Ausgabe 
17.2.1905 Erstes Blatt
 
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Wr. 41

tLgttch außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener §amMen> Mttrr viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck il Ver­lag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u. St ein- druckerei. 0L Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei:

Schulyratze 7.

Älbrefle für Depeschen: Anzeiger Gießen.

FerusprechanicklußNr.51.

Erste- Blatt. 1SL. Jahrgang Freitag L 7. Februar I KttL

Bez« g-preiSr monatlich 75 Pf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ;itr die %c rswanmer »S vormittags s> 'chr.

Ze'^envreis: mrswärts 'S P'z.

v eTantrooitP.cb für den polit. und tj ;ent.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gicheu MIZ

Aeiqenteil: HanS Beck.

GietzenerAnzeiger

w General-Anzeiger

Iie yeuttge Kummer umfaßt 10 Seiten.

entgegen.

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Die Figur ist in Bronze gegossen, das Postament besteht auZ dunkelbraunem schwedischen Granit.

Eine Versammlung beschäftigte sich gestern mit dem gegen den Grasen Pückler erlassenen Redeverbot. Die Versammlung beschloß einstimmig, gegen das Verbot zu protestieren. Wie von einem der Redner mitgeteilt wurde, hat sich ein Komitee aus Anhängern verschiedener Parteien gebildet, das sämtliche Fraktionen des Reichstages und Land­tages auffordern will, gegen den Versuch der Polizei Stellung zu nehmen, mündigen Personen das Reden in politischen Versammlungen von vornherein zu verbieten^

Bekanntmachung.

Betr.r Gefechtsmäßiges Schießen.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das 1. Bataillon Infanterie-Regiments Rr. 168 am 22., 23. und 24. Februar 1905, jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition, mit Schußrichtung von Rockenberg gegen den Buch- Berg (Teller-Berg) südlich Münzenberg, abhalten wird.

Das für den Verkehr gesperrte Gelände wird begrenzt: im Osten durch die Straße BellersheimObbornhofen

Wohnbach;

im Süden durch die Linie WohnbachComthur-Berg (süd­westlich Wohnbach), Gabelpunkt der Chaussee OppershofenSödel mit dem Feldweg Oppers­hofenWölfersheim;

im Westen durch die Straße RockenbergOppershofen und OppershofenSödel bis zu dem nach Wölfers­heim führenden Feldweg;

l'm Norden durch die Straße RockenbergMünzenberg Trais-MünzenbergBellersheim.

Die als Grenze angegebenen Wege, sowie die genannten Ortschaften dürfen betreten werden, jedoch muß das innerhalb dieser Grenze gelegene Gelände 1 Stunde vor Beginn und bis 1 Stunde nach Schluß des Schießens von jedem Verkehr frei bleiben.

Die beteiligten Großh. Bürgermeistereien des Kreises werden angewiesen, das Schießen in ortsüblicher Weise zur Kenntnis aller Einwohner bringen zu lassen, die Bekannt­machung nochmals am Tage vor dem jedesmaligen Schießen in den Gemeinden zu wiederholen und die Einwohner an­zuhalten, den Weisungen der Posten Folge zu leisten.

Gießen, den 16. Februar 1905.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. B r e i d e r t.

Ausland.

Wien,. Febr. Tas Abgeordneten Hans beendet» heute die erste Lesung des Budgets, das an den AusM» wurde. Am Nachmittag trat in der Säulenhalle des darlamentÄ der Abg. Graf Sternberg plötzlich mir,bcn Wiener Vertret-^ der PragerNarodni Siftt)", Josef Venizek zu, bmetzte ihms Ohrfeigen und eilte dann ripch nr den austchltetzluh für Abgeordneten reservierten Rcskaurationsscml, durch welchen er oM Saus sofort verließ. Ter Journalist- Pemzek ward nun big Klage embringen. Ter Angriff des Grasen St-Mberg au^ Penizek erfolgte, weil dieser in der.Narodni LlltN SternberL wegen Schmähung des Journali^nltandes angegriffen batte

Tie Demission des MiNisterpraNdenten Grafen T>sz4 ist setzt vom Kaiser genehmigt worden. Ter Präsident des Ver-i waltnngsgeriü'tshofes Wcckerlo und Szell find gestml abend, hier eingetroffen Beide werden heute vormittag vom Kaiser tu besdUrd rcr Audü'vr rniviannn.

Neber studentische und Jugenderziehung \ unterhielt man sich am Donnerstag im preußischen Ab­geordnetenhaus. Abg. v. Brandenstein (kons.) vex* teidigte die Korps und das Duellwesen gegen Angriffe des Abg. Herold (Zentr.) Abg. Graf P rasch m a (Zentr.) wendete sich gegen die Ausführungen des Abg. v. Brandensterm und ebenso Abg. Tr. Wiemer fFrs. Vp.). Es komme lediglich auf die persönliche Tüchtigkeit der Stiidenten an. Herr Branom- stein spreche von der wundervollen Erziehung in den Korps, yc. Wiemer ist der Meinung, daß gerade diese Erziehung zu emep gelvissen Einseitigkeit der sozialen und der Kultzurcnffchauungnr; führt. Er verlangt daß die öffentlichen Stellen ;edem nach Maß-^ gäbe ^seiner Fähigkeit und Leistungsfähigreit offen steyen sollen., Abg. Herold (Zentr.) weiidet sich abermals unter Zurückweisung des Brandensteinfchen Standpunktes gegen das Duell.

Beim Kapitel Polizeiverwaltung für Berlin :md Vororte baL Abg. Cahen sl y (Zentra im Interesse der Jugend um energisches Einschreiten gegen die Ausstellung unsittlicher Schristen und Bilder in den Berliner Schaufenstern. Abg. Kreitling (Fri^ Vv.) bestreitet, daß die deutsche Jugend etwa durch den Anvucr eines schönen Frauenbildes zu Nnsittlichketten Erfuhrt werden könnte. Minister Frhr. v. Ha mm erste in: Der Ausstellung^ von unsittlichen Bildern und Schriften trete die Polizei önergrschg

Aas reformatorische Bußland.

Eine Volksvertretung?

London, 16. Febr. Aus Petersburg wird gemel­det, daß der Z ar drei verschiedene En twür fe für eine russische Volksverlwetung eingehend studiert. Die.Verfasser der Entwürfe sind Graf Tolstoi Sohn, Graf Fgna- t i e f f und ein bedeutender Schriftsteller, dessen Name geheim gehalten wird. Einer dieser drei Entwürfe schlägt eine Volksvertretung vor, worin a ll e Ge sells chaft s?r erf e,- alle Nationalitäteni und alle Religionen iw Rußland vertreten werden.Daily Ehronicle" meldet, daß der Zar diesen Entwurf angenommen hätte. (?)

Paris, 16. Febr.Petit Journal" berichtet aus Pe­tersburg: Man erwartet bestimrnt die Einberufung der> Zemski Zobor (Parlament). Diese soll im Zusammen­hang mit dem Friedensabschluß stehen.

Die Arbeiter

mehrerer Fabriken in Petersburg überreichten dem Fi­nanzminister eine Denkschrift, in der sie hervor­heben, daß alle partiellen Erleichterungen die Arbeiter nicht beruhigen werden, solange die Regierung nicht Ko alitionsrecht und Versammlungsfreiheit, Redefreiheit, Streikfreiheit, Unantastbar­keit der Person und Einsetzung von Vermittelungs­kommissionen zwischen Arbeitern und Unternehmern gewährleistet würden. Sodann folgen neben der Forderung oer Lohnauszahlung für Streiktage und Verminderung der Arbeitszeit eine Reihe nebensächlicher Spezial-Forderungen. Dieselbe Deputation überreichte dem Senator Schidlowski, dem Vorsitzenden der vom Zaren in der Arbeiterfrage er­nannten Speziälkommission, ein Gesuch, das folgende For­derungen enthält: Die von der Polizei geschlossenen 11 Ab­teilungen des Arbeiterverbandes von Petersburg sollen so­fort eröffnet und den Abteilungen gestattet werden, eine Deputation von je 2 Mann aus jeder Fabrik von mehr als 500 Arbeitern sowie andere Per­sonen nach Girtdänken der Arbeiter in die vom Zaren ge­schaffene Kommission zu wählen. Sollte das Er­suchen abgeschlagen werden, so verzichten die Arbeiter auf die Teilnahme an dieser Kommission und stellen, falls die Fabriken diese Arbeiter nach eigenem Gutdünken in die Kommission ernennen sollten, den Ausbruch weit größerer U n r u h e n als die bisherigen in Aussicht. Schidlowski las das Gesuch durch und versprach die Forderungen der Arbeiter in E r w ä g u n g zu ziehen und die Bekanntmachung über die Wahl der Arbeiter-Delegierten rechtzeitig zu erlassen.

Gorki

wird, wie seine Freunde bebaupten, wahrscheinlich so lange interniert bleiben, bis die Arbeiterfrage endgiltig gelöst er­scheint. Der Stadtverordnete K e d r i n, der sich ebenfalls in der Peter-Pauls-Festung befindet, scheint der Untersuchung die meiste Arbeit zu machen. Bei diesem will man sogar den Entwurf eines revolutionären Aufrufs a'n! di e Truppen gefunden haben.

Ein neues Attentat.

Warschau, 16. Febr. Ms der Fabrikant Fra­get, der bei den Arbeitern nicht beliebt ist, von einer Spazierfahrt zurückkam, und in das Tor der Fabrik einbog, feuerte eine unbekannte Person drei Revolverschüsse auf ihn ab. Zwei Kugeln trafen den Wagen, die dritte traf den ArM Fragets. Der Täter entkam.

Volttische Tagesschau.

Zur neuen Marinevorlage.

Man schreibt uns von geschätzter Seiten

In den interessanten Erklärungen des Marinestaatssekretärs d. Tirpitz in der Budgetkommission des Reichstages findet sich ein gewisser Widerspruch. Herr v. Tirpitz stellte, in Ueb-rein- stimmung mit dem allgemeinen Urteil fest, daß bei dem See­krieg in Ostasien die Torpedowaffe nicht entfernt den in sie gesetzten Erwartungen entsprochen habe. Andererseits kündigte der Staatssekretär die Neuforderung von s i e b e n T o r p c do d i v i si o n e n für die deutsche Marine an, mit dem Hinzufügen, persönlich habe er. viel für die Tor­pedoboote übrig. Das letztere erscheint begreiflich: ist doch, Herr v. Tirpitz während seiner FrontdienstAeit zum großen Teil auf Torpedobooten tätig gewesen. Der.Staatssekretär sagte, es sei richtig, die Bedeutung der Torpedowaffe für die B-^t'üdigung zu betonen. 9hm, bet den Seekämpfen um 93ort Arthur lag Verteidigung vor, und wenn man auch das taktische Ungeschick der Russen in Rechnung stellt, so kann doch selbst Herr v. Tirpitz den weit besser geführten japanisck>en Torpedobooten nicht nach­sagen, daß sie einen den für sie günstigen Verhältnissen angemessenen Erfolg errungen hätten. Die Frage ist also: drängt sich angesickts der im modernen Seekrieg gemachten Erfahrungen die Notwendigkeit auf, die deutsche Torpedoflotte um sieben Divi­sionen zu vermehren? Erscheint es nicht vielmehr an gezeigt, diese Forderung fallen zu lassen oder wenigstens zu reduzieren und dafür einen oder zwei der kleinen, Kreuzer einzu­stellen, deren Bewilligung Herr v. Tirpitz gleichfalls als er­wünscht bezeichnete? Boote für die Ausbildung mit der Tor­pedowaffe sind hinreichend vorhanden, dagegen ist der Bestand an verfügbaren kleinen Kreuzern durch die Verwendung der9Nün- chen" als Torpedoschulschiff verringert. Tie Auffassung, es müsse schleunigst eine Vermehrung der Torpedoflotte angestrebt werden, weil das Torpedowesett vom Schlachtschiffbetrieb abgesondert und in der Hauptsache in der Eckeruförder Bucht lokalisiert ist, diese Auffassung würde schwer vereinbar sein mit der gebotenen Rücksicht auf die Finanzlage. Von den Handelsverträgen, über deren finanzielle Ergebnisse schon zum beträchtlichen Teil verfügt ist, darf man nicht goldene Berge mehr erwarten. Tas hat der Schatzsekretär selbst ausgesprochen. Schließlich bleibt auch zu beachten, daß die Baukosten für die großen Auslands­kreuzer, die den Kern der neuen FlottenvorlaLe bildet:, immer höher werden und sich denen für Linienschilfe mehr und mehr nähern.

deutsches Reich.

Berlin, 16. Febr. Heute mittag wurde das vor bem Avothekcnflüg'el des König!. Schlosse? errichtete Bronze- standbild des französischen Admirals Coligny in Gegenwart des Kaiserpaares, der Minister Studt und Frbr v Rhcinbaben, der drei Kabinctischcss, den Damen und 'Zerren der Umgebung, des Bildhauers Grafen v. Görtz- Schlitz und einer Abordnung der französischen Kolonie feier­lich enthüllt Der Kaiser überreichte dem Grafen Görtz- Schlitz den Schwarzen Adlerorden. Die Mitglieder der französischen Kolonie, die der Enthüllung beiwohnten, wurden neben anderen Persönlichkeiten vom Kaiser und der Kaiserin ins Gespräch gezogen. Das Denk.nal zeigt den Adniiral in spanischer Tracht, die Linke leicht auf den Degen gestützt und in der Rechten den Ndmiralsstab haltend.

Für einen Besuch des Kaisers Wilhelm werd-m auf der griechischen Insel Korfu seltsame Vorbereitungen ÖCtr°©Sn bei der letzten Mittelnreerreise sind von Korfu aus lebhafte Anstrengungen gemacht worden, den Kaiser zu einen: Be­such dieser Insel zu bewegen. Neuerdings hat die Ankündigung, daß Kaiser Wilhelm seine Viittelmeerreise bis Griechenland aus- 'delmen werde, in 'Korfu die Hofft:ung erweckt, daß der Besuch der Insel diesmal stattfinden wird DerDeutschen Tagesztg." wird aus Korfu geschrieben,daß balj-er aun sofort mehrere deutsche TeiW des großen Kas^-Unternchmens, durch welches Korfu zu einem Rivalen von Monte Carlo, gemacht wer­den soll", in Korfu eingetroffen seien, um für eine schleunige Fertigstellung des Kasinos und der damit verbundenm Anlagen Ei i . twirten Mit dem Kasino ist eine Spielbank ver- ° T e Aasinogesellschaft wolle große Aufwendungen machen, nm bei einem etwaigen Besuch des Kaders Korsu.,,in möglichst L^der Verfaffuna erscheinen zu lassen". Wörtlich schreibt die Äuffche Tages trt>^Dieser Besuch würde ;a gerade die bestr G^enenbüt dazu bieten, Korfu als den neuen Sammelpunkt der fashionablen We lt bezw. als das Monako des Ostens em zufuhren."

Die Fr Tische Pr." bemerkt dazu sehr richtig: Hat denn die Deutsche Tagesztg." keine Empfindung dafür, daß ^es den Kaiser beleidigen heißt, wenn man ihn, wie es nach me,er von derTeutschen Tagesztg." ohne.jede Bemerkung abgedruckten Dar­stellung in Korfu versucht nnr*b, mißbrauchen Will, zu einer Reklame für eine Spielhölle?

Die ZLergarbeiterbewegung.

DerReichsanz." schreibt: J'm Ruhrrevier kann der A u s st a n d im ällaemeinen als b c e n d e t angesehen wer­den, da in der Frühschicht am 15. ds. nur noch 2176 Munn fehlten. J'm BvrgwerkSrevier Ratibor waren am 15. d. M. noch insgesamt 2636 Mann ausständig.

Dop das Ende des Bergarbeiterstreiks gekommen ist, geht auch aus einer Ankündigung des Bergbaulichen Vereins hervor, laut welcher er die Veröffentlichung der Streik- statistik einstellt, da auf fast allen Zechen die Belegschaft in alter Höhe eingefahren ist. . .

Wir haben mitgeteilt, daß das Kohlensyndrtat in nächster Zeit schon die Kohlenpreise erhöhen werde. Nun wird direkt aus Syndikatskreisen mitgeteilt, daß dies wohl der Wunsch einiger Zechen ist, die Mehrheit derselben dürfte aber kaum mit einer Preiserhöhung ein­verstanden sein. J'm übrigen sind die Preise für d:e Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 bereits Ende v. I. fest gestellt worden und eine Aenderung dieser Festlegungen könnte nur durch, eine Majorität der Zechenbesiper herbei­geführt werden. *

Fürth 16. Febr. Der Magistrat lehnte den sozial­demokratischen Eintrag, 200 0 Mk. für die ausständigen Bergarbeiter des Rubrreviers zu bewilligen, mit alten gegen die fünf sozialdemokratischen Stimmen ab.

Verlobung des Herzogs Eduard von Sachsen-Koburg.

Herzog Karl Eduard von Sachsen-Koburg und Gotha! hat sich in Berlin mit der Prinzessin Viktoria A.del^ Heid, ältesten Tochter des Herzogs Friedrich Ferdinande zu Schleswig-Holstein-Sonderbur g-Glücks-i bürg, verlobt.

Herzog Karl Eduard ist der jüngste unter den t)eut* schen Bundesfürsten: erst am 19. Juli dieses Jahres wird-i er nach erfolgter Großjährigkeitserklärung die Regierung^ seines Landes selbständig übernehmen, dessen Regentschaft jetzt der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg führt. Herzog, Karl Eduard wurde am 19. Juli 1884 zu Claremont tiU England geboren- Sein Vater, ~ der im Jahre 1884 starb^ war ein jüngerer Bruder des Königs Eduard von England. Nach dem Tode des Herzogs Alfred von Sachsen-Koburg und Gotha und dem ftühzeitigen Hinscheiden dessen Sohnesf ging im Jahr 1900 die Thronfolge des Herzogtums nach Verzichtleistung des Herzogs von Connaught auf Herzog Karl Eduard über, der damals in dem Kolleg von Eton alA Zögling weilte. Der Herzog siedelte mit seiner Mutter und Schwester nach Potsdam über, wo er seitdem mit geringes Unterbrechungen fast ständig geweilt hat. Ein häufiges Gast in der Kaiserlichen Familie, ein intimer Freund der?, älteren Söhne des Kaiserpaares, hat er diese Beziehungen! zum Hohenzollernhause nun durch die Verlobung mit etnerl Nichte der Kaiserin noch enger geknüpft. Der Her^g tut zurzeit als Leutnant Dienst in der 5. Kompagme des! 1. Garde-Regiments z. F. .

Prinzessin Viktoria Melheid zu Schlesivig-Holstem^ Sonderburg-Glücksburg wurde als älteste Tochter des Her-- zogs Friedrich Ferdinand zu Schleswig-Holstein und dessens Gemahlin Mathilde, geb. Prinzessin zu Schleswig-Holsteinj am 31. Dezember 1885 in Grünholz (Pr. Schleswig-HolMn), geboren. Ihre Mutter ist eine jüngere Schwester deH deutschen Kaiserin. Die Prinzessin hat noch wer! Schwestern und einen Bruder, den im 14. Lebensjahre stehen-^ den Prinzen Fwedrich

Der Krieg.

Vom Kriegsschauplätze.

Tokio, 16. Febr. (Reuter.) Ein Telegramm des MarschaM O v a m a vom Hauptguartier am Schaho vom 14. <ycbr. melder, u (T : In der Nackt des 14. Februar griff eine Abteüung de^ feindlichen Infanterie Waitnvschan <m; ein Bawuwn, erneuerte den Angriff mit Tagesanbruch des 15. Februar, oew^ Male wurde jedock der Angriff in der Rickitung auf Eoeunrgu^ am Morgen des 15. Februar vollständig zurückge\djiK*! gen. Am 14. Februar übernachtete der Feind m der wgeno rou;, CbencheawatAU, nachdem er Vorposten in der Umgebung von nebaugtzu vor der Ankunft unserer Weitung,^ selche zur treibung des Feindes nligeianM war, ausgestellt

Russen begonnen sich in nördlicher RiclUung 5 nr uffj ziehen. Unsere Truppen, die sie in der Rrchtuns nach! Hatzuhow verfolgten, fügten ifonrn einige Verluste zu. .

London, 16. , ehr. Dem Reuterscheil Bur em: ward dem russischen Hauptquartier von gestern geiMldet2 Die I a p a n er b e s ch o i s ' n gestern und heute den P