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19.6.1905 Zweites Blatt
 
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Montag 1K. Juni 1905

Nr. 141

Zweites Blatt

155. Jahrgang

wiegend den

jeder Gele,

einigungen naljli onellen Verb in-

nschaft zu der Gin-

äußerst flüchtig angcdeutet, so daß die gesuchtesten Regiekünstv von nöten sind, um dem Zuschauer zu verdeutlichen, daß ei nach der ersten Szene einen Traum vor sich sieht. Diesen Regiekünsten oder vielmehr Künsteleien steht der Dichter gewiß ganz fern, und erst nach jahrelangem Widerstreben mag et dem Locken eines gierigen Berliner Theatermannes gefolgt fein, um endlich die Genehmigung zur Aufführung seine- Torso zu erteilen. Es giebt in dem Stück keine Zwischenakte. Die Bühne verhüllt nach jeder Szene ein schwarzer Vorhang und man vernimmt immer wieder einen dumpfen Chorgesang. Daher der wohl von der Berliner Regie gewählte, auch in der Buchausgabe nicht verzeichnete, weit hergeholte, durch seine Seltsamkeit neugierig machende Untertitel .NocturnuS^ womit man im Mitteltalter den Nachtgesang in Klöstern be-i zeichnete. Gesang schrieb Hauptmann allein für den Schluß der ersten Szene vor; während eines Meffegesanges schläft der Ritter ein. Daß der Gesang aber auch die übrigen, bid Traum-Szenen verbindet, ist eine Erfindung der Regie, und zwar keine logische. Denn diese Musik, die nachgerade in ihrer trostlosen Monotonie die Nerven des den ganzen Abend auch rein wörtlich genommen im Dunkeln gelassenen Höreö empfindlich peinigt, gehört nicht zum Traume. Sie und der schwarze Vorhang sind nur dazu da, um den Zuschauer immet von neuem daran zu erinnern, daß er Traumbilder vor sich sieht, die sich am besten wohl auf einer Drehbühne abspielen würden. Der Gedanke an einen Traum würde ohne alle Regiemätzchen dem Zuschauer kaum kommen. Denn von so plastischer Deutlichkeit und so viel wohlbegründeten Zusammen­hängen wissen die Träume nichts. Zwei Szenen nur könnten ihm allenfalls den Traum verraten: die atembeklemmende, in der die beiden Männer am tiefsten im Banne des WeibeS stehen und dieses mit dem Netze der Schuld immer wieder gefährliches Spiel zu treiben sich nicht enthalten kann, und die folgende, in der sich die beiden Nebenbuhler unter vier Augen befinden und in der Hauptmann seine feinlte Kunst in einem Versteckspiel von Wechselreden ohne offene Worte zeigt, 3onR aber deutet eigentlich nichts mehr aus den Traum, und darum mußte dem größten Teil beS Frankfurter Publi-

besonberer Formation in besonderer Lichtsphäre mit besonderen Farbennüancen.

Wie aber einst sein Poetenschifflein trotz aller Entdecker- absicht doch zumeist die Richtung nahm hinter dem großen Nordmeersegler Ibsen her, neben gelegentlichen Abstechern nach den bald von märchenhaft romantischen, bald von nieder­ländisch heiter besonnten Ufern umsäumten Gewäffern Heinrichs v. Kleist, so brachte es ihn diesmal nahe den Märchengestaden Maeterlincks. Schließlich aber fuhr er dabei aus einer Sandbank auf, und bei den Versuchen, wieder flott zu machen, gingen ihm Lust und Atem auS.

Im politischen Teile deSGieß. Anz." war jüngst die Rede von dem FemininiSmuS in der heutigen deutschen Politik. Unsere Zeit fördert überhaupt mehr FemininiSmuS zu Tage, als der größte Teil der deutschen Vergangenheit. Auch die deutsche Kunst ist vielfach feminin, feminin sind dieHelden" allzu vieler unserer neueren und neuesten Romane und Dramen. Auch die männliche Hauptfigur dieser Hauptmann- schen Dichtung ist feminin.Ec" steht ganz im Banne deS WeibeS, daS alle seine Sinne beherrscht, ihn allmählich zer­mürbt und verdirbt, sein Herz zerfleischt, nach flammenderLiebeS- glut mit triefendem Menschenblut ihn besudelt.

Aber eigentlich ist dieser Mann gar keine Gestalt von Fleisch und Blut, nach dem Vorbilde Grillparzers, sondern nur eine Traumfigur. Ein an spätem Abend in einem Kloster eingekehrter Ritter träumt, nach kurzem Zwiegespräch mit einem Mönche, von eben diesem Klosterbruder, den einst, als jungen Edelmann, ärgstes Unheil in der Ehe traf. Nach der ersten Szene verschwindet der Träumer, und warnende und mahnende Traumbilder ziehen an und vorüber, die an- und ausklingen in dem Grundtone: baue nie aufs Weib dein Glück! ,p

Nun aber fehlt und daS ist eines der Zeichen des Unvollendeten und Unausgeglichenen der Hauptmann'schen Nachdichtung unter den Gestalten deS Traumes der Träumer selber, während doch wohl all? unsere Träume um das liebe Ich sich konzentrieren. Und ferner hat der Dichter den Uebergang vom realen zum erträumten Erlebnis Um­

stimmung hierzu a. . .....

liberaler Seite, wonach die Lehrer solcher Anstalten völ­lige Hochschulbildung haben müssen und die Nassen höchstens 45 Schüler zählen dürfen. Ein wichtiges Amendement bestimmt noch unter Androhung von Strafe, daß die Abiturienten solcher AnstMen sich nicht als Diplom- Ingenieur oder diplomierter Ingenieur und dgl. bezeichnen

Stellung zu der Frage der k o n f e s d u n ge n. Dabei hat sich die F i n , , , nähme einer Sonderstellung verleiten lassen, die ver­mutlich in der Finkenschast selbst auf Widerstand stoßet wird. Was in ihrer Resolution von derP r ä g u n g n e u e r! Ge danken" und ihrer Propagierung in den Kreisen der Studentenschaft gesagt wird, ist wenig klar, zumal bte Finkenschast in den ersten Sätzen ihrer Resolution erklärt hat, daß eS nicht Sache der Studenten sei, sich mit religiöse«! und politischen Fragen zu beschäftigen.

Roosevelts kluge FriedenSaktion, bei der, natürlich Amerika das beste Geschäft auf Kosten JapanS- machen will, deffen Macht gerade ihm besonders bedenklich zu werden droht, schreitet zielbewußt vorwärts. Jetzt ist zwischen den Regierungen in Tokio und Petersburg ein Meinungsaustausch im Gange, der über Washington ge-! führt wird und ein Zusammentreffen deS Generals Linewitsch und des Marschalls Oyama im fernen Osten zum Gegenstände hat. Der Zweck dieser Zusammen kunft soll der Abschluß eines Waffenstillstandes sein, der der Friedenskonferenz in Washington dep Weg ebnen soll. Anfänglich dachte man daran, daß em vorläufiges Protokoll in Washington unterzeichnet werde, man glaubt aber jetzt, daß der Abschluß des Waffenstilsi standes am besten beiden Befehlshabern anzuvertrauen sei. Die Dauer des Waffenstillstandes ift noch nicht bestimmt, doch soll sie verhältnismäßig kurz sein, sodaß der Fortgang der Friedensbesprechungen nach Möglichkeit beschleunigt wird. Andererseits aber erfährt man, daß die russische I Generalität, die in der Mandschurei dem Feinde gegenüber»

Der sozialdemokratische Bergarbeitertag in Berlin zeigte, wie tief die bem alten Verband an­gehörenden Bergleute noch in der Sozialdemokratie stecken, wie wenig sie sich von parteipolitischer Bevormundung reimachen können, obwohl sie selbst an manchen Punkten chwer die Schädigung empfinden, die ihnen die Partei* )iktatur auferlegt. In der Hauptsache galt die AuSsprachs in Berlin der Formierung einer schärferen Frontstellung gegen daS Zentrum, dessen Einfluß im Ruhrrevier ganz entschieden am Wachsen ist. *

Eine Reihe studentischer Vereinigungen nahm

dürfen.

Am folgenden Tage kam eS zu einer Aussprache über die hessische Eisenbahnpolitt k. Finanzminister Dr. Gnauth legte die Absichten der Regierung über die Art und den Umfang deS Baues von Nebenbahnen dar. Danach muß von einem Bau derselben auf Staatskosten für die nächste Zeit abgesehen werden; lediglich staatliche Zuschüsse könnten gewährt werden. Abg. M o l t h a n vertrat die Auf­fassung, daß bei den Bahnbauten in erster Linie die wirt­schaftlichen Interessen ärmerer LandeSteile inbetracht kom­men müssen, die allerdings durch angemessene Zuschüsse ihr Interesse am Babnbau betätigen müßten. Diesen Aus­führungen pflichtete der Kammerpräsident Haas bei; Abg. Ulrich wollte die Rentabilitätsfrage in ärmeren LandeSteilen auSgeschaltet wissen.

Die Kammer trat sodann in die Beratung deS Ge­meindesteuergesetzes ein. Der dreiundachtzigsährige Abg. M üllinger gab ein Bild der hessischen Kommunäl- steuergesetzgebuna wahrend der letzten 50 Jahre und er­klärte sich im allaemeinen mit der Vorlage einverstanden. Abg. Ulrich bekämpfte den Grundgedanken der Vorlage, der die Verteilung der kommunalen Steuerlasten auf dem Vwinzip der Leistung und Gegenleistung der Gemeinde auf- vaut. Lediglich die Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers komme in Betracht. Scharf wendete er sich gegen den Frhrn. v. Hehl, der in der ersten Kammer die Steuerpolitik der Neuerung vom Standpunkt der monarchischen Interessen bekämpft und dafür eine Zurechtweisung vom Lan­de s h e r r n sich zugezogen habe. Abg. M o l t h a n erllärte die Zustimmung seiner Zentrumsfreunde zur Regierungs­vorlage, wenn auch a-egen einzelne Bestimmungen Bedenken bestehen, und verteidigte den Vorschlag der Regierung, für die Gemeinden auch das Prinzip der Leistung imb Gegen­leistung zur Geltung kommen zu lassen; er trat für Steuer­freiheit der Genossenschaften und Konsumvereine ein. Steuer­lich belastet werden sollen dagegen die Konsumvereine mit offenen Verkaufsstellen, weil bei diesen der gewerbliche Charakter und der Wettbewerb mit den Gewerbetreibenden offen in die Erscheinung tritt. Der Redner äußerte Be-

denken gegen die Einführung der Kapitalsteuer, die Preußen in seiner Kommunalsteuergesetzgebung nicht kenne unb namentlich für die Grenzstädte hinsichtlich deS Zuzuges von! Rentnern eine Quelle der Verlegenheiten sein werde. Der nationalliberale Abg. Windecker (Friedberg) schloß sich im allgemeinen den Ausführungen des Vorredners an; er verteidigte den Frhrn. v. Heyl gegen die Angriffe Ulrichs. Finanzminister Dr. Gnauth trat in längeren Ausführ- ungen der Rede Ulrichs entgegen und erllärte dessen Vor­schläge als für die Regierung unverwendbar.

Für die Reich S ta gsersatzwahl im Kreise Essen haben die Parteien ihre Kandida..n nominiert. Wegen des dort beendeten Bergarbeiterstreiks besitzt dis Wahl in Essen größere Bedeutung. Es war den liberalen! Parteigruppen gelungen, durch die Nominierung des sozial­politisch den Anschauungen Naumanns nahe stehenden Rechtsanwalts Dr. Viktor Niemeyer zum Kandidaten eine recht zweckmäßige Einträchtigkeit herzustellen. Sowohl die Freisinnigen, wie auch die rechtsstehenden Parteien er­klärten sich mit diesem Kandidaten einverstanden. Doch hat plötzlich die Eigenbrödelei der Christlich-Sozialen die mit der aussichtslosen Sonderkandidatur deS Arbeiterfüh­rers Behrens hervortraten, einen Strich durch die Eintracht gemacht. Die Sozialdemokraten haben den Genossen Ge­wehr-Elberfeld ausgestellt und das Zentrum den Arbeiter- sekretär Giesberts auS München-Gladbach. Die Aussichten sind nun völlig ungewiß.

politische Wochenschau. !

Die französische Sondergesandtschaft deS i Generals de Lacroix in Berlin hat sich nach ihrer Heimkehr ht sehr anerkennender Weise über die Auszeichnungen und Ehrungen geäußert, deren Gegenstand sie wahrend ihres : Berliner Aufenthaltes war. Natürlich darf man sich indes 1 über die internationalen Beziehungen zweier Volker nicht ' durch einen gelegentlichen HöflichkeitsauStausch blenden lassen. DerGaulois" veröffentlicht eine Erklärung deS angeblich mit einer Spezialmifsion deS deutschen lüiserS in Paris beauftragten Fürsten Henckel von DonnerS- m a r ck, die dieser mehreren französischen Polltikern gegen­über abgegeben haben soll. Danach foll sich der Fürst be- llagt haben, daß Frankreich Deutschland gegenüber eine diktatorische Haltung einnehme, welche die Geduld beS Kaisers auf eine sehr harte Probe stelle und Schwierigkeiten herbeizuführen geeignet war. Der Fürst babe ferner der sranzös. Regierung oen Vorwurf gemacht, den Versuch ge- mackt zu haben, Italien von Deutschland abwendig zu machen und zwar auf Anraten Englands. Weiter soll der Fürst erllärt haben, die Abmachung Delcassäs mit Eng­land, sowie die von verschiedenen Blättern be­kundete Auffassung über die anderen Punkte dieses Abkom­mens, endlich eine von Wnig Eduard in Paris getane Deußerung hätten dem Kaiser zu verstehen gegeben, daß der Hauptzweck der abgeschlossenen Entente cordiale die Isolierung Deutschlands sei und daß diese nur ein Vorläufer eines weiteren Angriffs gegen Deutschland war. Diese Zeitungsnotiz enthält wohl ebensowenig Wahrheit wie die desIntrcmsigeanll', der zufolge die Kandidatur des Prinzen Viktor Na­poleon in Brüflel zum eventuell en französischen Kaiser in Berlin mit sehr günstigen Augen angesehen werde, zumal der Prinz auch in Frankreich zurzeit be- sonderS viel einflußreiche Freunde habe. Das ist offenbar nicht- weiter als höchst müßiges Geschwätz. Was man indes zurzeit in Frankreich für Absichten besitzt, darüber ist man allerdings noch im Ungewissen. Als Grundzug der Rouvierschen auswärtigen Politik wird freilich die rasche Aufklärung der beunruhigten Bevölkerung über die friedlichen Absichten der Republik bezeichnet. Rouvier will vermieden wissen, daß die alS wirtschaftlich vorteilhaft angesehene Entente cordiale mit England als eine die franco- russische Allianz störende Politik angesehen werde, eine Begriffsverwirrung, welche er alS Hauptursache der als beunruhigend in der zweischen Deutschland und Frankreich entstandenen Schwierigkeiten erachtet. Die Antwort, die er dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin am gestrigen Sonntag erteilt haben soll, soll die von Deutschland er­wartete sein, nämlich die Zu st immun g Fr an kr e i ch S zur Tangerer Konferenz. Andere Blätter versichern, Rouvier werde bemüht sein, der veränderten Sachlage ent­sprechend, auch England und Spanien für eine Konferenz zu gewinnen, mit der Motivierung, daß nur auf dieser Grundlage aus die in Aussicht genommene ruhige Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich über die beiderseits in Marokko zu wahrenden Interessen möglich sei. AuS Tanger wird berichtet, daß der ameri­kanische Gesandte inbetreff der Frage der internationalen Konferenz von seiner Regierung bisher überhaupt noch feine Antwort erhalten habe. ..«<.»» < r 4

Von allen deutschen Parlamenten ist daS hessi­sche das einzige, das stets mit besonderer Vorliebe die beißen Sommermonate sich erwählt, um seine Beratungen zu pflegen. War es denn durchaus nötig, eine ganze Reihe von noch unbedingt zu erledigenden Gegenständen bis auf den alleräußersten Termin zu verschieben, da für Mitte Juli der Schluß der Sitzungsperiode des 32 Landtags und im Spätjahr die Neuwahlen zum 33.. Landtag bevor- stehen? Bei einer, wie man meinen sollte, vorwiegend tech-

Kor wenigen Tagen hat Frau Irene Triesch ihr an dieser Stelle schon kurz erwähntes jüngstes Frank- furter Gastspiel beendet, und gerade an den letzten Abenden als Elga in Hauptmanns gleichnamiger ftagmen- tarischer' Dichtung, die rauschendsten Beifallsstürme des

Jm^ersten ^este"d erlaufend en Jahrganges derNeuen Kundschau" (Berlin, S. Fischer) las man auf der ersten SeiteElga, Drama von Gerhart Hauptmann . Die Begier der Freunde unserer modernen Literatur war gererzt -.wch schon die nächsten Beiten machten stutzig Sie lauteten.

Die nacbsolaendsn S,enen ftnb entworsen in der Zeit vom ai 1896 IUM 8. Februar 1898. Der Autor entschließt sich,

sie »u veäffentlichew" wL er irgend eine Weiterbildung des Bor- bandenen nickt beabsichtigt Der Entwurf ist durch eine Novelle von Grillparzer angeregt/ **) .

Man hatte also keine neue, sondern nur eine bisher unveröffentlichte, in 4 Tagen entstandene Schöpfung Ha.ipt- mann? vor sich, einen nicht zur völligen Ausgestaltung ge- diehenen Entwurf, nachempfunden einer Prosadichtung eine« der Groben des deutschen PamaffeS. D,e Bedenken waren da. Schließlich verstand doch Grillparzer auch em bischen vom Drama. Warum hatte er nicht schon seinen Stoff für die Buhne gestaltet, sondern ganz gegen seine Gewohnheit schlecht und recht eine uraltmodische Novelle biedermänmsch erzählt? Er hatte sich doch wohl gesagt, daß diese Joee nach seinem Gefühl zur dramatischen Behandlung sich nicht eigne. un sind ja viele schon längst sich em,g m der Ucberzei.gung, L.6 Hauptmann, der ernsthafteste und nach dem Höchsten trachtende unter unseren heutigen Poeten, unrecht daran tut, lein starkes Talent ganz dem Drama zu unterwerfen, während eg doch viel mehr znr feinen, seelenkändcnden Novelle, zur ties- gestimmten Gedankenlgrik neigt. Er aber rmgt nun einmal mit zähem Eigensinn um den Lorbeer des DramatllerS. Immer wieder unternimmt er neue Expeditionen im Golfe des Schauspiels zur Entdeckung noch ungekannter Inseln von

) Durch Raummangel verspätet.

**)Das Kloster bei Sendomir^, Grillparzers Wecke, Bd. VII, H. w. Cotta in Stuttgart.

nischen Materie, der sog. lex Friedberg, d. h. dem Gesetzentwurf üver die Errichtung und Leitung von tech­nischen Unterrichtsanstalten, kames zu einer poli- ttschen Erörterung bei der Generaldebatte dank vor- ~ rhremen, ihre Ansichten möglichst und bei i zum Ausdruck zu bringen. Getreu den Grundsätzen seiner Partei trat der Sozialdemokrat Dr. David für die Ausländer an unseren Hoch­schulen, allerdings nur in beschränkter Zahl, ein, denen er alle möglichen guten Eigenschaften gegenüber den in- ändifchen Studenten imputierte, und er verflieg sich dabei ogar zu der Behauptung, daß die Ueberflutung oer Hoch- chulen durch die Ausländer im wesentlichen dem Zaren zuzuschreiben sei,dessen Anwesenheit bei uns immer einen Hauch von russischem Absolutismus und Belästigungen des Publikums durch die Polizei mit sich brinae?" Der Ord­nungsruf des Präsidenten blieb natürlich nicht aus. Herr Köhler aber zog Nauheim in die Debatte und meinte, es sei verkehrt, den Ausländern Gelegenheit zu geben, aus deutschen Kassen ihre Krankheiten zu heilen. Trotz dieser und anderer Abschweifungen gelang es, die Vorlage, welche die Verhältnisse an den technischen Unterrichtsanstalten ein­heitlich, aebr durchaus nicht engherzig regelt, in den Hafen der Annahme zu bringen, und zwar int wesentlichen nach der Regierungsvorlage; als neue, bezw. abgeänderte Be- " 1 *;erte man noch einen Antrag von

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