Als ich vor Jahren Japan durchreiste,
Ferner sagte er:
Seitdem hat
titoet der kler
wQs seit dem
verstehen würden. Ter Botschafter zu tun, um diese Anregung des Ein bestimmter Plan schwebt dem
Großkreuz der Ehrenlegion verleihen zu können.
Konstantinopel, 1. Jan. Am Donnerstag überste t eine aus 2 0 Mann besteh/ende Bande in Nah, 24 Kilometer östlich von Kumanowo, den dort wegen der Erhebung des Zehnten weilenden Assad Effendi. Sohn des Bürgermeisters von Kumanowv, und tötete ihn samt dessen mohamedanischen Begleitern. Beim Herannahen einer Truppen ab Leitung flüchtete die Bande, wobei sie Vier- Tote, welche die Uniform der neu errichteten Jägerbataillone trugen, sowie mehrere Bomben und einige Menaiigewehre zurückließ. Es bestätigt sich, daß der Divisionsgeneral Jerid-Pascha vom Vilajet Saloniki, der Divisionsgeneral Seisula-Pascha vom Vilajet Uesküb und der Divisionsgeneral Hadi-Pascha vom Bilajat Monasti mit der Aktion gegen das Bandenunwesen betraut wurden. Sei-
Vaterland" treu fcu bleiben und seien der Republik und der Person des Präsidenten treu ergeben. Der Präsident erwiderte, er wisse wohl, daß Brugöre nicht zu denen gehöre, die ihre republikanischen Gesinnungen verhehlten, und er kenne seine tiefe Hingebung an die Armee. Die Regierung habe Vertrauen zu den Generalen und der Armee; auf ihrer moralischen Kraft und auf ihrer
sich manches geändert und heute kann man aus Japan zeigen, um zu erkennen, was Vaterlandsliebe und Disziplin vermögen. Japan besitzt heute eine wunderbar organisierte Armee und Marine, ebenfalls alles in den letzten 25 Jahren geschaffen. Wenn Belgien auch nur ein kleines Land ist, so giebt es für eine Ausbohnung desselben keine Grenzen, denn alle Länder, die vom Meere bespült werden, sind unbegrenzt.
deutschen Universitäten Vorlesungen
Ausland.
Haag, 2. Jan. Wie das Blatt „Vaterland" erfährt, fand am ^Samstag eine außerordenUiche Sitzung des Ministerrats statt, an der die Maßnahmen betressend die Neutralität der Niederlande in Hollän- disch-Jndien hinsichtlich der Fahrt der russischen Schiffe beraten wurden.
Brüssel, 2. Jan. Der König hielt gestern an die Delegierten deS Senats und der Kammer anläßlich de§ Neu- iahrSbefucheS derselben eine Ansprache, worin er besonders auf die wirtschaftliche Ausdehnung hinwies, welcher Belgien entgegengehe. Er wies hierbei besonders aus die große "Ausdehnung der HandelSsiotte bei dem deutschen Nachbarn hin und erklärte dieses Beispiel besonders nach- ahlnenswert. Deutschland besitze heute die Haupthandelsflotte der Welt und ist diese Flotte in 25 Jahren geschaffen worden.
an den
war dieses Land nur eine Sehenswürdigkeit.
Wien, 2. Januar. Die österreichischen und ungarischen Vertragsunterhändler, im Ganzen zwölf Herrn, sind heute abend nach Berlin abgereist.
Schanghai, 2. Jan. Der Taotei lehnte den Vorschlag ab, daß d"r Prozeß gegen die wegen der Ermordung eines Eh in essen angeklagten Matrosen des „L'.skold" vor einem gemischten russisch-chinesischen Gerichtshof statt- frnde und beharrt auf der Forderung, daß die Mörder aus- goliefert werden. ______________
Unwetter.
btr wVf'V 2-.Jan. U^en starken Treibeises würbe auf Unb tonar die Schiffahrt eingestellt. Tus -nirmomctcr zeigt neun Grad unter Null.
(Ah5 und LlU'd.
Gießen, den 3. Januar 1905.
** Se. Kgl. H. der Großherzog ist gestern auf der Durchreise von Sich nach Darmstadt per Sonderzug mit Begleitung um 3,18 Uhr hier eingetroffen und um 3,19 Uhr weiterqefahren.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Hollakaien Leinberger und Sang da? Dienstehren- zeichen für 25 Hofdienstjahre verliehen und den Oberlehrern Balser an der Oberrealschute zu Darmstadt und Enders an der Oberrealschule zu Offenbach den Charakter als Professor erteilt.
** ^-as Groß! Regierungsblatt Nr 3 7 ent-
Völker sich besser! f0(qC erzielen möge, dann wünschte der König noch, daß versprach seinerseits I Belgiens konstitutionelle Freiheit unberührt gelassen werde.
Kaisers auszuführen. Paris, 1. Jan. Bei dem heute nachmüiag im Elysee Monarchen, wie er stattgehabten Empfange stellte General B r u g ö r cf, daß sich Mittel und Vizepräsident des obersten Krügsrates, in seiner Eigenschaft
Auch die Schiedsgerichtsfrage berührte der König, Inhalten, wahrend umgekehrt deutsche Professoren die ameri» I er erflärte, er stelle mit (Genugtuung fest, welche Aende- kanischen Universitäten besuchen und dort deutsches Wiffen! Gingen eingetreten sind in den Schlichtungen politischer Kon- verbreiten sollten. Tie Ausführung dieses Planes würde I stikte, er wünsche nur, daß die Bewegung auch praktische Er- sicherlich dazu beitragen, daß die beiden c'2t- - ■
Volilische Tagesschau.
Ter neue Zolltarif.
Es verlautet noch immer nichts Bestimmtes darüber, wann die neuen Handelsverträge und Zollsätze in Kraft treten. D'.e verschiedensten Gerüchte sind allerdings in Umlauf gewesen und sind es noch, und die deutschen Getreidemärkte sind infolge deffen beunruhigt. In offiziösen Blättern wurde mitgeteilt, daß der neue Zolltarif erst nach dem 1. Januar 1906 in Kraft tritt. Trotzdem wird geglaubt, daß die Regierung, nachdem das Parlament die Handelsverträge genehmigt hat, die neuen Zollverträge eventuell auch früher in Kraft treten taffen konnte, was jedenfalls nicht zur Beruhigung beiträgt. ________________________
deutsches Reich.
Berlin, 2. Jan. Beim gestrigen Neujahrsempfang des diplomatischen Korps zog der Kaiser den amerikanischen Botschafter Chalemanger Tower in ein längeres Gespräch, in dessen Verlauf er einen bedoutungs- vollen Vorschlag zur Befestigung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern machte. Er sprach nämlich nach dem Lokal-Anzeiger den Wunsch aus, amerikanische Gelehrte möchten nach Deutschland kommen und
halt: 1. Gebührenordnung für die Großh. Notare. 2. Gesetz, die Gerichtskosten betreffend. -7 3- .
Einführung bestehender Gesetze in neue GebwtsteUe ver - .
4. Bekanntmachung, die Einführung 'bestehender _ j durch den Staatsvertrag bezüglich der Auslosung de. K minats über die Gemeinde Kürnbach von dem Grotzverz g tum Baden :a| 6 getreten en Gebietsteile betr. — Verwahrung von Verfügungen von Todes wegen bennb.no. - 6. Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuwverschr rb- iingcn auf den Inhaber seitens der Stadt.Sbnbingat • — '7. Bekanntmachung, die Bildung einer eigenen Gemarr ung Buchschtag betreffend. — 8. Bekanntmachung zur uuv fülirung des Gesetzes, die 6>ericktts kosten betreffend.
** Die Eisbahn des Eisvereins ist heute eröffne: worden. Für nächsten Sonntag ist, wie uns mitgeteilt wird, Konzert vorgesehen. e . ...
*♦ Selbstm 0 r d. Heute morgen erschoß s ich m ferner Wohnung hier Prof. Dr. Pflug. Er war seit langer Zeit schwer leidend und dies wird als Motiv der Tat angesehen.
** Auf dem Gebiete deS kaufmännischen Fort- bi ldun gsschulwesens hat bisher vielfach eine sehr weitgehende Freiheit geherrscht. Es sind von Leuten solche An- ftalten gegründet word-m, denen nicht selten alle Vorbedingungen für ihr neues Amt fehlten. Neben verunglückten Kaufleuten finden wir Personen aus den verschiedensten berufen, die dem jungen Nachwuchfe der Kailsmannschaft ,aur die Beine helfen" wollten. Die Prinzipale bekümmerten sich wenig oder gar nicht um die Leistungen dieser Anstalten und waren zufrieden, wenn der Besuch derselben ihre Lehrlinge nicht allzu lange aus dem Geschäft entführte. Das Publikum verstand aber von der Sache gar nichts und dachte, „es müsse so sein". Man kam in diesen Schulen selten über eine mechanische Einpaukerei heraus und betrieb den Unterricht häufig in wenig genügender Weise. Von den schweren Fällen grober Pflichtvernachläjsigung schweigen wir an dieser Stelle. Das Interesse, welches heutigen Tages die Handelskammern und kaufmännischen Korporationen an dem Fortbildungsunterricht der jungen Leute nehmen, hat die Aufmerksamkeit der beteiligten Kreise auf diese privaten Schulen gelenkt. Wie e5 zum Teil um dieselben beschaffen ist, hat eine Erfahrung gezeigt, die man in Erfurt gemacht hat. Dort beauftragte die Königl. Regierung den Stadtschulrat Dr. Gutsche und den Fortbildungsschuldirektor Haese mit der Revision der in der Stadt bestehenden PrivathandelSschiilen. Trotzdem sich die Forderungen der beiden Inspektoren in den bescheidensten Grenzen bewegten, ergab die Revision doch das Bild eines kaum zu erwartenden Tiefstandes, so daß der Regierungspräsident sämtlichen Anstalten die auf Widerruf erteilte Erlaubnis znm Unterrichtsbetriebe entzog. Wir glauben, nicht fehl zu gehen, wenn wir annehinen, daß Erfurt keine Ausnahmestellung einnimmt, fonbern daß die in manchen anderen Orten bestehenden Verhältnisse ebenfalls ein entschiedenes Eingreifen erheischen.
** Wie uns mitgeteilt wird, beabsichtigt Herr Missionar Martin Maier, der seit Jahren im Dienste unserer Basler Mission in China steht und gegenwärtig beurlaubt in der .Heimat weilt, auf Einladung eines Komitees am 25. Januar in der großen Aula der Universität einen Vortrag über „Tie gelbe Gefahr" zu halten. Es darf wohl angenommen werden, daß ein Vortrag über dieses eben im Vordergründe des Interesses stehende Thema in weiten Kreisen willkommen sein wird, und es wäre nur dringend zu wünschen, daß der Besuch des Vortrags nicht durch andere Veranstaltungei: beeinträchtigt werden möchte.
** Bauernregeln für Januar. Januar warm, daß Gott erbarm. — Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. — An Fabian und Sebastian, da soll der Saft in die Baume gähn. — St. Pauli schon mit Sonnenschein bringt viel Getreid und vielen Wein. — Nebel im Januar deutet auf ein nasses Jahr. — Wenn der Tag fängt au zu langen, kommt die Kälte angegangen. — Viel Morgenrot im Januar, viel Ungewitter das ganze Jahr. — Ist der Januar feucht und blau, wird das Frühjahr trocken und rauh. »— Wenn der Frost nicht im Januar kommen will, so kommt er sicher im März und Llpril. — Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr. — Januar muß vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken. — Wenn Pauli Bekehr viel Nebel fällt, der Tod gern reiche Ernte hält. — Vincenz Sonnenschein verheißt viel Korn und Wein.
t. Großen-Buseck, 2. Jan. An: Sonntag abend gegen 7 Uhr ging einem 18-jährigen Manne von hier der noch von: Neujahrsschießen her geladene Revolver los und verletzte den Unvorsichtigen schwer am Kopf, so daß er noch abends um 10 Uhr in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.
Bad-Nauheim, 2. Jan. Wie der „Bad-Nauheimee Anz." bestimmt erfährt, wird König Eduard von England im nächsten Sommer auf Einreiten seiner Leibärzte eine Badekur hier gebrauchen.
R. 8. Darmstadt, 2. Ian. Der Grohhcrzog ist heute nachmittag, kurz vor 5 Uhr mittelst SonderzligS aus schloß Lich wieder hierher zurückgckehrt. Am Abend um 7 Uhr begann im Residenzschloß das offizielle NcujahrS- esscn, an welchem der Groß Herzog, die Minister, das diplomatische Korps u. a. teilnahmen. Von Gießen waren der Rektor der LandeSuniversität, Geheimrat Prof. VossiuS und Provlnzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert zugegen. Ansprachen wurden nicht gehalten, doch unterhielt sich der -andesfurst mit den Gästen in leutseligster Weise und nahm deren Glinkwunsche entgegen.
2- ^n. In der vergangenen ocl)c tou^be h:er c:ne altere fremde Frau f e jt g e n o n: - batte' ÖUr$ if,r Benehmen verdächtig g-machb
h» 8'rau entpujpptle fiel) als Mauu. In mnn cine lcmggcsnchtc Persönlichkeit erroqajt zu haben.
-J: Rödel Heini. 2. Jan. Heute morgen gegen 6 Uhr XL"’ Banblock des Frankfurter Spar, und Bau-
S Eisenbahnbediensteten Feuer aus, das den
" Stock und den Dachstuhl vollständig zerstörte und so eHe a nnff' das; eine Familie nur das nackte Leben retten konnte. Die freiwillige Feuerwehr verniochte aber nach etwa zweistündiger Tätigkeit den Brand auf seinen Herd zu schranken. Dtan vermutet Brandstiftung.
sagte, noch nicht vor, er hofft aber, daß sich Mittel und Vizepräsident des obersten Krügsrates, in seiner Eigenschaft Wege finden lassen, um ihn zu verwirklichen. Ter Kaiser als ältester ^neral, dem Präsildenten Lvubet die sprach dann seine hohe Befriedigung über den glänzenden Mitglieder dieses Ral^s vor und hiett hierbei eine An- und liebenswürdigen Empfang aus, den General von Löwen- 'prache, 'N welcher er betonte die Omzrere der Armee f-ch und Major Graf Schmettow bei der Enthüllung des st-°"°n den festen Wellen, dem alten Wahlspruche ,,Ehre und Denkmals Friedrichs des Großen in Washington zu Teil ge- x worben sei. i
— Das Kaiserpaar wird nach den neuesten Dis- i Positionen voraussichtlich den Winter über nicht wieder nach dem neuen Palais zurückkehren sondern im Berliner Schlöffe bleiben, wohin auch die Prinzessin Viktoria Louise folgen wird.
— Das Staatsministerium hielt heute eine Sitzung unter dem Vorsitze des Grafen Bülow ab. — Der „Staatsanzeiger" meldet: Dem Oberpräfidenten der Provinz Brandenburg v. Bethmann-Holllveg wurde der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat verliehen.
— Gestern abend war im Opernhause auf allerhöchsten Befehl Theater pars. Gegeben wurde 9(uber’§ Märchenoper „Das eherne Pferd". Der Vorstellung wohnten in der großen Seitenloge bei das Kaiserpaar. Prinz Arnulf von Bayern, Prinz Joachim unb Prinzessin Viktoria Luise; in ber Nebenloge ber Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelu: und Oskar, Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg und Prinz Albert von Schleswig- Holstein.
— Der Wortführer des Magistrats in Aalesund hatte! an den deutschen Kaiser ein Telegramm gesandt, in beni 1 er herzlichen Dank für die im alten Jahre erwiesene Wohl- tätigfeit (beim großen Brande) aussprach unb ben wärmsten Wünschen für den Kaiser unb die kaiserliche Familie in beni neuen Jahre Ausbruck gibt. Hierauf ist ein Telegramm bes Kaisers eingegangen, in dem es heißt: „Möge das neue Jahr alle Wunden heilen, die das alte Jahr Ihrer Stadt geschlagen hat.
— Der Betrieb auf ber Strecke Fischhausen-Palm- niefen ist am 1. Januar 1905 mit dem Zuge 152 in vollem Umfange roieber aufgenommen worden.
Düsselborf, 30. Dez. TaS Sparsamkeitssystem bes Fiskus wirb burch folgenbe Vorkommnisse aus jüngster Zeit eigentümlich beleuchtet. Das Amtsgericht in Bochu m hatte! an bie sämtfichen bortigen Zeitungen das Ersuchen um „kostenfreie Aufnahme" einer Lokalnotiz gerichtet, in ber biefe hohe Obrigkeit mehrere — Scheuerfrauen sucht. In Düsselborf hat bie Postbebörbe in gleicher Weise ihren Bebarf an Hllfskräften für ben Weihnachtsverkehr gesucht.
Dresden, 2. Jan. Um die Arbeiter an der Au - gustus-Brücke nicht zu gefährden, sind die gelockerten Teile der Gangbahn heute nachmittag in den Strom gezogen, wodurch einem Weiterreißen bei dem nicht zu verhindernden Absturz vorgebeugt werden soll.
München, 2. Jan. Ein bewegter politischer Monat wird der Januar für das Königreich Bayern werden. Am 8. tagt in Nürnberg der Lcmdesausschuß ber nationa l- libcralen Partei in Bauern rechts des Rheins, 2 Tage
Stärke beruhe die Sicherheit F-rankreichs. Der Präsident gab schließlich seiner Genugtuung darüber Ausdruck, den berben Doyens der Armee, Brugöre und Metsinger, das
fula-Pascha ist tzur Untersuchung des Vorfalles in Rah nach Kumanowo labgegangen.
Rom, 1. Jan. Arn heutigen Neujahrsempfang bei den Majestjäten im Quirinal nähme:: unter den Vertretern ber Gemeindeverwaltung auch ztz kalen Partei angehörige Mitglicoer teil, Jahre 1870 .zum ersten Male gefdjefyen ist.
tktttrieit erwiderten das Feuer erfolgreich. Ms unserer Seite wurden zwei Mann getötet und elf verwundet.
De^s Vertreter der „Birfhewija Wiedonwsti" meldet mis M u k- ben vom 1. Januar: Seit heute früh wurde im Zentrum der russischen Stellung ein starkes Gesckmtzfcuer iwrnommen, das an Starke immer mehr zunahm und von Gewchrfeuer unterstimt wurde. Der Versuch des Feindes, das russische Zentrum zu d u r ct)- brechen, wurde z u r ü ck g e s ch 1 a g e n.
Das in Tamatare ekugetroffene Geschwader des Admirals Roschdjestwenskys
besteht aus den Panzerschiffen ,,F ü r st S u w a r o f f' als Flaggschiff. „Alexander III.", „Borodino", „Orel" und „Os- 1 i a b i a", sowie den Kreuzern .,W a ch n o f f", „A u ro ra , „ a. ts mitri Donskoi", „Ka m sch a tk a" und „Anadyr , dem Hospitalschisf „Orel" und dem Teveschenboot "L:bau Es legte in Tamatare an und ging am selben Abend, dem t. Ian., wirLer ab. Das Geschwader ist in einem ausgezeichneten Zustande trotz des heftigen Unwetters, das es nach der llnt|cgehmg bev KapS zu bestehen hatte.
In Berlin hat, wie unser Mitarbeiter von dort meldet- 6er Fall Port Arthurs, obwohl längst als unvermeidliches Ereignis erwartet, dennoch mit der Wucht der Uehcrraimung gewirkt. Man batte bis in die letzten Tage bmem den riissychen Berichten trrtraut, die Festung werde noch bis zum Frub'abr sich halten. Allgemein ist die Anerkennung, die. der bewunderungswürdigen Ausdauer der Belagerten gezollt wird. Auf der andern Seite'haben, was kaum ermähnt wird, auch die Japaner Wuuder ber Tapferkeit k:nd des Todeemutes vollbracht. ^:e ^.erliner Börse faßte die Kapitulation als "Vorläufer des rrr lebens" auf. Eine seltsame Ansicht, da Rußland die neue große Kriegsanleihe vorbereitet. ___
früher fthon halten die Jungliheralen ebenfalls in Nurn- bxra ihren Vertretertap ab. Das Zentrum wird am 9. unb 10 die politische Welt erschüttern, unb ben 28. unb 29. haben sich bie sübbayerischen S o,ialbcm okraten ans- gesucht, um, ebenso wie bie Klerikalen, in München Parabe abzubaltcn.
Hamburg, 2. Jan. Letzte Woche wurde em praktischer Fernsprechversuch zwischen Hamburg und Basel angestellt, zu welchem Zweck sich ein höherer Tcle- graphenbeamter in Hamburg mit der Redaktion der .Baseler Zeitung" verbinden'ließ. Obwohl die Entfernung zwischen beiden Städten mehr als 900 Kilometer betrugt unb obwohl ber Hamburger Herr nicht von einer Zentralstelle, sondern von" einer beliebig gewählten Fernsprechftelle in der Stadt aus sprach, verstand man sich vollkommen, ja sogar besser als bei Verbindungen schweizerischer Stabte untereinander. Nur bie Verschrobenheit ber norbbeutschen unb ber schweizerischen Aussprache bereitete einige Schwierigkeiten. Diese Telepbonstrecke bürste wohl bie längste sein, bie bisher erprobt würbe.
Aus Südwestafr ka
Berlin, 2. Jan. (Amtlich.) Gefreiter Karl Würfel, geboren am 25. Februar 1882 zu Burgscheibungen, früher Hufarenregimcnt Nr. 12, am 29. Dezember im Lazaret zu Ctfofonbu am TvpbuS gestorben.


