Neuwahlen er-
Klein-Umstadt übertragen.
Von
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(Hunqen-Lich) . . . (Gießen-Land) . . . (Homberg-Ulrichstein) (Alsfeld-Ulrichstein) . (Nidda-Ortenberq) . (Altenstadt-Büdingen)
Starkenburg:
8 Nationalliberale, 8 Bauernbündler, 5 Zentrumsmänner, 2 Sozialdemokraten, 1 Freisinniger und 1 Fraktionsloser.
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Die öefüschen ^andtagswahlen,
die für den nächsten Herbst bevorstehen, werden sich wohl noch nach dem verstaubten und zermürbten alten indirekten Wahlsystem abspielen. Es gilt darum, da die Sozialdemokraten bereits ihre Agitation ausgenommen haben, auch für die Liberalen, sich jetzt schon für den baldigen Kampf zu
(Ostholen) ....
(Wörrstadt).....
<Opvenbeim-Nieder-Olm) (Mamz-Nieder-Olm) . .
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Wieder ein englischer Dampfer vermißt!
London, 17. Juni. Die Versicherungsgesellschaften sind in großer Aufregung wegen des Schicksals des englischen Dampfers „Jkhona", der mit einer für Jokohama bestimmten Ladung Baumwolle Singapore am 24. Mai verließ und von dem seither nichts mehr gehört wurde. Die Jkhona, die einen Gehalt von 5252 Tonnen hat, ist einer der größten und schnellsten Dampfer in den ostasiatischen Gewässern. Man befürchtet stark, daß der Dampfer durch einen Kreuzer der russischen Freiwilliqenflotte zum Sinken gebracht worden ist.
London, 17. Juni. (W. B.) Dem Bureau Reuter wird aus Petersburg gemeldet, bei der russischen Regierung seien nachmittags von englicher Seite wegen der durch russische Kreuzer erfolgten Versenkung von Handelsschiffen nachdrückliche Vorstellungen erhoben worden.
Rußland trauert.
Petersburg, 17. Juni. Heute fand in Gegenwart der Kaiserin-Mutter, mehrerer Großfürsten und Großfürstinnen sowie einer Anzahl höherer Marine-Offiziere in der Nikolai- kirche eine feierliche Totenmesse für die in der Tsuschima- straße gefallenen Seeleute statt.
Reue japanische Anleihe.
Tkewyork, 18. Juni. (Reuter.) Hier wurde bekannt gegeben, der Vizepräsident der Bank von Japan, Takahashi, sei nach Japan zun'ickgerufen worden, um an Beratungen darüber teilzunehmen, ob es ratsam sei, im Falle des Friedens eine große Anleihe in Amerika oder England aufzubringen oder eine innere Anleihe zu emittieren. Auf die Fondsbörse übte die Nachricht keine Wirkung aus.
tadt) der Abschied bewilligt.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den von Sr. Durchl. dem Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die evangelische Pfarrstelle zu Gelnhaar präsentierten Pfarrverwalter K öd ding für diese Stelle bestätigt und dem Pfarrer Biedenkopf zu Wirberg die evangelische Pfarrstelle zu Der evangelische Pfarrer
Namen der bisher. Abgeordneten.
. Ullmann (ntl.)
» Windecker (ntl.)
» Köhler (Bauernb.)
. Leun (Bauernbd.) Brauer (Bauernbd.)
, Korell (Bauernbd.) Erk (Bauernbd.)
. Bähr (Bauernbd.)
. Breimer (ntl.)
. Häusel (natl.)
. Ripper (Bauernbd.)
. Schlenger (Zlr.)
. Haas (natl.)
. Euler (iraktionsl.)
. Noack (freis.)
. Berthold (Soz.)
♦ Eramer (Soz.)
. Horn (Ztr.)
. Diehl (natl.)
. Vitthan (ntl.)
♦ Schill (varteil.)
♦ Wolf (Bauernbd.)
. Molthan (Ztr.)
. Dr. Schmitt (Ztr.)
(Bingen-Lber-Ingelheim) . . v. Brentano (Ztr.) den 25 aussche-.denden Abgeordneten sind also
Weigold zu Harxheim wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner'langjährige n und treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Uebertragen wurde der Lehrerin Trost zu Mühlheim eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindcschule zu Heusenstamm. — Zu Steueraufsehern wurden ernannt der Militäranwärter Fußgendarm Hering aus Krauthausen und der Militäranwärter Reinhardt aus Groß-Zimmern. — Der Steuerausseher Hillert zu Mainz wurde zum Pfandmeister in Mainz ernannt.
** Gießener Konzertverein. Nachdem an anderer Stelle näher auf Bedeutung, Form und Inhalt von Liszts „Legende von der Heiligen Elisabeth" eingegangen worden ist, soll heute nur nochmals auf die nahe bevorstehende Aufführung hingewiesen werden. Als Solisten sind hervorragende Kräfte verpflichtet. Frau Prof. Schmidt ist unS eine gute Bekannte, die ihre Kräfte stets gerne uns Gießenern auS alter Freundschaft wieder zur Verfügung stellt; erst im vergangenen Sommer hat sie uns mit ihrem reichen künstlerischen Können eine ganz besondere Freude hier bereitet. Sie singt diesmal den Part der Landgräfin Sophie. Als Elisabeth wird Frl. Marie Bußjäger aus Bremen den Kreis ihrer hiesigen Kunstverehrer erweitern und befestigen; als sie das letzte Mal hier sang, war es Beethovens allgewaltige Neunte, und jedermann weiß, welche riesigen Anforderungen gerade an die Sopranistin darin gestellt werden. Frl. Bußjäger hat diese Anforderungen nicht nur bewältigt, sie hat uns durch ihre klangvolle, bis in die höchsten Lagen schöne Stimme vergessen lassen, daß diese Partie aus der Freudensymphonie zum allerschwersten gehört, was je geschrieben worden ist. So dürfen wir mit berechtigtem Vertrauen der Wiedergabe des Sopranparts in Liszts Werke entgegensetzen; auch hier wird eine ganze Künstlerin verlangt. Die Baßpartieen hat der weit über seine Heimat Wiesbaden hinaus bekannte Baritoni t Otto Süße übernommen. So werden auch die Solisten eine große Anziehungskraft bewähren.
** Ein frecher Diebstahl wurde in der verflossenen Nacht in einer Bäckerei am Ludwigsplatze ausgeführt. Während die Gehilfen sich in den Arbeitsräumen befanden,
rüsten.
In folgenden 25 Wahlkreisen sind forderlich:
Wahlbezirk
Obertzessen:
(Fürth-Reinheim) ....
(Lorsch-Zwingenberg) . .
(Darmstadt-Gernsheim-Zwingew berg) .......
(Zwingenberg)
(Darmstadt-Land) . . .
(Groß-Gerau-Langen) . .
(Langen-Ofsenbach) ♦ ♦ .
(Seligenstadt) . . ♦ ♦ ♦
Rheinhessen:
Aus Stadt und KanÄ.
Gießen, 19. Juni 1905.
Das Großherzogspaar traf am Samstag nachmittag 1.51 Uhr mit dem D-Zug von Darmstadt über Frankfurt auf dem hiesigen Bahnhof ein, um sich zum Besuch nach dein Stammschloß der Solmser Linie, nach Hohensolms zu begeben. Am Bahnhof hatte sich nach dem Bekanntwerden der Ankunft ein großes Publikum angesammelt, welches das hohe Paar lebhaft begrüßte. Die Abfahrt nach Hohensolms erfolgte alsbald mittels Automobil durch Gießen, dann entlang dem schönen Biebertal über Herlchelheiin, Windhof, Abendstern, Rodheim, Bieber und Königsberg. Um 3i/4 Uhr trafen die Allerhöchsten Herrschaften in Hohensolms ein. Der Ort hatte reichen festlichen Schmuck angelegt. Guirlanden ziehen sich über die Straßen, und Fahnen in den preußischen, hessischen und fürstlich solmsischen Farben wehen von den Häusern hernieder. Daneben der Schmuck von Wappenschildern und Blumengewinden mit den Anfangsbuchstaben der Namen des hvhen Paares. Am Eingänge deS Dorfes war eine Ehrenpforte erbaut worden. Zum Em-
haltungen finden in dieser Woche statt: Dienstag nachmittag und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Bei gutem Wetter gegen 10 Uhr Feuerwerk vor der Terrasse. Mittwoch nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: /Wann wir altern" und „Der eingebildete Kranke". In der Pause Balleteinlage von Frl. Dathe und Frl. Dertz vom Erfurter Stadtttzeater. Donnerstag nachmittag und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Freitag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Saale Tanz. Samstag nachmittag von 41/2—6V2 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Theater- Vorstellung unter Mitwirkuug der Kurkapelle: „Boccaccio". Sonntag den 25. Juni: Konzert der Kapelle des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 aus Gießen. Abends Symphonie-Konzert der Kurkapelle.
§ Friedberg, 18. Juni. Graf Oriola aus Büdesheim berichtete heute nachmittag über seine Tätigkeit im Reichstag und über die demnächst in Aussicht stehenden Neichstagsvorlagen. Rechtsanwalt Windecker begrüßte den Neichstagtzabgeordneten, der nicht nur zur Zeit der Wahl 'omrne, sondern stets mit seinem Wahlkreis Fühlung haben wolle. Graf Oriola bedauerte den plötzlichen Schluß des Reichstags am 30. Mai, welcher infolge fortgesetzter Beschluß- unfätzigkeit herbeigeführt wurde, obwohl noch sehr wichtige Gesetzesmaterien zu behandeln waren. Die Wichtigkeit der Reichstagsverhandlungen habe ihn auch v. I. veranlaßt, sein Landtagsmandat für die 2. Hess. Kammer niederzulegen. Der Redner wirft dann einen Blick auf die gegenwärtige politische Lage Deutschlands. Der ost asiatische Krieg bringt in Ostasien ganz neue Verhältnisse, Englands Ansehen ist dort mit dein Japans gestiegen. Die Marokkofrage verdunkele den politischen Himmel, doch dürfte Frankreich einsetzen, daß bei einem Kriege nur England gewinnen könne. Bülows Vorgehen müsse unsere vollste Zustimmung finden. Englands Feindschaft sei eine Folge des Anwachsens unseres Weltmarktes, unseres Handels. Daneben die Verhältnisse zwischen Norwegen und Schweden, die unsichere Lage im Balkan, die Wirren zwischen Oesterreich und Ungarn müssen Deutschland veranlassen, gerüstet zu sein zu Wasser und zu Lande. Deshalb sei ein ruhiger Ausbau der Kriegsflotte dringend geboten. Der ostasiatische Krieg habe gezeigt, daß man der Linienschiffe dringend bedürfe. Lebhaften Beifall sand der Redner, als er der Tapferkeit und Aufopferung unserer Soldaten in Südwestafrika gedachte. Graf Oriola trat dann ein für Besserstellung des Unteroffizierstandes, des Militärpensionsgesetzes, eine durchgreifende Reform des Reichsfinanzwesens, der Reichserbschaftssteuer, der Wehrsteuer, Ermäßigung der Konsumsteuer auf Zucker, Zigarettensteuer, einen günstigeren Handelsvertrag mit Amerika und Argentinien, Förderung des Handwerks und eine Reform der Handhabung des Arbeiterschutzgesetzes. Der Redner fand lebhaften Beifall und nach mehreren Anfragen und Aussprachen schloß Rechtsanwalt Windecker die zahlreich besuchte Versammlung.
Frankfurt, 18. Juni. Die Maschine des gestern nachmittag V/t Uhr im Hauptbahnhof eingefahrenen Limburger Personenzugs erfaßte an dem Postaufzug aus Bahnsteig 8 einen beladenen Postwagen, der von zwei Beamten geschoben wurde. Der Wagen stürzte um. Beide Beamte, der Postschaffner Mäuser und der Aushilfsbote Koch, erlitten erhebliche innere Verletzungen. Der Unfall wurde dadurch tzerbcigeführt, daß die Näder des Postwagens beim Einbiegen in die Sicherheitsschienen abprallten, wodurch der Wagen gegen die Maschine geschleudert wurde. Ein Teil der Postsendungen ist beschädigt. (F. Z.)
[] Frankenberg, 18. Juni. Eine grausige Dal verübte in der ver-gangenen Nacht im nahen Burgwaldsdörfchen Wiesenfeld, einer Hugenottenansiedelung, der ledige, noch jugendliche Lehrer Menget. Der Genannte, dessen Vater im nahen Roda gleichfalls Lehrer ist, hatte mit einem 15jährigen Mädchen aus Wiesenfeld Namens Hinkel, das bei ihm die Schule besucht hatte, ein Verhältnis. Ohne Wissen der Eltern brachte er am Abend des dritten Pfingsttages das Mädchen nach Marburg in Stelle. Gestern mußte er es wieder zurückholen, und so kam es abends um 11 Uhr mit ihm bei seinen Eltern in Roda an. Sein Vater und Bruder sagten ihm, er möge da bleiben, sie wollten, um ihm Unannehmlichkeiten zu ersparen, das Mädchen sofort nach Wiesenseld zurückbringen. Menael sagte zu und reichte zum Abschied dem Mädchen die Hand, in demselben Augem blick versetzte er ihr aber auch einen tiefen Dolchstich ins Herz, sodaß das Mädchen tot zu Boden sank. Der , Lehrer wurde heute früh, durch den Gendarmen Wagner
Wahlbezirk (Beerielden-Wimpsen)
„ (Höchst)
Wahlbezirk (Alzey) . . .
„ (Wöllstein-Alzey)
Wahlbezirk (Vilbel) „ (Friedberg-Bad-Nauheim)
Aukland in Sturm und Drang.
Petersburg, 17. Juni. In Zarskoje Sselo sind mehrere anonyme Briefe eingetroffen, in welchen die Hinrichtung der Ratgeber des Zaren, die an dem Unglück Rußlands die Schuld tragen, verlangt wird, 'ils solche werden bezeichnet: Alexejew, Lamsdorf, Frederick, der Kriegsminister Sacharow, K uropa t - kin, Avellan, der Botschafter Murawiew, der Geschäftsträger des ostasiatischen Komitees Abasa, der Generalgouverneur Trepow und Kokowzow.
Moskau, 17. Juni. Wie man aus Tomsk telegraphiert, sind heute die Angestellten der sibirischen Bahn in den Aus st and getreten. Der Ausstand ist momentan für Rußland ein schwerer Schlag, da jeglicher Verkehr stockt und die Militärzüge nicht weiter befördert werden können.
London, 17. Juni. Die „Times" melden aus Petersburg, daß der Plan Bulygins bezüglich einer Kommission, die über die Einberufung einer Volksvertretung beraten sollte, definitiv auf gegeben worden sei. (?)
Tiflis, 17. Juni. Die nach Ksanluchar geflüchteten Armenier verteidigten sich drei Tage lang gegen tausende von Kurden und Tataren. Russische Soldaten griffen sodann die Belagerung an, töteten 150 und machten 88 Gefangene. — In einem Zusammenstoß in der Nähe der türkischen Grenze bei Olti Jgdyr zwischen Russen und .Kurden wurden 15 russische Soldaten und ein Offizier getötet. Die Bewegung unter den Mohammedanern Uimmt einen bedrohlichen Charakter an.
pfange der hohen Herrschaften hatten fich Bürgermeister Huttel, die fürstliche Beamtenschaft, die Gemeindevertretung, die Mitglieder deS Presbyteriums, Vertretungen aus den andern Gemeinden deS PatronatSgebietS, der Hohenfolmser Kriegerverein, die Schulkinder, sowie eine zahlreiche Volksmenge am Eingänge ausgestellt. Der Bürgermeister begrüßte, wie unS von Hohensolms geschrieben wird, die hohen Herrschaften mit folgenden Worten:
Königliche Hoheiten! aril
Große Freude erfüllt die Herzen bet hiesigen Bevölkerung über die hohe Ehre, die ihr durch die heutige Ankunft Ew^Kö- niglichen Hoheiten zuteil wird. Sie glaubt daraus anneymen zu dürfen, daß Ew. Königliche $Wit, die Großherzogin, Hohensolms guädigst in Gedanbm behalten haben. Allgemein war daher der lebhafte Wunsch diese Stunde festlich zu gestalten, Ew. Königlichen Hoheiten herzlichstes Willkommen darzubrmgen und dauernder Liebe, Dankbarkeit, Verehrung und Anhänglichkeit Ausdruck zu gefreit Wir können und werden nicht vergessen, daß Ew. Königl. Hoheit, die Großherzogin, mehrere Jahre hier Ihren Wohnsitz gebaM haben. Die hier geübte Wohltätigkeit und die jedernumn bewiesene Freundlichkeit und Leutseligkeit ist uns unvergeßlich eingeprägt: besonders aber wird unsere liebe Jugend zeitlebens der schönen Stunden nt der Sonntags- sckmle freudig gebraten. Auch sie will »rate. Willkomm ensqruk entgegcnbringen und ifrre dankbare Freude in kindlicher Weise äußern Möchten Ew. königliche Hoheiten gerne tfn den heutigen Besuch im Solmser Lande zurücidenken und unserer Gemeinde ein freundliches Gedächtnis bewahren. Ew. Königlichen Holten begleiten unsere ehrsiir chtv ollst en Wünsche. Wir wollen sie durch den Ruf bekräftigen: Ihre Königliche Hoheiten, Großherzog und die Groß Herzogin von Hessen Hoch! Hoch! Doch!
Mit herzlichen Worten dankte der Großherzog. Nicht das einzige Mal werde eS sein, daß er in Hohensolms weilen wolle. Zwei Mädchen trugen hierauf hübsche Gedichtchen vor und überreichten Blumensträuße.
Auch Forstassessor Kühbacher, welcher an der Spitze dcS Kriegervereins erschienen war, sprach Worte der Begrüßung, welche in einem kräftigen Hurra auSklangen. Alsbald nach der Ankunft begaben sich die hohen Herrschaften ins Schloß. Es ist ein Aufenthalt von vier Tagen beabsichtigt.
** Unsere Redaktion (daS Nachrichten-Bureau) hat, worauf wir nochmals Hinweisen möchten, seit kurzem einen eigenen Fernsprecher, und zwar die Nr. 112. Die Expedition (bie Anzeigen-Annahmestelle) hat die Nr. 51. Wir bitten Verwechselungen zu vermeiden.
** Prüfung im Finanzfach. Bei der diesjährigen in Darmstadt stattgehabten Prüfung der II. Kategorie im Finanzfach bestanden, wie man uns mitteilt, sämtliche Gießener Kandidaten und zwar: a. Die Militäranwärter bezw. Militärpersonen: Bergk, Burger, Hübner, Mom- berger, Mörsch, Ritter, Schmidt, Schulz, Stiehler, Stock und Volpert: si. die Zivilanwärter: Adam, Herbert, Karnbach, Kessel, Mäbus, Nothamel, Schlitt und Schnabel.
"Aus dem Militär-Wochenb latt. Bachelin, Ob^stlt. und Bats.-Komm. im Inf. Lcib-Negt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117 zum Stabe des Jns.-Regts. Herzog Ferdinand von Braunschweig (8. Wests.) Nr. 57, v. Lukowicz, Major, aggreg. dem Wests. Jäger-Bat. Nr. 7, als Bals.-Komm. in das Jnf.-Leib-Negt. Großherzogin I. Großh. Hess.) Nr. 117 versetzt. — Loeffler, Oberlt. im 4. Großh. Hess. Inf.-Negt. (Prinz Karl) Nr. 118, zur Verwendung im Gren.-Regt. König Karl (5. Württ.) Nr. 123, nach Württemberg kommandiert. — Die Lts. Krömmel- b ein, Frhr. v. Puttkam er im 5. Großh. Hess. Inf.- Negt. Nr. 168, Frhr. v. Buseck im 2. Großh. Hess. Feld- Art.-Regt. Nr. 61 zu Oberlts. befördert. — Frhr. v. Hirschberg, Lt., aus der Schutztruppe für Südwestafrika ausgeschieden und im 2. Großh. Hess. Feldart.-Negt. Nr. 61 angestellt. — v. Boltog, Fähnr. im 1. Großh. Hess. Jnf.- (Leibgarde-)Regt. Nr. 115, zum Lt. befördert. — Mös- lein, Unterarzt beim 1. Großh. Hess. Drag.-Negt. (Garde- Drag.-Regt.) Nr. 23, zum Assist.-Arzt, Dr. Lehmann (Gießen), Assist.-Arzt der Res., zum Oberarzt befördert. — Dem Stabsarzt der Landw. 2. Aufg. Dr. Nahm (II Darm-
lieg ein Unbekannter die vom Hofe nach den im 2. Stock Iber der Backstube befindlichen Schlafräumen der Gehilfen führende Treppe herauf, räumte den Kleid er- chrank aus und entwendete 2Taschenuhren nebst Ketten und einen kleinen Geldbetrag. Der HauSbursche lag m gleichen Raume noch im Bett und sah dem Diebe mit u; er hatte aber nicht den Mut, ihn bei der Arbeit zu tören, sondern stand, als der Dieb bereits daS Weite gesucht )atte, auf, und teilte den Gehilfen den Sachverhalt mit.
** Der langersehnte Regen ist am gestrigen Sonntag nun endlich eingetreten, nachdem am Samstag eine außerordentlich schwüle Witterung geherrscht hatte. Ein eigentliches Gewitter ist nicht über Gießen gezogen, wohl aber hat das übrige Oberhessen solche gehabt. In der Wetterau hat das Wetter keinen Schaden angerichtet; nur leichte Blitzschläge erfolgten in Bäume und Telegraphenstangen. Dagegen haben gestern nachmittag mehrere, heftige Gewitter durch Hagelschlag in der Gegend von Alsfeld, Lauterbach, Salzschlirf und Grebenau bedeutenden Schaden verursacht. Von der Bahn aus konnte man beobachten, daß stellenweise der Boden von Hagelkörnern weiß bedeckt war. Besonders der Saat und den Obstbäumen hat das Hagelwetter beträchtlich geschadet.
** Zurücknahme eines Revisionsantrages. Nach der bekannten Beleidigungsklage des Kaufmanns Eberhard Metzger gegen Kommerzienrat Albert Engelhardt in Rüsselsheim ist dieser am 15. April d. Js. von der Strafkammer zu einer Geldstrafe von 200 Mark verurteilt worden, wogegen er Revision anmeldete. Der Termin für diese Revisionsverbandlung war auf den 30. Juni d. Js. festgesetzt. Wie wir hören, hat der Kommerzienrat neuerdings seinen Revisionsantrag zurückgenommen.
Bad-Nauheim, 19. Juni. Folgende Unter»


