Kunst und Wissenschaft.
Kllichtssaak.
Landwirtschaft.
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>3. Januar zu Gießen des Orts- Umstellung c. 3. DaS
stredungen aufzutreten. .
• München, 19. Jan. Der als vielfacher Millionär geltende bekannte Baumeister Tremp ist in Konkurs geraten. Die Ueberschuldung beträgt etwa 4 Millionen, gegen welche 13 Häuser und ein Bauplatz die Aktiva bilden. Bar- mittel sind nicht vorhanden.
* Paris, 17. Jan. Gestern herrschte in Paris heftiger Schneefturm. Der Schnee schmolz ftdoch bald wredex, da kurz nach Schnee sturm heftiger Regen einsetzte.
Verbesserung der rechtlichen Lage der unehelichen Mütter und Kinder, d) durch Propaganda jeder Art (öffentliche Versammlungen, Artikel in der Preffe, ausklärende Brochüren und Flugblätter, sowie ein eigenes Organ.)" Die Erledigung der laufenden Geschäfte wurde einem provisorischen Vorstande übertragen, bestehend aus den Damen Dr. phil. Helene Stöcker, Ruth Brö und Maria Lischnewska, den Herren Dr. phil. W. Borgius und Dr. med. Ma?: Marcuse letzterer als Verwalter der Geschäftsstelle, Berlin W., Leip- ^igerstr. 42). An den einzelnen Plätzen des Reiches sollen Orts- bezm. Bezirksgruppen mit weitgehender Freiheit hin
sichtlich ihrer praktischen Betätigung und Finanzverwaltung gebildet werden. Alle zwei Jahre soll eine ordentliche Generalversammlung stattfinden.
gaben betrugen 392 968.88 Mk., die Mehrausgaben und Mindereinnahmen 352 077.54 Mk., sodaß ein Rest von 40 891.34 Mk. verbleibt.
Mainz, 18. Jan. Der 52 Jahre alte Wagenputzer Hch. Krämer aus Kostheim arbeitete vor dein Lokomotivschuppen im Bahnhof Kästel, als gerade eine Maschine aus- sahren wollte. Er glaubte, noch rechtzeitig vorher in die Holle gelangen zu können, wurde aber von der Lokomotive erfaßt, gegen den Torpfosten gedrückt und getötet.
ss Kirchhain, 18. Jan. Die Stadtverordneten-Ver- sammlung beschloß die Anlage eines städtischen Elektrizitätswerkes und bewilligte 300 Mk. für die nächsten Vorarbeiten hierzu.
Wiesbaden, 17.Jan. Die Handelskammer ehrte heute ihren Vorsitzenden, Kommerzienrat Fehr-Flach, anläßlich seiner 2 5jährigen Mitgliedschaft durch lieber» reichung eines Albums mit den Photographien der Kammermitglieder.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Friedberg fand am 18. d. MtL. unter großer Beteiligung der Einwohner, der städtischen Behörden und des Kriegervereins die Beerdigung deS Schutz- nwnns i. P., Fourier, statt. Dieser war seit den 70 er Jahren in Friedberg als Polizeidiener tätig und wurde nach Einführung der Städtordnung als erster Schutzmann angestellt, bis er im vorigen Jahr in den Ruhestand trat. — In Frankfurt wurden in einem Hause der Moselstraße ein ehemaliger Lehrer und seine Ehefrau wegen schwerer Kuppelei verhaftet. Sie gewährten Pärchen in ihrer Wohnung Unterschlupf. Auch die Kinder der Lehrersfamilie, ein Sohn von 16 Jahren und eine Tochter von 12 Jahren, sind schon seit längerer Zeit sittlich verwahrlost. — Ein Handwerksbursche aus Lindenfels i. O. wurde in der Nähe des Bahnhofs Hirschhorn erfroren aufgesunden.
sprünglich ttror ein Verfahren aucv gegen btc Eh e srau Kohlers eingeleitet worden. Es wurde aber bald eingestellt, da sich dre Nichtigkeit ihrer Behauptung herausstellte, datz sie nämUch von dem Treiben ihres Mannes keine Kenntnis gehabt habe Nach Feststellung der Personalien beantragte bei Vertreter der Staats anwaltschaft den Ausschluß der Oeffentlichkeit während der ganzen Tauer der Verhandlung. Die Verteidiger stwllen nur für gewisse Teile der Verhandlung die Oeffentlichkert ausgeschlossm wissen. Das O^ericht schließt nach dem Anträge des Staatsanwalts. Köhler wurde zu fünf Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und sechs Wochen Haft verurteilt.
Vermischtes.
• Der Bund für Mutterschutz, über deffen Grün-
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1861 'es tze. ^tteB Qyg wllte der , s?lejgnet ais-rlichen bürdj eine gemeinen ernstnndes ^chtiqte, 1 25. er Grund, e durchaus „cnM ßon einer .Ordnung lriedigung 0 hierfür unter den 6rer Ran- Mi Hütten, ferner an, : der Per« Einheit zu u_ toabren. bäuerlichen tret Weise e gesichert eränderung i-, den den g bcizube- i der mich. )eren Son» dustrie be* itzeilungen che tragen reisse bei* jenden Deutung, die ültigen Ve- Dor'lehende er gebilligt nlaßnabmm Beratungen t zu Ende ben Km- j?n, damit iissen vn-
FlniVersttärs-Dachrichten.
Heidelberg, 19. Jcm. Sum Prorektor der Rupreckt Karls- Universität in Heidelberg für das Studienzahr 1905/06 ist der o. Professor und Direktor des chemischen Laboratoriums, Geheuw» rat Dr. Theodor Curtius gewählt worden. , -
Freiburg i. Br., 18. Jan. Der außerordentliche Proseffor in der philosophischen Fakultät der Universität Freiburg t. Br-, Dr. phil. Friedrich Panzer ist an,die Akademie sur und Handelswissens chaften in Fran kl urt a. M. auf .^rendort neu zu errichtenden Lehrstuhl für deutsche Philologie berufen, worden. Mitteilung der Deutschen Zahnarzt! Wochen
schrift wird die neue Studienordnung für Zahnarzte zum 1 Oktober in Kraft tre^n. Danach soll die Zulassung zum Studium der Zahnheilkunde fortan von der Molvierung des Ab i- turienten-Examens abhängig gemacht werden.
— Eine neue Universitäts-Dozentin. Die Direktion des Unterrichtswesens des Kantons Bern hat Fr au £n, med. Schwenter-Trachsler die vema lexndi sur Dermatologie und Venerologie in der medizinischen ^akultat der Universität Bern erteilt, ©ie wird über Hautkrankheiten und UiftktiösL Hautkrankheiten lesen.
w toi- groBartiqllen und sch-nfl-n Paläfle, di- int-r-ffant-st-n SluSfteUunaSobiette, di- merfroürbigften Typ-n der vielen NLlkerliämme, welche hier zusammengebracht waren, um den Belehrten als Studienobjekte zu dienen. Da alle diese Bilder »urch das l-bendiq-gesprochene Wort ihre Erläuterung finden, ■;0 dürsten die dem Vortrage Beiwohnenden em so voll- ommenes Gesamtbild der Weltausstellung m St. Loms er- halten wie es viele nur flüchtig dort Verweilende an Ort und Stelle nicht zu erlangen vermochten.
.. Matze „nd Ratte als Dachsläger. Sine, merk- würdige ^agdgesch'chte trug sich, wie uns g-schneben wird,
em verflossenen Sonntag in einem Dorfe im Busecker ^.al u, E ue Jagdgesellschaft, die auf der DachZiagd sich be- fand griff M einer sonderbaren Methode. Man batte eine $vnbe und eine Ratte, in einen Kasten gesperrt, von Gießen mitaebracht nnb band nun den armen Tierchen Zündschnur rmlgeor . n •<; nn nnb
— Volksschill-rpr-is. Der Vorstand des Württrm- bergischen Goethebundes wendet sich an die Männer und Krauen Schwabens, um sie aukufordern. Gaben beizusteuern M dem Volksschillerpreis welcher Getuichtnis derhnndert^ jährigen Wiederkehr des Todestages SHllerS zur Mrdenm^ dramatischen Dichtkunst und zur Unterstützung leberi^r Dichter gestifiet werden soll. Der zu erteilende, Preis jrfballe 3 .jabre ht HSH« von 3000 Md für das beste, in dem betreffenden raume geschriebene Werk der doutschen dramatischen Dichtkunst und zum erstenmale am 9. Mai 1905 verliehe« werden.
Straßburg, 18. Jan. Der Verband der Kunsts freunde in den Ländern am Rhein vermistaltet w den Monaten März und April d. I. eine Wan de rau Sstell u n g m Straßburg. Der Gemeinderat stellt dafür die weiteren Sale des alten Schlosses zur Verfügung und garantiert die Kosten bis ium Betrage von 3000 Mark. „ .
Hamburg, 18. Jam Der Landschaftsmaler Valentin Ruths ist, 80 Jahre alt, gestorben.
• Der Gesamtvorstand des Bundes deutscher HUll vvll Gastwirte (Sitz Leipzig, 450 Vereine mit 35 Mitgliedern)
mirönaafrötoen um ben Leib, steckte die Schnur an und! jagte m dieser Woche in Nürnberg, um zu den schweben-
1 <■ <>ier(fien bann in die Gänge des Dachsbaues laufen, ben Fragen des Gastwirtegewerbes Stellung zu nehmen. Cs bi- Frösche an zu knallen, aber das ront rourbe, wie man uns schreibt, beschlossen, eine Eingabe an auch das einzige Vergnügen und der einzig- Erfolg dersti, Rejchsregierung und d^en Reichstag zu richten^ m welcher Jäger. Tie armen Tiere sind wahrscheinlich elend um«
# Lauterbach, 17. Jan. Unter dem Titel .Santo« arbeitet und Landwirtschaft inDberbeiien ist m ben Münchener „Volkswirtschaftlichen Studien', herausgea-b-n von Lujo Brentano und Waltber Lotz, kürzlich eine Arbeit von Dr. Eugen Katz erschien-n, die speziell di- o b erhenis ch-n land w irt- schastlichen Verhältnisse behandelt und deren> Inhalt neuerdings von ihrem V-rsasi-r auch noch zu n-eft-ren Abhanto- liiiigen l,. B. in der .Ration' in einem Artikel »3>w^vnwaktbruch Vorlage" i verwendet wird. Der landwtrtichaftltche Proompal- vereiu sür die Provinz Oberchessen bat nun durch eine Kommts 'on das von Katz bearbeitete Material und die daraus gezogenen Schluß, lolgenmgen einer eingehenden Prüsung unterroorfen. Im Vultrag- dieser Kommission hat Dr. G i, - v i u s , Proiessor an der Lantoes- »niversiiät Gießen, eine Denkschrift verlaßt, welche die Katz ichen Ang risse auf die oberhessische Landwirtschaft MitEnlschiebenhett A u rii ckweist, die Arbeit einer vermchtenden Kritik unterzieht unb nachweist, daß die Untersuchungen des Dr. Katz duuhaus ober, flächlich sind. Die Denkschrift des Herrn Prof. Dr. Gstevms beweist, wie berechtigt die Ausführungen bet ^ckStagSabgeordneten Dr. Wallau in der 100. Sitzung des Reichstages vom 29No- vember 1904 waren, als er die Darstellungen ^r Katz scheu Broschüre denr Sozialdemokraten Scheidemann gegenüber, der pcy auf sie berufen hatte, als durchaus unzutreffend bezeichnete.
Landwirtschaftliche Sattbes- unb Jubiläumsausstellung in Mainz.
Zeitschrift bringt in ihrer neuesten Nummer cme Uebersicm uver das Programm und den Prämiierungsplan der dteslährigem landm Landes- und Jubiläums-Ausstellung zu Mainz. Einen. Einblick über den Umfang Lneser Ausstellung gibt uns die nachfolgende Zusammenstellung der Preisbewerbsgrupveim. -lbteiUrng I. Dien, llftuvvrn- Pferde Rinder, Scbweme, Schafe, Ziegen, MN.uget, Bienen und tÜsÄ: Abteilung II: Erzeugnisie des Manzenbaues Gruppen: Ackerbau, Obstbau, Weinbau, Gemuiebarund Gartenbau- Abteilung III: Forstwirtschaft und Jagd. Abteilung II. ^.indwirtschaftlicke Hilfsstoffe: Abteilung V: Landwirtschaftliche Nebengewerbe einschließlich MoMrciwcsenI wirtschaftliche Maschinen und Gerate und Abteilung >11. Riffen schaftliche Abteilimg.
getmnmen. Sflrmftabt( 18 Qan. Di- Darmstadter Hokn-nvergiftungs.Affäre, di- vor einem Jahre den Tod von elf Menschenleben zur Folg- hatte, hat ,-tzt ihren enbailtmen Abschluß gefunden. Die Sandelskammer für das »orzoatum Brattnschweig hatte gemeinsam mit der hiesigen LcmtoelSkamm-r an toa? yesfifche Ministerium des Innern eme »inaabe gerichtet, worin ausgeführt wurde, daß der bedauer- liehe Bergiftungssall durch Bohnensalat zu Unrecht zur Lcha- toiauna der gesamten de.itschen Konservenintomtrie ausgebeutet werde Dadurch, daß Lie sogenanuteu Weck'schen Apparate, gegen'welche man an sich gewiß nichts -,nwend-n könne, toi.rch eine unwürdige Reklame als ein Ersatz für btc Blech- bojen, welche zum Verderben der Konserven beitrügen und bgdurch gesundheitS. und selbst lebensgefährlich würden, würde die hervorragend entwickelte deutsche Konlervemtoustr,-. sowie die Weißblech- nnb Emballag-inbustri- schwer geschä- b!gt Auf biete Eingabe ging unserer Hanbelskammer vom $iinifterium ber Bescheib zu, baß die bezüglich ber Bohnen- sglatoergistung im Jamiar 1904 einqeleitete Untersuchung er- neben habe, bie Ursache ber fraglichen Vergistiing sei bann in suchen, baß ben eingemachten Bohnen giftbilbenbe Bakterien- keime angehaftet hätten, welche burch bas Erhitzen ber Kon- s-rvebüchsen nicht abgetötet worden seien, nachträgl.ch in ben Bohnen sich vermehrt unb bas Gift erzeugt hätten. Vielleicht stammten diese Keime aus Düngerflüssigkeit, mit der btc Bohnen gebüngt ober sonst in Berührung gekommen wären. Die Konservenbüchsen selbst, bezw. das Material, auS welchem dieselben hergestellt seien, ständen in keiner ursächlichen Be- j-iehung zur Entstehung des in den Bohnenkonserven enthalten gewesenen Giftes. — Mit dieser authentischen Fest- stellung dürfte endlich der in Fachblältern immer noch fortgesetzte Streit über ben wahren Charakter ber furchtbaren BergiftungSkatastrophe befinitiv erledigt fein.
Offenbach, 18. Jan. Die Rechnung ber Stabt Offenbach für 1903/04 ist durch bie Bürgermeisterei im Druck verausgabt worben und steht auf ber Tagesorbnung
ber nächsten Stabtverorbnetensitzung. Im Voranschlag für 1903/04 waren 3 263 942.77 Mk. in Einnahmen und Ausgaben vorgesehen gewesen; in Wirklichkeit hat bie Rechnung ergeben an Einnahmen 3 546 002 13 Mk. unb an Ausgaben 3 505 110.79 Mk.; bie Mehreinnahmen und MinderauS-
um vmt Kleinen damit zu drohen. Mötzlich ertönte ein Kncckk, und tver Mündungsdeckel flog der alten Frau an den Kopf. Auch das And erlitt eine leichte Verletzung Maag hatte nämlich den Gewehrlauf stark eingesettet und, danrit ^kein Oel ins. Schloß laufe, eine Platzpatronenhiftse in den Lauf geschoben. Dre Hülse war aber noch nicht abgeschossen, toerm auch der rote Pftopsen fehlte. Als Fran Me^ später vor Gericht vernommen werden sollte, hatte sie eine solche Angst, daß sie einen Selbstmordversuch machte Mohr und Maag wurden wegen unvorsichtiger Behandlung einer Waffe zu je 3 Tagen gelinden Arrests verurteilt.
— In Berlin nahm am 18. d. M. der große Äensatwns- prozeß gegen den Masseur Martin K ö h l e r vor dem Schwurgericht unter einem ungeheuren Andrang des Publikums seinen Anfang. Köhler wird bekanntlich beschuldigt, der Frau des Arbeiters Ra- datus bei einem AbtreibungsveiLuch geholfen zu haben. Dab^ ist die Frau in seiner Wohnung infolge seiner Behandlung plötzlich gestorben Aus Furcht vor der Entdeckung seines Verbrechens hat Köhler dann die Leiche zerstückelt, den Rumpf m Spree geworfen und die Arme und Beine auf den MüllMadestellen der Jungsernhaide verbrannt. Den Kopf der verstorbenen Frau hak er vom Rumpfe atbgetrennt und in seinem . Ofen verbrannt, llrü : Verfahren aucv gegen btc Ehefrau Kohlers “ ' ^stellt, da sich die
um Abänderung der §§ 33, 147, 151 G.O. ersucht wird, welche insbesondere Regelung des Konzessionswesens, Flaschen- bierbandels, der Automaten- und Warenhäuserreftaurants betreffen. In einer weiteren Eingabe sollen die Anträge des Bundes zum neuen Reichseichgesetz niedergelegt und insbesondere kurze Nacheichfristen und Ausdehnung der Nacheiche aus Fässer sür Branntwein und alkoholfreie Getränke gefordert werden. Es soll allßerdem bei den Lieferanten ^n«» gestrebt werden, daß diese eine Bonisikation von der Höhe der gesetzlich festzulegenden Verkehrsfehlergrenze zu gewähren haben, um die Abnehmer vor drohenden Nachteilen zu schützen. Eine besondere Eingabe bezweckt die Einführung einer Flascheneiche und die Abwälzung der Verantwortlichkeit für die Nichtigkeit der Gläsereiche aus die Fabrikanten. Zu der kürzlich in Berlin gebildeten „Neuen Mittelstands- Vereinigung" nimmt der Bund in der Weise Stellung, daß ec seine Verbände und Vereine auffordert, diese Frage eingehend zu besprechen, damit der im Jahre 1905 in Karls- ruhe stattsindende Bundestag sich über die Bewegung entscheiden kann. — Behandelt wurde auch die von der Braunschweiger Handelskammer durchgeführte Heranziehung von Fachailsschüssen des Ga'twirtsgewerbes zii einer sachdienlichen Geltendmachung seiner Wmftche und Anträge, ferner die Durchführung der Selbsthilfe in gewerblichen Angelegenheiten. Entschieden Stellung genommen wurde gegen oas in einzelnen Staaten und Gemeinden auftauchende Bestreben, dem Gastwirtsgewerbe neue Sondersteuern und Abgaben aufzubürden. Die Bundesvorstände sollen aufgefordert werden, mit aller Energie gegen diese unberechtigten Be
dang unlängst berichtet wurde, hat sich nunmehr organisier-t. In einer dieser Tage zu Berlin abgehaltenen Sitzung kon- stituierte sich der leitende Ausschuß des Bundes, der im wesentlichen ans denselben ca. 60 Persönlichkeiten besteht, welche den At.fruf des Bundes unterzeichnet hatten, unb be- schloß die Satzung. Nach § 1 ist der Zweck des Bundes: „Ledige Müller und deren Kinder vor wirtschaftlicher und sittlicher Gefährdung zu bewahren und die herrschenden Vorurteile gegen sie zu beseitigen/ Diese Ziele sucht der Bund zu erreichen: ,,a) indem er ledigen Müttern zur Erringung wirtschaftlicher Selbständigkeit behilsiich ist, nisbesondere den- fenicien, die ihre Kinder selbst aufzichcn wollen, diirch Schafs. oou (ländlichen und städtischen) Mütterhemien, b) durch eine allgemeine Mutterschastsversicherung, c) durch
th. Gießen, 18. Jan. Wegen Sachbeschädigung und groben Unfugs verurteilte die S t r a f k a mm c r geswrn drei lunqe Bursch-en aus Seulbach im Mer von 18—19^ahren zu 7 Monate Gefängnis und 1 Woche Haft resp. zu 6 Monate Gefängnis und 2 Wochen Haft. Die jungen Leute hab-erl rm an- getn-nkenen Zustande nachts auf dem Heimwege von der Rod- heimer Kirmes wie die Vandalen gehaust Sre zerstörteniW nur mehrere Garten-Einftredrgungen sondern vergriffen sich m ihrer Zerstörungswut auch prn Obstbäumcn, denen sie zum Teil die Aeste 'a-bbrachen und die sie mit Messern bearbeitetem, wobei einige der Bäume vollständig -erstort wurden. Außerdem toofien bie Burschen in der Räße Rvbheirns »nb Solxßaufenz unb bängten auch mehrere Haftare aus. Der verurfackte Baumschaden beträgt etwa 100 Mk. Tie erkannten Hastfirafen würben als durch bie Uutersuchungshast verbüßt angesehen.
th G i e 6 e n, 18. Jan. Am Montag verhanbette in ber alten Kaserne das Standgericht zwei Falle. Der Gerichtshof war zusammengesetzt aus Major Sre-uber als Vorsitzender unb ben Oberleutnants Gieße unb stein als Beisitzer Di- AnN-men vertrat Oberleutnant Stephan. Im ersten Folk hanbelte es sich UM Achtungsverletzung und G e h or s a M s v e r we i g e- rung. 3 Musketiere, welche als Offizierburschen kommandiert sind begegneteii eines Abends um 7 Uhr ^om ^udwigsplatz kommend in der Grünberger Straße einem Smgeanten Zwei her Leute arüßten den Vorgesetzten, der dntte behielt die .Hande in den Taschm und unterließ den Gruß, offenbar ablichtlich. Der Sergeant ries dem Leichtsinnigen zu, strhen zu bleiben; dieser ging jedoch eiligst weiter, obgleich der Rus noch zweimal w^eder- boft Ke. Als der Ruser im Laufsckmtt von hmten sich den Untergebenen iiäherte, lief der kein gutes Gewissen habmde Mann davon Er erklärte vor dem Gerichtshof, er habe Nicht ^stben, daß es ein Sergeant gewesen sei, ihm begegnete wohl will er Helle Knöpfe wahrgenommen haben Den ^^ehl, stehen «u bleibenC Will er Überhört haben, er Hobe etwas anberes ver- standen' Wenn er Fersengelb gegeben habe, so sei bies üeschehm, weil er sah, daß jemand von hinten auf ihn zugeeilt sei und weil Ue Kameröben ihm suriefen: „Sauf' fort, es ist.em Unter» affilier" Durch bie beteiligten beiden anberen Surfdxm tmirbe festaesteNt, daß sich ber ganze Vorgang tm Bereich einer Laterne abgespielt hat unb daß diese mindestens zweimal ben Befehl des Vorgesetzten als an ben Kameraden gerichtet, gehört haben, sie stellen auch .in Abrede, den Angeklagten an, dem betreffenden Ab nb aufgefordert zu haben davon zu laufen. Dberteutnan Stephan weist barau, hin, baß die Burfckwn in nuferer Olarmso alanäen auf der Straße ent wenig imtitänsches Betragen an Ln Taa leam zu können, sie memtm anscheinend, sic seren etwas Besseres wie jeder andere Soldat. Diesem Glanben müfte man im Interesse der Disziplin energisch begegnen, weshalb er bitte,
Eafklaaten zu 4 Wochen st-rerrgen Arrestes zu verurteilen.
ainiraa entforeüienb erkannte auch das Standgericht., - ^rn^zngeiten Anklagefall handelte c8 sich um fahrlässige Kärper- v7rl7tzung D-r angeflagte Musketier hatte, ehe er £olbat auf dem Fahrrad eine alte, 80:ahrige Frau umgefahrcn, Vb^säNine^veise wie sich in der Verhandlung lnranSstellte, bfne$ e am $anK i t M- Greisin batte sich dabei verletzt, ^r Radler war ebenfalls geftünt, hat aber alle? getan, um alte ^i-m”, die blutete, aufzurichten unb tu die Wohnimg zu
Diesem Umstande batte er zu danken, daß er mit einer G^dstmse von 6 Mk. cvent. 2 Tage Gefängnis davon kam
fr Frankfurt, a. M., 18. Jan. (Kriegsgericht brr 91 DivUiMl Am 21. September v. I. lag bie 2.J^mbagnic 21 T’ulL0 .. Windhausen IVogelsberg) im Quartier. D-r de« ,Mm^vistl Nobert Mohr unb ber Musketier Wilb. D°rmsi ^‘^'Cmen bei einer Famllie Merz. Nn 2>'fiährigcr M a a g lagen n I M^rz, machte sich uim sorttv<lhrcnd an
’c’^n be? eSbatcn’ ju Whalb sagte bie Groß-
Sch!r» - Wenn er jetzt nicht brav ist, wirb er stand-
Ätl7ch uiU> 'Mohr ergriff bas Gewehr des Maag,
> ber Crt5* ^ütung für /Tas neue :rwaltung8- "eg, 9. Ser* »rsanim^ö'
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T der 6nl* ltauSstellung ordentliche? öffnete Wclt-
be bie letzte * 5? honen Rauben M nbuflrieP'’10'1 iDOtben f’"bl ..-fOung w‘
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Familien-Nachrichttn.
Geboren. Herrn Obercnntsricbter Steinberger und Frau oauva, Oeb. Scriba in Hungen ein Töchterchen. .
Gestorben. Herr Franz Fourier, Schutzmann u P-, (Friedberg).
Ei «litten Morgen Herr Not k wie gclftS! Dank der Nachfrage, sehr gut! Sagen Sw mal, Rk ich habe doch vorgestern gehört, Sre seien so stark crfi .
daß Sie das Zimmer buten mußten. Stnnmt, war ancu s . Aber ich habe zufällig in unserm Anzeiger eine Reklame r Fay's echte Sodener Mineral-Pastillen gelesen, r,e nn fallen hat. Ans Grund der in derselben gcschckderten achen- . habe ich mir mal 1 Schachtel von dieser» Pastillen hole» ffen, IK und siehe da, heute schon kann ich bei ^esem kalten Wetter y »nieder audgehe»», selbstredend mit Pastillen m i er r die konrmen mir so leicht nicht wieder ans bei
muß ich »nir aber incifct», denn tch wuß nrrch i l eniall or W Erkaltliugen in acht nehmen. "Alle Apotheker», - v^cunler» und
Miueralwasserhandlungen habe»» Nrederlagc a <o pig.. ;c iSl Schachtel,


