Nr. 164
zweites Blatt
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen.
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155, Jahrgang
Drfchrtnl GßN- mil Huf nähme bet eonntagÄ.
Die .Hießen« LainNienblStter- werden dem bNnzeigeu otermal wöchentlich betgelegL Der ^tfRId)« taibetrF eridjetnl monatlich einmal.
bieten.
Indem wir hierauf besonders aufmerksam machen, laden wir zu recht zahlreichem Besuche höflichst ein.
Der Vorstand deS KreiSziegenzuchtvereins Alsfeld.
obhalten.
Der Verein wird mit seinen 600 eingetragenen Vereinstieren, die zum Teil direkt auS der Schweiz importiert sind, sehr wohl in der Lage sein, erstklassiges Zuchtmaterial
preiswert an Interessenten abgeben zu können; insbesondere wird sich den Gemeinden eine selten günstige Gelegenheit zum Ankäufe
guter Zuchtbäcke von nachweislich rassereiner Abstammung
Heber die Staatsschulden
bes Deutschen Reiches und der Bundesstaaten im J'-ahre 1904 entnehmen wir der Zahnschen „Finanzstatistik" folgende An-
Samstag 15. Juli 1905
SU)tatumtorud ans Verlag ba vrühlNche» UntoerfUätsbtudeveL R. Lange. Dietzen.
Der wirtschaftliche Einfluß Deutschlands in Skandinavien iß jenseits der Vogesen seit Jahren Gegenstand deS Neides. Man verkannte auch nicht den besonderen Rückhalt, den dieser Einfluß an den regelmäßigen Nordlandsfahrten Kaiser Wilhelms hat. Um die kommerziellen Kreise Skandinaviens auch mit der Republick in engere Fühlung zu bringen, erließen deshalb vor wenigen Monaten die französischen Kammern Einladungen an die Mitglieder der drei skandinavischen Parlamente zum Bestich von Paris. Etwa 70 Herren folgten der Einladung. Vielleicht sind schon bei dieser Gelegenheit Vereinbarungen getroffen ivorden über die erwähnte Informationsreise einer französischen Gesellschaft nach Norwegen. Andererseits war damals noch nicht bekannt, daß Kaiser Wilhelm in diesem Sommer von einem Besuch Norwegens Abstand nimmt. Dieses letztere mag jedenfalls den Franzosen für ihre Zwecke günstig erscheinen, und bei der im politisch' jetzt selbständigen Nordland zum Durchbruch gelangten radikalen Strömung dürften die Gäste aus der Republick auf ihre Rechnung kommen. Es ist deutscherseits zwar schon in aller Form erklärt worden, daß die Fahrt des Kaisers nach Schweden nichts gemein habe mit einer Stellungnahme im Unionsstreit, wenngleich die schwedische Preffe jetzt auf die hohe politische Bedeutung des Kaiserbesuchs hinweist. Geschäftlich läßt sich die Sache aber zweifellos ausnützen, und die französische Gesellschaft wird das denn auch in Norwegen nach Kräften besorgen. ,
diese Ausgabe in Bremen mit 31,8 Mk.; dann folgen Hamburg mit 25,8, Lübeck mit 19,6, Baden mit 14,6, Hessen mit 12,7, Württemberg mit 12,1, Sachsen mit 11,7, Bayern mit 10,9 und Preußen mit 10,1 Mk. aus den Kopf. Bon den gesamten 14,9 Milliarden Mark Staats- und Reichsschnldm waren 7,3 Milliarden, also fast die Hälfte, Eisenbahnschulden.
*
Wie der Kaiser Bülow für Marokko ehrte.
Man schreibt uns aus Berlin:
Kaiser Wilhelm hat es sich angelegen sein lasten, den, Gefühl der dankbaren Anerkennung für den Ausgang der Marokko-Affäre einen eklatanten Ausdruck zu verleihen. Als Frankreich offiziell seine Annahme der Konferenz erklärt hatte, begab sich Fürst Bülow nach Swinemünde, um dem Kaiser Vortrag zu halten und ihm zu melden, daß nunmehr das Ziel erreicht sei. Der Kaiser befand sich an Bord der „Hohen- z ollem", die i>n Hafen von Swinemünde vor Anker lag. Zur Stunde nun, da das Kommen des Kanzlers angesagt war, befahl der Kaiser, daß sein Schiff Parade anlegen sollte. So wurden die Flaggen gehißt, die Mannschaft nahm in den Raaen Aufstellung und an der Schiffstreppe versammelten sich in Reih und Glied und im Galaanzug das Lfsizier- korpS und das Gefolge des Kaisers. Vor diesen Herren stand der Monarch selbst, und wie Fürst Bülow das Schiff betrat, gab er das Zeichen, ihn zu salutieren, und brachte ein dreifaches „Hurrah" aus, in das Offiziere und Matrosen laut einstimmten. Dem Reichskanzler aber war die Rührung über diese so außerordentliche und überraschende Auszeichnung deutlich anzusehen, als er sich dem Kaiser nahte und ihm dafür seinen Dank abstattete.
Früher ReichstagSbeginn.
R. Berlin, 14. Juli.
Die „Nationalztg." hatte kürzlich aus dem Umstande, daß der Bundesrat vor der Sommerpause sich nicht — wie ursprünglich beabsichtigt war — mit der Reichsfinanzreform und den damit zusammenhängenden Steuerplänen beschäftigte, den Schluß gezogen, von einer frühzeitigen Einberufung des Reichstages, im Oktober, werde Abstand genommen werden. Heute erfahren wir von zuverlässiger Seite, daß nach wie vor seitens der Regierung dieser Zeitpunkt der NeichstagS- einberufung inS Auge gefaßt ist, da man im Reichsschatzamt mit Bestimmtheit darauf rechnet, daß bis Ende September die Stellung der Bundesregierungen zu dem Inhalt der Finanz re form feststeht..
Zur Kriminalstalistik Südwestdeutschlcrnds.
Es ist überaus traurig und erregt Schrecken, zu beobachten, wie sich in der letzten Zeit in dem Teile Südwest- deutschlands, der von den Flüsten Rhein, Lahn und Neckar eingeschlosten und vom Main dur chströmt wird, die schweren Verbrechen angehäuft haben. Besonders die Verbrechen gegen das Leben haben sich in ganz unheimlicher Art vermehrt. In dem Dorfe Sponsheim bei Bingen ermordete der kaum 18jährige Schreiner DetroiS auS Sablon auf eine wahrhaft bestialische Art seine betagte Tante. Dann erregte die Ermordung des Kaufmanns Lichtenstein in Frankfurt a. M. durch die Verbrecher Groß und Stafforst weit über diese Stadt hinaus Entsetzen. Ein Vierteljahr später wurde der Architekt Döring im Walde bei Darmstadt durch einen unentdeckten Täter ermordet. — Besonders in dem letzten halben Jahre folgten sich die Mordtaten in beängstigend schneller Aufeinanderfolge. In Heldenbergen fiel durch Hu d deS frevlerische Hand ein vor den meisten seiner Mitmenschen durch Opferwilligkeit, Selbstlosigkeit und wahre Frömmigkeit ausgezeichneter Mann, der greise Pfarrer ThöbeS. In Offenbach a: M. brachte eine entmenschte Frau ein armes Kind um, in Mannheim wurde eine Dienstmagd aus Rache ermordet, bei Gau-Grehweiter in der bayerischen Rheinpfalz verübte ein Dienstknecht an einem Kinde einen Lustmord, und in den letzten Tagen gelang es, des Bäckergesellen Mogler, der in Neckargartach eine ganze Familie im Schlafe erschlug, habhaft zu werden. Dazu kommen noch bis jetzt unaufgeklärte Mordtaten in Freiburg i. Br., NüdeSheim, Hochheim, Biebrich und die mysteriöse Auffindung einer Kindesleiche in Höchst a. M.
Diese Verbrechen sind alle in ihren Einzelheiten so schrecklich, daß sie das, was in Kolportageromanen und in alten Räubergeschichten erzählt wird, an Furchtbarkeit überbieten. Gründe für die Zunahme gerade dieser Verbrechen kann man kaum ausfindig machen. Ein Element scheint neuerdings wieder sehr gefährlich zu werden, nämlich das der arbeitsscheuen Handwerksgesellen. Andererseits dürfte eine große Gefahr für das Leben und das Eigentum des Bürgers in dem riesigen Anwachsen unserer Städte und Jndustrie- gerneinden, die immer schwerer zu übersehen und zu kontrollieren sind, zu suchen sein. Lichtscheue Elemente können sich hier viel leichter verbergen, als anderwärts. Die statistischen Aemter registrieren he^e mit großem Stolze die Be- völkerungSzunahme dieser Kommunen. Zu diesem Stolze scheint un§ aber nicht viel Berechtigung vorhanden zu sein, da die Ansammlung von Menschen in den Mastengemeinden doch neben manchen Vorteilen auch große Gefahren in sich schließt. Auf alle Fälle setzen die grauenhaften Taten, die m unserer Zeit geschehen, einen Dämpfer auf die Kulturseligkeit, der wir moderne Menschen un? gern hingeben.
Wettstreit im Norden.
ES ist wohl nicht Zufall, daß gerade jetzt, wo Kaiser Wilhelm schwedische Häfen besucht, französischer- ; seits Interesse für Norwegen bekundet wird. In ' Christiania wird eine Gesellschaft von Ingenieuren und 1 Finanzagenten auS Paris erwartet, die eine JnformationS- ' reise in das südliche Norwegen unternimmt, um Arbeits- - gelegenheit für ftanzösisches Kapital ausfindig zu machen.
Bekanntmachung
deS KreisziegenzuchtvereinS Alsfeld.
Auf vielseitigen Wunsch wird der Kreisziegenzuchtverein Alsfeld gelegentlich des am 31. dS. Mts.
in Alsfeld stnttfindenden PrämicnmarkteS wieder einen Zuchtviehmarkt für die mit Recht so beliebten
Aas Zusammentreffen Kaiser Wilhelms mit König Kskar.
Die Telegr.-Bureaus melden heute:
Ges le, 14. Juli. Gestern abend fand an Bord bet „H o h e n z o l l e r n" zu Ehren des Königs Oskar ein, Diner statt, an dem 40 Personen teilnahmen, darunter Landes-! Hauptmann Graf Hamilton, Bürgermeister Berggren tmb der! deutsche Konsul in Flensburg. Nachdem da? Diner beendet roar,; begab sich der König an Bord der Königsyacht „Drott", welche unter dem Salut der deutschen Schiffe nach der Reede von Geile abqmg. Der Hafen war festlich beleuchtet. Heute mittag gab der König zu Ehren des Deutschen Kaisers ein Früh- st ü cf auf der Pacht „Drott", an dem der deutsche Gesandte in Stockholm, Müller, teilnahm. Um 2 Uhr lichtete die KönigS- y a ch t die Anker, um den König und den Kronprinzen nach Gefle zu bringen, von wo sie die Rückreise nach Stockholm antraten.
K i e l, 14. Juli. Der Kaiser hat den K ö n i g v o n S ch w ed e n, unter Stellung & la suite der Marine, zum Groß-Admiral ernannt.
Geile, 14. Juli. Der Kaiser verlieh dem Minister des Aeußeren, Grasen Gyldenstolpe, den Roten Adlerorden erster, dem Landeshauptmann, Grasen Hamilton, den Roten Adlers orden zweiter Klaffe.
Stockholm, 14. Juli. Der Kaiser wird an Bord der „Dohenzollern" von Gefle zuerst nach Sundsval und von dort nach Wisby und Kalmar gehen.
In diesem Besuch des Kaisers unter so besonderen Ehrenbezeugungen für den Schwedenkönig und seine Räte kommt wohl nicht nur persönliche Freundschaft zum schwedischen Königshause zur Geltung. Es ist eine Sympathiekundgebung für den befreundeten Monarchen zu einer Zeit, in der er den Konflikt mit der vertragswidrig handelnden Regierung Norwegens noch nicht ausgetragen und auf seine Rechte auf die Krone Norwegens noch nicht verzichtet hat. Man hat bei der Trennung der beiden nordischen Reiche darauf hingewiesen, daß Schweden, in seiner Machtstellung, wenn auch nicht wesentlich, geschwächt, den Anschluß an Deutschland suchen wird, was ja naheliegend ist. Dies ist zu erwarten, wenn auch der Abschluß eines besonderen Vertrages oder Bündnisses gegenwärtig wohl nicht in Frage fammt. später
Kirche und Schute.
Zur Schulvorstandsfrage wird uns geschrieben;
„Bei einer Reform des Schulvorstandes ist doch neben der Schule wohl in erster Linie die Lehrerschaft mehr zu berücksichtigen. Sitz und Stimme hat je ein dienstältester Lehrer in dem Ortsschulvorstande. Aber Art. 70 Absatz 2 des hessischen Dolksichulgesetzes bestimmt: „Die Schullehrer können nicht zu Vorsitzenden deS Schulvorstandes ernannt werden." Das Wörtchen „nicht" schafft hier eine AuS" nähme und schließt den dabei am meisten interessierte« Stand von der Leitung seiner eigenen Berufsangelegenheiten in einer Weise auS, wie eS wohl jetzt in keinen andere» Berufsarten mehr vorkommen dürfte. Darum ist es keine unbescheidene Forderung, daß dem Lehrer als solchem durch Streichung des Wörtchens „nicht" wenigstens das Recht, Vorsitzender des Schulvorstandes werden zu können, eingeräumt und er von einer Ausnahmebestimmung befreit wird. „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand", so sagt das Sprichwort. Sollte ein definitiver Lehrer nicht die Fähigkeiten besitzen, den Vorsitz in seinem und seines jugendlichen Nachbarkollegen Schulvorstande mindestens gerade so gut, ja noch beschletmigter, zu führen, wie ihn gegenwärtig Männer anderer Stände und Berufe sogar für mehrere Gemeinden bekleiden dürfen? Ob die Mitglieder al8 Väter, Großväter oder kinderlose Schulfreunde im Rate der Schule sitzen, ob weffer Frauen Rat in Schulfragen ein Ohr geliehen werden kann und soll, ob neben dem leitenden Haupt- [ebrer auch ein Lehrer und ob das Schiedsrichteramt m Streitigkeitsfällen dem Schulvorstande gehört, dieses alles kann die Lehrer und Schulfreunde — und nur solche gehören in den Schrrlvorstand — nicht so sehr schmerzen, als die Wirkung des Wörtchens „nicht" mit seinen Folgen.
— Zur TaufungiltigkeitSerklärung ded Bremer Senats meldet der Draht: Eine stark besuchte Versammlung von Anhängern deS Pastors Mauritz in Breme» sprach in einer Resolution die zwingende Notwendigkeit bet, Trennung von Kirche und Staat auS und ersuchte den Senat, dahin zu wirken. Eine entsprechende Petitum wird vorbereitet.
Bekanntmachung.
Unter dem Schweinebestand des A. I. Wagner zu Lang-GönS ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden.
Gehöftsperre ist verhängt.
Gießen, den 14. Juli 1905.
Großherzogsickws KreiSamt Gießen.
I. V.: Hechler.
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»rscher Gesangverein
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gaben:
Die gesamten fundierten Staatsschulden bcsiofon sich auf 14 879 Millionen Mark gegen 14 464 im Jahre 1903, 13 992 i. I. 1902 und 13112 i. I. 1901. Davon entfallen auf das Reich 3023,5 (1903 2733,5, 1902 tbensoviel, 1901 2315,6) Millionen Mark und auf die Einzelstaaten 11855 9 (1903 11730,1, 1902 11258,6, 1901 10 796,7) Millionen Marck Die Schulden des Reichs sind also im letztw Jahre um 290 Mill. Mk oder 10,6 v. H., die der Bundesstaaten um 125,8 Mill. Mk. oder 1,1 v. H. gestiegen. Don 1901 bis 1904 hat sich die Schuldenlast des Reichs um 708 Mill. Mk. oder 30,4 v. H., die der Bundesstaaten um 1059 Mill. Mk. oder 9,8 v. H. erhöht. Die Schulden des Reichs sind also in den letzten drei Jahren mehr als dreimal so stark gestiegen, wie die der Bundesstaaten. P r e u ß e n hatte tm Jahre 1904 7035,0 Mill. Mk. Staatsschulden gegen 7026,7 Mill- Mk. im Jahre 1903 und 6602,8 Mill. i. I. 1901. Im letzten Jahre hat also nur eine geringe Zunahme um 8^3 Mill. Mk und m den 3 Jahren eine foM>e um 432,2 Mill. Mk. oder 6,5 v.H. statt- gesunden. Verhältnismäßig viel stärker ist KaotMmld von Bayern gestiegen. Sie Ire trug x. I. 1904 1591,5 ^111. gegen 1460 3 Mill. i. I- 1903 und 1362,5 i. I. 1901, hot soch also in 3 Jahren um 229,0 Mill. Mk. oder 16,9 b.
Die Staatsschuld von Sachsen, Ine von 1901 J™n
'829,8 Mill. Mk. auf 980,1 Mill. Mk. emporgeschnellt war, ist 1904 auf 961,8 Mill. Mk. zurückgegangen, Wt aber m^n 3 Jahren immerhin noch eine Erhöhmrg um 132,0 Mill. -nk. oder 15,9 v. H. Württemberg/ Staatsschuld betrug un Jahre 1904 528,8 Mill. Mk. gegen 520,2 Mill, i. I. 1903 und 495,2 Mill. i. I- 1901, ist also in 3 Jahren, nur: «m.33,6 Mikl. Mk. oder 6,8 v. H. gestiegen. Verhältnismäßig stärkite Zunahme zeigt die Schuldenlast nt Baden, >e, trotz cme5 Rückgangs um 1 Million im letzten Jahre, im Jahre 1904 mit 420)3 Mill. Mk. um 84,6 Mill. Mk. oder 25,2 v. H. über der bei 3*8.1901 liegt. Auch Dessen hat m Mefen bm Jahren seine ^Staatsschuld von 284,5 auf 332,5 Mill. Mk,
Valitische Tagesschau.
Sieb- und Fleischpreise.
Zu diesem Kapitel schreibt der offizielle Bericht des Deutschen L an d wir t sch a ftsrat s:
„Wenn wir bezüglich des inländischen Viehmarktes in voriger Woche sagten, daß der Höhepunkt d e r P r e i s b e w e g u n g überschritten zu sein scheine, so hat uns der Verlauf der Märkte in allen Viehgattungen während der Derichtswvche durch- ciiis Recht gegeben. Auf dein Rindermarkte ift nirgends wieder eine Steigerung des Preises eingetreten und wenn auch einzelne Märkte, wie Berlin, Frankfurt a. Re und die süddeutschen Märkte, besonders München, die vorwocheut- lichen Preis e behauptet haben, so ist doch namentlich m Mittel- de'utschland und auf den östlichen Märkten ein weit e r e r Rückgang des Preises zu verzeichnen, so daß im allge- m.Anen von einer fallenden Tendenz des Rinder- Marktes gesprochen werden muß, die sich um so mehr zuspitzen dürfte, je mehr Weidefettvieh in den nächsten Wochen schlachtreif wird. Stark gefallen sind fast überall auch die Kälberpreise. Auch auf dem Schafmarkte ist allgemein em weiterer Rückgang des Preises eingetreten und, wenn auch vielleicht rncht ganz so stark, auf dem S ch we in e m a r k t. Auf den meisten Märkten haben die Schweine um eine, stellenweue auch um zwei Mark billiger verkauft werden müssen, und aiich hier ist es nur Süddeutschland, wo die vorwöchentlichen Preise sich noch behaupten konnten."
Oyo,o tuvu wi 4/uu^vu. dann folgen Lübeck mit 374,5, icn mit 296,9, Bayern mrt 257,7, Württemberg mit 243,7, mit 228,9. Baden mit 225,0, Mecklenburg-Schwerin mit 210 1 und Preußen mit 204,1 Mk. Die Ausgaben für die ~1' a t s sch ule ^ setztensicb^zns.ammen^au^denm, Wr^kne
iforstrasse ßj”
's erste Hypothek p,i,Okt. r von pünktlichem Zins- gen genügende Eicher. > st»
jd)t Meldlingen unter den Gieß. Lnz. erbeten. ’
" 7,7UqpTTlßll Jahren seine Staatsschuld von 284,5 aus o32,5 Mill. Mk
UffVAFAlfl WW^' also um 48 Millionen Mark oder 16,9 v. H. crhoht^.
MHvlvl** W Eine Abnahme in dem dveuähngen Zeitralim ^t die^taats-
T 1i ung am schuld erfahren in Sachsen-Weimar, Sachsen-Memmgen, Sachsin-
®e,elSnc^rtll5,nhl- I Kvburg-Gotha, Sck)warzburg-Sondershausen, Waldeck und Lippe, rMÄt I am meisten aber in Braunschweig (um 2,8 Mill. Mk.). Anhalt ,046-; Reuß ältere Linie sind völlig schuldenfrei ,Auf
i ben Kopf der Bevölkerung entfallen im Revck 264,0 Mk. fundierte
Staatsschulden, darunter 53,6 Mk. Reichsschulden. Am größten war " ber auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Anteil an ber ^taats-
sclmld labgeseh-n von der Reichsschuld) mit 854,8 Mk. m.Bremen >md 593,8 Mk. in Hamburg: dann
Siiwft m ......
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5eUSnlieöer (lebeL : Verzinsung (503,3 Mill. Mk.), für dre Tilgung <3,< ?n l6.31111'Ä imb für die Verwaltung usw. l4,l Mill Mk.), Auf
..■niafl, öe”n $ercm ,j Pevölkeriing kommt eine durMchnittliche ;ahrlich> fl uy ted)l i<W ^f Staats- und Reichsschulden von 10,81 Mk. Am gi
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