Ausgabe 
18.10.1905 Erstes Blatt
 
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>> Wem? ^cötfsCaile-Jwegat.

Bj N " rht In Packeten mit Firma und Schutzmarke

39 385.30 Zentner.

als

Gestern hat derWetzlarer

p. Wetzlar, 17. Okt.

Verkehr geschlossen sein

pro Kops:

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i. Länder

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Kopf bcr

treten.

(Kl. Pr.)

Der wiedergefnndene ist gestern abend hier Umherwandern körper-

514 477 Mk.

12 300

4 870

Bevölkerung ist Viel höher ist,

Verciniate Staaten Deutschland Rußland

Frankreich Großbritannien

440 000 000

201 783 0' 0

150 244 000

84 393 000

83 378 000

78 755 000

47 905 000

44 273 000

34 549 000

15 400 000

18 870 000

10 158 000

Verkaufsstellen für den geschäftlichen müssen. (M. Journ.)

Frankfurt a. M., 17. Okt. Oberlehrer Dr. Adolf Collischonn eingetroffen. Er ist vom langen

Umgesetzt wurden:

1. Getreide

2. Futtermittel

3. Düngemittel

4. Sämereien

Der Tabalirerlnauch der Welt.

Von dem statistischen Bureau des Amtes für Handel und Arbeit in Washington wurde folgende Tabelle über den jährlichen Verbrauch von Tabak in der Welt veröffentlicht. Tie Vereinigten Staaten stehen nicht nur im Konsum, son­dern auch in der Produktion von Tabak an erster Stelle. IN Belgien allein entfällt nnf den^ Kopf der Bevölkerung

Oesterreich. Ungarn Belgien Italien Kanada Meriko Australien

10 423 50 Zentner,

12 338.00

16 562.00

61.80

Nmvelsttäts-ParHriHten.

Berlin, 17. Okt. Die Leiche des im Februar in Port os Svain verstorbenen Forichungsreisenden, Direktors de? Museums Mir Völkerkunde, Bastian, die ans Wunsch des Kaisers nach Deutschland überführt worden ist, winde beute nachmittag bci- gesetzt. Der Trauerseierlichkeit wohnte als Vertreter des Kaisers General v. Mollke bei, ferner Kultusminister Dr. Studt, der Rektor der Universität Geheimrat Diels und viele andere hervorragende Persönlichkeiten. Der (Generaldirektor der Verwaltung der königl. Museen, Schöne, hielt eine längere Ansprache, in der er des Vcr° ftorbcncn wissenichaslliche Verdienste rübmtc.

einge stellt. Nedakteur

Der Umsatz siegte sich in Einnahme und s)lusgabe aut

Der Rohertrag gellte sich auf rund wovon für Geschäftsunkosten abaehen

sodaß der Reinertrag sich auf rund 7430 Mk. stellt.

Die Generalversammlung beschloß, den Reinertrag nicht Dividende zu verteilen, sondern zu Abschreibungen auf Gebäude mit 15 Pros., auf Maschinen mit 30 Proz., auf das Inventar mit 50 Proz. und auf Sackkonto mit 90 Proz. zu verwenden. 1817 Alk. wurden dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zuaeführt. Tic

** Zur Landtagswahlbewcgung. Im Bezirk Groß-Gerau wurde von den Nationalliberalen und Frei­sinnigen der kürzlich in den Ruhestand getretene Kreisrat des Kreises Groß-Gerau, Geh. Regierungsrat Bichmann, als Kandidat aufgestellt. Er hat sich nach dem Gr -Ger. Kreisbl. zur Annahme der Kandidatur bereit erklärt. Bisher vertrat Buchhändler Berthold-Darmstadt (Soz.) den Bezirk. Dieser bewirbt sich wieder um da? Mandat.

*' Parlamentarisches. Der zweiten Kammer ist folgende dringliche Anfrage de? Abg. Bähr über die Besetzung der Bahnwärterposten an der Strecke Gießen-Gelnhauscn durch Invaliden zugegangen:

1. Ist der Großb. Regierung bekannt, daß die Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M. den Bahnwärterposten Nr. 48, einen der wichtigsten und schwierigsten der Strecke GießenGelnhausen durch einen Invaliden besetzen will?

2. Ist die Großh. Negierung bereit, bei der Direktion dalun zu wirken, daß dies im Interesse der Sicherheit der Reisenden unterbleibt?

-D-. Annerod, 17. Okt. Die am Sonntag erfolgte Einweihung der neuen Schule sand unter Beteiligung des Regierungsrates Dr. Wagner, Baurats Diehm, Schul- inspektorS Kleinschmidt, Pfarrers Groth von Rödgen und des Bauführers Bohrer statt. Am Festzug nahmen alle Vereine teil, die Jugend verschönte ihn, indem die Knaben Fähnchen usw. und die Mädchen rote und blaue Schärpen trugen. Nachdem die üblichen Reden gehalten und der Gesang der Vereine und Kinder beendet war, begab sich die Jugend zum Tanz und der Gcmeindevorstand mit den Handwerksmeistern und Arbeitern, die am Ban der Schule mitgewirkt hatten, zu Gastwirt Heinz, woselbst die Leute auf Gemeindekosten gut bewirtet wurden. Die Stimmung war ausgezeichnet und Mitternacht war längst vorüber, als die letzten Teilnehmer ihre heimatlichen Penaten aufsuchten.

l. Alsfeld, 14. Okt. Die hiesige K o r n h a u s g e n o s s e n- schäft hielt nm 2. d. M. ihre Generalversammlung ab. Der Direktor, Gutspachter Oehlsen - Dotzclrode, teilte mit, daß die Mitgliederzahl von 58 bei Begründung der Genossenschaft auf ca. 550 gestieaen sei. Der Geschäftsgang fei in normale Bahnen geleitet. Allerdings hätte die Zahl der Beamten bei der kolossalen Steigerung des Verkehrs wesentlich erhöbt werden müssen. Es seien zurzeit ein Lagerhausverwalter, ein Rechner und Buchhalter, ein Lehrling und ein Arbeiter in Alsfeld beschäftigt. Das in Nieder-Gemünden neu erbaute Lagerhaus, welches als Filiale de: Als°elder zu betrachten sei, sei fertig und werde in Kürze in Betrieb aenommeii. Die Filiale in Stumvertenrod. woselbst auch ein

Lagerschuppen errichtet sei, arbeite befriedigend. Lieber das Kasse- und Rechnungswesen wurden folgende Zahlen mitgetellf

lich geschwächt, sonst aber gesund. Dr. Collischonn hat eine weite Strecke durchwandert. Von Frankfurt fuhr er nach Paris m»d Madrids dann durchwanderte er Frank­reich, bis er in der Schweiz ankam, wo er den Brief, der zu seiner Entdeckung führte, an seine Angehörigen sandte. Dr. Collischonn wird zunächst Erholung auf dein Lande suchen und später so hofft man seinen Dienst wieder an»

5.40 3.44

1.10 2.16 1.95 3.02

2.42 6.21

1.05 2.74

1.39 2.59

Bei der Berechnung für ben zu bedenken, daß bcr wirkliche Verbrauch , . weil nur etwa ein Tritte! der Bevölkerung Tabak konsumiert.

Deutschland und Rußland And große Konsumenten, aber der Verbrauch pro Kopf scheint sehr gering. Schwer ins Gewicht fällt die Verschiedenheit der Preise für Tabak in den angeführten Ländern. Ilt Belgien ist die Tabaksteuer nur gering, ebenso in Mexiko. Italien hat nur einen kleinen Konsum, aber eine hohe Steuer. Frankreich und Groß­britannien ziehen große Entnahmen ans der Besteuerung des Tabaks, ebenso Deutschland, und doch soll er bekannt­lich in Deutschland noch mehrbluten", um dem Reichs- scbatzamt höhere Erträge av zu werfen.

Gen.-Anz." sein Erschein en

Kunst und Wiüemchaft

Der Verband deutsche r Vereine für Volks- fiin bc hielt, wie man nns schreibt, unlängst i« Hamburg seine erste Tagung ab. Zur Beratung standen, abgesehen von internen Angelegenheiten, mehrere wichtige wissenschaftliche Aufgaben. Es wurde beschlossen, als Anfmg einer umfassenden Bibliographie der Volkskunde die deutschen wbksknndlichcn Zeit­schriften bis .um Jahre 1902 bibliographisch zu bearbeiten. Sodann soll als Vorarbeit für eine in Aussicht genommene wissen sebaslliche Sammlung der deutschen Volkslieder eine Iuventari. sierung der Liedcrtcxte und Melodien vorgcnommen werden; mit der Vorbereitung dieser Arbeit wurde eine K>ommissiort bestehend ans Ptvos. Bolte (Berlins I. Meier (Basett, und Prof. Tr. A. Strack (Gießens betraut. Endlich wurde den Einzelvereinen empfohlen, die vom Gescnntverband der deutsclwn E)cschichts- und Altcrtnmsvereine in Aussicht genommene Statistik der deutschen Bmernlwnssormen nach Kräften zu unterstützen. Dem gesclstift- liehen Teil folgte ein Vortrag des Oberlehrers Wossidlo (Waren über dieTechnik des Sammelns". Monds sprachen in einer größeren öffentlichen Versammlung Prof. Tr. A. Strack (Osteßen^ überVolkskunde und Bildnnchh Tr. Erome (Oföttinacn) über ,,historische Volkskunde" und Prof. Tr. Thilenins (Hamburg überVolkSlnnd' und Völkerkunde". Die nächste Tagung des Verbandes soll 1907 u Berlin stattfinden. Der geschäft ° führende Ausschuß bestes i wie bisher mis Prof. Dr. A. Strack (1. Vorsitzender^. Prof. Tr. W ü n s ch , Prof. Tr. H c l m und Rcchtsanwalk Tr ^hnbr. sämtlich in Gießen.

mehr Tabak als in den V'r^nfaten Staaten: Iabrcs-Gcsamtverbraiich:

Generalversammlung sprach dcm Vorstände und Anfsichtsraieüi die Erzielung dieses äußerst günstigen Resultates Dank und An­erkennung aus. Der Vorsitzende stellte in Aussicht, daß der Umsatz sich für das laufende Geschäftsjahr wohl um das Dreifache erhöhen dürfte.

(**) Darmstadt, 16. Oft. Heute, Montag vormittag wurde im großen Hörst al des chemischen Instituts der Großh. Techn. Hochschule durch den Geucrolanw lt des Ncrchsverb.'ndes der deutschen landwirtschcisttichen ^nossensch 'ston, 6sth. Rcgiernng?^ rat Haas, der erste halbjährige Lehrgang der Teu 4 schon Landwirts chastlickcn G e n o s f.c n s ch a f t s s cki u le eröffnet. Die neue Einrichtung tritt unter günstigen Anspielen ins Leben, da eine erfreulich große Anzahl von Teilnehmern sich eingefnnden hat. Ihre Zahl beziffert sich auf 44, die aus allen Bezirken Deutschlands stammen: auch Teilnehmer aus dem Ausland, Serbien und Ungarn, heben sich angemeld't. Ter Anwalt begrüßte die Teilnehmer und wies ans den Zweck des Unternehmens hin, Anwärtern auf BeaMtkusiellungen im Tienft- des Genossenschaftswesens eine eingeh-udc st' matistbe. th-wretiscke nnd praktische Schulung zu vermitteln Es dürfte gehofft werden. daß die neue Veranstaltung eine günstige, erfolgreiche EntwiiAung nehmen und dazu beitrage, ein n gründlich geschulten ?knWärter­stamm von gen offen s.! a ftl ichen Bcriifsh"amt:n zu schassen und damit zur segensreichen inneren Entwiu 'nng des ländlichen (v?= nvssenschaftsrt'esens mitzuwirken. Ter Unterricht wird in der Regel vormittags von 812 Uhr, nachntittags von 35 Uhr abg -s>atten und zwar vorerst in dem großen Hörsaale des Chemischen Instituts. Von bcr nächsten Woche ab wird ein eigener Schnl- raum in der Karlstraße 94 be-.ogen werden. Als Geschäftsführer der Schule wird L 'ndwirtsu aftslehrer Kober fungieren.

Paris, 17. Okt. Gestern wurde hier der zweite inter­nationale Kongreß für Milchwirtschaft eröffnet. Vom Auslände waren Vertreter Tentschlands, Englands, Oesterreichs, Rußlands und Dänemarks erschienen. Auch bcr internati v- n a I e Müllerei-Kongreß findet zur Zeit hier statt. Er beschäftigte sich it. a. mit der Schaffung eines einheitlichen i n - ter nationalen Getreidckontraktes. Der Delegierte Mcver-Dents^'l nd br-< '-(etc über die bestehenden Melüverlanss- fonfrafte und stellte d' ?ord-r"ng auf, daß man in alstn Län­dern zu einheitlichen V^r. nfe'-d-ügin'aen gelang", wobei natür­lich den besonderen Verhältnissen und den verschiedenen Ustneeu iebes Landes Rechnung zu tragen sei. Ans Antrag hes belgi­schen Delegierten M^reotti wurde ein besonderer Ausschuß zur Untersuchung der Mittel und Wege eingesetzt, wodurch man zu einem einheitlichen internationalen Getreidevertrag gelangen könne.

Gießener Strafkammer.

(nn.) Gießen, 17. Okt.

Wegen schweren Diebstahls in zwei Fällen wurde der Arbeiter Ludwig R. II. von Taubringen zu einer Okfamtftrafe von zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er be­nutzte die Abwesenheit seiner Verwandten um in deren Wohnungen zu stehlen. Arn 2. v. M. stahl er seinem Onkel zwei Mark und am 12. seinem Vetter einen Betrag von 103 Mark, den er hier zum Teil verjubelte. In beiden Fällen hat er Türen und Geld behälter gewaltsam aufgebrochen. Er ist bereits zweimal bestraft, doch wurden ihm mildernde Umstände zngebilligt. nm ihn vor dem Zuchthaus zu bewahren. Karl Sch. von Nidda hat dem Tpenglermeifter Mantel von seinem Holzplatz zwei Eichenpfosten entwendet. Das Schöffengericht Nidda verurteilte ihn wegen Diebstahls zu drei Wochen Gefängnis. Er erhob Berufung und die Staatsanwaltschaft schloß sich dieser an. Trotzdem er beim Transportieren des Hott,es gesehen wurde und man dasselbe bei ihm vorfand, leugnete er seine Tat. Es wurde ihm nahegelegt, sich bei dem milden Urteil zu beruhigen: allein er beharrte bei seinem Leugnen, worauf bas Gericht bie Strafe auf zwei Monate erhöhte, tnbem c9 straferhöhenb seine Vorstrafen berücksichtigte. Tie Bewohner des Armenhauses zu Lauterbach gerieten aus geringem Anlaß in Wortwechsel, in besser« Verlauf Werner T. seinem Brnbcr einen Stoß versetzte, baH er zu Boden fiel, worauf T. mit seiner Frau und dem Tag- löbner Jost Sch. ihn überfielen und furchtbar mißhandelten. Sie schlugen mit Knüppeln, traten und rissen i hm den Bart aus und stießen allerlei Tröstungen aus. Tas Schöffen­gericht verurteilte T und Sck. wegen Körperverletzung zu je ein'm Jahr Gefängnis und wegen Bedrohung zu je drei Dockrcn Gefängnis. Frau T. kam mit einer Geldstrafe von 50 Mark davon. Ta? Urteil würbe von ihnen angefochten, und sic er­klärten vor dem Berufungsgericht, daß die Sackte gar nicht schlimm gewesen sei. Daß die Sache aber nicht so harmlos war, bewies bcr dem Gericht vorliegende, bem Verletzten auSgcrissene Dari. Tie Berufung sämtlicher Angeklagten wurde ver- worfer«. Adolf Ki zu Friedberg kam mit bem Maurermeister H., bcr ihm ein HauS gebaut hat, in Differenzen, weshalb er ihm einen Geldbetrag vorcnthielt. H. erftärte K. öffentlich, baß, wenn er innerhalb brei Tagen sein Geld nicht habe, er ihm einen Advokaten in3 Haus schicke. St fühlte sich durch diese

Jmgardt schreibt in der letzten Nummer: Um den erhöhten Anforderungen an meine Buch- nnd Forniulardrnekerei, Bnch- und Cchreibwarenhandlung, sowie an meine Buchbinderei in jeder Weise gerecht werden zu können, stelle ich mit dem heutigen Tage daS Erscheinen deSWetzl. Gen.-Anz." ein.

Darrn stadt, 17. Oktober. Nach Abschriften von Tele­grammen deS Oberarztes des Großb. Hessischen Feld- Lazaretts in Ostasien, Kukoveroff, bat das Lazarett vom 1./14. August d. Js. bis zum 16./29. September 721 Verwundete und Kranke ausgenommen, nämlich 2 verwundete und 229 kranke Offiziere, 22 verwundete und 468 kranke Soldaten. Es wurden 14 Operationen ausgeführt.

(Darmst. Ztg.)

Mainz, 17. Okt. Zur cndgiltigen Regelung der Sonntagsruhe haben die Vereine selbständiger Kauf­leute und Gewerbetreibender in den Städten Darmstadt, Friedberg i. H., Hanau, Höchst a. M., Mainz, Oberstein, Offenbach a. M., Worms und Würzburg an den Bundes­rat eine Eingabe gerichtet mit dem Ersuchen, dem Reichstag baldigst eine Novelle zum Gesetz über die Sonntags­ruhe vom Jahre 1891 vorzulcgen, worin die einheitliche Reaclung der Sonntagsruhe für offene Verkaufsstellen im Deutschen Reiche ausgesprochen ist und zwar dergestalt, baß an Sonn- und Feier­tagen, mit Ausnahme her durch Ortsstatut festgesetzten Aus­nahmetage, von 1 Uhr nachmittags ab sämtliche offenen

Aufforderung beleidigt und er strengte Privatklage an. Tas Schöffengericht Friedberg verurteilte H. auch wegen Beleidig "ng zu einer Geldstrafe von 6 Mark und sprach K. bie Publi- f l'wnsbefugins zu. Auf Berufung des Verurteilten kam das Gericht zur Freisprechung, indem es ausk'-brte, daß H. b-3 Bewußtsein gefehlt habe, baß er eine BeleioJung begeste, es sei ihm nur um sein Gelb zu tun gewesen 'enn auch in bcr Aeußerung eine Beleidigung zu erblicken i so müßte brr Angeklagte boch unbestraft ausgehen, ba er in Wahrung b'rcck'tiascr Znt-rcss"n arb'nbf'ft fiat

^nrbe: mb ^nfielr ^olÄswirtfrfiafL

Zum Kohlen streik im Ruhrrevier. Wieber ist ba» von bie Rebe, b'ß eine erneute Bewegung unter ben Bergarbeitern sich gcltcnb macht. Tas ,.B. T." führt angesichts ber neuen brohenben Gefahr bie ftatiftiieften Augeben bie über bie Schaben gemacht mürben, vor. Nach ben ausgestellten Ziffern beträgt ber ungefähre Verlust minimal berechnet bei 15 bcr ersten Mvn- t^rtgesellsckmften annähernd 8 490 000 Mark. Diese Verluste geben in bcr Huiplsackst nur bie direkten Scheiben an, von denen bie Gesellsch sten betroffen wurden. Das genannte Malt fügt daran die Mahnung, baß sowohl bie Leiter wie Arbeiter bcr rheinisch­westfalischen Bergwerks Inbustric alles tun sollen, um Zuftanbe, wie sic im Januar unb Februar d. I. bestanben, nicht wieberkehren zu lassen.

Märkte.

fc. Frankfurt a. TL, 17. Okt. H e u- unb Stroh- mn r f 1. P an notierte: Heu Alk. 3 60 bis Mk. 3 90, Stroh Ulf. 2.70 bis Mk. 3 00. Ades ver 50 flilo. Tendenz: Sehr fest.

tlcrßew'Fvncz.

Planen i. Doigtl., 17. Okt. Nach ben beim Vorstanb bes Vereins bcr Besitzer von Lostnschifschenmaschinert- strickereicn cingcgrmgencn Berichten ist insämtlich e n Be­trieben, bie b'm Verein angeboren, ben Arbeitern mit vier­zehntägiger Künbigungsfrist g c k ii n d i si t warben. Tie Künbig- iing bcr Arbeiter mit e- ftagiger Künbignngsftist stelst bestimmt bevor Dein , Voigtliindischen Anzeige^ zufolge schlossen sich bem Dora hen bes Vereins zahlreiche Nichtvereinsmitglicber an.

Berlin, 17. Olt. In den Berliner Wäschefabriken streiken f a st samtliche Zuschneider, Wäscherinnen und Plätterinnen. Nur bie Näherinnen arbeiten noch vereinzelt. Ter Verein Berliner B'üsch?-Fibriken berief für Morgen eine 93er» fimmlung ein, um über bie eventuelle Aussperrung bcr nicht 'lreifenden Arbeiter B schluß fassen. In ber ganzen Wäschebranche sinb hi ex n«*-'? i°onn tncrfav'-Ti b-'f^yfftint.

Eiiigcsaiiöt.

(Für Form unb Inhalt er uiuc. :i r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaftz b'w <r,'htifnm gegenüber keinerlei DeranttvorturtgZ

Zu ben seither in hiesiger Stabt zwischen ber, ®rmeinbcüertretung und ben am Platz bomiliziervn Fischdänblern schwebenden BerHanblungen betr. Errichtung bezw. Einführung einesFischmarktS" möchte ich folgen es zur gefl. Erwägung anbeimgeben.

Es befiehl bei mir kein Zweifel darin, baß bei den seitherigen teure» Fleischpreis n bcr Fis4>, b. h was bie billigste Sorte anbetrifft, am besten geeignet ist, bas Fleisch zu ersetzen! Wir haben am Playe ja Spezial- Geschäfte gerade in Zjsüwarcn, die jedenialls dach leistungsfähig sind, den Bedarf an Fischen für die Einwohner hiesiger Stadt ebenso billig wie die städtische Verwaltung herdeizuschafsen (dafür sorgt die Konkurrenz schon . Diese Geschäftsleute werden mit den Steuern und Abgaben berangezogen, warum überläßt man denn das zu machende Geschäft diesen Leuten nicht?

Es ist doch nicht alles Gewinn, was der Fischhändler an dem Pfund Fische mehr hat; wie viel Verluste gerade in dieser Branche treten da für den Geschäftsmann ein, wovon ein Laie gar keinen Begriff hat!

Ich für meinen Teil kann ein solci es Verfahren von Seiten bet fläbitfihcn Verwaltung, deren unbedingte Pflicht eS ist, die Rechte der betr. Gewerbetreibenden zu schützen und zu wahren, nur alS einen völlig grundlosen und in jeder Hinsicht unerlaubten Eingriff in die bestehende Gewerbeordnung bezeichnen, dem der steuerzahlende Geschäftsmann machtlos gegenüber steht. Zu welchem Endresultat ein derart intensives Vorgehen führen wird, ist eine Frage her Zeit, zumal ja der FisckchSndler gerat» so gut ba« Fleisch teuer bezahlen muß, wie der Arbeiter unb höher ge­stellte Mann.

K i r rir l i e VachriiÄten. Evangelische Gemeinde.

Donnerstag, ben 19. Oktober, abends 8 Uhr, im Markus- aal, Ktrchstraße 9: Bibel st unde. 1. Corinth. Brief, Kap. 15.

Pfarrer S ch w a b e.

Familien Nachrichten.

Gestorbene: Herr Georg Riedel, Lehrer i. P Hungen. - Herr Gg. Wilh. Dörr, königl. preuß. Förster a. D., Alsfeld. Herr Friede. Maurer, Großh. Hauptmann a. D., Darmstadt. Herr Pr. ehern Ana. Reli in Pasewalk.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Wetter

Oktober

1905.

o

s&

Höchste Temperatur am 16.17. Oktober

4- 7.9° C.

Niedrigste

747,1

747,9

747,9

Sonnenschein Klarer Himmel Bew. Himmel

am 16.-17.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 19. Oktober 1905: Vorwiegend trocken und heiter, höchstens im Norden Oberhessens geringe Niederschläge. Nach kalter Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Eises? fehlt dem Slut der Blutarmen nnd BleichsBchtigen. Am wirksamsten wird das Eisen dem Körper durch das wohlschmeckende Perdynamin fl Flasche 2,50 M.) oder durch den nährenden Perdynamin-Kakao (i Buchse 2,50 m. zugeführt. Letzterer ist an Stelle des Morgenkaffees zu trinken.