Ausgabe 
20.1.1905 Erstes Blatt
 
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deutsches Rercb.

werden.

vereinigten Darmstädter Zimmermeister darüber

Stadt bei der bevorstehenden Vermählung des Groß-

Dec Oberbürgermeister erklärte, die

leitenden Ansprachen durch den Veranstalter der Versamm­lung hielt Pfarrer Sohn von Battenfeld einen Vortrag über ^Die Kaiserreise ins heilige Land". Ganz besonders anziehend waren die lebenden Bilder, in welchen als Matrosen und Infanteristen gekleidete männliche Mitglieder des Kirchen- chorS die Bedeutung der deutschen Flotte und des Land- beeres versinnbildlichten 'oder weibliche unter bengalischem Licht als Schutzgei''ter des Deutschtums erschienen und GlaubeLiebeHoffnung darstellten.

R.-B. Darmstadt, 19. Ian. In der heutigen Stadt- ! verordneten-Sitzunq kam u. et. auch eine Beschwerde der

an dem Handels ver-jmieren und Singen patriotischer Dichtungen durch die Kon- firmanden und einzelne Mitglieder des Kirchenchors, sowie

sehr schöne und gut gelungene lebende Bilder. Neben ein-

Aus Stadt uud Land.

Gießen, den 20. Januar 1905.

Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den evangelischen Oberpfarrer Marguth zu Michelstadt und den evangelischen Pfarrer Fuchs zu Arheilgen auf ihr Nach­suchen unter Anerkennung ihrer langjährigen und treugcleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt.

Der Vorsitzende des KreiSrechner-Ver- bandes Gießen, Rendant Döring hier, hat sein Amt niedergelegt Briefe und sonstige Sendungen sind daher künftig an den stellvertretenden Vorsitzenden, Gemeinde-Ein- nehmer Form hals in Allendorf a. d. Lda. zu richten.

Der Männer-Turnverein veranstaltet nächsten

Sonntag (22. er.), wie in seinem Winterprogramm vorgesehen ist, einen Turngang über Lützellinden, den Stoppelberg nach Wetzlar. Dort findet in der RestaurationBur alten Post" (Gg. Almenröder) eine Familienzusanunenkunft statt. (Siehe Inserat.) Tie jetzige trockene, kalte Witterung dürfte wohl in manchem alten und jüngeren Turner die Lust zutn Wan­dern erwecken. Dem Vernehmen nach dürfte die

§ Leihgestern, 20. Jan. Der hiesige vereinHassictt zählt bei Beginn des neuen Vereins­jahres 77 Mitglieder. Sein Vermögen beträgt Mk. 569.58.

Anfall bei der Wasserwerke in Rußland

Während der Zeremonie der Wasserwethe, m der griechisch-orthodoxen Kirche eine große §estltchkctt, bei bet auch diesmal das Kaiserpaar zugegen war, wurde glerch- zeitig mit dem zweiten Salutschüsse von mehreren Kar­tätsch e n ku g e ln die Fenster bcs Nrkolatsaales des Winterpalais zertrümmert, bte, ttne es heißt, vom Börsengebüude herkamen, wo zum Ztvecke des Salut­schießens Geschütze aufgesahren waren. Ter Vor, all ist bisher unausgeklart. Ein Polizerbeamter soll getötet wor­den sein. Bei der Feier pflegt in das Eis der Newa em Loch geschlagen zu werden, und aus Anlaß der Basserwethe wird für das Kaiserpaar ein Baldachin errichtet Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Kugel zerschmetterte die elektrischen Lampen auf der anderen Sette der palle. Die Lampen fielen zu Boden. Tie Petersburger Telegrophen- agentur meldet über die Ursache des Unfalles: Ber einer vorgestern abgehaltenen Uebnng der ersten rettenden Garde- batterie blieb eine Kartätsche int Geschützrohr. Bei dem heutigen Salutschießen wurde -die Kartusche ver- ) ehentlick. än dieses Rohr gesteckt, worauf der Kartätschenschuß losging.

Älnsland.

Petersburg, 19. Jan. Die Petersburger Fabri­kanten hielten heute eine Beratung über i> e n Arbeiter- ausstand ab und beschlossen, die Fordern n g e n auf Gc- ronfimmn bc3 AchlstimdentagcS, Teilnahme ter®rfriter SabriHritintg und Lcl>nm!s;ahlimsi fiir bte Seit de? Ausstandes als ftort-mmeicn allgemeinen Charakters a b z u l c st n en Dc- züglick der privaten Fragen wurde der Standpunkt mifgcMlt, das, jede Fabrik diese erst na-h der Wtederaufnahme der Arbeit mit den Arbeitern behandeln könne. Es wurde beMo-sten, daß! die Fabrikanten keine Verhandlungen mit den Arbttterorgam- sationen eingehen sollten, insbesondere nickst mit dem russischen ^^P^i^' 19 Jan. Soubet konferierte heute vormittag mit de" Vorsitzenden der republikanficken Fraktionen des Senats, Duboft, Guörin Prevet und L e p d e t. Heute nachmittag hat der Präsident Besprechungen mit den Führern der republikani­schen Fraktionen der Teputiertenkammer.

Belgrad, 19. Jan. Von amtlicher serbischer S^tte wird erklärt- Tie serbische Regierung pflog bisher bezüglich der Anleihe überhaupt keine Verhandlungen, weder mit ausländischen Banken, noch mit irgendwelchen ausländischen Syndikaten In dieser Beziehung verbreitete Ausstreuungen mrs- ländischer Blätter seien von den verschiedenen Interessenten ver­breitete tendenziöse Erfindungen. e . _

Budapest, 19. Jan. In Gerlsdorf tm Georgenberger Wahlbezirk kamen Wahlunruhen vor. Die Oppositionellen griffen die Anhänger der Regierungspartei an, im Streite wurde ein Bauer erschlagen und zwei verletzt. Die Teilnehmer an den Ausschreitungen wurden verhaftet.

3>et Krieg.

Sonbon, 19. Jan. TicTimes" erfährt,-u« Tokrr> vom 18. Januar: Eine Depesche O l) am aS bestätigt, da«"" 17. Mannar fapanischc Strettkr a rt c c,nc ^lbtetlnng russischer Kavallerie m ber stlaelcharschast von San schiabo umzingelten nnb zc r st r e u t e n. <ranffcit büßte 800 Tote unb V erwunbet- unb ««.- Menge -affen ein. Japanische Stabsoffiziere wollen m den Nethen be^> Feinde, eine rrmne Menae reguläre chinesische Truvven gesehen havcii Die scinbltche shavallerie war 5000 km? Mnnn ftarf nnb hatte über 10 Kanonen, sie wurden bet Nmff-stwE -i^ wgen und zogen sich am 16. Januar nach Erbosten zurück. Die -m Shanabaier Delc-iramm bc§ -Datlv Telegraph desallt, ist eine rege Tätigkeit unter den nördlich von M u k densenden R s t wahrnehmbar. Die dortige T r u p v c n nt a ch t wird «<24 0 0 u u gescktüht. ES verlautet auch, daß bet.Ntkolak cme ntsstsche ctmt traft di- Zugänge nach Wladiwostok, wo 30 000 Russen stehen,

19. Jan. Die I - P « " "^ben gestern in der Tschuschimastraße den cnglischen Dampfer,,Oaklch an brockt der am 17 November Eardlfi verlaßen hotie unv Mil 5900 Tomten .Kohlen au Bord nach Wl-diwostvk nnterwegS war. Der Dampfer wurde nack Sasebo ne?roo't.

Stadtverwaltung habe sich hier in einer Zwangslage befunden unb konnte im Interesse der Stadt nicht anders handeln, benn die vereinigten Zimmermeister batten in ihren Offerten für diese Zimmerarbeiten 4500 Mk. verlangt, während die aus­wärtige Firma dieselben Arbeiten für 2700 Mk. zu liefern sich verpflichtete. In einer längeren Debatte wurde zwar von verschiedenen Rednern betont, daß man derartige Ar­beiten möglichst von ortsanaesessenen Vrofesfionisten ausführcn lassen sollte, aber auch anerkannt, daß die städtische Behörde unter den gegebenen Umständen durchaus korrekt ver­fahren sei. .

8b. Darmstadt, 20. Jan. (Eigener Draht­bericht.) Auf Veranlassung der hessischen Handwerks­kammer fand heute im städtischen Saalbcni hier bte be­reits angekündigte Versammlung von c cu 100 Obermeistern als Vertreter von ca. GO Innungen ftatt Als Regierungsvertreter wohnten Oberregwrungsrctt Wag- ner, Negierungsrat Noack und Gewerberat Reuter bet. Ter Sekretär der Handwerkskammer, Engelhardt, hielt einen belehrenden Vortrag über die Ausfüllung der be­kannten Fragebogen. .

WormS, 19. Jan. Die .Wormser VolkSztg." bringt folgende Nachricht: Leutnant Scharfscheer begab sich nach einem Liebesmahl der Offiziere in betrunkenem Zn-- ! stände gegen Morgengrauen in die Mannschaftsstichen der Kaserne, befahl einigen Leuten barfuß und nur mit Unter­hose bekleidet in den Hof zu treten, wo einer nach dem andern unter den Brunnen gehalten wurde, sodaß ihnen das Wasser den Kops unb Rücken herunterlief. Wie verlautet, liegen einige ber so Mißhandelten erkrankt tm Lazarett. Der betreffende Leutnant sei vorläufig vom Dienst suspendiert worden.

Fr an kfur t, 19. Jan. Der Lo komotiv führer des Schnellzuges 79 Frankfurt-Hamburg, der hier morgens 6 Uhr abgeht, wurde bei Groß-Karben durch einen faustdicken Stein so an der Hand verletzt, daß er sich in Friedberg ablösen lassen mußte. Der Stein zer­trümmerte das Fenster der Maschine. Er muß dem Zug direkt ent gegen geworfen worden sein.

Kleine Mitteilunaen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Das Ehepaar Heinrich Büchler III. in Brensbach (bei Dieburg) feiert am 29. Januar feine diamantne Hochzeit. ________________ _

vermischtes.

EinmenschlicheSScheusal. Vor dem Schwurgericht m Koblenz steht ber 57 Jahre alte Schlosser Philipp Stoffel ^us Win des heim bet Kreuznach unter ber Beschuldigung der vorsätzlichen und versuchten Brandstiftung, der Ermor­dung seines Schwagers Johann Steher und derschwerenMiß-* Handlung seines Sohnes Jakob. Stoffel lebte mit seinem Schwager seit vielen Jahren in Streit um ganz geringe Erb- schaftssachten, bestehend in einigen geringwertigen Feldern. Wieber- holt bedrohte er ihn mit dem Tode, er gab ihm nichts zu essen, sodaß iich die Gemeinde und mitleidige Nachbarn des verkrüppelten ManneS annahmen. Auf dem Heuboden hatte er ihm ein elendes r.ager eingerichtet. Seit 20 Jahren quälte er den Schwager auf die unmenschlichste Art Er band ihn in der Werkstatt an dem Edoß fest und schlug dann mit glühenden Eisenftangen auf ihn los. Einmal befahl er dem Schwager nioderzukuieen imt> schoß J??1 vttt brr Jagbflinte ein Ohrläppchen ab. Der Geqiiälte konnte sich nicht wehren, da er perkrtivpelte Hände hatte, mit denen er c! -ii n Streichholz anfassen konnte. Vor ungefähr 15 Jahren mitt er ihm einen Hoden aus. Am Mend des 20. Juli 1904 vesauoß er seine Greueltaten damit, daß er den Schwager bei ledendigem Leibe verbrennen ließ. Mit Stricken fesselte fk hilflosen Krüppel an Armen und Beinen an dem Bett ! k' t k n zündete er das aus dem Speicher lagernde Heu an, r «2? * ^auS in Brand geriet und zum Teil verbrannte. Sich lelbu legte er zu Bett und simulierte Kranksein Seine beiden ^ohne, die anfangs mitangeklagt waren, trugen ihn aus dem ! brennenden .Haufe. Kurze Zeit darauf wurde er beobachtet, wie er ganz gut gehen konnte und versuchte, in bas Haus einzudringen, wahrscheinlich um bte Spuren seines scheußlichen Verbrechens zu 1 verwifüien. Der auf dem brennenden Speiä)cr liegende Steyer

Vfllilisäie Tagesschau.

Eine folgenschwere Ablehnung.

In der Budgetkommission des Reichstags gestern, Donnerstag, nachdem erregte Auseinandersetzungen mit der Regierung stattgefunden hatten,die Vombe geplatzt : die Kvmmifsion lehnte bte Forderung v o n 20 0 0 0 0 M a r I tür bte Vorarbeiten ber Bahn Dinbhuk-Rehoooth ab. Vergeblich war cs, daß die Regierungsvertreter mit beredten Worten darlegten, daß die Regierung durch einen rechtsgiltigen Vertrag zur Zahlung dieser Summe verpflichtet sei, vergebliw bemühte sich ber beim Zentrum geltende ReichSschatzsekretar tfrbr. v Stenael, der Kolonialvcrwaltung die in gutem Glauben ge­handelt habe, mildernde Umstände zu erwirken, vergeblich führte

Generalleutnant v. Arnim militärische Gründe ins Feld: die i Mehrheit ber Kommission war einig barin, baß eine Verletzung i des RcichstagZ-Budgetrechts vorliege, und daß die Antwort hieraus nur die Ablehmina der Forderung sein könne. Die agrarflche Tagesztg." wirst die in der Kommmion ungeklärt gebliebene Frage auf, wer nunmehr die 200 000 Mk. an die Firma Koppel (welche die betreffenden Vorarbeiten ausgefilhrt hott zahlen soll. DieTagesztg." beantwortet die Frage dahin: ,.In erster Lwie! Lürften die Beamten herangezogen werden, die den Vertrag! schlossen, zunächst also der Reichskanzler." Eine wenig erfreuliche Persvektive für beit Grafen Bülow! Die Tageszeitunqs-Männer, erbost über die prertßtschen Kanalvläne unb die Nicktkündtgung der Handelsverträge, scheinen dem Mann am Steuer diesen Griff in die Tasche herzlich zu gönnen. Aber wir bezweifeln, daß Gras Bülow bas Opfer sein wirb. Wir neigen eher ber Ansicht zu. daß Kolonialdirektor Stübel es satt bekommt, für das Kapitel Südwestafrika" immer wieder verantwortlich gemacht zu werden unb für alles einznstehen, unb daß er nicht mehr weit von dem Entschluß ist, sick von diesem schweren und undankbaren Posten zurückzuziehen.

tun-1 ein cs Denkmals auf dem Schlachtfeld- von! ©rieten. meldet: «er Kronprinz

und Prinz Eitel Friedrich erschreneA «stern auf dem FestkommcrS dcS DercrnS deutscher Stu-

19. Jan. Anläßlich des Ablebens der Gr o ß b c r« o q i n gingen von den merften w ««< ländifüicn dösen Beileidstelegramme em. Der Kaiser sandte in Gemeinschaft mit der kbaiserm fvlg<-ndcs Tclc. ar-amm- Tief crscküt^rt sprechen wir Dir un^r von Herzen r^mm7ndcs BeNeid m-s. Gott stehe Mr bei in Temem fdW3On^ch777g"Jan. Für die Arbeitslosenunter.| stützung ist folgende? sestgesctzt: Unt^sttis't werden nur, die seit 1. Juli ununterbrochen ^" wohnhaften, eit min bestens acht Tagen ohne ihr D-rM-lden ArbcitSlo cm Wer Unterstützung beansprucht, Ess stÄ täglich bci be^mmtcn nach Berufsart aeglicberten Stetten des A . itvamti- melden und dort ° den Agenten des HilfsromitceS die er- forderlichen Ansschlüfse gcbem Unwahre Angaben haben den Ausschluß von feder Untcrstutmng zur Folge. Tie Geld- imterstützunacn (für die Verheirohkttcn, Ledrqe erhalten Anweisungen auf Mittagessen in den öffentltch hallen) werden Mittwoch und Samstag, zum erstenmale am nächsten Samstag gegeben. Unternehmer werden auf- aefordcrt, Arbeitskräfte, welche sie brauchen, beim ^eits- amt anzumcldcn. - Die S t a a t s r e g t e r u n g ha B a u ­ausstattungsarbeiten für die Arbeitslosen an­gewiesen.

gegangen.

Vertauschte Wandkalender. In dem nieder- rheinischen Städtchen Odenkirchen ist ein böses Unglück passiert. DaZ dortigeVolkSblcrtt"' hat seinen Abonnenten! zum neuen Jahr einen protestantischen Wand­kalender zugestettt unb bittet nun seine Leser reumütig wegen dieses Unglücks, das auf das Versehen einer aus­wärtigen Firma zurückznführen sei, um Verleihung. Es mußte sich schon sclfarfe Angriffe eines anoeren, ultra- montanen Blatter gefallen lassen imb spricht nun die Hofs- f -< nung aus, daß das Versehenbei unseren geehrten Lesern

...... "g""" imt) Leserinnen kein großes Verderben anrichten günstige Witterung vorausgesetzt eine recht rege ^b". Selbstverständlich w-ürden die Leser einenzuver­lässigen katholischen" Kalender als Ersatz erhalten.

Krieger- __________

Berlin, 19. Jan. Der Kronprinz erlitt heute vor­mittag, als er sich zum Schlittschuhlaufen auf den Hei- kigensee begeben wottte, einen Unfall. Er hatte einen Dogcart mit angelegten Schlittschuhen bestiegen und als er danwa n den Bassinplatz fuhr, scheute das Pferd plötz­lich und bäumte sich empor. Der Kronprinz wie der Kutscher wurden aus dem Wagen geschleudert. B eide konn-> « - ... m cA f r

ten sich nach kurzer Zeit wieder erheben und die Fahrt verein gahlt Beginn es -0 AerilAtSsaal.

fortsetzen, allerdings nicht nach der Eisbahn. jahres 77 Mitglieder. Sem Vermögen beträgt Mk. 569.58. K Gießen, 20. Jan. Die Strafkammer verurteilte

Der Dbg. Busin q hat, unterstützt von anderen Mit- Von der Feuerverficherungsgesellschaft ^Providentia" wurden heute die Näherin M. G. von Gunzenau megett Untreue zu

gliedern der nationalliberalen Partei, im Reichstage fol- dem Verein als Bonifikation für 1904 Mk. 48.55 überroiefen. Herbstem die

aende Interpellation eingebracht:Witt der Herr Der Vorstand wurde, in Anbetracht seiner erfprie6li^^en ^arf^e^u um^ihn^h^

Reichskanzler nicht dem vom Bundesrate m seiner ^rtz- Tätigkeit für den Verein, fast einstimmig wiedergewählt. verwenden. Dcr Betrag'von 405 ML wurde in kurzer Frist

ung vom 26. Okivber 187o gefaßten Beschlüsse: h(m 9. und 10. Juli dS. Js. gedenkt der Verein, der einer durch gebracht, sodaß das .Kind jetzt völlig mittellos ist. Tie

.. werde dm rnecklen-I^ ä(tcftcn be5 ^.siia-Verbandes' ist, ein Kriegerfest zu Berufung des Maklers A. W. von Borsborf, die gegen ein

öurgiichen Regierungen gelingen, eine Aenberung der be- ver atteNen oes »Pli öA;rorrAfn:cfl mPrhpn fnH Urteil de§ Schöffengerichts Nidda gerichtet war, wurde iostenfällig

stehenden rnecklenourgifchen Verfassung mit dem mecklen- feiern, bei dem ihm die Kaiferschleifi verliehen werden soll, ^^ewiesen. W. wurde wegen V e l e i d i g u n g des Bürger- burgucken Landtage zu vereinbaren", im Wege bunbeSfreundlicher x Allendorf a. d. Lda., 19. Jan. Am yjtittiuoct) meisterS Weiß, dem er Meineid vorwarf zu 3 Wochen Gefängnis Derhanblungen eine weitere Folge zu geben, da die mecklen- Pfarrer Eckstein hier einen evangelischen Gemeinde- verurteilt. Weiter hatte ber Kaufmann K. St. aus Hannover l^aer als 24 Zähren kemen Dersuck veranstaltet. Die zahlreich Versammelten, welche liegen ein Urteil beS hiesigen Schöffengerichts Berufung erhoben,

mehr gemacht haben, ber vom Bundesrat ausgesprochenen und \<\ ,ul" 1 , . 2 ?/ T-e A i« o wurde weaen Bctruas »n 6 ßk'fnTtaiti5 verurteilt

von ihnen ausdrücklich gebilligten Erwartung zu entsprechen?" dichtgedrängt von abends 7 bis 11 Uhr Lull s ^aal zuni Termin aus weshalb feine Berufung verworfen

xtr Bundesrat stimmte dem Entwürfe des füllten, wurden in würdiger Weise an die Gründung beS mürbe. 9

Landeshaushaltsetats für Elsaß-Lothrin- deutschen Reiches erinnert. In bunter Reihenfolge gen zu. wechselten nach wohldurchdachtem Programm geistliche und

ho + ottfiViito/ getkomMission des Ab ge 0rd -> patriotische besänge aller Anwesenden Mit Klavierbegleitung S «T

der ordentlichen Ausgaben. Jin Laufe der Debatte erklärte MänncrgcsangvercmEintracht" undSangcrrundc", Dckia- der LandtmrtschastSminister, daß un utm e:---- a':x------ s""'lk

traße miit Oesterre ich-llnigarn sehr intensiv gc- arbcrtet worden sei, teilweise die Nächte hindurch^ und daß der Vertrag in den nächsten Tagen der österreichischen Regierung zugehen werde.

Em amtliches Telegramm aus Windhuk meldet: Im Gefecht bet Gochers am 5. Jan. gefallen: Gefreiter Gustav Grassow, geboren 22. Juni 1883 in Löwenberg in der Mark, ftüher Feld-Art.-Regt. 39. In den Gefechten bei Groß-Nabas am 2. Jan. bis 4. Jan. leicht verwundet: Sanitäts-Gefreiter Richard MöbiuS, geb. 8. Jan. 1883 in Borna, früher Trag.-Regt. 16, Reiter Robert Verger, geb. 24. Okt. 1882 in Berlm, ftüher Jms.-Regt. 146. Im Gefechte von Hoachanas >am 3. Jan. leicht verwundet: Ge- freiter Wilhelm Pötzold, geb. 6. Sept. 1883 in Waldau, früher sächs. Jnf.-Regt. 102 (Fleischschuß ftn den Ober* ichenkel). Am Tvpyus gestorcken: Retter Franz Th i e-! .,1 u u c o»... m« t uiciuvk uaiuoer

micke, geb. 17. Nov. 1882 in Cöthen (Anhalt), früher ^ur Verhandlung, daß die Arbeiten zur Ausschmückung der Jnf.-Regt'. 27, am 16. Jan. im Lazarett Windhuk. Stabt bei der bevorstehenden Vermählung des Groß-

Tie Stadtverordneten genehmigten ohne er- Herzogs an eine auswärtige Firma (Diehl in Groß-Gerau) hebUche Debatte den 21ntrag des Magistrats auf Errich-!vergeben worden seien. ~ "

* Ein Eisenbahnunglück in England. Auf der Mibland-Bahn stießen bei Tasfield (Yorkshire) der Expreßzug von Schottlaub und ein von London kommender Postzug zusainmen. Bald daraus fuhr noch ein Gepackzug auf die Trümmer. Ste ch s Personen sind tot, 20 verletzt. Ter Expreßzug, aus Schottland fuhr von hinten auf den Postzug Leebs- Shesfield. Tie Trümmerstücke fingen Feuer. Dichter Nebel herrschte. Auch die Zahl ber leichter verletzten Personen ist beträchtlich. Es gab furchtbare Szenen. Die Ver­letzten wurden nach Sheffield gebracht, darunter der be­kannte Porträtmaler B r 0 u g h, der im Rücken verletzt I ist. Tas Unglück sott zwischen 2.30 und 3 Uhr morgens ge- I schehen sein. Viele Passagiere und zwei Beamte wurden getötet. Sieben Verletzte kamen in das Hospital in Sheffields die anderen Verletzten konnten Weiterreisen.

* Aachen, 19. Jan. In verflossener Nacht explo­dierte ein Kessel in der Sodafabrik Honigmann irv Grevenberg. Drei Personen wurden getötet.

* Kiel, 19. Jan. Das deutsche Segelschiff Emma Katharina", das Ende November von Süd­schweben hierher ab gegangen ist, ist verschollen. Mut­maßlich ist das Schiff mit der ganzen Besatzung unter-

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