Fleischpreise in Gießen
Te«de*N : fwt.
. 101.65 . 90.00 . 101.65 . 90.20 . 100.30 . 99.00 . 101.75
100.50 . 100.00 . 104.80 . 64.00 . 63.50 ’ 128*80
49.75
45.30
Ochsen
Kälber Schwebte
3% Mexikaner 4V8% Chinesen . iiUectrtc. 8oHiokert Nordd. Lloyd . • tt redftaktien . .
D skonto-Koinroandit Darmstädter Bank Dresdener Bank .
Her jner Randelsgea. Oesterr. Staatabahn Lombardei; . • Gotthard bahn . . Lanrahtttto . . . Hachum . . « . Marpener . . Sohatzscheino . .
Rheinisches Technikum Bingen
für Maschinenbau und Elektrotechnik.“''
Reiohsanleihe do.
Konsole * do. . .
Hessen • Oberhessen
Weißbrot 2 Kg. 52 Plg.
Scbnwrxbrot 2 Kg. 48 Wo.
lllUn^CU 4U uoawavu, --------—-- o ' - - - NR
Heft i: Das Problem der ländlichen Grnndentsohuldnng und die Organisation des Realkredits 8° deg. ausg. Prois 60 Rf».
Die Marktpreise sür Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpretsc am 28. Dezember 1904.
Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
50 Kg. Schlachtgewicht 74-77 Mk.
Kg. Schlachtgem. 81—83 Pi.
7, » „ 59—60 ,,
. 32.90 . 92.80 . 127 20 . 104.90 . 21450
194 90 . 144.00 . 160.00 . 187.30 . 140 50 . 17.40
194 50 . 259.00 . 285 00 . 213.70
Mverlitüts Nachrichten.
— In Wien ist der Zoologe Professor Friedrich Braun
AI "'neuer Präsident der Phpsikalisch-Technischrn Reichs- anstalt zu Charlotten bürg ist Geh. Regierungsrat Prof. E Warburg, Direktor des Physikalischen Instituts der Berliner Universität ausersehen, und der Gelehrte lvird, wie jefct tn unterrichteten Kreisen verlautet, das Amt zum 1. April n. Zv. übernehmen. „
— In Berlin ist der Direktor der UnternchtsanstM des Kunstgewerbemuseums und der Kunstschule, Professor Ernst Ewald nach längerem Leiden gestorben.
— Ausländer auf deutschen .Hochschulen, ^n der letzten Sitzung der Leipziger Stadtverordneten bemängelte Rechtsanwalt Schnaub, das; die Leipziger handelshochlchule von beinahe ebenso vielen Ausländern (267) wie Deutschen (298) besucht werde Von den Ausländern stammten nach seinen Ausführungen 134 aus Rußland und dürften zum größten Teile iü di scher Abkunft sein: im Auslande lasse man die Deutschen in kaufmännischen Fachschulen in der Regel überhaupt mcht zu : besonders sei dies in Rußland und Frankreich der Fall; die deutschen Handelshochschulen verfolgten den besonderen Zweck, unsere jungen Kaufleute gegenüber der ausländischen Konkurrenz tüchtig zu machen; dieser Zweck könne nicht erreicht werden, wenn man den Ausländern die deutschen Hochschulen ohne jede Schwierigkeit öffne Der Bürgermeister Dr. Dittrich wies demgegenüber darauf hin, daß eine Ausschließung Fremder zu Gegenmaßregeln des Auslands führen werde. t
Paris, 30. Dez. Tr. MeMikoff, Leiter des Pasteurschen Instituts, berichtet über seine Versuche mit dem Topenichen Krebsserum. Seine Resultate sind sehr befriedigend. Er erzielte bei verscksiedenm Patienten eine bedeutende Besserung.
Rom, 30 Dez. Seit einiger Zeit macht ein Amerikaner, Prof W a l d st e i n , Propaganda für die Griindung einer internationalen Gesellschaft für Ausgrabungen in hercula- n u m. Gestern hielt er darüber dem Präsidenten Roosevelt Vortrag. Tas italienische Unterrichtsministerium machte bekannt, aue Botschafter seien angewiesen, zu. erklären, daß die italienische Regierung dem Projekt nickt zustimmte. ___________
W/o 3<y» 3<W. 3% W/t
Familien Nachrichten.
Verlobte. Emma Schwalb (Schotten) und Arthur Lauer (Gederns. .
Geboren. Herrn Steuerkommissär Schwarz und Frau Mmni, geb. Stein in Schotten ein Töchterchen.
ließ aber in der zweiten Hälfte des Jahres nach und war am Ende schleppend. Finsterwalde verzeichnete erst im letzten.Quartal insofern eine Besserung, als Sommerware so flott abging, daß teilweise mit Ueberstunden gearbeitet werden mußte, während Die Abnahme van Winterware viel zu wünschen übrig lieg. Von nachteiligem Einfluß auf diesen Industriezweig war das Mißverhältnis zwischen den niedrigen Preisen des Fabrikats und den hohen Preisen der Rohmaterialien und Halbfabrikate Dieser Uebelstand trat namentlich im Wen Vierteljahr sehr hervor, als die Fabrikatspreise unverändert blieben, dagegen die Preise der Materialien, insbesondere wegen des großen Bedarfs an Decken, Uniformen Unterkleidern usw der kriegführenden Mächte Rußland imb Japan, unerwartet noch hoher ftitgeit- als bisher. Die H e t ft 11t it it g vv n D ame nft °f fc n war im Januar und Februar so flott beschäftigt, daß ne Ueber- 'tunden einlegen mußten. Ter Monat März brachte zugleich mit dem Ende der Saison eine Pause bis zum Eintreffen neuer Ordres am Schlüsse des Monats. Tie flotte Beschäftigung dauerte nun bis zum 4. Quartal, in welchem eine noch nie dagewesene Ruhe eintrat. Schuld daran war außer der Ueberproduktion und dem mangelnden Erport, der besonders an dem Ausbleiben der Aufträge aus England krankte, die Mode der Tmnen, statt der Mäntel Pelzkragen zu tragen.
Märkte.
Gießen, 3. Jan. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter vr. Pid. 0.85—0.95 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big. 2' Stck. 15—OO Pfq., Känfeeier 00—OO Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Kan in*. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.PaarO,8O—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1 00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stuck 180—2,20 Mk., Gänse vr. Pkd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pnmd 70-80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62-68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pnmd 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pnmd 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 0,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. « 00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aevt'el per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Zwetscken per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0 00 Mk. Weinkraut 0.00—0.00. Marktieit 8—2 Ubr.
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----------Im Ver|ag vun Emll Roth in Giessen ist soeben erschienen und darob allo Buehhaadlungon zu beziehen,Jrnnke nach ansENs .exen^mse.^« Sammlung nationalökonomischer Aufsätze und Vorträge m in zwangloser BoiheuMge herausgegoben von Prot. Dr. Magnus BlCrmei*
Telephonischer Kursbericht.
fr' ttnkinrt a. ’S.« 3. Januar.
41 5% Oesterr. Silberrento 4% Unsrnr. Goldrento, . < haben. Bente . . .
4' ,% Portugieser , . .
”0/ Portugiesen. . . .
1 % C. Türken . . .
türkenlose ....
4° q Griech Monopol.-Anl. 4'/,% äussere Argontiner
Kcrichtslaal.
C. Gießen, 3. Jan. Vor hiesiger Strafkammer hatte sich heute morgen der Arbeiter D. P. aus Fraukenback wegen Urkundenfälschung und Beilegung eines glichen icamrno zu verantworten. P. hatte sich im herbste 1904 sntt noch drei anderen Burschen zu einer Diebsgesellschaft, deren Anführer er war, vereinigt uitd in Gießen und Umgebung eine Anzahl Einbruchsdiebstähle ausgestihn. Bel der Festnahme sowolu als bei seiner Verurteilung führte er den Namen Friedrich Hofmann aus Biedenkopf, er führte auch eine Legitimation auf dielen Namen bei sich. Das Gericht verhängte über Hofmann eine Z u s a tz st r a f e von 3 M o n a t e n , sodaß er mit der erhaltenen Strafe wegen der Diebstähle eine Gesamtstrafe von 2 Jahren 11 Monaten Gefängnis und einen Monat haft zu verbüßen hat. __ Glec/tii ein Urteil Gr. Schöffengerichts hatte d-rr^chlosser F von hier Berufung eingelegt. Es wurde ihr Folge gc- ae'ben und F. statt der am Schöffengericht wegen Fahrrad- d i e b st a h l s erhaltenen 6 'Mochten zu 3 Monaten GefangniS vcru rt c i It -------———
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
-v 11 r, u <i i Tie Handelskammer KottbuS mackst über ka» Vntr 1904 folqcnbe Angabm: Die 6 c r fr c 11 u n g b o n Herren stoffen hat in SMtbuä während des ganzen JahreS befriedigt In Svrembmg ing fit anfmgs auch günftig,
Oriaittaldrahtmcldiittaett des Gießener -lnzeigerS. !
Dresden, 3. Jan. Die Münchner Blättermel- dunq, wonach der Dresdener Staatsanwalt gegen den Simp licissimu s Strafantrag gestellt haben soll wegen Beleidigung des sächsischen Königshauses auS Anlaß des bekannten Luiscnbildes, ist unZutreffend.
München, 3. Jan. Bei wolkenlosem Himmel herrscht hier seit gestern ganz bedeutende Kälte. Gestern früh zeigte das Thermometer 18 Grad unter Null.
London, 3. Jan. Ganz London ist. durch bie Meldung aus Port Arthur aufs freudigste bewegt.
Auszug aus ?t!t ArchkvMttn der Sfoibt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Matthäusgemeiude. T-eu 26. Dez.: Emst Bhckipp Adam Sieck, Schlosser zu Osießen, und Katharrne Ludwig, Tochter des Schuhmachermeisters Heinrich Ludwig zu Gießen Den , Dez.: Heinrich Otto Oertel, Reisender zu Gießen, und Karostne Simon, Tochter des Landwirts Johann Simon zu Nntersbaufen. — Markusgemeinde. Den 10. Dez.: Johannes Koch, Schuhmachermeister zii Gießen, und Katharine Becker, geb. Platt, ^en 23 Dez.: Justus Volz, Schreiner zu Osießen, rmd Anna Mane Elise Nceb, Tollster deS verstorbenen Flaschenbierhandlers Johs. Neeb zu Gießen. Johannes Einmerich, Taglöhner 311 ©teßen und Katharine Winhmier, Tochter deS verstorbenen, Postillon^ Ludwig Winhaner zu Gladrnbach. Ten 25. Tez.: Fredrich Hermann Oehm, Obertelegraphenassistcnt zu Frankfurt a M., und August Josephine Sllstnüst, Tochter des verstorbenen Gendarmen
Magdeburg, 2. Jan. Von Dresden bis Magdeburg ist auf der 'Elbe starkes Treibers. An einigen Stellen steht das
2 Jan. heftige Schnee stürme mit plötzlich cin- getreteuer scharfer Kälte haben allentbalbeir MhEeicke Berke b r s st ö r u n a en verursacht. Eisenbahnzuge erleiden große Versvätungen. Ein Güterzug mußte auf offener Strecke uber- nackten ein Personenzug auf einer kleineren Station. Mehrere Postkur'sc über Bergstraßen konnten nicht ausgt^hrt werden Von Davos werden 27 Grad C., aris dem oberen Engadin 29 Gr. C. ^^^Rom^2^Jan. Seit gestern herrscht in Rom eine Kälte, wie man 'sie seit Jahren nicht erlebt hat. Eine eisige Tramontana bläst durch die Straßen. In der Nacht ftel daS nwmeter in Rmn bis auf 5 Grad. —
zuwetzen. ,
Tokio, 3. Jan. Heller Jubel herrscht hier. Dn. Kapitulationsnachricht verbreitete sich mit Windeseile durch die Straßen und in undenkbar kurzer Zeit kündigten Böllerschüsse itnd Raketen in allen Stadtvierteln das Ereignis an. Beim Neujahrsempfang des Kaisers bildete General Nogis Telegramm das Hauptthema und erhöhte die Wärme der gegenseitigen Glückwünsche. — Aus Tschifu. wird gemeldet, daß sich 1 5 000 Kranke und Verwundete in Port Arthur befinden, während 5000 Gesunde undj Genesene die aktive Garnison bilden.
Buenos-Apres, 2. Jan. (hsvas.) Tas WttK fahr schloß in einer für die Finanzen befriedigenden Weue Ter Staat und der Handel Argentiniens erfreuen flch, da sie m. den Händen einer geachteten Regrerung liegen, der "Nieren mw äußeren Ruhe Tie A u f w ä r t § b e w e g u n g halt an und nunntt nock zu, was sicki im allgemeinen Wohlstände imd nstber Zunahme des öffentlichen und privaten Reichtums äußert. schätzt, daß die PwduLion aick dem GÄtrete vmr .t5erbait und Viehzucht im Jahre 19Oo eincn Sert m 3£ Millionen Pfund haben wird. Ter Gmw der rege und die Preise hielten sich'am der ^Ke Dle Eumahmmi der Regierung aus den Zöllen betrugen rm Jahre 1904 10MiL Pftmd. Tie Zunahme der gesamten EuMahmen bestef ftck rm Vergleich zum Vorjahre auf eint Halbe Mülum tros der Hebung deS Zuschlagszolls von 10 droz.. Zehn -3ttllt zu Konvertierungszwecken btrestliegen, bitben eine Sicherheit für das im Umlaufe befindliche Papiergeld. Der Wert der m d« gan$cn Republik tu AngriN S-nommetmt vssentüchrn Rrbettm wird auf 15 Millioncu geuWbt. Sm l^chre 1904 betrug tue Zahl ber Einwanderer 130 000. ________—
doch wird die Tapferkeit der Garnison' trort Port Arthurs allgemein anerkannt. Die „St. James Gazette^' bemerkt^ Könnte Stössel hente durch die Straßen Londons retten, würde wahrscheinlich sein Empfang begeisterter sein, als der, jvelcher Nogi zu teil ivürde. Die englische Regierung wurde offiziell von Jvpan von der UebergAe Port Arthurs
Hisenbalin-Ieitung.
Weibliche Eisenba hnbeamte. Ueber die Annahme and Beschäftigung weiblicher Arbeitskräfte bei den preußnchen Staatseisenbahnen hat der Minister der öffewlichen Arbeiten ;etzt in Ergänzung früherer Bestimnnmgeii angeordnet, daß vor der Einstellung einer weiblichen Arbeitskraft tn den Fahrkarten-Au^- aabe-, Telegraphen- und O^üterabfertigungsdienst grundsätzlich eme Vorprüfung abzunehmen ist. Hiervon fmtn ausnahmsweise nur abgesehen werden, wenn die Bewerberin gute Zeugnisse über den erfolgreichen Besuch der ersten Klafte emer höheren Töchterschule oder einer Handels- oder Fortbildungsschule beibringt, ^n erster Linie werden die ^gehörigen von Eisenbahn-Mamtev: und -Arbeitern bei der Vormerknng und Einstellung weiblicher Arbeitskräfte berücksichtigt, jedoch 'werden auch hier nur Uche Bewerberinnen zugelassen, welche die ei-forderliche gute Vorbildung m vollem Maße besitzen. Stellt sich nach der Umstellung emer weiblichen Arbeitskraft heraus, daß sie den zu stellenden otenft-- lichen Anforderungen nicht völlig zu genügen ^vermag, io tit ite alsbald wieder zu entlassen. Tier Minister fugt hlUM, daß nur durch sorgfältige Befolgung dieser Grundsätze gblmgen kann, ein gut verwendbares weibliches Personal bprai^wilden^EE«
DcrmilcbKf«
Kiel, 2. Jkn. Oberleutnant ^ur See Kürtz- halß auf dem Panzierkreuzer Prinz .Heinrich ist plötzlich verhaftet worden. Ein militärisches Vergehen liegt nicht vor. .
* Dresden, 3. Jan. Die Einleitung des Drszr- plinarvessfahrens gegen den hiesigen Museumsdirektor Meyer, dessen Tirektionsführung zu peinlichen Erörterungen Anlaß gab, ist beschlossen worden. Tie Verhandlung wird im Februar stattfinden.
* Freiburg a. Br., 2. Jan. Mit einem Kostenaufwand von 3 250 000 Mk. wird demnächst hier ein neues Stadtthenter errichtet werden. Tie von Baurat See- ling-Berlin »ausgearbeiteten Pläne wurden bereits vom Stadtrat genehmigt.
*Trouville, 2. Jirn. Tas Fischerboot Johanna Elisabeth wurde durch einen plötzlichen Windstoß gegen einen 300 Meter von der Molenspitze'entfernten Tamm geschleudert, wobei der Mast zerbrach. Tie aus drei Mann bestehende Besatzung klammerte sich an den Damm, wurde aber schließlich von den Wellen verschlungen. Trotzdem eine zahlreiche Zuschauermenge sich am Ufer befand, war es nicht möglich, den Verunglückten Hilfe zu bringen.
* Mailand, 2. Jan. Tie große BaumWollspinner ei Eh ieradia wurde durch Großfeuer am New jahrstage völligzerstöirt. Ter Schaden wird aus mehr als eine Million Francs geschätzt. 400 Arbeiter sind brotlos.
verständigt.
Varis, 3. Jan. Der „Eclair meldet aus Veter-sburg: Tie Nachricht von der Uebergabe von Port Arthur wurde frühzeitig aus London nach Betersbury hn Laufe des Nachmittags gemeldet. Eine amtlich- Bestätigung fehlt- noch bis abends, doch wird die Nachricht als glaubwürdig betrachtet. Die Meldung» war zuerst nur in amtliche und gewisse private KreÜ- gedrungen. Man besilrchtet, daß die Meldung, sobald sie in weiteren Volks- kreisen bekannt wird, einen tiefen Eindruck und Erregung Hervorrufen werde. In amtlichen Kreisen war man rncht sonderlich überrascht, da seit der Einnahme von Erlungpchan der Fall von Port Arthur als bevor stet) end betrachtet wurde.
Paris 3. Jan. In Besprechung der Meldung von,der Ueberqabe Port Arthurs spenden die meisten Blatter der Tapferkeit der Russen und der Japaner das höchste Lob. Sie sagen, die beiden Armeen seien einander würdig. Sie hatten gezeigt, daß sie die höchsten militärischen Tugenden: Ausdauer, Vaterlandsliebe, Pflichtgefühl und Ovferwilligkeit, in ganz ungewöhnlichem Maße besitzm. Der ,Siöcle" memt, der Fall von Port Arthur sollte das Ende des Krieges bedeuten Dte neutralen Mächte sollten auf den Zar kn und auf den Mckado einzuwirken suchen, damit diese ihren Volkern als Neuiahrsgabe den Frieden schenken. Auf beiden Seiten sei die Ehre gerettet. Die ,,Humanito", das Orgm des sozialistischen Deputierten Jaur^s, sagte, diese Niederlage treffe mcht das Esche Volk, I sondern nur den Zarismus. Der Fall von Port Arthur sei für die Sache der Eschen Freiheit werwoller als für dre Japaner selbst. Ter hier weilende russische Kapitän Kl adv erklärte emem Berichterstatter des „Ecko de Paris", die Uebergabe von Port Arthur ist ein in Hinsicht auf unsere nationale Eigenliebe bedauerliches Ereignis. Aber der Verlust bieier Festung ändert nichts
I an unserem Plan. Seitdem die Flotte von ^ort Arthur vernichtet ist, hatte diese Festung ihren Nutzen chr uns verloren. Admiral Roschdjestwenski wird jetzt wohl warten, bis er eme mächtigere Flotte besitzt, als Admiral Togo. Twn wir toerben Port Arthur niemals zurückerobern, wenn wir mcht die Uebermacht zur See haben. Weim nicht, dann wäre es beiser, den Frieden gleich zu unterzeichnen.
Petersburg, 3. Jan. Aus sonst zuverlässiger Quelle verlautet, daß der Minister des Innern, Fürst Swiatopolk Mirski noch vor der Abreise des Zaren sem Abschiedsgesuch eingereicht habe. In näheren Regierungs» kreisen schließt man aus der Tatsache, daß der Zar am- gleichen Tage ein Reichsrats-Mitglicd, und zwar den früheren Gehilfen Plehwes, zu besonderer Audienz befahl, daß er diesem den Ministerposten angeboten habe. Es ist nicht un- I wahrscheinlich, daß Witte seinen Kandidaten, den fürsten Alexander Obolenski durchbringt, oder daß Fürst Wassi- litschikoff das Amt erhält. Es verlautet, daß Mirskr Haupt- sächlich der Polenfrage wegen zurücktreten will. Er hat den Polen weitgehende Versprechungen gemacht, welche von Tschertkow auf Erfüllung bestanden, die dieser rundweg abschlug. Das habe Unannehmlichkeiten ergeben.
Petersburg, 3. Jan. Man glaubt, die Nachricht vom Fall Port Arthurs werd- die Zahl der Friedensanhänger vergrößern, andererseits aber auch den Wunsch deS Volkes fördern, welches verlange, daß das baltische Geschwader zurückberusen werde, weil es den japanischen Schiffen in keiner Weise gewachsen fei. In amtlichen Kreisen, wo man für die Fortsetzung des i Krieges ist, dürste die Nachricht die Wirkung haben, daß. es nunmehr für Rußland absolute Notwendigkeit sei, ungewöhnliche Anstrengungen zu machen, um die Niederlage aus-
Georg Sckimibt.
Getaufte.
Matthäusgemeinde. Den 18. Tez.: D^m Sckn^^ Roelof Meindert Winterwerp ein Sohn, Heinrich Philipp Rudolf, geb den 27 Okt. Den 25. Tez.: Dem Wawmneister Jnozenz Krack ein Sohn, Fritz, geb. ben 11. Okt. Dem Fuhrmann Johs. Hill eine Tochter, Margarete Alma Katharme geb ben 7 Nov. Dem Friseur Fnedrich Büttner eine Tochter Clisa^th. geb. den 14 Nov Dem Steinmetz Emst Block cm Sohn, Richard Heinrich Amo, geb den 10. Nov. Dem Reisenden Heinrich Hartnicmn cm Sohn, Friedrich Gustav, geb. den 11. Juni. Dem provisoriicken Hallenmeister Karl Malkomcsius eine Tochter, vol-anna Lma Auguste, geb. dm 4. Okt. Tem 26 Tez. :, Dem MaichE W. Reinhard Nau eine Tochter, Auguste Lupe, geb. den 2 ^uh. Dem Dr. Phil. Fritz Sommerlad, Oberlehrer der höheren Mädchensckmle ein Sohn, Hermann Erich M geb. dm 23. Aug. -Markusgemeinde. Den 20. Dez.: Dem Muller Heinrich Hammel ein Sohn, Albert &eora, geb. dm 26. Oft. Ten 2d. Tez.: Dem Taglöhner Friedrich Ernst Schiffner eine Tochter, Karolme, geb. dm 6. Sept. Tem Sattler Loms Belloff ent nohm Ludwig Wilhelm, geb. den 27. Nov. Dem Kaufmami August Wallemels Zwillinge, zwei Töchter, Elisabeth Theodore mid Marte Koroline, geb den 25. Okt. Dm 26. Tez.: Eine uneheliche Tochter, Wilhelmine Katharine Margarete, geb dm 10 Nov. Dem Fulirmann Johann Georg Eimer eine Tochter, Katharine Mane Karola, geb. den 12. Tez. Tem Taglöhner Jean Schmidt eine -Tochter, Beruhardine Antonie, geb. den 2. Nov.
Beerdigte.
Matthäusgemeinde. Dm 17. Tez.: Ludwig Kreuter, Maschinmmeister, 47 Jghre alt starb den 14. Dez. Den 18. Dez.: Philipp Belloff, Taglöhner, verheiratet, 61 Jahre alt, starb 5m 15 Tez. Ten 19. Dez.: Juliane Becker geb. Cawari, Witwe des zu Lauterbach verstorbenen Mauremieisters Peter Becker, 67 Jahre alt, starb den 17. Dez. _ ,
8l/3%
4% Oesterr. Gold rot) to .
Getreidepreife in Mannheim
Weizen 100 Kg. 18,85 Msi
Roggen 100 „ 14,70 „
7, Kg. 70-80 Pfg.
7, , 70-74 , V, „ 60- 72 „
Brotpreise in Gießen
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Boransfichtliche Witterung in Hessen für Dtenstag, ben 4. Januar 1905: Trub, erbebt ich milder, starkwindlg bis stürmüch, Niederfchtäg: Schnee in Regen übergehend. Tamvetter in Aussicht. Näheres durch die Gießener Weiterkarte.
11 cneite Meldungen.


