teilen. Die hölzernen Wagen wurden wie Streichholzschachteln zertrümmert. Mehrere mit Sand beladene Wagen sowie ein Petroleum-Tankwagen liegen auf der Seite. Eine Anzahl Tele­graphenstangen wurde umgriffen. Die Leitung wurde über provisorisch im angrenzenden Felde aufgestellte Stangen ge­führt. Die Aufräumungsarbeiten werden voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen.. Da die Bahn nur eingleisig, wird ber Personenverkehr durch Umsteigen aufrechterhalten. Die Postsachen werden an der Licher Straße verladen. Von ber Großh. Betriebs-Inspektion Gießen I ging uns folgende amtliche Meldung zu: Güterzug 7530 von Fulda ist heute

,on MAGGI8

Die Großfürstin.

M oslaii, 17. Febr. Großfürstin Sergins bc- sich in dem Augenblick, osS der Anschlag auf ihren G-nE misgtfibt würbe, in ihrem Arbeitszimmer tm Kreml und »ar mit de r Verstellung bon Liebesgaben für b>e O N f e r d c s Krieges 6ridia tigt Egurnagc war bernts vor gefahren, weil die Grostfuntm nach hem Same des Genera, qouvemcnrs fahren wollte, um mit ihrem Gemahl, bei srcy coen falls dorthin begebeu wollte, zusammen zutreffen.

Ilm 4 Ubr nockmittags wurde m Gegenwart der ®ro 4ur hn Sergius und aller Militär- und Zivilbehörden der erste trauer gottesdienst abgchalten.

Au? Darmstadt schreibt unser dortiger Redakteur:.

Tie entsetzliche Ermordung bringt üWr nmae Gl ck uns x . Land'-sberrn gleich wieder einen tiefen Sojattcn. .v.... der Großherzog ist von der heute in der ans Petersburg ein getroffenen Tran erkunde oufstt eilte erschüttert worden. .Heute abend sollte tm H o ftbe a t i aus Anlaß be- dauernden Einzugs der Großherzogin tn bie Reu­den z die Festvorftellnng sein, zu der sckwn lange vorhr kein Platz mehr zu haben war. Nam Emptang der ^ackwtckt ließ di-r Gwßherzog sofort sein und feiner Gemahlin Ersinnen zu ber Vorstellung absagen und kurz darauf ordnete er an, daß über- hmivt feine 93 o r ff e l Iu n g stattfinden und das Hoftheater h^ute «er. solle d t telegrafiert: Aus

Anlast des Todes des ©rc^fürffen Sergius wurde fiter eine Hoftrauer von 4 Wochen atigeordnet. brn

Beisetzungs feier lichkeiten «wird vorauchtchtltch noch heute Frhr. v. Riedestel abreisen.

Nickt selten (mb die beiden Schwestern des Grost- Herzogs, die Zarin und die Erostfst rstin Sergius, ans ihrem neuen Vaterlande zum Besuche ihres Bruders IN das alte zun'ckgekchrt. Auch der. Zar und Mrostbirst Serwr- waren hier oft zu Gast, zu etzt im Serbst des Jahres 1903 at5 die Sockzcit der Piinzesiin Alice von Battenberg mit dem Prinzei7 Andrea^ von Griechenland einen ganzen Kongreß von Mitglieds reaBrender Säus"r in Darmstadts Mauern ver^niate weilten das 'Zaren- und Großfürstenvaar ganze lecks Wochen am hessischen Hofe. T-a fab man. so schreibt man beute der^r 3tg.", die Fürstlichkeiten sich auf der Straße und im Theater so una-zwimaen und frei beweaen. daß man wodl Gelegenheck sand einen Eindruck von ihren Persönlichkeiten zu erhaschen. Der Z a r , eine schmächtige, nnckelaroße Erscheinung, voller B"weol,ckkeck und von gewinnender Lickenswürdigkeit. Ter Großfürst Sergius, eine hotze bagrrc Gestalt. Der Gang hotte etwas Hastiges, die ganze Haltung und der Ausdruck des blassen Gesichtes verriet Nervosität und ließ eine gewisse Verschossenheit vermuten. Mer wie fein viel jovialerer kaiserlicher Neffe, interessierte sich anck Großfürst Sergius lebhaft für die deutsche Kunst, besond-ws ffir die aufstt"b^nde Darmstädter tun ft geto er b- liche Bewegung. Manche Bestellung gelangte vom russischen Hofe aerobe an die Mitglieder ber n ft l r r f o 1 n n i e: Architek­tonische Entwürfe, plastische W-'rke, keramische Arbeiten unb Er­zeugnisse der modernen Goldschn^iebeknnst wanderten in reicher Fülle nach dem Osten in die kaiserlichen Paläste, sind wie ein Dokument für diese Beziehungen, steht auf b~r Mathi^denböbe mit den Häusern der Künstlerkolome in orientalischer Farbenpracht eigenartig kontrastierend, die russische Kap'll-. An d--m Gottesbi.'nst. der in dieser Kavelle stets während der Anwesenheit des ruftiHucn Hofes abgehalten wurde, nahm Großfürst Sergius mit beson­derem Eifer teil. Noch jüng>t war er mit seiner Gemahlin zu d^r Hochzeit be§ Großherzogs erwartet wordm. Ab"r die schweren Zeiten im eigenen Lande ver^'t^tten die Reise. Ob nun Wohl nachdem ihr Gemahl den Revolutionären zum Opfer, gefallen, ist. die kinderlose Großfürstin Ielissaweta Fe^dor^wna, die einstige Prinzessin Elisabeth, in da s Hessenland zurück­kehrt? Hier brmnt man ibr, wie ihrer Schwester, der Zarin,

Neue 3proz. hessische Anleihe. Ter Restbestand der neuen hessischen Anleihe, der sich noch in erster Hand befand, ist soeben ausverkauft worden. Ter Kurs stellt sich auf 88 Proz. bez. u. Geld. TieVoss. Ztg." hört dazu noch, daß ein erstes Bankhaus den Restbestand übernommen hat.

Märkte.

kttzicßen, 18. Febr. Marktbericht. heutigem Wockeumar^ kosteten: Butter vr. Plb. 0.951.00 Mk.. Hühnereier 1 St. 89 Psg., 2 Stek. 1500 Psg., Eänseeier 0000 Pig., Enteneier 70 Pig., Käse

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-c ist deren bequeme und rasche Man

" braucht nur Wasser (keine Fleischbrühe, kein Salz), da die Suppen alles Nötige in vollendeter Güte bereits enthalten. Ein Würfel zu 10 Pfg. gibt 2 gute Teller.