Schwab denkmals auf der Mathildenböhe ftattgefunberr.
Oberstleutnant a.
dem Festessen
Der Prozeß de Castres
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durch die Bürgerschaft Harnbur, um Mich an der Nordsee, der C
206.— 238.87
140.75 250.90 213.25
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y5 bin Ich hierhergekommen, -orgen ledig und freudig, unter
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21. Juni. Bei den gestrigen EinzugS-
. 238.90
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. 213.40 i: Ziemlich fest. Märkte.
durchs Ziel. Der Kaiser nahm abends
Kunst und Wissenschaft
— Die deutsche Zoologische Gesellschaft hielt dieser Tage in Breslau ihre 15. Jahresversammlung ab. Die Eröffnungssitzung fand unter Vorsitz des Geheimrats Svengel-Gießen statt. Mit lebhaftem Interesse folgte die Versammlung den Ausführungen des Regicrungsrats Dr. F. Schaudinn, über „Neuere Forschungen über die Befruchtung bei Protozoen". Eine lebhafte Diskussion entfesselte der Vortrag des Pros. Ziegler-Jena: „Das Ectoderm der Plathelminthen". Als nächstjähriger Tagungsort wurde Marburg gewählt^________________
Oe st. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau
Tendenz
Gad, der Vorsitzende des hiesige
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"oztaldeniokraten aturen ausgestellt^ ' b,e Demokraten ^"und Antional. ^Freisinnigen.
Temperatur der Lahn und der Lufr am 21. Juni 1905.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 19°, Lnit 20° R.
Mülle r'sche Bade- und Schwimmanstalt.
Ziniversttä'ts-Dachrichten.
— In Wien ist der Professor kür Kunstgeschichte an der Universität Dr. Aolis Riegl (nicht Ryegl), geb. 14. Jan. 1858, gestorben.
die Segler zu mischen; deswegen soll Mein Glas zuerst geweiht sein der Stadt Hamburg; möge sie blühen, gedeihen und sich entwickeln in friedlichem Wettstreit. Es gilt zweitens dem edlen Segelsport und den Mitseglern, von denen einige sich hervorgetan haben beim Rennen über den Ozean. ES gilt uuseren Gästen, welche bte Ozean-Wettfahrt zu uns herübergeführt hat, und die dadurch wieder bewiesen haben,, daß der Grundsatz richtig ist, der sagt: „Meere verbinden, aber sie trennen nicht." Dann gilt das Glas der Linie, auf deren schönem Schiff wir uns befinden und deren Entwicklung maßgebend und bildlich ist für uns alle, deren Wahlspruch aber auch für uns Segler anzuwenden ist: „M e i n Feld die Welt"! Es lebe der Segelsport und alle Mit-
' 7 »u welchem sein werden,
^vertrag?
ut Spannung er» und den hessisch- wetten hessischen 1 hne uns scheint, dar. Die haupt- ^gen der heW- -b ihrer Staats lr 1906 zur te auMn der MK. ie auf zehn Me n, innerW ihrer Klassenlosem ^u -eußen an bte : erstens Zähre '., in den spate- eberschuß der 1:1113, wobei der :e auf 11130000 Fahre die Rente, weniger betragen, ibenbe Ueberschuh Tufiifäen KE- fir dieses Jahr, ; der WW hohe TtWchwe
nach Abzug utz aus den Kops Muugen erfolgen, der pmtzischen
ZahresbetWv.on "unter die an ihr mrgischen Stacks
Regierung M me Geschästs- ral-Lotterte- jedesmal firm» 2 Iah« 6«®’ Bon dm Kllr. eßenden Test-«;« sie ans dm W ess
Vertrag tnU ren Bestimmungen M-kteutt itslotterie sind itierienW”1^”
sozialen ihn im Landtage tätlich attackiert haben, und daß Pernerstorsser wegen seiner Rede über den Erzherzog Franz Ferdinand von den Christlichsozialen in seiner Wohnung überfallen und verletzt worden sei. Schließlich wird die Dringlichkeit und der Antrag angenommen, worin über den Vorfall die Entrüstung des Hauses ausgesprochen wird.
Mo» 'Ä us di-
Familien Nachrichten.
Gestorben. Herr Justizrat Wilhelm Bodmann, Bingen.
feierlichkeiten ist durch die Hitze und das lange Warten eine große Anzahl Erkrankungsfälle veranlaßt worden. Die Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Kriege hatte an vier Stellen Rettungsstationen eingerichtet. Eine Uebersicht über die Einlieferungen war bisher nicht zu erreichen. Auf der Langenbrücke sind allein 10 Ohnmachtsanfälle behandelt worden.
London, 21. Juni. „Daily Tel." meldet ans Tokio: Die Japaner rücken beständig siegreich vor. Die russische Armee ist auf beiden Flanken vollständig umgangen. Die Japaner haben beträchtlich mehr als eine halbe Million Mann im Felde stehen. Die einleitenden Operationen nahmen am 20. Mai ihren Anfang.
Petersburg, 21. Juni. Die Friedensfrage wird im Ministerium des Aeußern ziemlich skeptisch betrachtet. Auch bei Hofe herrscht keine ganz friedensfreundliche Stimmung. Dies soll darauf zurückzuführen sein, daß der Zar genaue Nachrichten über die Friedensbedingungen Japans erhalten hat, die ihm unannehmbarerscheinen. — Nowoje Wremja meldet, Prinz Leopold sei am 16. Juni bei der Besichtigung der Positionen MischtschenkoS in das stärkste japanische Gewehrfeuer geraten.
Petersburg, 20. Juni. Der Ministerrat fuhr heute mit der zweiten Lesung der Vorschriften für die gesetzgebende und beratende Körperschaft fort und stellte die Redaktion der grundlegenden Artikel fest. Am Donnerstag wird der Ministerrat über das Wahlsystem beraten.
N e w y o r k, 21. Juni. Politisch einflußreiche Engländer haben hier eine neue Gesellschaft Potentia gebildet, deren Aufgabe darin zu bestehen scheint, durch Beeinfluffung der Weltpresse Deutschland zu isolieren. Die Gesell-» schäft lanciert Artikel englischer und französischer Staatsmänner in die hiesigen Blätter und scheint auf ein englisch, japanisch-französisch-amerikanisches Einvernehmyr hinzuarbeiten und zunächst Deutschland aus Asien verdrängen zu wollen.
Kande" urb Werke! r. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 20. Juni 1905.
(Mitgeteill von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2% Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurfe.
«• W" Mb:
Kriginat-Dratttmckkmngen.
Kuxhaven, 21. Juni. Das gestrige Wettsegeln des Norddeutschen Negattavereins verlief bei großer Flaute. S. M. Jacht „Meteor" ging um 6 Uhr 40 Min. abends
Wißmann
Köln, 20. Juni.
Die Beerdigung des Gouverneurs a. D. Majors v. Wißrnann erfolgte heute nachmittag unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von dem Hause der Schwiegermutter des Verstorbenen Frau Kommerzienrat Langen aus. Die Leichenparade stellte ein halbes Bataillon des Infanterieregiments Nr. 65 mit der Regimentsmusik. Dem Leichenwagen voraus schritten die Mitglieder des Vereins der Schutztruppenangehörigen mit Fahne aus Berlin, ein Offizier der Schutztruppe mit den Orden des Verewigten und ein reitender Feldjäger mit dem Kranze des Kaisers. Hinter dem Leichenwagen folgten: die Anverwandten des Verewigten, Kolonialdirektor Dr. Stübel-Berlin in Vertretung des Reichskanzlers mit dessen Adjutanten v. Schwarzkoppen, im Auftrage des Königs der Belgier Graf D'Aspremonte und der belgische Konsul in Köln, der Regierungspräsident von Köln Dr. Steinmeister und viele andere. Die Beisetzung erfolgte in der Langenschen Familiengruft auf dem Friedhof zu Mcladen. Außer dem Kaiser hatten u. a. Kränze gesandt der Prinzregent von Bayern, Reichskanzler Fürst Bülow, K'riegsminister v. Einem, Staatssekretär Frhr. v. RichLih'ofen, Kolonialdirektor Dr. Stübel und ber=< schiedene Stadtverwaltungen._____________________
Aus Stadt und Land.
Gießen, 21. Juni 1905.
** Das Großherzogspaa r in Hohensolms. Die Anwesenheit des hessischen Großherzogspaares und des Patronatsherrn der hresigen Gegend, des Fürsten von Lich, hatte, so schreibt man uns heute aus Hohensolms, am gestrigen letzten Kirchweihtaa und dem damit verbundenen „Wollmarkt" eine außerordentlich große Menschenmenge hierher geführt. Das Volksfest auf dem „Hals" war sehr stark besucht, auch die hohen Gäste begaben sich nach dem Festplatz und wurden von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. An die Schulkinder wurden ca. 100 Brezeln verteilt. Nachmittags verließ das Großherzogspaar per Automobil unfern Ort, um nach Darmstadt zurückzukehren. Die Dienerschaft fuhr nachmittags 5 Uhr von Gießen per Bahn nach Darmstadt. Fürst Karl und Fürst Reinhardt bleiben noch bis Ende nächster Woche hier, um dann nach Lich zu reisen. Die Groß Herzogin hat als Prinzessin die Burg öfters photographiert, und die schönen Ansichtskarten der Burg Hohensolms sind nach einer Aufnahme der Großherzogin hergestellt.
** Der Persona lbe st and der Landesuniversität für das Sommersemester 1905 ist im Druck erschienen und für 20 Pfg. zu beziehen.
** Eine V ereinigung leitender technischer Wasserbaubeamten des deutschen Rheingebietes stattete gestern, auf einer Reise durch Hessen begriffen, unter der Führung des Oberbaurats Schmick aus Darmstadt und der beiden hiesigen Stadtbaumeister Br au- b a ch und Ger b el zu einer Besichtigung der hiesigen Klärbeckenanlagen unserer Stadt einen Besuch ab. Oberbaurat Schmick erläuterte in einem Vortrage die Vorzüge unserer Klärbeckenanlage im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Anlagen. An der Hand einer großen Anzahl von Plänen und unter Zugrundelegung der hiesigen Terrainverhältnisse überzeugte er die Besucher davon, daß die hiesige Kläranlage allen berechtigten Anforderungen genügt. Sämtliche Herren sprachen sich sehr befriedigt über die Sache aus. Nach dem Vortrag wurden verschiedene Materialversuche angestellt, und schließlich erfolgte eine Rundfahrt ourch die Stadt. Von Gießen aus begaben sich die Besucher nach Bad-Nauheim, von wo eine Reise lahnabwärts erfolgen soll.
*• Besitzwechsel. Von dem früher Orbig'schen Anwesen an der Friedrichstraße (Hollergasse) wurde das alte Haus für 28 000 Mk. an den Wirt und Metzgermeister Koch, früher im „Schwanen" in der Walltorstraße, verkauft
** Die Krachenburg wird nun endlich in den nächsten Tagen vom Erdboden verschwinden. Die Abbruchs- arbeiten sind, wie wir hören, bereits vergeben worden.
Einen Bienenschwarm konnte man gestern mittag vor dem Engel har dt'schen Hause in der Plockstraße beobachten. Ehe die Tiere sich niederließen, konnte man ihr Summen häuserweit hören. Nachdem sich der Schwarm, aus vielen Tausenden bestehend, niedergelassen hatte, wurde er zunächst mit einer Spritzbüchse behandelt und dann wurde der Ast, an dem er sich festgesetzt hatte, abgeschnitten. Der ganze Einfang dauerte beinahe eine Stunde.
** Der Ausflug des Bienenzüchtervereins Gießen und Umgegend am letzten Sonntag war vom Wetter nicht sehr begünstigt. Trotzdem hatten sich nahezu 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Bahnwärterhaus Schröder eingefunden. Nachdem die praktischen Arbeiten auf dem Bienenstände, sowie dessen Besichtigung statt- gesunden hatte, begab man sich in die Restauration „Zur Linde" am Bahnhof Großen-Linden. Der Begrüßung durch den Vorsitzenden folgten noch etliche geschäftliche Mitteilungen und dann wurde ein Tanz arrangiert, woran sich Alt und Jung beteiligte.
sd. Darmstadt, 21. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Heute vormittag hat unter der Teilnahme des Großherzoglichen Paares, der Hofchargen, der Ehefrau und zahlreicher Verel rer des Dichters sowie der Delegierten des deutschen Schriftstellerverbandes die Enthüllung des
ke. Frankfurt a. M., 21. Juni. Drig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") V i e b m a r f t. Zum Verkaufe standen 200 Kälber, 00 Schale u. Hammel, 876 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pf,. Lebendgewicht 52—54 Psg., 2. Qual. 80—84 Psg., Lebendgewicht 49-51 Psg., Schlachtgewicht 62—66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Schweine 1. Qualität 69-00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Psg., 2. Qual. 68—00 Psg., Lebendgewicht 63-00 Pfg., 3. Qualität 62—64 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft gut, kein Ueber- stand. ____
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 22. Juni 1905: Anhaltend trocken, heiter und sehr warm.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
chcrichtslaal.
Stuttgart, 20. Juni. In dem SimplizissimuZ- Prozeß, der gieftern gegen den Schriftsteller Dr. Ludwig Thoma und den Vera > tw örtlich en Redakteur des „Simpli- zisfimus" Linnekogel durchgeführt wurde, beantragte der Staatsanwalt gegen Thoma zwei Monate, gegen Linnekogel vier Wochen Gefängnis.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstratze 2 (Bürgerin eisteretgebärrde) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten rurd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.
An den Werktagen von 8 bte 1 Uhr und von 8 bte 6 Uhr geöffnet.
Cs können eingestellt werden:
1 lcmdwirtsch. Knecht, 1 Spengler, 2 Wagner, Schreiner (auswärts), Lackierer (auswärts), 1 Möbelschreiner, 2 Schuhmacher, 2 Glaser, 1 Installateur, mehrere jüngere Fabrikarbeiter, 1 Verkäuferin, 1 Hausbursche, 2 Lauffrauen- oder Mädchen, 5 Dienstmädchen, 1 Schreiber.
Lehrlinge:
2 Spengler, 2 Schlosser. 1 Mechaniker, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Schreiner, 1 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Buchhändler, 1 Kellner.
CS suche» Arbeit: B1T/e
1 landwirtschastl. Arbeiter, 1 Eisendreher, 1 Wäscherin, 1 Fabrikarbeiterin, 1 Strickerin (Privatarbeit), Arbeiter für leichtere Arbeit, 1 Haus- oder Bureaudiener, 2 Lauftrauen.
R. B. Darmstadt, 20. Juni.
Im Hochstaplerprozeß des Ehepaars de East res wurden heute von früh um 8 bis Mittags 1/,12 Uhr die ersten 15 Zeugen vernommen; vier Sachverständige, Kreisarzt Med.-Rat Dr. Lindenborn-Groß-Gerau Prof. Dr. Weller-Darmstadt, Obermedizinalrat Dr. Heil und Dr. med. Sellenthin wohnten der Verhandlung bei. Erste Zeugin ist die Haushälterin Frl. Zeh; sie litt an Blutungen und war die erste Patientin, erhielt aber gleich die Nr. 160 000. Eine leibliche Untersuchung hielt der „Herr Professor" für überflüssig; sie erhielt eine Anzahl Medikamente und mußte dafür 53 Mark bezahlen. Bureaugehilfe Schröder war vom Angeklagten als solcher engaqirt und sollte 8000 Mark „Geschäftslage" geben, wie das in Paris so Sitte sei. Er habe aber mit sich handeln lassen und nur 2000 Mark verlangt, sei aber schließlich auch mit 500 Mark einverstanden gewesen. Zeuge hat natürlich von bem Geld nichts wieder gesehen. Buchdrnckereibesitzer Noether hat die 100 000 Prospekte gedruckt und dabei 1900 Mark eingebüßt, er bekundet, die Prospekte seien ihm zwar sehr prahlerisch vorgekommen, aber das ganze Austreten des Angeklagten, seine fürstlich eingerichtete Wohnung etc. hätten ihm Vertrauen eingeflößt. Frau de Castres habe auch erzählt, daß sie 300 000 Fres. von ihren Verwandten in der Schweiz zu erben habe. Kaufmann Fischer erzählt, der Angeklagte habe ihm eine Stelle als Depotverwalter angeboten; er solle 300 Mark Monatsgehalt und 10 °/0 Verkaufsprovision erhalten. Apparate ober Maaren hat er aber nie im Devot erhalten. Fischer mußte 5000 Mark Kaution stellen, die bei ber Südbeutschen Bank hinterlegt werden sollten; de Castres hat das Geld aber zur Anzahlung für das gekaufte Haus verwendet. Der Zeuge wußte auch sonst noch viel von den schwindelhaften Umtrieben des Ehepaares zu erzählen. Morgen früh um 8 Uhr wird mit der Zeugen- vernehmung fortgefahren____________________
des Norddeutschen Negattavereins auf dem Dampfer „Blücher^ teil. Er ging heute vormittag 11 Uhr auf der „Hohen- zollern" durch den Nordostseekanal nach Kiel.
Kobnrg, 21. Juni. Großfürst Cyrill von Rußland ist zum Besuche der früheren Großherzogin Victoria Melitta eingetroffen.
Kuxhafen, 20. Juni. Bei der heutigen Regatta gewann in der ^.-Klasse der Schooner-Kreuzer den ersten Preis und den Ehrenpreis der Stadt Hamburg die Jacht „Meteor".
Kuxhaven, 19. Juni. Bei dem heutigen Diner des Norddeutschen Regattavereins auf dem Dampfer „Blücher" brachte Bürgermeister Dr. Mönckeberg einen Triukspruch auf den Kaiser aus. Dieser erwiderte darauf mit folgender Rede:
„Eurer Magnifizenz spreche Ich meinen herzlichen Dan? aus für die schönen Worte, die Sie soeben gesprochen haben. Es ist Mir eine große Freude, heute wiederum Gast der Stadt Hamburg zu sein und als Mitsegler in den Reihen des Norddeutschen Regattavereins hier erscheinen zu können und mit Ihnen ein paar fröhliche Stunden zu verleben. Noch baS Herz voll bewegt von den schönen Eindrücken beim Empfang
ArullÄ-Südwestafrika.
Berlin, 20. Juni. (W. B.) Im Hereroland wurden von den auf den wichtigsten Orten verteilten Stationsbesatzungen in den letzten Wochen zahlreiche Streifzüge unternommen, namentlich in der Gegend von Waterberg, Owi- kokorero, Otjehangwe, Epukiro und in der weiteren Umgebung von Windhuk. Hierbei sind insgesamt 120 Hereros im Gefecht gefallen, 572 wurden gefangen genommen, 60 Gewehre und einiges Vieh wurden erbeutet. Das Kakau-Veldt hatte Hauptmann v. Oertzen bereits im Mai vom Feinde frei gefunden. Im Nama-Land griff Hauptmann v. Erckert am 6. Juni am Gamtrap-River (80 Kilom. östlich vom großen Karasberge) eine Werft von Hottentotten der Bande Morengas an. Der Feind ließ vier Tote und vier Verwundete liegen. Diesseits keine Verluste. — Die Nachricht, daß Hendrik Witboi auf englischem Gebiete bei Lehutltu sitze, wird erneut bestätigt.
Ausverkauf!
Wegen Verlegung meines Geschäftes von Neustadt 19 nach Marktplatz 11 verkaufe ich sämtliche Waren bestehend in
Öhren-, Geld- und Silberwaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 2962
I. Somiiita, Imlin nnb Uhmchcr.
Journalisten- und Schriftstellervereins, lfielt eine Ansprache und Höfschauspieler KniSpel sprach einen Nachruf an Gottfried Schwab. Darauf folgte die Enthu''lung de§ Denkmals.
pa. Wetzlar^ 20. Juni. Der Sohn eines hiesigen Fabrikbesitzers machte vor glichen Tagen nach einem kurzen Wortwechsel mit dem Vater einen Selbstmordversuch; er verletzte sich lebensgefährlich durch einen Schuß in den Kopf. Die Kugel konnte noch nicht entfernt werden. Gekränkter Ehrgeiz soll das Motiv der unglückseligen Tat sein; es heißt, der Vater habe dem Sohne, der Primaner am hiesigen Gymnasium ist, über den Besuch einer von der An- talt verbotenen Wirtschaft eine Rüge erteilt.
[i Mar bürg, 20. Juni, lieber das Liebcsdrama im Burgwald wird noch gemeldet, daß der Lehrer Mengel durch Androhung von Zwangsmaßregeln seitens der Eltern des Mädcheu.s veranlaßt wurde, seine von ihm nach Pfingsten heimlich hierher gebrachte Geliebte, die Landwirtstochter Kunigunde Kinkel aus Wiesenfeld, wieder zurückzuholen. Den ganzen, etwa fimfstündigen Weg von hier nach Roda, der einsame Wald- und Wiesenpfade entlang führt, will er am Samstag abend mit dem Mädchen zu Fuß zurückgelegt haben. Gegen V2I2 Uhr waren sie dann in seinem Elternhause, der Lehrerwohnung in Roda, angekommen und etwa IV2 Stunde später vollführte er etwa 10 Schritte davon die Tat, über die wohl erst die Gerichtsverhandlung volle Aufklärung geben dürste. Mengel wurde gestern von Rosenthal nach hier ins Landgerichtsgefängnis überführt; er machte einen recht verworrenen Eindruck.
** Kleine Mitteilungen ans Hess"n und den Nachbarstaaten. In der Graubengasse in Frankfurt a. 9)1. starb ein Kind an Genickstarre.
* Kleine Tageschronik. In Köln entstand ans geringfügiger Veranlassung zwischen mehreren Personen ein Streit, der in eine große Schlägerei ausartete. Mehrere 100 Personen standen sich gegenüber. Ein Polizeiaufgebot von 20 Mann war nicht imstande, die Streitenden auseinander zu bringen, sodaß die Feuerwehr requiriert werden mußte. Die Polizei ging mit blanker Waffe vor. Es wurden 25 Personen verwundet, auch mehrere Polizei beamten erhielten schwere Verletzungen, da sogar mit Mülleimern geworfen wurde. Zahlreiche Exzedenten sind verhaftet worden. — In Posen hatte der zwt^jährig dienende Rahutta vom 20. Feldartillerie- Regiment einen jungen Rekruten wegen schlechter Reinigung seines Gewehrs zur Rede gestellt. Es entstand ein Streit, in dessen Verlaus Rahutta den Rekruten mit einem Besenstiel und durch Tritte an den Unterleib schwer mißhandelte. Der Rekrut ist an den Folgen der MißbaudOma gestorben.__________
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