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17.3.1905 Erstes Blatt
 
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Nr. 65

«»glich

außer SonniagS.

Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kefstschen Landwirt die Giehener Kamilien- Hält« otermal in der Woche beigelegt diotatton§brucf u. Ver­lag der Brüh l'schen Nnwers.-Buch-u. Stein- bruderet. R. Lange.

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Erftes Blatt.

155. Jahrgang

Frettag 17. März 1905

ve»ng«Prei»r monatlich 75 viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk.2.vierlel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei'm 'n die Tr 2Smimmer s vo mütrgS J 1 c?it.

3 t 'ennretd:

anSroärtS 'Ä 3j. ^etantroox-Pcd fitt den polst, und lU,L»n. Teil P. Wittlo: für »Stadt und Land' und Gerichlsfaal*: August Goetz, iür den An- zeiaenteil: HanS Beck.

GietzenerAnzeiger

*jr General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

Deutsches Reich.

Berlin, 15. März. Heute machten der Kaiser und Aie Kaiserin den gewohnten' Spaziergang im Tiergarten. Ter Kaiser sprach sodann beim Reichlskanz-ler vor und hörte im kgl. Schlosse die Vorträge des Landwirtschafts^ Ministers, des Chefs des Zivilkabinetts und des Ministers des kgl. Hauses. Zur Frühstückstafel bei dem Kaiserpaar waren geladen Graf Hans v. Wilczeck und Tochter, Gräfin Kinsky, Prof. Güsfeld und Botschaftsrat v. Flotow.

Der Berliner Korrespondent desEcho de Paris" will aus guter Quelle erfahren haben, daß Kaiser Wil - Helm am Freitag mittag dem französis chen Bot­schafter einen Besuch abstatten werde.

Der für die Mittelmeerreise des KaitserA bestimmte DampferHamburg von der Hamburg- Amerika-Linie wird morgen den Hamburger Hafen verlassen. Am 21. März soll der Dampfer auf der Rhede von Cux­haven sein, von wo der Kaiser am 23. März die Mittel­meerreise antritt. Die für den Kaiser bestimmten Räume befinden sich aus dem Mitteldeck. Von acht Kabinen sind die Zwischenräume entfernt worden und aus dem so ge­wonnenen Raum sind ein Salon-, das Wohn- und Arbeits­zimmer, sowie das Schlafzimmer für den Kaiser geschaffen worden. Der Salon ist in olivengrün ganz schlicht aus­gestattet. Das Wohn- und Arbeitszimmer repräsentiert sich in weißem Eretonne mit grünen und gelben Blumen und blauem Fonds. Das Schlafzimmer ist weiß, und rot ge­halten. Für das Gefolge des Kaisers sind neun Kabinen eingerichtet worden. Der Dampfer gewährt in dem blendend weißen Anstrich einen schmucken Anblick. Die beiden Schorn­steine sind ähnlich wie die auf der KaiserjachjtHohen- zollern" oben mit blanken Metallkappen versehen worden. Auf dem Hauptmast ist eine lose Rahe für den Signaldienst und für drahtlose Telegraphie angebracht worden.

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung, wie der Reichsschatzsekretär v. Stengel in der Budgetkom­mission erklärte, beschlossen, die Zuschuß an leih e aus dem Etat für 1905 auszuscheiden und die 20 Millionen Fehlbetrag aus die Matrikularbeiträge zu übernehmen.

Der Seniorenkonvent des preuß. Abgeordneten­hauses hat sich heute mit der Frage der Repräsenta­tionsgelder für den Präsidenten beschäftigt und ist zu dem Schlüsse gekommen, diese Idee ganz fallen zu lassen.

Eine hier stattgehabte Versammlung der Berg- üauvereine Deutschlands faßte einmütig eine Resolution, welche besagt, in den tatsächlichen Arbeitsverhältnissen deI preuß. Bergbaus sei keinerlei berechtigte Veran­lassung zu den in der neuesten preuß. Berggesetz­novelle vorgeschlagenen Maßnahmen bezüglich der Berg­arbeiterverhältnisse vorhanden. Die Versammlung werde dem Landtage eine Denkschrift unterbreiten, welche betont, daß die Vorschläge einerseits die Sozialdemokratie' und das Großpolentum fördern, andererseits durch Verteuerung der Kohlenselbstkosten, somit auch der Kohlenpreise, die Kohlenkonsumenten, ins­besondere die Aussuhrindustrie, schädigen würden.

Eine Partei ohne Führer bilden jetzt die pol­nischen Sozialisten in Deutschland. Der bisherige, langjährige Vorsitzende und Mitbegründer der Partei, Buch­drucker August Derfus, hat seinen Austritt aus der Partei erKärt. Der Grund dafür ist das Scheitern der Einigungsversuche zwischen den polnischen Sozialisten und der deutschen Sozialdemokratie. Das Fortbestehen der pol­nischen Sozialistenpartei in Deutschland ist, falls sie von der deutschen Sozialdemokratie keine Unterstützung mehr erhält, in Frage gestellt.

DieNordd. Allgem. Ztg." meldet: Die nach Äbessynien entsandte kaiserliche Mission, die zur Zeit in Adis Abeba weilt, wird demnächst die Rückreise nach Deutschland antreten. Die wegen eines deutsch- abessynischen Handelsvertrages geführten Verhand­lungen sind zum Abschluß gelangt. Der Vertrag wurde am 5. März in Adis Abeba gezeichnet. Die Gesandtschaft be­absichtigt ihren Rückweg über den Tanasee und Massau zu nehmen.

Stettin, 16. März. Der Provinziallandtag der Provinz Pommern beschloß, für ein Hochzeitsgesehenk für den Kronprinzen (ein Tafelservic e für 50 Personen) 60000 Mk. auszusetzen. Zur Silberhochzeit des Kaiserpaares soll eine Stiftung errichtet werden, für die 100 000 Mk. bewilligt wurden. Für die Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder bewilligte der Provinziallandtag neuerdings 2 Millionen als Anteil der Provinz.

Koblenz, 15. März, liebet die Rheinreise des Kaiserpaares liegen zwei, aus verschiedenen Quellen stammende Nachrichten vor. Die erste teilt mit:Wie ver­lautet, trifft das Kaiserpaar am 25. August in Bonn zum Besuche der Fürstlich Schaumburgischen Herrschaften ein. Der Kaiser und die Kaiserin fahren am 26. August von Bonn nach Urmitz zur Parade. Das Gefolge des Kaiserpaares trifft am 24. und 25. August hier ein, die Paradegäste im Lause des 26. August." Die znxite Nachricht lautet:Der Kaiser trifft am 11. September in Koblenz ein."

Leipzig, 16. März. Dem Senatspräsidenten beim Reichsgerichte,' Dr. Löwenstein, der vor längerer Zeit sein 50 jähriges Dienstjubiläum feierte, wurde das Prädikat Exzellenz verliehen.

Straßburg E., 16. März. Die gestrige Landes- ausscbuß-Sitzung enthüllte einen Vorgang, der an den be-i

kannten Famecker Fall erinnert. Der Abg Pate trug einen Jnterdiktsfall aus seiner eigenen Familie in Brüningen vor. Ein protestantisches Enkelkind Pates, ein not- getaufter Säugling, ist im Erbbegräbnis der Familie in Brüningen beigesetzt worden. Die Folge war, daß der Bisehos von Metz den Friedhof interdieierte und dieses Inter­dikt seit jetzt 7 Jahren nicht zurückgenommen hat. Die An­gelegenheit hatte im Landesausschuß eine lebhafte Debatte zur Folge.

Stuttgart, 16. März. An den früheren Minister- prastdenten Frhr. von Mittnacht haben das Staats­ministerium, der ständische Ausschuß und die Abgeordneten, die einst mit ihm in der Kammer tätig waren, zu seinem morgigen achtzigsten Geburtstage Glückwunschadressen übersandt. Das Befinden des Jubilars erfordert möglichste Schonung, sodaß er die ihm zugedachten Glückwünsche nicht persönlich in Empfang nehmen kann.

Im preußischen Abgeordnetenhause wurde <rm Donnerstag der Gesetzentwurf auf Abänderung der Ministerpensionen beraten. Abg. v. Savigny iZmtr.) begründete einen Antrag auf Erhöhung des Höchstge­haltes' "der Kreistierärzte von 2100 auf 2400 Mk. Abg. v. Wappen he im (f3 beantragt im Interesse der Ab­kürzung der Verhandlungen den Antrag v. Savigny nicht an die Budgetkommission zu tiberweisen, wie es eigentlich Vorschrift der Geschäftsordnung sei, und erklärt, daß seine Freunde dem Anträge v. Savignv sympathisch gegenüberstehen. Die 9F6gg. v. Evnern (nl.), Rosenow (fr. Vp.) und Frhr. v. Zed- l i tz (ft.) sprechen ebenfalls kurz die Sympathie ihrer Freunde mit dem Anträge v. Savigny aus. Abg. D'r. v. Savignv ^Zkr.) zieht hierauf 'seinen Antrag zurück und behält sich die Wieder­einbringung desselben im nächsten Jahre vor. Abg. Gamp (ff.) weist hin auf die traurige Lage der deutschen Pferdezucht.

Beim Etat der Münzverwaltung bittet Abg. v. Klitzin (k.) den Finanzmmister, dafür zu sorgen, daß mehr Scheide­münze ausgeprägt wird und in den Verkehr kommt. Beim Etat des Finanzministeriums weist 2lbg. Pallaske (k.) darauf hin, daß die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschus­ses für untere Beamte, die der Finanzminister vor Weih­nachten in Aussicht gestellt habe, immer noch nickt im Etat für 1905 erschienen ist. Er bitte den Finanzminister, sein ver­sprechen vielleicht im Nachtragsetat zu erfüllen. F'nanzminister Frhr. v. Rheinbaben erwidert, daß im Reich die Neu­regelung des Woh-nungsgeld-uschusses 1906 erfolge und daß es am besten auch m Preußen zu demselben Zeitpunkte gescheh.

Eine Reihe von Etats wurde bewilligt.

Weue erbitterte Kämpfe in SüdwefiafriKa.

General v. Trotha meldet unter dem 14. März Aus­führliches über die Stellung der Herero- und Hotten­tottenbanden und gibt die nunmehrigen Stations- bestimmungen im Hererolande an. Trotha meldet: Der katholische Missionar Peter Jäger ist am 2. März an der Ostgrenze von Hottentotten ermordet worden. Hottentottenjungen sagen au§, daß sie Hendrik Witboi, Simon Köpper und Manasse Noreseb am Zusammenfluß des großen und kleinen Nosobflusses verließen. Hendrik sei durch zwei Schüsse am Fuß und Kreuz verwundet, sein Sohn Isaak sei am rechten Auge verwundet. Die Abteilung Zwehl schlug am 7. März die Hottentotten am Hudub. Diesseits keine Verluste; 26 Hottentotten, darunter drei Vormänner, sollen gefallen sein. Am Keitsubflusse wurden die Kinder der Farmer Dendlinger und Levangu aus Bethanien und der Holländer Benade befreit.

Nach einer weiteren Meldung des Generals v. Trotha vom 15. März stieß Hauptmann Koppy am 10. März abends am Südausgang der Schluchten von Nurudas auf eine Bande von Morris und stürmte die feindliche Stellung. Am 11. März ging die Abteilung des Majors Kamptz am Nordausgang der Nurudaschluchten auf die Sturmannswerft vor und warf den Feind zurück. Beide Abteilungen näherten sich bet der Fortsetzung des Vormarsches einander, wobei die Abteilung Kamptz zahlreiche, vor Koppy flüchtende Feinde unter Feuer nehmen konnte. Am Abend des 11. März wurde gegenseitige Signalverbindung gewonnen. Die Schwierig­keiten, die auf dem Marsch durch das wilde, zer­klüftete Gelände überwunden werden müssen, sind außerordentlich und gestatten nur langsamstes Vor­gehen. Die Verluste des Gegners sind schwer. 700 S t ü ck Großvieh, 600 Stück Kleinvieh, 50 Pferde und 5 Wagen wurden erbeutet. Diesseits ein Reiter gefallen, acht Reiter schwer, zwei Offiziere und drei Reiter, leicht verwundet. Die Abteilung des Haupt­manns Kirchner stieß am 10. März beim Vormarsch von Norden her über Kosis auf eine gut verschanzte Stellung, die unter großen Verlusten unsererseits gestürmt wurde; hundert Meter dahinter wurde nunmehr eine zweite stark verschanzte Stellung erkannt, die wegen hereinbrechender Dunkelheit nicht mehr genommen werden konnte. Dies­seits gefallen: zwei Offiziere, 7 Unteroffiziere und Reiter; schwer verwundet: 16 Unteroffiziere und Reiter; leicht verwundet: zwei Unteroffiziere und Reiter; vermißt: zwei Reiter. Die namentliche Verlustliste folgt so schnell als möglich.

Einem Telegramm aus Windhuk zufolge ist einer der im Gefecht am 10. März bei Kosis gefallenen Offiziere der Hauptmann Georg Kirchner, geboren 1864 zu Wansen, früher im Neumärkischen Feldartillerie-Regiment 9h;. 54.

^olonittlpost.

Sidney, 16. März. Wie dieSamoa-Ztg." meldet, haben mehrere Ansiedler an den Reichskanzler eine Petition, gerichtet, in der sie um Schutz gegen die Samoaner bitten, die Regierung möge Truppen entsenden oder häu­figer Kriegsschiffe Samoa anlaufen lassen. Anlaß zu Unruhen aab die gewaltsame Einkerkerung eines Häuptlings durch den Mulinuu-Häuvtling.

Ausland.

London, 16. März. In der Queens-Hall fand eint Massenversammlung von meist eleganten Damen statt behufs einer Demonstration zu gunsten des parla­mentarischen Wahlrechts der Frauen. Das Unter­hausmitglied Leonard Courtney präsidierte und Lady Aberdeen, Lady Carlisle und andere hochgestellte Frauenführerinnen waren anwesend. Das ungeheure Massenmeeting nahm schließ­lich einstimmig einen Beschluß an, das Parlament aufzu­fordern, die Beschränkungen der Frauenrechte zu beseitigen.

Paris, 16. März. Der Gesetzentwurf, welcher von dem sozialistisch-radikalen Abg. Allard über die Trennungs- Angelegenheit eingebracht worden ist, fordert die sofortige Einziehung aller Kultusgebäude mit dem Verbot für den Staat, daß die Departements und Gemeindebehörden diese Gebäude irgend einer Religionsgemeinschaft nicht ver­mieten oder abtreten dürfen. Die Mobilien oder Immobilien der Güter, welche von den Kirchen als Eigentum beansprucht werden, sind in kürzester Frist zu gunsten der Nation zu ver­kaufen. Ferner verbietet der Gesetzesvorschlag jedes Recht eines Kultus, sich auf öffentlicher Straße im Ornat zur Aus­übung des Kultus zu zeigen, und sieht die Bestrafung jedes Priesters mit Gefängnis oder Geldbuße vor, welcher an einer Leichenfeier teilnimmt, ohne daß der Verstorbene diesen Wunsch förmlich zum Ausdruck gebracht hat.

DerFigaro" meint, aus der gestrigen Rede deZ Grafen Bülow bezüglich Elsaß-Lothringens gehe hervor, daß die Reichsregierung nach 34jährigen Germ ani- sieru ngs-Bestrebungen ihr Werk noch nicht genug vor* geschritten glaube, um zu verkünden und zu beweisen, daß Deutschland seine Eroberung genügend verdaut hat.

Kammer. Kriegsminister Berteaux erklärt, es liege im nationalen Interesse, daß die vom Senat angenommene Fassung des Gesetzes, betreffend die zweijährige Dienst­zeit, ohne Abänderung angenommen werde, damit das Gesetz im Jahre 1906 in Kraft treten könne. De Montebello (Re­publikaner) beantragt die Vertagung der Beratung, bis der oberste Kriegsrat sich gutachtlich geäußert habe. Redner fürchtet, daß das neue Gesetz Frankreich in großem Maße gegenüber Deutschland schwäche und daß die französischen Deckungstruppen nicht stark genug sein werden, um hinter ihnen die Mobilisation durchführen zu können. Kriegsminister Berteaux erwidert, daß Frankreich ebenso viele Regimenter anderGrenze habe, wieDeutsch- land, und daß diese Regimenter denselben Effektiv^ bestand haben wie die deutschen Regimenter.

Rom, 16. März. DieTribuna" polemisiert sehr heftig gegen einen Leitartikel derN. Fr. Pr." über die Absicht der italienischen Regierung, 200 Millionen zum Ausbau der Festungen an den Ost grenzen zu verlangen.

Wien, 16. März. Der Wiener Stadtrat beschloß ernt Aktion gegen die w ill kürlich e Preiserhöhung der Kohle einzuleiten, insbesondere die Regierung aufzufordern, die Versorgung Wiens mit inländischer Kohle anzubahnen, die Tarife für inländische Kohle auf allen in Wien einmün« denden Bahnen zu ermäßigen, in Zukunft durch entsprechende Kartellgesetzgebung der Bewucherung der konsumierenden Be­völkerung überhaupt vorzubeugen und durch Einleitung der Verstaatlichung der Kohlenproduktion zu Veranstaltungen wei­terer großkapitalistischer Raubzüge auf dem in Rede stehenden Gebiet auszuschließen.

Salonik, 16. März. Bei Smol in der Umgebung von Gewgeli fand ein Kampf zwischen türkischen Trup­pen und einer bulgarischen Bande statt. Der Banden­führer Apostol und dreißig Bulgaren sind gefallen, eine Fran und ein Kind wurden getötet. Das Pferd und die Waffen Apostols wurden im Triumph nach Gewgeli einge­bracht. Die türkischen Verluste sind angeblich gering.

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3er Krieg-

Die Abberufung Kuropatkins.

Die Abberufung Kuropatkins ist nach Prüfung der furchtbaren 9liebcrtage bei Mukden zur Tatsache geworden. Wir erhielten heute früh folgendes Telegramm:

Petersburg, 17. März General Kuropatkin wurde von fernem Kommando enthoben und durch General L i n j e w i t s ch erseht.

Nach einer Privatmeldung sandte der Zar vorgestern abend folgende Depesche an Knropatkin ab:

Uebergeben ©te das Oberfommanbo an General Linje^ witsch, der zur temporären Führung der Armee ausersehen ist.

Eine Privatmeldung besagt: Betreffs des Kommandos über die mandschu.rische Armee wird versichert, General Snchomlinow habe es abgelehnt, die Leitung der KriegS- operationen zu übernehmen. Das Mitglied des obersten Kriegsrates, General Gralekow, sei darauf nach Zarskoje Selo berufen morden. Eine andere Privatmeldung dagegen