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von Cholerakranken seien errichtet.
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Barzahlung
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Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei^? & leiden nicht^f'fcS
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Die Versteigerung findet be stimmt statt.
Geißler, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch, den 21. Juni 1905, vormittags 11 Uhr, versteigere ich im Hofe Walltorstraße gegen Barzahlung:
10 geschnittene EicheuftLrnnre, 300 Meter Rahmenletsten und
1 Blihableitervrüsungsapparat, 1000 Gaszylinder, Regenschirme und Spazierstöcke, 1 Paar Reit stiefel und Möbel aller Art.
Born, Gerichtsvollzieher.
Versteigerung.
Dienstag, den 20. d. MtS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen
Bekanntmachung.
In das hiesige Handelsregister wurde heute bezüglich der Firma Aron Heichelheim in Gießen folgendes eingetragen : Die Collectivprokura des Jsac Rosenthal ist erloschen. Dem Gustav Rosenberger, Kaufmann in Gießen, ist Collectivprokura mit der Maßgabe erteilt, daß derselbe berechtigt ist, in Gemeinschaft mit einem der bereits bestellten Collectivpro- kuristen Liebmann und Wolken die Firma zu zeichnen. Bl9/6
Gießen, den 16. Juni 1905. Großherzogliches Amtsgericht.
Qnflhtaf-DrrtlHmefbnnflcn.
Stettin, 19. Juni. In Starsen <Kreis Schlochau) hat ein Unwetter in der Nacht zum Sonntag ein altes Arbeiterhaus eiugeäschert. Vier Personen wurden unter den Trümmern begraben, mehrere von ihnen sind tötlich verletzt.
Ein neuer Japanerfieg in der Mandschurei.
To kio, 18. Ium. Amtlich wird gemeldet: Eine Abteilung des japanischen Zentrums schlug am 16. Juni die rusischeu Vorposten bei Lonchiaupong, 16 Meilen nordöstlich von Hang« ping, zurück, Verfolgteste, griff sodann die russische Stelluu g bei Liaoyangwopin an und nahm ste nach einem heftigen Gefechte ein. Die russische Kavallerie, die sich nördlich zurück- zog, wurde von dem linken Flügel der japanischen Abteilung beschosiev. Schliehlich wurde der Feind mit schweren Ver- lüsten und in großer Verwirrung zurückgeworfen. Nach Aussagen Gefangener war Liaoyangwopin von 5000 Mann Kavallerie und 20 Geschützen, einem Teile der Armee des Generals Mischtschenke, besetzt. Die Russen die. anscheinend von einer Panik ergriffen waren, ließen Vorräte und Kleidungsstücke zurück. Die japanischen Verluste sind 30 Tote und 135 Verwundete. Die russischen Verluste sind unbekannt, sie scheinen jedoch groß zu sein. __________________
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Juni. Das Reutersche
tobe Unter, nach, : der Kurkapelle, oor bet Terrasse. Terrasse Konzert ellung: .Wann
In der Pause tz vom Erfurter abend? auf der nachmittag? und kapelle. Abend? । 4'/r-8'/, W Abend? Theck« le: „BoccaM'.
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begrüß (urjeit bet Wahl z Fühlung haben chen Cchlub de? iefe^r$eW- >dj fefjr ivityw Wichtigkeit der j. verarrW, V'ut eber^ulegen. Der wattige polÄc hi eg bringt in Ansehen ist dorl ckkofrage ver- te FrankreiH rin- > gewinnen könne, ullimmung finden, be? Anwachsen daneben die A-
Sachsen traf heute nachmittag hier ein Bahnhofe von dem Großherzog empfangen.
KeriStssaal.
Oldenburg, 17. Juni. Der frühere Geschäftsführer I m m i k aus Eickel bet Gelsenkirchen, der die Gastwirtswitwe Müller in Oldenburg und deren Tochter ermordet und beraubt und ihr HauS danach in Brand gesteckt hatte, wurde heute zweimal zu lebenslänglichemZuchthaus und außerdem zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.______________________________________________
"[«träges. luhnannmer, Engelhardt J«. von der Ek verurteilt Termin
'• Juni d. K. -rzlenrat neuer-
von hier verhaftet und nach Rosenthal ins Gefängnis gebracht. lieber die Tat gehen die mannigfachsten Gerüchte um, und eine große Aufregung erfüllt die Bewohner dieser stillen, weltentlegenen Gegend.
* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbar st aaten. Im Frankfurter Stadtwald wurden die Ueberreste einer Leiche gefunden, die seit etwa 25 Jahren dort verscharrt gelegen haben mag. Ob ein Verbrechen vorliegt, ist noch nicht festgestellt. — Bei Kreuznach öffnete em Knecht des dort wohnenden Holzhändlers Bremer die geschloffene Barriöre, um noch vor dem aus der Richtung von Bingerbrück heranbrausenden Schnellzug mit seinem Gefährt das GeleiS zu passieren. Die beiden Pferde, zwei wertvolle Tiere, wurden von der Lokomotive ergriffen und zermalmt.
Juni. Der
New York, 19. Juni. Die ost chinesische^ oder mandschurische Eisenbahn soll angeblich die Garantie für die Kriegsentschädigung ab geben*. China forderte, einer Washingtoner Meldung des „Herald" zufolge, Zurückziehung der japanischen Truppen ausderMandschurei nach dem Friedens-^ schluß. Japan besteht nicht darauf, das strategisch überschätzte Port Arthur in Besitz zu nahmen, vorausgesetzt, daß keine andere Macht sich dort festsetzt.
Shanghai, 18. Juni. In Charbin fordert die Cholera zahlreiche Opfer. Dä " * “ ~
Personen sterben. In der Stadt befinden sich insgesamt 60 000 Verwundete und Kranke. 18 Lazarette zur Isolierung
König von und wurde am
Lieferung von Futzbodenöl.
Die Lieferung von ca. 1530 kg Fußbodenöl für die städtischen Gebäude soll
Samstag den 24. Juni d. Js. vormtttags 11 Uhr öffentlich vergeben werden.
Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei unS — Zimmer No. 3 — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an unS einzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 17. Juni 1905. B17/a
Städtisches Hochbauamt.
©erbet
bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roggenmehl Mk. 22.75—23.25, 1. Qualität Mk. 20.25—20.75, Weizenkleie Mk. 10.75 bis Mk. 11.00, Roggenkleie Mk. 11.50—12.00, Maiskeime Mk. 11.50 bis Mk. 12.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
Alldeutscher Berbandstag.
S. u. H. Worms, 17. Juni.
Mit einer Sitzung des 'geschäftsführenden Ausschusses begann Hestern hier die Tagung des Alldeutschen Verbandes. Der vom Geschäftsführer des Verbandes, Geiser-Berlin, erstattete Jahresbericht an den Verbandstag hebt einleitend hervor, daß das letzte Jahr für den Verband ein außergewöhnlich arbeitsreiches gewesen ist. Im Vordergründe der Anteilnahme stand, wie der Bericht hervorhebt, der Eingeborenen-Aufstand in Südwestafrika, der erste Kolonialkrieg größeren Stils, in dem das deutsche Volk seinen Kolonialbesitz zu verteidigen hat. Der Verband hat bei diesen überaus ernsten Ereignissen nicht die Kritik und die Erörterung der Schuldfrage in den Vordergrund gestellt, sondern die positive Mitarbeit an der Ausheilung der dort geschlagenen Wunden. Dagegen hat der Verband wiederholt betont, daß das ganze System der bisherigen Regierungstätigkeit in Deutsch-Südwestasrika, insbesondere die Konzessions- Politik und die Eingeborenenbehandlung schwere Mitschuld an der Katastrophe tragt. Trotzdem ist der Verband entschieden eingetreten für die Bewilligung der seitens der schwer getroffen en Farmerschaft. erhobenen Entschädigungsansprüche.
Die zweite wichtige Angelegenheit, die die Tätigkeit des Verbandes im vergangenen Jahre in Anspruch nahm, war die Marokko-Frage. Durch Beitritt zu der von deutschen Männern der Wissenschaft, des Handels und der Industrie gegründeten „Deutsch-Maroftanischen Gesellschaft" belästigte der Verband seinen Entschluß, auch weiterhin dieser hochbedeutsamen Frage seine werktätige Teilnahme zu widmen. Den deutschen Schulen und Gemeinden im Auslande hat sich der Verband auch im letzten Jahre als Freund und Helfer bewiesen. In Förderung der deutschen Belangen in der O ft m a r k des Reiches nahm er mehrfach Gelegenheit, für die deutsche Versammlungssprache in Vorträgen und Entschließungen tätig zu sein. Der Alldeutsche Verband hat seine Forderung nach dem Bruch mit der paritätischen Behandlung von Deutschen und Polen bezüglich des Landerwerbs erhoben.
Der Jahresbericht gebt dann zu Erörterungen der Vorgänge at Innsbruck über, die sich an dem von der oftreichischen Regierung gefaßten Plan der Gründung einer italienischen Universität in Innsbruck anschlossen. Die Tätigkeit des Verbandes für die Buren war im großen und ganzen bereits mit dem Jahre. 1903 abgeschlossen. Zu den Präsidenten der früheren südaftikanischen Burenrepubliken trat der Verband im letzten Jahre noch 'ein letztes Mal in Beziehungen, das eine Mal, indem er sich durch seinen amtlichen Vertreter als' einzige reichsdeutsche Körperschaft dem verstorbenen Präsidenten Krüger bei dessen Bestattung in Haag das letzte Geleit gab, das zweite Mal, als er die Freude hatte, den in voller Genesung begriffenen, heute bereits wieder in die Heimat zurückgekehrten Präsidenten Steijn als seinen Gast in der Reichshauptstadt zu begrüßen. Der Kampf zwischen Rußland und Japan im Osten berührt die eigentlichen Belange des Verbandes nur insofern, als er die Frage der Erhaltung der großen deutschen Werte in Oftasien, sowohl der wirtschaftlichen, wie auch unseres dortigen Flottenstützpunktes Kiautschou, je nach dein Ausgange dieses Krieges aufrollt und wurde in diesem Sinne mehrfach, insbesondere durch den geschäftsführenden Vorsitzenden in der Oesfentlichkeit erörtert. Die gewaltigen inneren Wirren des russischen Reiches sind, soweit sie nach einer liberalen Politik, zumal gegenüber den einzelnen Rationalitäten Rußlands hindrängen, für die Erhaltung und die Zukunftsaussichten des baltischen Deutschtums, aber auch für die Entwicklung des Nationalismus in ganz Europa von größtem Belange und werden nach dieser Seite hin vom Verbände aufmerffam verfolgt.
Endlich ist in dem Jahresbericht die Rede von einer Erweiterung des Flvttengesetzes.
Die Zahl der Verbands-Mitglieder betrug Ende 1903 19 068 und Ende 1904 19 111.
Die eigentlichen Verhandlungen begannen heute morgen. Am Vorstandstisch sah man den VerbandsvorsitzendeN Prof. Dr. Hasse-Leipzig, denReichstags abg. Frhrn. Heyl zu Herrns- heim, Oberbürgermeister Köhler- Worms, den bekannten alldeutschen Politiker Rechtsanwalt Claß-Mainz, Generalleutnant z. D. v. Liebert und viele Andere. Auch mehrere Studentenvertreter sind zum Verbandstag erschienen. Gegen 11 Uhr eröffnete Professor Hasse den Verbandstag.
In seiner Eröffnungsrede berührte er die Schiller-Gedenkfeier, die ein wahrhaft alldeutsches Fest gewesen sei, den „Eindruck des Versuches, den Deutschen Flottenverein zu einer offiziösen Werbeanstalt herabzudrücken", und die erfreuliche Bewegung der akademischen Jugend für die „akademische Freiheit".
Dann besprach er die auswärtige Politik. Der Zwischenfall von Marokko ist, so führte Hasse aus, zu einem lehrreichen und glücklicherweise erfreulichen Ereignis' in unserer auswärtigen Politik geworden. Er hat gezeigt, welche Sprache — es kann auch eine ftirnrnte sein — man mit Frankreich sprechen muß, um Frankreich heute von seiner Machtlosigkeit zu überzeugen. — Unsere auswärtige Politik können wir des weiteren dazu beglückwünschen, daß sie es verstanden hat, in dem Konflikte zwischen Rußland und Japan die Neutralität zu wahren. Das sicherste Mittel, um auch hier nicht nur den Frieden zu wahren, sondern was mehr ist, unsere Zukunft sicher zu stellen, das ist ganz gewiß die fortgesetzte Pflege unserer Wehrkraft zu Lande und eine Verdoppelung unsererRüstungzu W aHer. Leider sind die Beziehungen Englands zum Deutschen Reiche unerfreuliche. Wenn die Engländer uns grollen und wenn englische Unterstaatssekretäre und Mmirale Drohreden gegen Deutschland halten, dann ist nur der englische Größenwahn daran schuld, und was Deutschland anbelangt, lediglich die Güte und Erfolg deutscher Arbeit auf dem Gebiete des Erwerbslebens, der tn Großbritannien als eine deutsche Verschuldung', als eine deutsche Gefahr empfunden wfttz. Die Ereignisse in Deutsch-Sud- west-Afrika sind ein hartes Lehrgeld für uns gewesen. Glücklicherweise scheint es, daß dieses Lehrgeld nicht ganz erfolglos ausgegeben wurde. Freilich herben wir uns noch auf wertere Opfer gefaßt machen müssen. Zu diesen Opfern rechne ich vor allem auch eilte dauernde Versorgung der Invaliden, mit bereit Pension unser Reichshaushalt auf die Dauer schwer belastet werden wird. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog von Hessen.
Es erfolgten Begrüßungsreden des Oberbürgermeisters Köhler- Worms und be§ Reichstagsabg. Frhrn. Heyl zu.Herrnsheim. . -
Bevor in die Tagesordnung etngetreten wurde, nahm der Verbandstag folgende Resolution pes Generalleutnants z. D. n. Siebert zur Flottenfrage an:
„Die Hauptversammlung des Alldeutschen Verbandes halt es für ein Recht und die Pflicht der nationalen Kreise des deutschen Volkes, der Besürchttmg Ausdruck zu geben, daß unsere Rüstung zur See dem Vaterlande nicht genügenden Schutz ge* währt: denn die Söhne des Volkes sind bjc Opfer, wenn sie auf veralteten und geringer armierten Schiffen dem besser gerüsteten Feinde entgegengeführt werben; cm Jedes Glied des Volkes würde die Niederlagen zur See schwer zu fühlen belommen. Der Alldeutsche V 'rband erneuert daher ftme Forderung: Beschleunigung des Schiffsbaues, Verstärkung des Typs der Panter- schiffe, Verstärkung an Panzer- und Artillericmaterml, crhcbliche Beschleunigung der Ersatzbauten für 13 völlig veraltete Panzer-
Nervorragend bewährt bei rechdurchfalt, Li^Darmkatarrh, Diarrhoe Tra n R ete.
Sommersprossen und Finnen fhSEsSE
Obermeyers Hcrba-Scife ist ein vortreffliches Waschmittel gegen Sommersprossen u. Finnen, sie hat eine grossartige Wirkung bei mir gezeigt.
Hochachtungsvoll J. Arpe in Quickborn.
Z. h. i. a. Apoth., Drog. U. Parf. p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Obenneyer & Co., Hanau.
Kandel und HierKekr. Kolstsnnrlschaft.
Noten d e r B a n k f ü r S ü d d e u t s ch l a n d. Die Bank macht darauf aufmerksam, daß ihre Noten, die seit Ende 1902 auf- qehört haben, gesetzliches Zahlungsmittel zu sein, nur noch bis Ende 1905 bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und Frankfurt a. M. eingelöst werden. Die nach dem 31. Dezember 1905 nicht zur Einlösung gelangten Banknoten sind wertlos.
Die Deutsche Waffen- und Muiiitioiisfabriken in Berlin haben von der russischen Regierung einen bedeutenden Auftrag erhalten, der, unabhängig davon, ob der Krieg mit Japan fortgesetzt wird, oder nicht, zur Ausführung gelangen wird.
Paris, 17. Juni. Die Börse war wahrend der ersten Börsenstunde fest mit Rücksicht auf die B e s s e r it n g derfran- zösisch-derltfchenBeziehungen und auf das Gerücht, daß bereits ein Waffenstillstand zwischen Rußland und I ap a n a b g es ch l oss en sei. Dann trat Geschäftslosigkeit ein. Es wurden einige Realisirungen vorgenommen. Schluß behauptet. Türkische Anleihe bedang Frc. 1.50 Prämie, später Fre. 1.25.
Erz-Kuxe.
«ernte. Angebot 3100, Nachfrage 3025. Ausbeuten und Zubußen, 1903: 225; 1904: 300.
Märkte.
fo. Frankfurt a. M., 19. Juni. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 488 Ochsen, 218 aus Oestreich, 60 Bullen, 4 aus Oestreich, 693 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder 0 aus Oestreich, 252 Kälber, 182 Schafe und Hämmel. 1296 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 74—78Mk., 2. Qual 68—70 Mk., 3. Qual. 61—65Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 68 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Kühe 1. Qual. 68—70 Mk., 2. Qual. 62—64 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk, 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: l.Qual. 87—90Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 47—50 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 64—80Pfg., Schafe: l.Qual. 72—74, 2 Qual. 64—66 Pfg., 8. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. Qual. 69—70 Pfg., Lebendgew. 55.05 Pfg., 2. Qual. 68 Pfg., Lebendgewicht 54.05—00" Pfg., 3. "Qual. 63—65 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut.
fc. Frankfurt a. M., 19. Juni. (Ong.-Telegr. des „Gteßen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 18.50—00.00, Kurhessischer Mk. 18.50—18.75, La Plata Mk. 18.25—19.25, Kansas Mk. 18.50—19.25, Roggen (hiesiger) Mark 15.75—16.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.75—18.00, Frankenfelder Mk. 00,00-00,00, Hafer Mk. 15.00—15.50, Mais Mk. 12.25—12.50 Weizenmehl 0 All. 26.75—27.75, 2. Qualität Mk. 24.75
ans Petersburg vom 18. d. M.: Der britische Botschafter hat die Aufmerksamkeit des Grafen Lamsdorff auf den Fall des Dampfers St. Kild a gelenkt, der am 5. Juni von einem russischen Hilfskreuzer zum Sinken gebracht wurde, und auf die ernste Lage hingewiesen, die durch solche Vorfälle geschaffen werde. Der Botschafter stellte die Forderung, daß eine hinreichende Entschädigung geleistet und unverzüglich Maßnahmen ergriffen würden, um die Wiederholung solcher Fälle unmöglich zu machen. Graf Lamsdorff gab das Versprechen, die Angelegenheit sofort dem Marineminister zu unterbreiten, und fügte hinzu, daß für die neutralen Schiffe während des letzten Jahres Sicherheiten getroffen worden seien. Der Fall der „St. Kilda" stehe vereinzelt da und beruhe wahrscheinlich auf einem Mißverständnis.
Wien, 18. Juni. Etwa 4000 Maler-, Anstreicher- und Lackierer-Gehilfen haben in einer heute abgehaltenen Versammlung einstimmig beschlosien, morgen in den Aus stand zu treten.
Petersburg, 19. Juni. Gestern nacht wurden in Siverskaja, zwei Stunden von Petersburg, zwei wichtige Mitglieder der Kampfesorganisation verhaftet. In ihren Landwohnungen in Siverskaja fand man 8 fertige und über hundert unfertige Bomben vor. Die Revolutionäre hatten in den umliegenden Wäldern zahlreiche Experimente in Bezug auf die Explosivkraft der Bomben angestellt und einen Anschlag gegen einen hohen Beamten vorbereitet.
NniVersttäts-Machrilkten.
[•] Marburg, 18. Juni. Die Marburger und Gießener Burschenschaften, sowie Deputation zahlreiche anderer Universitäten, begingen gestern und heute hier in promphafter Weise das 90sährigeBe st ehender de utschenBurschenschaften. Gestern abend gegen 7 Uhr durchzog ein prunkvoller Festzug mit drei Musikkorps die Straßen der Stadt, und anschließend fand im Museum ein Festkommers statt. Unter den Teilnehmern bemerkte man auch eine Menge alte Burschenschafter, die längst in Amt und Würden sind. Die Festlichkeiten wurden heute durch das einge- tretene Regenwetter etwas beeinträchtigt.
Spislpla« ter vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Von Samstag den 17. Juni bis inkl. Freitag den 14. Juli er. bleibt das Opernhaus geschloffen.
Schauspielhaus.
Dienstag den 20. Juni: Zum ersten Male: „Telephon- Geheimniss e."___________________
schiffe, sodaß ba# deuftche Reich von 1912 an als achtunggebietende Seemacht dafteht."
Hebet Uebersee- oder Festlandspolitik sprach Dr. Reis- mann-Grone; Prof. Dr. Kuhlenbeck-Lausanne behandelte daS Thema: Die politischen Ergebnisse der Rassenforschung.
Professor B a i ft - Friedberg bemerkte: In Konstantinopel hat ein Deutscher feine Frau einem Pascha regelrecht verschachert. (Stürm. Pfuirufe.) Die Zeitungen haben eingehend über den Fall berichtet. Aber kein Blatt hat den Mut gehabt zu sagen, daß dieser Mann, der nach den bestehenden Gesetzen nun einmal nicht bestraft werden kann, ein Lump ist. (Lebh. Heilrufe.)
Der letzte Gegenstand der Tagesordnung lautete: Die Ausländer an deutschen Hochschulen. Der hierzu vorliegende Antrag des Vorstandes hat folgenden Wortlaut: „Die Hauptversammlung des Alldeutschen Verbandes spricht ihre Befriedigung darüber aus, daß die vom Alldeutschen Verband wiederholt angeregte Säuberung bet deutschen Hochschulen von kulturell minderwertigen ausländischen Elementen von einer Anzahl deutscher Hochschulen und Unterrichtsverwaltungen praktisch in Angriff genommen worden ist. Sie erwartet, daß in dieser Richtung fottgefahren und das Werk auf alle deutschen Hochschulen und auch Fachschulen ausgedehnt wird. Insbesondere fordert sie: 1) Deutsche Volksgenossen aus dem Auslande genießen die Rechte der reichsdeutschen Studierenden; 2) Ausländer können an allen deutschen Hochschulen nur als Studierende ausgenommen werden; 3) Hierzu bebürfen sie eines Zeugnisses, das von den Ministerien als völlig gleichwertig mit den Reifezeugnissen eines humanistischen Gymnasiums, eines Realgymnasiums, einer Oberrealschule ober einer dieser Schulen für das technische Studium gleichgestellten Lehranstalt im Deutschen Reich anerkannt wurde; 4) Dieses Zeugnis muß im Lande seiner Ausstellung zum Studium an einer technischen Hochschule, oder fa^s keine solche vorhanden ist, an einer Universität als Studierende berechtigen; 5) Für Ausländer ist weiter Bedingung, daß in ihrem Heimatlande Angehörige des Deutschen Reichs mit einem deutschen Reifezeugnisse zum Hochschulftubiiim als Studierende zugelassen werben; 6. Ausländer können in den Zeichensälen, den technischen und chemischen Arbeitssälen erst 14 Tage nach Beginn des Unterrichts Plätze erhalten; 7) Jeber Auslänber hat als Unterrichtsgeld minbestens einen Preissatz zu zahlen, ber dem auf ihn entfallenden Anteil an den Unterhaltungskosten der Hochschule und der Verzinsung des Anlagekapitals gleich ist. Auch hinsichtlich der Prüftmgsgebühren usw. sind für Ausländer entsprechend höhere Anteile zu verlangen; 8) Von den Ausländem wird diejenige Reife in der Beherrschung ber deutschen Sprache verlanat, die zum erfolgreichen Betrieb des Stnbinms an einet deutschen Hochschule nötig ist; 9) Die technischen Mittel- und Fachschulen sind staatlicher Beaufsichtigung zu unterstellen; hinsichtlich der Aufnahme von Ausländem an solchen Anstalten sind Bestimmungen zu erlassen, die den für technische Hochschulen erlassenen Festsetzungen entsprechen."
Nach ckurzer Debatte wird der Vorftandsantrag einstimmig angenommen.
Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten wurde der Verbandstag geschlossen. Heute abend findet ein Kommers statt, morgen ein Ausflug nach Heidelberg.
• Kleine Tageschronik. Nach einer Meldung ans I e - katerinoslow zirkulirt seit gestern Abend das Gerücht, daß bei einer Explosion schlagender Wetter auf der Kohlengrube Iwan bei Khartlischk 300 Arbeiter um gekommen seien. In L i l i e n s e l d (Niederöst.), überfielen Arbeiter der Stahlgießerei der Firma Lenz, den Besitzer der Fabrik, von Lenz, als dieser mit seiner Frau eine Spazierfahrt unternahm. Lenz wurde durch Steinwürfe ziemlich erheblich verletzt. Eine Anzahl Arbeiter wurden verhaftet. _____ ________________________________


