155, Jahrgang
Zweites Blatt
Ri?. 271
General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Sieben
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nach Abzug von Es starben an: Zusammen:
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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
S?o'-anHstchtliche Witterung in Hesten für Samstag, den 18. November 1905 Zeitweise beiter, höchstens ganz vereinzelt, leichter Schnee. Verstärkling des Frostes, besonders nachts.
Näheres hnrch die Gießener Wetterkarte.
^scheint ttgltch mit Ausnahme des Sonntag«.
Die „•Itfcentr ZamillendlStter" werden dem »Anzeiger piermal wöchentlich beigelegt. Der ^esstsche tantroUt4* «scheint monatlich einmal.
Summe 5 2)
ENE NW
Kunst und Willenlchait.
Frankfurt a. M., 16. Nov. MS „Othello" berat*- schiedete sich gestern abend Adalbert Matkowskh vom hiesigen Publikum. DcS Künstlers geniale Auffassung biefcr Nolle zahlt zu dem Besten seiner großen Kunst. Das zahlreich erschienene Auditorium dankte durch Dlumensvenden und reichen B-eisill, in den sich der Gast mit Fräulein Rosner, die eine vorzügliche Leistung als Tesdemona bot, teilen konnte. Auch die übrigen Mitwirkenden boten Gutes und konnten über zu, karge Anerkennung nickt klagen.
2 *G"- If SÄ
Freitag 17. November 1905
Rotationsdruck und 93 erlag der Brüh licke« UnioerstlätSdruckeret. R. Lange, Gieße».
Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.U.
Tel. Nr. 5L Telegu-2l0t.; Sllizeig« Gieß«.
Meteoroloais^e Beobachtungen
der Station (Niesten.
16. November —
16. , —
WäzrLtlitkKkbkrß^t irr IcbrsfäUr in feft Slnbt Siegt»
39. Woche. Vom 24. bis 30. September 1905.
Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkt. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitszisser: 9,28
Deutsche» Reich.
Berlin, 16. Nov. Der Kaiser nimmt auf der Rück- ■ «ife von Donaueschingen nach Kiel am Freitag abend in Baden-Baden einen 21/iftünbigen Aufenthalt zum Besuch heg GrostherzogpaareS.
__ Dem bayrischen Gesanbten Grafen v. Lerchen» selb wurden heute zu seinem 25jährigen Jubiläum zahl» reiche Ehrungen zuteil. Staatssekretär v. Richthofen gratulierte im Namen beS Auswärtigen AmteS. Heute abend fand im Kaiserhof ein Festmahl mit Ball statt. Der Reichs» karr zl er brachte einen Trinkspruch auS. Es gebe wohl kaum, so sagte er, einen Posten, der für den Zusammen» hallt und das Zusammenwachsen des Deutschen Reiches so wichtig sei, wie die Stellung deS Vertreters des rweitgrößten Bundesstaates in Berlin. Jeder wisse, wie sehr JiSmarck namentlich die fortschreitende, vertrauensvolle An- nßhiening zwischen Nord und Süd am Herzen lag. In der Bevson deS Jubilars hätten Bismarck und besten Nachfolger für die Erweiterung und Vertiefung des politi- jd)tn Einklanges zwischen Berlin und München einen hochgeschätzten Mitarbeiter gefunden. Redner selbst, der das stesthalten an den föderativen Wurzeln unseres rationalen Lebens als ernstes Vermächtnis des groben Kanzlers betrachte, sei gewiß, auch in besten Sinne zu sprechen, iremn er an dem heutigen Ehrentage des bayerischen Diplo- niatcn in Preußen das langjährige verdienstvolle Wirken des Wen Leichenfeld anerkenne. Der Reichskanzler schloß mit einem Hoch auf den Jubilar, seinen hochverehrten, lieben stn und, dem er eine lange, ehrenreiche Fortsetzung seiner Laufbahn wünsche. Gras Lerchenfeld erwiderte, er sei beschämt über das viele Gute, das der Reichskanzler über ihn gefügt habe. Er könne nur sagen, wenn er oft nicht genügt hab« in seinen Werken, so habe er doch den guten Willen gehabt, seine Aufgabe zu erfüllen, eines der kleinen Bänder zu jein zwischen Preußen und Bayern, dem Reich und den 8)unbe9flaalen.
— Tie ,Nordd. Allg. Ztg.* schreibt: Die besonders
Stillte m und Umgeyuüü. n Jru Dr. tzetltid so jehr rmpIchL o|d)üre: littet der Ko* der Arbeiters in unjerrrBerlaM liiglieDtr gratis ab. inpiehlen bi'eftlbt i: n tieadjhmg und tu anwenbung baiati. anz bejonberi VMM ic 4. Seile beS Uniu,.; > L Tezembrr ab iwr!« fauisjltlltii, Ufttm.j i 'olflraßt 81, miliiJ -17, Ut)t gefchch» iitayw \\i«.? Mjtt X \)\S> 1 Uhr
KiristliEe Nachrichten. Evangelische Gemeinde.
Am 22. S o n n t a g nach Trinitatis, den-19. November. (Sottrsblrnfl.
In bcr Stadtkirche.
Vormittags 9</2 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. .
Vormittaas 11 Uhr: Feier des heil. Abendsmahls für bte Militärgemeinde. Pfarrer Eule r.
Nachmittags 21/, Uhr: Kinderkirche für die Diatthausgememde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. .
Abends 8 llür: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgememde. .
Mittwoch, den 22. November, abends 6 Uhr: Vereinigung, der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeiude. „
Donnerstag, den 23. November, abends 8 llbr, im Matthau«» faal, Kirchstraße 9: B i b e l st u n d e. (Ostend. Joh. Kap. 1, 48.
Pfarrer D. schlosser.
Samstag, den 25. November, findet zur Feier des Geburtstags Sr. Kal. Hoheit des Großherzogs ein gemeinsamer FestgoUeS» dienst für Militär und Zivilgemeinde statt.
Pfarrer Euler.
In der Iohanneükirche.
Vormittag? 9'/, Uhr: Piarrasfistent Sattler.
Vormittags 11 Uhr: Kindergoltesdienst für die Johanne«» gemeinde. Pfarrastistent Sattler.
Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. m l n
Montag, den 20. November, abends 8 Uhr: B < belstunde imKonfirmandensaal der Johanneskirche. Briefe an die Thestaf onich«.
Pf-rrasfistent Sattler.
Nächsten Sonntag, den 26. November, nachmittags 2 Uhr wird zum Gedächtnis unserer Entschlakenen ein Gottesdienst in der alten Friedhosskapelle gehalten werden.
2 Ortsfremden: 5,57 "Z™.
Kinder
Erwachsene: im vom
1. Lebenswahr: 2—15. Iahe
wah] •» ,T68ib6t
i* Krau88e.
zugegangen ist und er gegebenenfalls den Rekurs weiter verfolgen wirb.
? Gedern, 16. Nov. In einer hiesigen Wirtschaft gerieten mehrere an der Wasterkeitung beschäftigte Italiener in Streit. Der Polizeidiener wollte Ruhe stiften, wurde aber von einem der Beteiligten zu Boden geworfen und mißhandelt. Die GendanuerXe verbrachte den Täter in Untersuchungshaft nach Ortenberg.
Katholische Gemeinde.
Samstaa, den 1 8. N o v e m b e r 1905.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit jur. hl. Beicht. 1
Sonntag, d e n 19. November 1905.
2 3 Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
um 7 Uhr: Die erste heil. Meste, vor und m derselben Austeilung der heil. Kommunion.
r um 8 Uhr: Die zweite heilige Meste. MilitargotteS- dienst mit Predigt.
, um 9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nackmittaa? um 57, Uhr: Predigt, darauf Sakramentalifche,
Bruderfchafs-Andacht.
Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Biebesheim, Kreis Groß-Gerau. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Arheilgen, Kreis Darmstadt. Die Stelle des Kassiers bei der Sta atsschu ldenkasse.
** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Gestern abend hat Prof. Dr. Drew's den seinerzeit in Friedberg mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über Abendmahl und Dämonen, besten Inhalt der .Anzeiger" bereits skizziert hat, vor den Mitgliedern der hiesigen Ortsgruppe in entgegenkommender Weise wiederholt. Auch hier folgte eine große Zuhörerschaft mit gespannter Aufmerksamkeit den gelehrten Auseinandersetzungen, die von neuem die alte Tatsache erwiesen, daß Tradition und behördliche Anordnungen manchmal jahrhundertelang an Bräuchen festhalten, deren ursprüngliche Bedeutung dem Volksbewußtsein längst ent- schwunden ist.
** Der evangel. Arbeiterverein veranstaltet als Großherzogs-Geburtstagsfeier nächsten Sonntag im neuen Konfirmandensaale Liebigstraße 56, beginnend um 8 Uhr, einen Familienabend mit Darbietungen volkstümlicher Hausmusik, denen Erläuterungen deS Vereins- dirigenten Gernhardt vorauSgehen werden. Jedermann hat unentgeltlich Zutritt. Freunde guter Musik werden es dankbar begrüßen, daß der schöne Saal für solche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wurde.
- N o ch i mm er Mangel an Verkäuferinnen und Stenographinnen. Beim Stellennachweis des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte in Berlin laufen täglich aus den verschiedensten Teilen Deutschlands Nachfragen nach praktisch erfahrenen Verkäliferinnen ein, die wegen Mangels an Personal nicht befriedigt werden können. Auch an wirklich leistungsfähigen Stenographinnen mit guter Allgemeinbildung ist kein Ueberstuß. Die zunehmende Verwendung der Schreibmaschine in den geivcrbe- reichen Gegenden Tiittel- und Westdeutschlands trägt dazu bei. Notwendig ist freilich für eine Verkäuferin, baß fie wirklich Branche- kenntnis, »mb für eine Stenographin, daß fie neben Gewandtheit in der Kurzschrift und in der Handhabung der Schreibmaschine ein einwandfreies Deutsch schreibt und eine kaufmännische Ausbildung genossen hat. ,
Einkäufe vor Weihnachten. Wie m früheren fahren erläßt auch diesmal der Kaufmännische Verband für weibliche Angestellte einen Aufruf an das Publikum, die Weihnachtseinkäufe nicht bis auf die letzten Tage zu verschieben, sondern fie möglichst rechtzeitig und wenn irgend angängig am Tage zu machen, damit die Ueberanfirengung der Verkäuferinnen während der späten Abendstunden vermieden werde.
p. Lollar, 16. Nov. Zu der von einer oberhest. Zeitung gebrachten Mitteilung, daß der Rekurs gegen dieBürger- meisterwahl von dem KreiSausschuste abgelehnt worden fei und die Bestätigung des zum Bürgermeister gewählten Beigeordneten Schmidt nicht mehr lange auf sich warten ließe, ist zu bemerken, daß dem Rekurrenten ein Urteil noch nicht
schauten Wagen, in denen in allerjüngster Zeit Milch aus Löne mark über Gjedser—Warnemünde nach Berlin befördert wurde, werden seitens der beteiligten Deutschen kisenbahnverwaltungen als Kesielwagen angesehen, von den silnischen Bahnen auch als solche bezeichnet. Die Beförderung ainlrr Frachlberechnung deS Nettogewichts der Ladung mußte be§!)aIb beanstandet werden, da eine solche nur für die in bcin. Gütertarif aufgeführten Flüssigkeiten zulässig ist. Die W nähme von Milch in dieses Verzeichnis ist aber bisher vm keiner Seite beantragt worden. Wie wir vernehmen, handelt eS sich bei den dänischen Milchtransportcn nicht kizkntlich um Kesielwagen, sondern um, gedeckt gebaute "hüterwägen, auf deren Boden zwei Gesäße befestigt sind.
Losern, wie wohl anzunehmen ist, gegen den Uebergang der Wogen auf die deutschen Bahnen betriebstechnische Bedenken nicht vorliegen, ist ihre Beförderung nach dem Tarif nicht zu beanstanden, selbstverständlich muß aber, wie bei Wein- smdungen usw. die Fracht für die Gefäße, die nicht ein Teil les Wagens sind, bezahlt werden; für ihre Rücksendung ist sie halbe Fracht zu berechnen.
— Der Bundesrat hat heute die neue Steuer- noTlage angenommen, ferner die Novelle zum Gesetz betreffend den Unter st ützungS-Wvhnsitz.
— Nach einem römischen Telegramm deS .Tagebl." soll sie Kurie eS ab gelehnt haben, dem Wunsch der deutschen Katholiken nach einem dritten Kardinal zu kiillprechen. Diese Weigerung habe in Zentrumskreisen sehr verstimm t.
Kön igSberg, 16. Nov. Der .Hartungschen Ztg^ infolge ereignete sich in der heutigen Sitzung der oftpreu» F16 cb e n Pr o vinzi al sy on d e ein bemerkenswerter Zwischenfall. Bei der Beratung eines Antrages, der daS K ichenregiment ersucht, die evangelische Landeskirche wirksam gegen Geistliche zu schützen, welche die Autorität der heiligen Schrift und deS kirchlichen BekenntnisieS in der Gemeinde untergraben, verließen sämtliche Anhänger der liberalen Linken unter Protest die Synode.
Danzig, 16. Nov. Aus Anlaß des englischen sslottenbesuches auf der Danziger Reede machte der Honig von England dem Oberbürg ermetRer Ehlerß einen silbernen Tafelschmuck zum Geschenk. Die Ueiberrei(f)ung soll demnächst durch ein Mitglied der englischen Zctschaft in Berlin erfolgen.
Oldenburg, 16. Nov. Der Gorßherzog verlieh an Kinern heutigen Geburtstag dem Minister Ruh st rat das Lciädikat Exzellenz.
München, 16. Nov. Die Liberalen beantragen in ttr Abgeordnetenkammer gleiches Vereins- und 23er» jrnn m l ung S rech t für Frauen und Männer.
j. ober PrivaKM, t;'- e|iQur(ml,5Riiiafl, Vüc) Mühle, Zieseln. Ü» baldigst orteilhost kaufen tvil pothrk ober LtM >ude Äbr. |ot an du u dieses vlat'c^- $003. Ve»eralvknr Tagen anwesend.
Ans Stadt and Zmll».
Gießen, den 17. November.
*• Ordensangelegenheiten. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben den nachstehenden Gendarmen die Erlaubnis erteilt, die ihnen von Sr. Maj. dem Kaiser anläßlich der diesjährigen Kaiserparade verliehenen AiiSzeichnungen an- zimehmen und zu tragen: die R o te A d l er-M e d a il lle dem Oberwachtmeister und StationSsührer Held, die Kronen- Orden - Med ail le den berittenen Gendarmen Kurz, Becker, Eichenauer, Scharmann, Aßmuth und Küpper, sowie den Fußgendarmen Kauker, Bambey und Wenzel.
-Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Stolberg-Roßla-Ortenberg auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinberg im Kreise Schotten präsentierte SchulamtSaSpirant Johannes Heist aus Michelstadt für diese Stelle. — Ucbertragcn wurde dem Schullehrer Franz Kaiser zu Ober-Erlenbach im Kreise Friedberg eine Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Lämmer- spiel im Kreise Offenbach. — In den Ruhestand versetzt wurden der Oberlehrer an der Gemeinbeschule zu Pfungstadt, Kr. Darmstadt, Friedrich Boltz, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen Dienste, der Schullehrer an der Gemeinde zu Ebersladt Jakob Breidenbach auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste.
*• Erledigte Stellen. Eine mit einem evangelischen
Ausland.
Christiania, 16. Nov. Das Storthmg nahm mit 100 icgcn 11 Stimmen den Vorschlag betreffend die Apanage des Soin igs Hauses an. Ministerpräsident Michelsen teilte in bcr b-istigcn Storthingsitzung mit, daß die Königswahl am Lirmstag stattsindön solle. Die Regierung teilt ferner dem Starrtfzing mit, daß sie entsprechend der ihr vom Stortbing er- liiHcn Ermächtigung sich an den Prinzen Karl von Däne- tttrrf gewendet hat. Prinz Knrl antwortete darauf, daß er gigubenenfalls bereit sei, die Wahl zum König von Norwegen in ; une hm en. In der Debatte über die Apanage schlug der Äalbikale Tveiten die Summe von 500 000 Kronen vor. Des Ltcrrthingsmitglied Kvnow, Führer der Republikaner, erklärte, sisx er "diese Frage als durch die Volksabstimmung erledigt ons'ihe. Die Regierung habe bereits früher 750 000 Kronen als für das Königshaus bestimmt angeführt, 50 000, die zur Bestreitung der Unkosten fstr £ite Erhaltung der dem Könige zur Verfüg mg gestellten, dem Staat gehörenden SckKösser bestimmt wären.
Kopenhagen, IG. Nov. Ter Reichstag hielt gestern
eine geschlossene Sitzung ab. Tie Veranlassung bot die kürzlicln- VolkZabstimiming in Ehrisiiania. Mit Ausnahme der Sozialdemokraten erklärten sich die Redner aller Parteien mit der Königswahl einverstanden.
Windsor, 16. Nov. König Eduard verstauchte sich beute nachmittag auf der Jagd im hiesigen Park den Fußknöchel dadurch, daß er mit dem reckten Fnß in einen Kaninchenbau geriet und zu Boden fiel. Der König, der in einen Wagen gebracht und sofort zum Schlosse gefahren nmrde, equdjte die Jagdaciste, die Jagd fortzusetzen.
Paris, 16. Nov. Am 15. Dezember ward der spanische Premierminister Montero Rios die Konferenz von Algeei ras eröffnen. Nach ihm wird der Vertreter des Sultans von Marokko svrecl^en. t tm ,
— Aus London meldet der „Matan", daß die Verhandlungen zwischen London und Petersburg über eine Annäherung beider Lander hauptsächlich Fragen politischer und nickt Wirtschaftliel^er Natur betreffen. Tie Verhandlungen wurden zuerl« durch die Veröffentlichung de? englisel>-japan. Vertrages unterbrochen und iverden erst nach Wiederherstellung der Ruhe tn in Rußland wieder ausgenommen werden. Die Diplomaten sollen beauftragt werden, Mittel und Wege zu finden, um eine Annäherung herbeizuführen. ,
Brünn, 16. Nov. Der Landtag hat die Wahlreform in allen drei Lesungen angenommen. Bei der Debatte kam es anläßlich der Ablehnung des Minoritätsvotums für das allgemeine gleiche Wahlrecht zu einem großen Tumult auf den Galerien, sodaß die Galerien geräumt werden mußten.
Konstantinopel, 16. Nov. Armenischen Naclirickten zufolge überfielen Kurden W auf dem Gipfel des Berges Sassun liegende armenische Dorf Alvarintz, steckten ein Haus in Wand und töteten etwa 60 Armenier.
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Nicht in die Hand wunder - Waschmalchine gehört die Wäsche, wenn man eine leichte, schnelle und gründliche Reinigung erfielen will. „Weltwunder" bewältigt die mit Recht verpönte Wasckarbeit in cn. l/a der Zeit wie bei Waschen mit der bnnd. Ter geringe Anschaffungspreis macht sich allein durch rebonung der Wäsche in wenigen Wochen bezahlt. Ein Nach- waschen mit der Hand ist ausgeschloffen und die Weltwunder- Wasckmasckine deshalb in kürzester Zeit die beliebteste und am meisten gekaufte Waschmaschine der Welt geworden. w
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ülnni.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesiälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwartS nach Gießen gebrachte Kranke fommyi.
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