Ausgabe 
16.5.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Es starben an:

Tuberkulose des

Zollfrei! Muster an Jedermann!

Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich,

An in.: Die in Klammern gesetzten Ziffern sieben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gi e ff en aebra chte Kranke komm en.

Sport.

Netvy ork, 15. Mai. Der deutsche Kaiser sandte Allison Armour in Newyork am Samstag ein Tele­gramm, in welchem er dem Startausschusse für dieOz ean- wettfahrt um den Kaiser Wilhelm-Preis und den an der Wettfahrt beteiligten Jachtbesitzern die besten Grüße sendet und die Hoffnung ausspricht, daß die Wettfahrt von einem guten.Erfolge begleitet sei, sowie den Wunsch, daß die Jachten eine gute Fahrt haben mögen. Mehrere Mitglieder der deutschen Botschaft begaben sich hierher, um dem Start der Jachten beiznwohnen.

DloAo

beeinträchtigt, daff verschiedene D a m e n sich nicht veranlaßt gesunden s!rC1s- recht umfanarcichen bitte abzulegen, was

ood) die Rücksicht auf die dahinter sitzenden Besucher gebieten dürfte, zumal wenn die -rragerin des Huts infolge unruhigen Verhaltens für ihre Kopfbedeckung e,nen gröberen Raum nötig hat.

Hoffentlich genügt diese kurze Notiz, die betreffenden Damen zu veranlassen, für die Folge ihre Hüte in der Garderobe zurückzulaffen. ___ _________ h.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Pirblikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 15. Mai.

Bei deni Kammermusik-Abend am 14. Mai d. I. wurde manchem^Besucher der Genuß an den schönen Darbietungen dadurch

fewmo oorgerommen D-Zug-UnfaN, wobei mehrere Wagen trümmert wurden und ein Passagier leichte Verletzungen erlitt. Die Sache hat bereits im Frühjahr vorigen Jahres die Straf- mrc.r beschäftigt, und damals waren noch mitangeklagt der Schlosser Hellwmg aus Gelnhausen und der Eisenbahnbeamte Deyer. Hellwmg war beauftragt gewesen, eine neue Weiche auf Station Langenselbold einzubauen. Dabei hatte er nicht wie es Vorschrift war, vor Einlaufen des Zuges das linke Zungenstück dieser tut Bau befindlichen Weiche von der Backenschlene abgesperrt, gleich dem rechten Zungenstück an der Backenschiene festgehakt. Infolgedessen veränderte sich die Spurweite und die Entgleisung war unvermeidlich. Die beiden Beamten beschuldigte man, sie hätten'es an der nötigen Aufmerksamkeit fehlen lassen Hever wurde damals zu 100 Mark, Hellwing zu 60 Mark Geld­strafe verurteilt, Neumann frcigesvrochen. Gegen Neumanns Frchsprechung legte die Staatsanwaltschaft Berufung beim Reichs- gencht ein, das die Sache, soweit sie Neumann betraf, zur noch­maligen Verhandlung an die Strafkammer zurückverwies Das Gericht verurteilte beute den Angeklagten zu 60 Mk Geldstrafe, weil , er nach einer seinerzeit erlassenen Verfügung den D-Zug, etn neues Stellwerk sebaut wurde, hätte halten lassen müssen und erst das Zeichen zur Weiterfahrt hätte geben dürfen, nach­dem er sich überzeugt hatte, ob die in Betracht kommende Weiche, die noch keinen Anschluß an das Stellwerk hatte, so festgelegt Unglück ausgeschlossen erscheint. Von der Anklage der fahrlassigm Körperverletzung mehrerer Reisender wurde er >^ei gesprochen.

24-w J® Darmstadt, 15. Mai. Die Untersuchung in der Strafsache gegen den angeblichen Professor de Castres aus Belgien imd seine Ehesrau ist nunmehr abgeschlosseii und Verhandlungs­termin aut den 19. Juni vor der hiesigen Strafkammer an­beraumt worden. Dre Anklage lautet auf Betrug, Kur- p fu sch e r e i, unbefugten Vertrieb von A r z n e i m i t t e l n usw. Der Angeklagte ram im Mai v. I. nach Darmstadt und inaugu- rierte, obgleich fast völlig mittellos, die Gründung einer Handels- " Heilanstalt mit Pensionat usw., kaufte ein Hails

für 140 000 Mark, worauf er erst vorher durch falsche Vor­spiegelung erhaltene 4000 Mark Anzahlung leistete. Die Haupt- einnahmeguelle sollte die Kurpfuscherei bilden, für welche er M den Blättern große Anzeigen erließ und viele Tausende von Prospekten für Reklamezwe^e bestellte. Inzwischen waren aber die Behörden auf das Treiben des fremden Paares aufmerksam gewordem , Es wurde feggestellt, daß de Castres, nachdem sie längere Seit in der Schweiz in Untersuchungshaft gewesen war, memgeinter Beweise wieder freigelassen worden war und nach kurzem Verweilen in Augsburg und mehreren badischen Orten hierherkamen und sich die ersten Mittel hauptsächlich durch Kautionsschwindel verschafften. Weiter suchte er durch seine an­gebliche großartige neue Heilmethode gegen alle möglichen Krank­heiten Dumme auf den Leim zu locken, was ihm auch "in einer Anzahl von Fälle gelang. Die weiteren Nachforschungen der Staatsanwaltschaft ergaben, daß de Castres auch schon mehrmals wegen Betrugs vorbestraft ist, u. a. in Elsaß-Lothringen mit IV- Jahren Gefängnis. Da der Angeklagte beharrlich 'leugnet und auch absolut kein Deutsch verstehen will, so muß für die ganze, zunächst auf vier Tage berechnete Verhandlung ein vereideter D o lmetscher herangezogen werden; ferner sind mehrere Sachverständige und eine große Anzahl von Zeugen aus verschiedenen Teilen des Reiches vorgeladen worden. Der An­geklagte . hatte sich auch mit größter Dreistigkeit den Professor­titel beigelegt und sich für einen hervorragenden Spezialarzt ausgegeben, obgleich erwiesen ist, daß er irgend ein medizinisches Examen überhaupt nicht gemachi chat.

Berlin, 15. Mai. Em Verfahren wegen Majestät s- beleidigung ist d^rTägl. Rundsch." zufolge, von der Wil­helmshavener Staatsanwaltschaft gegen die Urheber der falschen Mitteilungen über die K a i s e r r e d e bei der Relrutenvereidigung eingeleitet worden.

Berlin, 15. Mai. Vor der 4. Strafkammer deZ ßanbaericbtö 1 begann heute der seinerzeit vertagte Prozeß gegen dieVorwärts"-Redakteure Kaliski 'und Büttner, sowie gegen den Redakteur Schneidt von derZeit am Montag" und den Journa­listen Ahrend. Der Klage haben sich als Nebenkläger der Geh. Medizinalrat Behr und Medizinalrat Dr. Pfleger, die sich be­sonders beleidigt fühlten, angeschlossen. Die Verteidiger der zuletzt Genannten protestierten gegen die Zulässigkeit der 4. Straf­kammer, der Gerichtshof beschloß, den Protest abzulehnen. Es begann hierauf das Verhör der Angeklagten. Diese übernehmen die volle Verantwortung und erklären, daß ihnen hauptsächlich daran gelegen habe, die Mißstände in Plötzensee aufzudecken.

Berlin, 15. Mai. Gegen die bekannte Frauenrechtlerin Anita Au g spur g hat die Staatsanwaltschaft in Hamburg- Altona wegen Beleidigung des Altonaer Landgerichts-Di- reltors Menschiu Anklage erhoben. Fräulein Augspurg wird be­schuldigt, in einer in einem Hanckmrger Hoteel ab gehaltenen Fraueiv-Versammlung, in der ein vor einiger Zeit vor dem Schwurgericht in Altona verhandelter Notzuchtsprozeß zur Er­örterung gelangte, die Art und Weise, in welcher der Landgerichts- Direktor Dr. Menschin als Vorsitzender die Verhandlung leitete, einer beleidigenden Kritik unterzogen zu haben., Gleichzeitig wurde gegen die verantwortlichen Redakteure der sozialdemokrati­schen ZeitungenHamburger Echo" undHarburger Volksblatt" von vier beziehungsweise acht Geschworenen, die bei der be­treffenden Verhandlung ihres Richteramtes walteten, Strafantrag gestellt.

"" ---LLLL?-1--- ""J..1?

ment und auSverkauftem Hause WagnersMeistersinger" Mr Aufführung kamen. Schon gleich im ersten Akt zeigte sich, daß der Künstler unmöglich seine schwierige Rolle weiter fingen konnte. Ein glücklicher Zufall wollte es, daß an jenen Tagen Herr Spe- mann gerade bei seinen Derwandten in Mannheim weilte und im ^Heater war. Er wurde aus dem Zuschauerraum auf die Bühne geleitet, mit den gerade vorhandenen Kostümsti'icken angetan und sang dann unter stürmischem Applaus die Partie be^ Walter Stol- |ing zu Ende. Auch am letzten Freitag versagte Herrn Carl-ftis Organ gleich im ersten All wieder gänzlich, so daß der schnell berbeigerufene Darmstädter Tenor wieder einspringen und die Voritellnng retten mußte. Jetzt soll nun Herr Carlen vorläufig beurlaubt und Herr Spemann ganz mit dessen Vertretung bis zum Schluß der Spielsaison beauftragt werden.

Berlin, 15. Mai. Der heutigen Rektoren-Koufe­ren z gingen in den letzten Tagen der vorigen Woche Besprech­ungen mit den Rektoren der vier preußischen technischen Hoch­schulen Hannover, Charlottenburg Aachen und Danzig voraus. Ueber den Inhalt der Verhandlungen ist allen Beteiligten Still­schweigen auferlegt worden, doch wird behauptet, daß von einer materiellen Beschränkung der akademischen Freiheit kaum noch die Rede sein werde. Vor allen Dingen werde man mit irgendwelchen neuen Verordnungen vorläufig nicht hervortreten. Auch wolle man mit Relegierungen sehr vorsichtig sein, um Feine Märtyrer zu schaffen.

Paris, 15. Mai. Dr. Cuguillers teilt mit, daß er ein Heilserum gegenTuberkulose entdeckt habe. Er habe be­reits unter Kontrolle anderer Mediziner Versuche mit seiner Methode bei tuberkulösen Tieren gemacht.

Kunst und Wissenschaft.

R. B. Darmstadt, 15. Mai. Von einem argen Mißgeschick wird seit mehreren Monaten der bekannte Te n o r i st des Mann­heimer Hoftheaters, Herr Carlen, verfolgt. Er hat Weihnachten nicht weniger, als fünfmal noch im letzten Moment von dem Versuch, Wagnerpartien zu singen, Wstand nehmen müssen, da er plötzlich total heiser wurde, und der Heldentenor des Darm­städter Hoftheaters, Herr Heinrich Spemann, für ihn eintreten mußte. Am empfindlichsten war die dadurch hervorgerufene Störung am zweiten Osterfeiertag, als bei aufgehobenem Abonne-

Kinder

Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Ziuivcrsttäts-Dachrichten.

Greifswald, 14. Mai. Die Auflösung des Greifs- w'alder Studentenausschusses, dem übrigens Korps und Burschenschaften nichts angehörten, geschah, so meldet die F. Ztg.", aus folgenden Gründen: Die beiden ihm zugehörigen katholischen Korporationen wurden ersucht, ans dem Ausschuß auszutreten. Da sie das nicht taten und der Ausschuß kein Rechts­mittel besaß, sie zu entfernen, löste er sich auf und konnte infolge­dessen nicht auf dem Weimarer Studententage vertreten sein. Peinlich ist es nur, dcrß die Auflösung zwei Tage nach der Erklärung erfolgte, die der Greifswalder Senat im Anschluß an die Göttinger und Marburger Eingaben Mr Wahrung der akademischen Freiheit an den Kultusminister ergehen ließ, und in der bervorgehoben worden war, daß die Zugehörigkeit der Greifswalder konfessionellen Verbindungen zum Ausschuß nie Anlaß zu Streit'a^'ifen gegeben hätte.

Familien Nachrichten.

Gestorben. Fräulein Emma Cbrist, Kunstmühle Griedel,

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

DoranSstchtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 17. Mal 1905: AUtb und vorwiegend trocken: ziemlich kühl, weniger windig.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Hristinar-Draytmt'sdttnsten.

Berlin, 16. Mai. DerBerl. Lokal-Anz/ meldet: Amalie Schönchen, die bekannte Schauspielerin des Wiener Hofburgtheaters, welche hier zu einem Gastspiel weilt, wurde während der Probe von einer schweren Indisposition befallen, die sich in einer plötzlichen Gedächtnisstörung äußerte.

Berlin, 16. Mai. Die Morgenblätter melden aus Adlershof bei Berlin: Die Frail des Fabrikbesitzers Holzel vergiftete sich und ihre drei Kinder in einem Anfall von Geistesstörung.

Altona, 15. Mai. Wie die ^Altonaer Nachrichten^ melden, ist der Lederfabrikant Ludwig Karl Heinrich Berger durch Vermittlung des chinesischen Gesandten in Berlin als Instrukteur für von Seiten der chinesischen Negie­rung zu gründende Lederfabriken angestellt worden; er begibt sich anfang Juni auf seinen Posten nach Huchang.

Kopenhagen, 16. Mai. Die dänischen Behörden sind benachrichtigt worden, daß das vierte russische Ge­schwader in drei Wochen die dänischen Gewässer auf der Fahrt nach Ostasien passieren werde.

London, 16. Mai. DerDaily Telegraph^ meldet aus Tokio vom 15. Mai: Der Hilfskreuzer Nekomaru ist auf der Höhe von Fusan auf ein Riff aufgelaufen und beschädigt worden. Die Dampfer sind mit den erforder­lichen Arbeiten beschäftigt. Einem norwegischen Dampfer zufolge, der am 12. Mai in Moji angekommen ist und zwischen 6 und 11 Uhr morgens unter 33,45 Grad nörd­licher Breite und 129,20 Grad östlicher Länge Geschützseuer gehört, wurde eine durch Schüsse verursachte Erschütterung wahrgenommen. Doch war, infolge des Nebels, die Aussicht beschränkt. Ein nach der angegebenen Richtung fahrendes japanisches Torpedoboot wurde gesichtet und festgestellt, daß die baltische Flotte auf französischem Gebiet eine Station für drahtlose Telegraphie errichtet und mit Hilfe derselben Nachrichten aus Saigon nach Petersburg gesandt hat.

London, 16. Mai. DieDaily Chronicle^ aus London vom 15. Mai meldet: Von der Höhe von Gaprots aus wurden in der vergangenen Nacht ein Dutzend Kriegs­schiffe gesichtet, deren Lichter verlöscht waren. Die Nationalität und Bestiuuuung der Schiffe blieben un­bekannt.

Paris, 16. Mai. Nach einer Privatmeldung auS Saigon vereinigte sich Noschdj estwensky nach seiner Ausfahrt aus der Honkohe-Bai, 50 Seemeilen nördlich vom 10. Parattelkreise mit dem Ergänzungsgeschwader des Admirals Nebogatow.

Paris, 16. Mai. DasEcho de Paris^ meldet auL Petersburg: Es verlaute dort, Roschdjeswensky sei in­folge von Ueberarbeitung erkrankt. 2ldmiralAlexejew soll demnächst nach Wladiwostok abreisen, um das Kommando über die Seestreitkräfte zu übernehmen. Das Gerücht scheint jedoch wenig begründet zu sein.

Mailand, 16. Mai. In ganz Oberitalien herrscht seit einigen Tagen Regen weiter. Alle Flüsse sind an- geschwollen und haben bedeutenden Schaden verursacht. Auf den Bergen bei Como ist Schnee gefallen. Der Land­wirtschaft und Seidenraupenzucht droht ernster Schaden.

Warschau, 16. Mai. Auf Grund des Toleranz-EdikteL traten Tausende von Polen, die in den letzten Jahren zwangsweise zur russisch-orthodoxen Kirche bekehrt wurden, wieder zur katholischen Kirche über.

-- Seide ?. 95 Pf. -m

KrbeiterSewequnq.

Leipzig, 15. Mai. Der große Schneidern ns stand ist beute nach 8wöchiger Dauer beendet worden. Die Gebilsen nehmen die Arbeit bedingungslos wieder auf. _____________

LandwirtsHaft.

pn. Lang-Göns, 15. Mai. Tie Blüte der Ob st bäume verspricht dieses Jahr eine reiche. Obsternte. Namentlich stehen die Birnbäume im schönsten Blütenschmuck. Schädliche Insekten sind wenig vorhanden.

Mg^elltli^e WnssKt da ssodesM m der Stadt Gießkü

9. Woche. Vom 26. Februar bis 4. März 1905.

Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 iinkl. 1600 Mann Militär)

Sterblichkeitsziffer: 16,70

nach Abzug von 4 Ortsfremden: 9,28 °/nn.

Gehirns

1

1

Rhachitis

1

1

Leukämie

1(D

Kl)

Typhus

1

1

Schlaafluß

1(1)

KD

1

Herzfehler Blinddarm-Ent-

KD

1(1)

zündung

1

1

Lungenentzündung

KD

KD

-

Verbrennung

1

1

Summe

9 (4)

6(4)

3

Todes-Anzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsern lieben Sohn, Bruder, Schwager und Onkel

Herrn Heinrich Ludwig KIOs

Siaatsaraaitsgehüiie

nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 25 Jahren in die Ewigkeit abzurufen.

Um stilles Beileid bitten die tieftrauernden Hinterbliebenen:

Familie Klos.

Giessen (Hammstr. 16), den 15. Mai 1905. Familie WeisWoiS.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. Mai, nachmittags 5 Uhr vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 1-6/11

" __________________________________ - ' ' ________-___________________________

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Ludwig st raße zwischen Bleich- und Bismarckstraße von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt.

Gießen, den 16. Mai 1905.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________________Herber a.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Goethe st raße zwischen Ludwig- und Stephanstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge­sperrt.

Gießen, den 13. Mai 1905.

Großh. Poliz-eiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

In unser Genossenschastsregister wurde heute bei der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenoffenschaft, einge­tragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Utphe, das Ausscheiden des Vorstandsmitgliedes Karl Bücher in Utphe und die in der Generalversammlung vom 25. März 1905 erfolgte Wahl des Friedrich Filsinger in Utphe als solches eingetragen.

Hungen, den 13. Mai 1905.

Großher^oglichcs Amtsgericht.