Freitag 2V. Januar 190K
155. Jahrgang
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bald lächerlich. Tic Untersuchungskommission in der HuN- Angelegenheit hielt, wie ans Paris gemeldet wird, am gestrigen Donnerstag die erste öffentliche Sitzung, welcher mehrere Verrret-er des diplomatischen Korps beiwohnten, ab. Es wurden die Darstellungen des Sachverhaltes verlesen, die sich mit belustigender Beharrlichkert gegenseitig Blindheit vorwerfen.
Im englischen Protokoll heißt es:
Jedes Fischerboot, welches sich in der Nackp vom 21 Oktober auf der Doggerbank befand, trug eine deutliche Aufschrift, hinten den Namen. Alle zeigten das vorgeschrieb-ne Licht der Fischerboote, am Schiffshinterteil ein weises Licht. Die Signale würben mittels roter, grüner und wnßer Lichter gegeben Gegen Mitternacht gab der Kommandant der Fisch"rflotti!le diirch eine grüne Rakete das Signal, die Netze auszuwerfen. Tie Fischerboote hatten eine Geschwindigkeit von 21/2 Knoten. Trotz des Nebels war es keinen A n g e n b l i ck u n m 0 g l i ch , das verschiedene Licht zu sehen. £>ic Kriegsschiffe gingen in nördlicher und südlicher Richtung vorbei, gaben Signale, beleuchteten die Fischerboote und feuerten darauf Dos Feuer dauerte trotz der Signale der Fischerboote fort. Die Rus,m1 gmgen, ohne Hilfeleistungen anzubieten. Wetter. Das rufsisu>e schiff „Aurora wurde durch rnssis<>e Geschosse getroffen. Auf den Fi'cherl^oten befand sich kein Kriegsmaterial: kein Japaner befanv sich an Bord derselben, ebensowenig war ein japanisches Kriegsschiff m der Nordsee Ein Fischerboot ging unter, fünf wurden havariert. Zwei Mann der Besamung wurden getötet, sechs verwundet. £ic Fischerboote ließen sich keine .Herausforderung zu schulden kommen.
Im russischen Berichte heißt es (recht aben-
Rtnber vom ,o-16.
Ale Kuller Sl-iffcraffäre.
Wie wird sie wohl beigelegt werden, die unglaubliche Geschichte? Tie Hartnäckigkeit, mit der die Russen bei ihrem verhängnisvollen, blamablen Irrtum beharren, wirkt nun
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nach dem Kohlenrevier. Vom Kohlensyndikat werden, wie die „Köln. Ztg." erfährt, nunmehr Kohlen zu Tagespreisen, die höher sind als die Vertrags preise,! abgegeben. Der BergarbeiteraiiSstand konimt den rheinischen Braunko h l engru h en sehr zu statten. Die Stadt Köln hat ihren Bedarf auf einen Monat in England gedeckt.
Das Magdeburger Braunkoblen-Syndikar 1 wird die Produktionseinschränkung von 15 Proz. aufheben mit Rücksicht auf den Streik im Ruhrrevier. — In den nächsten Tagen werden 175 000 Tonnen englische Kohle in Ruhrort eintreffen. Weitere ganz bedeutende Abschlüffe sind gemacht. — Vom Hamburger Platz wird gemeldet, daß englische Kohle sehr fest war auf wettere Ordres auch für Regierungözmecke.— Die Bestände deS Syndikats an Kohlen, Koaks und Brikets einschließlich der auf den Zechen lagernden Vorräte werden auf 275 000 Tonnen veranschlagt. — Die Zeche Concordia in Oberhausen beabsichtigt die Stillegung ihres Schachtes, wodurch 800 Bergleute abgelohnt werden. — Die Düsseldorfer Eisenhüttengesell- schast hat einen Teil ihres Betriebes niederlegen müßen; rund 100 Arbeiter sind betroffen. — Von der Rheinischen und Maschinenbau - Akt.- Ges..
D e Yiederrversunq der Kereros.
Wilhelm Mah er er 0 zeigte, wie wir gestern berichteten, seine Unterwerfung an. Und wenn Zerana mit seiner Mitteilung nicht übertrieben hat, um den Deutschen etwas Angenehmes zu sagen, wäre also mit der Unterwerfung Wilhelm Mahereros der Aus st and der Hereros vollständig niedergeschlagen: denn daß die versprengten kleineren Gruppen noch Widerstand leisten werden, ilt nicht anzunebmen. Sie werden jedenfalls fron Vili wenn man timen das nackte Leben schenkt. Tie Pa^i- sizicrunq Südmestasrikas ist damit allerdings noch nW durchgcführt. Tie Niederwerfung der W i t b o i s wird noch, eine recht schwierige Aufgabe sein, und auch die O v a m b 0 sind ohne eine empfindliche Züchtigung wohl kaum zur Ruhe zu bringen. An eine Verringerung der deutschen Truppenmacht ist demnach trotz allem vorerst nicht zu
wird gemeldet, daß für erste nur an 5 Wochentagen ge- arbeitet wird.
Dem „Staatsanzeiger" zufolge werden dte Ausnahme t a r i se für Steinkohlen, Steinkohlenasche, Steinkohlenkoks, Steinkohlenkoksasche, Steinkohlenbriketts, Braunkohlen, Braunkohlenkoks und Braunkohlenbriketts in Sendungen von mindestens 10 Tonnen ab 20. Januar auf den Versand nach sämtlichen Stationen der preußisch-heffischen Staatsbahnen, der großherzoglich oldenburgischen Staatsbahnen und der Militär-Eisenbahn ausgedehnt. Die Fracht wird für dte hinzutretenden Empfangsstationen nach den in den Gütertarifen angegebenen Entfernungen zu den Sätzen deS UuS- nahmetarifS II (Rohstofftarif) berechnet. Daneben wird dre auf den Versandstationen zu erfahrende Anschlußfracht für das Abholen der Wagen von den Anschlußgclcisen erhoben. Für die von oberschlcüschen und niederschleltschen Gntben- staiionen ztt berechnende Fracht tritt den Entfernungen der Anschlußstationen die in den Kohlentarifen enthaltene Zu- ichlagSentfernung hinzu Außerdem wtrd die übliche Vev- schiebungsgebühr berechnet.
Z)as ßndr des Winisterinms ßomb'S.
Nachdem Präsident Loubet zwei Nächte in der Eisenbahn zugebracht hatte, um beim schlimmsten Unwetter seine Mutter zu begraben, führte er am 18. Januar um 11 Uhr norm, den Vorsitz bei dem Ministerrat, um die Demission des Kabinetts entgegenzunehmen. Combes überreichte einen geschlossenen Brief, den Loubet erst nachher erbrach, und wurde hierauf samt seinen Kollegen mit der Weiterführung der laufenden Geschäfte beauftragt. Die ausführliche Motivierung. * des Rücktritts eines Kabinetts ist eine von Combes eingeführte Neuerung. Wir haben den Wortlaut des Schreibens bereits m'tgeteilt. Er versucht auf diese Weise die politische Haltung seines Nachfolgers zu bestimmen.
Am 10. Juni 1902 war es, als Herr Combes mit seinem neuen Ministerium der französischen Abgeordnetenkammer sich vorstellte. In seiner Programmrede kündigte er gleich damals an, daß er den Kampf gegen die religiösen Kongregationen als eine seiner Hauptaufgaben betrachte. »Wir werden/ so sagte der damals neue Ministerpräsident, „nicht dulden,' daß ein Teil des KleruS versucht, die Kirche mit de- religiösen Kongregationen zu identifizieren." Aber Herr Combes ist weiter gegangen, als er in seiner ersten Programmrede ankündigte. Er' hat den Kampf nicht nur gegen die Kon- gregationen geführt. Er ist auch mit der Kirche selbst und deren oberster Leitung in offene Fehde geraten, die sogar zu der Abberufung des französischen Botschafters beim Vatikan führte; und sein Programm entwickelte sich aus dieser Bahn immer'weiter, bis zur völligen Trennung der Kirche von dem Staat. Nicht alle Republikaner wollten Herrn Combes auf d^ser' Bahn folgen. Die ihm ergebene parlamentarische Mehrheit schmolz mehr und utehr zilsamtnen, und beinahe schon seit Jahresfrist lag die Möglichkeit vor, daß sein Kabinett an irgend einer Klippe Schiffbruch erleide. Mit diesem Zustande des Hangens und Bangens in schwebender Pein hat nun Herr Combes selbst ein Ende gemacht, indem er als kluger Mann ferneren, etwa möglichen Ereigniffen vor
denken. „ ,
Dem Reichstag ist, wie wir bereits kurz berichteten, eine vom Großen Generalstab ausgearbeitete Denkschrift über den Verlauf des Aufstau des in S ü d w e fta f r 1f n s>itr Kenntnis zugeaangen. lieber den nach dem Eintreffen Trothns ausgeführten Fcldzngsplan gegen die Hereros loirb darin folgendes ausgeführt: Die für den Kampf verfügbare Macht zählte 16 Kompagnien mit 1500 Gewehren 30 Geschützen und 12 Maschinengewehren. Der Angriff wurde von vier Seiten konzentrisch unternommen. Man mag gehofft haben, daß auf diese Weise die Hereros vollständig eingeschlossen werden könnten; bei näherer Beachtung von Zahl und Entfernung war es unmöglich, einen solchen Erfolg zu erreichen. Auf eine Peripherie von 40 Kilometer Länge können 1500 Mann nicht eine derartige Mauer bilden, daß nicht an einer oder der anderen Stelle der Gegner durchbrechen könnte, noch dazu, wenn die ganze von der Kreislinie eingeschlossene Fläche mit Buschwerk bedeckt ist, welches jede Art von Fernsicht oder Beobachtung verhindert. Das Gefecht nahm einen derartigen Verlauf, daß an zwei Stellen der Feind nach der Mitte Zurut^ gedrängt wurde, daß an -wei anderen unsere Truppen sich nur mit Mühe lgegen die gewaltige Ueberlegenheit behaupten konnten, daß durch die Zwischenräume der Feind mit Frauen, Kindern und Vieh durchdrang, und daß unter dem Schutze der Nacht auch diejenigen, die gekämpft hatten, das Weite suchten. T-er Erfolg von Waterberg bestand nicht darin, daß das ganze Volk der Hereros eingeschlossen und vernichtet wurde, sondern darin, daß seine Widerstandskraft gebrochen wurde und daß es das Verderbliche einer weiteren Kriegführung einsah. Um sich zu retten, eilten die Hereros, von allen anderen Nückzugsrichtrmgen abgedrängt, nach Südosten auf das gefürchtete Durstgebiet der Oma- heke hin. Auf der Flucht verbrauchten sie das letzte vorhandene Wasser der spärlichen Pfützen, den letzten zur Weide geeigneten Grashalm. Die direkte Verfolgung erforderte daher für die Truppen noch größere Anstrengungen und Entbehrungen, als das Gefecht, und mußte nach schweren Verlusten an Pferden abgebrochen werden, wollte man nicht die Truppen der Vernichtung aussetzen. Nach kurzer Rast in der Gegend südlich Waterbergs wurde die Verfolgung wieder ausgenommen, bei der die äußeren Flügel weit ausholend vorgesührt wurden, um die Hereros am Ausweichen nach Nordosten oder Südwesten zu verhindern.
Mitte September umspannten die deutschen Truppen die Omaheke von Epukiro über Owtinaua bis zum Omuramba und Am ata ko. Tie Hereros, von denen vielfach kleine Abteilungen eingeholt und zersprengt worden waren, verschwanden in der unzugänglichen, fast unerforschten Steppe. Zweimal wurden unter den größten Schwierigkeiten Vorstöße größerer Abteilungen ausgesührt- unter General v. Trotha bis Nonjata und unter Oberst Deimling bis über Otjimanangombe hinaus. Beide Male gelang es nur, kleine Abteilungen des Gegners zu erreichen und zu zersprengen. Unermüdliche Streiszüge kleinerer Abteilungen stöberten vielfach vereinzelte Banden aus und stellten immer wieder fest, daß such größere Massen Hereros in erreichbarer Entfernung von den deutschen Truppen befanden. Einige Teile sind aus englisches Gebiet übergetreten, anderes zu den Ovambos, noch andere zu den Witbois .geflüchtet. Eine nicht unerhebliche Anzahl hat sich der Verfolgung ins Sandfeld entzogen und ist später zwischen den absperrenden Truppen wieder durchgeschlichen, sodaß vielfach kleinere Banden im Hererolande umherzwhen und einen ermüdenden Kleinkrieg nötig mach en.____ —
teuer lich):
Das Admiralscknfs bemerkte in der Nacht vom 21. zum.22. Oktober gegen MitternaäX, während Nebel herrschte, zwei flcnu Fahrzeuge, welck>e mit § r 0 ß e r S ch n e l l 1 g k e i t d e n P a n 5 er- schifsen mit verlöschten Lichtem entgegen tarnen. £r\e Scheinwerfer ließen sie als Torpedoboote erfennen Tie Panzerschiffe eröffneten sofort dos Feuer auf sie und stellten dann fest, daß auch mehrere kleine Dampfer, welche Fistlierbooten glichen, zugegen waren, von denen sich einige in die Fahrstraße der Panzerschiffe legten. Diese mußten das Feuer zehn Minuten unterhalten, bis die Torpedoboote verschwunden waren; sie bemühten sich aber, die Fischerboote nicht zu treffen Der Admiral sekte später die Fahrt fort, ohne ein Schiff an Ort und Stelle zurückzulassen Der Bericht schließt: Mmiral Roschdieftwenski hatt' unbedinat das Recht und die Pflicht, so zu handeln, wie er tat, trotz der Möglichkeit .neutrale, nicht offenlive Mischer zu schädigen. .
Tie nächste ösienttiche Sitzung sindet voraussichtlich rn der nächsten Woche statt.
Nr. 17
• rfftriut tSgNch ander SonnlaqS.
Dem Gießener Anzeiger werden im Weckjel mit dem hessischen Landwirt die Gietzener Familien' Höttcr viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'lchen Unwers.-Buch-u. Stern- bruderet. 9t Lange.
Redaktion, Erveduwn und Druckerei:
Schulstratze 7.
Adresie für DevMen: Anzeiger Gießen.
Kern'vrecdan'clilutzNr 51.
' Natürlich ist die Tütigkeit des Ministeriums Combes nicht durch diese Dincie allein qckennzeichnet. Aber sie haben bei weiten, am meisten von sich reden qcmacht unter allen anderen Veqebenheiten. die mit diesem Mimstermm zusammen- Hannen; sie geben ihm die ganze Signatur. Im engsten Zusammenhänge damit steht dann noch die Aushebung de? Unterrichtsgesetzes von 1850 mit seinem Grundsätze der oölliaen Freiheit des Unterrichte?;, und verschiedene Mas,- nahmen innerhalb des französischen Heeres gehören unter blC*Clßerc"eonibe8 hat auch durch die Art feine« Abzuges bewiese,,, daü er ein kluger Mann ist. Er zieht sich zuruck als ein Politiker, b-r trotz seiner 69 Jahre seine pohtifdn “lern sicherlich noch nicht als abgeschlossen betrachtet: In.16- nubliane me reverra; die Republik wird mich wiedeisehcu — das mag sein innerster Gedanke bei seinem Scheiden aus dem Mintsterantte fein.
Stre k b<r M rqarßeiLer im Ankrgcöiet.
Aiis dem Streikrevier kommen allerlei Meldungen, die wobl als Verlegenheitsdepeschen zu bezeichnen find. Man weiß nicht recht, wie die Aussichten einer Einigung sind, und fährt mit der Stange im Nebel herum. Der Eine behauprkr, mehr Neigung zum Friedensschluß bei den Arbeitern wahrzunehmen, der Andere schreibt den Zechenbesitzern versöhnliche Neigungen zu. Es wird auch hier nicht mit dem günstigen, sondern nut dem ungünstigen Fall gerechnet werden müssen: daß die Bemühungen der Behörden keinen Erfolg haben. Von mehreren Seiten ergeht der Vorschlag, Parlamentarier zur Vermittlung zu berufen, wie dies im Jahre 1889 mit gutem Gelingen geschah. So schreibt bte „Voss. Ztg/: „Vielleicht wäre es auch jetzt von Nutzen, wenn die Vermittlung zwischen den streitenden Parteien Volksvertretern übertragen würde, die der Bewegang unbefangen gegenüber stehen." Der Vorschlag ist jedenfalls der Erwägung wert, er wird wohl auch Freitags bei der Reichstagsinterpellation über den Ausstand zur Sprache gebracht werden. Was die Sammlungen für die Ausständigen betrifft, so scheinen dw Spenden einstweilen nicht so reichlich zu fließen, wie erwartet worden ist. Der ^Vor- wärts" führt bittere Klage dartiber, daß Zentrum und Freisinnige nicht alsbald Sammlungen für die politisch zu ihnen, gehörenden Arbeiter eröffnet haben. Seitens der Gewerk- ocreine Hirsch-Duncker erfolgt soeben die Aufforderung, Beiträge zu sammeln und sich „auch ungeniert an alle Freunde^ außerhalb der Arbeiterschaft zu wenden". Das Zentrum^ trotz seines weit reichenden Einflußes und seiner vorzüglichen, Organisation, läßt sich Zeit.
Kardinal-Erzbischof Fisch er allein übersandte der „Esseiier Volksztg." zufolge dem Kassierer des GewerkvereinS christlicher Bergarbeiter in Altenessen 1000 Mark für die notleidenden Bergarbeitersatnilien.
Da der Verein für die bergbaulichen Jntereffen die Be- teiligiing an der Konferenz zwischen den Vertretern der Regierung und der organisierten Arbeiter abg^lehnt Hatte/, so mußte die Konferenz ohne praktisches Resultat für. die Beilegung des Generalstreiks enden. Die Verhandlungen- dauerten nur etwa zwei Stunden.
Der Regierungspräsident in Düffeldorf erläßt eine Verordnung betreffend das Waffentragen. Hiernach ist das Feilhalten und Mitführen von Hiell-, Stich- und Schlag-^ waffen verboten. Schußwaffen dürfen nur Inhaber von Waffenscheinen tragen. Der Waffenschein wird nur Personen über 21 Jahren erteilt, sofern ein Bedürfnis hierfür durch die Behörde anerkannt ist.
Von welchem Einflüsse der Bergarbeiterstreik im Rithrgebiet auf den Eisenbahn-Güterverkehr ist, geht, wie auS M a i n z berichtet wird, daraus hervor, daß auf den beiden rechts- und linksrheinischen Strecken nicht weniger wie 2 0 Güterzüge bis auf weiteres ausfallen. Gs sind dies lauter Kohlen-, Koaks- und Leerwagenzüge von und
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Durch Beschluß des Kreisaltsschuffes vom 17. Dezember 1904 ist der Lltdwig Arnold Ehefrau dahier die Erlaubnis zur Ausübung de« Gewerbes als Gesindevermieterin erteilt worden. ,
Den Gebührentarif derselben bringen ww nachstehend zur öffentlichen Kenntnis:
a. für Vermittelung eines Dienstboten an
eine Herrschaft in Gießen ..... Mk. 5.—
b. für die Vermittelung eines Dienstboten an
eine Herrschaft nach auswärts ... - 7.—
wovon der Dienstbote jeweils Mk. 2.— zu entrichten hat.
Gießen, den 19. Januar 1905.
Großherzogin -■ iamt Gießen.
Herberg.


