Ausgabe 
20.6.1905 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 142

©fieetet tSOlich au fett Sonntag».

Dem Siebener Anzeiger werben im Wechsel mit bem vessifchen Landwirt die Siebener Samtlien* Hitler viermal in bet Woche beigelegt.

Rotationsdruck tu Ver­lag bet B hl'lchen Un nx^.-vuch-n. Stein» bnuferei. N. Bange. Rtbafttim. trpebüto* imb Druckerei:

OchntVeatze T.

flbrefie für Depeicheu: Anzeiger (Äiefcen,

Krrniprkchanlchiuß Nr 61.

Dienstag Ä0. Juni 1905

155. Jahrgang

Erstes Blatt

JW G W G mnna,*»7?*'eo'.rtrf.

GlchenerAnzeigerW w General-Anzeiger tSSgt

v v den polit und iJ l

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZMZ

zeigentetl: bnn« Beck

Pie heurige Htummer umfahl 8 Seiten.

-thü-

L.

Deutilh-Südwestatrika.

Nach einem aus Windhuk einqeqanqenen Telegramm ist der englische Oberstleutnant Trench von der Royal- Artillerie in Gibraltar, welcher dem Hauptquartier deS Generals v. Trotha zugeteilt ist, am 8. Juni in der Lüderitzbucht ein» getroffen, und seit dem 10. Juni auf dem Marsche nach Keetmannshoop, wo er voraussichtlich am 17. Juni ein* getroffen sein wird. Trench war während der vorjährigen Manöver zum Kaiser kommandiert und ist mit den afrika­nischen Verhältnissen vertraut.

Eine Kapstadter Meldung drahtet, Oberst Neylan, Befehlshaber an der Damaralandgrenze, welcher in Kapstadt angekommen sei, habe die Meinung ausgedrückt, daß die Rebellen Mangel an Munition leiden. Die deutschen Soldaten seien jung und unerfahren, die deutschen Offiziere tapfer und unerschrocken.

jedoch wahrscheinlich in Tokio unterzeichnet.

Tie Umzingelung der russischen Mandfchnreiarmee.

Petersburg, 19. Juni. (Pet. Telegr.-Ag.) General Linewitsch telegraphiert dem Kaiser unter dem 17. ds.: In der Nacht vom 16. zum 17. ds. waren unsere Truppen in der Nähe von Liaoyangrossin in einen Kampf ver­wickelt. Der Feind war mit Infanterie und zwei Batterien von Süden her bis auf 5 Kilometer an Liaoyangrossin heran­gekommen. Unsere Truppen besetzten ein Dorf südlich von Liaoyangrossin und hielten den Feind in seinem Vorrücken auf. Gegen 6 Uhr morgens zogen sich die Japaner zurück. Gegen 8 Uhr morgens bemerkten wir, daß der Feind mit einem Bataillon und drei Eskadrons eine UrngehungSbewegung auf unserem linken Flügel machte. Gleichzeitig wurde gemeldet, daß unser rechter Flügel von einem Infanterie-Regiment, 23 Eskadrons und Artillerie umgangen sei. Dies zwang den Befehlshaber unserer Truppen, Liaoyangrossin zu räumen, um seine Truppen auf dem rechten Flügel zu sammeln und einen Kavallerie-Angriff vorzubereiten. Die Japaner rückten in der Stärke von einer Division Infanterie, 30 Eskadrons und vier Batterien in Liaoyangrossin ein. Gegen 10 Uhr vormittags besetzten drei japanische Eskadrons Symiatschen, wurden aber von unseren Truppen wieder vertrieben. Am 16. ds. früh ging eine japanische Kompanie östlich der Eisenbahn wieder zum Angriff vor, wurde aber gegen 6 Uhr von einer Ab­teilung freiwilliger Jäger zurückgeschlagen. AuS Korea wird vom 15. dS. gemeldet, daß die Japaner auf Hongchen und Musau vorrücken. Unter dem 18. ds. telegraphiert Linewitsch, daß nichts neues zu melden ist.

Weiteres vom Kriegsschauplätze.

London, 19. Juni. Einer Drahtmeldung aus Schanghai zufolge wurde der türkische Militär - Attachee Oberst Derter Bey von einer Kugel am.Bein verwundet, während er an den militärischen Operationen in der Mandschurei teilnahm.

Tschifu, 19. Juni. Die Japaner haben die europäischen und amerikanischen Firmen ausgefordert, Port Arthur zu verlassen und ihre Waren zu ent­fernen__________________________

und Rußland zum Frieden zu führen, im Falle des Ge- ingens den Vereinigten Staaten einen maßgebenden politi- chen Einfluß verschaffen würde. In gewissem Sinne be­endet sich Rußland jetzt in der Lage Spaniens zu der Zeit, als zwischen diesem und den Bereinigten Staaten die Friedensverhandlungen durch Frankreich in die Wege geleitet wurden. Auch Spanien hatte verlorene Schlachten und Verlust der Kriegsflotte aufzuweisen Frankreich war allerdings in höherem Masse Gläubiger Spaniens, als die Union es Japan gegenüber ist. Ties finanzielle Moment spricht gleichwohl auch im letzteren Falle mit. Andererseits ist der politische Einfluß Frankreichs dadurch, daß den Pariser Frieden vermittelte, nicht im mindesten gewachsen, und wenn man die anders geartete Konstellation der Paeisie-Politik selbst nach jeder möglichen Entwicklung hin berücksichtigt, so ist doch nicht zu ersehen, inwiefern die Union auf Grund eines Washingtoner Friedens zu maßgebendem politischen Einfluß gelangen sollte. Vom Raffenstandpunkt auS, der ja grade in der amerikanischen Politik seine besondere Bedeutung hat, möchte man eher meinen, daß der Siegeslauf der Rooseveltschen Staatskunst an Japan, der gelben Vormacht, ein Hemmnis finden wird, wenn es auch zurzeit scheint, als bestehe zwischen Washington und Tokio eitel Freundschaft und Verträglichkeit. Roosevelt will wohl nur einer allzu großen japanischen Macht vor­beugen und die Philippinen schützen.

Aus einem Interview mit einem hohen ruff. Staats­beamten geht hervor, daß Rußland anfänglich den Wunsch ausgesprochen hatte, die Friedensverhandlungen im Haag stattsinden zu laffen. Japan lehnte dies aber ab. Direkte Vorverhandlungen sollen auf dem Kriegsschauplätze selbst und zwar zwischen Kuropatkin und Nogi statt­finden, an die sich die Hauptverhandlungen in Washington anschließen sollen. Der eventuelle Friedensvertrag würde

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Löberstraße zwischen Bismarck- und Gartenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge­sperrt.

Gießen, am 19. Juni 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

per Krieg.

Ao? der frledevspolitischcn Perspektive.

Der -kriedensvermittelungsversuch des Prä­sidenten Roosevelt wird in seiner Bedeutung für die nori» amerikanische Union hier und da wohl doch überschätzt. Man begegnet beispielsweise der Auffa,ung, die Staaten Europas, nicht zuletzt Deutschland, hatten sich diese Ge­legenheit, -inen im weitesten Smne maßgebenden Einfluß zu erlangen, durch Präsident Roosevelt aus der Hand nehmen lassen. Davon kann, soweit Deutschland ,n D-trach kommt, nicht die Rede sein. Denn Deutschland ist entfernt davon, solchen Einfluß anzustreben, besonders in $?Wcn' wo für seine Politik das Heil allein m der Neutrlckitat und Beschränkung liegt. Das in Bremen gesprochene Wort des Kaisers von der öden Welt Politik ist wohl gerade auf derartige großpolitische Probleme zu beziehen Uebrigens darf bezweifelt werden ob die Absicht Roosevelts, Japan

Kirche und Schule.

Rom, 19. Juni. Heute ist eine Enzyklika deS Papstes an die italienischen Bischöfe veröffentlicht worden. Sie betrifft die Tätigkeit der christlich-dernokratisch en Katholiken und der Geistlichkeit. Der Papst ermuntert darin zur Begründung von Volksvereinigungen, um die sich alle anderen katholischen Verbände volkswirtschaft­lichen Charakters scharen müßten, und fordert die Katholiken auf, sich an dem öffentlichen politischen Leben zu beteiligen und zwar in einer der christlichen Zivilisation und dem materiellen Wohl deS Volkes dienenden Weise. Der Papst fährt fort, die Kirche werde immer zeigen, daß sie die Fähig­keit habe, sich zeitentsprechenden Bedürfniffen der bürgerlichen Gesellschaft anzupaffen. Die Katholiken, welche wirtschaftlichen Vereinigungen angehörten und an öffentlichen Verwaltungen teilnähmen, müßten immer von der Oberhoheit bet Kirche abhängig sein, sie sollten hingegen, soweit rein weltliche Interessen in Frage kämen, die weiteste Freiheit genießen. Der Papst tadelt sodann diejenigen, welche diesen Grundsätzen nicht folgten, und ermahnt die Geistlichkeit, sich von Parteikämpfen fernzuhalten.

Der XIV. Deutsche Evangelische Schul* kongreß tagte in diesem Jahre in Wernigerode. Realgymnasialdirektor Dr. Zange auS Erfurt referierte über die Bedeutung des konservativ-nationalliberalen Schul- kompromisses in Preußen. Die 1. Hauptversammlung am Mittwoch brachte nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Geh. Reg.- und Prov.-Schulrat Dr. Leimbach.Hannover den Vortrag des Profeffors D. Kemme aus Heidelberg über die Frage:Wer war Jesus?" Dieser Vortrag ge- ftaltete sich zu einer Abwehr aller Versuche, die Persönlich, feit Jesu ihres göttlichen Inhalts zu entleeren, und zu einem Bekenntnis zu dem eingeborenen Sohn Gottes. In der zweiten Hauptversammlung lehnte die Versammlung das in der Barth'schenNation" gezeichnete Schulideal des Lehrers Tews in Berlin ab und erklärte eS für unzulässig, es als Gchulideal der deutschen Lehrer­schaft zu bezeichnen. Außerdem nahm die Versamm« lung eine Resolution zugunsten deS konservativ­nationalliberalen SchulkompromisseS an. An dem Volks- und Familienabend sprachen Pfarrer Potz-Rheydt, Schulrat Dr. Frohnmeyer-Nagold (Württemberg) und Hof­prediger a. D. Stöcker-Berlin über die Familie als Grund­lage des Volks- und Staatswohl, die den einzelnen Familien­mitgliedern als solchen obliegenden Verpflichtungen, den Wert, der häuslichen Erziehung usw. Dem Referat deS Gymnasial­direktors ProfefforS Dr. Wendel-Herford Über das Themar Warum ist in den BildungSwirren der Gegenwart eS durch­aus notwendig, der Jugendbildung eine einheitliche Welt­anschauung zugrunde legen und welche muß diese (ein?* folgte eine Diskussion. Ferner berichteten Katechet SynesiuS Fischer aus Außiq lBöhmen) über das evangelische Schul­wesen in Oesterreich und Rektor Eberhard-Zarrentin (Mecklen­burg), der sich jüngst längere Zeit in Palästina aufgehalten, über das Schulwesen in Jerusalem.

Aufgabe zu unterstützen." , , M

Die Delegierten, so schließt die offiziöse Petersburger Drahtung, haben von dem Empfange einen guten Eindruck gewonnen: auch der Kaiser war befriedigt.

Wir wollen hoffen, daß sich nach diesen Kaiserworten die besten Wünsche der russischen Liberalen erfüllen. Vor­läufig nimmt indes die Gärung im Reiche und namentlta) in Polen zu. In Warschau laufen sehr pessimistische Gerüchte seit einigen Tagen um, nach denen es heißt, daß revolutionäre Banden beabsichtigen, alle Häuser der Ari­stokraten zu plündern. Dieses Gerücht wird auch in Poltzei- treifen als begründet aufgefaht und die russischen Beamten werden deshalb ersucht, ihre Familien nach dem Innern Rußlands zu senden. In den aristokratischen Meisen herrscht große Aufregung. Die Besitzenden deponieren ihre Wert­sachen bei Banken. Hohe Beamte erhielten eine vertrauliche Zirkularnote, in welcher die Frage an sie gestellt wird, nach welchem Ort sie abzureisen gedenken. Am Lamstag abend wurde in der Warschauer Vorstadt Praga em Schutzmann durch einen Revolverschuß schwer ver­wundet, und in Warschau selbst am Montag ein Ober- chutzm ann durch einen Revolverschuß ge tet. Große Unruhen fanden in der Fabrikstadt Borkow statt. An tausend Arbeiter veranstalteten Exzesse, wobei es zu einem Zusammenstoß mit den Kosaken kam. Auf beiden Seiten wurden mehrere Personen verwundet.

Am Sonntag marschierten 2000 Personen, darunter auch den, mit Fahnen und Gesang von der Mrche des Nachbar­ortes Lagieweiki nach Lodz. An der Stadtgrenze wurde ihnen vom Militär der Weg versperrt. Die Kavallerie gab aus ihren Karabinern mehrere Salven ab. 3 8 P e r s o n e n sind tot und verwundet. Nachrichten aus dem Gouverne­ment Mohilew bestätigen Ausbruche von Bauernun­ruhen. Nach Prebestin wurden Dragoner, nach Kasiusan Kosaken' zur Unterdrückung der Bewegung geschickt..

Der Prozeß gegen Maxim Go r k r ist desrnttw n r e d e r- 0Cf|JraÖbem Palais Trepow wurde am Montag ein tunger Manu verhaftet, der dringend verdächtig ist, em Attentat geplant zu haben.

Der Kaiser verlieh bem Generaldirektor der Hamburg Amerika-Linie, D a l l i n , den Stern zum Kronenorden 2. Klasse, dem Vräs ident en der Akademie der Wissenschaften zu München, Professor v. He igel den Monenorden 2. Klasse mit Stern und h-rnt Vorsitzenden 'des Aufsichtsrats der Hambur^Amerika-Linie T i e t g e n s den Kronenorden 2. Classe.

Die Mitglieder der englischen Kommission zum Zwecke des Studiums der städt. Einrichtungen im Auslande, etwa 60 Herren, wurden heute abend im Rathause empfangen. Ober­bürgermeister Kirschner, um den sich die fremden Gäste in teils malerischen Amtstrachten stmm'ttttn, führte etwa aus:

Unser" werten Gäste sind gekommen, um daS deutsche Städtnvesen kennen zu lernen Die Aufgaben sind Überall dieselben, daS geistiae und fi!fließe Wohl der Bevölkerung zu fördern, nur die Wege dahin sind verschiedene; daher ist es nur ratsam, wenn nmn Vergleiche anstellt. Bei dieser ihrer Ausgabe heißt der Bürgermeister die fremden Gaste herz­lichst willkommen. Der Kaiser nimmt ebenso wie die Bevöl­kerung des Reiches und die Bürger Berlins lebhaftesten Anteil an dem Besuch der Kommission. Die deutsche und die englische Nation sind eng verbunden durch Verwandtschaft der Herrscher» Häuser, sowie durch die gegenseitige Verehrung und Anerkenn­ung der Geistesh"lden."

Eisenach, 19. Juni. In Sachen des he vin gischen Lotterie-Vertrages fand hier eine ge­heime Minister-Konferenz der hessisch-thüringischen und preußi­schen Minister und Dezernenten statt. Wie verlautet, sind die wichtigsten Nunkte festgesetzt wordm.

Ale Audienz öeim Aaren und die Stimmung in Rußland.

Arn Montag mittag empfing der ruff. Kais er tn Peterhof die Abordnung des Sernstwo-Kou- gresfes in Moskau und zwei Vertreter von Petersburg. Die 10 Abgeordneten des Moskauer Kongrefses stehen, wie heute die Petersb. Tel.-Ag. meldet, unter der Führung des Grafen Heyden. Fürst Tru betzkoy richtete an den Kaiser eine längere Ansprache, in derer die schwierige Lage Rußlands darlegte, welche die Semstwos gezwungen hätte, sich an den Kaiser direkt zu wenden. Die Aus­führungen des Fürsten Trubetzkoy, die eine halbe Stunde dauerten, machten einen tiefen Eindruck auf den Kaiser. Sodann sprach Fedorow als Vertreter Peters­burgs. Der Kais er er widerte:

Ich bin erfreut, Sie gehört zu haben, ich zweifle nicht, baß Sie geleitet von einer glühenden Vaterlandsliebe waren, indem Sie sich direkt an mich wandten. Ich bin mit Ihnen und mit dem ganzen Volke aufs tiefste betrübt gewesen, ich bm es noch über das Unglück, welches der Krieg über Rufstand brachte und über die Drangsale, welche noch eintreten können, sowie über alle Wirrnisse im Innern. Zerstreuen Sie Ihre Bedenken, mein Wille ist ein souveräner Wille, ein unerschütterlicher; die Zulassung der Erwählten zu den Arbeiten des' Staates wird ordnungsgemäß durchgeführt werden. Jeden Tag wache ich über diesem Werke und widme mich ihm; Sie können dies allen, die Ihnen nahestehen, mitteilen, mögen sie auf dem Lande oder in den Städten wohnen. Ich bin fest überzeugt, daß Rußland aus den Prüfungen, die es überstanden hat, verjüngt hervor­gehen wird, und daß sich wie dies früher der Fall war, eine Einigung zwischen dem Kaiser und ganz Rußland bilden wird, eine Uebereinstimmung zwischen mir und den Männern der rupi- schen Erde, eine Einigung und Uebereinstimmung, welche als Grundlage für die Ordnung der Dinge in einer den ursprüng­lichen Grundsätzen entsprechenden Weise dienen soll. Ich habe das Vertrauen zu Ihrem aufrichtigen Wunscge, mich m dieser

Deutsches Reich-,

Cuxhaven, 19. Juni. Der Kaiser ist gestern abend an Dovd derHohenzollern" hier eingetrossen. Die Fahrt nach Helgoland wurde wegen deS ungünstigen Wetters aufge­geben Heute mittag sind dieAtlantic^ und andere Jachten hier einaetroffen. Heute vormittag besuchte der Kaiser die Jachten Meteor Iduna, Hamburg und die Stationsjacht Alice Roosevelt. Zur Frühstuckstafel waren geladen: Admiral v. Bendemann, Admiral von Eisendecher, Kapitän Karpff, sowie die Herren Huldschinsky, Guillaume und Leutnant v. Plessen. Der Kaiser empfing heute nachmittag an Bord derHohenzollern den Geheimrat Busley und, arbeitete später.

Berlin, 19. Juni. Der Kr onpnn z nahm derPos^ zufolge dieser Tage Gelegenheit, sich . darüber au sz ul assen, wie sich fein und seiner Gemahlin künftiges Leben ge altcm^dürfte.^ der Thronfolger,daß mir der

liebe Gott meinen Vater noch recht, recht lange erhält. Meme Frau und ich, wir beide haben uns als Ziel gesteckt, uns auf bem weiten Gebiete der Volkswohltätigkeit, der Krankenpflege, derReligion und deS U u t e r r t cb t § und der schönen Wissenschaft und K u u st zu brtätig'M. Wir wollen lernen und unseren Wisseuskreis wetten, b.mut wir später einmal befähigt sind, zu urteilen und Anregungen zu geben. Wir sind jedem dankbar, ber un§ hilft, dav zu erreichen