Diebe und Schwindler vor der Gießener Strafkammer.
Jahren /ich gut geführt Furcht vor Strafe erschossen.— Ter Direktor der Volks- GefanMis durchwmmen. bank DiLtmar ist in der vergangenen Nacht gestorben.
A1IT VI YITTrt ft nPT ...» w . . . C C . ..
Frankfurt a. jW., 1.
. 99.50
<£i.SSS‘'HfoTKerzen Tat M riiim W°!H°rL T.r Direktor d°z Mrt« IMarizy tritt nach «Wiget
nachm. 5 Uhr im Hotel Trapp
des Herrn Prof. Dr. Drews,
und die Dämonen.
Zn dem Vortrag sind Gäste, auch Damen, willkommen, v7.
B7,
1 TS /<-
Preis-Abschlag
Pfg.
209.50
242.75
145.62
251.25
222.20
Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Gus; . Harpener Bergbau
4% Oesterr. Goldrento . . 4‘/g % Oesterr. Silberrento . 4% Ungar. Goldrpnto . , 4^/e Italien. Rente . . , 4% Portugieser I . . . 3°/p Portugiesen. IH . , 1% Unif. Türken . . . Türkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl.
Freitag, den 4. August, zu Friedberg abgehalten.
Um ß1/. Uhr: Vortrag
Gießen, über:
Das Abendmahl
Reicheanleibe do.
Konsole . do. . .
Hessen Oberhessen
Dienstzeit in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Tirektor des Postamts III Bern ins. — ©er Musketier Bülow hat sich nach Ucberschreitung seines Urlaubs ans
besitzen zu Bad-Nauheim als Kutscher tätig. Er entwendete seinem Dienstherrn eine Anzahl Wäschestücke, die er zu Friedberg an einen Trödler al^usetzen versuchte, wobei er von der Polizei
Wx-. verreist
Vertreter: ör, Geyer, Seltersweg 64.
Sprechstunden: Vormittags von 87. bis 10 Ubr.
4MS Nachmittags von 27, bis 4 Uhr.
In Feldburg sind der Dteinhauer Rücker und der Lehrling Wenzel infolge Ausströmcns von Benzingcrsen
portofrei an uns gelangen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, am 31. Juli 1905.
Großherzogliches Hochbauamt.
Becker.
. 101.75 . 101.40 . 97.60 . .106.20 . 67.45 . 66.95 . 89.20 . 135.00 . 55.50
3V8% 37p 37,°/°
37«%
3°/0 Mexikaner 4%% Chinesen . Electric. Pchuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank , Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum . . . Harpener . . .
47,% äussere Argentiner . —.— [Staatschatzscheine Tendenz: schwächer.
. 101.35
. 90.25
. 101.35 . 90.25 . 100.70
HWe Vereinigung für Volkskunde.
Die ordentliche Mitglieder -Versammlung wird
. 97.65 . 139 80 . 132.00 . 209.70 . 193.10 . 145.50 . 159.90 . 171 20 . 144.40
. 18.20
Hriginatpralilmesdungen.
nnk. Mainz, 2. Aug. (Drahtbericht des Gieß. Anz.
Berliner Börse vom 1. August 1905.
(Mitaeteilr von der Bank für Sandel und Industrie, Gießen.)
Privat-Tiskont 27« Prozent. ___
Anfangs- u. Schlußkurse.
. 261.50 . 251.80
. 221 20
. 100.70
Kunst und Wissenschaft.
— Vom 8. Deutschen Stenographen tag Gabels« berger zu Braunschweig wird uns heute gemeldet: Zum Vorständen wurde einstimmig gewählt: Oberlehrer Pfaffe D a r m st a d t, zu Stellvertretern des Bundesvorsitzenden: Real- schnldirektor Dr. P i tz - A l s f c l d , Gvmnasialdircktor T"-. Fran 7 Prag Pros. Tr. Mcdem-Danzig, Direllor Tr. Gastcr-Antwerven. Ter' nächste Stenographcntag wird 1910 in Stuttgart statt- Tinb'-n, ir ________ ________
Arbeiterbewegung.
Homburg v. d. Höhe, 1. Aug. An den kaiserlichen Bauten zur Wiederherstellung der Saalburg bei Homburg vor der Höhe haben die M aurer wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. ,
Gera, 1. Aug. Die ansgesperrtcn Arbeiter der Färbereien suchten beim Stadtrat nach, daß ihnen die Erlaubnis zu einer öffentlichen Versammlung erteilt wird. Ter Stadtrat konnte über das Gesuch noch nicht schlüssig werden. — Der Sächsisch-Thüringische Webe rciverband hat wegen der eventuellen Kündigung aller Weber eine ®enera^üer^amm- fniia für auber-umt
Oktsgewcrbeverem.
Haupiverfamuilung
Donnerstag, 3. August, abends 9 Uhr, Restaurant Feidel. Tagesordnung:
1. Rechenschaftsbericht. 2. Rechnungsablage und Entlastung. 3. Vorstandswahl. 4. Wahl der Beisitzer für Gesellenprüfungen. 5. Berichterstattungen über Sterbekaffs und Genoffenschaftskaffe. 6. Verschiedenes.
Zu recht zahlreicher Beteiligung wird ergebenst eingeladen. vVs Der Borstand.
Verkauf ckes Bauchhes au der Licherßratze.
Die Stadt Gießen läßt Montag, den 14. August 1905, nachmittags 3 Nhr ans dem Grotzherzoglichen Ortsgericht den zwischen den Hofraiten Licherstraße 21 und Wolfflraßc 20 gelegenen Bauplatz Flur III, Nr. 281 1/10=585 qm, zwischen bem Wäldchen und dem Schießhaus, öffentlich meistbietend versteigern.
Gießen, den 1. August 1905. B U
Großherzvglu^ "^nnisterci Gießen.
Mecum.
Familien-Uachrichten.
G e st o r ben: Herr Louis Sommer in Friedberg.
Pfd. 23
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Bekanntmachung.
Betr.: Hundesperre.
Da Gefahr vorhanden ist, daß die z. Z. herrschende Hundetollwutseuche eine größere Ausdehnung annimmt, ergeht hiermit die dringende Aufforderung, beim Verkehr mit Hunden und Katzen, da wahrscheinlich auch eine Verschleppung der Tollwut durch letztere siattgehabt hat, größte Vorsicht walten zu lassen.
Alle verdächtigen Erkrankungen sind uns alsbald mftzu- teilen, damit veterinärpolizciliche Beobachtung des betr. Tieres eintritt.
Ebenso ersuchen wir um Benachrichtigung, sobald herum- ^reifende Hunde wahrgenommen werden.
Gießen, den 1. August 1905. _ _
Großh. Polizeiamt Gießen.
Herberg.
Rheinisches Kaufhaus
Bahnhotstr. 26. Giessen Bahnhofstr. 26.
Zwanzig Pfennige
qesvart und für 10 Mark Wäsche ruiniert, das ist das Resultat des Einkaufs eines billigen Waschpulvers, welches oft Soda, wenn nicht noch schärfere Stoffe wie Chlor u. s. w. enthält. Die Sparsamkeit liegt im Erhalten der Wäsche und dies kann mir durch Anwendung eines wirklich guten Seifenpulvers geschehen, wie Gioth's gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin, für deren Güte der Fabrikant I. Gioth, Hanau, garantiert. Preis per Paket Id Pfg.
Hauptniederlagen bei Gebr. Adami, Mäusburg; Gg. Adami Wwe., Frankiurterstr.; Hch..Arnold II., Marktstr.; Phil. Dans, Dammstr., A. «elfte, Selters- weg 2; Gebr. Haustein, Nordanlage; Will). Hofmann, Steinstr. 23. hv /-
gehindert wurde. Da er in den letzten 6 hat, ließ ihn das Gericht mit 9 iWtonfltcn < — Dem KohlcnhäMer Eduard K. dahier ging auf Antrag der hiesigen Oberförsterei wegen unberechtigten Fischens ein Strafbefehl zu, gegen den er Widerspruch erhob. Das Schöffengericht kam zur Freisprechung, da es ihm an direkten Beweisen fehlte. Das Urteil wurde von der Staatsanwaltschaft angefochten und nach sehr umfangreicher Beweisaufnahme kam das Gericht zur Aussetzung der Entscheidung.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Urbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlinge») unentgeltlich Arbeit zu oermitreln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von ö bis 8 Uhr geöffnet.
Es können eingestellt werden:
3 landwirtsch. Knechte oder Arbeiter, 1 Kunstschlosser, 3 Spengler, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 Strickerin, Schreiner, 1 jüngerer sturer, 2 Weckträgerinnen, 1 Friseur, Erdarbeiter, 1 Installateur, jüngere Arbeiter oder Arbeilerinnen, 2 junge Hausburschen, 1 Fuhrknecht, 1 Köchin, Dienstmädchen, Lauffrauen oder Laufmädchen.
Lehrlinge:
1 Wagner, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher.
ES suchen Arbeit: ~ , ^7«
1 Maschinenschlosser, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Schneider, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, Haus' ober Bureaudiener, Kassierer.
(n.) Gießen, 1. Aug. Die Strafkammer verurteilte heute den Taglöhner Daniel G. aus Ernsthausen wegen Dieb- stahls im Rückfall zu 2 Jahren Zucksthaus und 10 Jahren Ehrverlust und stellte ihn unter Pvlfteianfficht G. war int verflossenen Herbst bei einem hiesigen Oekonom beschädigt. Er verschwand kurz nach seinem Eintritt eines Abends unter Mit- nähme der einem Knecht gehörenden Kleider, die er zum Teil , anzog Seine alten Kleider versteckte er unter einem Holzstoß. Als et zur Verantwortung gezogen wurde, gab er an, er sei plötzlich von seinen Eltern abberusen worden, und da er keine geeignete Garderobe gehabt hätte, habe er mit Erlaubnis des , Eigentümers die in der Gesindestube liegenden Kleider angezogen. Diese Angaben erwiesen sich aber als unwahr und das Gericht versagte ihm angesichts der vielen Vorstrafen mildernde Umstände — Der Hausbursche Oskar D. aus Zwickau hat zu Frank- ffirt a. M. im evangelischen Jünglingsvereinshaus eine S a m - Ni e l bü ch se erbrochen und den Inhalt mit etwa 10 Mark ein sich genommen. Bei dieser Gelegenheit nahm er aus der Dienerstube auch verschiedene Kleidungsstücke mit. Er gesellte sich nun zu dem Schlosser Albert O. aus Frankfurt und machte mit ihm einen Streifzug nach Rieder-Eschbach. Sie stiegen nachts durch ein Kellersenster in das Haus des Gastwirts Kester ein und erbrachen, nachdem sie sich int Keller gesättigt hatten, die zum Wirtszimmer führende Tür, in dem ein Hund sich befand, der anschlug. Die Einbrecher ergriffen alsbald die Flucht, denn der Wirt hörte bei seinem Erscheinen nur noch Fußtritte. Sie begaben sich nun zu dem Wirt Ling, wo sie durch ein unverschlossenes Fenster einstiegen und alles nach Geld ^durchsuchten, aber vergeblich, da der Wirt die Kasse mit in sein Schlafzimmer genommen hatte. Sie mußten sich mit einigen Kistchen Zigarren und Zigaretten begnügen, die aber ihre Verräter wurden Auf dem Rückwege wurde aus Vergnügen auf dem Felde auf eine Warnungstafel geschossen, und als sie ein Feldschütz zur Bestrafung notieren wollte, gab D. einen falschen Namen an, worauf beide auf die Wache gebracht wurden. Hier fand man die Zigarren und Zigaretten bei ihnen vor, die zur Entdeckung des Diebstahls führten. Der bereits mehrfach vorbestrafte D. als Rädelsführer wurde zu 3 Jahren 3 Monaten Gefängnis und 2 Wochen Haft verurteilt. Sein noch unbestrafter, jugendlicher und von ihm verführter Genosse O. kam mit 1 Jahr 3 Mon. Gefängnis durch. — Wegen Dicbstahls int Rückfall wurde der Schweizer Theodor R. aus Eichelhain zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Der schon vielfach und mit hohen Zuchthausstrafen vorbestrafte Angeklagte wurde schuldig besimden, daß er einem Kümeraden in der Mittagspause einen Geldbetrag von etwa 200 Mark und Uhr nebst Me im Werte von 40 Mark entwendet hat. Dieser hatte hen Geldbettag zusammengespart, um eine Reise in seine Heimat machen zu können, die ihm durch den Diebstahl vereitelt wurde. Trotzdem R. bei der Tat nicht gesehen wurde und sich bei ihm kein Geld vorfand, hat er sich doch in einer fo verdächtigen Weise benommen, daß das Gericht keinen Zweifel an seiner Schuld hatte. Sttaferschwerend wurde berück,iwtigt, daß sich der Diebstahl gegen einen armen Kameraden richtete, der sein durch lange, saure Arbeit verdientes Geld auf diese Weise lassen ntußte. — Der 17 jährige Maurer „Wilhelm H. aus Kinzenbach kam vor einiger Zeit in ein hiesiges Geschäft und bat, angeblich im Auftrag eines Handwerksmeisters von Kinzenbach, der in dem Geschäft bekannt war, um cm Darlehn von 20 Mark. Als man ihm bedeutete, er möge den Auftrag schriftlich bringen, erschien er nach kurzer Zeit mit entern Zettel, auf dem das Ersuchen schriftlich wiederholt war. Man hatte Bedenken und schickte einen Angestellten des Geschäfts mit, der den Geldbettag persönlich aushändigen sollte. Unterwegs kneifte der Angeklagte aus und man sah, daß die Vorsicht an- gczeigt war. Später kam er zu entern hiesigen Fahrradhandler, um ein Rad zu erstehen. Er nnterschrieb den Bestellzettel mit einem falschen Namen , nachdem er sich vorher mit dem richtigen Namen vorgestellt hatte. Der Schwindel wurde gemerkt, und der Kauf kam nicht zustande. Bei einem hiesigen Gastwirt machte er eine Zeche und verschwand in einem unbewachten Augenblick ohne zu zahlen. Bei einem andern Wirt, der mit feinem Vater gut bekannt ist, erschwindelte er sich 10 Mark, indem er angab, sein Vater sei in einem Geschäft, nm etwas ein- zukaufen und benötige noch etwas Geld. Das Gericht zog die Jugend strafmindemd in Bettacht und erkannte, unter Einbeziehung einer von der Wetzlarer Strafkammer verhängten (Zfefängnissttafe von 6 Monaten, auf eine Gesamtstrafe von 10 Monaten Gefängnis. — Ter bereits melwfach bestrafte
fc. Frankfurt a. M., 2. Aug. ^Orig.-Telegr. des «Gieß. Anz.") V i e h m a r k t. Zum Verkaufe standen 199 Kalber, 00 Schafe it. Hämmel, 815 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pf,. Lebendgewicht 52-54 Pfg., 2. Qual. 80-84 Pfg., Lebendgewicht 49-51 Pfg., Schlachtgewicht 62—66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 * Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Schweine 1. Qualität 69-00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., 2. Qual. 68-00 Pfg., Lebendgewicht 53-00 Vfg., 3. Qualität 62-64 Psa Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, fern Ueberstand.
fc. Frankfurt a. M., 1. Aug. v e u- u n d St r o h- mar k t. Man notierte: Heu, altes Mk. 3.10 bis Mk. 3w0, neues Mk. 3 10 bis Mk. 3.50. Stroh Mk. 2.50 bis 2.60. Alles uer 50 Kilo. Keilbein: feil.
. . 209.50
. . 243.10
. . 145.60
. . 250.00
. 221.50
Tendenz: ruhig. Märkte.
Verdingung.
Die zur Ausführung der für die Feldbereinigung in der Ge- inarkung Hungen vorgesehenen Drainagen ersorderlichen Dram- röhren und Verbiuduugsstücke, Gesamtlänge 73 700 m, sollen im Wege schristl. Angebotes vergeben werden. Tie Verdutgungsuntcr' lagen liegen bei der iinterzeichneten Behörde zur Einsicht auf, ivoselbst auch die Angebotsvordrucke und Bedingungen gegen Erstattung von 1.00 Mk. erhältlich.
Die Angebote sind verschlossen, postfrei und nut entiprechcnder Aufschrift versehen, bis Samstag, deu 12. August, vorm. 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zufchlagsftist 3 Wocheii.
Gießen, den 28. Juli 1905.
Großherzogliche Kulturinfpektion Gießen W ißmaiin.
August Offizielle Schlusskurse.
. 68.80
| Vergebung von Bauarbeiten.
Die zum Umbau der alten Universitätsbibliothek nötigen Schreiner-, Schlosser- und Weißbinderarbeiten werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung ausgeschrieben.
Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote müssen bis zum Eröffnungstermin am 9. August 1905, vormittags 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen,
geft'orbeii.
Berlin, 2. August. Zum Rektor der Universität wurde Geh. Negierungsrat Professor Dr. Hermann Diels gewählt.
Berlin, 2. Aug. Der „N. Pol. Korresp." zufolge 'teht die Veröffentlichung der Berggesetznovelle unmittelbar bevor.
Kiel, 2. Aug. Prinz Heinrich begibt sich heute int Automobil nach München zur Teilnahme an der Herkomer-K on ferenz (ein Rennen, bei dem der Sieger von dem berühmten Maler Herkomer porträtiert wird. D. Red.) Von dort besucht er seine Familie in Jgls in Tirol.
Breslau, 2. Aug. In vierzehn Fabriken erfolgte die Aussperrung der Metall-, Eisen- und Revolver- dreber. Die Aussperrung sämtlicher Metallarbeiter und die Schließung der Betriebswerkstätten soll am 9. August erfolgen, wenn diese Maßnahme ohne Erfolg bleibt.
München-Gladbach, 2. Aug. Die Stadtverord» neten in Rheydt haben das Projekt der Vereinigung von München-Gladbach, Rheydt und Odenkirchen zu einer Großstadt mit 17 gegen 7 Stimmen abgelehnt.
Detmold, 2. Aug. Staatsminister Gevekot reichte die Beleidigungsklage gegen den Landtags-Vizepräsidenten Hoffniann bei der Staatsanwaltschaft ein.
München, 2. Aug. Eine Freidenker-Versammlung mit dem Thema „Die Monarchie" wurde polizeilich aufgelöst.
Scheveningen, 2. Aug. Hier hatte sich eine junge Dame aus Berlin trotz wiederholter Warnung des Bade- ausschers zu weit in die See gewagt und ertrank. Der Badeaufseher, der der Dame zu Hilfe kommen wollte, ertrank gleichfalls.
Petersburg, 2. Aug. In Lublin wurde der Kreis- richt er nebst einer Dame, die in seiner Gesellschaft war, auf der Straße durch sechs Schüsse getötet. Der Mörder entfloh. — In Rostow am Don zerstreuten Kosaken Strei- lende, die durch die Straßen zogen und rote Fahnen trugen. Dabei wurden verschiedene Personen getötet.
Tokio, 2. Aug. Die Ges amt Verluste der japani- schen Marine während des Krieges betragen nach einer genauen Feststellung an Toten 2008 und an Verwun- beten 1 665.
SCurslbeFscht-
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung tu Hessen für Donnerstag den 3. August 1905: Vorübergehend aufheiternd und wärmer, neuerdings Trübung, Gewitterregen und Abkühlung.
_____________Näheres durch die Gienener Wetterkarte.
Krieflmsten der Redaktion.
l-tnontzme Anfragen bleiben nnberücksichtigt.)
M. B., Gieße«. Bei Streitobjekten im Werte von unter 100 Mk. ist eine Berufung gegen ein Urteil des Gewerbegerichtes überhaupt nicht möglich; bei über 100 Mk. ist das Landgericht zuständig.
Bester Kristallzucker
Feiner Meliszucker
Wunelzucker
Einmachzucker


