straße 5, e) von Heinrich Tiergardt für Dammstraße 39, v von Karl Euler IV. Witwe für Schützenstraße 15.
— Zu den Landtagswahlen. Folgende Klage /ommt heute aus Nidda. Man schreibt uns von dort:
Die Zeit der Landtaqswahl rückt immer näher, und von der e r a l e n Partei i st nichts zu sehen un d zu Horen. Der frühere liberale Abgeordnete unseres Bezirkes ist inzwischen zu einer anderen Partei übergegangen und nun vom Bauernbund als Kandidat nominiert. Tie Freunde des Liberalis m u . warten vergeblich auf Aufstellung eines 9 e e t g» neten Kandidaten. , . . . ,
B. Synode. Morgen, Mittwoch, wird m der Zoyannes- .irche die diesjährige Synode des Dekanats Gießen abgehalten, die mit einem öffentlichen Gottesdienst um 9 Uhr vormittags eröffnet wird. Von den Verhandlungen wird das in Aussicht gestellte Referat von Pfarrer D. Schlosser über „Da§ Lcse- bedürfnis des Volkes, und welche Aufgaben daraus den kirchlichen Gemeinden und ihren Organen erwachsen", besonderes Interesse erregen.
" Teuerer Spaß. In unserer Stadt machen sich junge Leute im Uebermut oder Trunkenheit vielfach ein Vergnügen daraus, nächtlicherweile die Glasscheiben an den Briefkasten zu zertrümmern. Daß diese üble Sitte sehr unangenehme Folgen haben kann, war aus einer Verhandlung zu entnehmen, die vor kurzem vor dem hiesigen Schöffengericht stattgefunden hat. In dieser wurde nämlich ein Student wegen einer im Sommersemester verübten Sachbeschädigung der in Rede stehenden Art zu einer Geldstrafe von 50 Mk. und zu den Kosten deS Verfahrens verurteilt. Wie wir hören, sind auch die Polizeiorgane angewiesen, auf solche Missetäter ihr besonderes Augenmerk zu richten. — Gestern nacht sind wiederum drei Briefkasten auf diese Art beschädigt worden.
W. Bad Nauheim, 16. Oktbr. Die Generalversammlung des im vergangenen Jahre gegründeten Vortragsoereins fand in diesen Tagen statt. An Stelle des seines vorgerückten Alters wegen zurückgetretenen 1. Vorsitzenden Oberamtsrichters Süffert wurde der bisherige 2. Vorsitzende Rechtsanwalt und Notar Stahl mit der Leitung des Vereins betraut. Neu in den Vorstand gewählt wurde der Rektor der Höheren Bürgerschule Professor Dr. Zimmer. Die Mitgliederzahl ist auf 200 gestiegen, und bei der großen Sympathie, die man dem Verein entgegenbringt, ist zu erwarten, daß sich die Zahl noch vermehrt. Auch in dieser Wintersaison sollen außer wissenschaftlichen wieder Gesangs- und Jnstrumentalvorträge geboten werden.
-t- Fried berg, 15. Okt. Zur gemeinsamen Kunstseier hatten sich die Posaunenchöre aus Beuern, Dorf- güll, Gießen, Holzheim, Klein-Linden, Langgöns und Öber-Mockstadt mit dem hiesigen Verein hier zusammengesunden, in der stattlichen Zahl von 76 Stimmen. Die Feier begann mit dem Nachmittagsgottesdienst. Professor Dr. Wurster predigte über die Bedeutung der Musik im Gottesdienste. Die vereinigten Chöre unter Leitung des Pfarrers Kalb Henn von Ober-Mockstadt (Dirigent des dortigen Vereins) trugen aus Makkabäus: „Seht, er kommt mit Sieg gekrönet", und den Psalm 55 („Wirf dein Anliegen auf den Herrn", aus „ Elias „) vor, begleiteten auch den Gc- meindegesang bei den Chorälen: O daß ich tausend Zungen hätte, — und: Ach bleib' mit deiner Gnade. Mächtig strömten die starken Klänge durch die hohen Wölbungen der bis auf den letzten Vlatz gefüllten Stadtkirche, tiefe religiöse Empsindungen erweckend und in beredtem Zeugnis unterstützend die warmherzige Ansprache des Predigtwortes. In der nachfolgenden geselligen Vereinigung im Drei-Schwerter- Saal wetteiferten die Vereine in durchweg gut, zum Teil sogar höchst gediegen ausgeführten Vorträgen ernster und fröhlicher Musikstücke und ernteten Dank und Beifall der zahlreichen Zuhörerschaft. Aus den zwischendurch gehaltenen mehrfachen Ansprachen ist hervorzuheben der durch die anwesenden Vereine gefaßte Beschluß, sich dauernd näher zu treten und als Ober hessische Posaunenchö rc sich zusammenzuschließen. Die nächste Zusammenkunft soll in Langgöns stattfinden, das wohl den stärksten Verein hat und verhältnismäßig leicht zu erreichen ist.
Frankfurt a. M., 16. Okt. Gestern abend 6 Uhr machte die seither in Bad-Nauheim als Büffctdame beschäftigte, in der Hohenstaufenstraße 17 wohnende Anna Muhl aus Ziegenhain bei Kaffel einen Selbstmordversuch. Sie befand sich allein auf ihrem Zimmer und trank ein etwa 30 Gramm Lysol enthaltendes Fläschchen vollständig leer. Auf ihre Hilferufe eilten die Hausbewohner sofort herbei und
anonym unter Streu$bnnb nach Berlin gesandt worden. Ms er Kenntnis von ihr genommen hatte, schrieb er einen Brief an die Redaktion des genannten Blattes und sagte darin, er habe sich schon manches in seinem Leben gefallen lasten müssen, aber solch eine Gemeinheit denn doch noch nicht; er möchte gern wissen, wem diese unerhörte Frechheit gelten solle, ihm ober bem Publikum. Wegen dieses Brieses hatte Dr. Viktor Lederer Strafantrag wegen Beleidigung gegen Dr. W Ü l l n e r gestellt. Er und sein Advokat wvllten den Einwand deS Vertreters des vom persönlichen Erscheinen entbundenen Dr. Wüllner meßt gelten lassen, daß der Bries in der ersten Erregung gleich nach dem Lesen der fttitif geschrieben worden sei. Mlcn Künstlern würden von den Agenturen sämtliche Besprechungen, die sie beträfen, eingesandt, also auch von der Kvnzertagcntur Eulenburg die Lederersche Kritik. Der Kläger war bereit, zu versichern, daß ihm jede beleidigende Msicht bei seinem Referate fern gelegen habe und der Beklagte uwllte die Ausdrücke in dem Briefe zurücknehmen. Das Schöffengericht hat den Dr. Wüllner zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt.
— lieber das neue Düsseldorfer Schauspielhaus, zu dem die Zeichnungen der bekannte Berliner Architekt Sehring lieferte, ist eine von der Baufirma Vosvau und Linauer herausgegebene, künstlerisch ausgestattete Denkschrift erschienen. Das (von Luise Dumont begründete» Theater wird eingehend in Wort und Bild geschildert, sowohl das seltsame, durchaus nickt the.itemtäßige, merkwürdig unharmonische Aeußere. dessen reizvolle Trennt iim Stile Ludwigs XVI.) an die alten Schlösser der westfälischen Edelleute erinnert, wie das vornehm eingerichtete Amtete und die Bühne mit ihren modernsten teckmiscken Hilfsmitteln. Das Theater bat eine Drehbühne mit einem Durchmesser von 14 Meter. Grosser Wert tourbe auf eine eigenartige Beleuchtung, vorzügliche Ventilation.und Heizung, sowie aus 2lbwchr von FeuerSgesalw gelegt. Interessant finb die Mitteilungen, in welch rascher, und dabei dock sorgsamster Weise der 1000 Zusäwuer fassende Bau entstand: im Dezember vergangenen Jahres wurden die Erd- und FaindamentierungSarbeiten erledigt und mit dem eigentlichen Bau erst im Januar 1905 begonnen, der trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse imb AuSstände in 234 Arbeitstagen beendet war, eine beachtenswerte Leistung der genannten Firma.
benachrichtigten die Rettungswache Münzgaffe, die sofort eine Magenausspülung vornahm. DaS Fräulein befindet sich heute auf dem Wege der Besterung. (Gen. Anz.)
Wetzlar, 15. Okt. Ein schwerer Unglücksfall, der zwei Menschenleben vernichtete, hat sich heute nacht hier zugetragen. Am Morgen gegen 6 Uhr^ merkten der in dem Hause Rosengasse Nr. 8 wohnende schreiner- meister Stroh und der Fuhrmann Happel, daß Jn dem Hause, obwohl es gar keine Gasleitung enthielt, ein überaus starker Gasgeruch sich bemerkbar machte. Stroh, der Besitzer des Hauses, dachte zunächst an nichts schlimmes, meldete aber dennoch auf der Gasanstalt. Inzwischen war es beinahe 8 Uhr geworden und es erschien den Hausbewohnern auffällig, daß in der Wohnung der Eheleute Schuhmacher Heinrich Hcberling, welche den Mittelstock des Hause? bewohnten, noch niemand sich hören ließ. Die Tür der Hcber- lingschen Wohnung wurde geöffnet und nun bot sich den Eintretenden ein furchtbarer Anblick: Heberling faß mit einem Strumpf an den Beinen im Hemd auf dem Bett,. während seine Frau im Bette lag. Beide waren leblos. Offensichtlich war Heberling, der erst gegen 1 Uhr nach Hause gekommen sein soll, durch den Gasgeruch aus dem Schlafe aufgeweckt worden und hatte das Fenster öffnen wollen: dabei scheint er bewußtlos geworden zu sein. Die erschreckten Mitbewohner holten sofort ärztliche Hilfe herbei, aber vergebens. Heber bie Ursache des Unglücksfalles wird berichtet, daß an dem vor dem Haufe herführenden Gasleitungsrohr an einer hohl gelegenen Stelle ein Rohrbruch entstanden war. Da die über dem Rohr liegende Bodenschicht aus undurchlässiger Tonerde bestand, suchte und fand das Gas einen Ausweg nach der Seite hin, drang durch das poröse Mauerwerk des Fundaments in das HauS und kroch am Mauerwerk der Hauswände empor, so nach und nach das ganze Gebäude erfüllend. (Wetzl. Anz.)
k. Sichertshausen bei Fronhausen, 16. Okt. Gestern nachmittag wurde die hiesige, im Jahre 1780 erbaute und in diesem Sommer mit einem Kostenaufwand von nahezu 5000 Mk. restaurierte Kirche durch einen feierlichen Gottesdienst wieder in Gebrauch genommen. Die Festpredigt hielt unser Geistlicher, Pfarrer Böchner von Treis a. d. L. im Anschluß an die über dem Haupteingang der Kirche angebrachte Inschrift: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt". Vom Altäre aus hielt nachher noch der Ortsschulinspektor Pfarrer E igen- brodt-Haffenhausen eine Ansprache, die er an das über der Kanzel stehende Wort Jesu anschloß: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Die Kirche hat außen und innen ein neues Kleid bekommen. Türme, Dach und Wetterseite sind neu beschiefert, der Haupt- und Seiteneingang hat neue schöne eichene Türen erhalten, Altar und Kanzel sind neu hergerichtet, ersterer auf Wunsch vieler Gemeindeglieder wieder mit dem alten, jetzt schön gestrichenen Holzkruzifix, letztere mit neuem Behang geschmückt. Eine neue Seitenempore ist eingebaut, die Orgel repariert, der Fußboden mit schönen Tonplatten belegt, Gestühl und Wände stilgerecht bergestellt und verziert. Die Pläne und Kostenvoranschläge fertigte Bautechniker Will von hier, der auch die Bauleitung übernommen hatte. — Unsere Gemeinde ist von altersher eine Filialgemeinde von Treis a. d. Lumda, das im Jahre 1866 zum Großherzogtum Hessen kam. Durch Staatsvertrag zwischen Preußen und Hessen ist nun seit dem 1. Oktober d. I. das parochiale Verhältnis zu Treis a. d. 2. gelöst; da sich aber die Verhandlungen wegen Zulegung der hiesigen Gemeinde zu dem benachbarten preußischen Kirchspiel Haffen- hausen auf uns unerklärliche Weise hinausziehen, ist der Pfarrer von Treis a. d. L. im Einverständnis mit dem Ober- konsistorium in Darmstadt mit der einstweiligen Weiterve rse h u n g des Pfarrdienstes dahier beauftragt.
• Gefährliches Fußballspiel. Aus Newyork wird der „N. A. Z." berichtet: Das Fußballspiel an amerikanischen Universitäten, bei dem die Spieler schützende „Panzer" tragen müssen, wird immer gefährlicher. Obgleich die Fußballsaison erst begonnen hat, liegen schon sieben Studenten der Haward- Universität mit gebrochenen Rippen und Gliedmaßen und inneren Verletzungen im Krankenhause darnieder. In Amerika macht sich eine wachsende Entrüstung gegen das Spiel, so wie es jetzt geübt wird, bemerkbar, die Spieler suchen oft trotz der Regeln aus bloßer Brutalität ihre Gegner kampfunfähig zu machen. So wurde auch der junge Roosevelt bei seinem ersten Spiel in Haward schwer getroffen. Jetzt wendet der Präsident selbst seinen ganzen Einfluß auf, um dem Spiel den gefahrvollen Charakter zu nehmen. Zweifellos wird der Präsident in diesen Bemühungen von allen Seiten unterstützt werden; die englischen Fußballspieler, die zur Zeit in Newyork weilen, haben die beste Gelegenheit, die lieber- legenheit des englischen Spiels über das amerikanische praktisch vorzuführen.
• Heiteres von einer Bürgermeistermahl. Jn dem Erfurt benachbarten, ca. 900 Einwohner zählenden Orte Wickerstedt wurde zum zweiten Bürgermeister der Materialwarenhändler, frühere Kunst- und Phantafiewirker, Otto Rüdiger gewählt, aber seine Wahl wurde nicht bestätigt. ES sollte ihm die zu dem Amte erforderliche „Achtung" fehlen. Für die Neuwahl ließ nun Rüdiger folgendes Flugblatt verbreiten:
Lieben Bürger von Wickerstedt!
Wir kommen nächsten Freitag, den 29. b. M., ans eine frische Wahl eines zweiten Bürgermeisters. Wählbar bin ich wieder, da ich noch nicht wegen Diebstahls vor Gericht gewesen bin, auch habe ich noch kein Bnch gefälscht. Wenn ich auch u n s i t l i ch e Redensarten gegen bie Witwe Barth geführt habe und bin mit 5 Mark Geldstrafe bestraft worden; das ist feine Schande. Wenn ich den Rechtsanwalt Kunrenter ans Gotha batte, der hätte mich auch freigebracht. Auch soll ich im Jahre 1904 einen Frosch losgelassen und zwei Stare beim Kirschen erschossen haben, das sind bis jetzt auch keine Strafen, denn bis Berlin sind sie noch nicht gekommen. Ich bin noch nicht in Heus- dori auf den Anstand gewesen, wo Lips von Wickerstedt bald erschossen wurde. Auch habe ich noch niemanden die Zahne ein- geschlagen. Am liebsten hätten meine Freunde gesehen, wenn Rüdiger an der Kirmeswoche starb; aber es ist ihnen nicht gelungen, er üt wieder wie ein Fisch. Wenn auch mein Haus rot angcstrichen ist, daß schadet nichts. Wer war früher der größte Rote? Cttomar Rüdiger, Materialwarenhändler.
Tas Glück entschied in der Neuwahl gegen ihn; würdevoll ergab sich aber Rüdiger in sein Schicksal, wie er durch folgende neue Kundgebung zeigt:
Friede sei mit uns!
Nachdem bie Wahlschlacht geschlagen, drängt es mich, meinen lieben Mitbürgern für das mir in so reichem Tlafcc entgegengebrachte Vertrauen meinen herzlichen Dank mit ber Bitte auszusprechen, mich bei vorkommenden Fällen tn gutem Andenken zu behalten. Gleichzeitig empfehle ich meine neu eingetroffenen stets keimfähigen Sommer- A r ttkelund Material waren. Bitte besuchen Sie mich, mich habe ich ein Faß Sauerkraut frisch ausgeschlagen.
Ottomar Rüdiger, Wickerstedt.
* Kleine Tngcsckron - k Vie die „Mittelbad. Nachr> aus Kappelrodeck melden, beläuft sich die durch den Bürgermeister Hermann Haas unterschlagene Summe nach den bisherigen Feststellungen auf 7 2 5 0 0 0 Mk., sie wird aber wahrscheinlich die Höhe von 800 000 Mark erreichen. Der Anf- ichtsrat be5 Vorschußvereins h<rt sich bereit erklärt, 100 000 Mark Siir Verfügung zu stellen. — $n Erfurt erkrankten infolge des Genusses von Paradies-Aepfeln brei Kinder im Alter von 4 bi? 9 Jahren. Das älteste Kind, ein 9 jähriges Mädchen, ist 11nter heftigen Schmerzen gestorben.
Kilrtikahn-I.-ilnvg.
— Der Hamburgische Senat Dient die Erbauung eines umfangreichen Netzes von Hoch- und Untergrundbahnen zur Verbindung der 23ororte mit dem Hafen und der inneren Stadt. Ter Senat legte neuerdings einer Entwurf der Bürgerschaft rt"- dessen Baukosten rund 41 V ll i o n en M a r k betragen n. Ter neue von Siemens und Halste ausgearbeitete Ent- -f umfaßt eine durch sämtliche Vororte geführte Rundlinie, welche auch den Hafen berührt und die innere Stadt durchquert, erner drei Zweig- oder Anschlußlinien nach Eimsbüttel, Hammerbrook und Ohlsdorf: im ganzen 28 Kilometer elektrischer Schnellbahnen. Im Zusammenhang mit dieser Bahnanlage steht die Herstellung eines großartigen Straßendurchbruches vom Rathaus bis zu dem im Dau befindlichen Hauptbahnhof nach den Plänen des hamburgischen Oberin-"nieurs Vermehren. Der Durchbruch kostet allein gegen 13.8 Mill. Mark und bildet zugleich einen Teil der von Hamburg mit großen Mitteln durchgeführten Sanierung der inneren Stadt. Tie Turckführung aller dieser Entwürfe wird im ganzen zehn Jahre erfordern nnd der Stadt Hamburg, welche infolge ihrer weitläufigen Bauart einen ebenso großen Fläckenraum bedeckt wie die Stadt Paris, ein allen Anforderungen entsprechendes Sch-nell- verkehrsmittel rr'-m Renaes verschaffen.
Hlnivkrsttäls-Pachrichlen.
— Eine große Zuwendung ist der Berliner Universi- tat von Frau Geheimrat Anna Weinhold, der Witwe des berühmten Germanisten, zuteil geworden. Sie hat nach dem Wunsche ihres Gatten die Hochschule zur alleinigen Erbin ihres runo 100 000 Mark betragenden Vermögens eingesetzt mit der Bestimmung, daraus eine Weinhold'sche Stiftung zu errichten, die im Sinne der schon bestehenden Hilfslasse an bedürftige Hinterbliebene von Professoren der Universität Untere tützung gewähren soll. — Als Nachfolger des o. Prof. Dr. Walter König, der bekanntlich Ostern d. I. Drudes Lehrstuhl hier in Gießen übernommen hat, ist nach der „D. T." )er a. o. Professor Dr. phil. Gustav M i e in Greifswald zum e.deutlichen Professor und Direktor des physikalischen Instituts an der Universität Greifswald ernannt worden.
Königsberg i. P., 16. Oktbr. Der als Kantforscher bekannte Oberbibliothekar Professor Reike (der Vater des II. Berliner Bürgermeister-'» ist heute gestorben.
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Stuttgart, 16. Oktober. Der 52 Jahre alte Notar Hecker von Eßlingen wurde vom Schwurgericht wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 72 000 Mark unter Ausschluß mildernder Umstände zu vier Jahren Zuchthaus unter Anrechnung von acht Monaten Untersuchungshaft verurteilt.
Sport.
O Fußball. Seit einigen Wochen bereits hat der Fußball« feldzug, der wie alljährlich in der Austragung der Meisterschaft des Deutschen Fußballhundes gipfelt, in allen Gauen Deutschlands begonnen. Von wohl mehreren tausend Klubs gehören dein Bunde zwar nur etwa 500, aber die stärksten an und nehmen in den verschiedenen Klaffen an den Kämpfen teil. Sie verteilen sich aus einige kleinere Verbände im Osten Deutschlands und 6 größere: den Norddeutschen, Berliner, Märkischen, Mitteldeutschen, Rheinisch- westfälischen und den numerisch stärksten, den süddeutschen Verband. An den Spielen deS OstmaingaueS des letzten Verbandes beteiligen sich von den Gießener Klubs der Ballspielklub in der 3. Klasse, der ältere Gießener Fußballklub von 1900 in der ersten Klaffe. Gute Erfolge dieses Klub gegen Ende der letzten Spielsaison lasten für die neue interessante Kämpfe erwarten. Die Spiele verteilen sich folgendermaßen: 22. Oktober gegen Hanauer Dietoria v. 94. 29. Oktober gegen Offenbacher
Teutonia, beide Spiele in Gießen, 5. November gegen I. Hanauer F. C. v. 93., in Hanau.
SpitlpldK der «rrmigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 17. Oktober*): .Samson und Dalila/ Mittwoch den 18. Oktober: Zweite? und letzte? Gastspiel Karl Surrtau: .Die Stumme von Portiei/ Donnerstag den 19. Oktober: „Joseph und seine Brüder." Freitag den 20. Oktober, abends 6 Uhr: Festvorstellung zur Erinnerung an die Eröffnung des Hauses vor 25 fahren: Zn in Besten der großen Pensionsanstalt der hiesigen städtischen Theater. Szenischer Prolog .von Rudolf PreSber. Hierauf: „Die Meistersinger von Nürnberg." Samstag den 21. Oktober: „Frühlingsluft." Sonntag den 22. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Geisha'" Abends 7 Uhr: „Der Ring des Nibelungen." Vorabend: „Das Rheingold."
Schauspielhaus.
Dienstag den 17. Oktober"): „Der Schwur der Treue? Mittwoch den 18. Oktober: „Der Graf von Charolais." Donnerstag den 19. Oktober: „Die versunkene Glocke." Freitag den 20. Oktober: „Der Schwur der Treue." Samstag den 21. Oktober: „Hüttenbefiher." Sonntag den 22. Oktober, nachm. halb 4 Uhrf „Tie Kreuzetschreiber." Abends 7 Uhr: „Zapfenstreich." Montag den 23. Oktober: Zum ersten Male: „Stein unter Steinen." Von Hermann Sudermann.
Residenz-Theater.
Dienstag den 17. Oktober, abends 8 Uhr: „Demimode." Mittwoch den 18. bis Freitag den 20. Oktober: „Leontinens Ehemänner." Samstag den 21. Oktober: „Seine Kammerjungfer." Sonntag den 22. Oktober, nachmittags 3 Uhr: „Der unnatürliche Sohn." Abends 8 Uhr: „Seine Kammerjungfer."
’) Anfang, wenn nicht ander? bemerkt, abends um 7 Uhr.
Hrkciterbewrqunq.
Berlin, 16. Oktober. Heute sind 1300 Näherinnen und 200 Zuschneider der hiesigen Wäschefabnken in den Ausstand getreten. Tie Zuschneider verlangen 10 °/0 Lohnerhöhung, ebenso die Näherinnen.
Wunderbar und verblüffend ist die rasche Erzielung eines schönen Teints durch den Gebrauch fach bewährten Myrrholinseife. b../io Wenn die Blätter leise rauschen und im Herbststurm zu Erde fallen, stellen sich auch die leidigen Quälgeister wieder ein: der Husten, der Katarrh, die Heiserkeit, und wie die lieblichen Dinge alle heißen. Zum Glück weiß man nun so ziemlich überall, daß die ,ray s achten Sodener Mineral-Pastillen alle diese Affek- tionen prompt bekämpfen, und sie sind so billig, daß jeder sie anwenden kann. Tie Schachtel kostet nur 85 Pfg. hr%


