Ausgabe 
17.7.1905 Erstes Blatt
 
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wir, als sie geprobt wurde, bereits berichtet haben. Die unter dem Kommando des Branddirektors Traber aus­geführte Nebung verlief äußerst exakt und ohne Unfall. Wenn irn Ernstfälle gleichfalls alles so am Schnürchen geht, können ^wir beruhigt sein. Dann wird freilich für die Rettungstätigkeit kein gedrucktes Programm bereitliegen.

In der Festhalle war um 1 Uhr der Tisch gedeckt worden. Die Beteiligung am Festessen war groß. Die Ehren- ausschußmitglicder und Gäste saßen mit ihren Damen an einer besonderen Tafel, wo es auch besonders feine Gedecke, aber hoffentlich kein besseres Essen, als die anderen Teilnehmer genossen, gegeben hat. Meister Krauße dirigierte die Tafel­musik. Was den Speisezettel anlangt, so gab es Königin- Suppe, Kalbsragout mit Maccaroni, Ochsenbraten garniert, Butter und Käse, und man muß zur Ehre des Fcstwirtes Sprankel gestehen, daß das Essen reichlich und gut war, ebenso verhält eS sich mit den Weinen. Aber nicht nur die Musik, sondern auch die Festreden würzten das Mahl. Se. Magnifizenz der Rektor der Landesuniversität Geh. Medizinal­rat Prof. Dr. Vossius, hielt folgende Ansprache:

Hochanschnliche Festversammlung!

Mir ist heute an dem Ehrentage unserer Feuerwehren, die Hab und Gut und das Leben unserer Mitbürger selbstlos be­schulten, die ehrenvolle Ausgabe zuteil geworden, unseres geliebten

Negierungsrat Dr. Wagner sprach als Vertreter der Großh. Regierung den Feuerwehren herzliche Glückwünsche aus. Er erinnerte an das Gründungsjahr 1855, als dem Kreisamt die Satzungen der beiden Wehren eingereicht wor- oen, wie damals die Behörde in ihrem Antwortschreiben

4- Freienseen (Kreitz Schotten), 16. Juli. Der hie- ige Maurer Bähr hatte sich anfangs dieses Jahres beim Behauen von Sandsteinen zu einem Neubau in Schotten eine leichte Quetschwunde zugezogen, der der anfangs gar keine Bedeutung beunaß. Nach einigen Wochen trat jedoch Blut­vergiftung em, die sich bald über die ganze rechte Hand erstreckte, so daß ihm die Hand imb danach auch der Unter­arm im Johann-Friedrich.Stift zu Laubach abgenommen werden mußten. Der Bedauernswerte steht erst in den 30er Jahren und besitzt Familie mit vier unmündigen Kindern..

A M aber die bis auf den letzten Platz mit Menschen ^Zofüllte Festhalle auf die Darbietungen der vereinig- ctmu. .efangvereine warteten, meldeten Donner und Blitz eine andere, weniger willkommene Abwechslung an. Ern Bauerplatzregen brach los, wie er selten in Gießen und anderswo gesehen worden ist und wie er mit solchem Nach- b^uck uur ber Festen sich einzustellcn pflegt. Man denke sich das Wohlbefinden der in drangvoll fürchterlicher Enge auf ihren Banken Eingekeilten, als sich das Dach der Fest- /SVan erraie§! Da war

Gut Wehr" teuer. Viele spannten die Regenschirme auf und

Der weitere Verlauf des Festes bis abends %9 Uhr entzreht sich unserer Kenntnis. Da es immerfort regnete, war alle Hoffnung auf den Rull-Punkt gesunken. Ein Fahnenträger schlenderte, einsam und müde, das Schlacht­feld räumend, durch die Anlagen * .

, Ms gegen 8 Uhr endlich der Regen nachzulaflen schien, k b,te sich für die derzeitigen Zustände auf

cjS Astplvtze interessierten. Ein Hauch der Zufriedenheit 'chUiellte das Herz, daß es der Gießener in der Tat versteht, ,,Feste zu ferern". Der Besuch war ungewöhnlich stark. Aber zwei Möglichkeiten, entweder auf den Fußspitzen oder den Absätzen sich fortzubewegen. Die Damen, die es sich nicht hatten nehmen lassen, in Weiß gt erscheinen, hatten es noch etwas schlimmer als die

oufgewendet und eine Käpitalschvlb }4^80 könnew Die Einnahmen und Ausgabe«

2637'8?. ®r- ®« ScrfiSenbe teilte mit d°LZ frWtoe SRegterung fiii bereit finden lasse, faW der Verein Mitteln lÄrli» '500 Mart für den gleichen aufbringt, zur Erhaltung der Ruine ben gleichen Betrag beizu. steuern, ebenso hoste man auch von der Rheinprovinz, in deren Bereich ia der Gleiberg liegt, einen jährlichen Beitrag für die Burg SU erhalten. Zur Instandsetzung der eigentlichen Burgruine fii^nach dem Kvstrnvaranschlag 10 0M Marl erforderlich, deren Verwendung allerdings cruf längere Jahre verteilt gedacht ist. Der Voranschlag für d»S laufende Jahr, welcher mit einer Eiw nafmte öon.,702,88 Wit. rechnet, wird von der General-Versamm­lung genehmigt. Die Versammlung beschloß, am 29. d. M bei anbrechender Dunkelheit aus' Anlaß der Grundsteinlegung bes Dismarckturmes auf der Haardt die Burg Gleiberg bangalisch zu beleuchten und bewilligte hierfür die Mittel.

Der Gießener Lehrerverein hielt, so schreibt man uns, am Samstag im Philosophenwald eine von weit über 100 Personen besuchte Familienkonferenz ab Der Vorsitzende des Vereins, Herr Val. Müller, richtete an die Versammlung, besonders aber an den als Gast anwesenden Kreisschulinspektor Kleinschmidt mit Gemahlin warme Be- grüßungsworte. Durch den Vortrag mehrerer Kinder seiner Muse 1. Heimkehr, 2. Vom Büblein in der Stadt, 3. Gedicht vom Beramald, 4. Seltsam, 5. Der Chatten, knabe, 6. lieber den Wolken, die mit großem Beifall auf. genommen wurden, bereitete Kreisschulinspektor Kleinschmidt allen Erschienenen einige recht genußreiche Stunden. Dar. bietungen des Lehrer-Sängerchors, abwechselnd mit Solo- gesängen der Damen Frl. Zins und Frl. Heutzenröder ans Büdingen, die besonders Anklang fanden, sowie auch einige Duette, vorgetragen von den Herren Krug und Zimmermann, trugen ebenfalls zur Unterhaltung bei.

** Polizeibericht. Heute nacht gegen 12 Uhr ent« flcinb zwischen mehreren Leuten in der Festhalle ein Streit, wobei mit Schirmen geschlagen wurde und Ohrfeigen aus. geteilt wurden. - Gegen 1 Uhr warf ein Kutscher auf dem Festplatz in einer Wirtschaftshalle mit einem Bierglas nach einem Arbeiter, ohne ihn zu verletzen. Nachdem heute ruh uni 3 Uhr die Beleuchtung auf dem Festplatz gelöscht worden war, saßen ungefähr noch 6 junge Leute in einer Wirtschaftshalle auf dem Festplatz. Einer von diesen zer- chlug einige Gläser, worauf die Halle polizeilich geräumt und die betr. Personen von dem Festplatze entfernt wurden. Hierbei gebrauchten die Leute die rohesten und gröbsten Schimpf,vorte und skandalierten. Sie setzten die Ruhestörung bis zum Seltersweg fort, und die beiden Rädelsführer mußten, um die Ruhe herzustellen, verhaftet werden. Es wurde An-

zeige wegen Ruhestörung und Beleidigung erhoben. Gestern mittag um 12*/t Nhr wurde von einem auswärtigen Radfahrer in der Gartenstraße ein Kind überfahren, das glücklicherweise mit einigen Hautabschürfungen davon kam. pJ! wurde, da er bei Angabe seiner Personalien oet- dochtige Angaben machte, bis zur Feststellung seiner Perso- nahen verhaftet.

^*?bohnungsuntersuchu.ng. Mit einer von etwa o Personen, meist Studenten und Arbeitern, besuchten! - Hclscrverwmmlung wurde am Freitag abend imPost- ; . ow allgemeine Gießener Wohnungsuntersuchung

: «öffnet Besonders stark war die BeteiliAun/der Studieren- Ine Korporationen hatten eine stattliche Zahl ihrer Mitglieder zur Verfügung gestellt. Eingeleitet durch einen kurzen Bericht über die Vorgeschichte der Erhebung, gipfelte der erste Teil des Abends in dem Vortrage von Privatdozent

± r KAßkalt über die Bedeutung der Wohnungs­untersuchung und der Frag'en des der Arbeit zugrrmde gelegten Fragebogens. Es folgte eine lebhafte Erörterung der bei der Erhebung zu befolgenden Grundsätze, wobei besonders Wohnungsinspektor Grode und Medizinalrat Dr Haberkorn aus ihrer Erfahrung wertvolle An- Weisungen gaben. Der Schluß des Abends galt der äußeren Organisation des Unternehmens. Iw Anschluß an die sechs ckrmenbezrrke wurde die Stadt in zwölf Erhebungsbezirke geteilt, deren jeder von einer geschlossenen Helfer gruppe unter Zeitung eines Obmanns in Angriff genommen wird. Fe zwei Erhebungsbezirke, die zusammen einen städtischen Armenbezirk bilden, unterstehen wieher der Oberleitung alterer Herren, die als städtische Armenpfleger oder alte Ortsangesessene mit den Verhältnissen der Gegend vertraut sind Durch die gesamten Verhandlungen des Abends zog em frischer, arbeits- und opferwilliger Geist, der an dem Gelingen des Werkes nicht zweifeln laßt. Die Bürgerschaft wird dem gemeinnützigen Unternehmen gewiß verständnis- volle Forderung zuteil werden lassen durch willige Aufnahme k?1 ker Fragebogen sowie durch gelegentliche

Aufklärung weiterer Kreise über die Bedeutung der Wohn­ungserhebung. Sie ist ein von allen Behörden unab- hangiges, rein privates Unternehmen mit dem Aveck, für ätCfSrUrtcirunö . der Gießener Wohnungsverhältnisse das statistische Material zu sammeln und damit der künftigen städtischen Wohnungspolitik eine wissenschaftlich gegründete Unterlage zu schaffen. Die Erhebung erstreckt sich auf alle Wohnungen, große und kleine, und schenkt dabei besondere Beachtung den hygienischen Verhältnissen der Kleinwohn­ungen. Pnvatinteressen der einzelnen Hausbesitzer oder Mieter werden dabei in keiner Weise berührt, was sich schon darin ausdrückt, daß die Fragebogen nur den Beruf, nicht aber den der Statistik gleichgiltigen Namen der Bewohner aufiiehmen sollen. Jede einzelne Frage, jede einzelne Messung soll nur dem Hauptzwecke dienen, ein zahlenmäßrq begründetes Gesamtbild von dem derzeitigen Gießener Wohnungswesen zu gewinnen. Es wäre zu begrüßen, wenn ich zu den Helfern aus der Studentenschaft und der Ar- beiterschaft, die bereits in der Arbeit stehen, noch Herren aus der Bürgerschaft mit gleich freudiger Hingabe hinzu- unden. Weitere Meldungen, die möglichst bald zu erfolgen hatten, nimmt Dr. Koch, Schiffenbergerweg 66, entgegen.

() Laubach, 16. Juli. Bei der gestrigen Bei- geordneten wähl, an der sich nur etwa 8 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten, wurde der seitherige Beigeord- nete, Kaufmann Hermann Diehl, mit allen abgegebenen Stimmen auf die Dauer von weiteren 9 Jahren wieder­gewählt.

Landesfürsten zu Renten. Unser Großherzog 'zeigt icbeneit für beteten Indes die Musik Ä?lC Regenschirm alle Schichten seines Volkes ein warmes Herz: er hat für alle b / Nullen be» Donners zu über­

nationalen und sozialen Vereinsbestrebungen immer ein großesuen raje. Draußen aber, so konnte man durch die Jrckeresse. Unter seinem Schutz und Schirm befinden sich Kunst -"ftnngsoffnungen am Dach der Halle beobachten, blitzte, und Wissenschaft, Handel und Industrie, die Landwirtschaft und I krachte und goß es unaufhörlich, stundenlang mit immer das Handwerk m hoher Blüte. Meine Herren, wir sind unserm gleicher etärfe.Es ist, als wollte die dunkle Nacht das ^andesfursien allezeit den untertänigsten Dank für Seine Aller- wilde Meer ersäufen". Und wie ein unbeschreiblicher Holm

wirforge Ich forbere Eie auf, biefent 6k J erttang es, als b e ©inner das Lied anst mmteri A ch d u

b ->ufrlckt,mim Dankbarkeit und unverbrüchlicher Treue klar b lau er Himm?l unb toie bist du Ausdruck zu verleihen und mit einzustimmen in den Ruf heut" rVimmei, uno wie ) et) on bist du

©eine Königs. Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen yn: & , . .

und bei Rhein Er lebe hoch, hoch, hoch! , ,r 9Q^CTI bas Konzert der vereinigten Ge)angvereme,

Oberbürgermeister Mecum ließ die zum Fest erd"« bDr ^er Rässe zu schützen suchten, nicht ge-

^hienenen Gäste hochleben. Im Namen der Bürger und ®in besser Eingeweihter und

Feuerwehren habe er Grüße zu übermitteln, unb er bnnfer^^ hprf.f «. ~ ,

Sr Gnantb^d ^^nbürger Gießens, Finanzminister Freitag in geradezu glänzender Weise, alles klappte ^h?s"auf das Dr. Gnauth, daß er heute hierher gekommen fei, ferner den ..... * -

anderen Ehrengästen für ibr Erscheinen, den Herren von der. Universität, der Provinzial- und Kreisbehörde, den Offizieren es waren der Oberst v. Lindenau und Oberst­leutnant v. Conta erschienen der Familie Gail und ferner den anwesenden beiden Mitbegründern der Wehren, Zimmermeister Otto und Schlossermeister Stohr. Auch die auswärtigen Feuerwehren würden hoffentlich in Gießen recht angenehme Stunden verleben.

-rippelchen. Fr an z Ba u e r, der sich wie immer uneigennützig m den Dienst der Kunst gestellt, hatte es wieder meisterhaft verstan- den, in wenigen Vroben, den aus vielen kleinen Vereinen zusam- mengesetzten Masienchor zu einem Ganzen zu fügen. Unter den SWimten Ansichten begann denn auch das Konzert, mit Geschick S?atem®aUer SflnfgeBet von Kremser an die Svitze des Programms gestellt und dieser prachtvolle unisono-Chor mit Orchester und Harmomumbegleitung, der nur am Schluß machtvoll in mehrstimmigen, choralartigen Satz ausklingt, hatte

L- &egeiftert, daß sofort eine innige Verbindung Aschen Podium und Publikum geschaffen war. Da brach mit Donner und Blitz em gewaltiges Unwetter herein, der wimmel ME JF?? ^tzusen, daß auch selbst in der ge-

Dalle das Wasser lustig sprudelte. Noch zweimal ver­buchte Franz Bauer seine Getreuen um sich zu sammeln, aber immer dünner wurde die edmr.I u p i t e r P l u v i u s" h a 11 e r ui ujum ^iuiuuLi|u./i.uiucii St- /erin, ,,wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann

betont habe, t>ay sie mit Vergnügen ersehen habe, mit welch kein Gebild gestalten." anerkennenswertem Eifer man 'sich die Verbesserung der ~ Y . *

Feuer lösch an stalten der Stadt Gießen angelegen sein lasse L voigenbe Auszeichnungen wurden von Sr. K. H. An dem heutigen Ehren- und Jübeltage der beiden Wehren Großherzog verliehen und von Provinzialdirektor Ge- spreche er denselben, die man als Zwillinge bezeichnen I hbtmrat ^.r. Vrerdert bei der Paradeaufsteflung verteilt: könnenden auftichtigen und herzlichen Tank der Regierung gelten: ^Das silberne Kreuz des Verdienstordens Phi-

Dank gebühre den Begründern der Wehren, namentlich des Großmütigen Kreisfeuerwehrin/pektor Martin Loos: M -tzrrdieu stuckflen Fabrikanten Georg Blnlivv Gail den n-3- Ehrenzeichen desselben Ordens mit der Inschrift

11t ^sefaufenen yafben Jkhrhunbert bi- ®iitg(ieber ber frkiw, tzkifisclim Rob^Sattltt

den beiden Wehren in treuer Pflichterfüllung angehört, Gg Mback, Phil. Mootz: Ratsdiener Moll, der diese Aus- E,letzrgen Mitgliedern, die Gesundheit und Leben für ihre Zeichnung bereits besaß, erhielt die Schleife dazu: das Ehr.u- Rachsten emsetzten imd Zeit und Mühe opferten, um ihre ^^en siir 25 iähr. Mitgliedschaft die Mitglieder der Gießener Wehren berufstüchtig und auf der Höhe der Zeit zu erhalten, ^erwehr Ang. Dickorö, Aug. Benk und Wilh. Rübl,

den jetzigen Leitern der Feuerwehren, der Stadt Gießen das Mitglied der freüv. Gail'schen Feuerwehr Jean Arnold,

und dem Hause Gail. Die sreiw. Feuerwehren seien Körper- a-k r »-w + * c .

schäften, welche die allerlebbaftesten Sympathieen verdienten, enmitgliedern der Gießener Freiw. Feuer-

nnd welche getreu ihrem WahlspruchGott zur Ehr', dem wurden ernannt:

«.»*- «w fl&svs lami&mwi ro 9T' _ r c _ I Moll, Monteur Friedrich, Armenamtsdiener Gg. Schneider

Der Feuerwehrkommandant Damm aus Friedberg Diplom der Stadt Gießen für 15jährige Mitgliedschaft

Iauni86r Än,^e a,s

bvu allen Seiten Glückwünsche. zu ihrem Ehrentag dovgfbrncht I ' i'

werden, dann darf wohl auch die nächst benachbarte große Freiw.ÄlTC IJtfrtht nuh

Feuerwehr mcht fehlen. Mit besonderer Freude richte ich daher IlUvI MKu AllNÜ.

etnen Auftrag aus, von der Friedberger Feuerwehr, den Gic-I Gießen 17 iqak

feener Kameraden herzliche Grüße und Glückwünsche darzubringcn, Verfeßuna ^nnrnn R

berat cs ist nicht nur gute Nachbarschaft, sondern treue Kamerad- o1Z " % .,\n°ron ^n^.bert 'N Gießen ist nach

schäft und Freundschaft, welche die Wehren von Gießen und "Ian nger BZirsiamkelt hier nach Bingen versetzt worden. Friedberg verbindet. Wir glaubten deshalb den heutigen Fest- " Enthüllung des Riegeldenkmals. Gestern tag mcht vorubergehcn lassen zu sollen, ohne unsern Kameraden auch vormittag um ll1/. Uhr fand vor einer aroßen 2nbl nnn «Ätt"BäBSS mnÄSSS denken geben will, so richtet sich bei der Auswahl unwillkürlich st^wrbenen Geheimrats Riegel die feierliche Enthüllung

der «mn nach etwas Praktischem, inti> was könnte man Feuer- eines Denkmals für den verdienstvollen Gelehrten statt Der

praktucheres geben, als eine Löscheinrichtung. Bei Rektor der Universität übergab als Mitglied des ^enkmal-

derLo i chemr i chtun g sind auch wir stehen geblieben, und hatten Komitees das Denkmal J v 11

zuerst an eine Dampf,pntze gedacht: wir haben aber doch davon 5 c a ? ^tzigen Leiter der medizinischen

nneder Abstcnü) genommen, denn wir wollten der Stadt Gießen " ^rosepor wtontz, welcher in einer warm empsun-

mcht vorgreifen. Aus diesem Grunde mußte ein Löschgerät aus- denen und formvollendeten Ansprache deS Lebensganges und uuserer Wahl hier das Richtigel der Verdienste des der Wiffenschaftzu früh entrissenen Meisters darstellend^ Ich bitte die^Gießcn^^W^hren '' dsise^'schgEe sikwiuw' "NgeteilteBewunderung der Be-

entgegenzunchmen. Möge mancher Brand der Gießener Käme- ^??em Garten vor dem Huuptportal der mediz.

raden damit tüchtig gelöscht werden. Dazu wünschen wir ein I erf)cbf ficft einer Malerischen Muppe von moos- ^lichesPwsit!" . Felsblöcken ein mächtiger, Wer 3 Meter hoher

Stadtv. Petri warf als ftuheres Mitglied der Feuer- Granitfelsen, .der das außerordentlich ähnliche Bronzevesief wehr einen ziemlich langen Rückblick aus frühere Verhält- von Franz Riegel trägt. Die Wnstlerische Wirkung des nis,e, aber ferne Ausführungen blieben bei der in der Halle schönen Denkmals wird noch erhöht durch den Ammunas- herrschenden Unruhe ziemlich unverständlich. vollen Hintergrund einer Gruppe von Laub- und Nadel-

Stadtv Helm,verlas Depeschengrüße von Provinzial- bäumen in dem verschiedensten Grün. Der Gedanke der Direktor v. Gageru in Mainz, vom Stadtv. Emmelius, der in letzten Schüler Riegels, des Meisters schlichte Größe durch Ems weilt, und von dem erkrankten Pfarrer Dr. Naumann, einen gewaltigen, unbehauenen Denkstein zu verewigen Kommandant Linden struth von der fteiw. Gailschen ist von dem Berliner Bildhauer Martin Schauß in der Feuerwehr ,prach Daukesworte, Hauptmann V e tz - stimmungsvollsten und denkbar schönsten Weise verwirklicht oerger-Nidda feierte dieFeuerwehrfchwestern". Da- worden. '

nad) n>ar öie Uhr auf 3 vorgerückt, und es wurde nach ** General-Versammlung des Ge selliakeits- dem Wnlltor aufgebrochen, wo der Festzug sich aufstellen Vereins Gleiberg. Am Samstag wehte tagsüber vom Berg- follte. i -r , fricb der altehrwürdigen Ruine Gleiberg die schwarz-weiß-rote

Und nun kommt der üblere, nasse Teil des Festes Der der Geselligkeitsverem Gleiberg hielt oben seine dies-

vorher schon immerfort drohende Gewitter loS- Busch und de§ Universsiätsstchtlebrers Roese Aus dem Ge- Zwar begleitet von einem Regen, der cm Wirkung schäftSbericht durfte allgemein interessieren, baß dem Verein die Loschunternehmungen aller Feuerwehren der Welt weit 157 Beitrag leistende Mitglieder angehören. Im abvelauftmm überragte.Alles rettet, rennet, flüchtet", aber nicht wegen xsafrrc traten neu hinzu 41 Mitglieder, welche ein Ewlrikttgeld der Feuermacht, sondern vor oder vielmehr unter dem ?on «20 Mark rahlten. Die Mügliederbeiträge beliefen sich auf trüberen Elemente. Der Zug zerstreute sich in die nächst- Mark. Der Verem wurde unterjW von der Grvßh. Rc- liegenden Wirtshäuser, wo einzelne Abteilungen von Musik- r200 Mk., dem

w to w bie Stfmwung zu betten, Lr'L L