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,, 16. Oktober 1905.
. Hoh. der Großherz« dem hauptsteueramt Offen er Diensteigenschast an d°! _ Zn den Ruhestand w> Sememdeschule zu Eber- Haffner, auf sein Nch ngjährigen treuen Dienste. 05. , r ..
Das Ehrenzeichen vr. wurde verliehe" W r^vrzogs den B zu Friedberg: Ferdma und Philipp Klein-- haben dem Kommuna- Södel aus Anlag Igemeine Ehrenzechn nd
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blcttrizitätsindnstric Ölungen am Freitag N'inahme der Arbeit er. hlußbesprechimg zwischen n und den Obmännern männer teilten mit, daß r bereit seien, die Arbeit en Bedingungen auszu« Wiederaufnahme folgendes
>er des Vemerwerkes er» ates vom Iß. Cept, nieder- Logerarbeiter des Nabel- omobiltabrit erhalten vom - die vor dem Ausbruch des drei Firmen beainnen Heutes mit der Wieder- :r Annahme der Arbeiter, beiter werden nach Maßflak ommen, so daß eine Gin- erfolgt, nachdem die bisher . Oie Meitsniederleor^ VBieberaiMjme nicht 'm?
während des Ausstands wen eingetr etenet gilt als &itlol/n/i^runb, terans/Ee etflärien, daß i Bedinguntzen die ArdeU
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114.70
Börse, 16 Okt., Anfangsknrse.
18
Jen Ausgaben müssen 582 Mk. auf 1905 übernommeniol) Kg. ab hier.
8. Sep» von hier ihm ein-
(Wehl. Anz) Im benachbarten
Harpener Bergwerk Lanrah ütte . . Lombarden E. B. Nordd Lloyd . . Ttirkenlose . . .
. 175.30 . 150.20 . 242.10
. 104.80
. 00.00
Reichsanleihe do.
Konsols . , do.
Hessen . . . Oberhessen
3^°/0 3% 3^°/0 3%
Wfo Wo
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakctf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......
Nordd. Lloyd.....
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Gamstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .....
Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn .
Habt aus, das tm vongen Jahre eine Schuhmannsschule in? Leben gerufen und damit gute Erfolge erzielt haü Die zehn Schuhleute, die damals an dem Unterricht teilnahmen, haben inzwischen im Dienst ganz erfreuliches geleistet. Auf die Anregung des Großh. Polizeiamts in Darmstadt gingen alle hessischen Städte, die eine Schuhmannschaft haben ein, nur Offenbach und Bad-Nauheim konnten sich bisher nicht dazu entschließen. Am nächsten Montag beginnt der erste auf acht Wochen berechnete Unterrichtskurs. Teilnehmer dazu sind angemeldet aus Gießen, Mainz, WormS, Friedberg, Alzey und Darmstadt. Der Unterricht zerfällt in eine theoretische und eine praktische Abteilung. Den theoretischen Unterricht, der in der Regel vormittag? stattfindet, erteilen Negierung?» rat Tr. Kräh, Vorstand deS Polizeiamts, Polizeiamtmann Gebhardt, Polizeiasscsior Kraemer, NegienmgSasiesior Pistor, sämtlich in Darmstadt und Polizeiinspektor Bischoff aus Worms. An den Nachmittagen werden die Teilnehmer verschiedenen Polizeirevieren zur praktischen Ausbildung überwiesen, die unter Leitung deS betr. Kommissars erfolgt. Der erste Kursus wird namentlich für jüngere Beamte abgehalten, später sollen Kurse für ältere Beamte und Kriminalschtitzleute folgen. Voraussichtlich wird in Zukunft im Frühjahr und Herbst jedes Jahres ein solcher Kurs abgehalten.
Krofdorf, 13. Oktober. Unser Ort steht anläßlich der Gemeinderatswahlen im Zeichen einer Wahlbewegung, wie wir sie noch nie erlebt haben. Die bürgerlichen Parteien, welche sich in einen Bürgerverein vereinigt haben, der bis jetzt 60 Mitglieder zählt, stehen im Kampfe mit der Sozialdemokratie, um deren Mehrheit im Gemeinderat ein Ende zu machen. War man schon lange mit dessen Beschlüssen nicht einverstanden, so wirkte ein Beschluß, das Läuten der Glocken morgens, mittags und abends zu beseitigen, wie ein Funke im Pulverfaß. Der 26. Oktober wird nun entscheiden, ob im sozialistischen oder im bürgerlichen
146.90 137.25
275.80
244.50 169.70
222.75 269.80
133.50 139.60
175.25
151.00 241.90
185.50 192.70
167.80 21L50
Hauptversammlung des LandeS-Verbands vom deutschen Flottenverein für das Großherz. Hessen.
(Original-Bericht des Gstßener Anzeigers.)
Offenbach, 15. Okt.
Tic Hauptversammlung tagte unter dem Voorsitz deS Obersten Becker-Darmstadt in der Turnhalle des Turnvereins und war au5 aanz Hessen besucht. Der Vorsitzende teilte mit. daß der 1. Vorsitzende Tr. MerS-Darmstadt infolge Krankheit verhindert sei und führte aus. daß durch den Krieg in Ostasirn und infolge der Enthüllungen der letzten Tage Deutschland wieder gesehen habe, wie not- trendig eine starke Flotte ,ei. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog. Auf seinen Vorschlag wurde an den Großherzog folgender Hulbigungsgruß gesandt:
,Die Hauptversammlung des hessischen Landesverbandes des deutschen ^-lottrnvereins. erfreut und ermutigt durch die Tatsache daß Ormimratfnn und Mit- gliederzahl wiederum erhebliche Fortschritte aufweisen, bekennt begeistert auf? neue ihr Ziel, für Vermehrung und Stärkun" der deutschen Flotte zu wirken, und bringt Ew. Kgl. Hoheit .dem hohe Schutzherrn, untertänigste Huldigung Oberst Becker."
Hierauf folgte die Verlesung des Jahresberichtes: darnach hat der Landesverband wiederum einen bedeutenden Mitgliederzuwach? erhalten. Hauptmann Vollmar berichtet über die diesjährige Schillerfahrt nach Hamburg und
. 256.10
. 139.20
Bochum Guss . . . , Buderus E. W. . . .
Tendenz: fest-
Berliner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . .
Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: lustlos
101.25
101.15
96.55
105.60
68.50
68.20
97.10
94.45
90.50
137.60
53.50
90.50
68.75
97.85
23.50
145.30
129.40
Friedhofstore geschlossen.
Gießen, den 12. Oktober 1905.
Gropherzognu.-. isterei Gießen.
Mecum.
221.40
00.00
23.70
133.60
00 00
beteiligt waren, wieder in vollem Betriebe. Streikenden hatte bereits am Sonntag abend den Elektrizitätswerken wieder ausgenommen.
sd. Frankfurt a. M., 16. Okt. Der
werden. Der Voranschlag für 1905/06 zeigt 13 477 Mk. Einnahme und 14 140 Mk. Ausgabe. Bezüglich der dem Kriegs- chiff „Hessen" gestifteten Hessen glo cke teilte Oberst
Becker mit, daß sie vollendet sei, der Guß sei wohl gelingen. Der Ueberschuß der Sammlung dient als Unter- kützungskasse für hessische Schiffssoldaten Gegenwärtig bienen über 500 Hessen bei der Kriegsmarine. — Admiral a. D. Korwan referierte nun über „die Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins in Stuttgart und unsere nächsten Aufgaben". Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: „Die Hauptversammlung, überzeugt von der dringlichen Notwendiakeit, unsere Flotte zu ver- tärken, ihren Ausbau zu beschleunigen und ihre minder - vertigen Schiffe möglichst bald durch vollwertige zu er- etzen, stimmt den auf der Hauptversammlung zu Stuttgart gefaßten Beschlüssen in vollem Umfang zu: sie nimmt mit Befriedigung Kenntnis von der Erklärung des Präsidenten des Deutschen Flottenvere.ns, daß der Flottenverein wie bisher, so auch in Zukunft nach bestem Wissen und Können als unabhängiger Verein unentwegt seine Ziele verfolgen werde." Hierauf fand ein gemeinsames Mittagessen statt, bei dem Oberst Becker folgende telegraphische Antwort des Großherzogs vorlas:
„Wolfsgarten. Erfreut über die Nachricht von dem Fortschritt und der Entwicklung des Deutschen Flottenvereins danke ich dem hessischen Landesverband herzlich für die telegraphische Huldigung und wünsche seinen auf Stärkung'der deutschen Wehrkraft zur See gerichteten Bestrebungen auch für die Zukunft besten Erfolg! Ernst 2 n b tot g."
Als letzter Punkt der Tagesordnung erfolgte die Wiederwahl des engeren Ausschusses und die Wahl des weiteren Ausschusses.__________________________________________________
100.75
89.15
100.90
89.15
99.80
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 16. Okt., 1.15 Uhr.
tembcr b. I?. vermißte Oberlehrer Eollischonn ist nunmehr gesunden worben. Jniolge von
Kirchliche ?lachrich1en.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 16. Cftobcr, abenb? k Uhr, versammelt sich die Vereinigung ber konfirmierten wei blichen Iuaend der Matthäus gemeinde im Gemeinbesaal, wozu auch die Neukonfirmierten eingelaben werben.
6)rsnin"l-Dralj1mofdttnqen.
Berlin, 16. Okt. Seit heute früh sind bie großen Berliner Elektrizitätswerke, bie an ber Arbeiterbewegung
Meiches machte gestern ein lahmer, schon lange Zeit bett- lägeriger Greis seinem Leben durch Erhängen ein Enbc. Sein Sohn suchte die Sache zu vertuschen, schnitt die Leiche ab und gab an, sein Vater sei eines natürlichen TodeS gestorben. Der Leichenbeschauer traute aber der Sache nicht und erstattete Anzeige. Im nördlichen Vogelsberg haben sich im Lause des Sommers nicht weniger als 7 Personen erhängt.
R. B. Darm stadt, 16. Okt. (Eigener Draht- bericht des Gießener Anzeiger.) Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern bei der elektrischen Straßenbahn. In der Dieburgerstraße unweit der Hirsch- köpfe stießen 2 Motorwagen (roie es heißt, durch Unachtsamkeit des Wagenführers des aus der Stadt kommenden Wagens) zusammen, gerade da, wo die steile Straße eine starke Biegung macht. Der Zusammenstoß erfolgte mit solcher Wucht, daß die Vorderteile beider Wagen vollständig zertrümmert wurden. Die beiden Wagenführer erlitten so schwere Verletzungen, daß sie sofort in das städtische Krankenhaus verbracht werden mußten. Glücklicherweise befanden sich auf beiden Vorderperrons keine Fahrgäste, sonst wäre das Unglück noch viel größer geworden.
cl. Mainz, 15. Okt. Das heutige Nennen auf dem Mainzer Sportplatz sollte leider nicht ohne schweren Unfall verlausen.' Am „Dauerfahren mit Motorschrittmacher" beteiligten sich Heckel-Wiesbaden, Seidenspinner-Mainz, Drescher-Mainz. Während der 4. Runde platzte dem Schrittmacher Drescher?, Pokorny, der Reif feine? Motors und beide stürzten. Drescher überschlug Pokorny und die Gefahr bestand, daß die nachfolgenden Motorfahrer mit den Radfahrern in da? Ehaos hineingerieten. Zum Glück konnten die beiden Verunglückten noch schnell die Bahn verlassen, während vom Publikum schnell die Räder beseitigt wurde». Pokorny kam mit dem Schrecken davon, während Drescher cinscheinend eine schwere RückgratSverletzung davon- ttrug. Er mußte vom Platze gebracht werden. Die weiteren Rennen wurden aufgegeben.
io. Kassel, 15. Okt. Am Freitag abend wurde hier ein Verein zur Erforschung und Pflege der hessi- sschen Mundarten gegründet. Die Aufgaben deS neuen Vereins sind: 1. Erforschung und wissenschaftliche Fixierung der Mundarten, 2. Fortbildung der Mundarten und Anregung zu dialektischer Forschung, 3. Sammlung der bezüglichen Literatur.
** kleine ÜRittriiunncn o u s Hefse n unb den N a ch b a r st a a te n. Nach dem Flugblatts deS „Sirup li- i H i m n „Fort mit der Liebs!" würbe in ben Frankfurter Buchhandlungen, hei den Kolvorteuren u. s. w. am Freitag unb Samstag gefahndet. Die vorgefundenen Exemplare wurden beschlag- nflhmf.
4% Oesterr. Goldrente. . 4x)t% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4 % Italien. Rente ... 4 % Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen ,, III 4%°'o russ. Staatsan!. 1905 4%° „ japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . . 4 XA °/0 Chinesen . . . .
Aktien:
Kiel, an der 45 Lehrer unb 145 Schuler teilnahmen. Bezüglich ber Organisation sprtcvt Oberst Becker den Wunsch wus, baß alle 'Mitglieder eines Kreises sich zu einer Kreis- «ruppe zusammenschließcn möchten. — Nach der Rechmmgs- aiblage betrug die Gesamteinnahme 10 430,97 Mk. Bon
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß bie Friedhöfe vom 16. Oktober 1905 bis 15. März 1906 vo« morgen» 8 Nhr bi» abends 5 NHr geöffnet find.
Die Schließung der Friedhofs wird durch Läuten der Friedhof»* glocke angezeigt. Bel Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. E'ne Liertelstunde nach dem Lauten werden die
ss10/£
J vornehmste, gediegenste Corset-Einlage.
Jedes Corset trägt den Namen „Herculesa-Baleine*4.
Sinne weiter gearbeitet werden soll. △ Ulrichstein, 14. Oktober.
getroffener Briese aus Rorschach am Bodensee begaben sich seine beiden Brüder dahin unb sanden ihn wohlbehalten dort vor. Nach seiner Angabe ist die Ursache seine? Wegganges von hier in einer infolge Uebercsrbeitung entstandenen seelischen Depression zu suchen. E. machte den Weg von Hier zum Bodensee völlig zu Fuß.
Essen, 16. Okt. Im ganzen Ruhrgebiets fanden gestern Bergarbeiterversammlungen statt, in denen gegen die von den Zechenverwaltungen verhängte Sp e rre als eine Beeinträchtigung der Freizügigkeit protestiert und auch die Fleischnot behandelt wurde. Vielfach wurde die Ansicht ausgesprochen, daß ein neuer Kampf bevorstehe.
Bautzen, 15. Okt. Heute nachmittag wurde in Hoch- irch ein Denkmal si'ir die in der Schlacht bei Hochkirch am 14. Oktober 1758 gefallenen Oesterreicher und Preußen enthüllt. An der Feier nahmen Deputationen österreichischer und deutscher Regimenter, sowie Militärvereine beider Nationen teil.
Eßlingen am Neckar, 15. Okt. Heute fand hier ein Fest der Angehörigen der ehemaligen Württemberger Jägerbataillone statt, die am Kriege von 1870/71 tcil- genommcn haben. Zu dem Feste traf auch der König ein. Der König begrüßte die Jäger mit einer Ansprache, in der er für den herzerfreuenden Empfang dankte. „Mögen Sie die schönste Erinnerung von diesem Tage nach Hause nehmen, damit Kinder und Kindeskinder davon erzählen, wie ein rechtes Jägerherz empsindet: Wahrhaft und treu zur Fahne und Pflicht, die man übernommen hat, und so der großen Tage gedenken, die in aller Erinnerung leben. Es ist die erste Pflicht des Soldaten, dessen zu gedenken, waS wir auf dem Felde der Ehre vor 35 Jahren erkämpften. Ein einiges Deutschland, ein einiges Heer! So legt sich von selbst der Ruf in den Mund: Der oberste Feldherr, Se. M. der Kaiser hurra!"
Petersburg, 16. Okt. Der „Regierungsbote' oer* öffentlicht ein (Kommunique betreffend die vollzogene Rati- si kation des gestern vorn Kaiser unterzeichneten Vertrage? von Portsmouth. Der Vertrag tritt mit dem 15. Oktober in Kraft.
Chardin, 16. Okt. (Petersb. Telegr.-Ag.) In bet neutralen Zone wurden von den Japanern Fouragierringen für die Armee in Korea vorgenommen. Einer Fourageko mpagnie wurden von russischen Truppen 10000 Kilogramm Fourage und eine Anzahl Vieh abgenommen. Die bewaffneten japa- nischeu Soldaten wurden fest genommen.________
350,000 Oefen verkauft in ber verhältnismäßig kurzen Zeit von 10 Jahren ist ein tatsächlicher Beweis für bie außerordentlichen Vorzüge eines Ofensystems, mehr wie irgenb welche Anpreisungen unb Morte.
Wie uns mitgeteilt wirb, ist mit ben bekannten Patent-Ger- manen-Oefen ber Firma Oscar Winter, Hannover, obiger Absatz erreicht worben. Es empfiehlt sich baher bei Bedarf eines Ofens über bas bewährte System bnrch Bezug ber Original-Verkaufsliste von einer besseren Ofenhanblung ober direkt vom Fabrikanten sich
Ein Gelehrtenstreit
besteht bekanntlich zwischen dem früheren Professor an ber Hochschule zu Freiburg in der Schweiz und jetzigen agrarischen Agitator Tr. Ruhl and in Berlin und dem Gießener Universitätsprofessor Dr. Biermer. Im Verlage von Roth in Gießen erschien vor Jahr und Tag eine Broschüre von Prof. Biermer, in der er nach einem Kammerantrage des Abg. Köhler-Langsdorf, eine neu zu errichtende agrarwissenschaftliche Professur an der Gießener Universität dem Dr. Ruhland zu verleihen, in nachdrücklichster Weise sachlich und wissenschaftlich Dr. R. bekämpfte. Teile dieser Broschüre hat dann bald darauf der Berliner R e - dakteur Tr. Mancke in seiner „Dank- und Handels-Ztg." zum Abdruck gebracht, und Professor Ruhland hat auf Grund dieser Tatsachen zuerst gegen Biermer und dann auch gegen Mancke Beleidigungsklagen eingerichtet, die noch in derSchwebe sind. In dem gegen Professor Biermer schwebenden Verfahren hatte nun Tr. Mancke dem Beklagten zur Charakteristik des Klägers brieflich mitgeteilt, daß Professor Ruhland von einwandsfreien Leuten als „notorischer Lump" bezeichnet worden sei. Diese Tatsache kam bei dem Prozeß Biermer zur Sprache und veranlaßte den Professor Dr. Ruhland, wegen dieses Ausdruckes gegen Dr. Mancke klagbar zu werden. Um diese Beleidigungsklage handelte es sich zunächst. Ter Angellagte hatte seinerseits Widerllage erhoben, und zwar auf Grund folgenden Tatbestandes: Ms Beilage der „Bank- und Handelsztg." erscheint ein „landtoirtschaftl. Anz." In diesem hatte er einen Angriffsartikel gegen Ruhland erscheinen lassen und daran in der nächsten Nummer der „Bank- und Handelsztg." Besprechungen geknüpft. Prof. Ruhland war der Ansicht, daß der Titel der Beilage, für die zeitweilig ein anderer Redakteur bestellt war, nur eine Art Zeitungsmaske darstelle, zu dem Zweck, gewissermaßen „verschleiert" Artikel in die Oeffentlichkeit zu bringen, zu denen man sich bekennt, aber Gelegenheit erhalten möchte, sie in der eigentlichen Zeitung zu besprechen. Prof. Ruhland ersuchte darauf das Börsen-Ehrcngericht, diesen Fall zu untersuchen. Er führte in seiner 9knzeige aus, daß dies ein Verfahren sei, das mit Treu und Glauben nicht vereinbar sei, sprach von gemeingefährlicher, grober Fälschung der öffentlichen Meinung usw. Tas Dörsen-Ehrengericht hat seinerzeit eine Untersuchung gegen Dr. Mancke auf Rnhlands Antrag nicht eingeleitet, die Mlehnimg vielmehr damit begründet, daß es hierzu nicht berufen sei. Was den Klagepnnkt betrifft, so berief sich Dr. Mancke auf den Oekonomierat Stein- mever in Danzig und Grafen Arnim-Güterberg, die bei einer Gelegenheit den Ausdruck „notorischer Sump" in Bezug auf Prof. Ruhland gebraucht haben sollten. Sowohl in erster Instanz, als auch in der zweiten ist nicht erwiesen worden, daß'dieser AuÄ)ruck von den genannten beiden Herren gebraucht worden ist. Das Gericht verurteilte daher den Angektaaten Dr. Mancke zu 180 Mark Geldstrafe. Aus die Widerllage billiate das Gericht dem Prof. Dr. Ruhland den Schutz des ß 193 zu und erkannte bei ihm auf Freisprechung. Dieses Urteil Würbe am letzten Frei- toa trnrn Kvn'-rn--r^c-rick>t w w-rlin mhoiffin bestätiat.
* Kleine Tageschronik. Reisende, die aus Saarbrücken in Forbach eintrafen, verbreiteten das Gerücht, daß Leutnant a. D Bilse, her bekannte Verfasser von „Aus einer kleinen Garnison", ermordet worden sei. Rach einer anderen Version habe er Selbstmord begangen. Indessen lebt Bilse ganz vergnügt int idyllischen Brunnen am Vierwaldstätter- Sce. — Gegen die Weichensteller Schmidt aus Spremberg und Wiedemann aus Schleife wurde die Voruntersuchung eingeleitet, da sie verdächtig sind, dasSprembergcr Unglück mitverschuldet zu haben. — In Sck-labitz (Vrov. PoseM brach in einem Hanse Feuer aus. Man fand nach der Löschung d-'s Brandes hie Leiche einer Frau, an der zweifellos ein Mord verübt worden war. Ta bie Leiche verkohlt war, wird angenommen, daß das Feuer angelegt wurde, um den Mord zu verdecken. Es verlautet, die Tote sei ein Dienstmädchen. — In Sarvar sKomitat Eisenbnrg) fand in einer Sndenfabrik eine Erpl 0 si 0 n statt, durch die das Geschästsgebäude in Brand gesetzt wurde. Ein Teil derselben stürzte ein und begrub zahlreiche Personen. Bis Mitternacht wurden ,echs Tote und eine aroße Anzahl Verwundeter aus den Trümmern hervorgezogen. Türk merhen N"ch rn-rniv-t
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 16. Okt. (Stiegt. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz/l. Amtliche Notienmgen ber heutigen Viebmarkt- vreife. Zum Verkenne standen: 448 Ochsen, 161 mis Oest. reich, 63 Bullen, 3 aus Oestreich, 834 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 256 Kälber, 437 Schafe und Hämmel, 1451 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Vfimd Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 79—84 Mk., 9. Olial 72—75 Mk., 3. Qual. 66—77 TU.; Bullen l.Qual. 67 bis 69 Mk.. 2. Qual. 64—66 Mk.: Kühe l.Qual. 71—73 Mk., 2. Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 52—54 Mk, 4. Qual. 50—51 Mk., 5. Qual. 0y—gyMk. Kä'lber: 1. Qual. 86—90Mg., Lebendgewicht 52—54 Pf., o Qual. 80—82 Pfg., Lebendgewicht 47—49 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 60—64Ma., Schtoe: l.Qual. 70-72, 9 Qual. 60—62 Pfa., 3. Qual. 00—00 Pfa.; Schweine 1. Qual 79—00 Big., Lebendaew. 61.50 Vfa., 2. Qu.77 - 78Pkg., Lebendaew. 60—61 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pfg., Lebendgewicht 60—00 Pfg. ^efchnft bei Hornvieh gut, Ueherstand unbedeutend, bei Kleinvieh Schafe und Schweine) guL kein Ileberstand, Kälber gedrückt.
fc. Frankfurt a. M., 16. Okt. tOrig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktoreife. Weizen Mk. 17.50—00.00, Kurhesfifcher Mk. 17.50—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.25, Kanfas Mk. 18.50—19.25, Roggen lbiefigerl Mark 15.75—00.00. Gerste lWetterauerl Mk. 17.25—17.75, Franken- fe(ber Mk 17 50—18,00, Hafer Mk. 14.75—15.75, Mai? Mk. 13.50—13.75 'Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.75, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk 95.25, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roggenmehl 0 Mk 23 50—94 25 1. Qualität Mk. 20.00—21.75, Weizenkleie Mk. 10.50 bis Alk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.50—12.00, Maiskeime Mk. 10.75 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Rieb Mk..17.50—18.00. Alles per


