Nr. 102
Zweites Blatt
155. Jahrgang
Mehener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
(Original-Bericht des „Gießener Anzeigers".)
Alle den
Winters sehr gut aufgesetzt haben. Da ist die Freude, aber
9c|()dnt mü DuSncchme des Sonntags.
Die ^Sietzener ^mnilknblätter* werden dem ^Anzeiger viermal wöchenllich beigelegt. Der «helftlchs Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Dienstag 2. Mai 1005
Rotationsdruck und Verlag der Brühlfch« UntversttätSdruckerei. R. Sange, Gießen.
Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.r.
Tel. Nr. 51. Lelegr^Adr,» Anzeiger Gieße»
beschwerten und dieselben von gewisser Seite als himmelschreiende Ungerechtigkeiten dargestellt wurden. Der Herr Finanzminister hat demgegenüber schon früher betont, daß
hoben, daß der gefürchtete Lehrer oder das Fräulein so ganz und gar nicht böse gewesen wäre, sondern recht freundlich und liebevoll. Und die Mütter, die zum erstenmale nun aber für immer ihre Lieblinge ihrer alleinigen Hut entschwinden sehen, sind doch stolz darauf, daß ihre Kinder nun „zur Schule" gehen, und die Feier des Tages kommt in irgend
holung wieder an Ort und Stelle erschienenen Angehörigen ängstlich harrend ihre Kleinen lvieder in Empfang nehmen durften, die nun stolz wie Sieger aus einer großen Schlacht von ihren Erlebnissen erzählten und ganz besonders hervor-
1903 begonnen wurde, rührt von dem jetzigen Bürgermeister Stahl in Friedberg her; die Ausführung erfolgte unter Oberaufsicht des Baurats Die hm aus Gießen durch Straßeu- meister Sommer körn aus Laubach. Recht stattlich zeigt sich das in neuerer Weise ausgesührte Bauwerk im schönen Wettertale. Der geräumige Schulsaal liegt hn ersten Stocke, die fünf Zimmer enthaltende Lehrerwohnung im zweiten Stocke; vom Mansardenstocke hat man weithin eine prächtige Aussicht. — Das neue Schulhaus ist für den Lehrer der ersten Schule bestimmt. Die Einweihungsfeierlichkeiten be-
durch Stuben, Küche und Flur entzieht. Aber nicht nur im äußeren Leben des Kindes, sondern: auch in seinem inneren
auch der Konkurrenzneid, bezw. Jagdneid beim Erlegen eines Kapitalbockes um so größer. Nicht mehr lange wird es dauern, dann sieht man auch die ersten, in ihrem gefleckten Kleide so lieblich und graziös einhertrollenden Rehkitzchen, aber wehe dem Jagdbeständer, der in dieser Zeit nicht be-
Wesen ist der Schultag ein Wendepunkt. Die Sorglosigkeit des Lebens in den Tag hinein hat ein Ende; „etrvas fürchten, hoffen und sorgen muß der Meusch für den kommenden
man in der Herabsetzung der Stempelgebühren sehr vorsichtig zu Werke gehen müsse; schon die Erfüllung nur einzelner Wünsche auf Ermäßigung könne leicht einen Fehlbetrag ,von 50—60 000 Mk. zur Folge haben. In der Begründung ist leider unterlassen worden, Vergleiche mit den Stempelsätzen in den benachbarten Staaten anzustellen, auch vermißt man jede Angabe über die eventuellen finanziellen Wirkungen der Vorlage.
Im allgemeinen bewegen sich die Stempelermäßigungen in dem Tarif des Gesetzes in sehr mäßigen Grenzen. Am empfindlichsten für den Staatssäckel dürfte "die schon erwähnte Bestimmung werden, daß für alle Jahreskarten von Automaten, Musikwerken, Verkaufs-, Kraftmesser- oder sonstigen Automaten, für welche der Stempelsatz von 10—40 Mk. pro Jahr beibehalten wird, ebenso für alle Jahreskarten für Radfahrer, Automobilisten rc. in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März nur die Hälfte des Betrages erhoben werden soll. Es dürften in Zukunft viele dieser Karten nur für die Wintermonate in Anspruch genommen werden. Von der Radfahr- ! steuer sollen in Zukunft auch befreit bleiben 1) Militärpersonen und sonstige Personen, die in Diensten des Reiches oder eines Bundesstaatrs, einer Provinz, eines Kreises oder einer Gemeinde stehen und Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Amtsgeschäfte benutzen, 2) Personen, welche das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur Arbeitsstelle oder zur Ausübung ihres Berufs- ober Erwerbes benutzen, sofern ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht, 3) Schüler, welche das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Besuche der in einer anderen Gemeinde oder mindestens anderthalb Kilometer von der Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen, und 4) Personen, die sich weniger als 30 Tage im Großherzogtum aufhalten. — Der Finanzausschuß geht hier noch ein wesentliches Stück weiter und beantragt die Befreiung von der Radfahrsteuer für alle Gewerbetreibende rc. mit einem Einkommen bis zu 15 000 Mk., sowie für Schüler.
Besonders stark waren bisher die Klagen über den Stempel für Wirtsch aftskonzessionen; es wurden in der Kammer Fälle angeführt, daß für den Uebergang einer Gastwirtschaft an Verwandte, die Witwe, den Sohn rc. im Jahre dreimal Stempelsteuer erhoben worden war. Jetzt
auf 2 Mk., bis 30 000 Mk. auf 3 Mk., bis 40000 Mk. auf 4 Mk., bis 50 000 Mk. auf 5 Mk., bis 100000 9)?f. auf 15 Mk., bis 200000 Mk. auf 20 Mk. rc. festgesetzt werden. Für Erbverträge fällt die Stempelabgabe fort'.
Für die Erteilung von baupolizeilichen Genehmigungen bleiben die bisherigen Sätze bestehen, doch wird ein neuer Absatz hinzugefügt: „Für die Befristung der^Baugenehmigung ßvird der halbe Stempel erhoben". Bei Tarifnummer 37 I
rrT-i Q* ~ — 14 Tagen kommen dürfen, denn die Rehböcke haben es
dieses Jahr besonders eilig gehabt mit der Herrichtung ihres Da? Fleischbeschauaeseh Kopfschmuckes. Fast überall haben sie vollständig gefegt,
führt zu außerordentlich wichtigen, zum Teil geradezu über- r?.um noc^ bangt em ^etzchen Bast an den in diesem Jahre raschenden Konsequenzen. So ist nach einer Entscheidung scheinbar besonders gut entwickelten Gehörnen, denn von allen des Kammergerichts die Einfuhr von Wurst und Seiten vernimmt man, daß die Böcke infolge des milden Schweinefleisch in Preußen aus Bundesstaa- t en, die keine Tri chinen sch 'au haben, ohne vorgängige Untersuchung strafbar. Die Entscheidung des Kammergerichts stützt sich auf § 2 des preußischen Ausführungsgesetzes zum Fleifchbesch äuge setz. Dieser Paragraph lautet:
Rohes oder ^bereitetes Fleisch von Schweinen und Wildschweinen, das Es einem anderen deutschen Bundesstaate ein- , - -
geführt wird, ist amtlich auf Trichinen zu untersuchen, wenn es sonders eifrig seine Fuchsbäue revidiert, denn große zum menschlichen Genuß verwendet werden soll und nicht bereits Gefahr droht von dort für die Rehkitzchen. Wo eine Fuchs- * äääsiä i&JSsrs geführte Fleisch. an Wildpret, uni den 6 bis 10 hungrigen jungen Rotröcken
Nun hatte ein Schlächtermeister in Bingen, wie wir der die Mäuler zu stopfen, sodaß das Ausheben des roten Getränks. Ztg." entnehmen, in Bingerbrück Wurst verkauft; sindels gar manchen Rehrücken mehr für die Küche des'Jagd- er war von der Strafkammer freigesprochen worden, doch beständers zu liefern geeignet ist. Noch gefährlicher ist aber äs, trspsÄ tosasfsssus x "™ sets -L-v .«yr »r fallen. Ist die Untersuchung von Würsten unmöglich, sö begonnen haben, mcht mürber den zahllosen
darf auch ihre Einfuhr in Preußen nicht erfolgen. Hiernach iun$cn ^fen, flir ,e.mc fe^en 9u*e
wirkt also das Gesetz wie ein Schlagbaum, der einen ^9$ m Aussicht stellen. Wie schön ist es doch, wenn man Bundesstaat vom anderen scheidet, und es liegt ~~ was bei ein klein .wenig Dusel nicht allzu selten vorauf der Hand, daß dieser Zustand in Grenzgebieten, wie auch kommt — beim Fuchsgraben eine ganze Fuchsfamilie auf bei uns in Oberhessen, besonders hart empfunden werden einmal „umbringen" kann. Freilich darf man darüber be- kann Tie Änderung siege sich durch Einführung der sonders im Interesse der jungen Häslem, nicht vergessen,'auch Trrchrnenschau m Hesien und den ubrrgen suddeut-schen, ble im Reviere befindlichen Raubvogelhorste zu r vidieren Staaten herbeifuhren, die auch aus sachlichen Gründen em- senn w J r v 7
pfehlenswert ist. Freilich müßte Preußen auch logischer- <■9 1 $ J, ,c am „.Inders Ahnend,
weise bei sich die Trichinenschau vollständig durchführen, SV1* mct^en gefieberten Räuber am Bruten sinb. Offenbar während es die Hausschlachtungen noch größtenteils vom !tnö t)cuec ^te Raubvögel in Oberhessen chuch zahlreicher als Beschauzwange freiläßt. 'n anderen Jahren, darum ist es den Jägern nicht zu ver-
— argen, wenn sie nach Möglichkeit für Dezimierung sorgen, erweisen sie doch damit auch gleichzeitig unserer kleinen gefiederten Sängerwelt einen großen Dienst.
Zur Neuordnung der hessischen Stempelaögaken. werden für den Stempel der Gesellschaftsoerträge ver- einer süßen Liebesgabe zum Ausdruck. Manchmal sogar soll (Original-Bericht des „Gießener Anzeigers".) schiedene Abänderungen getroffen, bei stempelpflichtigen Gesell- eine gewisse Befriedigung zu Hause darüber herrschen, daß der
In den Motiven zu der bereits im Allgemeinen skizzierten schastsstatuten für Korporationen, Vereine, Stiftungen rc. wird Schulzwang für ein paar Stunden die kleinen Quälgeister Regierungsvorlage zur Abänderung des Gesetzes über den der bisherige Satz von 20 Ml. auf 20—100 Mk. und für unter seine Fittiche nimmt und sie der wilden Jagd daheim Urkundenftempel vom 12. August 1899 wird ausdrücklich Statutenänderungen auf 10 — 50 Mk. festgesetzt. Für Ab- 1 " —
betont, daß das Gesetz trotz mancher Anfechtungen doch im schriften aus dem Grundbuch (Tarif Nr. 39) wurden bisher
Allgemeinen „seine Bestimmung erfüllt" habe. Denn die für land- und forstwirtschaftliche Zwecke 10 Pfg. erhoben;
Abgaben, die es festsetzt, dürften im großen und ganzen als dieser Satz wird auf 20 Pfg. erhöht. Für die Erlaubnis
eine angemeffene Vergütung für die im Privatinteresse von zur Anlage einer Notapotheke sollen künftig 5—50 (anstatt
staatlichen Behörden geleistete Arbeit und die Benutzung der 1—30) Mk., für eine Filialapotheke 100—300 (anstatt 100— Morgen". Die" Wahrheit dieses Spruches öffnet sich den
vom Staate zur Förderung privater Interessen getroffenen 200) Mk. und für eine Apotheke 300—2000 (anstatt 300— Kindern vom ersten Schultag an, und wenn sie auch manche
und unterhaltenen Einrichtungen umsomehr angesehen werden, 1000) Mk. an Stempel erhoben werden. neue „Unarten" von den Schulgenossen annehmen, ohne ihre
als sie, was ihre Höhe betrifft, vielfach hinter den Abgaben, Für Wechselproteste beträgt der Stempel zur Zeit alten, angestammten zu verlernen, so wird doch das ganze 'die in benachbarten Staaten erhoben werden, Zurückbleiben. 2 Mk. und bei mehr als 2000 Mk. 3 Mk.; er wird in Gebaren der Schulgänger gesetzter und ernster. Alle den
-Diese letztere Versicherung ist insofern von besonderem In- Zukunft festgesetzt auf 50 Pfg. bis 50 Mk. Wert, 1 Mk. bei Kleinen ist allerdings die Wichtigkeit und Bedeutung ihres
teresse, als sich die Redner der einzelnen Parteien in der 50 100 Mk., 2 Mk. bei 100—300 Mk., 3 Mk. bei 300 neuen Berufs noch nicht gleich am ersten Tage aufgegangen,
Kammer stets nur über die enorme Höhe der Stempelabgaben bis 1000, 4 Mk. bei 1000—5000 und 5 Mk. bei Beträgen denn mancher braucht eben länger als ein anderer. So er-
beschwerten und dieselben von gewisser Seite als Himmel- von über 5000 Mk. — Für die allgemeine Erteilung einer widerte ein munterer Knabe, als er gefragt wurde, was er Vollmacht wurden bisher 2 Mk. und bei einem Wert- in der Schule gemacht habe, seinem Vater: „Ich'habe ge» gegenständ von 50—100 000 Mk. 20 Mk., darüber 40 Mk. wartet, bis sie aus war'"
S0650Ö0amfnT M? feift0000 T T™ ** ,•?0n b" 3«0b. ’SBie mancher Jäger mag in den
onnnn 9 an# bL L°n00L 4 am2 „L letzten Tagen eifrig an seinem Jagdzeug hantiert haben^ ‘ 50 000 Mk. 4 Mk. und über damit alles in Ordnung sei für den NUN endlich gekommenen,
o ~ ° schon lange erwarteten 1. Mai. Ja, er hätte schon vor
Aus Stadt uud Zand.
Gießen, 2. Mai 1905. , ™ f r ,
** Personalien. S. K. ö. der Nroßherzoa haben J $ßetJerf.Cl-1 bc\ ,t£aaM> Apnl. Unser Ort, wird bestimmt: Die Hälfte der Sätze wird erhoben, wenn die den praktischen Arzt Dr. Philipp Best in Friedberg zum den in der nachiten Zeit mehrere Neubauten, wie die
Einholung einer neuen Erlaubnis notwendig wird 1) infolge Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Heppenbeim ®rri$tun9 einer Molkerei und eines neuen Bachn-
Wechsels des seitherigen Wirtschaftslokals innerhalb des Groß- mit dem Wohnsitz in Hirschhorn mit Wirkung vom 1. Mai erwarten stehen, feierte heute die Einweihung eines
Herzogtums; als ein Wechsel im Sinne dieser Vorschrift ist 1905 ernannt. — Der Militäranwärter Christian Fenchel nctten Schulhausbaues. Der Entwurf dazu, der bereits
es nicht mehr anzusehen, wenn zwischen der Ausgabe der zu Darmstadt wurde zum Pedellen an dem Realgymnasium F'PnnMMPM tnnrSp """
früheren Wirtschaft und dem Antrag auf Konzessionserteilung zu Darmstadt ernannt.
für die neue Wirtschaft ein Zeitraum von mehr als einem " S. K. H. der Großherzog und I. K. H. die halben Jahre liegt, 2) infolge wesentlicher Veränderung des Großherzogin empfingen am Samstag in gesonderten seitherigen Wirtschaftslokals, 3) dadurch, daß die ehelichen Audienzen den Vorstand des Llusschusses für die Darm-- Nachkommen des seitherigen Inhabers den Wirtschastsbetrieb städter Schiller-Gedenkfeier, Oberstleutnant a. D. ZU Lebzeiten oder nach dem Tode des Inhabers unmittelbar Gad, Frau Lilli Wolfskehl und Oberlehrer Laute- fortsetzen wollen und 4) infolge Wiederverheiratung der Witwe sch lä g e r. Die Allerhöchsten Herrschaften geruhten die ihnen des seitherigen Inhabers; es macht in diesem Falle keinen ausgesprochene Einladung zu der Schillerfeier im Städtischen Unterschied, ob die Erlaubnis zum Wirtschastsbetrieb auf den Saalbau am Montag, den 8. Mai, und zu dem Akademi- Namen des Ehemannes oder der Ehefrau erteilt wird. — schen Festakt am Dienstag, den 9. Mai, anzunehmen und Bei Tarifnummer 35, IV wird bestimmt, daß auch für Tanz- bezeugten hohes Interesse für die ihnen über die sieben belustigung bei Nachkirchweihen Stempel erhoben werden soll. Volksfeiern am Sonntag, den 7. Mai, gemachten Mitteilungen. Dieser Stempel beläuft sich in Ortschaften bis zu 500 Ein- •* Der erste Schultag. Heute und gestern öffneten
wohnern auf 12 Mk. und bis zu 1000 Einwohnern auf nach der Osterpause die großen Häuser, in welchen unsere
15 Mk.; ein neuer Zusatz besagt, daß in größeren Gemein-- Jugend für des Lebens Ernst und Kampf herangebildet wird, den und in denjenigen Orten, die weniger als 5 Kilometer zum erstenmal wieder ihre Thore. Und neben den Knaben
von den großen Städten entfernt sind, der Stempel 20 Mk. und Mädchen, die eilig der gewohnten Stätte des Unterrichts
befragen soll. Der Stempel für die Wirtschaftskonzession in zustrebten, trippelten ängstlich festgeklammert an Mutter- Orten mit weniger als 1000 Einwohnern wird von 50 auf oder Vater-Hand die kleinsten unter den kleinen Lernbegierigen, 60 Mk. erhöht; für Schankwirtschaften bleibt der Satz von die einen schweren Gang sorgenvoll gingen, den schwerster^ 35 Mk. bestehen. Der Satz für Wirtschaftsbetrieb bei vor- den ihnen bisher ihr Lebenslauf gebracht hatte: den ersten übergehenden Gelegenheiten sStraußwirtschasten), der zurzeit Gang zur Schule! Besonders sorgfältig hatten sie die Eltern 3 bis 25 Mk. beträgt, wird auf 1 bis 25 Mk. festgesetzt. herausgeputzt und an Ermahnungen fehlte es auch nicht.
Sehr wesentlich ist die Herabsetzung^ der Stempelgebühr Ernst soll dem „Herrn Lehrer" stets recht gut folgen und /ür die Eheverträge. Die Zahl der Ehen betrug 1900/01 Ilse soll immer ordentlich aufpassen, damit „Fräulein" sie in Hessen 19 279, bei welchen 2167 Eheverträge abgeschlossen recht lieb gewänne. Dann gab es einen herzbrechenden Abwurden. Um den Abschluß derselben zu begünstigen, soll der schied für einige Stunden, nach deren Verlauf die zur Ab- Satz von 3 Mk. für Vermögen bis 2000 Mk. auf 50 Pfg., ' ' ' ' ~ ~
von 5 Mk. bei 2000—10 000 Mk. auf 1 Mk. bis 20000 Mk.
gannen nachmittags 3 Uhr. Ein stattlicher Zug bewegte sich durch das Dorf bis vor das neue Schulhaus. Dort hielt Pfarrer Scriba die Weihrede. Unter einer kurzen Ansprache übergab Herr Sommerkorn den Schlüssel an Bürgermeister Kraus, der ihn Geh. Reg.-Rat Schönfeld von Schotterr überreichte. Dieser eröffnete dann das Haus, und die zahl-» reichen Festgäste versammelten sich, so weit der 9iaum reichte, im Schulsaas. Der unter Lehrer Jakob stehende gemischte Chor trug eine Anzahl von Chorliedern vor. Zum Festbankette versammelte man sich bei Gastwirt Hoffmann. Noch manche Stunde blieb man darauf bei Gesang und Taqt zusammen.
Bin gen, 29. April. Hinte avend fand hier die Swetts' Hauptversammlung des Hessischen Oberlehrervereins statt. Tie Beratungen begannen, nttf einer Vertrauensmänner Versammlung, ani die sich die Haupt- tammlung _ schloß. Rach einer Begrüßung der von 140 Versammlung durch den Vorsitzenden, f7nh+f hin r. Oberlehrer Ritsert-Darm-
^^^HÄ?berrcht, ™ den sich ein Vortrag des. Professor^ Or. Coll in-Gießen über das religiöse un8 ^feTT§ Weltanschauung schloß. Rach ^^euwahl des Vorstandes hielt Direktor Dr. Helm-Bingen einen ^ortrag über das Thema: „Die moderne Frauen-
? ,UUb 6ie Höheren Schulen" Ms Ort deri nächsten Versammlung imirde Offenbach bestimmt. Der Vor-' fodnagel-Darmstadt, Di-, rektor Easter-Antwerpen, Vertreter von Preußen, Württem-^ somie Vertreter der staatlich^ Md der tädtsichen Behörden


