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155. Jahrgang
Erstes Blatt
GWnerAMger
K*' General-Anzeiger *'
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen
"r. 271
erl<6fl*t täglich anfteT Sonntags.
Dtm Ö5ie6encr Anzeiger nrerden im Wechsel mit dem ßeffi|d)tn Landwirt Mr Sirtzrner Zamlllen« Hitler Diennal in der
Woche bcifldegL RotalionSbrud u. Der- iag der Brüh l'ichen Unweri.-Buch-u.Stem- b-ruderet. R. Lange. Rebafhon, Ervebttw« und Druderet:
Schul st ratze 7.
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-uSmärtö 20 Pig. j »rri tworlltch für Ofc. pollL und allgem. Teil: P. Witlko: für »Stadt und Land^ und „Genchlssaaf. Ernst Hetz, für den An- zetaenteil: HanS Beck.
Freitag 17. November 190^ vezog«»ret»r monatuch^dPi^ oterm- jährlich T1L 2JO, durch Abhole- u. Zwetgllellea nionatlich 6o Pf.; durch
mahlen ein hiesiger Einivohner. Der gute Mann nahm auf dem Nathause die Aninelduug eines neuen Erdenbürgers vor und genügte gleichzeitig seiner Wahlpflicht, diernui begab er sich zttm Pfarrer, um ihm den vom Standesbeamten erbn(tencn Geburtsschein zu überbringen. Doch nicht gering war sein Erstaunen, al» er nur einen Stimmzettel bei sich vorfand, während er den G e - b u r t s j ch e i n versehentlich der Wahlurne einverleibt hatte.
7. Wahlbezirk: Homberg.
Seither: Brauer (Bund d. Landw.)
Wablmänner des B. d. L. ror.rt>en weiter gewählt in Appenrod, Bleidenrod, Bützfeld mit Schadenbach, Lehrbach, NüddingS- hausen, Wciteishatn, Rationalliberale in Otterbach-Rülfenrod, solche ohne bestimmte Parieistellung in Unter-Seibertenrod und Zeilbach- Ennenrod.
8. Wahlbezirk: Alsfeld (Laud)-Nlrichftein.
Seither: $1 o r e 11 (Bund d. Landw.)
Weitere Wahliuauner für Korell rourben gewählt in Altenburg, Bieben, Eifa, Elbenrod, Grebenau, Helpershain, Liederbach, RlcicheS, Schwabenrod, Strebendoi-f-R.-Breidenbach, Storndorf (1), Nationalliberale in Heidelbach mit Fischbach, Windhausen, solche ohne beftimmte Parteistellmig in Köddingen, Ruhlkirchen, Ohmes und Storndorf (1).
12. Wahlbezirk: Nidda-Ortcnbcrg.
Seither Erk. (B. d. L.)
Wahlmämier des B. d L. wurden ferner gewählt in: Bisses, Gettenau mit Heucl-elheim, Kohden, Ob<i>Widdersheim, Scktwickarls Hausen, Nationallibemle in Meichenbach. Faiterback>Wick)el7MU, Hir',enhrin, Ober-Mockstadt, Selters mit W ippenbach, ohne nähere Parteiangabe in Glashütten und Usenborn.
13. Wahlbezirk: Dudingen-Altenstadt.
Seither Dähr. (B. d. L.)
Wahlmänuer des D. d. L. wurden weiter gewählt in Bönstadt, Mlchcs mit Dudenrod, Vurgbrackst mit Vösgesäß und Illnhausen (1), Düdelslieim (2), Eck nslwusen, Hainchen, Himbach,'Lind- Heim, Lorbach, Mittel-Hstnndaii, Rieix-r-Mockstadt, Staden. Stammheim, Wenings, Wolf, Nationalliberale in Burgbrachl mit Vösgesätz und Jllnh-'usen (1), Rohrbach, ohne Angabe der PaNeistellung in Rommelhausen.
Tie Wahl Bährs ist gesichert.
R. B. Darmstadt, 16. Nov. Die Wahllmätmerwahl im Wahlkreis Darmstadt-Bessungen-Land ergab ein glänzendes Resultat für die bürgerlichen Kandidaten. Im Stadtteil Desslingen. der mit feinen 29 Äahlmännern den 26 übrigen Wahlmännern in den Landorten gegenüber den Ausschlag gibt, siegten die sämtlichen Wahlmänuer der bürgerlickten Parteien, deren Kandidaten ca. 980 Stimmen erhielten, während die Sozialdemokraten nur ea. 450 Stimmen erreichten.^ Da auch in verstlstedenen Land- orten erhebliche Mehrheiten für die bürgerlichen Wo hl männer zu konstatieren sind, ist die Wiederwahl des W»g. Regierungsrat N o a ck mit starker Mehrheit sicher.
(L) Heppenheim a. d. B., 16 Nov. Der gestrige, beiderseits mit Ausbietung aller Kräfte geführte, Landtags-Wahlkampf ergab folgendes Resultat. Für den freisinnigen (Block-' Kandidaten, Bürgermeister Höhn in Heppenheim, stimmten die Orte Heppenheim, .'b'nnbach, Kirschhausen, Erbach, RclL (tironan. Oberlaudenbach, Gros hausen mit zusammen 18 Wahlmännern. Für den Kandidaten des Zentrums, Stadtrechner U e bei in Dieburg, erklärten sich die Orte Viernheim, Lorsch. Kleinhausen, Watderlenbach-Sond.-rbach, mit zusammen 23 Dahlmannern.
Die Klnennung des Erbprinzen zu Kohenloye- ^langenvurg
zum Leiter der Kolonialverwaltung war, so wird heute halbossiziös aus Berlin geschrieben, bereits seit längerer Zeit Gegenstand von Verhandlungen, nachdem der Aufstand in Ostafrika die Abkömmlichkeit des Grasen Götzen bis auf weiteres in Frage gestellt hatte. Die Wahl des neuen obersten Kolonialbeamten ist insofern interessant, als er die Regent- schäft eines Landes, nämlich des Herzogttims Koburq-Gotha während der Minderjährigkeit des Herzogs, geleitet hat, mit dem Kaiserhause und vielen anderen regierenden Häusern verwandt und verschwägert ist. Jetzt findet er in einer oberen Staatsstellung Verwendung, durch die er im Reichstage mit den Volksvertretern in direkte Berührung kommt und die Strömlingen der Volkssttmmung unmittelbar kennen lernt. Fürst von Bülow hat diese Wahl lebhaft unterstützt. Der Reichskanzler steht auf dem Standpunkt, daß ein erfahrener Weltmann von hoher Intelligenz und hervorragenden geschäftlichen Kenntnissen, der politisch geschult ist und ein vorzügliches Organisationstalent besitzt, besser aus den schwierigen, neu zu schaffenden Posten paßt, als einer der Kolonialtheoretiker.
Das also ist die offiziöse Auffassung. Ob sie sich bewähren wird, hat man abziiwarten. Der »Köln. Ztg.* wird aus Berlin telegraphiert:
Kürz bevor die Wahl des Erbprinzen zum Leiter des Kolonial- amets bekannt wurde, brachten einige Blätter die Meldung, daß rv-'gpn Urb-rnnbme dieses Amtes auch mit dem Generaldirektor des Norddeutschen Llovds Dr. Wiegand verhandelt werde. Diese Nackriclst ist insofern richtig, als Derrn Tr. »Wiegand m der Tat das Reichskolonialamt amtlich angeboten, von ihm aber abigele hnt wurde. So sehr Dr. Wiegand für den hohen Beweis kaiserlichen Vertrauens, der in t*m Angebote dieser Stellung lag, dankbar war, so glaubte er doch, den angebotenen Posten nicht übernehmen zu können. Ganz abgesehen davon, daß er es als ein ernstes Bedenken betrachtete, daß er die deutsclten Kolonien nicht aui» persönlicher Anschauung kennt, hielt er sich im Interesse des Norddeutschen Llvods um so weniger für berechtigt, seine jetzige Stellung zu verlassen, als auch beim L'ovd große nationale Interessen in Frage kommen und weil außerdem gerade jetzt beim Llond große weitschauende Unternehmungen in Angriff genommen sind, die es nahezu unmöglich macku-n, daß ihr eigentlicher Veranidalter jetzt von der Leitung des Lloyds zurücktritt.
Was hier von Tr. Wiegand gesagt wird, daß er bte Kolonien nicht aus trrfönti -h»r Anschauung kennt, gilt leider auch vom Prinzen Hohenlohe, und es ist sehr bezeichnend, daß ein Mann wie der Generaldirektor der größten dent-
fd)cn Schiffahrtsgcsellscj>aft, gerade hierin, zweifellos mit Recht, etwas sehr Bedenkliches erblickt.
Im übrigen ist es an der Zeit, auf die finanziellen Konsequenzen der Reform des Kolonialamtes hinzn» tueifen. Ter hohe Rang des neuen Kvlonialleiters laßt vermuten, daß die Ausgestaltung der Kolonialabteilung m großem Maßstäbe erfolgen wird. Es werden also wohl von vornherein in dem neuen Staatssekretariat zwei Abteilungen eingerichtet werden mit einem Unter ft aat8* f e tr e t ä t bezw. einem Direktor an der Spitze und mindestens zwei Dutzend Räten und einer ent-, sprechenden Anzahl von Hilfsarbeitern. Hierzu tritt als militärische Abteilung das Oberkommando der Schutztruppe, dem zurzeit etwa ein Tutzend Offiziere an gehören. Eine Personalvermehrung dürfte auch hier vorgesehen fein, da auch für die nächste Zeit das militärische! Element eine hervorragende Rolle in den Kolonien spielen wird. Wenn es demgegenüber heißt, durch diese Verwaltungsreform werde dtenstlt'y nichts geändert, so trifft daS nur insofern zu, als die Stellung des kolonialen Ressorts dem Reichskanzler gegenüber die alte bleibt. Ter Dienst», betrieb ändert sich jedenfalls, uni) auch der Etat der Kolo- nialverwaltung baut sich auf anderen Grundlagen auf. Im! Gehalt wird der Erbprinz zu Hohenlol)e den anderen Staatssekretären natürlich gleichgestellt. Er erhält also jährlich 30 000 Mark. Von den Direktoren wird jeder einzelne soviel beziehen, wie heute Dr. Stübel. Tem! Unterftaatssekrctär steht noch ein besonderes „GebühmiS^ 5p. Ferner steigert die Personalvermehrung bet den Ratsstellen usw. die Kosten der Berwaltungsreformi nicht unerheblich. Hoffentlich rentiert sich diese Mehr, ausgabe des Reick)cs und erweist sich die Befürchtung alS grundlos, daß Bureaukratismus und Vielregiererei tat Rcichskolonialamt wachsen, blühen und gedeihen.
Aom neuen russischen HeneralstreiL.
Nack) übcreinftimmenden Meldungen aus Petersburg sieht die russische Negierung tne Lage als äußerst bedrohlich an. Tas Ministerium des Innern hat bekannt gegeben, baft es für die Aufrechterhaltung der Ordnung keine Garantie übernehmen könne. Die Behörden sind dem neuert Generalstreik gegenüber machtlos. Tie Regierung stützt sich ausschließlich auf die Armee. Die Straßen von Petersburg! sind militärisch besetzt, lieber all treffen die Behörden Bor-i bereitungen, die Umstürzler auf den Straßen niederzm, kämpfen. In Petersburg selbst sind ganze Batterien trott; Artillerie auf den Straßen ausgestellt und ähnliche Maß-i regeln werden in anderen Städten getroffen. Die Leitung der revolutionären Partei kündigt eine Ri.'sendemonstration von 500 000 bewaffneten Arbeitern an. Die Behörden scheinen fest entschlossen, eventuelle revolutionäre Unruhe« mit Gewalt zu unterdrücken, selbst wenn Tausende iHv Leben lassen müßten. Mit jedem Tage wird die Lage ge-, fährlicher. Tie revolutionäre Partei arbeitet jetzt barau| hin, den Verkehr auf sämtlichen Telegraphenlinien in Rutz^ land einzustellcn.
An der S p i tz e der erneut ausgebrochenen Arb eitere bewegung befindet sich eine größere Anzahl) früherer Beamter des Ministeriums Plehwe, welche seitdem Sozialisten geworden sind. Infolge ihren umfassenden Kenntnis der Verwaltungszweige sind sie füg die Arbeiterschaft von großem Nutzen. Die Gesamtzahl Den Ausständigen wird auf 700 000 geschätzt. Die Hälfte dep Straßen von Petersburg ist am Abend in Dunkel gehüllö infolge des Ausstandes der Gasarbeiter.
Es trat ein Ministerrat zur Beratung über äußere ordentliche Maßnahmen gegen das Willkürregiment: der sozialistischen Arbeiterpartei zusammen. Ferner fand in Zarskoje Sselo unter dem Vorsitz des Kaisers eüt Ministerrat statt, in dem die Bauernfrage zur Beratung stand.
Witte richtete an die Arbeiter aller Werke und Fabriken Telegramme volgenden Inhalts:
„Brüder, Arbeiter! Nehmt die Arbeit wieder auf, hört auf, Euch an Unruhen zu beteiligen, habt: Mitleid mit Euren Frauen und Kindern, hört nicht auf die Ratschläge Uebelgesinnter. Der Kaiser hat uns! befohlen, der Arbeiterfrage besonderes Intern esse zuzuwenden und er hat für diesen Zweck ein be-i sonderes Handels-Industrieministerium geschaffen, welche- gerechte Beziehungen zwischen den Unter-, nehmern und Arbeitern schaffen wird. Gebt uns Zeit! Ich werde alles für Euch tun, was möglich ist, hört auf den Rat eines Mannes, der Euch liebt uiwi Euch Gutes wünscht. Graf Witte."
Doch selbst dieser freundwilliae Appell des Ministern Präsidenten an seine Arbeits-„BrüDer" ist, wenigstens bisher, eindruckslos verklungen. Man scheint ihn gar nicht beack)ten zu wollen. Namentlia) die flehende Bitte: ,^!aßt uns Seit", scheint das Mißtrauen wackizuhalten. Aus allen Gegenden des Reiches kommt heute die Meldung von den Aufnahme des Generalstreiks.
Gleichzeitig nehmen die Bluttaten ihren schaurigen Fortgang. In L i b a u wurde ein Polizeibeamter, der durch Geldspenden zur In den Hetze aufreizte, von der VolkS^ menge vor ein improvisiertes Gericht gestellt und er«, schossen. — In Odessa dauern die Straßenraubanfälle fort. In den Zeitungen ersHeinen täglich zahlreiche Anzeigen von Diebstählen, die den Patrouillen zur Last gelegt werden. Nack) Einbruch der Dämmerung wagen sich die Einwohner nicht mehr auf die Straße. — In Warschau wurde die polnische Sozialistenführerin Golde aus Oberschlesien, die dort vor einigen Tagen eingetroffen war, erschossen. — In Wolysom ist eine neue schreckliche Iudenhetze ausgebrochen. Ter Pöbel! plündert sämtliche jub. Ge'cbäfte und von Juden bewotzs-^
Z)ie Oeuftfle Plummer umfaßt 12 Seiten.
5u den hessischen Wahlmannerwahlen.
Die inzwischen weiter bekanntgewordenen Wahlmänner- | nsultate haben an dem bereits gestern mitgeteilten voraussichtlichen Resultat der Abgeordnetenwahlen nichts geändert. Danach werden die Nationalliberalen 8, der Bauernbund 7, ber Zentrum 5, die Sozialdemokraten 3 und die Freisinnigen 1 ber 25 Mandate erhalten. Der neue Landtag wird .aus 18 Nationalliberalen (wie seither), 11 Angehörigen der freien wirtschaftlichen Vereinigung (— 1), 7 Zeutrumsleuten (wie seither), 7 Sozialdemokraten (— 1), 5 Freisinnigen einschl. NoackS (— 1) und 2 Fraktionslosen (Joutz und Dr. Weber) bestehen.
Auffallend ist die große Verschiedenheit in der Wahlbeteiligung. Am größten ist natürlich die Beteiligung in den Wahlkreisen, wo die Sozialdemokraten mit den Bürgerparteien um den Sieg rangen, z. B. in Mainz-Land und Langen- Isenburg. In Gießen-Land war die Wahlbeteiligung so (jcofj wie nie vorher und in einzelnen Orten mögen über 80 Proz. der Wähler von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben. Wie bescheiden nehmen sich da die Wahlziffern z. V. in Alsseld- Lond aus, wo c6 vorkam, daß nur drei Mann — anscheinend die Wahlkommission — einen Wahlmann kürten. Ir dem ganzen Bezirk sind nicht so viele Stimmen abgegeben worden, wie in der einzigen Gemeinde Wieseck. Auch em interessanter Beitrag zu dem Kapitel „indirekte Wahl", fcin bA-V-ijeS Wahlbild bot auch die Gemeinde Gensingen bei Bingen. Dort schritten von 350 Wählern — 2 zur Wahlurne lind wählten 2 Wahlmänner.
Tas zuerst hier durch ein Telegranrm bekannt gewordene kicsultat oct Wahl in Leihge swrn ließ vermuten, daß fast die gesamte Wählerschaft ins sozialdemokratische Lager üvergegangen sei. Tvci) das ist nicht der Fall, die meisten bürgerlichen Wähler haben sich der Dahl enthalten, sodaß die mit 104, 66 und 64 Stimmen gewählten Wahlmänner der Sozialisten nur von einer .Minderheit der Wahlberechtigten gewählt worden sind, (ßri dem erwähnten Telegramm waren die Stimmen der drei sozialistischen Wahlmänuer zusammengezahlt.) Wir freuen uns aufrichtig, daß die Leihgestcrner Landwirte dem lockenden Rufe der Sozialdemokraten nickst gefolgt sind und die kluge Einsicht gezeigt haben, daß die Wahl eines Sozialisten die größte Gefahr für chre eigene Scholle bedeutet hätte.
Nachstehend geben wir die weiter eingegangenen Wahl- ttfultate bekannt:
Long-Göns, 16. Nov. Bei der hiesigen Wahlmännerwabl de4 Wcihlkreijcs Gießnv-Land erhielten die Wahlmänncr für Bürgermeister Leun-Großcn-Linden 194 Stimmen, dahingegen die W 'hlmänner des Sozialdemokraten Vetters in Gießen nur 38 Stimmen. Bei der letzten Reicl-Stagstvahl brachten es die letzteren auf ca. 60 St Sie haben demnach dahier keinen Zuwacl^s. sondern sic b'bcn Rückgang zu beklagen, Mich hatten sie das Mißvergnügen, 2 Wahlmänner aufgestellt zu haben, welche gesetzlich nicht wähl- 3nr sind. Die Wahl verlief ruhig, jedoch mürbe von einem Bei hl er versucht, 2 Stimmzettel abzugeben, was aber von ber V hlkommission rechtzeitig vor Einwurf in die Wahlurne bemerkt wurde.
4. Wahlbezirk: Hungcn-Lich.
Seither Köhler. (Bauernbund.)
Wettere Resultate:
$nr!Ia r. Bürgermeister Krau sch (B. d. L.) 51 St Tttingshausen. Ioh. Scknnidt (B. d. L.) 36. Llußerdem erhielt Bürgermeister Steil 12 St.
Wölfersheim. Wilh. Heyer IN. 33. Außerdem Ernst Heyer III. 18 St.
1. Wahlbezirk: Vilbel.
Wahlinönner be8 Bundes b. Landw. und der National- liberalen wurden weiter gewählt in Kaichen, Kloppenheim, Nieder- ssrlenbach (1), Nieder-Efchbach (1), Ober-Erlenbach, Rodheim v. d. H., tteinbarf) -1), solche ber Sozialdemokraten in Harheim, Helden- bergen (2), Massenbeim nnd Nieder-Erlenbach (1), Nieder-Efchbach (1), Lleiubach <1), solche des Zemrnms in Ober-Erlenbach 1.
2. Wahlbezirk: Bad-Nanhcim-Fricdbcrg (Land).
ES wühlten ferner Wahlmänner: des Bauernbundes Schwal- beim, Dorheim (1), der Nationalliberalen Wisselsheim, der Sozial- bemokraten Dorheim (1), des Zentrums 1.
\ (t.) Friedberg, 16. Nov. Im Wahlbezirk Friedbcrg- ? !nd- Bad-Nauheim lourben 21 Wahlmänner des bauern- bündle rischen Kandidaten Breidenbach zu Dorheim, 9 des i freisinnigen Kandidaten (Fritz zu Bad-Nauheim), 4 deS Justt^rat Windecker (feith. Vertreter), und 5 der sozialistisck)en Partei gewählt.
Breidenbach ist sonach als gewählt zu bewachten.
R. B. Friedberg, 17. Nov. Im Wahlkreis Fried- lerg-Land-Bad-Nauheim ist der bisherige Abg. W i a d e ck e r incstl.) dem Ansturm der Dauernbündler und Sozialdema- traten erlegen. Letztere hatten in den Landorten ein Flugblatt verteilen lassen, in dem sie die „Genossen" cu (gefordert hatten, in allen Orten, wo die Wahl sozialdemokratischer Wahlmänner aussichtslos war, für bte Äahlmänner des Bundes der Landwirte ein» ^•treten, wodurch in verschiedenen Orten die nationallioe» raten Wahlmänner aussielen. (Sehr klug erscheint uns diese Taktik der „Genossen" von üjrcnt Stcutdpunkt aus richt, denn wenn nur 3—4 nationalliberale W-ihlmänner mehr gewählt worden wären, wären diese in der «a g e gewesen, den lin ksliberalen Kandidaten Fritz durchzubringen, der sicher auch die 5 Stimmen bei Sozialdemokraten erhalten hätte. Red.) In Bad-Nau- h-im gaben locale Erwägungen den Ausschlag zugunsten des sieisinnigen Kandidaten.
Bad-Nanbeim, 16. Nov. Einen unfreiwilligen ß ah 1 sch 2 rz leistete sich gestern morgen bei den Wahlmänuer-
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